Metallkomplexe
Die vorliegende Erfindung betrifft Metallkomplexe, welche sich für den Einsatz als Emitter in organischen Elektrolumineszenzvornchtungen eignen.
Der Aufbau organischer Elektrolumineszenzvornchtungen (OLEDs), in denen organische Halbleiter als funktionelle Materialien eingesetzt werden, ist beispielsweise in US 4539507, US 5151629, EP 0676461 und
WO 98/27136 beschrieben. Dabei werden als emittierende Materialien zunehmend metallorganische Komplexe eingesetzt, die Phosphoreszenz statt Fluoreszenz zeigen (M. A. Baldo ei a/., Appl. Phys. Lett. 1999, 75, 4- 6). Aus quantenmechanischen Gründen ist unter Verwendung metallorganischer Verbindungen als Phosphoreszenzemitter eine bis zu vierfache Energie- und Leistungseffizienz möglich. Generell gibt es bei
OLEDs, die Triplettemission zeigen, immer noch Verbesserungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf Effizienz, Betriebsspannung und Lebensdauer. Dies gilt insbesondere für OLEDs, welche im kürzerwelligen
Bereich, also grün und insbesondere blau, emittieren. Gemäß dem Stand der Technik werden in phosphoreszierenden OLEDs als Triplettemitter insbesondere Iridium- und Platinkomplexe eingesetzt. Eine Verbesserung dieser OLEDs konnte dadurch erzielt werden, dass Metallkomplexe mit polypodalem Liganden bzw. Kryptate eingesetzt wurden, wodurch die Komplexe eine höhere thermische Stabilität auf- weisen, was zu einer höheren Lebensdauer der OLEDs führt (WO
2004/081017, WO 2005/1 13563, WO 2006/008069). Es sind jedoch weitere Verbesserungen, insbesonderen in Hinblick auf die Effizienz und die Lebensdauer der Komplexe, wünschenswert. Aus dem Stand der Technik sind weiterhin Iridiumkomplexe bekannt, welche als Liganden Imidazophenanthridin-Derivate bzw. Diimidazo- chinazolin-Derivate enthalten (WO 2007/095118). Diese Komplexe können bei Anwendung in organischen Elektrolumineszenzvornchtungen, je nach genauer Struktur des Liganden, zu blauer Phosphoreszenz führen. Auch hier sind noch weitere Verbesserungen hinsichtlich Effizienz, Betriebs-
spannung und Lebensdauer, wünschenswert. Weiterhin besteht hier auch noch Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Farbkoordinaten, um tiefblaue Emission erzielen zu können.
Aus WO 2010/086089 und WO 2011/157339 sind Metallkomplexe bekannt, welche als Liganden Imidazo-isochinolin-Derivate enthalten. Mit derartigen Komplexen wurden bereits gute Fortschritte in der Entwicklung blauer Triplettemitter erzielt. Jedoch sind auch hier noch weitere Ver- besserungen hinsichtlich Effizienz, Betriebsspannung und Lebensdauer wünschenswert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung neuer Metallkomplexe, welche sich als Emitter für die Verwendung in OLEDs eignen. Insbesondere ist die Aufgabe, Emitter bereitzustellen, welche sich auch für blau oder grün phosphoreszierende OLEDs eignen, und welche dabei verbesserte Eigenschaften in Bezug auf Effizienz, Betriebsspannung, Lebensdauer, Farbkoordinaten und/oder Farbreinheit, d. h. Breite der Emissionsbande, zeigen.
Überraschend wurde gefunden, dass bestimmte, unten näher beschrie- bene Metallchelatkomplexe diese Aufgabe lösen und sich sehr gut für die Verwendung in einer organischen Elektrolumineszenzvorrichtung eignen. Diese Metallkomplexe und organische Elektrolumineszenzvorrichtungen, welche diese Komplexe enthalten, sind daher der Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine Verbindung gemäß Formel (1),
M(L)n(L')m Formel (1) welche eine Teilstruktur M(L)n der Formel (2), Formel (3) oder Formel (4) enthält:
Formel (2) Formel (3) Formel (4) wobei für die verwendeten Symbole und Indizes
M ist ein Übergangsmetall;
X ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus CR und N;
R ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, N(R1)2, CN, N02, OH, COOH, C(=O)N(R1)2, Si(R1)3, B(OR1)2,
C(=O)R1, P(=O)(R1)2, S(=O)R1, S(=O)2R1, OSO2R1, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 20 C-Atomen oder eine Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 20 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R1 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch R C=CR1, C^C, Si(R1)2, C=O, NR1, O, S oder CONR1 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I oder CN ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 60 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaralkyl- gruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann, oder eine Diarylamino- gruppe, Diheteroarylaminogruppe oder Arylheteroarylaminogruppe mit 10 bis 40 aromatischen Ringatomen, welche durch einen oder
mehrere Reste R1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem bilden; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, N(R2)2, CN, N02, Si(R2)3, B(OR2)2l C(=0)R2, P(=0)(R2)2, S(=0)R2, S(=0)2R2, OS02R2, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 20 C-Atomen oder eine Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 20 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch R2C=CR2, C=C, Si(R2)2, C=0, NR2, O, S oder CONR2 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder N02 ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 60 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine
Aryloxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaraikyigruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Diarylaminogruppe, Diheteroaryl- aminogruppe oder Arylheteroarylaminogruppe mit 10 bis 40 aromatischen Ringatomen, welche durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Reste R1 miteinander oder R1 mit R ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem bilden; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F oder ein aliphatischer, aromatischer und/oder heteroaromatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 C-Atomen, in dem auch ein oder mehrere H-Atome durch F ersetzt sein können; dabei können zwei oder mehrere Substituenten R2 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches Ringsystem bilden;
L' ist gleich oder verschieden bei jedem Auftreten ein beliebiger
Coligand; n ist 1 , 2 oder 3; m ist 0, 1 , 2, 3 oder 4; dabei können auch mehrere Liganden L miteinander oder L mit L' über eine Einfachbindung oder eine bivalente oder trivalente Brücke verknüpft sein und so ein tridentates, tetradentates, pentadentates oder hexa- dentates Ligandensystem aufspannen; dabei kann auch ein Substituent R zusätzlich an das Metall koordinieren; dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Gruppen X für CR stehen und die jeweiligen Reste R zusammen mit den C-Atomen einen Ring der folgenden Formel (5) oder Formel (6) aufspannen,
Formel (5) Formel (6) wobei R1 und R2 die oben genannten Bedeutungen aufweisen, die gestrichelten Bindungen die Verknüpfung der beiden Kohlenstoffatome im Liganden andeuten und weiterhin gilt:
A1, A3 ist gleich oder verschieden bei jedem Auftreten C(R3)2, O, S, NR3 oder C(=0);
A2 ist C(R1)2, O, S, NR3 oder C(=0);
G ist eine Alkylengruppe mit 1 , 2 oder 3 C-Atomen, welche mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, -CR2=CR2- oder eine ortho-verknüpfte Arylen- oder Heteroarylengruppe mit 5 bis 14
aromatischen Ringatomen, welche durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann;
R3 ist gleich oder verschieden bei jedem Auftreten F, eine geradkettige Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 20 C-Atomen, eine verzweigte oder cyclische Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch R2C=CR2, C=C, Si(R2)2> C=O, NR2, O, S oder CONR2 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 sub- stituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaralkylgruppe mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann; dabei können zwei Reste R3, welche an dasselbe Kohlenstoffatom gebunden sind, miteinander ein aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden und so ein Spirosystem aufspannen; weiterhin kann R3 mit einem benachbarten Rest R oder R1 ein aliphatisches Ringsystem bilden; mit der Maßgabe, dass in A -A2-A3 nicht zwei Heteroatome direkt aneinander gebunden sind.
Dabei ist die Anwesenheit einer Teilstruktur der Formel (5) oder Formel (6), also eines ankondensierten aliphatischen Fünfrings erfindungswesentlich. Wie aus der oben genannten Formel (5) hervorgeht, enthält der durch die beiden C-Atome, A1 , A2 und A3 gebildete 5-Ring keine benzylischen
Protonen, da R3, wenn diese für C(R3)2 stehen, ungleich Wasserstoff ist. In den oben abgebildeten Strukturen der Formeln (5) und (6) sowie den weiteren als bevorzugt genannten Ausführungsformen dieser Strukturen wird formal eine Doppelbindung zwischen den zwei Kohlenstoffatomen abgebildet. Dies stellt eine Vereinfachung der chemischen Struktur dar, da diese beiden Kohlenstoffatome in ein aromatisches oder heteroaroma-
tisches System eingebunden sind und somit die Bindung zwischen diesen beiden Kohlenstoffatomen formal zwischen dem Bindungsgrad einer Einfachbindung und dem einer Doppelbindung liegt. Das Einzeichnen der formalen Doppelbindung ist somit nicht limitierend für die Struktur auszulegen, sondern es ist dem Fachmann offensichtlich, dass hiermit eine aromatische Bindung gemeint ist.
Dabei bedeutet„benachbarte Gruppen X", dass die Gruppen X in der Struktur direkt aneinander gebunden sind. Weiterhin bedeutet„benachbarte Reste" in der Definition der Reste, dass diese Reste an dasselbe oder an direkt aneinander gebundene C-Atome gebunden sind oder, wenn sie nicht an direkt gebundene C-Atome gebunden sind, dass es sich um die nächstmögliche Position handelt, in der ein Substituent gebunden sein kann. Dies wird anhand von einem spezifischen Liganden in der folgenden schematischen Darstellung nochmals erläutert: benachbarte Reste R
an direkt aneinander
gebundenen C-Atomen
Dabei werden in den Komplexen der Formel (1) die Indizes n und m so gewählt, dass die Koordinationszahl am Metall M insgesamt, je nach Metall, der für dieses Metall üblichen Koordinationszahl entspricht. Dies ist für Übergangsmetalle je nach Metall üblicherweise die Koordinationszahl 4, 5 oder 6. Es ist generell bekannt, dass Metallkoordinationsverbindungen abhängig vom Metall und von der Oxidationsstufe des Metalls unterschiedliche Koordinationszahlen aufweisen, also eine unterschiedliche Anzahl von Liganden binden. Da die bevorzugten Koordinationszahlen von
Metallen bzw. Metallionen in verschiedenen Oxidationsstufen zum allgemeinen Fachwissen des Fachmanns auf dem Gebiet der metallorga-
nischen Chemie bzw. der Koordinationschemie gehören, ist es für den Fachmann ein Leichtes, je nach Metall und dessen Oxidationsstufe und je nach genauer Struktur des Liganden L eine geeignete Anzahl Liganden zu verwenden und somit die Indizes n und m geeignet zu wählen. Eine Arylgruppe im Sinne dieser Erfindung enthält 6 bis 40 C-Atome; eine Heteroarylgruppe im Sinne dieser Erfindung enthält 2 bis 40 C-Atome und mindestens ein Heteroatom, mit der Maßgabe, dass die Summe aus C-Atomen und Heteroatomen mindestens 5 ergibt. Die Heteroatome sind bevorzugt ausgewählt aus N, O und/oder S. Dabei wird unter einer Aryl- gruppe bzw. Heteroarylgruppe entweder ein einfacher aromatischer Cyclus, also Benzol, bzw. ein einfacher heteroaromatischer Cyclus, beispielsweise Pyridin, Pyrimidin, Thiophen, etc., oder eine kondensierte Aryl- oder Heteroarylgruppe, beispielsweise Naphthalin, Anthracen, Phenanthren, Chinolin, Isochinolin, etc., verstanden.
Ein aromatisches Ringsystem im Sinne dieser Erfindung enthält 6 bis 60 C- Atome im Ringsystem. Ein heteroaromatisches Ringsystem im Sinne dieser Erfindung enthält 1 bis 60 C-Atome und mindestens ein Heteroatom im Ringsystem, mit der Maßgabe, dass die Summe aus C-Atomen und Heteroatomen mindestens 5 ergibt. Die Heteroatome sind bevorzugt ausgewählt aus N, O und/oder S. Unter einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem im Sinne dieser Erfindung soll ein System verstanden werden, das nicht notwendigerweise nur Aryl- oder Heteroarylgruppen enthält, sondern in dem auch mehrere Aryl- oder Heteroaryl- gruppen durch eine nicht-aromatische Einheit (bevorzugt weniger als 10 % der von H verschiedenen Atome), wie z. B. ein C-, N- oder O-Atom oder eine Carbonylgruppe, unterbrochen sein können. So sollen beispielsweise auch Systeme wie 9,9'-Spirobifluoren, 9,9-Diarylfluoren, Triarylamin, Diarylether, Stilben, etc. als aromatische Ringsysteme im Sinne dieser Erfindung verstanden werden, und ebenso Systeme, in denen zwei oder mehrere Arylgruppen beispielsweise durch eine lineare oder cyclische Alkylgruppe oder durch eine Silylgruppe unterbrochen sind. Weiterhin sollen Systeme, in denen zwei oder mehrere Aryl- oder Heteroarylgruppen direkt aneinander gebunden sind, wie z. B. Biphenyl oder Terphenyl, eben-
falls als aromatisches bzw. heteroaromatisches Ringsystem verstanden werden.
Unter einer cyclischen Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe im Sinne dieser Erfindung wird eine monocyclische, eine bicyclische oder eine polycyclische Gruppe verstanden.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden unter einer C bis C40- Alkylgruppe, in der auch einzelne H-Atome oder CH2-Gruppen durch die oben genannten Gruppen substituiert sein können, beispielsweise die Reste Methyl, Ethyl, n-Propyl, i-Propyl, Cyclopropyl, n-Butyl, i-Butyl, s-Butyl, t-Butyl, Cyclobutyl, 2-Methylbutyl, n-Pentyl, s-Pentyl, t-Pentyl, 2- Pentyl, neo-Pentyl, Cyclopentyl, n-Hexyl, s-Hexyl, t-Hexyl, 2-Hexyl, 3- Hexyl, neo-Hexyl, Cyclohexyl, 1-Methylcyclopentyl, 2-Methylpentyl, n-Heptyl, 2-Heptyl, 3-Heptyl, 4-Heptyl, Cycloheptyl, 1-Methylcyclohexyl, n-Octyl, 2-Ethylhexyl, Cyclooctyl, 1-Bicyclo[2,2,2]octyl, 2-Bicyclo[2,2,2]- octyl, 2-(2,6-Dimethyl)octyl, 3-(3,7-Dimethyl)octyl, Adamantyl, Trifluor- methyl, Pentafluorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 1 ,1-Dimethyl-n-hex-1-yl-, 1 ,1- Dimethyl-n-hept-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-oct-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-dec-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-dodec-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-tetradec-1 -yl-, 1 , -Dimethyl-n- hexadec-1-yl-, 1 ,1-Dimethyl-n-octadec-1-yl-, 1 ,1-Diethyl-n-hex-1-yl-, 1 ,1- Diethyl-n-hept-1-yl-, 1 , 1 -Diethyl-n-oct- -yl-, 1 ,1-Diethyl-n-dec-1-yl-, 1 ,1- Diethyl-n-dodec-1 -yl-, , 1 -Diethyl-n-tetradec-1 -yl-, 1 , 1 -Diethyln-n-hexadec- 1 -yl-, 1 ,1-Diethyl-n-octadec-1-yl-, 1-(n-Propyl)-cyclohex-1-yl-, l-(n-Butyl)- cyclohex-1-yl-, 1-(n-Hexyl)-cyclohex-1-yl-, 1-(n-Octyl)-cyclohex-1-yl- und 1- (n-Decyl)-cyclohex-l-yl- verstanden. Unter einer Alkenylgruppe werden beispielsweise Ethenyl, Propenyl, Butenyl, Pentenyl, Cyclopentenyl, Hexenyl, Cyclohexenyl, Heptenyl, Cycloheptenyl, Octenyl, Cyclooctenyl oder Cyclooctadienyl verstanden. Unter einer Alkinylgruppe werden beispielsweise Ethinyl, Propinyl, Butinyl, Pentinyl, Hexinyl, Heptinyl oder Octinyl verstanden. Unter einer C bis C o-Alkoxygruppe werden beispielsweise Methoxy, Trifluormethoxy, Ethoxy, n-Propoxy, i-Propoxy, n-Butoxy, i-Butoxy, s-Butoxy, t-Butoxy oder 2-Methylbutoxy verstanden.
Unter einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 - 60 aromatischen Ringatomen, welches noch jeweils mit den oben genannten
Resten R substituiert sein kann und welches über beliebige Positionen am Aromaten bzw. Heteroaromaten verknüpft sein kann, werden beispielsweise Gruppen verstanden, die abgeleitet sind von Benzol, Naphthalin, Anthracen, Benzanthracen, Phenanthren, Benzophenanthren, Pyren, Chrysen, Perylen, Fluoranthen, Benzfluoranthen, Naphthacen, Pentacen, Benzpyren, Biphenyl, Biphenylen, Terphenyl, Terphenylen, Fluoren, Spiro- bifluoren, Dihydrophenanthren, Dihydropyren, Tetrahydropyren, eis- oder trans-lndenofluoren, eis- oder trans-Monobenzoindenofluoren, eis- oder trans-Dibenzoindenofluoren, Truxen, Isotruxen, Spirotruxen, Spiroiso- truxen, Furan, Benzofuran, Isobenzofuran, Dibenzofuran, Thiophen, Benzothiophen, Isobenzothiophen, Dibenzothiophen, Pyrrol, Indol,
Isoindol, Carbazol, Indolocarbazol, Indenocarbazol, Pyridin, Chinolin, Isochinolin, Acridin, Phenanthridin, Benzo-5,6-chinolin, Benzo-6,7-chinolin, Benzo-7,8-chinolin, Phenothiazin, Phenoxazin, Pyrazol, Indazol, Imidazol, Benzimidazol, Naphthimidazol, Phenanthrimidazol, Pyridimidazol, Pyrazin- imidazol, Chinoxalinimidazol, Oxazol, Benzoxazol, Naphthoxazol,
Anthroxazol, Phenanthroxazol, Isoxazol, 1 ,2-Thiazol, 1 ,3-Thiazol, Benzo- thiazol, Pyridazin, Benzopyridazin, Pyrimidin, Benzpyrimidin, Chinoxalin, 1 ,5-Diazaanthracen, 2,7-Diazapyren, 2,3-Diazapyren, 1 ,6-Diazapyren, 1 ,8-Diazapyren, 4,5-Diazapyren, 4,5,9, 10-Tetraazaperylen, Pyrazin, Phenazin, Phenoxazin, Phenothiazin, Fluorubin, Naphthyridin, Aza- carbazol, Benzocarbolin, Phenanthrolin, 1 ,2,3-Triazol, 1 ,2,4-Triazol, Benzotriazol, 1 ,2,3-Oxadiazol, 1 ,2,4-Oxadiazol, 1 ,2,5-Oxadiazol, 1 ,3,4- Oxadiazol, 1 ,2,3-Thiadiazol, 1 ,2,4-Thiadiazol, 1 ,2,5-Thiadiazol, 1 ,3,4-Thia- diazol, 1 ,3,5-Triazin, 1 ,2,4-Triazin, 1 ,2,3-Triazin, Tetrazol, 1 ,2,4,5-Tetrazin, 1 ,2,3,4-Tetrazin, 1 ,2,3,5-Tetrazin, Purin, Pteridin, Indolizin und Benzo- thiadiazol.
Bevorzugt sind Verbindungen gemäß Formel (1), dadurch gekennzeichnet, dass diese nicht geladen, d. h. elektrisch neutral, sind. Dies wird auf einfache Weise dadurch erreicht, dass die Ladung der Liganden L und L' so gewählt werden, dass sie die Ladung des kompiexierten Metallatoms M kompensieren.
Bevorzugt sind weiterhin Verbindungen gemäß Formel (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Valenzelektronen um das Metall-
atom in vierfach koordinierten Komplexen 16 und in fünffach koordinierten Komplexen 16 oder 18 und in sechsfach koordinierten Komplexen 18 beträgt. Diese Bevorzugung ist durch die besondere Stabilität dieser Metallkomplexe begründet. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht M für ein
Übergangsmetall, wobei Lanthanide und Actinide ausgenommen sind, insbesondere für ein tetrakoordiniertes, ein pentakoordiniertes oder ein hexakoordiniertes Übergangsmetall steht, besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Chrom, Molybdän, Wolfram,
Rhenium, Ruthenium, Osmium, Rhodium, Iridium, Nickel, Palladium, Platin, Kupfer, Silber und Gold, insbesondere Molybdän, Wolfram,
Rhenium, Ruthenium, Osmium, Iridium, Kupfer, Platin und Gold. Ganz besonders bevorzugt sind Iridium und Platin. Die Metalle können dabei in verschiedenen Oxidationsstufen vorliegen. Bevorzugt sind dabei die oben genannten Metalle in den Oxidationsstufen Cr(0), Cr(ll), Cr(lll), Cr(IV), Cr(VI), Mo(0), Mo(ll), Mo(lll), Mo(IV), Mo(VI), W(0), W(ll), W(lll), W(IV), W(VI), Re(l), Re(ll), Re(lll), Re(IV), Ru(ll), Ru(lll), Os(ll), Os(lll), Os(IV), Rh(l), Rh(lll), lr(l), Ir(lll), Ir(IV), Ni(0), Ni(ll), Ni(IV), Pd(ll), Pt(ll), Pt(IV), Cu(l), Cu(ll), Cu(lll), Ag(l), Ag(ll), Au(l), Au(lll) und Au(V). Besonders bevorzugt sind Mo(0), W(0), Re(l), Ru(ll), Os(ll), Rh(lll), Cu(l), Ir(lll) und Pt(ll). Ganz besonders bevorzugt sind Ir(lll) und Pt(ll), insbesondere Ir(lll).
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist M ein tetrakoordiniertes Metall, und der Index n steht für 1 oder 2. Wenn der Index n = 1 ist, sind noch ein bidentater oder zwei monodentate Liganden L', bevorzugt ein bidentater Ligand L', an das Metall M koordiniert. Wenn der Index n = 2 ist, ist der Index m = 0. Ein bevorzugtes tetrakoordiniertes Metall ist Pt(ll).
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist M ein hexakoordiniertes Metall, und der Index n steht für 1 , 2 oder 3, bevorzugt für 2 oder 3. Wenn der Index n = 1 ist, sind noch vier monodentate oder zwei bidentate oder ein bidentater und zwei monodentate oder ein tri- dentater und ein monodentater oder ein tetradentater Ligand L\ bevorzugt zwei bidentate Liganden L', an das Metall koordiniert. Wenn der Index n = 2 ist, sind noch ein bidentater oder zwei monodentate Liganden L',
bevorzugt ein bidentater Ligand L', an das Metall koordiniert. Wenn der Index n = 3 ist, ist der Index m = 0. Ein bevorzugtes hexakoordiniertes Metall ist Ir(lll).
Im Liganden L stehen bevorzugt keine, eine, zwei, drei oder vier Gruppen X, besonders bevorzugt keine, eine, zwei oder drei Gruppen X, ganz besonders bevorzugt keine, eine oder zwei Gruppen X für N.
Bevorzugte Ausführungsformen der Teilstrukturen der Formel (2) sind die Teilstrukturen der folgenden Formeln (2-A) bis (2-Q),
Formel (2-A) Formel (2-B) Formel (2-C)
Formel (2-E)
Formel (2-G) Formel (2-H) Formel (2-I)
wobei die verwendeten Symbole und Indizes die oben genannten Bedeutungen aufweisen.
Bevorzugte Ausführungsformen der Teilstrukturen der Formel (3) sind d Teilstrukturen der folgenden Formeln (3-A) bis (3-F),
Formel (3-A) Formel (3-B) Formel (3-C)
wobei die verwendeten Symbole und Indizes die oben genannten Bedeutungen aufweisen.
Bevorzugte Ausführungsformen der Teilstrukturen der Formel (4) sind die Teilstrukturen der folgenden Formeln (4-A) bis (4-F),
Formel 4-A) Formel 4-B) -C)
Formel (4-D) Formel (4-E) Formel (4-F)
wobei die verwendeten Symbole und Indizes die oben genannten
Bedeutungen aufweisen.
Wie oben beschrieben, ist es erfindungswesentlich, dass zwei benachbarte Gruppen X für CR stehen und die jeweiligen Reste R zusammen mit den C-Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring der oben genannten Formel (5) oder (6) aufspannen.
Bevorzugte Positionen für benachbarte Gruppen X, welche für CR stehen, wobei die jeweiligen Reste R zusammen mit den C-Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring der oben genannten Formel (5) oder (6) aufspannen, sind in den folgenden Formeln (2-1) bis (2-5), (3-1) bis (3-3) und (4-1) bis (4-4) abgebildet,
Formel 2-1) Formel 2-2) Formel (2-3)
Formel (2-4) Formel (2-5)
Formel (3-1) Formel (3-2) Formel (3-3)
Formel (4-1) Formel (4-2)
Formel (4-3) Formel (4-4) wobei die verwendeten Symbole und Indizes die oben genannten
Bedeutungen aufweisen und * jeweils die Positionen kennzeichnet, die für CR stehen, wobei die jeweiligen Reste R zusammen mit den C-Atomen, an die sie gebunden sind, einen Ring der oben genannten Formel (5) oder (6) aufspannen.
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Gruppen gemäß den Formeln (5) und (6) ausgeführt.
Wesentlich bei den Gruppen der Formeln (5) und (6) ist, dass diese keine aziden benzylischen Protonen aufweisen. Unter benzylischen Protonen werden Protonen verstanden, die an ein Kohlenstoffatom binden, welches
direkt an den heteroaromatischen Liganden gebunden sind. Die Abwesenheit von aziden benzylischen Protonen wird in Formel (5) dadurch erreicht, dass A1 und A3, wenn diese für C(R3)2 stehen, so definiert sind, dass R3 ungleich Wasserstoff ist. Die Abwesenheit von aziden benzylischen
Protonen ist in Formel (6) automatisch dadurch erreicht, dass es sich dabei um eine bicyclische Struktur handelt. Aufgrund der starren räumlichen Anordnung ist R1, wenn es für H steht, deutlich weniger azide als
benzylische Protonen, da das korrespondierende Anion der bicyclischen Struktur nicht mesomeriestabilisiert ist. Auch wenn R1 in Formel (6) für H steht, handelt es sich dabei um ein nicht-azides Proton im Sinne der vorliegenden Anmeldung.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Struktur gemäß Formel (5) steht maximal eine der Gruppen A1, A2 und A3 für ein Heteroatom, insbesondere für O oder NR3, und die anderen beiden Gruppen stehen für C(R3)2 bzw. C(R1)2 oder A1 und A3 stehen gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für O oder NR3 und A2 steht für C(R1)2. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stehen A1 und A3 gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für C(R3)2 und A2 steht für C(R1)2 und besonders bevorzugt für C(R3)2. Bevorzugte Ausführungsformen der Formel (5) sind somit die Strukturen der Formel (5-A), (5-B), (5-C) und (5-D), und eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Formel (5-A) ist die Struktur der Formel (5-E),
Formel (5-A) Formel (5-B) Formel (5-C) Formel (5-D)
Formel (5-E) wobei R1 und R3 die oben genannten Bedeutungen aufweisen und A1, A2 und A3 gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für O oder NR3 steht.
ln einer bevorzugten Ausführungsform der Struktur gemäß Formel (6) stehen die Reste R , die an den Brückenkopf gebunden sind, für H, D, F oder CH3. Weiterhin bevorzugt steht A2 für C(R1)2 oder O, und besonders bevorzugt für C(R3)2. Bevorzugte Ausführungsformen der Formel (6) sind somit eine Strukturen der Formel (6-A) und (6-B), und eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Formel (6-A) ist eine Struktur der Formel (6-C),
Formel (6-A) Formel (6-B) Formel (6-C) wobei die verwendeten Symbole die oben genannten Bedeutungen aufweisen.
Weiterhin bevorzugt steht die Gruppe G in den Formeln (6), (6-A), (6-B) und (6-C) für eine Ethylengruppe, welche mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei R2 bevorzugt gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für H oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen steht, oder eine ortho-Arylengruppe mit 6 bis 10 C-Atomen, welche mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, bevorzugt aber unsub- stituiert ist, insbesondere eine ortho-Phenylengruppe, welche mit eniem ooddeerr mmeehhrreeren Resten R2 substituiert sein kann, bevorzugt aber unsub stituiert ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht R3 in den Gruppen der Formel (5) und (6) und in den bevorzugten Ausführungsformen gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für F, eine geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkylgruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, wobei jeweils eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch R2C=CR2 ersetzt sein können und ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 14 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann; dabei können zwei Reste R3, welche an
dasselbe Kohlenstoffatom gebunden sind, miteinander ein aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden und so ein Spirosystem aufspannen; weiterhin kann R3 mit einem benachbarten Rest R oder R1 ein aliphatisches Ringsystem bilden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht R3 in den Gruppen der Formeln (5) und (6) und in den bevorzugten Ausführungsformen gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für F, eine geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis 3 C-Atomen, insbesondere Methyl, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 12 aroma- tischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, bevorzugt aber unsubstituiert ist; dabei können zwei Reste R3, welche an dasselbe Kohlenstoffatom gebunden sind, miteinander ein aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden und so ein Spirosystem aufspannen; weiterhin kann R3 mit einem benachbarten Rest R oder R1 ein aliphatisches Ringsystem bilden.
Beispiele für besonders geeignete Gruppen der Formel (5) sind die im Folgenden aufgeführten Gruppen (5-1) bis (5-69):
Beispiele für besonders geeignete Gruppen der Formel (6) sind die im Folgenden aufgeführten Gruppen (6-1) bis (6-22):
(6-1 ) (6-2) (6-3) (6-4) (6-5) (6-6)
Wenn eine oder mehrere Gruppen X in den Teilstrukturen der Formel (2), (3) oder (4) für Stickstoff stehen, ist weiterhin in den erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt, wenn benachbart zu diesem Stickstoffatom eine Gruppe R als Substituent gebunden ist, welche ungleich Wasserstoff oder Deuterium ist. Dabei ist dieses R bevorzugt eine Gruppe, ausgewählt aus CF3, OCF3, Alkyl- oder Alkoxygruppen mit 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere verzweigten oder cyclischen Alkyl- oder Alkoxygruppen mit 3 bis
10 C-Atomen, aromatischen bzw. heteroaromatischen Ringsystemen oder Aralkyl- bzw. Heteroaralkylgruppen. Es handelt sich bei diesen Gruppen um sterisch anspruchsvolle Gruppen. Weiterhin bevorzugt kann dieser Rest R auch mit einem benachbarten Rest R einen Cyclus der Formel (5) oder (6) bilden.
Wenn der Rest R, der einem Stickstoffatom benachbart ist, für eine Alkylgruppe steht, dann weist diese Alkylgruppe bevorzugt 4 bis 10 C-Atome auf. Bevorzugt handelt es sich weiterhin um eine sekundäre oder tertiäre Alkylgruppe, bei der das sekundäre oder tertiäre C-Atom entweder direkt an den Liganden gebunden ist oder über eine CH2-Gruppe an den
Liganden gebunden ist. Besonders bevorzugt ist diese Alkylgruppe ausgewählt aus den Strukturen der folgenden Formeln (R-1) bis (R-33), wobei jeweils auch die Anknüpfung dieser Gruppen an den Liganden mit eingezeichnet ist:
<
R"1) (R-2) (R-3) (R-4) (R-5) (R-6) (R
-7) (R-8)
(R-17) (R-18) (R-19) (R-20) (R-21) (R-22)
(R-23) (R-24)
(R-25) (R-26) (R-27)
(R-28) (R.29) (R_30)
(R-31) (R-32) (R-33)
wobei Lig die Anknüpfung der Alkylgruppe an den Liganden kennzeichnet.
Wenn der Rest R, der einem Stickstoffatom benachbart ist, für eine Alkoxy- gruppe steht, dann weist diese Alkoxygruppe bevorzugt 3 bis 10 C-Atome auf. Bevorzugt ist diese Alkoxygruppe ausgewählt aus den Strukturen der folgenden Formeln (R-34) bis (R-47), wobei jeweils auch die Anknüpfung dieser Gruppen an den Liganden mit eingezeichnet ist:
wobei Lig die Anknüpfung der Alkylgruppe an den Liganden kennzeichnet.
Wenn der Rest R, der einem Stickstoffatom benachbart ist, für eine Dialkyl- aminogruppe steht, dann weist jede dieser Alkyigruppen bevorzugt 1 bis 8 C-Atome auf, besonders bevorzugt 1 bis 6 C-Atome. Beispiele für geeignete Alkyigruppen sind Methyl, Ethyl oder die oben als Gruppen (R-1) bis (R-33) aufgeführten Strukturen. Besonders bevorzugt ist die Dialkyl- aminogruppe ausgewählt aus den Strukturen der folgenden Formeln (R-48) bis (R-55), wobei jeweils auch die Anknüpfung dieser Gruppen an den Liganden mit eingezeichnet ist:
wobei Lig die Anknüpfung der Alkylgruppe an den Liganden kennzeichnet.
Wenn der Rest R, der einem Stickstoffatom benachbart ist, für eine Aralkyl- gruppe steht, dann ist diese Aralkylgruppe bevorzugt ausgewählt aus den Strukturen der folgenden Formeln (R-56) bis (R-69), wobei jeweils auch die Anknüpfung dieser Gruppen an den Liganden eingezeichnet ist:
(R-66) (R-67) (R-68) (R-69) wobei Lig die Anknüpfung der Aralkylgruppe an den Liganden kennzeichnet und die Phenylgruppen jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein können.
Wenn der Rest R, der einem Stickstoffatom benachbart ist, für ein aromatisches bzw. heteroaromatisches Ringsystem steht, dann weist dieses aromatische bzw. heteroaromatische Ringsystem bevorzugt 5 bis 30 aromatische Ringatome auf, besonders bevorzugt 5 bis 24 aromatische Ringatome. Weiterhin enthält dieses aromatische bzw. heteroaromatische Ringsystem bevorzugt keine Aryl- bzw. Heteroarylgruppen, in denen mehr als zwei aromatische Sechsringe direkt aneinander kondensiert sind.
Besonders bevorzugt enthält das aromatische bzw. heteroaromatische Ringsystem überhaupt keine kondensierten Aryl- bzw. Heteroarylgruppen, und ganz besonders bevorzugt enthält es nur Phenylgruppen. Dabei ist
das aromatische Ringsystem bevorzugt ausgewählt aus den Strukturen der folgenden Formeln (R-70) bis (R-84), wobei jeweils auch die Anknüpfung
wobei Lig die Anknüpfung des aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystems an den Liganden kennzeichnet und die Phenylgruppen jeweils durch einen oder mehrere Reste R
1 substituiert sein können.
Weiterhin ist das heteroaromatische Ringsystem bevorzugt ausgewählt aus den Strukturen der folgenden Formeln (R-85) bis (R-112), wobei jeweils auch die Anknüpfung dieser Gruppen an den Liganden eingezeichnet ist:
wobei Lig die Anknüpfung des aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystems an den Liganden kennzeichnet und die aromatischen und heteroaromatischen Gruppen jeweils durch einen oder mehrere Reste R
1 substituiert sein können.
Wenn in der Teilstruktur der Formel (2), (3) oder (4) noch weitere bzw. andere Reste R gebunden sind, so sind diese Reste R bei jedem Auftreten gleich oder verschieden bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Br, I, N(R1)2l CN, Si(R1)3, B(OR1)2> C(=0)R1, einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder einer Alkenylgruppe mit 2 bis 10 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R1 substituiert sein kann, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 30 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Rest R oder R mit R1 auch miteinander ein mono- oder poly- cyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden. Besonders bevorzugt sind diese Reste R bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, N(R1)2, einer gerad-
kettigen Alkylgruppe mit 1 bis 6 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R oder R mit R1 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden.
Weiterhin ist es möglich, dass der Substituent R, der in der ortho-Position zur Metallkoordination gebunden ist, eine Gruppe darstellt, die ebenfalls an das Metall M koordiniert bzw. bindet. Bevorzugte koordinierende Gruppen R sind Aryl- bzw. Heteroarylgruppen, beispielsweise Phenyl oder Pyridyl, Aryl- oder Alkylcyanide, Aryl- oder Alkylisocyanide, Amine oder Amide, Alkohole oder Alkoholate, Thioalkohole oder Thioalkoholate, Phosphine, Phosphite, Carbonylfunktionen, Carboxylate, Carbamide oder Aryl- oder Alkylacetylide. Beispiele für Teilstrukturen ML der Formel (2) sind die Strukturen der folgenden Formeln (7) bis (12):
Formel (7) Formel (8)
Formel (9) Formel (10)
Formel (11 ) Formel (12) wobei die verwendeten Symbole und Indizes die gleichen Bedeutungen aufweisen, wie oben beschrieben, X1 gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für C oder N steht und W gleich oder verschieden bei jedem Auftreten für S, O oder NR1 steht.
Die Formeln (7) bis (12) zeigen nur exemplarisch, wie der Substituent R zusätzlich an das Metall koordinieren kann. Ganz analog sind ohne weiteres erfinderisches Zutun auch andere an das Metall koordinierende Gruppen R zugänglich, beispielsweise auch Carbene. Ebenso sind ganz analog entsprechende Teilstrukturen ML möglich, die auf Formel (3) oder Formel (4) basieren.
Wie oben beschrieben, kann auch statt einem der Reste R eine verbrückende Einheit vorhanden sein, die diesen Liganden L mit einem oder mehreren weiteren Liganden L bzw. L' verknüpft. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist statt einem der Reste R, insbesondere statt der Reste R, die in ortho- oder meta-Position zum koordinierenden Atom stehen, eine verbrückende Einheit vorhanden, so dass die Liganden dreizähnigen oder mehrzähnigen oder polypodalen Charakter aufweisen. Es können auch zwei solcher verbrückenden Einheiten vorhanden sein. Dies führt zur Bildung makrocyclischer Liganden bzw. zur Bildung von Kryptaten.
Bevorzugte Strukturen mit mehrzähnigen Liganden bzw. mit polydentaten Liganden sind die Metallkomplexe der folgenden Formeln (13) bis (18),
Formel (17) Formel (18) wobei die verwendeten Symbole und Indizes die oben genannten Bedeutungen aufweisen.
Strukturen mit Teileinheiten der Formel (3) bzw. Formel (4) sind ganz analog zugänglich.
Ebenso können die Liganden über die cyclische Gruppe der Formel (5) oder (6) miteinander verbrückt sein. Dies ist schematisch für einen Liganden der Formel (2) in der folgenden Formel (19) dargestellt:
Formel (19) wobei die verwendeten Symbole und Indizes die oben genannten
Bedeutungen aufweisen und V bevorzugt für CR1 , eine Cyclopropylgruppe, die mit einem oder mehreren Resten R1 substituiert sein kann, oder eine Gruppe der Formel R1-C(CH2)2 steht. Analog zu Formel (19) kann die Verknüpfung mit Teileinheiten der Formel (3) oder Formel (4) erfolgen.
Dabei stellt V bevorzugt eine Einfachbindung oder eine verbrückende Einheit dar, enthaltend 1 bis 80 Atome aus der dritten, vierten, fünften und/oder sechsten Hauptgruppe (Gruppe 13, 14, 15 oder 16 gemäß
IUPAC) oder einen 3- bis 6-gliedrigen Homo- oder Heterocyclus, die die Teilliganden L miteinander oder L mit L' miteinander kovalent verbindet. Dabei kann die verbrückende Einheit V auch unsymmetrisch aufgebaut sein, d. h. die Verknüpfung von V zu L bzw. L' muss nicht identisch sein. Die verbrückende Einheit V kann neutral, einfach, zweifach oder dreifach negativ oder einfach, zweifach oder dreifach positiv geladen sein. Bevorzugt ist V neutral oder einfach negativ oder einfach positiv geladen, besonders bevorzugt neutral. Dabei wird die Ladung von V bevorzugt so gewählt, dass insgesamt ein neutraler Komplex entsteht. Dabei gelten für die Liganden die oben für die Teilstruktur MLn genannten Bevorzugungen und n ist bevorzugt mindestens 2.
Die genaue Struktur und chemische Zusammensetzung der Gruppe V hat keinen wesentlichen Einfluss auf die elektronischen Eigenschaften des Komplexes, da die Aufgabe dieser Gruppe im Wesentlichen darin liegt,
durch die Verbrückung von L miteinander bzw. mit L' die chemische und thermische Stabilität der Komplexe zu erhöhen.
Wenn V eine trivalente Gruppe ist, also drei Liganden L miteinander bzw. zwei Liganden L mit L' oder einen Liganden L mit zwei Liganden L' verbrückt, ist V bevorzugt gleich oder verschieden bei jedem Auftreten gewählt aus der Gruppe bestehend aus B, B(R1)", B(C(R )2)3,
(R1)B(C(R1)2)3- B(0)3, (R1)B(0)3-, B(C(R1)2C(R1)2)3, (R1)B(C(R )2C(R1)2)3-, B(C(R1)20)3, (R1)B(C(R1)20)3-, B(OC(R1)2)3, (R1)B(OC(R1)2)3-, C(R1), CO", CN(R1)2, (R1)C(C(R1)2)3, (R1)C(O)3, (R1)C(C(R )2C(R )2)3, (R1)C(C(R1)20)3, (R1)C(OC(R1)2)3, (R1)C(Si(R1)2)3, (R1)C(Si(R1)2C(R1)2)3,
(R1)C(C(R1)2Si(R1)2)3, (R1)C(Si(R )2Si(R1)2)3, Si(R1), (R1)Si(C(R1)2)3, (R1)Si(0)3, (R1)Si(C(R1)2C(R1)2)3, (R1)Si(OC(R1)2)3, (R1)Si(C(R1)2O)3, (R1)Si(Si(R1)2)3, (R1)Si(Si(R )2C(R )2)3, (R1)Si(C(R1)2Si(R1)2)3,
(R1)Si(Si(R1)2Si(R1)2)3, N, NO, N(R1)\ N(C(R1)2)3, (R1)N(C(R )2)3 +,
N(C=O)3> N(C(R1)2C(R1)2)3, (R )N(C(R1)2C(R1)2)+, P, P(R1)\ PO, PS,
P(O)3, PO(O)3, P(OC(R1)2)3, PO(OC(R1)2)3, P(C(R1)2)3, P(R1)(C(R )2)3 +, PO(C(R )2)3, P(C(R1)2C(R1)2)3, P(R1) (C(R1)2C(R1)2)3 +, PO(C(R1)2C(R1)2)3, S+, S(C(R1)2)3 +, S(C(R1)2C(R1)2)3 +,
oder eine Einheit gemäß Formel (20), (21 ), (22), (23) oder (24),
Formel (20) Formel (21) Formel (22)
Formel (23) Formel (24) wobei die gestrichelten Bindungen jeweils die Bindung zu den Teilliganden L bzw. L' andeuten und Z gleich oder verschieden bei jedem Auftreten
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Einfachbindung, O, S, S(=0), S(=0)2, NR1, PR1, P(=O)R1, C(R1)2, C(=0), C(=NR1), C(=C(R1)2), Si(R1)2 oder BR1. Die weiteren verwendeten Symbole haben die oben genannten Bedeutungen.
Wenn V für eine Gruppe CR2 steht, so können die beiden Reste R auch miteinander verknüpft sein, so dass auch Strukturen wie zum Beispiele 9,9-Fluoren geeignete Gruppen V sind.
Wenn V eine bivalente Gruppe ist, also zwei Liganden L miteinander bzw. einen Liganden L mit L' verbrückt, ist V bevorzugt gleich oder verschieden bei jedem Auftreten gewählt aus der Gruppe bestehend aus BR1, B(R1)2~, C(R1)2, C(=0), Si(R1)2, NR1, PR1, P(R1)2 +, P(=O)(R1), P(=S)(R1), O, S, Se, oder eine Einheit gemäß Formel (25) bis (34),
Formel (25) Formel (26) Formel (27) Formel (28)
Formel (33) Formel (34) wobei die gestrichelten Bindungen jeweils die Bindung zu den Teilliganden L bzw. L' andeuten, Y bei jedem Auftreten gleich oder verschieden für C(R1)2, N(R1), O oder S steht und die weiteren verwendeten Symbole jeweils die oben aufgeführten Bedeutungen haben.
lm Folgenden werden bevorzugte Liganden L' beschrieben, wie sie in Formel (1 ) vorkommen. Entsprechend können auch die Ligandengruppen L' gewählt sein, wenn diese über eine verbrückende Einheit V an L gebunden sind, wie in Formeln (13), (15) und (17) angedeutet. Die Liganden L' sind bevorzugt neutrale, monoanionische, dianionische oder trianionische Liganden, besonders bevorzugt neutrale oder monoanionische Liganden. Sie können monodentat, bidentat, tridentat oder tetradentat sein und sind bevorzugt bidentat, weisen also bevorzugt zwei Koordinationsstellen auf. Wie oben beschrieben, können die Liganden L' auch über eine verbrückende Gruppe V an L gebunden sein.
Bevorzugte neutrale, monodentate Liganden L' sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kohlenmonoxid, Stickstoffmonoxid, Alkylcyaniden, wie z. B. Acetonitril, Arylcyaniden, wie z. B. Benzonitril, Alkylisocyaniden, wie z. B. Methylisonitril, Arylisocyaniden, wie z. B. Benzoisonitril, Aminen, wie z. B. Trimethylamin, Triethylamin, Morpholin, Phosphinen, insbesondere Halogenphosphine, Trialkylphosphine, Triarylphosphine oder Alkylarylphosphine, wie z. B. Trifluorphosphin, Trimethylphosphin, Tricyclo- hexylphosphin, Tri-ferf-butylphosphin, Triphenylphosphin, Tris(pentafluor- phenyl)phosphin, Dimethylphenylphosphin, Methyldiphenylphosphin, Bis(tert-butyl)phenylphosphin, Phosphiten, wie z. B. Trimethylphosphit, Triethylphosphit, Arsinen, wie z. B. Trifluorarsin, Trimethylarsin, Tricyclo- hexylarsin, Tri-terf-butylarsin, Triphenylarsin, Tris(pentafluorphenyl)arsin, Stibinen, wie z. B. Trifluorstibin, Trimethylstibin, Tricyclohexylstibin, Tri-terf- butylstibin, Triphenylstibin, Tris(pentafluorphenyl)stibin, stickstoffhaltigen Heterocyclen, wie z. B. Pyridin, Pyridazin, Pyrazin, Pyrimidin, Triazin, und Carbenen, insbesondere Arduengo-Carbenen.
Bevorzugte monoanionische, monodentate Liganden L' sind ausgewählt aus Hydrid, Deutend, den Halogeniden F~, CI", ΒΓ und Γ, Alkylacetyliden, wie z. B. Methyl-C^C", tert-Butyl-C=C~, Arylacetyliden, wie z. B. Phenyl- C=C~, Cyanid, Cyanat, Isocyanat, Thiocyanat, Isothiocyanat, aliphatischen oder aromatischen Alkoholaten, wie z. B. Methanolat, Ethanolat,
Propanolat, /'so-Propanolat, ferf-Butylat, Phenolat, aliphatischen oder aromatischen Thioalkoholaten, wie z. B. Methanthiolat, Ethanthiolat,
Propanthiolat, /'so-Propanthiolat, ferf-Thiobutylat, Thiophenolat, Amiden, wie z. B. Dimethylamid, Diethylamid, Di-/'so-propylamid, Morpholid,
Carboxylaten, wie z. B. Acetat, Trifluoracetat, Propionat, Benzoat,
Arylgruppen, wie z. B. Phenyl, Naphthyl, und anionischen, stickstoffhaltigen Heterocyclen, wie Pyrrolid, Imidazolid, Pyrazolid. Dabei sind die Alkylgruppen in diesen Gruppen bevorzugt CrC2o-Alkylgruppen,
besonders bevorzugt CrCio-Alkylgruppen, ganz besonders bevorzugt CrC4-Alkylgruppen. Unter einer Arylgruppe werden auch Heteroaryl- gruppen verstanden. Diese Gruppen sind wie oben definiert. Bevorzugte di- bzw. trianionische Liganden sind O2-, S2~, Carbide, welche zu einer Koordination der Form R-C M führen, und Nitrene, welche zu einer Koordination der Form R-N=M führen, wobei R allgemein für einen Substituenten steht, oder N3~. Bevorzugte neutrale oder mono- oder dianionische, bidentate oder höher- dentate Liganden L' sind ausgewählt aus Diaminen, wie z. B. Ethylen- diamin, Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylethylendiamin, Propylendiamin, Ν,Ν,Ν',Ν'- Tetramethylpropylendiamin, eis- oder trans-Diaminocyclohexan, eis- oder trans-N,N,N',N'-Tetramethyldiaminocyclohexan, Iminen, wie z. B. 2-[1- (Phenylimino)ethyl]pyridin, 2-[1-(2-Methylphenylimino)ethyl]pyridin, 2-[1- (2,6-Di-/'so-propylphenylimino)ethyl]pyridin, 2-[1 -(Methylimino)ethyl]pyridin, 2-[1-(ethylimino)ethyl]pyridin, 2-[1-(/so-Propylimino)ethyl]pyridin, 2-[1-(7erf- Butylimino)ethyl]pyridin, Diiminen, wie z. B. 1 ,2-Bis(methylimino)ethan, 1 ,2-Bis(ethylimino)ethan, 1 ,2-Bis(/'so-propylimino)ethan, 1 ,2-Bis(ferf-butyl- imino)ethan, 2,3-Bis(methylimino)butan, 2,3-Bis(ethylimino)butan, 2,3-Bis- ( so-propylimino)butan, 2,3-Bis(feri-butylimino)butan, 1 ,2-Bis(phenylimino)- ethan, 1 ,2-Bis(2-methylphenylimino)ethan, 1 ,2-Bis(2,6-di-/'so-propylphenyl- imino)ethan, 1 ,2-Bis(2,6-di-feri-butylphenylimino)ethan, 2,3-Bis(phenyl- imino)butan, 2,3-Bis(2-methylphenylimino)butan, 2,3-Bis(2,6-di-/so-propyl- phenylimino)butan, 2,3-Bis(2,6-di-ferf-butylphenylimino)butan, Heterocyclen enthaltend zwei Stickstoffatome, wie z. B. 2,2'-Bipyridin,
o-Phenanthrolin, Diphosphinen, wie z. B. Bis(diphenylphosphino)methan, Bis(diphenylphosphino)ethan, Bis(diphenylphosphino)propan, Bis(diphenyl- phosphino)butan, Bis(dimethylphosphino)methan, Bis(dimethylphosphino)- ethan, Bis(dimethylphosphino)propan, Bis(diethylphosphino)methan, Bis-
(diethylphosphino)ethan, Bis(diethylphosphino)propan, Bis(di-ferf-butyl- phosphino)methan, Bis(di-teri-butylphosphino)ethan, Bis(ferf-butyl- phosphino)propan, 1 ,3-Diketonaten abgeleitet von 1 ,3-Diketonen, wie z. B. Acetylaceton, Benzoylaceton, 1 ,5-Diphenylacetylaceton, Dibenzoylmethan, Bis(1 ,1 ,1-trifluoracetyl)methan, 3-Ketonaten abgeleitet von 3-Ketoestern, wie z. B. Acetessigsäureethylester, Carboxylate, abgeleitet von Amino- carbonsäuren, wie z. B. Pyridin-2-carbonsäure, Chinolin-2-carbonsäure, Glycin, Ν,Ν-Dimethylglycin, Alanin, Ν,Ν-Dimethylaminoalanin, Salicyl- iminaten abgeleitet von Salicyliminen, wie z. B. Methylsalicylimin, Ethyl- salicylimin, Phenylsalicylimin, Dialkoholaten abgeleitet von Dialkoholen, wie z. B. Ethylenglykol, 1 ,3-Propylenglykol, Dithiolaten abgeleitet von Dithiolen, wie z. B. 1 ,2-Ethylendithiol, 1 ,3-Propylendithiol,
Bis(pyrazolylboraten), Bis(imidazolyl)boraten, 3-(2-Pyridyl)-diazolen oder 3- (2-Pyridyl)-triazolen. Bevorzugte tridentate Liganden sind Borate stickstoffhaltiger Heterocyclen, wie z. B. Tetrakis(1-imidazolyl)borat und Tetrakis(1-pyrazolyl)borat.
Bevorzugt sind weiterhin bidentate monoanionische, neutrale oder dianionische Liganden L', insbesondere monoanionische Liganden, welche mit dem Metall einen cyclometallierten Fünfring oder Sechsring mit mindestens einer Metall-Kohlenstoff-Bindung aufweisen, insbesondere einen cyclometallierten Fünfring. Dies sind insbesondere Liganden, wie sie allgemein im Gebiet der phosphoreszierenden Metallkomplexe für organische Elektrolumineszenzvorrichtungen verwendet werden, also Liganden vom Typ Phenylpyridin, Naphthylpyridin, Phenylchinolin, Phenylisochinolin, etc., welche jeweils durch einen oder mehrere Reste R substituiert sein können. Dem Fachmann auf dem Gebiet der phosphoreszierenden
Elektrolumineszenzvorrichtungen ist eine Vielzahl derartiger Liganden bekannt, und er kann ohne erfinderisches Zutun weitere derartige
Liganden als Ligand L' für Verbindungen gemäß Formel (1) auswählen.
Generell eignet sich dafür besonders die Kombination aus zwei Gruppen, wie sie durch die folgenden Formeln (35) bis (66) dargestellt sind, wobei eine Gruppe bevorzugt über ein neutrales Stickstoffatom oder ein Carben- kohlenstoffatom bindet und die andere Gruppe bevorzugt über ein negativ geladenes Kohlenstoffatom oder ein negativ geladenes Stickstoffatom
bindet. Der Ligand L' kann dann aus den Gruppen der Formeln (35) bis (66) gebildet werden, indem diese Gruppen jeweils an der durch # gekennzeichneten Position aneinander binden. Die Position, an der die Gruppen an das Metall koordinieren, sind durch * gekennzeichnet. Diese Gruppen können auch über eine oder zwei verbrückende Einheiten V an den Liganden L gebunden sein.
Formel (35) Formel (36) Formel (37) Formel (38)
Formel (41) Formel (42)
Formel (47) Formel (48) Formel (50)
Formel (49)
Formel (60) Formel (62)
Formel (64) Formel (65)
Formel (63)
Dabei steht X bei jedem Auftreten gleich oder verschieden für CR oder N, wobei hier die oben genannte Limitierung, dass mindestens zwei benachbarte Gruppen X für CR stehen und die Reste R einen Ring der Formel (5) oder (6) bilden, nicht gilt; und R hat dieselbe Bedeutung wie oben beschrieben. Bevorzugt stehen maximal drei Symbole X in jeder Gruppe für N, besonders bevorzugt stehen maximal zwei Symbole X in jeder Gruppe für N, ganz besonders bevorzugt steht maximal ein Symbol X in jeder Gruppe für N. Insbesondere bevorzugt stehen alle Symbole X für CR.
Weiterhin können die Formeln (46) bis (50), (61) und (62) statt des
Schwefels auch Sauerstoff enthalten.
Ebenfalls bevorzugte Liganden L' sind r|5-Cyclopentadienyl, r|5-Penta- methylcyclopentadienyl, η6-ΒβηζοΙ oder r|7-Cycloheptatrienyl, welche jeweils durch einen oder mehrere Reste R substituiert sein können.
Ebenfalls bevorzugte Liganden L' sind 1 ,3,5-cis,cis-Cyclohexanderivate, insbesondere der Formel (67), 1 ,1 ,1-Tri(methylen)methanderivate, insbesondere der Formel (68) und 1 ,1 ,1-trisubstituierte Methane, insbesondere der Formel (69) und (70),
Formel (67) Formel (68) Formel (69)
Formel (70) wobei in den Formeln jeweils die Koordination an das Metall M dargestellt ist, R die oben genannte Bedeutung hat und A, gleich oder verschieden bei jedem Auftreten, für 0~, S~, COO", PR2 oder NR2 steht.
Bevorzugte Reste R in den oben aufgeführten Strukturen sind bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Br, N(R1)2, CN, B(OR1)2, C(=0)R1, P(=0)(R1)2, einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder einer Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 10 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R1 substituiert sein kann, wobei ein oder mehrere
H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 14 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Reste R auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches und/oder benzoannelliertes Ringsystem bilden. Besonders bevorzugte Reste R sind bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Br, CN, B(OR1)2, einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 5 C-Atomen, insbesondere Methyl, oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 5 C-Atomen, insbesondere iso-Propyl oder tert-Butyl, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 12 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann; dabei können zwei oder mehrere Reste R auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches und/oder benzoannelliertes Ringsystem bilden.
Die erfindungsgemäßen Komplexe können facial bzw. pseudofacial sein, oder sie können meridional bzw. pseudomeridional sein.
Die Liganden L können je nach Struktur auch chiral sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie eine bicyclische Gruppe der Formel (6) enthalten oder wenn sie Substituenten enthalten, beispielsweise Alkyl-, Alkoxy, Dialkylamino- oder Aralkylgruppen, welche ein oder mehrere Stereozentren aufweisen. Da es sich bei der Grundstruktur des Komplexes auch um eine chirale Struktur handeln kann, ist die Bildung von Diastereo- meren und mehreren Enantiomerenpaaren möglich. Die erfindungs- gemäßen Komplexe umfassen dann sowohl die Mischungen der verschiedenen Diastereomere bzw. die entsprechenden Racemate wie auch die einzelnen isolierten Diastereomere bzw. Enantiomere.
Die oben genannten bevorzugten Ausführungsformen sind beliebig mitein- ander kombinierbar. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gelten die oben genannten bevorzugten Ausführungsformen gleichzeitig.
Die erfindungsgemäßen Metallkomplexe sind prinzipiell durch verschie- dene Verfahren darstellbar. Es haben sich jedoch die im Folgenden beschriebenen Verfahren als besonders geeignet herausgestellt.
Daher ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Metallkomplex- Verbindungen gemäß Formel (1) durch Umsetzung der entsprechenden freien Liganden mit Metall- alkoholaten der Formel (71), mit Metallketoketonaten der Formel (72), mit Metallhalogeniden der Formel (73), mit dimeren Metallkomplexen der Formel (74) oder mit Metallkomplexen der Formel (75),
MHal
n
Formel (71 ) Formel (72) Formel (73)
.Hai -L"
(L')m M (L')m (L'L : (Anion)
Hai
Formel (74) Formel (75) wobei die Symbole M, m, n und R die oben angegebenen Bedeutungen haben, Hai = F, Cl, Br oder I ist, L" für einen Alkohol, insbesondere für einen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen oder ein Nitril, insbesondere Acetonitril oder Benzonitril, steht und (Anion) ein nicht-koordinierendes Anion ist, wie beispielsweise Triflat.
Es können ebenfalls Metallverbindungen, insbesondere Iridiumverbindungen, die sowohl Alkoholat- und/oder Halogenid- und/oder Hydroxy- wie auch Ketoketonatreste tragen, verwendet werden. Diese Verbindungen können auch geladen sein. Entsprechende Iridiumverbindungen, die als Edukte besonders geeignet sind, sind in WO 2004/085449 offenbart.
Besonders geeignet sind [lrCI2(acac)2r, beispielsweise Na[lrCl2(acac)2], Metallkomplexe mit Acetylacetonat-Derivaten als Ligand, beispielsweise lr(acac)3 oder Tris(2,2,6,6-Tetramethylheptan-3,5-dionato)iridium, und lrCl3-xH2O, wobei x üblicherweise für eine Zahl zwischen 2 und 4 steht.
Geeignete Platin-Edukte sind beispielsweise PtCI2, K2[PtCI4],
PtCI2(DMSO)2, Pt(Me)2(DMSO)2 oder PtCI2(Benzonitril)2.
Die Synthese der Komplexe wird bevorzugt durchgeführt wie in WO
2002/060910, WO 2004/085449 und WO 2007/065523 beschrieben.
Heteroleptische Komplexe können beispielsweise auch gemäß WO
2005/042548 synthetisiert werden. Dabei kann die Synthese beispielsweise auch thermisch, photochemisch und/oder durch Mikrowellenstrahlung aktiviert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung wird die Reaktion ohne die Verwendung eines zusätzlichen Lösemittels in der Schmelze durchgeführt. Dabei bedeutet„Schmelze", dass der Ligand geschmolzen vorliegt und die Metall-Vorstufe in dieser Schmelze gelöst oder suspendiert ist. Zur Aktivierung der Reaktion ist es weiterhin auch möglich, eine Lewis-Säure, beispielsweise ein Silbersalz oder AICI3, zuzugeben.
Durch diese Verfahren, gegebenenfalls gefolgt von Aufreinigung, wie z. B. Umkristallisation oder Sublimation, lassen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen gemäß Formel (1) in hoher Reinheit, bevorzugt mehr als 99 % (bestimmt mittels 1H-NMR und/oder HPLC) erhalten.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch durch geeignete Substitution, beispielsweise durch längere Alkylgruppen (ca. 4 bis 20 C- Atome), insbesondere verzweigte Alkylgruppen, oder gegebenenfalls substituierte Arylgruppen, beispielsweise Xylyl-, Mesityl- oder verzweigte Terphenyl- oder Quaterphenylgruppen, löslich gemacht werden. Solche Verbindungen sind dann in gängigen organischen Lösemitteln, wie beispielsweise Toluol oder Xylol bei Raumtemperatur in ausreichender Konzentration löslich, um die Komplexe aus Lösung verarbeiten zu können. Diese löslichen Verbindungen eignen sich besonders gut für die Verarbeitung aus Lösung, beispielsweise durch Druckverfahren.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch mit einem Polymer gemischt werden. Ebenso ist es möglich, diese Verbindungen kovalent in ein Polymer einzubauen. Dies ist insbesondere möglich mit Verbindungen, welche mit reaktiven Abgangsgruppen, wie Brom, lod, Chlor, Boronsäure oder Boronsäureester, oder mit reaktiven, polymerisierbaren Gruppen, wie Olefinen oder Oxetanen, substituiert sind. Diese können als Monomere zur Erzeugung entsprechender Oligomere, Dendrimere oder Polymere Ver- wendung finden. Die Oligomerisation bzw. Polymerisation erfolgt dabei bevorzugt über die Halogenfunktionalität bzw. die Boronsäurefunktionalität bzw. über die polymerisierbare Gruppe. Es ist weiterhin möglich, die Polymere über derartige Gruppen zu vernetzen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen und Polymere können als vernetzte oder unvernetzte Schicht eingesetzt werden.
Weiterer Gegenstand der Erfindung sind daher Oligomere, Polymere oder Dendrimere enthaltend eine oder mehrere der oben aufgeführten erfindungsgemäßen Verbindungen, wobei ein oder mehrere Bindungen der erfindungsgemäßen Verbindung zum Polymer, Oligomer oder Dendrimer vorhanden sind. Je nach Verknüpfung der erfindungsgemäßen Verbindung bildet diese daher eine Seitenkette des Oligomers oder Polymers oder ist in der Hauptkette verknüpft. Die Polymere, Oligomere oder Dendrimere können konjugiert, teilkonjugiert oder nicht-konjugiert sein. Die Oligomere oder Polymere können linear, verzweigt oder dendritisch sein. Für die Wiederholeinheiten der erfindungsgemäßen Verbindungen in Oligomeren, Dendrimeren und Polymeren gelten dieselben Bevorzugungen, wie oben beschrieben.
Zur Herstellung der Oligomere oder Polymere werden die erfindungs- gemäßen Monomere homopolymerisiert oder mit weiteren Monomeren copolymerisiert. Bevorzugt sind Copolymere, wobei die Einheiten gemäß Formel (1) bzw. die oben ausgeführten bevorzugten Ausführungsformen zu 0.01 bis 99.9 mol%, bevorzugt 5 bis 90 mol%, besonders bevorzugt 20 bis 80 mol% vorhanden sind. Geeignete und bevorzugte Comonomere, welche das Polymergrundgerüst bilden, sind gewählt aus Fluorenen (z. B. gemäß EP 842208 oder WO 2000/022026), Spirobifluorenen (z. B. gemäß EP 707020, EP 894107 oder WO 2006/06 181), Para-phenylenen (z. B. gemäß WO 92/18552), Carbazolen (z. B. gemäß WO 2004/070772 oder WO 2004/113468), Thiophenen (z. B. gemäß EP 1028136), Dihydro- phenanthrenen (z. B. gemäß WO 2005/014689), eis- und trans-lndeno- fluorenen (z. B. gemäß WO 2004/041901 oder WO 2004/113412), Ketonen (z. B. gemäß WO 2005/040302), Phenanthrenen (z. B. gemäß
WO 2005/104264 oder WO 2007/017066) oder auch mehreren dieser Einheiten. Die Polymere, Oligomere und Dendrimere können noch weitere Einheiten enthalten, beispielsweise Lochtransporteinheiten, insbesondere solche basierend auf Triarylaminen, und/oder Elektronentransporteinheiten.
Nochmals ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Formulierung, enthaltend eine erfindungsgemäße Verbindung bzw. ein
erfindungsgemäßes Oligomer, Polymer oder Dendrimer und mindestens eine weitere Verbindung. Die weitere Verbindung kann beispielsweise ein Lösemittel sein. Die weitere Verbindung kann aber auch eine weitere organische oder anorganische Verbindung sein, die ebenfalls in der elektronischen Vorrichtung eingesetzt wird, beispielsweise ein Matrix- material. Diese weitere Verbindung kann auch polymer sein.
Die oben beschriebenen Komplexe gemäß Formel (1) bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen können in der elektronischen Vorrichtung als aktive Komponente verwendet werden. Unter einer elek- ironischen Vorrichtung wird eine Vorrichtung verstanden, welche Anode, Kathode und mindestens eine Schicht enthält, wobei diese Schicht mindestens eine organische bzw. metallorganische Verbindung enthält. Die erfindungsgemäße elektronische Vorrichtung enthält also Anode, Kathode und mindestens eine Schicht, welche mindestens eine Verbindung der oben aufgeführten Formel (1) enthält. Dabei sind bevorzugte elektronische Vorrichtungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen (OLEDs, PLEDs), organischen integrierten Schaltungen (O-ICs), organischen Feld-Effekt-Transistoren (O- FETs), organischen Dünnfilmtransistoren (O-TFTs), organischen licht- emittierenden Transistoren (O-LETs), organischen Solarzellen (O-SCs), organischen optischen Detektoren, organischen Photorezeptoren, organischen Feld-Quench-Devices (O-FQDs), lichtemittierenden elektrochemischen Zellen (LECs) oder organischen Laserdioden (O-Laser), enthaltend in mindestens einer Schicht mindestens eine Verbindung gemäß der oben aufgeführten Formel (1). Besonders bevorzugt sind organische Elektrolumineszenzvorrichtungen. Aktive Komponenten sind generell die organischen oder anorganischen Materialien, welche zwischen Anode und Kathode eingebracht sind, beispielsweise Ladungsinjektions-, Ladungstransport- oder Ladungsblockiermaterialien, insbesondere aber Emissionsmaterialien und Matrixmaterialien. Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen besonders gute Eigenschaften als Emissionsmaterial in organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sind daher organische Elektrolumineszenzvor- richtungen. Weiterhin können die erfindungsgemäßen Verbindungen zur
Erzeugung von Singulett-Sauerstoff oder in der Photokatalyse eingesetzt werden.
Die organische Elektrolumineszenzvorrichtung enthält Kathode, Anode und mindestens eine emittierende Schicht. Außer diesen Schichten kann sie noch weitere Schichten enthalten, beispielsweise jeweils eine oder mehrere Lochinjektionsschichten, Lochtransportschichten, Lochblockierschichten, Elektronentransportschichten, Elektroneninjektionsschichten, Exzitonenblockierschichten, Elektronenblockierschichten, Ladungs- erzeugungsschichten und/oder organische oder anorganische p/n-Über- gänge. Dabei ist es möglich, dass eine oder mehrere Lochtransportschichten p-dotiert sind, beispielsweise mit Metalloxiden, wie M0O3 oder WO3 oder mit (per)fluorierten elektronenarmen Aromaten, und/oder dass eine oder mehrere Elektronentransportschichten n-dotiert sind. Ebenso können zwischen zwei emittierende Schichten Interlayers eingebracht sein, welche beispielsweise eine Exzitonen-blockierende Funktion aufweisen und/oder die Ladungsbalance in der Elektrolumineszenzvorrichtung steuern. Es sei aber darauf hingewiesen, dass nicht notwendigerweise jede dieser Schichten vorhanden sein muss. Dabei kann die organische Elektrolumineszenzvorrichtung eine
emittierende Schicht enthalten, oder sie kann mehrere emittierende
Schichten enthalten. Wenn mehrere Emissionsschichten vorhanden sind, weisen diese bevorzugt insgesamt mehrere Emissionsmaxima zwischen 380 nm und 750 nm auf, so dass insgesamt weiße Emission resultiert, d. h. jn den emittierenden Schichten werden verschiedene emittierende
Verbindungen verwendet, die fluoreszieren oder phosphoreszieren können. Insbesondere bevorzugt sind Dreischichtsysteme, wobei die drei Schichten blaue, grüne und orange oder rote Emission zeigen (für den prinzipiellen Aufbau siehe z. B. WO 2005/011013) bzw. Systeme, welche mehr als drei emittierende Schichten aufweisen. Es kann sich auch um ein Hybrid-System handeln, wobei eine oder mehrere Schichten fluoreszieren und eine oder mehrere andere Schichten phosphoreszieren.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die orga- nische Elektrolumineszenzvorrichtung die Verbindung gemäß Formel (1)
bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen als
emittierende Verbindung in einer oder mehreren emittierenden Schichten.
Wenn die Verbindung gemäß Formel (1) als emittierende Verbindung in einer emittierenden Schicht eingesetzt wird, wird sie bevorzugt in
Kombination mit einem oder mehreren Matrixmaterialien eingesetzt. Die Mischung aus der Verbindung gemäß Formel (1) und dem Matrixmaterial enthält zwischen 0.1 und 99 Vol.-%, vorzugsweise zwischen 1 und 90 Vol.-%, besonders bevorzugt zwischen 3 und 40 Vol.-%, insbesondere zwischen 5 und 15 Vol.-% der Verbindung gemäß Formel (1) bezogen auf die Gesamtmischung aus Emitter und Matrixmaterial. Entsprechend enthält die Mischung zwischen 99.9 und 1 Vol.-%, vorzugsweise zwischen 99 und 0 Vol.-%, besonders bevorzugt zwischen 97 und 60 Vol.-%, insbesondere zwischen 95 und 85 Vol.-% des Matrixmaterials bezogen auf die Gesamtmischung aus Emitter und Matrixmaterial.
Als Matrixmaterial können generell alle Materialien eingesetzt werden, die gemäß dem Stand der Technik hierfür bekannt sind. Bevorzugt ist das Triplett-Niveau des Matrixmaterials höher als das Triplett-Niveau des Emitters.
Geeignete Matrixmaterialien für die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Ketone, Phosphinoxide, Sulfoxide und Sulfone, z. B. gemäß WO 2004/013080, WO 2004/093207, WO 2006/005627 oder WO 2010/006680, Triarylamine, Carbazolderivate, z. B. CBP (Ν,Ν-Biscarbazolylbiphenyl), m- CBP oder die in WO 2005/039246, US 2005/0069729, JP 2004/288381 , EP 1205527, WO 2008/086851 oder US 2009/0134784 offenbarten
Carbazolderivate, Indolocarbazolderivate, z. B. gemäß WO 2007/063754 oder WO 2008/056746, Indenocarbazolderivate, z. B. gemäß WO
2010/136109 oder WO 2011/000455, Azacarbazole, z. B. gemäß
EP 1617710, EP 1617711 , EP 1731584, JP 2005/347160, bipolare Matrixmaterialien, z. B. gemäß WO 2007/137725, Silane, z. B. gemäß WO
2005/111172, Azaborole oder Boronester, z. B. gemäß WO 2006/117052, Diazasilolderivate, z. B. gemäß WO 2010/054729, Diazaphospholderivate, z. B. gemäß WO 2010/054730, Triazinderivate, z. B. gemäß WO
2010/015306, WO 2007/063754 oder WO 2008/056746, Zinkkomplexe,
z. B. gemäß EP 652273 oder WO 2009/062578, Dibenzofuranderivate, z. B. gemäß WO 2009/148015, oder verbrückte Carbazolderivate, z. B.
gemäß US 2009/0136779, WO 2010/050778, WO 2011/042107 oder WO 2011/088877. Es kann auch bevorzugt sein, mehrere verschiedene Matrixmaterialien als Mischung einzusetzen, insbesondere mindestens ein elektronenleitendes Matrixmaterial und mindestens ein lochleitendes Matrixmaterial. Eine bevorzugte Kombination ist beispielsweise die Verwendung eines aromatischen Ketons, eines Triazin-Derivats oder eines Phosphinoxid-Derivats mit einem Triarylamin-Derivat oder einem Carbazol-Derivat als gemischte Matrix für den erfindungsgemäßen Metallkomplex. Ebenso bevorzugt ist die Verwendung einer Mischung aus einem ladungstransportierenden Matrixmaterial und einem elektrisch inerten Matrixmaterial, welches nicht bzw. nicht in wesentlichem Maße am Ladungstransport beteiligt ist, wie z. B. in WO 2010/108579 beschrieben.
Weiterhin bevorzugt ist es, eine Mischung aus zwei oder mehr Triplett- Emittern zusammen mit einer Matrix einzusetzen. Dabei dient der Triplett- Emitter mit dem kürzerwelligen Emissionsspektrum als Co-Matrix für den Triplett-Emitter mit dem längerwelligen Emissionsspektrum. So können beispielsweise die erfindungsgemäßen Komplexe gemäß Formel (1) als Co-Matrix für längerwellig emittierende Triplettemitter, beispielsweise für grün oder rot emittierende Triplettemitter, eingesetzt werden. Die erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich auch in anderen
Funktionen in der elektronischen Vorrichtung einsetzen, beispielsweise als Lochtransportmaterial in einer Lochinjektions- oder -transportschicht, als Ladungserzeugungsmaterial oder als Elektronenblockiermaterial. Ebenso lassen sich die erfindungsgemäßen Komplexe als Matrixmaterial für andere phosphoreszierende Metallkomplexe in einer emittierenden Schicht einsetzen.
Als Kathode sind Metalle mit geringer Austrittsarbeit, Metalllegierungen oder mehrlagige Strukturen aus verschiedenen Metallen bevorzugt, wie beispielsweise Erdalkalimetalle, Alkalimetalle, Hauptgruppenmetalle oder
Lanthanoide (z. B. Ca, Ba, Mg, AI, In, Mg, Yb, Sm, etc.). Weiterhin eignen sich Legierungen aus einem Alkali- oder Erdalkalimetall und Silber, beispielsweise eine Legierung aus Magnesium und Silber. Bei mehrlagigen Strukturen können auch zusätzlich zu den genannten Metallen weitere Metalle verwendet werden, die eine relativ hohe Austrittsarbeit aufweisen, wie z. B. Ag, wobei dann in der Regel Kombinationen der Metalle, wie beispielsweise Mg/Ag, Ca/Ag oder Ba/Ag verwendet werden. Es kann auch bevorzugt sein, zwischen einer metallischen Kathode und dem
organischen Halbleiter eine dünne Zwischenschicht eines Materials mit einer hohen Dielektrizitätskonstante einzubringen. Hierfür kommen beispielsweise Alkalimetall- oder Erdalkalimetallfluoride, aber auch die entsprechenden Oxide oder Carbonate in Frage (z. B. LiF, Li2O, BaF2, MgO, NaF, CsF, CS2CO3, etc.). Ebenso kommen hierfür organische Alkalimetallkomplexe in Frage, z. B. Liq (Lithiumchinolinat). Die Schichtdicke dieser Schicht beträgt bevorzugt zwischen 0.5 und 5 nm.
Als Anode sind Materialien mit hoher Austrittsarbeit bevorzugt. Bevorzugt weist die Anode eine Austrittsarbeit größer 4.5 eV vs. Vakuum auf. Hierfür sind einerseits Metalle mit hohem Redoxpotential geeignet, wie beispielsweise Ag, Pt oder Au. Es können andererseits auch Metall/Metalloxid- Elektroden (z. B. AI/Ni/NiOx, AI/PtOx) bevorzugt sein. Für einige Anwendungen muss mindestens eine der Elektroden transparent oder teiltransparent sein, um entweder die Bestrahlung des organischen Materials (O-SC) oder die Auskopplung von Licht (OLED/PLED, O-LASER) zu ermöglichen. Bevorzugte Anodenmaterialien sind hier leitfähige gemischte Metalloxide. Besonders bevorzugt sind Indium-Zinn-Oxid (ITO) oder Indium-Zink-Oxid (IZO). Bevorzugt sind weiterhin leitfähige, dotierte organische Materialien, insbesondere leitfähige dotierte Polymere, z. B. PEDOT, PANI oder Derivate dieser Polymere. Bevorzugt ist weiterhin, wenn auf die Anode ein p-dotiertes Lochtransportmaterial als Loch- injektionsschicht aufgebracht wird, wobei sich als p-Dotanden Metalloxide, beispielsweise M0O3 oder WO3, oder (per)fluorierte elektronenarme Aromaten eignen. Weitere geeignete p-Dotanden sind HAT-CN (Hexa- cyano-hexaazatriphenylen) oder die Verbindung NPD9 von Novaled. Eine solche Schicht vereinfacht die Lochinjektion in Materialien mit einem tiefen HOMO, also einem betragsmäßig großen HOMO.
ln den weiteren Schichten können generell alle Materialien verwendet werden, wie sie gemäß dem Stand der Technik für die Schichten
verwendet werden, und der Fachmann kann ohne erfinderisches Zutun jedes dieser Materialien in einer elektronischen Vorrichtung mit den erfindungsgemäßen Materialien kombinieren.
Die Vorrichtung wird entsprechend (je nach Anwendung) strukturiert, kontaktiert und schließlich hermetisch versiegelt, da sich die Lebensdauer derartiger Vorrichtungen bei Anwesenheit von Wasser und/oder Luft drastisch verkürzt.
Weiterhin bevorzugt ist eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Schichten mit einem Sublimationsverfahren beschichtet werden. Dabei werden die Materialien jn Vakuum-Sublimationsanlagen bei einem Anfangsdruck von üblicherweise kleiner 10"5 mbar, bevorzugt kleiner 10"6 mbar aufgedampft. Es ist auch möglich, dass der Anfangsdruck noch geringer oder noch höher ist, beispielsweise kleiner 10"7 mbar. Bevorzugt ist ebenfalls eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Schichten mit dem OVPD (Organic Vapour Phase Deposition) Verfahren oder mit Hilfe einer Trägergassublimation beschichtet werden. Dabei werden die Materialien bei einem Druck zwischen 10~5 mbar und 1 bar aufgebracht. Ein Spezialfall dieses Verfahrens ist das OVJP (Organic Vapour Jet Printing) Verfahren, bei dem die Materialien direkt durch eine Düse aufgebracht und so strukturiert werden (z. B. M. S. Arnold et al., Appl. Phys. Lett. 2008, 92, 053301 ). Weiterhin bevorzugt ist eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Schichten aus Lösung, wie z. B. durch Spincoating, oder mit einem beliebigen Druckverfahren, wie z. B. Siebdruck, Flexodruck, Offsetdruck oder Nozzle-Printing, besonders bevorzugt aber LITI (Light Induced Thermal Imaging, Thermotransferdruck) oder Ink-Jet Druck (Tintenstrahldruck), hergestellt werden. Hierfür sind
lösliche Verbindungen nötig, welche beispielsweise durch geeignete Substitution erhalten werden.
Die organische Elektrolumineszenzvorrichtung kann auch als Hybridsystem hergestellt werden, indem eine oder mehrere Schichten aus Lösung aufgebracht werden und eine oder mehrere andere Schichten aufgedampft werden. So ist es beispielsweise möglich, eine emittierende Schicht enthaltend eine Verbindung gemäß Formel (1) und ein Matrixmaterial aus Lösung aufzubringen und darauf eine Lochblockierschicht und/oder eine Elektronentransportschicht im Vakuum aufzudampfen.
Diese Verfahren sind dem Fachmann generell bekannt und können von ihm ohne Probleme auf organische Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend Verbindungen gemäß Formel (1) bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen angewandt werden.
Die erfindungsgemäßen elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektrolumineszenzvorrichtungen, zeichnen sich durch einen oder mehrere der folgenden überraschenden Vorteile gegenüber dem Stand der Technik aus:
1. Die erfindungsgemäßen Verbindungen eignen sich sehr gut für den Einsatz in elektronischen Vorrichtungen, insbesondere in organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen und führen dort zu sehr guten Eigenschaften.
2. Organische Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend
Verbindungen gemäß Formel (1) als emittierende Materialien weisen eine sehr gute Lebensdauer auf. 3. Organische Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend
Verbindungen gemäß Formel (1) als emittierende Materialien weisen eine hervorragende Effizienz auf. Insbesondere ist die Effizienz deutlich höher gegenüber analogen Verbindungen, die keine Struktureinheit gemäß Formel (5) oder Formel (6) enthalten.
4. Die erfindungsgemäßen Metallkomplexe weisen teilweise ein sehr schmales Emissionsspektrum auf, was zu einer hohen Farbreinheit der Emission führt, wie sie insbesondere für Displayanwendungen wünschenswert ist.
Diese oben genannten Vorteile gehen nicht mit einer Verschlechterung der weiteren elektronischen Eigenschaften einher.
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne sie dadurch einschränken zu wollen. Der Fachmann kann aus den
Schilderungen ohne erfinderisches Zutun weitere erfindungsgemäße elektronische Vorrichtungen herstellen und somit die Erfindung im gesamten beanspruchten Bereich ausführen.
Beispiele:
Die nachfolgenden Synthesen werden, sofern nicht anders angegeben, unter einer Schutzgasatmosphäre in getrockneten Lösungsmitteln durchgeführt. Die Metallkomplexe werden zusätzlich unter Ausschluss von Licht bzw. unter Gelblicht gehandhabt. Die Lösungsmittel und Reagenzien können z. B. von Sigma-ALDRICH bzw. ABCR bezogen werden. Die jeweiligen Angaben in eckigen Klammern bzw. die zu einzelnen Verbindungen angegebenen Nummern beziehen sich auf die CAS-Nummern der literaturbekannten Verbindungen.
A: Synthese der Synthone S:
1 ,2,2,3,3-Hexamethyl-indan-d18, S1
Darstellung analog zu J. Baran, et al., J. Org. Chem. 1988, 53, 19, 4626. Ein auf -78°C gekühltes Gemisch aus 160.7 g (1 mol) 2-Chlor-2-phenyl- propan-d6 [53102-26-4], 230.8 g (2,4 mol) 2,3-Dimethylbut-2-en-d12
[69165-86-2] und 2500 ml wasserfreiem Dichlormethan wird tropfenweise unter gutem Rühren mit 18.7 ml (170 mmol) Titantetrachlorid versetzt und 2 h nachgerührt. Man gießt die kalte Reaktionsmischung unter gutem
Rühren in 1500 ml 3N Salzsäure ein, rührt 20 min. nach, trennt die org. Phase ab, wäscht diese zweimal mit je 1000 ml Wasser, einmal mit 500 ml ges. Natriumcarbonat-Lösung, einmal mit 500 ml ges. Kochsalzlösung, trocknet über Magnesiumsulfat, filtriert vom Trockenmittel ab, befreit das Filtrat im Vakuum vom Dichlormethan und destilliert den Rückstand fraktioniert (Kernfraktion 60-65 °C, ca. 0.5 mbar). Ausbeute: 163.1 g (740 mmol), 74 %; Reinheit: ca. 95 %ig nach NMR.
Analo können fol ende Verbindun en dar estellt werden:
: 6-Brom-1 ,1 ,3,3-tetramethyl-indan-5-ylamin, S4
Ein Gemisch aus 166.0 g (500 mmol) 5,6-Dibrom-1 ,1 ,3,3-tetramethyl- indan S16a, 83.9 ml (500 mmol) Benzhydrylidenamin [1013-88-3], 52.9 g (550 mmol) Natrium-tert-butylat und 500 ml Toluol wird mit 6.23 g
(10 mmol) rac-BINAP und dann mit 2.24 g (10 mmol) Palladium(ll)acetat versetzt, und anschließend 16 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten fügt man 500 ml Wasser zu, trennt die org. Phase ab, wäscht diese zweimal mit je 500 ml ges. Kochsalz-Lösung, rotiert das Toluol ab, nimmt
den Rückstand in 1000 ml THF auf, fügt 250 ml 2 N Salzsäure zu und erhitzt die Reaktionsmischung 16 h unter Rückfluss. Man entfernt das Lösungsmittel im Vakuum, nimmt den Rückstand in 1000 ml Ethylacetat auf, wäscht die org. Phase mit ges. Natriumhyrdogencarbonat-Lösung bis pH = 7 erreicht ist, tocknet die org. Phase über Magnesiumsulfat, filtriert vom Trockenmittel ab, setzt dem Filtrat 500 g Kieselgel zu und entfernt das Lösungsmittel im Vakuum. Man plaziert das beladene Kieselgel auf einer Kieselgel-Säule (1500 g, aufgeschlämmt in n-Heptan : Ethylacetat, 95:5 v), eluiert mit n-Heptan : Ethylacetat ( 95:5 vv) zunächst das Benzophenon, stellt dann auf Ethylacetat um und eluiert das Produkt. Ausbeute: 85.8 g (320 mmol), 64 %; Reinheit: ca. 95 %ig nach 1H-NMR.
Beispiel S16: 1 ,1,3,3-Tetramethyl-indan-5,6-diamin, [83721-95-3], S16
Variante A:
rom-1 ,1 ,3,3-tetramethyl-indan, S16a
Eine Lösung von 87.2 g (500 mmol) 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-indan [4834-33-7] in 2000 ml Dichlormethan wird mit 1.3 g wasserfreiem Eisen(lll)chlorid und dann unter Lichtausschluss tropfenweise mit einer Mischung von 64.0 ml (1.25 mol) Brom und 300 ml Dichlormethan so versetzt, dass die
Temperatur 25 °C nicht übersteigt, gegebenenfalls wird mit einem
Kaltwasserbad gegengekühlt. Man rührt die Reaktionsmischung 16 h bei Raumtemperatur nach, versetzt dann langsam mit 500 ml ges.
Natriumsulfit-Lösung, trennt die wässrige Phase ab, wäscht die organische dreimal mit je 1000 ml Wasser, trocknet über Natriumsulfat, filtriert über eine kurze Säule aus Kieselgel und zieht dann das Lösungsmittel ab. Abschießend wird der Feststoff einmal aus wenig (ca. 100 ml) Ethanol
umkristallisiert. Ausbeute: 121.2 g (365 mmol), 73 %; Reinheit: ca. 95 %ig nach 1H NMR.
B: 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-indan-5,6-diamin, S16
Ein Gemisch aus 121.2 g (365 mmol) 5,6-Dibrom-1 ,1 ,3,3-tetramethyl- indan, 153.2 ml (913 mmol) Benzhydrylidenamin [1013-88-3], 96.1 g (1.0 mol) Natrium-tert-butylat und 1000 ml Toluol wird mit 9.34 g
(15 mmol) rac-BINAP und dann mit 3.36 g (15 mmol) Palladium(ll)acetat versetzt, und anschließend 16 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten fügt man 500 ml Wasser zu, trennt die org. Phase ab, wäscht diese zweimal mit je 500 ml ges. Kochsalz-Lösung, rotiert das Toluol ab, nimmt den Rückstand in 500 ml THF auf, fügt 200 ml 2 N Salzsäure zu und erhitzt die Reaktionsmischung 16 h unter Rückfluss. Man entfernt das Lösungsmittel im Vakuum, nimmt den Rückstand in 1000 ml Ethylacetat auf, wäscht die org. Phase Natriumhyrdogencarbonat-Lösung bis pH = 7 erreicht ist, tocknet die org. Phase über Magnesiumsulfat, filtriert vom Trockenmittel ab, setzt dem Filtrat 500 g Kieselgel zu und entfernt das Lösungsmittel im Vakuum. Man plaziert das beladene Kieselgel auf einer Kieselgel-Säule (1500 g, aufgeschlämmt in n-Heptan : Ethylacetat, 95:5 v), eluiert mit n-Heptan : Ethylacetat (95:5 vv) zunächst das
Benzophenon, stellt dann auf Ethylacetat um und eluiert das Produkt. Ausbeute: 56.8 g (278 mmol), 76 %; Reinheit: ca. 95 % nach 1H-NMR.
Variante B:
itro-1,1 ,3,3-tetramethyl-indan, S16b
Zu einer gut gerührten, auf 0° C gekühlten Mischung aus 87.2 g
(500 mmol) 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-indan [4834-33-7] und 350 ml 95 Gew.- %iger Schwefelsäure tropft man langsam 350 ml 100 Gew.-%ige
Salpetersäure so zu, dass die Temperatur + 5° C nicht übersteigt.
Anschließend lässt man während 2 - 3 h langsam auf Raumtemperatur erwärmen und gießt die Reaktionsmischung dann in ein gut gerührtes Gemisch aus 6 kg Eis und 2 kg Wasser. Man stellt durch Zugabe von
40 Gew.-%iger NaOH auf pH = 8-9 ein, extrahiert dreimal mit je 1000 ml Ethylacetat, wäscht die vereinigten org. Phasen zweimal mit je 1000 ml Wasser, trocknet über Magnesiumsulfat, entfernt dann das Ethylacetat im Vakuum fast vollständig, bis zur beginnenden Kristallisation, und
vervollständigt die Kristallisation durch Zusatz von 500 ml Heptan. Man saugt von den so erhaltenen beigefarbenen Kristallen ab und trocknet diese im Vakuum. Ausbeute: 121.6 g (460 mmol), 92 %; Reinheit: ca.
94 %ig nach 1H-NMR, Rest ca. 4 % 4,6-Dinitro-1 ,1 ,3,3-tetramethyl-indan. Aus der ML können ca. 3 % 4,5-Dinitro-1 ,1 ,3,3-tetramethyl-indan isoliert werden.
In einigen Fällen - insbesondere bei den bicyclichen Edukten - fällt neben dem 4,6-lsomeren auch das 4,5-lsomere in Anteilen bis zu ca. 15 % an (s.
H. Tanida, J. Am. Chem. Soc. 1965, 87, 21 , 4794). Dieses kann durch Umkristallisation bzw. chromatographisch abgetrennt werden, dann ebenfalls hydriert und weiter in der Ligandensynthese verwendet werden. Das ebenfalls entstehende 4,6-lsomere lässt sich durch Umkristallistion oder chromatographisch abtrennen, Anteile von eingen % stören aber in der weiteren Darstellung der Liganden nicht, da die m-Stellung der
Amniofunktionen eine Cyclisierung zu kondensierten Ligandensysten nicht zulässt.
B: 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-indan-5,6-diamin, S16
126.9 g (480 mmol) 5,6-Dinitro-1 ,1 ,3,3-tetramethyl-indan, S16b werden bei Raumtemperatur in 200 ml Ethanol an 10 g Palladium/Kohle bei 3 bar Wasserstoffdruck während 24 h hydriert. Die Reaktionsmischung wird zweimal über ein Celite-Bett filtriert, der nach Entferen des Ethanols erhaltene braune Feststoff wird Kugelrohr-destilliert (T ca. 160 °C, p ca. 10~4 mbar). Ausbeute: 90.3 g (442 mmol), 92 %; Reinheit: ca. 95 % nach 1H-NMR.
I, 1 ,3,3-Tetramethyl-indan-5,6-diamin-di-hydrochlorid, S16 x 2HCI kann aus S 6 durch lösen in Dichlormethan und einleiten von gasförmiger HCl bis zur Sättigung und anschließendes Entfernen des Dichlormethans erhalten werden.
Beispiel S67: 7-Brom-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalir carbaldehyd, S67
Durchführung analog J. Organomet. Chem., L. S. Chen et al., 1980, 193, 283-292. Eine auf -1 10 °C gekühlte Lösung von 30.2 g (100 mmol)
6,7-Dibrom-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalin [42810-32-2] in einem Gemisch aus 1000 ml THF und 1000 ml Diethylether wird so mit 40 ml (100 mmol) n-BuLi, 2.5 M in Hexan, vorgekühlt auf -110 °C, versetzt, dass die Temperatur - 105 °C nicht übersteigt. Man rührt 30 min. nach, versetzt dann trofenweise mit einem auf - 1 10 °C vorgekühlten Gemisch aus 9.2 ml (120 mmol) DMF und 100 ml Diethylether, rührt dann 2 h nach, lässt auf -10 °C erwärmen, fügt 1000 ml 2 N HCl zu und rührt 2 h bei Raumtemperatur nach. Man trennt die org. Phase ab, wäscht diese einmal
mit 500 ml Wasser, einmal mit 500 ml ges. Kochsalzlösung, trocknet über Magnesiumsulfat, entfernt das Lösungsmittel im Vakuum und unterwirft den Rückstand einer Kugelrohrdestillation (T ca. 90 °C, p ca. 10"4 mbar). Ausbeute: 15.8 g (63 mmol), 63 %; Reinheit: ca. 95 % nach 1H-NMR.
Analog kann 6-Brom-7-formyl-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-epoxynaphthalin, ellt werden.
Einsatz von 30.4 g (100 mmol) 6,7-Dibrom-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4- epoxynaphthalin [749859-07-2] . Ausbeute: 14.4 g (54 mmol), 54 %;
Reinheit: > 95 % nach
1H-NMR. -(N-Pivaloylamido)-benzaldehyd, S69
Ein Gemisch aus 18.5 g ( 00 mmol) 2-Brom-benzaldehyd [6630-33-7], 14.2 g (140 mmol) Pivalinsäureamid [754-10-9], 81.5 g (250 mmol) Cäsiumcarbonat, 1.7 g (3 mmol) 9,9-Dimethyl-4,5-bis(diphenylphosphino)- xanthen und 630 mg (2.8 mmol) Palladium(ll)acetat in 400 ml Dioxan wird 4 h bei 100 °C gerührt. Nach Erkalten wird das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, der Rückstand wird in 1000 ml Ethylacetat aufgenommen, die org. Phase wird dreimal mit je 300 ml Wasser und einmal mit 300 ml ges. Kochsalzlösung gewaschen und über eine kurze Kieselgel-Säule filtriert. Die nach Abziehen des Lösungsmittels im Vakuum erhaltenen Feststoffe werden weiter umgesetzt. Ausbeute: 9.3 g (94 mmol), 94 %. Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
Beispiel S103: 7-(3,3-Dimethyl-but-1 -ynyl)-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4- methano-naphthalin-6-carbaldehyd, S103
Eine Lösung von 25.1 g (100 mmol) 7-Brom-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4- methano-naphthalin-6-carbaldehyd, S67 in einem Gemisch aus 200 ml DMF und 100 ml Triethylamin wird konsekutiv mit 1.6 g (6 mmol)
Triphenylphosphin, 674 mg (3 mmol) Palladium(ll)acetat, 571 mg
(30 mmol) Kupfer(l)iodid und 15.6 g (190 mmol) tert-Butylacetylen [917-92- 0] versetzt und 4 h bei 65 °C gerührt. Nach Erkalten wird vom
ausgefallenen Triethylammonium-hydrochlorid abgesaugt, dieses wird mit 30 ml DMF nachgewaschen. Das Filtrat wird im Vakuum von den
Lösungsmitteln befreit. Der ölige Rückstand wird in 300 ml Ethylacetat
aufgenommen, die Lösung wird fünfmal mit je 100 ml Wasser und einmal mit 100 ml gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, und die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach Entfernen des Ethylacetats im Vakuum wird der schwarze ölige Rückstand einer Kugelrohrdestillation unterzogen (p ca. 10" mbar, T = 100 - 120 °C). Ausbeute: 19.2 g (76 mmol), 76 %; Reinheit: > 96 % nach 1H-NMR.
Beispiel S108: 2-tert-Butyl-4-(3,3-dimethyl-but-1-ynyl)-pyridin- 5-carboxaldehyd, S108
Eine auf -78 °C gekühlte Lösung von 72.1 g (300 mmol) 2-tert-Butyl-4-(3,3- dimethyl-but-1-ynyl)-5-cyano-pyridin, S106 in 1500 ml Dichlormethan wird tropfenweise so mit 315 ml (315 mmol) Di-iso-butylaluminiumhydrid, 1 M in Toluol versetzt, dass die Temperatur -65 °C nicht übersteigt. Nach beendeter Zugabe wird weitere 2 h bei -78 °C gerührt, dann lässt man die Reaktionsmischung langsam auf Raumtemperatur erwärmen und rührt 12 h nach. Nach erneutem Abkühlen auf -10 °C setzt man 300 ml THF und dann unter gutem Rühren 230 ml 2 N Schwefelsäure (exotherm!) zu und rührt 12 h bei Raumtemperatur nach. Nach erneuten Abkühlen auf -10 °C gibt man eine Lösung von 70 g NaOH in 300 ml Wasser zu, trennt die wässrige Phase ab, wäscht die organische Phase dreimal mit je 1000 ml Wasser, einmal mit 500 ml gesättigter Kochsalzlösung, trocknet über Magnesiumsulfat und entfernt das Lösungsmittel im Vakuum.
Ausbeute: 69.6 g (286 mmol), 95 %. Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
Analog wird S107 zu 2-tert-Butyl-4-(2-trimethylsilyl-eth-1-ynyl)-5-cyano- pyridin, S109 umgesetzt. Ausbeute: 68.7 g (268 mmol), 89 %; Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
Beispiel S110: 2-(2-tert-Butyl-pyrimidin-5-yl)-5,5-7,7-tetramethyl-
1 ,5,6,7-tetrahydro-indeno[5,6-d]imidazol
Eine Lösung von 16.4 g (100 mmol) 2-tert-Butyl-pyrimidin-5-carboxaldehyd [104461-06-5] und 22.5 g (1 0 mmol) 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-indan-5,6- diamin, [83721-95-3], S16 in einem Gemisch aus 100 ml DMF und 3 ml Wasser wird bei 10 °C unter Rühren portionsweise mit 16.9 g (55 mmol) Oxone [70693-62-8] versetzt und anschließend bei Raumtemperatur bis zum vollständigen Umsatz des Aldehyds gerührt (ca. 2 h). Man rührt die Reaktionsmischung in eine Lösung von 40 g Kaliumcarbonat-Lösung in 1000 ml Wasser ein, rührt 15 min. nach, saugt vom gebildeten Feststoff ab, wäscht diesen dreimal mit je 100 ml Wasser und trocknet im Vakuum. Das Rohprodukt wird aus Ethylacetat/Cyclohexan umkristallisiert.
Ausbeute: 20.2 g (58 mmol), 58 %. Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
H2N NH2
104461-06-5 S36
S113
Beispiel S114: 2-tert-Butyl-3-(3,3-dimethyl-but-1-inyl)-pyridin- 4-carboxaldehyd, S114
Darstellung analog zu 7-(3,3-Dimethyl-but-1-ynyl)-1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4- methano-naphthalin-6-carbaldehyd, S103. Anstelle von 7-Brom-1 , 2,3,4- tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalin-6-carbaldehyd, S67 wird 24.2 g (100 mmol) 2-tert-Butyl-3-brom-pyridin-4-carboxaldehyd [1289119-19-2] eingesetzt. Ausbeute: 15.3 g (63 mmol), 63 %. Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
Analog werden 24.2 g (100 mmol) 2-tert-Butyl-3-brom-pyridin-4- carboxaldehyd [1289119-19-2] und 18.7 g (190 mmol)
Trimethylsilylacetylen [1066-54-2] zu 2-tert-Butyl-3-(2-trimethylsilyl-but-1- inyl)-pyridin-4-carboxaldehyd, S115 umgesetzt. Ausbeute: 14.5 g
(56 mmol), 56 %; Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
Beispiel S116: N-(2-tert-Butyl-4-formyl-pyridin-3-yl)-acetamid, S116
Eine Lösung von 17.8 g (100 mmol) 2-tert-Butyl-3-amino-pyridin-4-yl- carbaldehyd [1289036-95-8] in 100 ml Dioxan wird tropfenweise mit 7.5 ml (105 mmol) Acetylchlorid versetzt. Die Reaktionsmischung wird 30 min. unter Rückfluss erhitzt, nach Erkalten auf 500 ml Eiswasser gegeben und mit Natriumhydrogencarbonat neutral gestellt. Der ausgefallene Feststoff wird abgesaugt, zweimal mit je 50 ml Wasser gewaschen, mit Vakuum getrocknet, und dann einmal aus DMF/EtOH umkristallisiert.
Ausbeute: 18.7 g (85 mmol), 85 %. Reinheit: > 95 % nach 1H-NMR.
Beispiel S117: 1 ,1 ,3,3-Tetramethy l-2,3-dihydro-1 H-cyclopenta[c]iso- chromen-5-οη, S117
Darstellung analog zu A. C. Tadd et al., Chem. Commun. 2009, 6744. Ein Gemisch aus 14.0 g (100 mmol) 2,2,4,4-Tetramethylcyclopentanon [4694-11-5], 28.3 g (100 mmol) 1-Brom-2-iodbenzol [583-55-1], 97.7 g (300 mmol) Cäsiumcarbonat, 200 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser), 2.9 g (5 mmol) Xanthphos, 1.1 g (5 mmol) Palladium(ll)acetat und 500 ml Toluol wird 24 h bei 80 °C gerührt. Dann wird ein schwacher Kohlenmonoxidstrom durch die Reaktionsmischung geleitet, und die Temperatur wird auf 110 °C erhöht, so dass sich ein schwacher Rückfluss einstellt. Nach 16 h lässt man die Reaktionsmischung erkalten, saugt von den Salzen über eine Celite-Schicht ab, wäscht diese mit 1000 ml Toluol nach und befreit das Filtrat im Vakuum von Toluol. Der Rückstand wird zweimal aus Ethylacetat / Ethanol umkristallisiert. Ausbeute: 8.7 g (36 mmol) 36 %. Reinheit: ca. 95 % ig nach 1H-NMR.
Beispiel S118: 1 ,1 ,3,3-Tetramethy l-2,3-dihydro-1 H-4-oxa-9-aza- cyclopenta[a]naphthalin-5-on, S118
Darstellung analog S117, wobei anstatt 1-Brom-2-iodbenzol 28.4 g
(100 mmol) 2-lod-3-brom-pyridin [408502-43-2] eingesetzt werden.
Ausbeute: 7.3 g (30 mmol), 30 %. Reinheit: ca. 95 % ig nach H-NMR.
B: Synthese der Liganden L:
1) Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2,1-a]isochinolin-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
Aus 1-Chlorisochinolinen und 2-Halogen-anilinen:
Eine gut gerührte Mischung von 500 mmol des 1-Chlor-isochinolin- Derivats, 600 mmol des 2-Halogen-anilins, 1250 mmol Kaliumcarbonat, 200 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser) 10 mmol Triphenylphosphin und 2 mmol Palladium(ll)acetat in 1500 ml o-Xylol wird 3 - 48 h unter Rückfluss erhitzt, bis das 1-Chlor-isochinolin-Derivat verbraucht ist. Nach Erkalten wird über ein Celite-Bett abfiltriert, mit 2000 ml THF nachgewaschen und das Filtrat zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird in 100 ml
Essigsäureethylester in der Siedehitze gelöst und langsam mit 800 ml n-Heptan oder Cyclohexan versetzt. Nach Erkalten wird vom
auskristallisierten FS abgesaugt, dieser wird zweimal mit je 100 ml n-Heptan gewaschen und im Vakuum getrocknet. Nicht kristallisierende Öle werden zur Reinigung chromatographiert. Die so erhaltenen Feststoffe bzw. Öle werden durch fraktionierte Kugelrohrdestillation oder Sublimation (p ca. 10"4 - 0 "5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen
Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit
Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden
typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Beis
Einsatz von 81.8 g (500 mmol) 1 -Chlor-isochinolin [19493-44-8] und 160.9 g (600 mmol) 6-Brom-1 ,1 ,3,3-tetramethyl-indan-5-ylamin, S4, Sublimation des Produktes bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 100.6 g (320 mmol), 64 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1 H-NMR.
Allgemeine Ligandensynthese Variante B:
Aus 2-Alkinyl-aryl-aldehyden und 1 ,2-Diamino-benzolen:
Eine Lösung von 500 mmol des 2-Alkinyl-aryl-aldehyds und 550 mmol des 1 ,2-Diaminobenzols in 1000 ml Nitrobenzol wird in einer Apparatur bestehend aus einem 2000 ml Einhalskolben mit Hahnstück und aufge- setzter Destillationsbrücke platziert und unter Rühren langsam auf 200 °C (Ölbadtemperatur) erhitzt, wobei das gebildete Wasser abdestilliert. Man rührt 2 h bei 200 °C nach, steigert dann die Temperatur auf ca. 230 °C und destilliert das Nitrobenzol im Argonstrom ab. Gegen Ende der Destillation legt man ein Vakuum von ca. 100 mbar an, um letzte Reste von Nitrobenzol zu entfernen, dann lässt man die Reaktionsmischung erkalten. Fällt das Rohprodukt glasartig an, wird das Glas mechanisch zerkleinert, Öle versetzt man direkt mit 200 - 400 ml Methanol oder Acetonitril und erhitzt die Mischung unter Rückfluss, wobei sich das Glas bzw. das Öl löst und das Produkt auskristallisiert. Die so erhaltenen Rohprodukte weisen schon eine hohe Reinheit auf (1H-NMR
typischerweise 97 - 99 %ig). Gegebenenfalls werden sie erneut umkristallisiert und dann durch fraktionierte Kugelrohrdestillation oder Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden
typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Beispiel L41
Einsatz von 72.1 g (500 mmol) 2-(1-Propin-1-yl)-benzaldehyd [176910-65- 9] und 1 12.4 g (550 mmol) 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-indan-5,6-diamin
[83721-95-3], S16, Aufnehmen des Rohprodukts in Acetonitril,
Umkristallisation aus Ethylacetat/Methanol, Sublimation des Produktes bei T ca. 210 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 99.9 g (304 mmol), 61 %;
Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Allgemeine Ligandensynthese Variante C:
Eine gut gerührte Mischung von 100 mmol des 1 ,2-Dihalogenbenzols, 120 mmol 1-Amino-isochinolin, 300 mmol Lithium-bis(trimethylsilyl)amid, 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser), 5 mmol Xanthphos und 5 mmol Palladium(ll)acetat in 600 ml trockenem 1 ,4-Dioxan wird 72 h unter Rück- fluss erhitzt, bis das 1-Amino-isochinolin verbraucht ist. Zur Zyklisierung des sekundären Amins werden nach Erkalten der Reaktionsmischung 10 mmol Kupfer(l)iodid, 20 mmol Ν,Ν'-Ethylendiamin und 230 mmol Kaliumcarbonat zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird erneut für 2-4 Stunden refluxiert, bis das sekundäre Amin verbraucht ist. Nach Erkalten wird über ein Celite-Bett abfiltriert, mit 1500 ml Dioxan nachgewaschen und das Filtrat zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird in 200 ml Dichlormethan gelöst und über ein Kieselgelbett filtriert. Es wird mit einem Gemisch aus 2000 ml Dichlormethan und 150 ml Ethylacetat nachgewaschen und das Filtrat zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird umkristallisiert und im Vakuum getrocknet. Das so erhaltene Benzo[4,5]- imidazo[2,1-a]isochinolin wird durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte
Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig-
Beispiel L3:
Einsatz von 36.0 g (100 mmol) 5,6-Dibromo-1 ,1 ,2,2,3,3-hexamethylindan, S24, Variante A, Stufe A, 17.4 g (120 mmol) 1-Amino-isochinolin [1532-84- 9], 50.2 g (300 mmol) Lithium bis(trimethylsilyl)amid, 2.9 g (5 mmol) Xanthphos, 1.1 g (5 mmol) Palladium(ll)acetat und dann 1.9 g (10 mmol) Kupfer(l)iodid, 1.75 g (20 mmol) Ν,Ν'-Ethylendiamin und 31.8 g
(230 mmol) Kaliumcarbonat. Das Rohprodukt wird aus Cyclohexan (ca. 15 ml/g) umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 10~5 mbar, T = 220 °C). Ausbeute: 20.9 g (61 mmol), 61 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Allgemeine Ligandensynthese Variante D:
Aus Isocumarinen und 1 ,2-Diamino-benzolen:
Darstellung analog V. K. Pandey et al., Ind. J. Chem., Section B: 1999, 38B(12), 138.
Ein Gemisch aus 100 mmol des Isocumarin-Derivats, 110 mmol des 1 ,2-Diaminobenzols, 5 mmol 4-(N,N-Dimethylamino)pyridin und 200 ml trockenem Pyridin werden am Wasserabscheider gekocht, wobei von Zeit zu Zeit Pyridin abgelassen wird, bis das Pyridin weitgehend abdestilliert ist. Gegen Ende legt man ein schwaches Vakuum an, um Pyridinreste zu entfernen. Nach Erkalten wird der zähe bis glasartige Rückstand in 200 ml Methanol aufgenommen und in der Hitze gelöst, wobei das Produkt zu kristallisieren beginnt. Nach Erkalten saugt man vom Produkt ab und wäscht mit wenig Methanol. Nach Umkristallisation (Methanol, Ethanol, Aceton, Dioxan, DMF, etc.) des so erhaltenen Benzo[4,5]imidazo[2,1-a]- isochinolins wird dieses durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1 H-NMR typischerweise > 99.5 % ig-
:
Einsatz von 24.4 g (100 mmol) 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-2,3-dihydro-1 H- cyclopenta[c]iso-chromen-5-on, S1 17, 15.0 g (1 10 mmol) 4,5-Dimethyl- 1 ,2-diaminobenzol [3171-45-7], 61 1 mg (5 mmol) 4-(N,N-Dimethyl- amino)pyridin. Das Rohprodukt wird aus Cyclohexan (ca. 15 ml/g) umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 10"5 mbar, T = 220 °C). Ausbeute: 16.4 g (48 mmol), 48 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1 H-NMR.
) Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2,1-c]chinazolin-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
Aus 2-Amido-aryl-aldehyden und 1 ,2-Diamino-benzolen:
R = Alkyl, Aryl
Schritt A:
Eine Lösung von 100 mmol des 2-Amido-arylaldehyds und 110 mmol des 1 ,2-Diaminobenzols in 70 ml Ethanol wird in einem 500 ml Rundkolben mit Wasserabscheider platziert und 30 min. bei 50 °C gerührt. Dann gibt man 70 ml Nitrobenzol zu und steigert die Temperatur schrittweise bis zum schwachen Rückfluss des Nitrobenzols, wobei man beim Hochheizen das Ethanol und gebildetes Wasser abdestilliert. Nach 4 h unter schwachem Rückfluss lässt man auf 50 °C erkalten, gibt 40 ml Methanol zu, lässt dann unter Rühren ganz erkalten, rührt 2 h bei Raumtemperatur nach, saugt dann von den gebildeten Kristallen des 2-(2-Amido-phenyl)-benzimidazols ab, wäscht diese zweimal mit je 20 ml Methanol und trocknet im Vakuum. Falls das 2-(2-Amido-phenyl)-benzimidazol nicht auskristallisiert, entfernt man das Lösungsmittel im Vakuum und setzt den Rückstand in Schritt B ein.
Schritt B:
Variante A:
Eine gut gerührte Mischung (KPG-Rührer) aus 100 mmol des 2-(2-Amido- phenyl)-benzimidazols und 150 ml Dioxan oder Diethylenglykoldimethyl- ether wird mit 350 mmol des entsprechenden Carbonsäurechlorids und 50 mmol der entsprechenden Carbonsäure versetzt und so lange
(typischerweise 4 - 48 h) unter Rückfluss erhitzt, bis das 2-(2-Amido- phenyl)-benzimidazol umgesetzt ist. Entsprechende Carbonsäurechloride und Carbonsäuren sind die, die den jeweiligen Amidrest bilden.
Nach Erkalten wird die Reaktionsmischung unter gutem Rühren in ein Gemisch aus 1000 g Eis und 300 ml wässrigem konz. Ammoniak eingerührt. Fällt das Produkt als Feststoff an, wird dieser abgesaugt, mit Wasser gewaschen und trockengesaugt. Fällt das Produkt als Öl an, wird dieses mit drei Portionen zu je 300 ml Ethylacetat oder Dichlormethan extrahiert. Die organische Phase wird abgetrennt, mit 500 ml Wasser
gewaschen und im Vakuum eingeengt. Das Rohprodukt wird in
Ethylacetat oder Dichlormethan aufgenommen, über eine kurze Säule aus Alox, basisch, Aktivitätsstufe 1 oder Kieselgel filtriert, um braune
Verunreinigungen zu entfernen. Nach Umkristallisation (Methanol, Ethanol, Aceton, Dioxan, DMF, etc.) des so erhaltenen Benzo[4,5]- imidazo[2,1-c]-chinazolins wird dieses, durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte Sublimation (p ca. 0"4 - 10 "5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit.
Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Variante B:
Analoge Durchführung zu Variante A, jedoch werden anstatt der Carbonsäure 50 mmol Wasser zugesetzt.
Variante C:
Analoge Durchführung zu Variante A, jedoch wird keine Carbonsäu zugesetzt.
Beispiel L96:
Schritt A:
Einsatz von 20.5 g (100 mmol) S69 und 22.5 g (110 mmol) S16.
Das 2,2-Dimethyl-N-[2-(5,5,7,7-tetramethyl-1 ,5,6,6-tetrahydro-indeno[5,6- d]imidazol-2-yl)-phenyl]-propionamid kristallisiert aus, Ausbeute 31.6 g (81 mmol) 81 %; Reinheit: 97 % nach 1H-NMR.
Schritt B, Variante A:
Einsatz von 31.6 g (81 mmol) 2,2-Dimethyl-N-[2-(5,5,7,7-tetramethyl- 1 ,5,6,6-tetrahydro-indeno[5,6-d]imidazol-2-yl)-phenyl]-propionamid
(Schritt A), 120 ml Dioxan, 33.8 g (280 mmol) Pivalinsäurechlorid [3282- 30-2] und 4.1 g (40 mmol) Pivalinsäure [75-98-9], Reaktionszeit 16 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an, Umkristallisation aus DMF/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 170 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 19.3 g (52 mmol), 64 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Allgemeine Ligandensynthese Variante B:
:
Schritt A:
Analog zu Schritt A der Umsetzung von 2-Amido-aryl-aldehyden und
1 ,2 Diamino-benzolen.
Schritt B:
100 mmol des 2-(2-Formamido-phenyl)-benzimidazols wird in 100 ml Dioxan suspendiert. Nach Zugabe von 1 ml Pyridin wird die
Reaktionsmischung tropfenweise mit 500 mmol Thionylchlorid versetzt und bis zum vollständigen Umsatz (typischerweise 24 h) bei
Raumtemperatur gerührt. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie unter Schritt B der Umsetzung von 2-Amido-aryl-aldehyden und 1 ,2 Diamino-benzolen beschrieben.
Analog können folgende Ver bindungen dargeste It werden:
Bsp. 2-Amido-aryl- 1 ,2-Diamino- Produkt Ausaldehyd benzol beute
35
Chromatographische
Abtrennung des Regioisomeren
35
30
) Liganden vom 2,6a,11-Triaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
Aus 4-Alkinyl-3-formyl-pyridinen und 1 ,2-Diamino-benzolen:
Eine Lösung von 500 mmol des 4-Alkinyl-3-formyl-pyridins und 550 mmol des 1 ,2-Diaminobenzols in 1000 ml Nitrobenzol wird in einer Apparatur bestehend aus einem 2000 ml Einhalskolben mit Hahnstück und aufgesetzter Destillationsbrücke platziert und unter Rühren langsam auf 200 °C (Ölbadtemperatur) erhitzt, wobei das gebildete Wasser abdestilliert. Man rührt 2 h bei 200 °C nach, steigert dann die Temperatur auf ca. 230 °C und destilliert das Nitrobenzol im Argonstrom ab. Gegen Ende der Destillation legt man ein Vakuum von ca. 100 mbar an, um letzte Reste von Nitrobenzol zu entfernen, dann lässt man die Reaktionsmischung erkalten. Fällt das Rohprodukt glasartig an, wird das Glas mechanisch zerkleinert, Öle versetzt man direkt mit 200 - 400 ml Methanol oder Acetonitril und erhitzt die Mischung unter Rückfluss, wobei sich das Glas bzw. das Öl löst und das Produkt auskristallisiert. Die so erhaltenen Rohprodukte weisen häufig schon eine hohe Reinheit auf (1H-NMR typischerweise 97 - 99 %ig). Gegebenenfalls werden sie erneut umkristallisiert und dann durch fraktionierte Kugelrohrdestillation oder Sublimation (p ca. 10"4 - 10 "5 mbar, T ca. 160 - 250 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden
typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Beispiel L167:
Einsatz von 121.7 g (500 mmol) S108 und 112.4 g (550 mmol) S16. Einmalige Umkristallisation des Rohprodukts aus Dioxan/EtOH, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 190 °C, p 10~4 mbar. Ausbeute: 124.0 g (290 mmol), 58 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
H2N NH2
S37
S109
Chromatographische
Abtrennung des
Regioisomeren
Allgemeine Ligandensynthese Variante B:
[2,7]-Naphthyridin-1-ylaminen und 1 ,2-Dihalogen-benzolen:
Eine gut gerührte Mischung von 100 mmol des 1 ,2-Dihalogenbenzols, 120 mmol des [2,7]-Naphthyridin-1-ylamins, 300 mmol Lithium- bis(trimethylsilyl)amid, 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser), 5 mmol Xanthphos und 5 mmol Palladium(ll)acetat in 600 ml trockenem
1 ,4-Dioxan wird 72 h unter Rückfluss erhitzt, bis das 1-Amino-isochinolin verbraucht ist. Nach Erkalten wird über ein Celite-Bett abfiltriert, mit 1500 ml Dioxan nachgewaschen und das Filtrat zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird in 400 ml Dichlormethan gelöst und über ein Kieselgelbett filtriert. Es wird mit einem Gemisch aus 2000 ml Dichlormethan und 150 ml Ethylacetat nachgewaschen und das Filtrat zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird umkristallisiert und im Vakuum getrocknet. Das so erhaltene 2,6a, 11-Triaza-benzo[a]fluoren wird durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome
aufweisen, werden typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig. 78:
Einsatz von 36.0 g (100 mmol) 5,6-Dibrom-1 ,1 ,2,2,3,3-hexamethyl-indan, S24, Variante A, Stufe A, 24.3 g (120 mmol) 6-tert-Butyl-[2,7]naphthyridin- 1-ylamin [1352329-35-1], 50.2 g (300 mmol) Lithium-bis(trimethylsilyl)- amid, 2.9 g (5 mmol) Xanthphos und 1.1 g (5 mmol) Palladium(ll)acetat. Das Rohprodukt wird aus Ethanol (ca. 7 ml/g) umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 10"5 mbar, T = 230 °C). Ausbeute: 27.2 g
(68 mmol), 68 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Ver Dindungen dargestellt werden:
) Liganden vom 4,6a,11-Triaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
n:
Einsatz von 121.7 g (500 mmol) 2-(3,3-Dimethyl-butin-1-yl)-6-(1 ,1- dimethylethyl)-pyridin-3-carboxaldehyd [1352329-59-9] und 112.4 g
(550 mmol) S16. Einmalige Umkristallisation des Rohprodukts aus
Dioxan/EtOH, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 190 °C, p ca. 10" mbar. Ausbeute: 121.0 g (283 mmol), 56 %;
Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
Bsp. 2-Alkinyl-3-formyl- 1 ,2-Diamino- Produkt Auspyridin benzol beute
Allgemeine Ligandensynthese Variante B:
[1 ,6]-Naphthyridin-5-ylaminen und 1 ,2-Dihalogen-benzolen:
Darstellung analog zu 3) Variante B, Liganden vom 2,6a,11-Triaza- benzo[a]fluoren-Typ.
Beispiel L204:
Einsatz von 36.0 g (100 mmol) 5,6-Dibromo-1 ,1 ,2,2,3,3-hexamethylindan, S24, Variante A, Stufe A, 24.3 g (120 mmol) 2-tert-Butyl-[1 ,6]naphthyridin- 5-ylamin [1352329-32-8], 50.2 g (300 mmol) Lithium-bis(trimethylsilyl)- amid, 2.9 g (5 mmol) Xanthphos und 1.1 g (5 mmol) Palladium(ll)acetat. Das Rohprodukt wird aus Ethanol (ca. 7 ml/g) umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 10~5 mbar, T = 230 °C). Ausbeute: 26.0 g
(65 mmol), 65 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Allgemeine Ligandensynthese Variante C:
mino-benzolen:
Darstellung analog V. K. Pandey et al., Ind. J. Chem., Section
38B(12), 138.
Ein Gemisch aus 100 mmol des Pyrano[3,2-b]pyridin-2-ons, 1 10 mmol des 1 ,2-Diaminobenzols, 5 mmol 4-(N,N-Dimethylamino)pyridin und 200 ml trockenem Pyridin werden am Wasserabscheider gekocht, wobei von Zeit zu Zeit Pyridin abgelassen wird, bis das Pyridin weitgehend abdestilliert ist. Gegen Ende legt man ein schwaches Vakuum an, um Pyridinreste zu entfernen. Nach Erkalten wird der zähe bis glasartige Rückstand in 200 ml Methanol aufgenommen und in der Hitze gelöst, wobei das Produkt zu kristallisieren beginnt. Nach Erkalten saugt man vom Produkt ab und wäscht mit wenig Methanol. Nach Umkristallisation (Methanol, Ethanol, Aceton, Dioxan, DMF, etc.) des so erhaltenen 4,6a, 1 1-Triaza-benzo[a]- fluoren wird dieses durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit
aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden typischer- weise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig-
Einsatz von 24.3 g (100 mmol) 1 ,1 ,3,3-Tetramethyl-2,3-dihydro- H-4-oxa- 9-aza-cyclopenta[a]naphthalin-5-on, S1 18, 15.0 g (1 10 mmol)
4,5-Dimethyl-1 ,2-diaminobenzol [3171-45-7], 61 1 mg (5 mmol) 4-(N,N- Dimethylamino)pyridin. Das Rohprodukt wird aus Methanol / Ethylacetat umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 0"5 mbar, T = 220 °C).
Ausbeute: 14.7 g (43 mmol), 43 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1 H-NMR.
Analog können folgende Ver bindungen dargestellt werden:
Bsp. Pyrano[4,3- 1 ,2-Diamino- Produkt Aus-
) Liganden vom 3,6a,11-Triaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 3-Alkinyl-4-formyl-pyridinen und 1 ,2-Diamino-benzolen:
// w
Darstellung analog zu 3) Variante A, Liganden vom 2,6a,11-Triaza- benzo[a]fluoren-Typ. 5:
Einsatz von 121.7 g (500 mmol) 2-tert-Butyl-3-(3,3-dimethyl-but-1-inyl)- pyridin-4-carboxaldehyd, S114 und 112.4 g (550 mmol) S16. Einmalige Umkristallisation des Rohprodukts aus Dioxan/EtOH, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 190 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 113.3 g (265 mmol), 53 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
Liganden vom 6a,7,11 - und vom 6a,10,11-Triaaza- benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 2-Alkinyl-aryl-aldehyden und 2,3-Diamino-pyridinen:
Darstellung analog zu 3) Liganden vom 2,6a, 1 1 -Triaza-benzo[a]fluoren- Typ.
Beispiel L226 und L227:
L226 L227
Einsatz von 134.2 g (500 mmol) S104 und 90.9 g (550 mmol) 2,3-Diamino- 6-tert-butylpyridin [893444-20-7]. Chromatographische Trennung der Regioisomeren an Kieselgel (Heptan:Ethylacetat, 10:1 vv), zweimalige fraktionierte Sublimation der Produkte bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute L226: 41.7 g (112 mmol), 22 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Ausbeute L227: 44.4 g (130 mmol), 26 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Liganden vom 6a,8,11- und vom 6a,9,11-Triaaza-benzo[a] fluoren -Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 2-Alkinyl-aryl-aldehyden und 3,4-Diamino-pyridinen:
Darstellung analog zu 3) Liganden vom 2,6a,11-Triaza-benzo[a]fluoren- Ty -
Beispiel L230 un
L230 L231
Einsatz von 134.2 g (500 mmol) S104 und 90.9 g (550 mmol) 3,4-Diamino- 6-tert-butylpyridin [1237537-50-6]. Chromatographische Trennung der Regioisomeren an Kieselgel (Heptan:Ethylacetat, 10:1 vv), zweimalige fraktionierte Sublimation der Produkte bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar.
Ausbeute L230: 48.8 g (143 mmol), 28 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Ausbeute L231 : 33.5 g (98 mmol), 19 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
) Liganden vom 2,5,6a,11 -Tetraaza-benzo[a]fluoren-Typ Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 4-Amido-3-cyano-pyridinen und 1 ,2-Diamino-benzolen, Variante A:
Intermediat,
nicht isoliert
Ein Gemisch von 100 mmol des 4-Amido-3-cyano-pyridins, 210 mmol des 1 ,2-Diaminobenzols und 100 ml Nitrobenzol wird schrittweise bis zum schwachen Rückfluss erhitzt und gerührt bis das 4-Amido-3-cyano-pyridin verbraucht ist (typischerweise 6-16 h). Dann wird das Nitrobenzol zunächst im Argonstrom und gegen Ende durch Anlegen eines Vakuums (ca. 100 mbar) abdestilliert. Das so erhaltene Rohprodukt enthält neben dem 3-(1 H-Benzimidazol-2-yl)-pyridin-4-ylamin noch 1 eq 2-R- 1 H-Benzimidazol. Dieses Gemisch wird ohne weitere Reinigung umgesetzt. Nach Erkalten unter Argon zerkleinert man glasartige
Rückstände mechanisch, Öle nimmt man ohne weitere Behandlung in 250 ml Dioxan oder Diethylenglykoldimethylether auf, versetzt mit
500 mmol des entsprechenden Carbonsäurechlorids und 50 mmol der entsprechenden Carbonsäure und erhitzt unter gutem Rühren (KPG- Rührer) unter Rückfluss bis um vollständigen Umsatz (typischerweise 4 - 48 h). Entsprechende Carbonsäurechloride und Carbonsäuren sind die, die den jeweiligen Amidrest bilden. Nach Erkalten wird die Reaktionsmischung unter gutem Rühren in ein Gemisch aus 1000 g Eis und 300 ml wässrigem konz. Ammoniak eingerührt. Fällt das Produkt als Feststoff an, wird dieser abgesaugt, mit Wasser gewaschen und trocken gesaugt. Fällt das Produkt als Öl an, wird dieses mit drei Portionen zu je 300 ml
Ethylacetat oder Dichlormethan extrahiert. Die organische Phase wird abgetrennt, mit 500 ml Wasser gewaschen und im Vakuum eingeengt. Das Rohprodukt wird in Ethylacetat oder Dichlormethan aufgenommen, über eine kurze Säule aus Alox, basisch, Aktivitätsstufe 1 oder Kieselgel filtriert, um braune Verunreinigungen zu entfernen. Nach Umkristallisation (Methanol, Ethanol, Aceton, Dioxan, DMF, etc.) zur Entfernung des
1 R-C(0)-2-R-Benzimidazols, wird das so erhaltene 2,5,6a,11-Tetraaza- benzo[a]fluoren durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte Sublimation (p ca. 1 x 10"5 mbar, T ca. 150 - 230 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit
Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden
typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach
1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Aus 4-Amido-3-cyano-pyridinen und 1 ,2-Diamino-benzol-di-hydro- chloriden, Variante B:
Intermediat,
nicht isoliert
Ein im Mörser homogenisiertes Gemisch von 100 mmol des 4-Amido-3- cyano-pyridins und 300 mmol des 1 ,2-Diaminobenzol-Dihydrochlorids wird in ein auf 240 °C vorgeheiztes Ölbad eingestellt und 3.5 h bei dieser Temperatur belassen. Nach Erkalten wird die tiefblaue Schmelze in einem Gemisch aus 150 ml Ethanol und 300 ml Wasser in der Wärme gelöst und dann tropfenweise unter gutem Rühren mit einer Lösung von 40 g
Natriumcarbonat in 200 ml Wasser versetzt (Achtung: Schäumen,
Kohlendioxidentwicklung). Nach beendeter Zugabe rührt man noch 30 min. nach, saugt dann vom grauen FS ab, wäscht diesen dreimal mit je 100 ml Wasser und trocknet im Vakuum. Es fällt ein 1 :1 Gemisch aus dem dem 3-(1 H-Benzimidazol-2-yl)-pyridin-4-ylamin und dem 2-R- 1 H-Benzimidazol an, das ohne weitere Reinigung wie unter A beschrieben cyclisiert und anschließend gereinigt wird. iante A:
Einsatz von 25.9 g (100 mmol) N-(2-tert-Butyl-5-cyano-pyridin-4-yl)-2,2- dimethylpropionamid [1352329-37-3] und 42.9 g (210 mmol) S16, 60.3 g (500 mmol) Pivalinsäurechlorid [3282-30-2], 5.1 g (50 mmol) Pivalinsäure [75-98-9], 250 ml Diethylenglykoldimethylether, Reaktionszeit 8 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an, Umkristallisation aus
DMF/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 21.1 g (51 mmol), 51 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Beispiel L234, Variante B:
Einsatz von 25.9 g (100 mmol) N-(2-tert-Butyl-5-cyano-pyridin-4-yl)-2,2- dimethylpropionamid [1352329-37-3] und 83.2 g (300 mmol) S16 x 2 HCl, 60.3 g (500 mmol) Pivalinsäurechlorid [3282-30-2], 5.1 g (50 mmol) Pivalinsäure [75-98-9], 250 ml Diethylenglykoldimethylether, Reaktionszeit 8 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an,
Umkristallisation aus DMF/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 32.5 g
(76 mmol), 76 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
B
Chromatograph ische Abtrennung des Regioisomeren
Liganden vom 4,5,6a,11-Tetraaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
nzolen:
Intermediat,
nicht isoliert
Aus 2-Amido-3-cyano-pyridinen und 1 ,2-Diamino-benzol-di-hydro- chloriden, Variante B:
Intermediat,
nicht isoliert
Darstellung analog 8) Liganden vom 2,5,6a, 1 1-Tetraaza-benzo[a]fl
Typ.
Beispiel L243, Variante A:
Einsatz von 25.9 g (100 mmol) N-(6-tert-Butyl-3-cyano-pyridin-2-yl)-2,2- dimethylpropionamid [1352329-36-2] und 42.9 g (210 mmol) S16, 60.3 g (500 mmol) Pivalinsäurechlorid [3282-30-2], 4.1 g (40 mmol) Pivalinsäure [75-98-9], 250 ml Diethylenglykoldimethylether, Reaktionszeit 8 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an, Umkristallisation aus Dioxan/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 180 °C, p ca. 10~4 mbar. Ausbeute: 20.1 g (47 mmol), 47 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
Bsp. 2-Amido- 1 ,2-Diamino- Produkt Aus¬
3-cyano-pyridin benzol beute
- 160-
Abtrennung des
Regioisomeren 0) Liganden vom 2,4,6a,11-Tetraaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
P rimi in- - l- nzimidazolen und Alkinen:
In einem Druckschlenkrohr wird eine Lösung von 100 mmol des Pyrimidin- 5-yl-benzimidazols und 110 mmol des Alkins in 400 ml DMF vorgelegt, mit 1.5 g (4 mmol) Tetraphenylcyclopentadien, 547 mg (1 mmol) Pentamethyl- cyclopentadienyl-rhodium-chlorid-dimer und 21.0 g (105 mmol) Kupfer(ll)- acetat-monohydrat versetzt und 18 h bei 100 °C verschlossen gerührt. Nach Erkalten wird das DMF im Vakuum entfernt, der Rückstand wird in 1000 ml THF aufgenommen und über eine kurze Kieselgel-Säule filtriert. Nach Entfernen des THF im Vakuum wird der ölige Rückstand
umkristallisiert oder chormotographiert und anschließend durch Kugelrohrdestillation oder fraktionierte Sublimation (p ca. 1 x 10"5 mbar, T ca. 150 - 230 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Beispiel L248:
Einsatz von 34.9 g (100 mmol) 2-(2-tert-Butyl-pyrimidin-5-yl)-5, 5-7,7- tetramethyl-1 ,5,6,7-tetrahydro-indeno[5,6-d]imidazol, S110 und 6.0 g (1 10 mmol) But-2-in. Umkristallisation aus Dioxan/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 200 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 10.8 g (27 mmol), 27 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate darg estellt werden:
11) Liganden vom 3,5,6a,11-Tetraaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 3-Amido-4-formyl-pyridinen und 1 ,2-Diamino-benzolen:
Darstellung analog 2) Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2, 1-c]chinazolin- Typ.
Beispiel L252, Variante A:
Schritt A:
Einsatz von 22.0 g (100 mmol) S1 16 und 22.5 g (1 10 mmol) S16.
Das N-[2-tert-Butyl-4-(5,5,7,7-tetramethyl-1 ,5,6,7-tetrahydro-indeno[5,6- d]imidazol-2-yl)-pyridin-3-yl]acetamid kristallisiert aus, Ausbeute 33.6 g (83 mmol) 83 %; Reinheit: 97 % nach 1H-NMR.
Schritt B, Variante A:
Einsatz von 33.6 g (83 mmol) N-[2-tert-Butyl-4-(5,5,7,7-tetramethyl- 1 ,5,6,7-tetrahydro-indeno[5,6-d]imidazol-2-yl)-pyridin-3-yl]acetamid (Schritt A), 100 ml Dioxan, 20.0 ml (280 mmol) Acetylchlorid [75-36-5] und 2.3 ml (40 mmol) Essigsäure [64-19-7], Reaktionszeit 16 h, das
Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an, Umkristallisation aus Dioxan/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 180 °C, p ca. 10" mbar. Ausbeute: 21.6 g (56 mmol), 68 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
12) Liganden vom 5,6a,7,11 - und 5,6a, 10,11 -Tetraaza- benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
Aus 2-Amido-arylaldehyden und 2,3-Diaminopyridi
Darstellung analog 2) Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2,1-c]chinazol Typ. ante A:
L259 L260
Schritt A:
Einsatz von 27.1 g (100 mmol) S99 und 18.2 g (1 10 mmol) 2,3-Diamino-6- tert-butyl-pyridin [893444-20-7]. Das N-[7-(5-tert-Butyl-3H-imidazo[4,5- b]pyridin-2-yl)1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalin-6-yl]-2,2- dimethylpropanamid kristallisiert aus. Ausbeute: 32.1 g (77 mmol) 77 %; Reinheit: 97 % nach H-NMR.
Schritt B, Variante A:
Einsatz von 32.1 g (77 mmol) N-[7-(5-tert-Butyl-3H-imidazo[4,5-b]pyridin- 2-yl)1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalin-6-yl]-2,2- dimethylpropanamid (Schritt A), 100 ml Dioxan, 31.4 g (260 mmol) Pivalinsäurechlorid [3282-30-2] und 3.8 g (37 mmol) Pivalinsäure [75-98- 9], Reaktionszeit 18 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an. Chromatographische Trennung der Regioisomeren an Kieselgel (Heptan:Ethylacetat, 10:1 vv), zweimalige fraktionierte
Sublimation der Produkte bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar.
Ausbeute L259: 9.1 g (23 mmol), 30 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Ausbeute L260: 7.2 g (18 mmol), 23 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach
1H-NMR.
13) Liganden vom 5,6a,8,11- und 5,6a,9,11-Tetraaza- benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
Aus 2-Amido-arylaldehyden und 3,4-Diaminopyridinen:
Darstellung analog 2) Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2,1- c]chinazolin-Typ. e A:
L263 L264
Schritt A:
Einsatz von 27.1 g (100 mmol) S99 und 18.2 g (110 mmol) 3,4-Diamino-6- tert-butyl-pyridin [1237537-50-6]. Das N-[7-(6-tert-Butyl-3H-imidazo[4,5-
c]pyridin-2-yl)1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalin-6-yl]-2,2- dimethylpropanamid kristallisiert aus. Ausbeute: 28.8 g (69 mmol) 77 %; Reinheit: 97 % nach 1H-NMR.
Schritt B, Variante A:
Einsatz von 28.8 g (69 mmol) N-[7-(6-tert-Butyl-3H-imidazo[4,5-c]pyridin-2- yl)1 ,2,3,4-tetrahydro-1 ,4-methano-naphthalin-6-yl]-2,2- dimethylpropanamid (Schritt A), 100 ml Dioxan, 27.9 g (230 mmol)
Pivalinsäurechlorid [3282-30-2] und 3.4 g (33 mmol) Pivalinsäure [75-98- 9], Reaktionszeit 18 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als
Feststoff an. Chromatographische Trennung der Regioisomeren an Kieselgel (Heptan:Ethylacetat, 10:1 vv), zweimalige fraktionierte
Sublimation der Produkte bei T ca. 180 °C, p ca. 10~4 mbar.
Ausbeute L263: 7.2 g (18 mmol), 26 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach
1H-NMR.
Ausbeute L264: 6.4 g (16 mmol), 23 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach
1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
H„N NH,
S100 1237537-50-6
A
14) Liganden vom 6a,7,9,11- und 6a,8,10,11-Tetraaza- benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 2-Amido-ar laldeh den und 5 6-Diamino rimidinen:
Darstellung analog zu 3) Liganden vom 2,6a, 1 1-Triaza- benzo[a]fluoren-Typ 7 und L26
L267 L268
Einsatz von 134.2 g (500 mmol) S104 und 90.9 g (550 mmol) 2-tert-Butyl 5,6-diamino-pyrimidin [18202-78-3]. Chromatographische Trennung der
Regioisomeren an Kieselgel (Heptan:Ethylacetat, 10:1 vv), zweimalige fraktionierte Sublimation der Produkte bei T ca. 180 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute L267: 53.4 g (156 mmol), 31 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Ausbeute L268: 34.6 g (101 mmol), 20 %; Reinheit: > 99.5 % ig nach 1 H-NMR.
Analo können fol ende Derivate dar estellt werden:
5) Liganden vom 2,4,5,6a,11 -Pentaaza-benzo[a]fluoren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese:
Aus 4-Amido-5-methoxycarbonyl-pyrimidinen und 1 ,2-Diamino- benzolen-di-hydrochlorioden:
Intermediat,
nicht isoliert
Darstellung analog 8) Variante B Liganden vom 2,5,6a, 11-Tetraaza- benzo[a]fluoren-Typ, wobei anstatt der 4-Amido-3-cyano-pyridine die
4-Amido-5-methoxycarbonyl-pyrimidine eingesetzt werden.
Beispiel L271 :
Einsätzen 29.3 g (100 mmol) 2-tert-Butyl-4-(2,2-dimethyl-propylamido)- pyrimidin-5-carbonsäuremethylester [1352329-45-3] und 83.2 g
(300 mmol) S16 x 2 HCl, 60.3 g (500 mmol) Pivalinsäurechlorid [3282-30- 2], 5.1 g (50 mmol) Pivalinsäure [75-98-9], 250 ml Diethylenglykol- dimethylether, Reaktionszeit 8 h, das Rohprodukt fällt beim Neutralisieren als Feststoff an, Umkristallisation aus DMF/Ethanol, zweimalige
fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 190 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 28.4 g (66 mmol), 66 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1 H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
Bsp. 4-Amido- 1 ,2-Diamino- Produkt Aus¬
5-methoxy- benzol-di- beute carbonyl- hydrochlorid
Regioisomeren
16) Liganden vom lmidazo[1 ,2-f]phenanthridin-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
Aus 6-Amino- henanthridinen und 2-Halo enketonen
Ein Gemisch aus 100 mmol des 6-Amino-phenanthridin-Derivats,
300 mmol des Halogenketons, 300 mmol Natriumhydrogencarbonat, 300 ml Ethylenglycol und 30 ml Wasser wird 24 h bei 130 °C gerührt. Dann gibt man weitere 300 mmol des 2-Halogenketons und 300 mmol Natriumhydrogencarbonat zu, und rührt weitere 24 h bei 130 °C. Nach Erkalten verdünnt man die Reaktionsmischung mit 1000 ml Wasser, extrahiert dreimal mit je 300 ml Ethylacetat oder Dichlormethan, wäscht die vereinigten organischen Phasen mit 500 ml Wasser, mit 500 ml gesättigte Kochsalzlösung, engt die org. Phase im Vakuum ein und kristallisiert den Rückstand um oder chromatographiert an Kieselgel. Die so erhaltenen Feststoffe bzw. Öle werden durch fraktionierte Kugelrohrdestillation oder Sublimation (p ca. 0"4 - 10 "5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um
Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise
> 99.5 % ig. Allgemeine Ligandensynthese Variante B:
Aus 6-Amino-phenanthridinen und 1,2-Dihalogenolefinen:
Ein Gemisch aus 100 mmol des 6-Amino-phenanthridin-Derivats,
200 mmol des 1 ,2-Dihalogenolefins, 300 mmol Kaliumcarbonat, 5 mmol Paladium(ll)acetat, 30 mmol Triphenylphosphin, 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser) und 200 ml o-Xylol wird unter gutem Rühren so lange unter Rückfluss (typischerweise 6 - 24 h) erhitzt, bis das 6-Amino-phenanthridin verbraucht ist. Nach Abkühlen auf 80 °C saugt man von den Salzen und den Glaskugeln über ein Celite-Bett ab, wäscht diese mit 300 heißem o-Xylol nach, engt das Filtrat im Vakuum zur Trockene ein und Kristallisiert den Rückstand um oder chromatographiert an Kieselgel. Die so
erhaltenen Feststoffe bzw. Öle werden durch fraktionierte Kugelrohrdestillation oder Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit.
Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Variante A:
Einsatz von 19.4 g (100 mmol) 6-Amino-phenanthridin [832-68-8] und 43.4 g (300 mmol) 3-Chlor-(1 R,3R,4S)-bicyclo[2.2.1]heptan-2-on
[10464-71-8], Chromatographie an Kieselgel (Ethylacetat : Dichlormethan 80 : 20 vv), dann Umkristallisation aus DMF/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 190 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 5.4 g (19 mmol), 19 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Variante B:
Einsatz von 19.4 g (100 mmol) 6-Amino-phenanthridin [832-68-8] und 50.4 g (200 mmol) 2,3-Dibrom-bicyclo[2.2.1]hept-2-en [75267-72-0], Chromatographie an Kieselgel (Ethylacetat : Dichlormethan 80 : 20 vv), dann Umkristallisation aus DMF/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 190 °C, p ca. 10~4 mbar. Ausbeute: 10.8 g (38 mmol), 38 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Analog können folgende Derivate dargestellt werden:
17) Liganden vom 8b,13-Diaza-indeno[1 ,2-l]phenanthren-Typ
Allgemeine Ligandensynthese Variante A:
:
Eine gut gerührte Mischung von 100 mmol des 6-Amino-phenanthridin- Derivats, 130 mmol des 1 ,2-Halogenbenzols, 130 mmol Kaliumcarbonat, 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser) 8 mmol Triphenylphosphin und 2 mmol Palladium(ll)acetat in 300 ml o-Xylol wird 3 - 48 h unter Rückfluss erhitzt, bis das 6-Amino-phenanthridin-Derivat verbraucht ist. Nach Abkühlen auf 80 °C saugt man von den Salzen und den Glaskugeln über ein Celite-Bett ab, wäscht diese mit 500 heißem o-Xylol nach, engt das Filtrat im Vakuum zur Trockene ein und kristallisiert den Rückstand um oder chromatographiert an Kieselgel. Die so erhaltenen Feststoffe bzw. Öle werden durch fraktionierte Kugelrohrdestillation oder Sublimation (p ca. 10"4 - 10 5 mbar, T ca. 160 - 240 °C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit aliphatischen Resten, die mehr als 6 C-Atome aufweisen, bzw. solche mit
Aralkylgruppen, die mehr als 9 C-Atome aufweisen, werden
typischerweise chromatographisch gereinigt und dann im Vakuum getrocknet, um Leichtsieder zu entfernen. Reinheit nach 1H-NMR typischerweise > 99.5 % ig.
Allgemeine Ligandensynthese Variante B:
nzolen:
X = Cl, Br, I
Darstellung analog zu 1) Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2,1-a]isochinolin- Typ. 1 :
Variante B:
Einsatz von 213.67 g (100 mmol) 6-Chlor-phenanthridin [15679-03-5] und 35.6 g (120 mmol) S6, Umkristallisation aus Dioxan/Ethanol, zweimalige fraktionierte Sublimation des Produktes bei T ca. 210 °C, p ca. 10"4 mbar. Ausbeute: 22.8 g (58 mmol), 58 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1H-NMR.
Allgemeine Ligandensynthese Variante C:
Darstellung analog 1) Variante C, Liganden vom Benzo[4,5]imidazo[2,1 a]isochinolin-Typ.
Beispiel L511 :
Einsatz von 36.0 g (100 mmol) 5,6-Dibrom-1 ,1 ,2,2,3,3-hexamethylindan, S24, Variante A, Stufe A, 23.3 g (120 mmol) 6-Amino-phenanthridin [832- 68-8], 50.2 g (300 mmol) Lithium bis(trimethylsilyl)amid, 2.9 g (5 mmol) Xanthphos, 1.1 g (5 mmol) Palladium(ll)acetat und dann 1.9 g (10 mmol) Kupfer(l)iodid, 1.75 g (20 mmol) Ν,Ν'-Ethylendiamin und 31.8 g
(230 mmol) Kaliumcarbonat. Das Rohprodukt wird aus Dioxan (ca. 5 ml/g) umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 10"5 mbar, T = 240 °C). Ausbeute: 25.5 g (65 mmol), 65 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach 1 H-NMR.
18)Tetradentate Liganden, L283
Eine auf 100 °C erwärmte Lösung von 37.2 g (100 mmol) L282 in 300 ml DMF wird portionsweise mit 19.6 g (1 10 mmol) NBS versetzt und anschließend 6 h nachgerührt. Man engt die Reaktionsmischung im
Vakuum auf ca. 150 ml ein, rührt 2 h nach, saugt von den ausgefallenen Kristallen ab und wäscht diese abschließend zweimal mit je 50 ml
Methanol und trocknet in Vakuum. Ausbeute: 35.6 g (79 mmol), 79 %. Reinheit: 97 % nach H-NMR.
Eine auf -78 °C gekühlte Lösung von 22.5 g (50 mmol) L282-Br in 500 ml THF wird unter gutem Rühren tropfenweise mit 20 ml (50 mmol) n-Butyllithium (2.5 M in Hexan) versetzt und 30 min. nachgerührt. Zu dieser Lösung gibt man 5.6 ml (50 mmol) Trimethylborat auf ein Mal zu, rührt 1 h nach und lässt dann auf Raumtemperatur erwärmen. Man entfernt das Lösungsmittel im Vakuum und setzt den Rückstand in die Suzukikupplung C) ein. C) Suzukikupplung
Ein Gemisch aus 22.5 g (50 mmol) L282-Br und 20.7 g (50 mmol) L282-B - wie unter B) erhalten - 31.8 g (150 mmol) Trikaluimphosphat, 1.8 g (6 mmol) Tri-o-tolylphosphin, 224 mg (1 mmol) Palladium(ll)acetat, 300 ml Toluol, 100 ml Dioxan und 300 ml Wasser wird 12 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten saugt man vom ausgefallenen Feststoff ab, wäscht diesen zweimal mit je 50 ml Toluol und dreimal mit je 100 ml Ethanol. Das Rohprodukt wird aus Sulfolan (ca. 5 ml/g) umkristallisiert und im Vakuum sublimiert (p = 10"5 mbar, T = 300 °C). Ausbeute: 21.9 g (29 mmol), 58 %; Reinheit: ca. 99.5 % ig nach H-NMR.
19)Hexadentate Liganden, L284
Eine auf -78 °C gekühlte Lösung von 22.5 g (50 mmol) L282-Br in 500 ml THF wird unter gutem Rühren tropfenweise mit 20 ml (50 mmol) n-Butyl- lithium (2.5 M in Hexan) versetzt und 30 min. nachgerührt. Zu dieser Lösung gibt man 5.6 ml (50 mmol) Trimethylborat auf ein Mal zu, rührt 1 h nach und lässt dann auf Raumtemperatur erwärmen. Man entfernt das Lösungsmittel im Vakuum, nimmt den Rückstand in 1000 ml Ethylacetat auf, kühlt die Lösung auf 5 °C ab, versetzt unter gutem Rühren mit 32 ml wässriger H202-Lösung (30 Gew.-%) und tropft dann eine Lösung von 1.4 g NaOH in 30 ml Wasser zu. Nach 3 h Rühren gibt man 500 ml gesättigte Ammoniumchloridlösung zu, trennt die organische Phase ab, wäscht diese zweimal mit je 200 ml Wasser, trocknet über Magnesium- sulfat und engt die organische Phase dann im Vakuum auf ein Volumen von ca. 50 ml ein. Man versetzt den Kristallbrei mit 200 ml Methanol, saugt ab, wäscht die Kristalle einmal mit 50 ml Methanol und trocknet im
Vakuum. Ausbeute: 13.5 g (35 mmol), 70 %. Reinheit: 95 % nach
1H-NMR.
B) L284:
Eine gut gerührte Lösung von 13.5 g (35 mmol) L282-OH in 100 ml THF wird portionsweise mit 1.6 g (40 mmol) Natriumhydrid, 60 %ig Dispersion in Mineralöl versetzt (Achtung: Wasserstoffentwicklung, Schäumen). Nach beendeter Wasserstoffentwicklung fügt man 3.1 g (10 mmol) 1 ,1 ,1-Tris-
(brommethyl)ethan [60111-68-4] zu und erhitzt die Reaktionsmischung 16 h unter Rückfluss. Nach Erkalten entfernt man das THF im Vakuum, nimmt den Rückstand in 500 ml Ethylacetat auf, wäscht dreimal mit je 200 ml Wasser und einmal mit 100 ml gesättigter Kochsalzlösung und trocknet die organische Phase über Natriumsulfat. Der nach Entfernen das Lösungsmittels erhaltene Rückstand wird an Kieselgel (Ethylacetat:
n-Heptan, 5:1 vv) chromatographiert und dann im Vakuum getrocknet. Ausbeute: 7.1 g (5.8 mmol), 58 %. Reinheit: 99 % nach 1H-NMR.
C: Synthese der Metallkomplexe ) Homoleptische tris-faciale Iridium-Komplexe:
Variante A: Tris-acetylacetonato-iridium(lll) als Iridium-Edukt
Ein Gemisch aus 10 mmol Tris-acetylacetonato-iridium(lll) [15635-87-7] und 60 mmol des Liganden L und ein glasummantelter Magnetrührkern werden unter Vakuum (10"5 mbar) in eine dickwandige 50 ml Glasampulle abgeschmolzen. Die Ampulle wird für die angegebene Zeit bei der angegebenen Temperatur getempert, wobei das aufgeschmolzene
Gemisch mit Hilfe eines Magnetrührers gerührt wird. Um eine Sublimation der Liganden an kältere Stellen der Ampulle zu vermeiden, muss die gesamte Ampulle die angegebene Temperatur besitzen. Alternativ kann die Synthese in einem Rührautoklaven mit Glaseinsatz erfolgen. Nach Erkalten (ACHTUNG: die Ampullen stehen meist unter Druck!) wird die Ampulle geöffnet, der Sinterkuchen wird mit 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmessser) in 100 ml eines Suspensionsmittels (das Suspensions- mittel wird so gewählt, dass der Ligand gut, der Metallkomplex jedoch schlecht darin löslich ist, typische Suspensionsmittel sind Methanol, Ethanol, Dichlormethan, Aceton, THF, Ethylacetat, Toluol, etc.) 3 h gerührt und dabei mechanisch aufgeschlossen. Man dekantiert die feine
Suspension von den Glaskugeln ab, saugt den Feststoff ab, wäscht mit 50 ml des Suspensionsmittels nach, und trocknet diesen im Vakuum. Der trockene Feststoff wird in einem kontinuierlichen Heißextraktor auf einem 3-5 cm hohen Alox-Bett (Alox, basisch Aktivitätsstufe 1) platziert und dann mit einem Extraktionsmittel (Vorlagemenge ca. 500 ml, das Extraktionsmittel wird so gewählt, dass der Komplex darin in der Hitze gut und in der Kälte schlecht löslich ist, besonders geeignete Extraktionsmittel sind
Kohlenwasserstoffe wie Toluol, Xylole, Mesitylen, Naphthalin,
o-Dichlorbenzol, halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe sind in der Regel ungeeignet, da sie die Komplexe gegebenenfalls halogenieren oder zersetzen) extrahiert. Nach beendeter Extraktion wird das Extraktionsmittel im Vakuum auf ca. 100 ml eingeengt. Metallkomplexe, die im
Extraktionsmittel eine zu gute Löslichkeit aufweisen, werden durch
Zutropfen von 200 ml Methanol zur Kristallisation gebracht. Der Feststoff der so erhaltenen Suspensionen wird abgesaugt, einmal mit ca. 50 ml Methanol gewaschen und getrocknet. Nach Trocknen wird die Reinheit des Metall-Komplexes mittels NMR und / oder HPLC bestimmt. Liegt die Reinheit unter 99.5 % wird der Heißextraktionsschritt wiederholt, wobei ab der 2ten Extraktion das Alox-Bett weggelassen wird. Ist eine Reinheit von 99.5 - 99.9 % erreicht, wird der Metallkomplex getempert oder sublimiert. Das Tempern erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 200 - 300 °C. Die Sublimation erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 300 - 400 °C, wobei die Sublimation bevorzugt in Form einer fraktionierten Sublimation durchgeführt wird. Werden Liganden der Punktgruppe C1 racemisch eingesetzt, fallen die abgeleiteten fac- Metallkomplexe als Diastereomerenmischung an. Das Enantiomerenpaar Λ,Δ der Punktgruppe C3 weist in der Regel eine deutlich geringere Löslichkeit im Extraktionsmittel auf als das der Punktgruppe C1 , das sich folglich in der Mutterlauge anreichert. Eine Trennung der Diasteromeren auf diesem Wege ist häufig möglich.
Daneben können die Diastereomeren auch chromatographisch getrennt werden. Werden Liganden der Punktgruppe C1 enantiomerenrein eingesetzt, entsteht das Enantiomerenpaar Λ,Δ der Punktgruppe C3.
Variante B: Tris-(2,2,6,6-tetramethyl-3,5-heptandionato)iridium(lll) als
Iridium-Edukt
Durchführung analog zu Variante A, wobei anstelle von 10 mmol Tris- acetylacetonato-iridium(lll) [15635-87-7] 10 mmol Tris-(2, 2,6,6- tetramethyl-3,5-heptandionato)iridium [99581-86-9] eingesetzt werden. Die Verwendung dieses Edukts ist vorteilhaft, da die Reinheit der erhaltenen Rohprodukte häufig besser ist als bei Variante A. Außerdem ist der Druckaufbau in der Ampulle häufig nicht so ausgeprägt.
lr(L12)
3
lr(L12)3 L12 wie Bsp. lr(L1)3 / B 7 %
A,A-C3
lr(L13)3
lr(L13)3 L13 wie Bsp. lr(L1 )3 / B 26 %
A,A-C3
lr(L14)3 L14 lr(L14)3 wie Bsp. lr(L1 )3 / B 45 % lr(L15)3 L15 lr(L15)3 wie Bsp. lr(L1 )3 / B 47 %
B
lr(L16)3 L16 lr(L16)3 280 °C / 180 h 43 %
DCM
Mesitylen
lr(L17)3 L17 lr(L17)3 wie Bsp. lr(L16)3 38 % lr(L18)3 L18 lr(L18)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 45 % lr(L19)3
lr(L19)3 L19 wie Bsp. lr(L1)3 / B 21 %
A,A-C3
lr(L20)3 L20 lr(L20)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 45 % lr(L21)3
lr(L21)3 L21 wie Bsp. lr(L1)3 / B 23 %
A,A-C3
lr(L22)3 L22 lr(L22)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 23 % lr(L23)3 L23 lr(L23)3 wie Bsp. lr(L16)3 21 % lr(L24)3
lr(L24)3 L24 wie Bsp. lr(L1)3 / B 26 %
A,A-C3
lr(L25)3
lr(L25)3 L25 wie Bsp. lr(L16)3 27 %
A,A-C3
lr(L26)3 L26 lr(L26)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 44 % lr(L27)3 L27 lr(L27)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 48 % lr(L28)3 L28 lr(L28)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 47 % lr(L29)3 L29 lr(L29)3 wie Bsp. lr(L16)3 37 % lr(L30)3 L30 lr(L30)3 wie Bsp. lr(L16)3 35 % lr(L31 )3
lr(L31)3 L31 wie Bsp. lr(L2)3 26 %
A,A-C3
lr(L32)3 L32 lr(L32)3 wie Bsp. lr(L2)3 50 % lr(L33)3 L33 lr(L33)3 wie Bsp. lr(L2)3 43 % lr(L34)3 L34 lr(L34)3 wie Bsp. lr(L2)3 51 % lr(L35)3 L35 lr(L35)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 21 % lr(L36)3 L36 lr(L36)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 19 % lr(L37)3 L37 lr(L37)3 wie Bsp. lr(L16)3 30 % lr(L38)3 L38 lr(L38)3 wie Bsp. lr(L16)3 17 %
lr(L39)3 L39 lr(L39)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 39% lr(L40)3 L40 lr(L40)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 37 % lr(L41)3 L41 lr(L41)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 46% lr(L42)3 L42 lr(L42)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 36% lr(L43)3 L43 lr(L43)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 33% lr(L44)3 L44 lr(L44)3 wie Bsp. lr(L16)3 4% lr(L45)3 L45 lr(L45)3 wie Bsp. lr(L2)3 43% lr(L46)3
lr(L46)3 L46 wie Bsp. lr(L1)3 / B 45%
Λ,Δ-03 + C1
lr(L47)3 L47 lr(L47)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 23% lr(L48)3 L48 lr(L48)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 36% lr(L49)3 L49 lr(L49)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 39% lr(L50)3 L50 lr(L50)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 38% lr(L51)3 L51 lr(L51)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 50% lr(L52)3 L52 lr(L52)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 48% lr(L53)3 L53 lr(L53)3 ' wie Bsp. lr(L1)3 / B 48% lr(L54)3 L54 lr(L54)3 wie Bsp. lr(L1)3/ B 34% lr(L55)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B lr(L55)3 L55 41 %
Λ,Δ-03 + C1
lr(L56)3 L56 lr(L56)3 wie Bsp. lr(L1)3/ B 40 % lr(L57)3
lr(L57)3 L57 wie Bsp. lr(L1)3 / B 24 %
Λ,Δ-03
lr(L58)3
lr(L58)3 L58 wie Bsp. lr(L1)3 / B 17 %
Λ,Δ-03
lr(L59)3
lr(L59)3 L59 wie Bsp. lr(L16)3 2%
A,A-C3
lr(L60)3
lr(L60)3 L60 wie Bsp. lr(L1)3 / B 23 %
A,A-C3
lr(L61)3
lr(L61)3 L61 wie Bsp. lr(L1)3 / B 18%
Λ,Δ-03
lr(L62)3 L62 lr(L62)3 wie Bsp. lr(L2)3 40% lr(L63)3 L63 lr(L63)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 41 % lr(L64)3 L64 lr(L64)3 wie Bsp. lr(L1)3/B 34% lr(L65)3
lr(L65)3 L65 wie Bsp. lr(L1)3 / B 17 %
Λ,Δ-03
lr(L66)3 L66 lr(L66)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 23%
A,A-C3
lr(L67)3
lr(L67)3 L67 wie Bsp. lr(L1)3 / B 19 %
A,A-C3
lr(L68)3
lr(L68)3 L68 wie Bsp. lr(L16)3 12 %
A,A-C3
lr(L69)3
lr(L69)3 L69 wie Bsp. lr(L16)3 16 %
A,A-C3
lr(L70)3
lr(L70)3 L70 wie Bsp. lr(L1)3 / B 21 %
A,A-C3
lr(L71)3
lr(L71)3 L71 wie Bsp. lr(L1)3 / B 18 %
A,A-C3
lr(L72)3
lr(L72)3 L72 wie Bsp. lr(L1)3 / B 9 %
A,A-C3
lr(L73)3 L73 lr(L73)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 17 % lr(L74)3 L74 lr(L74)3 wie Bsp. Ir(l_1)3 / B 46 % lr(L75)3 L75 lr(L75)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 46 % lr(L76)3 L76 lr(L76)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 48 % lr(L77)3 L77 lr(L77)3 wie Bsp. lr(L1 )3 / B 45 % lr(L78)3 L78 lr(L78)3 wie Bsp. lr(L16)3 33 % lr(L79)3 L79 lr(L79)3 wie Bsp. lr(L16)3 30 % lr(L80)3 L80 lr(L80)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 44 % lr(L81)3 L81 lr(L81)3 wie Bsp. lr(L1)3 / B 45 % lr(L82)3
lr(L82)3 L82 wie Bsp. lr(L1)3 / B 22 %
A,A-C3
lr(L83)3
lr(L83)3 L83 wie Bsp. lr(L1)3 / B 26 %
A,A-C3
lr(L84)3 L84 lr(L84)3 wie Bsp. lr(L2)3 51 % lr(L85)3 wie Bsp. lr(L16)3 lr(L85)3 L85 23 %
A,A-C3
lr(L85)3 wie Bsp. lr(L16)3 lr(L85)3 L85 9 %
C1
lr(L86)3 wie Bsp. lr(L16)3 lr(L86)3 L86 28 %
A,A-C3
lr(L87)3 wie Bsp. lr(L16)3 lr(L87)3 L87 25 %
A,A-C3
lr(L88)3 wie Bsp. lr(L16)3 lr(L88)3 L88 27 %
A,A-C3
lr(L89)3
L89 , wie Bsp. lr(L16)3 lr(L89)3 24 %
A,A-C3
lr(L107)
3 L107 lr(L107)
3 wie Bsp. lr(L98)
3 31 % lr(L108)
3
lr(L108)3 L108 wie Bsp. lr(L96)3 33 %
Λ,Δ-03 + C1
lr(L109)3 L109 lr(L109)3 wie Bsp. lr(L96)3 49 % lr(L110)3 L110 lr(L110)3 wie Bsp. lr(L98)3 35 % lr(L111)3 L111 lr(L111)3 wie Bsp. lr(L96)3 44 % lr(L112)3 L112 lr(L112)3 wie Bsp. lr(L96)3 43 % lr(L113)3 L113 lr(L113)3 wie Bsp. lr(L96)3 44 % lr(L114)3 L113 lr(L114)3 wie Bsp. lr(L96)3 39 % lr(L115)3 L113 lr(L115)3 wie Bsp. lr(L96)3 40 % lr(L116)3 L116 lr(L116)3 wie Bsp. lr(L96)3 37 % lr(L117)3 L117 lr(L117)3 wie Bsp. lr(L98)3 28 % lr(L118)3 L118 lr(L118)3 wie Bsp. lr(L96)3 40 % lr(L119)3 L119 lr(L119)3 wie Bsp. lr(L98)3 44 % lr(L120)3 L120 lr(L120)3 wie Bsp. lr(L98)3 45 % lr(L121)3 L121 lr(L121)3 wie Bsp. lr(L98)3 18 % lr(L122)3
lr(L122)3 L122 wie Bsp. ir(L96)3 19 %
A,A-C3
lr(L123)3 L123 lr(L123)3 wie Bsp. lr(L96)3 36 % lr(L124)3 L124 lr(L124)3 wie Bsp. Ir(l_96)3 37 % lr(L125)3 L125 lr(L125)3 wie Bsp. lr(L96)3 41 % lr(L126)3
lr(L126)3 L126 wie Bsp. lr(L96)3 24 %
A,A-C3
lr(L127)3
lr(L127)3 L127 wie Bsp. lr(L98)3 19 %
A,A-C3
lr(L128)3
lr(L128)3 L128 wie Bsp. lr(L98)3 17 %
A,A-C3
lr(L129)3
lr(L129)3 L129 wie Bsp. lr(L96)3 23 %
Λ,Δ-03
lr(L130)3
lr(L130)3 L130 wie Bsp. lr(L96)3 22 %
A,A-C3
lr(L131)3
lr(L131)3 L131 wie Bsp. lr(L98)3 22 %
A,A-C3
lr(L132)3
lr(L132)3 L132 wie Bsp. lr(L96)3 24 %
A,A-C3
lr(L133)3
lr(L133)3 L133 wie Bsp. lr(L96)3 25 %
A,A-C3
lr(L134)3
lr(L134)3 L134 wie Bsp. lr(L98)3 21 %
Λ,Δ-03
lr(L135)3
lr(L135)3 L135 wie Bsp. lr(L96)3 21 %
Λ,Δ-03
lr(L136)3
lr(L136)3 L136 wie Bsp. lr(L96)3 24 %
Λ,Δ-03
lr(L137)3
lr(L137)3 L137 wie Bsp. lr(L96)3 17 %
Λ,Δ-03
lr(L138)3
lr(L138)3 L138 wie Bsp. lr(L98)3 22 %
Λ,Δ-03
lr(L139)3
lr(L139)3 L139 wie Bsp. lr(L96)3 21 %
Λ,Δ-03
lr(L140)3
lr(L140)3 L140 wie Bsp. lr(L96)3 14 %
Λ,Δ-03
lr(L141)3
lr(L141)3 L141 wie Bsp. lr(L98)3 23 %
Λ,Δ-03
lr(L142)3 L142 lr(L142)3 wie Bsp. lr(L96)3 39 % lr(L143)3 L143 lr(L143)3 wie Bsp. lr(L96)3 45 % lr(L144)3 L144 lr(L144)3 wie Bsp. lr(L96)3 36 % lr(L145)3 wie Bsp. lr(L96)3 lr(L145)3 L145 18 %
Λ,Δ-03
lr(L146)3
lr(L146)3 L146 wie Bsp. lr(L98)3 24 %
Λ,Δ-03
lr(L147)3 wie Bsp. lr(L96)3 lr(L147)3 L147 18 %
Λ,Δ-03
lr(L148)3 wie Bsp. lr(L98)3 lr(L148)3 L148 19 %
Λ,Δ-03
lr(L149)3 wie Bsp. lr(L98)3 lr(L149)3 L149 15 %
Λ,Δ-03
lr(L150)3 wie Bsp. lr(L98)3 lr(L150)3 L150 6 %
Λ,Δ-03
lr(L151)3 wie Bsp. lr(L96)3 lr(L151)3 L151 16 %
Λ,Δ-03
lr(L152)3
lr(L152)3 L152 wie Bsp. lr(L96)3 46 %
Λ,Δ-03
lr(L153)3 wie Bsp. lr(L98)3 lr(L153)3 L153 10 %
Λ,Δ-03
lr(L154)3
lr(L154)3 L154 wie Bsp. lr(L96)3 8 %
Λ,Δ-03
lr(L155)3 L155 lr(L155)3 wie Bsp. lr(L96)3 23 % lr(L156)3 L156 lr(L156)3 wie Bsp. lr(L96)3 14 %
lr(L157)3 L157 lr(L157)3 wie Bsp. lr(L96)3 48 % lr(L158)3 L158 lr(L158)3 wie Bsp. lr(L96)3 46 % lr(L159)3 L159 lr(L159)3 wie Bsp. lr(L96)3 47 % lr(L160)3 L160 lr(L160)3 wie Bsp. lr(L96)3 47 % lr(L161)3 L161 lr(L161)3 wie Bsp. lr(L96)3 44 % lr(L162)3 L162 lr(L162)3 wie Bsp. lr(L96)3 40 % lr(L163)3
lr(L163)3 L163 wie Bsp. lr(L96)3 26 %
A,A-C3
lr(L164)3
lr(L164)3 L164 wie Bsp. lr(L96)3 25 %
A,A-C3
lr(L165)3 L165 lr(L165)3 wie Bsp. lr(L96)3 43 % lr(L166)3 L166 lr(L166)3 wie Bsp. lr(L96)3 48 %
B
310 °C / 180 h lr(L167)3 L167 44 %
DCM
Mesitylen
3
lr(L167)3
B
310 °C / 200 h lr(L168)3 L168 lr(L168)3 38 %
DCM
Mesitylen
lr(L169)3 L169 lr(L169)3 wie Bsp. lr(L167)3 46 % lr(L170)3 L170 lr(L170)3 wie Bsp. lr(L167)3 44 % lr(L171)3 L171 lr(L171)3 wie Bsp. lr(L167)3 43 % lr(L172)3 wie Bsp. lr(L167)3 lr(L172)3 L172 20 %
A,A-C3
lr(L173)3 wie Bsp. lr(L167)3 lr(L173)3 L173 25 %
A,A-C3
lr(L174)3 L174 lr(L174)3 wie Bsp. lr(L167)3 45 % lr(L175)3
lr(L175)3 L175 wie Bsp. lr(L167)3 23 %
A,A-C3
lr(L1763 wie Bsp. lr(L168)3 lr(L176)3 L176 18 %
A,A-C3
lr(L177)
3 L177 lr(L177)
3 wie Bsp. lr(L167)
3 21 %
lr(L199)
3
L199 wie Bsp. lr(L193)3 lr(L199)3 26 %
A,A-C3
lr(L200)3 wie Bsp. lr(L192)3 lr(L200)3 L200 21 %
A.A-C3
lr(L201)3 L201 lr(L201)3 wie Bsp. lr(L192)3 42 % lr(L202)3 wie Bsp. lr(L192)3 lr(L202)3 L202 26 %
A,A-C3
lr(L203)3 L203 lr(L203)3 wie Bsp. lr(L192)3 28 % lr(L204)3 L204 lr(L204)3 wie Bsp. lr(L192)3 45 % lr(L205)3
lr(L205)3 wie Bsp. lr(L192)3
L205 45 %
A,A-C3 + C1
lr(L206)3
lr(L206)3 L206 wie Bsp. lr(L192)3 20 %
A,A-C3
lr(L207)3
lr(L207)3 L207 wie Bsp. lr(L192)3 23 %
A,A-C3
lr(L208)3
lr(L208)3 L208 wie Bsp. lr(L192)3 25 %
A,A-C3
lr(L209)3 L209 lr(L209)3 wie Bsp. lr(L192)3 44 % lr(L210)3 L210 lr(L210)3 wie Bsp. lr(L192)3 43 % lr(L211)3 L211 lr(L211)3 wie Bsp. lr(L192)3 46 % lr(L212)3 L212 lr(L212)3 wie Bsp. lr(L192)3 46 % lr(L213)3
lr(L213)3 wie Bsp. lr(L192)3
L213 21 %
A,A-C3
lr(L214)3 L214 lr(L214)3 wie Bsp. lr(L192)3 37 % lr(L279)3 L279 lr(L279)3 wie Bsp. lr(L192)3 40 % lr(L280)3 L28Ö lr(L280)3 wie Bsp. lr(L192)3 37 % lr(L281)3
lr(L281 )3 L281 wie Bsp. lr(L192)3 19 %
A,A-C3
lr(L282)3 L282 lr(L282)3 wie Bsp. lr(L192)3 33 %
L284 wie Bsp. lr(L192)3 lr(L284) lr(L284) Zusatz von 1 ml 16 %
10 mmol
Tridecan
/ 180 h lr(L234)3 L234 /lr 310 °C 40%
Aceton
Mesitylen 3
lr(L234)3
B
lr(L235)3 L235 lr(L235)3 310 °C/210 h 30%
Aceton
Mesitylen
lr(L236)3 L236 lr(L236)3 wie Bsp. lr(L234)3 38% lr(L237)3 L237 lr(L237)3 wie Bsp. lr(L234)3 37% lr(L238)3 wie Bsp. lr(L234)3 lr(L238)3 L238 18%
Λ,Δ-03
lr(L239)3 L230 lr(L239)3 wie Bsp. lr(L234)3 33% lr(L240)3 wie Bsp. lr(L234)3 lr(L240)3 L240 21 %
Λ,Δ-03
lr(L241)3 wie Bsp. lr(L234)3 lr(L241)3 L241 16%
Λ,Δ-03
lr(L242)3 L242 ■ lr(L242)3 wie Bsp. lr(L234)3 31 %
B
310°C/210h lr(L243)3 L243 16%
THF
Mesitylen
3
lr(L243)3
B
lr(L244)3 L244 lr(L244)3 315°C/210h 14 %
Aceton
Mesitylen
lr(L245)3 L245 lr(L245)3 wie Bsp. lr(L243)3 18 % lr(L246)3
lr(L246)3 L246 wie Bsp. lr(L243)3 9%
A,A-C3
lr(L247)3 L247 lr(L247)3 wie Bsp. lr(L243)3 7%
B
lr(L248)3 L248 310 °C/210 h 16%
Aceton
Mesitylen
3
lr(L248)3
B
lr(L249)3 L249 lr(L249)3 315 °C/ 240 h 8%
Aceton
Mesitylen
lr(L250)3 L250 lr(L250)3 wie Bsp. lr(L248)3 17 % lr(L251)3
lr(L251)3 L251 wie Bsp. lr(L248)3 6%
Λ,Δ-03
B
lr(L252)3 L252 310°C/210h 35%
Aceton
Mesitylen
3
lr(L252)3
lr(L253)3 L253 lr(L253)3 wie Bsp. lr(L252)3 20% lr(L254)3 L254 lr(L254)3 wie Bsp. lr(L252)3 36% lr(L255)3 L255 lr(L255)3 wie Bsp. lr(L252)3 34% lr(L256)3
lr(L256)3 L256 wie Bsp. lr(L252)3 17 %
A,A-C3
lr(L257)3
lr(L257)3 L257 wie Bsp. lr(L252)3 18%
Λ,Δ-03
lr(L258)3 L258 lr(L258)3 wie Bsp. lr(L252)3 24%
2) Heteroleptische Iridium-Komplexe:
Variante A:
Schritt 1 :
Ein Gemisch aus 10 mmol Natrium-bis-acetylacetonato-dichloro-iridat(lll) [770720-50-8] und 24 mmol des Liganden L und ein glasummantelter Magnetrührkern werden unter Vakuum (10"5 mbar) in eine dickwandige 50 ml Glasampulle abgeschmolzen. Die Ampulle wird für die angegebene Zeit bei der angegebenen Temperatur getempert, wobei das
aufgeschmolzene Gemisch mit Hilfe eines Magnetrührers gerührt wird. Nach Erkalten - ACHTUNG: die Ampullen stehen meist unter Druck! - wird die Ampulle geöffnet, der Sinterkuchen wird mit 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmessser) in 100 ml des angegebenen Suspensionsmittels (das
Suspensionsmittel wird so gewählt, dass der Ligand gut, das Chloro-Dimer der Formel [lr(L)2CI]2 jedoch schlecht darin löslich ist, typische
Suspensionsmittel sind DCM, Aceton, Ethylacetat, Toluol, etc.) 3 h gerührt und dabei mechanisch aufgeschlossen. Man dekantiert die feine
Suspension von den Glaskugeln ab, saugt den Feststoff (lr(L)2CI]2, das noch ca. 2 eq NaCI enthält, nachfolgend das rohe Chloro-Dimer genannt) ab und trocknet diesen im Vakuum.
Schritt 2:
Das so erhaltene rohe Chloro-Dimer der Formel [lr(L)2CI]2 wird in einem Gemisch aus 75 ml 2-Ethoxyethanol und 25 ml Wasser suspendiert, mit 13 mmol des Co-Liganden CL bzw. der Co-Liganden-Verbindung CL und 15 mmol Natriumcarbonat versetzt. Nach 20 h unter Rückfluss gibt man weitere 75 ml Wasser tropfenweise zu, saugt nach Erkalten vom Feststoff ab, wäscht diesen dreimal mit je 50 ml Wasser und dreimal mit je 50 ml Methanol und trocknet diesen im Vakuum. Der trockene Feststoff wird in einem kontinuierlichen Heißextraktor auf einem 3-5 cm hohen Alox-Bett (Alox, basisch Aktivitätsstufe 1) platziert und dann mit dem angegebenen Extraktionsmittel (Vorlagemenge ca. 500 ml, das Extraktionsmittel wird so gewählt, dass der Komplex darin in der Hitze gut und in der Kälte schlecht löslich ist, besonders geeignete Extraktionsmittel sind Kohlenwasserstoffe wie Toluol, Xylole, Mesitylen, Naphthalin, o-Dichlorbenzol, halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe sind in der Regel ungeeignet, da sie die Komplexe gegebenenfalls halogenieren oder zersetzen) extrahiert. Nach beendeter Extraktion wird das Extraktionsmittel im Vakuum auf ca. 100 ml eingeengt. Metallkomplexe, die im Extraktionsmittel eine zu gute
Löslichkeit aufweisen, werden durch Zutropfen von 200 ml Methanol zur Kristallisation gebracht. Der Feststoff der so erhaltenen Suspensionen wird abgesaugt, einmal mit ca. 50 ml Methanol gewaschen und
getrocknet. Nach Trocknen wird die Reinheit des Metall-Komplexes mittels NMR und / oder HPLC bestimmt. Liegt die Reinheit unter 99.5 % wird der Heißextraktionsschritt wiederholt, ist eine Reinheit von 99.5 - 99.9 % erreicht, wird der Metallkomplex getempert oder sublimiert. Neben dem Heißextraktionsverfahren zur Reinigung kann die Reinigung auch chromatographisch an Kieselgel oder Alox erfolgen. Das Tempern erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 200 - 300
°C. Die Sublimation erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im
Temperaturbereich von ca. 300 - 400 °C, wobei die Sublimation bevorzugt in Form einer fraktionierten Sublimation durchgeführt wird.
Variante B:
Schritt 1 :
Siehe Variante A, Schritt 1.
Schritt 2:
Das so erhaltene rohe Chloro-Dimer der Formel [lr(L)2CI]2 wird in 200 ml THF suspendiert, die Suspension wird mit 20 mmol des Co-Liganden CL, 20 mmol Silber(l)trifluoracetat und 30 mmol Kaliumcarbonat versetzt und
24 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten wird das THF im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird in 200 ml eines Gemischs aus Ethanol und konz. Ammoniak-Lösung (1 : 1 , vv) aufgenommen. Die Suspension wird 1 h bei Raumtemperatur gerührt, der Feststoff wird abgesaugt, zweimal mit je 50 ml eines Gemischs aus Ethanol und konz. Ammoniak-Lösung (1 : 1 , vv) und zweimal mit je 50 ml Ethanol gewaschen und dann im Vakuum getrocknet. Heißextraktion und Sublimation wie in Variante A.
Variante C:
Schritt 1 :
Siehe Variante A, Schritt 1.
Schritt 2:
Das so erhaltene rohe Chloro-Dimer der Formel [lr(L)2CI]2 wird in 1000 ml Dichlormethan und 150 ml Ethanol suspendiert, die Suspension wird mit 20 mmol Silber(l)trifluormethansulfonat versetzt und 24 h bei Raumtemperatur gerührt. Man saugt vom ausgefallen Feststoff (AgCI) über eine kurzes Celite-Bett ab und engt das Filtrat im Vakuum zur Trockene ein. Der so erhaltene Feststoff wird in 100 ml Ethylenglykol aufgenommen, mit 20 mmol des Co-Liganden CL versetzt und dann 30 h bei 130 °C gerührt. Nach Erkalten saugt man vom Feststoff ab, wäscht diesen zweimal mit je 50 ml Ethanol und trocknet im Vakuum. Heißextraktion und Sublimation wie in Variante A.
Bsp. Li- Co- Ir-Komplex Ausgand Ligand Schritt 1 : beute
L CL Reaktionstemp. /
Reaktionszeit /
Suspensionsmittel
Schritt 2:
Extraktionsmittel
Variante E:
Ein Gemisch aus 0 mmol des Ir-Komplexes lr(L)2(CL1 oder CL2) und 20 mmol des Liganden L" und ein glasummantelter Magnetrührkern werden unter Vakuum (10"5 mbar) in eine 50 ml Glasampulle
abgeschmolzen. Die Ampulle wird für die angegebene Zeit bei der angegebenen Temperatur getempert, wobei das aufgeschmolzene Gemisch mit Hilfe eines Magnetrührers gerührt wird. Weitere Aufarbeitung,
Reinigung und Sublimation wie unter 1) Homoleptische tris-faciale Iridium- Komplexe beschrieben.
Bsp. Ir-Komplex Li- Ir-Komplex Auslr(L)2(CL) gand Schritt 1 : beute
L* Reaktionstemp. /
Reaktionszeit /
Suspensionsmittel
Schritt 2:
Extraktionsmittel
lr(L3)2(L9) lr(L3)2(CL1 ) L9 39 %
280 °C / i 30 h / DCM
Mes itylen
lr(L98)2(L53) lr(L98)2(CL2) L53 43 %
300 °C / 70 h / DCM
Mes itylen
lr(L1 13)2(L109) lr(L1 13)2(CL2) L109 44 %
300 °C / 70 h / DCM
Mes itylen
lr(L113)2(L204) lr(L113)2(CL2) L204 36 %
305 °C / 70 h / DCM
Mesitylen ) Heteroleptische Platin-Komplexe:
Ein Gemisch aus 10 mmol Platin(ll)chlorid und 12 mmol des Liganden L und ein glasummantelter Magnetrührkern werden unter Vakuum (10"5 mbar) in eine dickwandige 50 ml Glasampulle abgeschmolzen. Die
Ampulle wird für die angegebene Zeit bei der angegebenen Temperatur getempert, wobei das aufgeschmolzene Gemisch mit Hilfe eines
Magnetrührers gerührt wird. Nach Erkalten - ACHTUNG: die Ampullen stehen meist unter Druck! - wird die Ampulle geöffnet, der Sinterkuchen wird mit 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmessser) in 100 ml des
angegebenen Suspensionsmittels (das Suspensionsmittel wird so gewählt, dass der Ligand gut, das Chloro-Dimer der Formel [Pt(L)CI]2 jedoch schlecht darin löslich ist, typische Suspensionsmittel sind DCM, Aceton, THF, Ethylacetat, Toluol, etc.) 3 h gerührt und dabei mechanisch
aufgeschlossen. Man dekantiert die feine Suspension von den Glaskugeln ab, saugt den Feststoff ab und trocknet diesen im Vakuum. Das so erhaltene rohe Chloro-Dimer der Formel [Pt(L)CI]2 wird in einem Gemisch aus 60 ml 2-Ethoxyethanol und 20 ml Wasser suspendiert und mit
20 mmol des Co-Liganden CL bzw. der Co-Liganden-Verbindung CL und 20 mmol Natriumcarbonat versetzt. Nach 20 h unter Rückfluss gibt man weitere 100 ml Wasser tropfenweise zu, saugt nach Erkalten vom
Feststoff ab, wäscht diesen dreimal mit je 50 ml Wasser und dreimal mit je 50 ml Methanol und trocknet diesen im Vakuum. Der so erhaltene
Feststoff wird in einem Heißextraktor auf einem 3-5 cm hohen Celite-Bett platziert und dann mit dem angegebenen Extraktionsmittel (Vorlagemenge
ca. 500 ml) extrahiert. Nach beendeter Extraktion wird das Extraktionsmittel im Vakuum auf ca. 100 ml eingeengt. Metallkomplexe, die im
Extraktionmittel eine zu gute Löslichkeit aufweisen, werden durch
Zutropfen von 200 ml Methanol zur Kristallisation gebracht. Der Feststoff der so erhaltenen Suspensionen wird abgesaugt, einmal mit ca. 50 ml Methanol gewaschen und getrocknet. Nach Trocknen wird die Reinheit des Metall-Komplexes mittels NMR und / oder HPLC bestimmt. Liegt die Reinheit unter 99.5 % wird der Heißextraktionsschritt wiederholt, ist eine Reinheit von 99.5 - 99.9 % erreicht, wird der Metallkomplex getempert oder sublimiert. Das Tempern erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 200 - 300 °C. Die Sublimation erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 250 - 350 °C, wobei die Sublimation bevorzugt in Form einer fraktionierten Sublimation durchgeführt wird.
4) Platin-Komplexe tetradentater Liganden:
Ein Gemisch aus 10 mmol Bis(benzonitril)-dichloro-platin(ll) und 10 mmol des Liganden L in 100 ml Benzonitril wird 24 h unter Rückfluss erhitzt. Nach tropfenweiser Zugabe von 100 ml Methanol zur erkalteten
Reaktionsmischung wird vom Feststoff abgesaugt, dieser wird fünfmal mit je 25 ml Methanol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Der so erhaltene Feststoff wird in einem Heißextraktor auf einem 3 cm hohen Celite-Bett (Alox, basisch Aktivitätsstufe 1) platziert und dann mit dem angegebenen Extraktionsmittel (Vorlagemenge ca. 300 ml) extrahiert. Nach beendeter Extraktion wird das Extraktionsmittel im Vakuum auf ca. 100 ml eingeengt. Metallkomplexe, die im Extraktionsmittel eine zu gute Löslichkeit aufweisen, werden durch Zutropfen von 200 ml Methanol zur Kristallisation gebracht. Der Feststoff der so erhaltenen Suspensionen wird abgesaugt, einmal mit ca. 50 ml Methanol gewaschen und
getrocknet. Nach Trocknen wird die Reinheit des Metall-Komplexes mittels NMR und / oder HPLC bestimmt. Liegt die Reinheit unter 99.5 % wird der Heißextraktionsschritt wiederholt, ist eine Reinheit von 99.5 - 99.9 % erreicht, wird der Pt-Komplex sublimiert. Die Sublimation erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 350 bis ca.
390 °C, wobei die Sublimation bevorzugt in Form einer fraktionierten Sublimation durchgeführt wird.
Einsatz von 4.74 g 10 mmol Bis(benzonitril)-dichloro-platin(ll) und 7.55 g (10 mmol) L283. Extraktionsmittel: Mesitylen. Ausbeute: 3.22 g (3.4 mmol) 34 %; Reinheit: ca. 99.8 %ig nach NMR.
E: Derivatisierung der Metallkomplexe
1 ) Halogenierung der Iridium-Komplexe:
Eine Lösung bzw. Suspension von 10 mmol eines Komplexes, der in para-Position zum Iridium A x C-H-Gruppen(mit A = 1 , 2 oder 3) trägt, in 3000 ml Dichlormethan wird unter Licht- und Luftausschluss bei 30 °C mit A x 1 1 mmol N-Halogensuccinimid (Halogen: Cl, Br, I) versetzt und 20 h gerührt. In DCM schlecht lösliche Komplexe können auch in anderen Lösungsmitteln (TCE, THF, DMF, etc.) und bei erhöhter Temperatur umgesetzt werden. Anschließend wird das Lösungsmittel im Vakuum weitgehend entfernt. Der Rückstand wird mit 100 ml MeOH ausgekocht, der Feststoff wird abgesaugt, dreimal mit 30 ml Methanol gewaschen und dann im Vakuum getrocknet. r(L1-Br)3:
Eine bei 30 °C gerührte Suspension von 1 1.3 g (10 mmol) lr(L1 >3 in 3000 ml DCM wird auf ein Mal mit 5.9 g (33 mmol) N-Bromsuccinimid versetzt und dann weitere 20 h gerührt. Nach Entfernen von ca. 2900 ml das DCMs im Vakuum wird die zitronengelbe Suspension mit 100 ml Methanol versetzt, der Feststoff wird abgesaugt, dreimal mit ca. 30 ml Methanol gewaschen und dann im Vakuum getrocknet. Ausbeute: 13.8 g (9.7 mmol) 97 %;
Reinheit: ca. 99.5 %ig nach NMR.
Analog können 1 olgende Verbindungen darg estellt werden:
Bsp. Komplex Bromierter Komplex Ausbeute
2) Suzuki-Kupplung an den Iridium-Komplexen:
Variante A, zweiphasige Reaktionsmischung:
Eine Suspension von 10 mmol eines bromierten Komplexes, 40 - 80 mmol der Boronsäure bzw. des Boronsäureesters und 80 mmol Trikaliumphosphat in einem Gemisch aus 300 ml Toluol, 100 ml Dioxan und 300 ml Wasser wird mit 0.6 mmol Tri-o-Tolylphosphin und dann mit 0.1 mmol
Palladium(ll)acetat versetzt und 16 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten gibt man 500 ml Wasser und 200 ml Toluol zu, trennt die wässrige Phase ab, wäscht die org. Phase dreimal mit 200 ml Wasser, einmal mit 200 ml ges. Kochsalzlösung und trocknet über Magnesiumsulfat. Man filtriert über ein Celite-Bett ab, wäscht dieses mit Toluol nach, entfernt das Toluol fast vollständig im Vakuum, gibt 300 ml Ethanol zu, saugt vom ausgefallenen Rohprodukt ab, wäscht dieses dreimal mit je 100 ml EtOH und trocknet im Vakuum. Das Rohprodukt wird mit Toluol zweimal an Kieselgel gesäult. Der Metallkomplex wird abschließend getempert oder sublimiert. Das Tempern erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 200 - 300 °C. Die Sublimation erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im
Temperaturbereich von ca. 300 - 400 °C, wobei die Sublimation bevorzugt in Form einer fraktionierten Sublimation durchgeführt wird. Variante B, einphasige Reaktionsmischung:
Eine Suspension von 10 mmol eines bromierten Komplexes, 40 - 80 mmol der Boronsäure bzw. des Boronsäureesters und 60 - 100 mmol der Base (Kaliumfluorid, Trikaliumphosphat, Kaliumcarbonat, Cäsiumcarbonat etc. jeweils wasserfrei) und 100 g Glaskugeln (3 mm Durchmesser) in 100 ml - 500 ml eines aprotischen Lösungsmittels (THF, Dioxan, Xylol, Mesitylen,
Dimethylacetamid, NMP, DMSO, etc.) wird mit 0.6 mmol Tri-o-Tolylphosphin und dann mit 0.1 mmol Palladium(ll)acetat versetzt und 1 - 24 h unter Rückfluss erhitzt. Alternativ können andere Phosphine wir Tri-tert-butyl- phosphin, Di-tert-butylphosphin, S-Phos, Xanthphos, etc. eingesetzt werden, wobei bei diesen Phosphinen das bevorzugte Phosphin : Palladium
Verhältnis 2:1 bis 1.2 : 1 beträgt. Man entfernt das Lösungsmittel im
Vakuum, nimmt das Produkt in einem geeigneten Lösungsmittel (Toluol, Dichlormethan, Ethylacetat, etc. ) auf und reinigt wie unter A beschrieben. Synthese von lr(L276)3:
Variante B:
Einsatz von 14.5 g (10 mmol) lr(L1-Br)3 und 14.0 g (40 mmol) Quaterphenylboronsäure [1233200-59-3], Cäsiumcarbonat, Tri-ortho- tolylphosphin, NMP, 180 °C, 1 h . Ausbeute: 12.1 g (5.9 mmol) 59 %; Reinheit: ca. 99.8 %ig nach HPLC.
Analog können folgende Verbindungen dargestellt werden:
3
A,A-C3-lr(L126-Br) 3 + [15016-43-C )] > A,A-C3-lr(L284)3
B, wie Ir (L276)3, DMAC statt NMP
lr(L285)3 67 %
lr(L11 3)2(L109-Br )+ [1233200-59-3] > lr(L285)3
A
3) Buchwald-Kupplung an den Iridium-Komplexen:
Ein Gemisch aus 10 mmol des bromierten Komplexe, 40 mmol des
Diarylamins oder Carbazols, 45 mmol Natrium-tert-butylat bei den Aminen bzw. 80 mmol Trikaliumphosphat, wasserfrei bei Carbazolen, 100 g
Glaskugeln (3 mm Durchmesser) und 300 - 500 ml o-Xylol oder Mesitylen wird mit 0.4 mmol Tri-tert-butylphosphin und dann mit 0.3 mmol
Palladium(ll)acetat versetzt und unter gutem Rühren 16 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten trennt man die wässrige Phase ab, wäscht zweimal mit 200 ml Wasser, einmal mit 200 ml ges. Kochsalzlösung und trocknet über Magnesiumsulfat. Man filtriert über ein Celite-Bett ab, wäscht dieses mit o-Xylol oder Mesitylen nach, entfernt das Lösungsmittel fast vollständig im Vakuum, gibt 300 ml Ethanol zu, saugt vom ausgefallenen Rohprodukt ab, wäscht dieses dreimal mit je 100 ml EtOH und trocknet im Vakuum. Das Rohprodukt wird mit Toluol zweimal an Kieselgel gesäult. Der Metallkomplex wird abschließend getempert oder sublimiert. Das Tempern erfolgt im
Hochvakuum (p ca. 10~6 mbar) im Temperaturbereich von ca. 200 - 300 °C. Die Sublimation erfolgt im Hochvakuum (p ca. 10"6 mbar) im
Temperaturbereich von ca. 300 - 400 °C, wobei die Sublimation bevorzugt in Form einer fraktionierten Sublimation durchgeführt wird.
Synthese von lr(L286)3:
Einsatz von 14.5 g (10 mmol) lr(L1-Br)3 und 12.9 g (40 mmol) p-Biphenyl-o- biphenyl-amin [1372775-52-4] , Mesitylen. Ausbeute: 9.8 g (4.7 mmol) 47 %; Reinheit: ca. 99.8 %ig nach HPLC.
Analog können 1 Folgende Verbindungen dargestellt werden:
Bsp. Produkt Ausbeute lr(L287)3 49 %
lr(L3-Br)
3 + [1257220-47-5] > lr(287)
3
4) Cyanierung der Iridium-Komplexe:
Ein Gemisch aus 10 mmol des bromierten Komplexes, 1.3 mmol
Kupfer(l)cyanid pro Brom-Funktion und 300 ml NMP wird 20 h bei 200 °C gerührt. Nach Erkalten entfernt man das Lösungsmittel im Vakuum, nimmt den den Rückstand in 500 ml Dichlormethan auf, filtriert über Celite von den Kupfersalzen ab, engt das Dichlormethan im Vakuum fast bis zur Trockene ein, gibt 100 ml Ethanol zu, saugt vom ausgefallenen Feststoff ab, wäscht diesen zweimal mit je 50 ml Ethanol und trocknet im Vakuum. Heißextraktion und Sublimation wie in 1) Variante A. Das Rohprodukt kann alternativ an Kieselgel mit Dichlormethan, gegebenenfalls unter Zusatz von Ethylacetat, chromatographiert und dann sublimiert werden.
Synthese von lr(L289)3:
Einsatz von 16.2 g (10 mmol) lr(L96-Br)
3 und 3.5 g (39) mmol) Kupfer(l)cyanid. Ausbeute: 7.7 g (5.2 mmol) 52 %; Reinheit: ca. 99.8 %ig nach HPLC.
5) Borylierung der Iridium-Komplexe:
Ein Gemisch von 10 mmol des bromierten Komplexes, 12 mmol Bis- (pinacolato)diboran [73183-34-3] pro Brom-Funktion, 30 mmol Kalium- acetat, wasserfrei pro Bromfunktion, 0.2 mmol Tricyclohexylphosphin und 0.1 mmol Palladium(ll)acetat und 300 ml Lösungsmittel (Dioxan, DMSO, NMP, etc.) wird 4 - 16 h bei 80 ° - 160 °C gerührt. Nach Entfernen des Lösungsmittels im Vakuum wird der Rückstand in 300 ml Dichlormethan, THF oder Ethylacetat aufgenommen, über ein Celite-Bett filtriert, das Filtrat wird bis zur beginnenden Kristallisation im Vakuum eingeengt und abschießend noch tropfenweise mit ca. 100 ml Methanol versetzt, um die Kristallisation zu vervollständigen. Die Verbindungen können aus
Dichlormethan, Ethylacetat oder THF unter Zusatz von Methanol oder alternativ Cyclohexan umkristallisiert werden.
Einsatz von 14.5 g (10 mmol) lr(L1-Br)3 und 9.1 g (36 mmol) Bis(pinacolato)- diboran [73183-34-3], DMSO, 140 °C, 6 h, THF, Umkristallisation aus THF:Methanol. Ausbeute: 7.1 g (4.7 mmol) 47 %; Reinheit: ca. 99.7 %ig nach HPLC.
E: Polymere enthaltend die Metallkomplexe:
1) Allgemeine Polymerisationsvorschrift für die Styrylgruppe als
polymerisierbare Gruppe
Die Monomere werden in der angegebenen Zusammensetzung in einer Gesamtkonzentration von ca. 1 mol/L in Toluol 80 °C gelöst. Anschließend werden 60 mg AIBN zugegeben und weitere 2 h bei 80 °C gerührt. Nach Erkalten auf Raumtemperatur wird das Polymer durch Fällung (tropfenweise Zugabe) in 100 ml_ Methanol erhalten. Der Niederschlag wird abgesaugt und anschließend wiederum in wenig Toluol gelöst und erneut in Methanol gefällt, abgesaugt und im Vakuum getrocknet. Der Umfällvorgang wird weitere dreimal durchgeführt.
Monomere:
25069-74-3
Polymere:
Molekular ewichte und Ausbeute der erfindungs emäßen 'olymere
2) Allgemeine Polymerisationsvorschrift für die Bromide bzw.
Boronsäure-Derivate als polymerisierbare Gruppe, Suzuki- Polymerisation
Variante A - Zweiphasiges Reaktionsgemisch:
Die Monomere (Bromide und Boronsäuren bzw. Boronsäureester, Reinheit nach HPLC > 99.8 % ig) werden in der in Tabelle angegebenen Zusammen-
setzung in einer Gesamtkonzentration von ca. 100 mmol/L in einem
Gemisch aus 2 Volumenteilen Toluol : 6 Volumenteilen Dioxan : 1 Volumenteil Wasser gelöst bzw. suspendiert. Dann gibt man 2 mol Äquivalente Tri- kalium-phosphat pro eingesetzter Br-Funktionalität zu, rührt 5 min. nach, fügt dann 0.03 bis 0.003 mol Äquivalente Tri-ortho-tolylphosphin und dann 0.005 bis 0.0005 mol Äquivalente Palladium(ll)acetat (Verhältnis Phosphin zu Pd bevorzugt 6:1) pro eingesetzter Br-Funktionalität zu, und erhitzt dann unter sehr gutem Rühren 2-3 h unter Rückfluss. Falls die Viskosität der Mischung zu stark ansteigt kann mit einem Gemisch aus 2 Volumenteilen Toluol : 3 Volumenteilen Dioxan verdünnt werden. Nach insgesamt 4-6 h Reaktionszeit fügt man zum end-capping 0.05 mol Äquivalente pro
eingesetzter Boronsäure-Funktionalität eines Monobromaromaten und dann 30 min. danach 0.05 mol Äquivalente pro eingesetzter Br-Funktionalität einer Monoboronsäure bzw. eines Monoboronsäureesters zu und kocht weiter 1 h nach. Nach Erkalten verdünnt man mit 300 ml Toluol. Trennt die wässrige Phase ab, wäscht die organische Phase zweimal mit je 300 ml Wasser, trocknet über Magnesiumsulfat, filtriert über ein Celite-Bett ab, um Palladium zu entfernen und engt dann zur Trockene ein. Man löst das Rohpolymer in THF (Konzentration ca. 10 - 30 g/L) und lässt die Lösung unter sehr gutem Rühren langsam in das doppelte Volumen Methanol einlaufen. Das Polymer wird abgesagt und dreimal mit Methanol
gewaschen. Der Umfällvorgang wird dreimal wiederholt, danach wird das Polymer im Vakuum bis zur Gewichtskonstanz bei 30 - 50 °C getrocknet.
Variante B - Einphasiges Reaktionsgemisch:
Die Monomere (Bromide und Boronsäuren bzw. Boronsäureester, Reinheit nach HPLC > 99.8 % ig) werden in der in Tabelle angegebenen Zusammensetzung in einer Gesamtkonzentration von ca. 100 mmol/L in einem
Lösemittel (THF, Dioxan, Xyylol, Mesitylen, Dimethylacetamid, NMP, DMSO, etc.) gelöst bzw. suspendiert. Dann gibt man 3 mol Äquivalente Base
(Kaliumfluorid, Trikaliumphosphat, Kaliumcarbonat, Cäsiumcarbonat etc. jeweils wasserfrei) pro Br-Funktionalität und das Gewichtsäquivalent
Glaskugeln (3 mm Durchmesser) zu, rührt 5 min. nach, fügt dann 0.03 bis 0.003 mol Äquivalente Tri-orthotolylphosphin und dann 0.005 bis 0.0005 mol Äquivalente Palladium(ll)acetat (Verhältnis Phosphin zu Pd bevorzugt 6:1)pro Br-Funktionalität zu, und erhitzt dann unter sehr gutem Rühren 2-3 h
unter Rückfluss. Alternativ können andere Phosphine wir Tri-tert-butyl- phosphin, Di-tert-butylphosphin, S-Phos, Xanthphos, etc. eingesetzt werden, wobei bei diesen Phosphinen das bevorzugte Phosphin : Palladium
Verhältnis 2:1 bis 1.3:1 beträgt. Nach insgesamt 4-12 h Reaktionszeit fügt man zum end-capping 0.05 mol Äquivalente eines Monobromaromaten und dann 30 min. danach 0.05 mol Äquivalente einer Monoboronsäure bzw. eines Monoboronsäureesters zu und kocht weiter 1 h nach. Man entfernt das Lösungsmittel weitgehend im Vakuum, nimmt den Rückstand in Toluol auf, und reinigt das Polymer wie unter Variante A beschrieben.
Polymere:
Zusammensetzun der Pol mere mol %:
Molekular ewichte und Ausbeute der erfindun s emäßen Pol mere
Herstellung der OLEDs
1) Vakuum-prozessierte Devices:
Die Herstellung von erfindungsgemäßen OLEDs sowie OLEDs nach dem Stand der Technik erfolgt nach einem allgemeinen Verfahren gemäß WO 2004/058911 , das auf die hier beschriebenen Gegebenheiten
(Schichtdickenvariation, verwendete Materialien) angepasst wird.
In den folgenden Beispielen werden die Ergebnisse verschiedener OLEDs vorgestellt. Glasplättchen, mit strukturiertem ITO (Indium Zinn Oxid) bilden die Substrate, auf weiche die OLEDs aufgebracht werden. Die OLEDs haben prinzipiell folgenden Schichtaufbau: Substrat / Lochtransportschicht 1 (HTL1) bestehend aus HTM dotiert mit 3 % NDP-9 (kommerziell erhältlich von der Fa. Novaled), 20 nm / Lochtransportschicht 2 (HTL2) / Elektronenblockerschicht (EBL) / Emissionsschicht (EML) / optionale Lochblockierschicht (HBL) / Elektronentransportschicht (ETL) / optionale Elektroneninjektionsschicht (EIL) und abschließend eine Kathode. Die Kathode wird durch eine 100 nm dicke Aluminiumschicht gebildet.
Zunächst werden vakuumprozessierte OLEDs beschrieben. Hierfür werden alle Materialien in einer Vakuumkammer thermisch aufgedampft. Dabei
besteht die Emissionsschicht immer aus mindestens einem Matrixmaterial (Hostmaterial, Wirtsmaterial) und einem emittierenden Dotierstoff (Dotand, Emitter), der dem Matrixmaterial bzw. den Matrixmaterialien durch
Coverdampfung in einem bestimmten Volumenanteil beigemischt wird. Eine Angabe wie M3:M2:lr(L1)3 (55%:35%:10%) bedeutet hierbei, dass das Material M3 in einem Volumenanteil von 55%, M2 in einem Anteil von 35% und lr(L1)3 in einem Anteil von 10% in der Schicht vorliegt. Analog kann auch die Elektronentransportschicht aus einer Mischung zweier Materialien bestehen. Der genaue Aufbau der OLEDs ist Tabelle 1 zu entnehmen. Die zur Herstellung der OLEDs verwendeten Materialien sind in Tabelle 6 gezeigt.
Die OLEDs werden standardmäßig charakterisiert. Hierfür werden die Elektrolumineszenzspektren, die Stromeffizienz (gemessen in cd/A) und die Spannung (gemessen bei 1000 cd/m2 in V) bestimmt aus Strom- Spannungs-Helligkeits-Kennlinien (IUL-Kennlinien). Für ausgewählte
Versuche wird die Lebensdauer bestimmt. Als Lebensdauer wird die Zeit definiert, nach der die Leuchtdichte von einer bestimmten Startleuchtdichte aus auf einen gewissen Anteil abgesunken ist. Die Angabe LD50 bedeutet, dass es sich bei der genannten Lebensdauer um die Zeit handelt, bei der die Leuchtdichte auf 50% der Startleuchtdichte abgefallen ist, also von z.B. 1000 cd/m2 auf 500 cd/m2. Je nach Emissionsfarbe wurden unterschiedliche Starthelligkeiten gewählt. Die Werte für die Lebensdauer können mit Hilfe dem Fachmann bekannten Umrechnungsformeln auf eine Angabe für andere Startleuchtdichten umgerechnet werden. Hierbei ist die Lebens- dauer für eine Startleuchtdichte von 1000 cd/m2 eine übliche Angabe.
Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen als Emittermaterialien in phosphoreszierenden OLEDs
Die erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich unter anderem als phosphoreszierende Emittermaterialien in der Emissionsschicht in OLEDs einsetzen. Als Vergleich gemäß dem Stand der Technik werden die
Verbindungen lr(Ref)3 verwendet. Die Ergebnisse der OLEDs sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Tabelle 1 : Aufbau der OLED
HTL2 EBL EML HBL ETL
Bsp.
Dicke Dicke Dicke Dicke Dicke
M1 :M4:lr(Ref1 )3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref1 )3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M3:lr(Ref2)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref2)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref3)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref3)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref4)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref4)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref5)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref5)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref6)3 ETM1 :ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref6)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref7)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref7)3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref8)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref8)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref9)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref9)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(Ref10)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(Ref10)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L1 )3 ETM1 :ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(L1)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L96)3 ETM1 :ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(L96)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M2:M3:lr(L96)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L96)3-2 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L96)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L167)3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L192)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L192)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(215)3 ETM 1 : ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(L215)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L226)3 ETM1 :ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(L226)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L227)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L227)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L230)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L230)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L231 )3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L231 )3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L234)3 ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L234)3 (65%: 30%: 5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L243)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L243)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L248)3 ETM1:ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(L248)3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L252)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L252)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L259)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L259)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L260)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L260)3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L263)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L263)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L264)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L264)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L267)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L267)3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L268)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L268)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L271)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L271)3 (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1:M4:lr(L279)3 ΕΤΜ1ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L279)3 (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L284) ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L284) (65%:30%:5%) (50%: 50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L3)2(CL1 ) ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L3)2(CL1 ) (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L158)2(CL8) ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
D-lr(L158)2(CL8) (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:lr(L1 13)2(L109) ETM1 :ETM2
HTM EBM HBM
D-lr(L1 13)2(L109) (65%:30%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:Pt(L3)(CL1 ) ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
Pt(L3)(CL1 ) (55%:40%:5%) (50%:50%)
180 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
M1 :M4:Pt(L283) ΕΤΜ1 ΈΤΜ2
HTM EBM HBM
Pt(L283) (60%:35%:5%) (50%:50%)
230 nm 20 nm 10 nm
25 nm 20 nm
Tabelle 2: Ergebnisse der Vakuum-prozessierten OLEDs
EQE (%) Spannung (V) CIE x/y LD50 (h)
Bsp.
1000 cd/m2 1000 cd/m2 1000 cd/m2 1000 cd/m2
D-lr(Ref1 )3 10.0 4.1 0.16/0.48 1700
D-lr(Ref2)3 13.2 4.7 0.15/0.31 600
D-lr(Ref3)3 1 1.8 4.2 0.16/0.33 1 100
D-lr(Ref4)3 10.3 4.4 0.15/0.24 600
D-lr(Ref5)3 4.6 4.3 0.16/0.29 —
D-lr(Ref6)3 4.7 4.5 0.15/0.26 —
D-lr(Ref7)3 9.0 4.7 0.15/0.22 200
D-lr(Ref8)3 6.3 4.7 0.15/0.17 —
D-lr(Ref9)3 10.8 4.5 0.18/0.34 150
D-lr(Ref10)3 7.9 4.3 0.25/0.61 —
D-lr(L1 )3 22.8 4.0 0.15/0.39 1400
D-lr(L96)3 23.0 4.0 0.14/0.34 1200
D-lr(L96)3 21.7 4.8 0.14/0.34 1000
D-lr(L167)3 , 21.3 4.1 0.15/0.35 1600
D-lr(L192)3 20.8 4.5 0.15/0.25 900
D-lr(L215)3 23.7 4.1 0.22/0.71 —
D-lr(L226)3 21.5 4.2 0.25/0.69 36000
D-lr(L227)3 21.9 3.9 0.29/0.67 —
D-lr(L230)3 9.7 4.3 0.14/0.30 —
D-lr(L231 )3 13.8 4.5 0.15/0.40 —
D-lr(L234)3 19.9 4.5 0.14/0.28 600
D-lr(L243)3 18.7 4.6 0.14/0.24 350
D-lr(L248)3 19.2 4.6 0.14/0.21 300
D-lr(L252)3 25.2 4.3 0.23/0.70 —
D-lr(L259)3 22.9 4.2 0.23/0.69 —
D-lr(L260)3 23.2 4.2 0.23/0.70 —
D-lr(L263)3 18.7 4.3 0.15/0.26 600
D-lr(L264)3 18.4 4.3 0.14/0.34 1400
D-lr(L267)3 17.3 4.6 0.15/0.33 —
D-lr(L268)3 17.7 4.6 0.15/0.26 —
D-lr(L271 )3 19.8 4.8 0.14/0.22 —
D-lr(L279)3 16.7 4.3 0.15/0.22 —
D-lr(L284) 17.0 4.4 0,15/0.24 —
D-lr(L3)2(CL1 ) 21.8 4.0 0.15/0.38 —
D-lr(L158)2(CL8) 23.1 4.3 0.15/0.25 1200
D-lr(L113)2(L109) 23.9 4.0 0.14/0.33 1300
D-Ir(l500)3 20.1 4.4 0.16/0.36 500
D-Ir(l511 )3 22.7 4.1 0.24/0.65 41000
Pt(L3)(CL1 ) 17.4 4.6 0.16/0.38 —
Pt(L283) 21.4 4.5 0.26/0.63 —
2) Lösungs-prozessierte Devices:
A: Aus löslichen Funktionsmaterialien
Die erfindungsgemäßen Iridium-Komplexe können auch aus Lösung verarbeitet werden und führen dort zu prozesstechnisch wesentlich einfacheren OLEDs, im Vergleich zu den vakuumprozessierten OLEDs, mit dennoch guten Eigenschaften. Die Herstellung solcher Bauteile lehnt sich an die Herstellung polymerer Leuchtdioden (PLEDs) an, die in der Literatur bereits vielfach beschrieben ist (z.B. in der WO 2004/037887).
Der Aufbau setzt sich aus Substrat / ITO / PEDOT (80 nm) / Interlayer (80 nm) / Emissionsschicht (80 nm) / Kathode zusammen. Dazu werden Substrate der Firma Technoprint (Sodalimeglas) verwendet, auf welche die ITO-Struktur (Indium-Zinn-Oxid, eine transparente, leitfähige Anode) aufgebracht wird. Die Substrate werden im Reinraum mit DI Wasser und einem Detergens (Deconex 15 PF) gereinigt und dann durch eine
UV/Ozon-Plasmabehandlung aktiviert. Danach wird ebenfalls im Reinraum als Pufferschicht eine 80 nm Schicht PEDOT (PEDOT ist ein Polythiophen-
Derivat (Baytron P VAI 4083sp.) von H. C. Starck, Goslar, das als wässrige Dispersion geliefert wird) durch Spin-Coating aufgebracht. Die benötigte Spinrate hängt vom Verdünnungsgrad und der spezifischen Spin-Coater- Geometrie ab (typisch für 80 nm: 4500 rpm). Um Restwasser aus der Schicht zu entfernen, werden die Substrate für 10 Minuten bei 180 °C auf einer Heizplatte ausgeheizt. Die verwendete Interlayer dient der
Lochinjektion, in diesem Fall wird HIL-012 von Merck verwendet. Die Interlayer kann alternativ auch durch eine oder mehrere Schichten ersetzt werden, die lediglich die Bedingung erfüllen müssen, durch den
nachgelagerten Prozessierungsschritt der EML-Abscheidung aus Lösung nicht wieder abgelöst zu werden. Zur Herstellung der Emissionsschicht werden die erfindungsgemäßen Emitter zusammen mit den
Matrixmaterialien in Toluol gelöst. Der typische Feststoffgehalt solcher Lösungen liegt zwischen 16 und 25 g/L, wenn, wie hier, die für eine Device typische Schichtdicke von 80 nm mittels Spincoating erzielt werden soll. Die lösungsprozessierten Devices enthalten eine Emissionsschicht aus
(Polystyrol):M5:M6:lr(L)3 (25%:25%:40%:10%). Die Emissionsschicht wird in einer Inertgasatmosphäre, im vorliegenden Fall Argon, aufgeschleudert und 30 min bei 130 °C ausgeheizt. Zuletzt wird eine Kathode aus Barium (5 nm) und dann Aluminium (100 nm) (hochreine Metalle von Aldrich, besonders Barium 99.99 % (Best-Nr. 474711); Aufdampfanlagen von
Lesker o.a., typischer Aufdampfdruck 5 x 10"6 mbar) aufgedampft. Optional kann zunächst eine Lockblockierschicht und dann eine Eletronentransport- schicht und dann erst die Kathode (z.B. AI oder LiF/AI) im Vakuum aufgedampft werden. Um das Device vor Luft und Luftfeuchtigkeit zu schützen, wird die Vorrichtung abschließend verkapselt und dann charakterisiert. Die genannten OLED-Beispiele sind noch nicht optimiert, Tabelle 3 fasst die erhaltenen Daten zusammen.
B: Aus Polymeren Ir-Komplexen
Die Herstellung einer polymeren organischen Leuchtdiode (PLED) ist in der Literatur bereits vielfach beschrieben (z. B. WO 2004/037887).
Die Substrate werden - wie unter A: Aus löslichen Funktionsmaterialien - beschrieben vorbereitet, danach werden unter Inertgasatmosphäre
(Stickstoff bzw. Argon) zunächst 20 nm einer Interlayer (typischerweise ein lochdominiertes Polymer, hier HIL-012 von Merck) und dann 65 nm der
Polymerschichten aus Toluollösung (Konzentration Interlayer 5 g/l) aufgebracht. Beide Schichten werden bei 180 °C mindestens 10 Minuten ausgeheizt. Danach wird die Kathode aus Barium (5 nm) und dann Aluminium (100 nm) aufgedampft. Um das Device vor Luft und Luftfeuchtigkeit zu schützen, wird die Vorrichtung abschließend verkapselt und dann charakterisiert. Die genannten OLED-Beispiele sind noch nicht optimiert, Tabelle 3 fasst die erhaltenen Daten zusammen.
3) Weiß emittierende OLEDs
Gemäß den allgemeinen Verfahren aus 1) wird eine weiß emittierende OLED mit folgendem Schichtaufbau hergestellt:
Tabelle 4: Aufbau der weißen OLEDs
Tabelle 5: Deviceergebnisse
Bsp. EQE (%) Spannung (V) CIE x/y LD50
1000 cd/m2 1000 cd/m2 (h)
WO2010086089 WO2011157339
WO2011157339 WO2011157339
WO2011157339 WO201 157339 lr(Ref-5)
3 lr(Ref-6)
3