DE4343801A1 - Zerkleinerungsmaschine mit Rotor - Google Patents
Zerkleinerungsmaschine mit RotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Zerkleinerungsmaschinen mit Rotor.
Derartige Zerkleinerungsmaschinen sind in verschiedenen
Bauweisen und für verschiedenes Aufgabegut bekannt. So
gibt es beispielsweise Bauarten, bei denen die Tragkörper
für die Zerkleinerungswerkzeuge aus einem Armkreuzrotor
oder auch aus einem einteiligen Rotorkörper bestehen.
Eine besonders vorteilhafte Bauart ist der Hammerbrecher
nach der deutschen Patentschrift 26 05 751, dessen Rotor
aus mehreren auf einer Welle drehfest aufgesteckten
Scheiben und aus zwischen diesen verteilt angeordneten
Hämmern besteht, die drehbeweglich gelagert sind.
Die genannten Zerkleinerungsmaschinen dienen dem Zerklei
nern von metallischem oder nichtmetallischem Material
oder einem Gemisch aus diesen beiden Materialarten und
bestehen fast stets aus einem feststehenden Gehäuse, in
welchem der Rotor drehbar gelagert ist. An der Innenseite
des Gehäuses befindet sich in aller Regel ein sogenannter
Amboß, und zwar vorzugsweise am Einlaß des Gehäuses, der
im Falle des Hammerbrechers nach dem genannten Patent mit
den am Rotor gelagerten beweglichen Schlagwerkzeugen oder
Hämmern zusammenwirkt. Zu diesem Zweck ist der meist mit
einem schnell umlaufenden Antrieb gekuppelte Rotor mit
einer Vielzahl von parallel zur Rotorwelle, gegen diese
aber exzentrisch versetzten Achsen ausgerüstet, auf denen
die Hämmer oder Rotorwerkzeuge frei drehbar gelagert
sind. Die Zerkleinerung findet durch das Zusammenwirken
der Rotorhämmer sowohl mit dem feststehenden Amboß am Ma
terialeinlaß als auch mit der die Funktion eines Gegen
werkzeuges besitzenden Gehäuseinnenwand statt, gegen die
das Material geschleudert und zumindest in einem Teilbe
reich des Rotorumfangs auch zwischen dieser und den Zer
kleinerungswerkzeugen zerquetscht bzw. zerrissen wird.
Die Rotorhämmer sind in irgend geeigneter Weise am Umfang
des Rotors verteilt mit Abstand zueinander angeordnet. Um
diesen Abstand zu schaffen, besteht der Rotorkörper aus
einer Vielzahl von Scheiben, die sämtlich mit der Rotor
welle drehfest verbunden sind.
Vor allem dann, wenn das zu zerkleinernde Material ganz
oder teilweise aus Metall besteht, erleiden die Außenflä
chen der Scheiben, zwischen denen die Rotorhämmer
schwenkbar gelagert sind, durch Abrieb und Aufprallen der
Materialstücke erhebliche Verschleißschäden. Nach ver
hältnismäßig kurzer Betriebs zeit wird dann vom Umfang der
Scheiben so viel Metall abgerissen oder abgeschliffen,
daß die Scheiben unbrauchbar werden und ausgewechselt
oder aufwendig aufgeschweißt werden müssen.
Der Vorschlag nach dem genannten Patent begegnet diesem
Nachteil dadurch, daß aus besonders verschleißfestem Ma
terial bestehende Schutzschilde oder auch sogenannte
Schutzkappen, die im wesentlichen aus jeweils einem
kreisringsegmentförmigen Abdeckteil und jeweils einer an
der Innenseite des Abdeckteils vorgesehenen Lagernabe ge
bildet und mit diesen auf Achsstangen befestigt sind, mit
ihren Abdeckteilen die Umfangsflächen der jeweils benach
barten Scheiben abdecken.
Wenngleich diese Hammerbrecherbauart sich in der Praxis
bisher schon während nahezu zweier Jahrzehnte in
außerordentlich großem Umfang bestens bewährt hat, ist
doch zu bedenken, daß sowohl diese bekannten Schutzkappen
als auch die Zerkleinerungswerkzeuge, d. h. bei diesem
Hammerbrecherrotor die Hämmer, gegossen werden, so daß
diese Teile nicht nur in der Herstellung relativ teuer
sind, sondern auch die relativ großen Gußtoleranzen
erfordern, die beim Aufbau der Maschine und Einbau der
genannten Teile berücksichtigt werden müssen.
Des weiteren ist der Verschleiß an Hämmern und Schutz
schilden bzw. Schutzkappen unterschiedlich, da die Hämmer
als aktive Werkzeuge einer größeren Beanspruchung ausge
setzt sind als die inaktiven Schutzschilde bzw. Schutz
kappen, so daß für beide dem Verschleiß unterliegenden
Bauteile unterschiedliche Standzeiten gelten, die zu
unterschiedlichen Intervallen für deren Austausch
und/oder Aufarbeitung führen mit der Folge entsprechend
unregelmäßiger und damit zeitaufwendiger Stillstandzeiten
für die Zerkleinerungsmaschine.
Diese Schwierigkeiten gelten im übrigen in noch wesent
lich stärkerem Maße für die übrigen eingangs erwähnten
Bauarten, deren Schutzschild- bzw. Schutzkappensysteme,
wenn sie denn überhaupt eins besitzen, bei weitem nicht
so einfach wie das nach dem genannten Patent gestaltet
sind. Allen gattungsgemäßen Zerkleinerungsmaschinen ist
im übrigen gemeinsam, daß die Werkzeuge und gegebenen
falls die verschleißschützenden Teile Gußteile sind.
Es sind schließlich Lösungen, u. a. nach der deutschen Pa
tentschrift 31 23 857 und der deutschen Gebrauchsmuster
schrift 92 06 489 bekannt, die eine hohe Verschleißbe
ständigkeit anstreben, jedoch einseitig auf aktive
Schleißteile oder Werkzeuge beschränkt bleiben und auch
kostenaufwendig sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Optimie
rung der Rüstzeiten zu erreichen, sowie auch die Kosten
der Einzelteilherstellung zu verringern. Diese Aufgabe
wird in überraschend einfacher Weise durch die im Haupt
anspruch angegebenen Merkmale und Maßnahmen gelöst.
Wenn hier von "aktiven" Schleißteilen einerseits und
"inaktiven" Schleißteilen andererseits gesprochen wird,
dann berücksichtigen diese Bezeichnungen, daß die
Zerkleinerungswerkzeuge, beispielsweise die Hämmer durch
ihre aktive Zerkleinerungsarbeit einem anderen Verschleiß
(aktiven Verschleiß) unterliegen als die dem Verschleiß
schutz anderer Maschinenteile dienenden Abdeckungen, wie
beispielsweise die Schutzschilde, die zwar nicht aktiv am
Zerkleinerungsprozeß teilnehmen, jedoch durch das herum
wirbelnde Aufgabegut, wie eingangs erwähnt, durch Abrieb
und aufprallende Materialstücke verschleißen (sekundärer
Verschleiß der inaktiven Bauteile).
Die erfindungsgemäße Lehre führt nicht nur zu einer Erhö
hung der Standzeit, indem weniger unterschiedliche Wech
selphasen der aktiven und inaktiven Schleißteile erreicht
werden, sondern eröffnet auch vielfältige Konstruktions
möglichkeiten für ein optimales Schleißteilsystem. Dabei
ist dieses besonders vorteilhaft bei derartigen Zerklei
nerungsmaschinen einzusetzen, deren Rotor aus Scheiben,
vorzugsweise im wesentlichen kreisrunden Scheiben be
steht.
Das im Rahmen der Erfindung vorgeschlagene aufeinander
abgestimmte Verschleißverhalten ist in vielfältiger Art
zu erreichen, wobei eine besonders bevorzugte Ausfüh
rungsform darin besteht, daß mindestens eine der beiden
Schleißteilarten in Verbundbauweise gefügt ist. Damit er
gibt sich die Möglichkeit, für die Einzelteile des Ver
bundes Form und Material so zu wählen, daß der Verbund in
seinem Verschleißverhalten dem der jeweils anderen Bau
teile angepaßt werden kann, wobei es selbstverständlich
auch im Rahmen der Erfindung liegt, daß die eine Schleiß
teilart, beispielsweise die Hämmer, nach wie vor aus Guß
gefertigt werden, während die andere Schleißteilart, bei
spielsweise die Schutzschilde oder Abdeckkappen aus einem
Verbund verschiedener Stahlbleche bestehen, oder umge
kehrt.
Mit der Verbundbauweise ist der überraschende Vorteil
verbunden, daß wesentlich geringere Toleranzen als bei
Gußteilen erforderlich sind, so daß die Passungsprobleme
bei gleichzeitig kompakterer Bauweise minimiert werden.
Mit der Technik des Laserbrennens können die den Verbund
bildenden Teile im übrigen rationell und paßgenau bei
spielsweise aus Stahlblechen hergestellt werden.
Alternativ zum Verbundaufbau kann mindestens eine der
beiden Schleißteilarten aus Zonen unterschiedlicher Mate
rialeigenschaften, wie Güte, Härte, Zähigkeit und/oder
Dicke bestehen. Dies kann beispielsweise durch gezielte
Wärmebehandlung erreicht werden. Es können somit die
Deckflächen bzw. die Abdeckteile der inaktiven Schleiß
teile (Schutzkappen) eine größere, dem Verschleiß stärker
widerstehende Härte bekommen als deren Stege und Naben.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß
die aktiven und/oder inaktiven Schleißteile lösbar
und/oder unlösbar gefügt sind, so daß für den Verbund
beispielsweise einerseits Schrauben oder Nieten und ande
rerseits Löten, Schweißen, Kleben u. a. in Frage kommen
oder auch Kombinationen davon.
Einen besonders günstigen Verbund stellt die Sandwichbau
weise dar, in der in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
zumindest Teile der Schleißteile ausgeführt sind, bei
spielsweise der Hammer insgesamt und von der Schutzkappe
lediglich deren Abdeckteil bzw. Deckfläche.
Wenn dabei der Hammeraufbau so aussieht, daß zwei relativ
harte, verschleißfeste Schichten oder Lagen mindestens
eine weichere zwischen sich einschließen, d. h. beidseitig
auf den Seitenflächen der weicheren Kernschicht ange
bracht sind, dann ergibt sich in vorteilhafter Weise eine
selbstschärfende Sandwichbauweise für die Hämmer, da dann
an den freien Stirnflächen die weichere Kernschicht
schneller verschleißt als die seitlichen härteren Deck
schichten, so daß das Hammerende im Bereich des Kerns
eine eingezogene Form erhält, wodurch die demgegenüber
vorspringenden Deckschichten zu einem besseren
Zerkleinerungswirkungsgrad sowie höherer Standfestigkeit
führen.
Diese an den Schlag- bzw. Zerkleinerungskanten des Ham
mers in dessen Kernbereich zurückspringende bzw. eingezo
gene Querschnittsform kann aufgrund der erfindungsgemäßen
Sandwichbauweise auch bereits bei ungebrauchten Hämmern
vorgesehen werden, indem die weichere Kernschicht gegen
über den härteren Deckschichten an diesen Stellen in ih
ren Abmessungen kleiner als die Deckschichten gewählt
wird.
Die weicheren, vorzugsweise zähfesten Materialschichten
bzw. -bereiche wirken sich insbesondere vorteilhaft im
Bereich der beispielsweise mit härteren Buchsen ausge
statteten Lageraugen, der Hämmer und Schutzkappen aus,
besitzen aber auch als Kernschichten für die Hämmer und
im Falle der Mehrschichten-Verbundbauweise der Abdeck
teile der Schutzkappen erhebliche Vorteile, beispiels
weise als die Bruchgefahr der Schleißteile erheblich ver
mindernde Unter- bzw. Zwischenschicht.
Der erfindungsgemäße Aufbau der Schleißteile aus Lagen,
Zonen, Bereichen und/oder Schichten unterschiedlicher
Materialeigenschaften ermöglicht neben der gegenseitigen
Anpassung des Verschleißverhaltens und der optimalen Ein
stellung auf die Zusammensetzung des Aufgabegutes auch
neue Wege der räumlichen Zuordnung der beiden Schleiß
teilarten zueinander, indem nunmehr Schichten bzw. Berei
che so zusammengefügt werden können, daß sie aufgrund ih
rer unterschiedlichen Eigenschaften als Verbundbauteil
dann auch mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen können.
So kann ein inaktives Schleißteil, also hier eine Schutz
kappe an den Seitenwangen derart gestaltet bzw. aufgebaut
werden, daß dort z. B. Lager für die Hämmer entstehen bzw.
unterzubringen sind, wodurch eine Achsstangenbefestigung
für die Hämmer entfällt, was im Einzelfall zu einer Er
leichterung des Hammerwechsels führen kann.
Im Falle der Hämmer braucht die weichere Zwischen- bzw.
Kernschicht nicht über ihre gesamten beiden seitlichen
Hauptflächen mit härteren Deckschichten belegt zu sein,
vielmehr können letztere bis auf die Kernschicht rei
chende Durchbrüche aufweisen, insbesondere nur im seitli
chen Randbereich vorgesehen werden, und zwar vorzugsweise
in einer der äußeren Hammerkontur angepaßten Form auch
der Ausnehmung in der Deckschicht. Damit kann Material
gespart werden; die Herstellung dieser konturierten, mit
Durchbrüchen versehenen Deckschichten ist mittels Laser
schneidens und/oder Konturbrennens ohne weiteres möglich.
Wenn in diesem Fall die Deckschichten vorzugsweise auf
die Kernschicht aufgeschweißt werden, dann kann damit zu
sätzlich noch der Härteverlauf im Randbereich auch der
Kernschicht in für das Verschleißverhalten des Hammers
optimaler Weise beeinflußt werden.
Hinsichtlich der Ausgestaltung der Flächen- und/oder Kör
performen für die Schleißteile, insbesondere Hämmer,
liegt es im Sinn der Erfindung, daß diese den unter
schiedlichen Verschleißzonen und -verhalten anpaßbar
sind.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die Erfindung für
die Schutzkappen, insbesondere deren Abdeckteile bzw.
Deckflächen, da diese nunmehr jeweils aus abgewinkelten
Teilflächen bestehen können, d. h. es ist dann lediglich
ein Abwinkeln von ebenen Platten bzw. Blechen erforder
lich, um sich dem Rotorradius mehr oder weniger anzunä
hern, was gegenüber entsprechend gebogenen Abdeckteilen
kostengünstiger und einfacher ist, insbesondere jedoch
gegenüber den bisher bekannten gegossenen Schutzkappen
einen enormen Preisvorteil bei der Herstellung bietet.
Grundsätzlich kann die abgewinkelte Deckfläche auch aus
ebenen Teilflächen bestehen, die entsprechend zusammenge
fügt werden. Mit dieser Maßnahme kann die Bogenform der
Abdeckfläche in einfacher und vielfältiger Weise durch
eine Vieleckschweißkonstruktion ersetzt werden.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Verbundbauweise ver
einfachen nicht nur die Herstellung der Schleißteile,
sondern eröffnen insbesondere auch für die Abdeckteile
der Schutzkappen einfach herzustellende, unterschiedliche
Formen, wodurch sich besonders gut an den Einsatz der
Zerkleinerungsmaschine und das gegenseitige Beeinflussen
der sich relativ zueinander bewegenden Teile anzupassende
Gestaltungsmöglichkeiten für den Rotorschutzmantel erge
ben. So können die Abdeckteile bzw. Deckflächen in ihrer
abgewinkelten Umfangsfläche beispielsweise versetzt bzw.
ausgeklinkt, d. h. z. B. L-förmig gestaltet werden, so daß
durch den Mäanderverlauf der Berührungslinien der Abdeck
teile einerseits eine umlaufende Berührungslinie vermie
den wird, die auf die Dauer Anlaß zu besonderem Ver
schleiß in diesem Bereich geben könnte, und andererseits
damit auch eine noch größere Variationsmöglichkeit des
Hammerbildes gegeben ist unter gleichzeitiger Verrin
gerung von Berührungsschlitzen bzw. Trennfugen zwischen
benachbarten Schutzkappen. Diese variable Form der
Schutzkappen ermöglicht auch ein optimales Gestalten der
für das Durchschwingen der Hämmer erforderlichen Frei
räume.
Sofern in ihrer Deckfläche versetzt bzw. ausgeklinkt aus
gebildete Schutzkappen vorgesehen sind, kann es sich emp
fehlen, in dem breiteren Schutzkappenbereich zwei axial
fluchtende Lageraugen vorzusehen, so daß die Halterungen
zwischen mindestens drei benachbarte Rotorscheiben ragen.
Sofern das Abdeckteil umfangsmäßig zwei Hammerachsen
überspannt, empfiehlt es sich, mindestens eine weitere
Halterung radial bzw. umfangsversetzt anzuordnen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung, die nachstehend an
hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbei
spiele näher erläutert wird, ergeben sich aus den übrigen
Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Rotor einer Zer
kleinerungsmaschine nach Linie I-I in Fig. 3 an
den Positionen "c" und "e" mit Anordnung der
Schleißteile gemäß Fig. 4;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Rotor nach Linie
I-I in Fig. 3 an den Positionen "c" und "e" mit
Anordnung der Schleißteile gemäß Fig. 5;
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Rotor nach Linie
II-II in Fig. 1 oder Fig. 2 mit den Befestigungs
positionen "a" bis "f" für die Schleißteile, wo
bei an den Positionen "a" und "b" ein inaktives
Schleißteil nach Fig. 15 oder Fig. 17 und ent
sprechend Fig. 6 dargestellt ist;
Fig. 4 eine schematisch dargestellte Abwicklung eines
Rotormantels zur Veranschaulichung der Anordnung
der Schleißteile nach Fig. 1 in den Positionen
"a" bis "f" gemäß Fig. 3, wobei die aktiven
Schleißteile zur besseren Unterscheidung um 90°
in die Zeichenebene geklappt dargestellt sind;
Fig. 5 eine schematisch dargestellte Abwicklung eines
Rotormantels zur Veranschaulichung der Anordnung
der Schleißteile nach Fig. 2 in den Positionen
"a" bis "f" gemäß Fig. 3 und Darstellung der in
aktiven Schleißteile gemäß Fig. 16;
Fig. 6 eine schematisch dargestellte Abwicklung eines
Rotormantels analog Fig. 4 und Fig. 5 mit inakti
ven Schleißteilen gemäß Fig. 13 bis 15 zur Veran
schaulichung einer besonderen Zuordnung der
Schleißteile hinsichtlich eines aufeinander abge
stimmten Verschleißverhaltens;
Fig. 7 eine perspektivische, vereinfachte Darstellung
eines Rotors einer Zerkleinerungsmaschine mit
schematischer Anordnung der aktiven Schleißteile
in Fliehkraftfunktion und der inaktiven Schleiß
teile entsprechend den Abdeckflächen nach Fig. 15
oder Fig. 17;
Fig. 8 ein aktives Schleißteil in einer Verbundbauweise,
insbesondere Sandwichbauweise;
Fig. 9 ein aktives Schleißteil in einer Verbundbauweise,
insbesondere Sandwichbauweise, mit lösbaren und
unlösbaren Fügearten sowie Lagen unterschiedli
cher Härte;
Fig. 10 ein aktives Schleißteil mit Zonen unterschiedli
cher Härte und Darstellung des Verschleißzustan
des;
Fig. 11 ein aktives Schleißteil in einer Verbundbauweise
und insbesondere selbstschärfender Sandwichbau
weise;
Fig. 12 Darstellungen des Verschleißzustandes eines her
kömmlichen (Fig. 12a) und eines erfindungsgemäßen
aktiven Schleißteils (Fig. 12b);
Fig. 13 ein inaktives Schleißteil aus einem Verbund von
Deckfläche und Halterung mit unterschiedlich har
ten Zonen, Schichten oder Lagen der Deckfläche;
Fig. 14 ein inaktives Schleißteil mit einer Deckfläche,
die aus abgewinkelten Teilflächen besteht;
Fig. 15 ein inaktives Schleißteil mit in sich versetzt
bzw. ausgeklinkt ausgebildeter Deckfläche und
zwei radial bzw. umfangsversetzten Halterungen;
Fig. 16 ein inaktives Schleißteil mit zwei axial
fluchtenden Halterungen; und
Fig. 17 ein inaktives Schleißteil mit drei Halterungen,
von denen zwei axial fluchten und die dritte ra
dial bzw. umfangsversetzt ist.
Die folgenden Ausführungsbeispiele werden am Beispiel ei
ner als Hammerbrecher ausgebildeten Zerkleinerungsma
schine erläutert. Gemäß Fig. 1 und 2 ist in einem mit
strichpunktierten Linien angedeuteten, nicht näher darge
stellten Gehäuse 1 ein Rotor 2 mit einer Welle 3 drehbar
gelagert. Auf der Welle 3 sind mehrere Scheiben 4 z. B.
durch eine Paßfeder 5 (Fig. 3, Fig. 7) drehfest gehalten.
Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf einen aus
Scheiben bestehenden Rotor 2, sondern ist auch bei ande
ren Tragkörpern von Zerkleinerungsmaschinen, beispiels
weise einem Armkreuzrotor oder einem einteiligen Rotor
körper, anwendbar.
Die Welle 3 kann durch einen nicht dargestellten Antrieb
in Drehung versetzt werden.
Die Scheiben 4 bestehen aus Flanschen 4.1 sowie Naben 4.2
und weisen Bohrungen 4.3 auf, die auf gleichem Teilkreis
liegen. Die Scheiben 4 liegen mit ihren Naben 4.2 auf der
Welle 3 dicht aneinander und sind zum Abschluß an den Ro
torenden als Endscheiben 4.4 mit Deckeln 4.5 gestaltet.
Mit den Naben 4.2 und den Flanschen 4.1 bilden die Schei
ben 4 auf der Welle 3 einen mehrteiligen Rotor- oder
Tragkörper des Rotors 2 für den Hammerbrecher (Fig. 1 und
2).
Parallel zur Welle 3 und radial gegen diese sowie zuein
ander umfangsversetzt sind Achsstangen 6 vorgesehen, die
die Bohrungen 4.3 in den Scheiben 4 entsprechend den Po
sitionen "a" bis "f" (Fig. 3) durchdringen. Die Achsstan
gen dienen als Befestigung für aktive Schleißteile 7, so
genannte Hämmer, und für inaktive Schleißteile 8, soge
nannte Schutzkappen.
Die aktiven Schleißteile 7 sind auf den Achsstangen 6
drehbeweglich, d. h. frei drehbar, exzentrisch gelagert
und zerkleinern in Fliehkraftstellung (Fig. 3) im Zusam
menwirken mit einem oder mehreren nicht dargestellten Ge
genwerkzeugen des Gehäuses 1 ein hier nicht näher be
stimmtes Aufgabegut.
Die inaktiven Schleißteile 8 bilden mit ihren Deckflächen
8.1 einen im wesentlichen zylindrischen Mantel, der die
Scheiben 4 vor Verschleiß schützt.
In den Fig. 4, 5 und 6 sind beispielsweise Anordnungen
der Schleißteile 7, 8 als Abwicklung schematisch darge
stellt. Es kennzeichnen darin die römischen Ziffern Mit
tellinien der Räume zwischen den Flanschen 4.1 der Schei
ben 4 und die Buchstaben "a" bis "f" die Mittellinien der
Achsstangen 6. Dabei liegen die Befestigungen bzw. Lager
stellen der drehbeweglichen, aktiven Schleißteile 7 im
Bereich der Schnittpunkte f-III, f-VII, f-x, e-I usw. so
wie die Befestigungsstellen bzw. Halterungen der inakti
ven Schleißteile 8 in den Schnittpunkten f-I, f-II, f-IV
usw. (Fig. 4), bzw. f-I/II, f-IV/V/VI, f-VIII/IX usw.
(Fig. 5), bzw. f-I, f-II, f/e-IV usw. (Fig. 6). Daraus
ist in Verbindung mit den Fig. 1, 2 und 3 erkennbar, daß
die aktiven Schleißteile 7 in Freiräumen 9 (Fig. 1, 2 und
7), die durch die inaktiven Schleißteile 8 begrenzt sind,
in Arbeitsstellung, d. h. bei drehendem Rotor durchschwin
gen (Fliehkraftfunktion) können. In Fig. 7 ist dieser Zu
stand des Rotors 2 vereinfacht dargestellt. Erkennbar
sind die durch die Anordnung und Ausgestaltung der inak
tiven Schleißteile 8 gebildeten Freiräume 9 und die den
Betriebszustand andeutenden aktiven, durch die Flieh
kraftwirkung nach außen ragenden Schleißteile 7.
Die verschiedenen Anordnungen von aktiven und inaktiven
Schleißteilen 7, 8 gemäß den Fig. 4 bis 6 in Verbindung
mit Fig. 7 sollen verdeutlichen, daß die Funktionseinheit
Rotor 2 mit den aktiven Schleißteilen 7 und den inaktiven
Schleißteilen 8 während des Zerkleinerungsprozesses im
Sinne der Erfindung einem aktiven und inaktiven Ver
schleiß unterliegt. Dabei beträgt in der Regel der Ver
schleiß der aktiven Schleißteile 7 zwangsläufig ein Viel
faches des Verschleißes der inaktiven Schleißteile 8. Im
Sinne der Aufgabenstellung der Erfindung ist dieser un
terschiedliche Verschleiß auf abgestimmte, möglichst
übereinstimmende Intervalle auszulegen.
Mit den weiteren Ausführungen wird gezeigt, daß die er
findungsgemäß in ihrem Aufbau, ihrer Formgebung, ihrer
Materialzusammensetzung und/oder ihrer gegenseitigen Zu
ordnung dem Verschleiß während des Zerkleinerungsprozes
ses angepaßten aktiven und inaktiven Schleißteile 7, 8 zu
einem aufeinander abgestimmten, vorteilhaften Verschleiß
verhalten führen.
In Fig. 8 ist ein Hammer als aktives Schleißteil 7 in
Verbund-, insbesondere Sandwichbauweise in Seitenansicht
und im Schnitt dargestellt. Das Fügen in Verbundbauweise
umfaßt im Sinne der Erfindung lösbare und/oder unlösbare
Fügemittel bzw. -arten, wie z. B. Schrauben, Bolzen,
Spannstifte, Niete, Schweißen, Löten, Schrumpfen, Kleben
oder ähnliches, und zwar für sich oder in Kombination.
Dieser Hammer 7 besteht aus einer Kernschicht 7.1 und
beidseitigen Deckschichten 7.2 sowie einer Bohrung 7.3
für die drehbewegliche, exzentrische Lagerung auf den
Achsstangen 6 (Fig. 1, 2, 3 und 7). Die Deckschichten 7.2
sind in Form der äußeren Kontur des Hammers 7 durchbro
chen, so daß die Kernschicht 7.1 im Bereich der Bohrung
7.3 und den inneren Rändern der Deckschichten 7.2 frei
liegt. Die Deckschichten 7.2 weisen gegenüber der zäh
oder weicher ausgeführten Kernschicht 7.1 eine größere
Härte auf. Damit ist vorteilhaft der Lagerbereich des
Hammers 7 zäh und der eigentliche aktive Verschleißbe
reich hart und verschleißfest ausführbar.
Eine weitere Ausführung eines Hammers 7 mit harten Deck
schichten 7.2 und weicher Kernschicht 7.1 ist Fig. 9 zu
entnehmen, die in den zugehörigen Längsschnitten zum Fi
xieren der harten Deckschichten 7.2 auf der weicheren
Kernschicht 7.1 lösbare und unlösbare Verbindungen 7.4
mittels Bolzen, Spannstift, Niet- und Lochschweißung
zeigt. Dabei ist es möglich - wie oben erwähnt -, daß
die einzelnen Lagen 7.1, 7.2 beispielsweise auch durch
Schrauben, Löten oder Kleben oder bei entsprechender Ge
staltung auch durch Schrumpfen gefügt werden können.
Eine andere Ausführung eines Hammers 7 nach Fig. 10 be
steht aus einem Teil, welches so behandelt ist
(Wärmebehandlung, Vergütung), daß harte Zonen 7.5 gegen
über dem unbehandelten Gefüge und eine weiche Zone 7.6
entstehen. Dabei zeigen der Schnitt 10a den Hammer im
neuen und der Schnitt 10b ihn im gebrauchten Zustand mit
dadurch entstandenem selbstschärfendem Profil.
In Fig. 11 ist nun ein Hammer 7 in Verbund-, insbesondere
Sandwichbauweise dargestellt, bei dem im Bereich des
hauptsächlichen, aktiven Verschleißes die härteren Deck
schichten 7.2 die weichere Kernschicht 7.1 überragen.
Diese Formgebung soll schon vor dem eigentlichen Ver
schleiß auf die gewünschte Verschleißform (Fig. 10b und
12b) als "selbstschärfender" Hammer 7 hinwirken.
Ziel all dieser Maßnahmen an den Hämmern 7 entsprechend
den Fig. 8 bis 11 ist es, sie als aktive Schleißteile 7
durch Lagen, Schichten oder Zonen unterschiedlicher Güte,
Härte, Zähigkeit, Dicke und/oder Form so auszubilden, daß
sie im Verschleißzustand nicht wie bisher eine Ver
schleißform nach Fig. 12a (Längsschnitt des Hammers 7)
einnehmen, die sich im Zerkleinerungsprozeß "stumpf" aus
wirkt, sondern bis zum Auswechseln ihren "selbst-schär
fenden" Zustand - wie in Fig. 10b und 12b dargestellt -
erhalten. Es wurde überraschend gefunden, daß dieser
selbstschärfende Zustand sich vorteilhaft und wesentlich
auf die Erhöhung der Standzeit der aktiven Schleißteile 7
sowie den Zerkleinerungswirkungsgrad auswirkt und zu ei
nem abgestimmten Verschleißverhalten innerhalb des ge
samten Schleißteilsystems führt. Im Hinblick auf das Zu
sammenwirken mit den inaktiven Schleißteilen 8 wird dies
im folgenden noch weiter ausgeführt.
Das inaktive Schleißteil 8, eine sogenannte Schutzkappe,
besteht beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 aus einem
Verbund eines im vorliegenden Zusammenhang Deckfläche 8.1
genannten Abdeckteils mit einer Halterung, welche aus ei
ner Lagernabe 8.2 für die Befestigung auf den Achsstangen
6 (Fig. 1, 2, 3 und 7) und einem Steg 8.3 zusammengesetzt
sein kann. Zweckmäßige Fügungen des Verbundes ergeben
sich aus den Darstellungen nach den Fig. 13a und b. Zur
Gewährleistung eines mit den aktiven Schleißteilen 7 kor
respondierenden Verschleißverhaltens ist die Deckfläche
8.1 vorzugsweise mehrschichtig bzw. mehrlagig aufgebaut
oder mit unterschiedlichen Zonen ausgestattet, so daß die
Deckfläche 8.1 z. B. eine relativ harte äußere Fläche 8.4
gegenüber den nicht direkt dem Verschleiß ausgesetzten
Verbundteilen, Lagen, Schichten oder Zonen aufweist.
Einen weiteren erfindungsgemäßen Verbund von Deckfläche
8.1 und Halterung 8.2, 8.3 stellt die Ausführung gemäß
Fig. 14 mit abgewinkelten Deckflächen 8.1 dar, die auch
aus abgewinkelten, mehrlagigen Flächen oder abgewinkelt
zusammengefügten Teilflächen bestehen können.
Zum Erreichen einer für das abgestimmte Verschleißverhal
ten zwischen den aktiven Schleißteilen 7 und den inakti
ven Schleißteilen 8 besonders günstigen Anordnung, die
beispielsweise in Fig. 6 (schematisch abgewickelt) und
Fig. 7 (vereinfacht) dargestellt ist, wird die Deckfläche
8.1 gemäß den Fig. 15 und 17 in sich versetzt bzw. ausge
klinkt ausgebildet, so daß sie, wie die Draufsichten in
den Fig. 15 und 17 zeigen, im Verlauf ihres Umfangs un
terschiedliche Breite besitzen. Dadurch bildet sich im
montierten Zustand ein der Mäanderform ähnliches, zusam
menhängendes Raster für ein abgestimmtes Schleißteilsy
stem.
Durch die Ausstattung mit mehreren Halterungen 8.2, 8.3
für jedes inaktive Schleißteil 8 entsprechend den Fig.
15, 16 und 17 läßt sich die Standzeit der Anordnungen für
ein erfindungsgemäßes Schleißteilsystem, wie sie z. B. den
Fig. 4, 5 und 6 zu entnehmen sind, noch weiter erhöhen.
In diesen Darstellungen kennzeichnen gleiche Großbuchsta
ben jeweils gleiche Formen der Deckflächen 8.1 sowie An
zahl von Halterungen 8.2, 8.3 pro inaktivem Schleißteil
8.
Mit den in sich versetzten bzw. ausgeklinkten Deckflächen
8.1 sowie Halterungen 8.2, 8.3 zwischen mindestens drei
benachbarten Scheiben 4 lassen sich nach den Schemata ge
mäß Fig. 4, 5 und 6 Konfigurationen von aktiven und inak
tiven Schleißteilen 7, 8 realisieren, die einerseits die
erfindungsgemäßen Vorteile der Hämmer 7 (Fig. 8 bis 12)
mit denen der Schutzkappen 8 (Fig. 13 bis 17) wirkungs
voll hinsichtlich sowohl des Zerkleinerungsprozesses als
auch eines günstigen Verschleißverhaltens kombinieren,
sowie andererseits den Wirkungsgrad der Zerkleinerungsma
schine im Hinblick auf die Leistungsaufnahme erhöhen.
Nach der Erfindung werden schließlich auch Schleißteile
bereitgestellt, die in der Fertigung flexibel herstellbar
und an die Erfordernisse des Schleißmaterials variabel
anpaßbar sind sowie das Auswechseln von aktiven und inak
tiven Schleißteilen 7, 8 in einem aufeinander abgestimm
ten Intervall ermöglichen. Darüber hinaus werden ruhig
laufende Rotoranordnungen realisierbar, die mittels eines
abstimmbaren Schleißteilsystems dem jeweiligen Aufgabegut
angepaßt werden können, insbesondere für die Fälle, in
denen z. B. Einschlüsse von Fremdstoffen vorliegen, Ver
dichtungen für den nachfolgenden Prozeß vermieden oder
auch erzielt werden sollen und ein günstiger Energiebe
darf zu gewährleisten ist.
Claims (29)
1. Zerkleinerungsmaschine mit Rotor,
- - der aktive und inaktive Schleißteile (7 bzw. 8) trägt,
- - die in ihrem Aufbau, ihrer Formgebung, ihrer Ma terialzusammensetzung und/oder ihrer gegenseiti gen Zuordnung zu einem aufeinander abgestimmten Verschleißverhalten führen.
2. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1, gekennzeich
net durch einen aus Scheiben (4) bestehenden Rotor
(2).
3. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens eine der beiden
Schleißteilarten (7, 8) in Verbundbauweise gefügt
ist.
4. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens eine der beiden
Schleißteilarten (7, 8) zumindest teilweise aus La
gen, Schichten und/oder Zonen (7.1, 7.2 bzw. 8.3,
8.4) unterschiedlicher Materialeigenschaften, wie
Güte, Härte, Zähigkeit und/oder Dicke besteht.
5. Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die aktiven und/oder inaktiven
Schleißteile (7, 8) lösbar und/oder unlösbar gefügt
sind.
6. Zerkleinerungsmaschine nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
aktiven Schleißteile (7) drehbeweglich gelagerte Zer
kleinerungswerkzeuge (Hämmer) sind und die inaktiven
Schleißteile (8) (Schutzkappen) zumindest die dem se
kundären Verschleiß ausgesetzten Rotorteile (4) ab
decken.
7. Zerkleinerungsmaschine nach einem oder mehreren der
Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumin
dest Teile der Schleißteile (7, 8) in Sandwichbau
weise ausgeführt sind.
8. Zerkleinerungsmaschine nach einem oder mehreren der
Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet daß die
aktiven Schleißteile (7) in selbstschärfender Sand
wichbauweise ausgeführt sind.
9. Zerkleinerungsmaschine nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen Kon
struktionsverbund mehrerer aktiver und inaktiver
Schleißteile (7, 8) miteinander, wobei mindestens ein
aktives Schleißteil (7) zwischen mindestens zwei
inaktiven Schleißteilen (8) getragen und/oder an die
sen gelagert ist und das inaktive Schleißteil (8) je
weils einen vom äußeren Schwungkreis des aktiven
Schleißteils (7) im wesentlichen definierten Ver
schleißbereich an einer Scheibe (4) umfaßt.
10. Aktives Schleißteil für eine Maschine nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch
mehrere Materialschichten (7.1, 7.2), von denen min
destens eine (7.2) härter als die übrige(n) (7.1)
ist.
11. Schleißteil nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch
zwei Deckschichten (7.2) mit dazwischenliegender
Kernschicht (7.1).
12. Schleißteil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Deckschichten (7.2) eine größere
Härte besitzen als die vor allem im Bereich des La
gerauges (7.3) zähfeste Kernschicht (7.1).
13. Schleißteil nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Deckschichten (7.2) bis auf die
Kernschicht (7.1) reichende Durchbrüche aufweisen.
14. Schleißteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 10
bis 13, gekennzeichnet durch eine Glockenform.
15. Schleißteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 10
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Deckschicht (7.2) die Kernschicht (7.1) am Hammerrand
überragt.
16. Inaktives Schleißteil für eine Zerkleinerungsmaschine
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, vor
zugsweise in Kombination mit Schleißteilen nach einem
oder mehreren der Ansprüche 10 bis 15, gekennzeichnet
durch einen gefügten Verbund von Abdeckteil bzw.
Deckfläche (8.1) und Halterung (8.2, 8.3).
17. Schleißteil nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch
einen Vieleckverlauf der Deckfläche bzw. des Abdeck
teils (8.1).
18. Schleißteil nach Anspruch 16 oder 17, gekennzeichnet
durch eine Deckfläche (8.1) unterschiedlicher Breite.
19. Schleißteil nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Deckfläche (8.1) derart ausgeklinkt ist, daß
entsprechend ausgeklinkte Deckflächen benachbarter
inaktiver Schleißteile unter Bildung eines geschlos
senen Mantels am Rotor befestigt werden können.
20. Schleißteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 16
bis 19, gekennzeichnet durch mehrere Halterungen
(8.2, 8.3) pro Schleißteil.
21. Schleißteil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet
daß die Halterungen axial fluchten.
22. Schleißteil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungen (8.2, 8.3) umfangsversetzt sind.
23. Schleißteil nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch
die Kombination axial fluchtender und umfangsversetz
ter Halterungen.
24. Schleißteil nach einem oder mehreren der Ansprüche 20
bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen
zwischen mindestens drei benachbarte Rotorscheiben
ragen.
25. Schleißteil nach Anspruch 9 sowie einem oder mehreren
der Ansprüche 16 bis 24, gekennzeichnet durch einen
Achszapfen an der Halterung, der zusammen mit einem
Achszapfen an einem benachbarten inaktiven Schleiß
teil (8) ein Lager für ein aktives Schleißteil (7)
bildet.
26. Schleißteil nach Anspruch 9 sowie einem oder mehreren
der Ansprüche 16 bis 25, dadurch gekennzeichnet daß
die Halterungen (8.2, 8.3) jeweils einen vom äußeren
Schwungkreis des aktiven Schleißteils (7) im wesent
lichen definierten Verschleißbereich an den Scheiben
(4) abdecken.
27. Schleißteil nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet,
daß an den äußeren Konturen der Stege (8.3) offene
Aussparungen zur Befestigung an den Achsstangen (6)
vorgesehen sind.
28. Schleißteilsystem für eine Zerkleinerungsmaschine ge
mäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9 mit
Schleißteilen gemäß einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 24, gekennzeichnet durch eine Anordnung der in
aktiven Schleißteile (8) zur Bildung eines im
wesentlichen walzenförmigen Mantels mit gewünscht
versetzt zueinander angeordneten Durchbrüchen bzw.
Freiräumen zum Durchschwingen der aktiven Schleiß
teile (7).
29. Schleißteilsystem nach Anspruch 28, dadurch gekenn
zeichnet daß zumindest einige der inaktiven Schleiß
teile (8) Abschnitte mehrerer Rotorscheiben (4) ab
decken.
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