Leider haben wir mit dieser Tierklinik. Die negative Bewertung bei google hat die Tierklinik löschen lassen.
Leider haben wir mit dieser Tierklinik eine äußerst belastende und enttäuschende Erfahrung gemacht.
Wir sind an einem Sonntag mit unserem Hund in die Klinik gefahren, weil er im Bereich der Analdrüse eine schmerzhafte Wunde beziehungsweise Schwellung hatte. Uns war selbstverständlich bewusst, dass eine Behandlung im Notdienst höhere Kosten verursacht. Wenn unserem Hund dafür umfassend geholfen worden wäre, wären auch deutlich höhere Kosten für uns vollkommen in Ordnung gewesen.
Der behandelnde Tierarzt hat sich die betroffene Stelle jedoch lediglich angesehen und kurz abgetastet. Als mögliche Ursache wurde zunächst ein Analdrüsenabszess genannt. Eine gründliche Reinigung oder weitere Versorgung der Wunde erfolgte nicht. Auf meine Frage, wie ich die Stelle zu Hause sauber halten könne, wurde mir lediglich empfohlen, Babyfeuchttücher zu verwenden. Falls für eine ordentliche Reinigung, Untersuchung oder Öffnung des Abszesses eine Sedierung notwendig gewesen wäre, hätten wir dieser selbstverständlich sofort zugestimmt.
Besonders erschreckend war für mich, dass im selben Gespräch ohne weiterführende Diagnostik auch ein Analdrüsenkarzinom in den Raum gestellt wurde. Mir wurde erklärt, dass unser Hund in diesem Fall möglicherweise nur noch weniger als ein halbes Jahr zu leben hätte, da bei der Feststellung häufig bereits Metastasen vorhanden seien. Eine derart schwerwiegende Aussage sollte aus meiner Sicht nicht allein aufgrund eines kurzen Betrachtens und Abtastens getroffen werden. Selbstverständlich muss ein Tierarzt auf mögliche ernsthafte Ursachen hinweisen. Dies sollte jedoch als klar formulierter Verdacht geschehen und mit einer Empfehlung für die erforderliche Diagnostik verbunden werden, statt Tierhalter mit einer möglichen tödlichen Erkrankung und einer konkreten Lebenserwartung nach Hause zu schicken.
Zusätzlich wurde behauptet, Entlebucher Sennenhunde seien besonders für diese Krebsart bekannt und unser Hund befinde sich im typischen Alter. Auch an der Kasse wurde diese Aussage nochmals ungefragt wiederholt. Ich halte es für äußerst unprofessionell, wenn Mitarbeitende außerhalb des eigentlichen Behandlungsgesprächs derartige Aussagen zu einer möglichen Krebserkrankung treffen und die bereits vorhandene Angst dadurch noch verstärken.
Wir erhielten Antibiotika und Metacam und sollten einige Tage später unseren Haustierarzt aufsuchen. Auf die Frage nach einem schriftlichen Behandlungsbericht wurde sinngemäß geantwortet, am Wochenende würde man keinen Bericht schreiben, da man sonst nur noch mit dem Schreiben beschäftigt wäre, und ich müsse mir die Informationen merken. Gerade bei einem Notfallbesuch, der Medikamentengabe und einem so schwerwiegenden Verdacht erwarte ich jedoch eine nachvollziehbare schriftliche Dokumentation für den weiterbehandelnden Tierarzt.
Für die Untersuchung und die Medikamente wurden rund 190 Euro berechnet. Es geht mir ausdrücklich nicht darum, dass ein tierärztlicher Notdienst Geld kostet. Es geht darum, dass die Wunde nicht gereinigt, keine weiterführende Diagnostik durchgeführt und gleichzeitig eine mögliche tödliche Krebserkrankung mit sehr schlechter Prognose in den Raum gestellt wurde.
Nach diesem Besuch war ich emotional völlig aufgelöst und musste bis zur Untersuchung bei unserem Haustierarzt mit der Angst leben, mein Hund könnte nur noch wenige Monate zu leben haben. Tierhalter kommen in eine Tierklinik, weil sie Hilfe und eine professionelle Einschätzung benötigen. Schwerwiegende Verdachtsdiagnosen müssen sensibel, sachlich und auf Grundlage angemessener Untersuchungen kommuniziert werden.
Aufgrund des Umgangs, der fehlenden Versorgung der Wunde, der unzureichenden Dokumentation und der aus meiner Sicht unangemessenen Kommunikation kann ich diese Tierklinik leider nicht empfehlen.
26. Juli 2026
Bewertung ohne vorherige Einladung