DE4022185A1 - Verfahren und vorrichtung zum zusammenbauen von isolierglasscheiben, die mit einem von luft verschiedenen gas gefuellt sind - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum zusammenbauen von isolierglasscheiben, die mit einem von luft verschiedenen gas gefuellt sindInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenbauen von
Isolierglasscheiben mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen sowie eine Vorrichtung zum Zusammen
bauen von Isolierglasscheiben mit den im Oberbegriff des
Anspruchs 10 angegebenen Merkmalen.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind in
der WO 89/11 021 beschrieben. Bei dem bekannten Verfahren
wird bei zwei zu einer Isolierglasscheibe zusammengefügten
Glasplatten dadurch zeitweise ein Zugang zum Innenraum
zwischen den Glasplatten geschaffen, daß eine der Glas
platten vor oder nach dem Zusammenfügen der Glasplatten
elastisch gebogen wird. Die bekannte Vorrichtung hat zu
diesem Zweck Sauger, die in einer vertikalen, streifen
förmigen Ausnehmung einer Wand angeordnet und bis zur
Vorderseite der Wand vorschiebbar und parallel zu sich selbst
um einige Millimeter hinter die Vorderseite der Wand zurück
ziehbar sind. Die Wand selbst hat regelmäßig über Ihre Ober
fläche verteilte Löcher, durch welche ebenfalls Luft angesaugt
werden kann, um die Glasplatte an der Wand festzuhalten und zu
positionieren. Die durch die Löcher in der Wand angesaugte
und dadurch zweiseitig eingespannte Glasplatte wird durch die
Einwirkung der Sauger in der streifenförmigen Ausnehmung der
Wand in einem streifenförmigen Bereich verbeult, wobei hohe
Biegespannungen im Glas auftreten, weil die Glasplatte im
Biegebereich mehrere Vorzeichenwechsel der Krümmung aufweist.
Die hohe Biegespannung führt dazu, daß sich dicke Glasplatten
nur noch schwer biegen lassen und daß in der Glasplatte vor
handene Mikrorisse, die ohne ein Biegen der Glasplatte nicht
in Erscheinung treten würden, durch das Biegen zum Bruch der
Glasplatte führen können. Eine lokale Milderung der Spannungen
kann gemäß der WO 89/11 021 dadurch erreicht werden, daß die
Wand in einem beidseits an die Ausnehmung angrenzenden Bereich
eine gekrümmte Oberfläche hat, welche einen stetigen Übergang
vom ebenen Bereich der Wand in ihre Ausnehmung hinein schafft.
Dadurch kann das Krümmungsmaß am Rand der Ausnehmung verringert
werden, doch bleibt es dabei, daß die Glastafel einen mehr
fachen Wechsel des Vorzeichens der Krümmung aufweist.
In der WO 89/11 021 ist auch bereits vorgeschlagen worden, die
Glasplatte längs einem ihrer Ränder abzubiegen; es ist jedoch
nicht angegeben, mit was für einer Vorrichtung das geschehen
soll.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit welcher Glas
platten beim Zusammenbauen von Isolierglasscheiben mit ge
ringerem Kraftaufwand und unter Ausbildung von geringeren
Biegespannungen im Glas gebogen werden können, um einen Zu
gang zum Innenraum der Isolierglasscheibe zu schaffen, durch
den ein von Luft verschiedenes Gas eingefüllt werden kann.
Durch die verringerten Biegespannungen soll vor allem die
Bruchgefahr vermindert und das Biegen dickerer Glasplatten
erleichtert werden.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den im An
spruch 1 oder mit den im Anspruch 2 angegebenen Merkmalen.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens be
sonders geeignete Vorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 10.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Das Verfahren nach Anspruch 2 unterscheidet sich von dem Ver
fahren nach Anspruch 1 nur in der Reihenfolge der Schritte:
Während beim Verfahren nach Anspruch 1 das Glasplattenbiegen
stattfindet, bevor die Glasplatten zusammengefügt werden,
findet beim Verfahren nach Anspruch 2 das Glasplattenbiegen
statt, nachdem die Glasplatten zusammengefügt wurden, d. h.,
die Glasplatten werden erst unter Zwischenfügen eines Abstand
halters zusammengefügt und nachträglich wird eine Glastafel
wieder abgebogen, wodurch sie sich abschnittsweise vom Abstand
halter wieder löst.
Neu und besonders wichtig ist, daß bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren die zu biegende Glasplatte gemeinsam mit der sie be
rührenden Positionierfläche gebogen wird. In Kombination damit,
daß die Glasplatte nicht in einem mittleren Bereich, sondern
längs einer ihrer Kanten parallel zu dieser Kante abgebogen
wird, erreicht man, daß die Glasplatte auf ihrer äußeren Ober
fläche im Biegebereich nur noch konkav ist, ein Vorzeichen
wechsel der Krümmung also nicht mehr auftritt. Das bedeutet
eine starke Herabsetzung der Biegespannung; im Vergleich mit
dem Stand der Technik kommt man beim Bilden vergleichbar weiter
Öffnungen mit Biegespannungen aus, die nur noch ein Viertel
der sonst nötigen Biegespannungen betragen. Zu diesem Erfolg
trägt wesentlich bei, daß in der Positionierfläche, an wel
cher die Glasplatte während des Biegens anliegt, keinerlei
Knick auftritt, weil die Positionierfläche gemeinsam mit der
Glastafel gebogen wird, wodurch sich die Positionierfläche
und die Glasplatte auch im Biegebereich stetig aneinander
anschmiegen.
Wie anhand eines Ausführungsbeispieles noch gezeigt werden
wird, kann das erfindungsgemäße Verfahren in einer herkömm
lichen Isolierglasfertigungslinie durchgeführt werden, wel
che lediglich im Bereich der Zusammenbaustation mit ver
hältnismäßig wenig Aufwand anzupassen ist. Dabei können
in ein und derselben Fertigungslinie in beliebiger Reihen
folge Isolierglasscheiben mit Schwergasfüllung und auch solche
mit Luftfüllung hergestellt werden.
Es gibt Abstandhalter, die biegsam genug sind, um sie zusammen
mit einer Glasplatte biegen zu können; vorzugsweise wird die
Glasplatte jedoch gebogen, bevor sie mit dem Abstandhalter
verbunden wird, so daß es für das Erzeugen eines Zugangs zum
Innenraum der Isolierglasscheibe nicht darauf ankommt, ob und
in welchem Ausmaß der jeweilige Abstandhalter biegbar ist.
Diese Vorgehensweise empfiehlt sich insbesondere bei der Her
stellung von am Rand verklebtem Isolierglas, welches mit Hilfe
von Abstandhaltern hergestellt wird, die aus metallischen
Hohlprofilstäben bestehen und an ihren beiden Flanken mit einem
Klebemittel versehen sind, mit dessen Hilfe sie die beiden
Glasplatten miteinander verkleben. Grundsätzlich ist es auch
möglich, beide Glasplatten zu verbiegen, um dadurch einen
größeren Zugang zum Innenraum der Isolierglasscheibe zu
schaffen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß der damit verbundene
erhöhte Aufwand nicht erforderlich ist. Vielmehr genügt es be
reits, wenn man nur eine der Glasplatten biegt. In diesem Fall
geht man am besten so vor, daß man den Abstandhalter auf die
nicht zu biegende Glasplatte legt. Das hat den Vorteil, daß
der Abstandhalter nicht auf Biegung beansprucht wird und an
seinem ganzen Umfang gehalten und unterstützt ist. Danach legt
man die gebogene Glasplatte an den Abstandhalter an, wobei
durch die Biegung zwangsläufig eine Öffnung zwischen der ge
bogenen Glasplatte und dem Abstandhalter frei bleibt.
Alternativ kann man so vorgehen, daß man beide Glasplatten
zunächst vollständig an den Abstandhalter anlegt und dann eine
der beiden Glasplatten durch Biegen teilweise wieder vom Ab
standhalter löst, sofern der verwendete Kleber dies erlaubt.
Mit Klebern auf Butylkautschukbasis ist es möglich, wenn sie
nicht zu stark verpreßt worden sind.
Grundsätzlich kann man die Isolierglasscheibe liegend füllen,
wobei eine der Glasplatten auf einem Tisch liegt und die
zweite über ihr angeordnet, z. B. durch eine Saugeinrichtung
gehalten ist, doch füllt man die Isolierglasscheibe vorzugs
weise hochkant stehend und biegt eine der Glasplatten längs
einer ihrer von unten nach oben verlaufenden Kanten ab; dabei
füllt man das Schwergas zweckmäßigerweise nahe bei der unteren
Ecke der Isolierglasscheibe ein und läßt es im Zwischenraum
zwischen den beiden Glasplatten hochsteigen, wobei es die
Luft nach oben hin verdrängt. Zweckmäßigerweise deckt man
dabei den Öffnungsspalt am unteren, waagerechten Rand und an
dem sich von unten nach oben erstreckenden Rand der Isolier
glasscheibe ab und läßt die Luft aus der am oberen, waage
rechten Rand verbleibenden Öffnung ausströmen.
In der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor
geschlagenen Vorrichtung werden die beiden zur Isolierglas
scheibe zusammenzubauenden Glasplatten parallel zueinander
deckungsgleich positioniert und zusammengefügt, wobei eine
oder beide Glasplatten, vorzugsweise nur eine der Glasplatten,
erfindungsgemäß am Rand abgebogen wird, so daß ein Schwergas
eingefüllt werden kann. Nach Abschluß der Schwergasfüllung wird
die Biegung aufgehoben und die Glasplatten werden am ganzen Um
fang mit dem Abstandhalter verklebt. Dazu hat die Vorrichtung
eine Stützeinrichtung für eine der Glasplatten und eine dazu par
allele und abstandsveränderliche Halterung für die andere Glas
platte. Isolierglasscheiben werden entweder liegend oder stehend
zusammengebaut, im zuletzt genannten Fall üblicherweise ein
wenig geneigt. In beiden Fällen hat man mithin eine untere
Glasplatte - sie wird durch die Stützeinrichtung unterstützt -
und eine obere Glasplatte - sie wird durch die Halterung ge
halten. Bei der Stützeinrichtung kann es sich um ein in diesem
Gebiet der Technik an sich bekanntes Rollenfeld handeln; vor
zugsweise handelt es sich um eine Luftkissenwand, auf welcher
eine Glasplatte auf einem Luftkissen schwimmend bewegt und
durch Umschalten von Blasen auf Saugen fixiert werden kann.
Die Halterung könnte ein Rahmen sein mit Klammern, die die
Glasplatte am Rand ergreifen, und mit Positionierelementen,
welche eine Positionierfläche definieren. Vorzugsweise ist
auch die Halterung wie die Stützeinrichtung eine Wand, ins
besondere eine solche mit Bohrungen, durch die Luft angesaugt
werden kann, um eine Glasplatte ansaugen und an der Wand fest
halten und positionieren zu können.
Eine dieser beiden Wände, die beide eine Positionierfläche
für eine Glastafel bilden, ist mit einer länglichen Saug
vorrichtung kombiniert, welche mit ihrer Vorderseite in einem
Bereich der Positionierfläche liegt, der elastisch auslenkbar
ist. Ob dieser Bereich zur Stützeinrichtung oder zur Halterung
gehört, ist eine Frage der Zweckmäßigkeit. Vorzugsweise liegt
der elastisch auslenkbare Bereich am Rand der Halterung oder
der Stützeinrichtung, so daß die Halterung bzw. Stützein
richtung mit diesem auslenkbaren Bereich endet. Der auslenk
bare Bereich könnte aber auch inmitten einer größeren Stütz
einrichtung oder Halterung liegen; in diesem Fall wird die
zu biegende Glasplatte aber so positioniert, daß sie nur dem
elastisch auslenkbaren Bereich und jenem einseitig daran an
schließenden Bereich der Positionierfläche anliegt, an welchem
der auslenkbare Bereich einseitig eingespannt ist.
Die längliche Saugvorrichtung enthält vorzugsweise eine Reihe
von mehreren Saugern, welche unmittelbar aneinander angrenzend
angeordnet sind und einzeln aktivierbar sind, um die Saugkraft
für das Biegen optimal erzeugen und an die Größe der jeweiligen
Glasplatte anpassen zu können. In einer Vorrichtung, in welcher
die Glastafeln aufrechtstehend zusammengebaut werden und auf
welcher sie auf einem Waagerechtförderer stehend und gegen die
Stützeinrichtung gelehnt hinein- und herausgefördert werden, er
streckt sich die Reihe der Sauger vorzugsweise im rechten Winkel
zur Förderrichtung, so daß die zu biegende Glasplatte längs
einer ihrer von unten nach oben verlaufenden Kanten abgebogen
wird, vorzugsweise längs der in Förderrichtung vorne liegenden
Kante.
In Anbetracht der Tatsache, daß man erfindungsgemäß zum Ein
füllen des Gases und zum Verdängen des Gas-Luft-Gemisches zwi
schen dem Abstandhalter und einer Glasplatte eine langgestreckte
Öffnung vorfindet, verwendet man zum Einfüllen des Gases mit
Vorteil eine Düse mit einer langgestreckten Mündung, welche
man am Rand der Glasplatten oder am Rand einer Glasplatte und
am Abstandhalter zur Anlage bringt und in geeigneter Weise
abdichtet, so daß man einen maximalen Wirkungsgrad erzielt.
Das verdrängte Gas-Luft-Gemisch kann durch eine Absaugdüse
abgesaugt werden, welche ebenfalls am Rand der Glasplatte
oder am Rand einer Glasplatte und am Abstandhalter angelegt
werden kann. Darüberhinaus sieht man zwischen dem Bereich
der Einfülldüse und dem Bereich, in welchem das verdrängte
Gas-Luft-Gemisch ausströmt, ein Abdeckelement vor, um Gasver
luste zu vermeiden. Vorzugsweise integriert man die Einfüll
düse und die Absaugdüse in ein gemeinsames Abdeckelement,
welches den Rand der Isolierglasscheibe längs der gesamten
Kante, längs welcher die Abbiegung erfolgt, abdeckt. Dieses
Abdeckelement enthält vorzugsweise - in der Nachbarschaft
der Einfülldüse beginnend - eine Reihe von Absaugöffnungen,
welche einzeln oder in Gruppen aktivierbar sind. Dadurch wird
es auch bei unterschiedlich großen Isolierglasscheiben möglich,
die Absaugung nur durch eine Absaugöffnung oder durch eine
Gruppe von Absaugöffnungen vornehmen zu lassen, welche außer
halb des Randes der Isolierglasscheibe, aber doch in der Nähe
ihrer Ecke liegt.
Für das Handhaben von stehenden Isolierglasscheiben empfiehlt
es sich, am unteren Ende des Abdeckelementes eine kurze Ab
deckleiste verschwenkbar anzulenken, welche nach dem Anlegen
des Abdeckelementes an die abgebogene Glaskante an den unteren
Rand der Isolierglasscheibe geschwenkt werden kann, um den dort
bestehenden keilförmigen Spalt abzudecken.
Die Saugvorrichtung umfaßt vorzugsweise ein am auslaufseitigen
Ende der Halterung einseitig eingespanntes, mit Saugöffnungen
versehenes Blech, welches auf seiner Vorderseite eine Schicht
aus einem elastomeren Werkstoff trägt. Ein solches Blech hat
die gewünschte Biegefähigkeit, wobei sich die für das Abdichten
des Saugers und das schonende Anlegen an die Glasoberfläche
vorgesehene elastomere Schicht leicht mitbiegen läßt. Das
Biegen kann durch eine Schub- und/oder Druckvorrichtung er
folgen, welche an der Rückseite des Blechs angreift, vorzugs
weise in unmittelbarer Nachbarschaft des auslaufseitigen Randes
des Bleches. Der Angriff der Schub- und/oder Druckvorrichtung
sollte vorzugsweise gelenkig erfolgen, um eine Verzerrung der
Biegelinien durch einen starren Angriff zu vermeiden. Den Werk
stoff und die Dicke des Blechs wählt man zweckmäßigerweise so,
daß sein Biegeverhalten dem der Glasplatte angepaßt ist und
sich beide mit möglichst übereinstimmender Krümmung biegen
lassen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man mit einem 4 bis
5 mm dicken Stahlblech sehr gute Ergebnisse erzielt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist in den beigefügten Zeichnungen schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 2 zeigt schematisch den längs der Linie II-II ge
legten Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung,
Fig. 3 zeigt als Detail den Querschnitt III-III durch
einen Abschnitt der Vorrichtung mit einer Isolier
glasscheibe, deren eine Glasplatte abgebogen ist,
Fig. 4 zeigt denselben Schnitt durch die Vorrichtung wie
Fig. 3, jedoch in der Stellung mit geschlossener
Isolierglasscheibe,
Fig. 5 zeigt als Detail des Schnittes gemäß Fig. 3 in
vergrößerter Darstellung den Bereich der Einfüll
düse,
Fig. 6 zeigt als Detail einen Vertikalschnitt durch die
Einfülldüse entlang der Schnittlinie VI-VI gemäß
Fig. 5,
Fig. 7 zeigt als Detail das untere Ende eines Abdicht
elementes für die Isolierglasscheibe mit einer
schwenkbar daran befestigten kurzen Abdeckleiste,
und
Fig. 8 zeigt als Detail einen Querschnitt durch das
Abdeckelement in Höhe eines Absaugkanales.
Die Fig. 1 und 2 zeigen, daß die Vorrichtung ein Unter
gestell 1 und darauf einen Sockel 2 hat, welcher einen waage
recht fördernden Förderer trägt, der durch eine Folge von
synchron angetriebenen Rollen 3 gebildet ist. Zwischen je zwei
benachbarten Rollen 3 ist ein Auflager 4 angeordnet; die Folge
der Auflager 4 ist an einem Hubbalken 5 angeordnet, welcher auf
und ab verstellbar ist, so daß die Auflager 4 zwischen einer
Lage, in welcher sie über die Rollen 3 nach oben vorstehen, und
einer Lage, in welcher sie unter die Oberseite der Rollen 3
versenkt sind, hin und her verschiebbar ist.
Oberhalb der Rollen 3 ist eine Stützwand 6 angeordnet, welche
einerseits auf dem Sockel 2 fußt und andererseits durch Streben
7 und 8, welche auf dem Untergestell 1 fußen, in eine um unge
fähr 6° gegenüber der Vertikalen nach hinten geneigten Lage
abgestützt ist. Die Stützwand 6 ist als Luftkissenwand ausge
bildet, d. h. sie besteht aus einer Platte 9, in welcher eine An
zahl von Bohrungen verteilt ist, welchen durch ein Gebläse 10
über eine Leitung 11 Druckluft zugeführt wird. Die Vorderseite
der Stützwand 6 bildet eine erste Positionierfläche 28 für eine
Glasplatte 40 und 42.
Am Rahmen der Stützwand 6 sind nahe bei den vier Ecken der Stütz
wand vier im rechten Winkel zur Stützwand 6 verlaufende Stangen
12 angeordnet, welche rechtwinklig zur Stützwand 6 durch einen
druckmittelbetätigten Zylinder 13 vor und zurückschiebbar sind.
Anstelle des Zylinders 13 könnte auch eine Spindel verwendet wer
den. Die Stangen 12 tragen an ihrem vorderen Ende eine
Halterung 14, an welcher ein Rahmen mit einer Wand 15 be
festigt ist, die parallel zur Stützwand 6 verläuft und
durch Betätigen der Druckmittelzylinder 13 in ihrem Abstand
von der Stützwand 6 verändert werden kann. Die Wand 15 ist
ebenfalls als Luftkissenwand ausgebildet und wird deshalb
durch eine weitere Leitung 17 vom Gebläse 10 mit Druckluft
versorgt. Sie weist wie die Stützwand 6 über ihre Oberfläche
verteilt eine Anzahl von Bohrungen 35 auf, durch die die
Gebläseluft austreten oder angesaugt werden kann. Ihre Vorder
seite bildet eine zweite Positionierfläche für eine Glasplatte
40. Unterhalb der Wand 15 ist ein weiterer Hubbalken 18 mit
einer Anzahl von Auflagern 19 angeordnet.
An dem im Bezug auf die Förderrichtung auslaufseitigen Ende
der Wand 15 befindet sich eine streifenförmige, sich vom
unteren Rand bis zum oberen Rand der Wand 15 erstreckende
Saugvorrichtung 20, welche aus einer Reihe von übereinander
angeordneten Saugern 21 besteht, die über Rohrleitungen 22
und 23 mit einem nicht dargestellten Saugaggregat verbunden
sind und einzeln oder in Gruppen aktiviert werden können.
In Förderrichtung 25 an die Saugvorrichtung 20 anschließend
ist ein Abdeckelement 26 vorgesehen, welches in den Förder
weg einer Isolierglasscheibe und aus dem Förderweg heraus
bewegt werden kann.
Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, umfaßt die Saugvorrichtung
20 ein Blech 50, insbesondere ein 4 bis 5 mm dickes Stahl
blech, welches sich an den auslaufseitigen Rand der mit
Bohrungen versehenen Wand 15 anschließt, welche die zu
biegende Glasplatte 40 durch Ansaugen festhält. Das Blech
50 erstreckt sich von der unteren Ecke bis zur oberen
Ecke der Wand 15, welche an ihrem auslaufseitigen Rand
starr mit einer Metallplatte 51 verbunden ist, deren
Vorderseite gegenüber der Vorderseite der Wand 14 zurück
versetzt ist. Das Blech 50 ist fest mit der Vorderseite
der Metallplatte 51 verbunden und ragt in Förder
richtung 25 über die Metallplatte 51 hinaus; das Blech
50 ist auf diese Weise durch einseitige Einspannung
am auslaufseitigen Rand der Wand 14 angebracht. Infolge
der einseitigen Einspannung kann das Blech 50 quer zu seiner
Oberfläche durch elastisches Biegen ausgelenkt werden.
Um das zu bewerkstelligen ist am auslaufseitigen Rand
des Blechs 50 mittels eines Scharniers 52 gelenkig eine
Platte 53 angebracht, welche rückseitig durch Streben 54
und 55, welche im rechten Winkel zur Oberfläche der
Platte 53 verlaufen, mit einer weiteren Platte 56 verbun
den ist, so daß die Platten 53 und 56 mit den Streben 54
und 55 einen Rahmen bilden, welcher parallel zu sich
selbst und zur vorderen Oberfläche der Wand 15 vor und
zurück bewegbar ist. Die Parallelführung des Rahmens
wird durch ein Gelenkviereck gewährleistet, welches durch
die Einspannstelle des Blechs 50 an der Metallplatte 51, durch
das Scharnier 52 sowie durch zwei in entsprechendem Abstand
angeordnete, hinter der Platte 56 liegende Gelenke 57 und 58
gewährleistet, von denen das Gelenk 57 fest mit der Platte 56
und das Gelenk 58 fest mit dem Grundrahmen der Wand 15 ver
bunden ist, wobei die beiden Gelenke 57 und 58 durch einen
Lenker 60 miteinander verbunden sind.
Der Mechanismus zum Verschieben des Rahmens 53 bis 56 umfaßt
zwei aufblasbare Schläuche 61 und 62. Der Schlauch 61 ist
zwischen der Platte 53 und der Vorderseite einer zwischen
den Platten 53 und 56 verlaufenden Säule 63 angeordnet, wel
che zum Grundrahmen 59 gehört und somit gestellfest ist. Der
Schlauch 62 ist zwischen der Platte 56 und der Rückseite der
Säule 63 angeordnet.
Wird der hintere Schlauch 62 aufgeblasen und der vordere
Schlauch 61 entlüftet (Fig. 3) dann wird die Platte 53
zurückgezogen, bis sie mit einem justierbaren Anschlag 64
gegen den Grundrahmen 59 stößt. Mit der Platte 53 bewegt
sich der auslaufseitige Rand des Bleches 50 zurück, welches
dadurch gebogen wird (Fig. 3). Werden beide Schläuche 61
und 62 entlüftet, kehrt das Blech 50 durch elastisches Rück
federn in seine Ausgangslage zurück, in welcher es mit seiner
beschichteten Vorderseite in der Flucht der Positionierfläche
29 liegt. Wird ergänzend der vordere Schlauch 61 aufgeblasen,
dann wird das Blech 50 in seiner Lage stabilisiert, wobei an
der hinteren Platte 56 vorgesehene justierbare Anschläge 65,
welche am Grundrahmen 59 anschlagen, sicherstellen, daß die
Saugvorrichtung 20 mit ihrer Vorderseite nicht über die
Positionierfläche 29 hinaus vorgeschoben wird.
Die Vorderseite des Blechs 50 ist mit einer Schicht 66
aus einem elastomeren Werkstoff, insbesondere aus Gummi,
versehen (siehe Fig. 5), wobei zur Unterteilung und Be
grenzung der einzelnen Sauger 21 streifenförmige, kompres
sible Dichtungen, z. B. aus Moosgummi, in die Schicht 66
eingelassen sind. Diese streifenförmigen Dichtungen 67
geben jedem Sauger eine rechteckige Umrißgestalt, in deren
Mitte eine Saugöffnung 68 liegt (Fig. 2). Die streifen
förmigen Dichtungen 67 stehen über die Vorderseite der
Schicht 66 vor und werden beim Ansaugen einer Glasplatte
40 komprimiert.
Beim Biegen der Platte 50 wird eine daran angesaugte Glas
platte 40 mitgebogen, wodurch sich in einer Isolierglas
scheibe 44, welche sich zwischen der Luftkissenwand 6 und
der Wand 15 befindet, eine spaltförmige Öffnung 43 bildet,
welche am auslaufseitigen Rand der Isolierglasscheibe 44
liegt (siehe Fig. 3 und 5). Durch diese spaltförmige
Öffnung 43 soll in den Innenraum der Isolierglasscheibe
ein von Luft verschiedenes Gas, insbesondere ein Schwer
gas, eingeblasen und die Luft aus dem Innenraum verdrängt
werden. Als Einrichtung zum Zuführen des Gases ist eine
Düse 31 vorgesehen, welche in der Nachbarschaft der unteren
Ecke der Isolierglasscheibe 44 an deren auslaufseitigem
Rand zur Anlage gebracht wird. Die Düse 31 befindet sich an
einer langgestreckten Winkelschiene 32, welche zum Ab
decken des gesamten auslaufseitigen Randes der Isolierglas
scheibe 44 dient und oberhalb der Düse 31 in regelmäßigen
Abständen eine Reihe von Absaugdüsen 33 enthält (siehe
Fig. 1 und 8).
Die Vorderseite der Winkelschiene 32 ist mit einer Dichtung
34 belegt, welche einerseits am auslaufseitigen Rand des
Blechs 50 und andererseits am auslaufseitigen Rand der
Luftkissenwand 6 zur Anlage gebracht wird.
In Höhe des Rollenganges 3 ist an der Winkelschiene 32
schwenkbar eine kurze Abdeckleiste 27 vorgesehen, welche
auf ihrer Oberseite eine streifenförmige Dichtung 36 trägt,
welche zur Anlage am unteren Rand der Isolierglasscheibe 44
bestimmt ist (siehe Fig. 2 und 7). Dadurch soll der sich
beim Biegen der Glasplatte 40 am unteren Rand bildende keil
förmige Spalt abgedichtet werden. Damit an dieser Stelle
das eingefüllte Gas nicht längs dem Abstandhalter 41 durch
die Randfuge 45 der Isolierglasscheibe abströmt, ist am Ende
der Abdeckleiste 27 noch eine Bürste 38 vorgesehen, deren
Borsten in die Randfuge eintauchen, wenn die Abdeckleiste
27 an den unteren Rand der Isolierglasscheibe 44 angelegt
wird. Zum Verschwenken der Abdeckleiste 27 ist ein Druck
mittelzylinder 39 vorgesehen.
Um die Isolierglasscheibe in Förderrichtung 25 aus der Vor
richtung herausfördern zu können, muß das Abdeckelement 26
aus dem Förderweg herausbewegt werden können. Zu diesem
Zweck sind Druckmittelzylinder 46 vorgesehen, die an der
Winkelschiene 32 angreifen, um sie vor und zurück zu bewegen
(siehe Fig. 3 und 4), wobei durch Lenker 47 und 48, die
am Druckmittelzylinder 46 bzw. an der Winkelschiene 32 ange
lenkt sind, ein Gleichlauf der Winkelschiene bei der Vor- und
Zurückbewegung gewährleistet wird. Die Druckmittelzylinder
46 wiederum sind durch einen oder zwei Druckmittelzylinder 49,
welche am Grundgestell 59 angebracht sind, in Förderrichtung
und entgegen der Förderrichtung 25 verschiebbar.
Wie Fig. 6 zeigt, ist die Düse 31 zum Zuführen des Gases mit
einer flachen, langgestreckten Mündung versehen, durch welche
ein entsprechend flacher Strahl in den Scheibeninnenraum ge
richtet werden kann. Fig. 6 zeigt die Düse in der Anlage an
einer sehr kleinen Isolierglasscheibe. Die Höhe der Düsen
öffnung soll geringer sein als die Höhe der kleinsten zu be
arbeitenden Isolierglasscheibe.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Bei abgesenkten Hubbalken 5 und 18 wird eine Glasplatte 40 auf den Rollen 3 stehend und gegen die Stützwand 6 gelehnt in die Vorrichtung hereintransportiert. Die Lage, Länge und Höhe der Glasplatte 40 werden in an sich bekannter Weise durch Sensoren erfaßt.
Bei abgesenkten Hubbalken 5 und 18 wird eine Glasplatte 40 auf den Rollen 3 stehend und gegen die Stützwand 6 gelehnt in die Vorrichtung hereintransportiert. Die Lage, Länge und Höhe der Glasplatte 40 werden in an sich bekannter Weise durch Sensoren erfaßt.
Die Glasplatte 40 wird bis zum auslaufseitigen Rand der Stütz
wand 6 gefördert und bündig mit deren Rand gestoppt.
Nun wird der Hubbalken 3 nach oben bewegt und dadurch die
Glasplatte 40 von den Rollen 3 abgehoben. Nunmehr wird die
Wand 15 der Glasplatte 40 angenähert. Dabei wird die Winkel
schiene 32, die am Ende der Kolbenstange 46a des Druckmittel
zylinders 46 angebracht ist und zuvor vorgeschoben wurde, mit
genommen, bis sie auf einen nicht dargestellten, am Unterge
stell 1 angebrachten Festanschlag trifft. Bei weiterer Vor
wärtsbewegung der Wand 15 wird die Kolbenstange 46a in den
Druckmittelzylinder 46 eingeschoben, bis die Wand 15 auf die
Glasplatte 40 trifft. In dieser Lage, welche ein Maß für die
Dicke der Glasplatte 40 ist wird die Kolbenstange 46a im Druck
mittelzylinder 46 arretiert. Nun wird die Glasplatte 40 ange
saugt, indem durch die Bohrungen 35 in der Wand 15 Luft ange
saugt wird, und wird zusammen mit der Wand 15 zurückbewegt,
an welcher sie hängt und am unteren Rand durch die inzwischen
angehobenen Auflager 19 unterstützt wird. Gleichzeitig mit dem
Ansaugen durch die Bohrungen 35, spätestens aber jetzt werden,
z. B. gesteuert durch einen Sensor, der die Höhe der Glasplatte
40 bestimmt, jene Sauger 21 aktiviert, die von der Glasplatte 40
vollständig überdeckt werden: Sie saugen die Glasplatte 40 zu
sätzlich an. Haben sich die Sauger 21 auf der äußeren Ober
fläche der Glasplatte 40 festgesaugt, wird das Blech 50, auf
dem sie ausgebildet sind, von der Stützwand 6 weg gebogen und
eine gleiche Biegung der Glasplatte 40 bewirkt.
Währenddessen werden die Auflager 4 abgesenkt und auf den
Rollen 3 wird eine weitere, gleich große, jedoch mit einem
Abstandhalter 41 belegte Glasplatte 42 herangefördert,
deckungsgleich zur Glasplatte 40 positioniert und durch die
Auflager 4 von den Rollen 3 abgehoben. Der Abstandhalter 41
ist beidseits mit einem Klebemittel beschichtet.
Nunmehr wird die Wand 15 der Wand 6 angenähert, bis die Glas
platte 40 (in der Sprache der Patentansprüche ist es die "zwei
te" Glasplatte) zur Anlage am Abstandhalter 41 gelangt. Da
durch wird der Zwischenraum zwischen den beiden Glasplatten
40 und 42 geschlossen bis auf eine spaltförmige Öffnung 43
längs dem auslaufseitigen Rand der Glasplatte 40. Durch Be
tätigen des Druckmittelzylinders 49 wird nunmehr das Abdeck
element 26 zur Anlage am auslaufseitigen Rand der Isolier
glasscheibe gebracht (Fig. 3) und danach durch Betätigen
des Druckmittelzylinders 39 die Abdeckleiste 27 zur Anlage
am unteren Rand der Isolierglasscheibe 44 gebracht. Durch die
Arretierung der Kolbenstange 46a ist dabei gewährleistet, das
die eine Randwulst der Dichtung 34 stets in gleicher Lage auf
den Rand des Blechs 50 trifft, unabhängig von der Dicke der
Glasplatte 40.
Anschließend wird durch die Düse 31 das Gas in die Isolier
glasscheibe 44 eingeleitet, welches die darin vor
handene Luft nach oben hin verdrängt. Gesteuert durch einen
Sensor, welcher auf die Höhe der Isolierglasscheibe an
spricht, wird die erste Absaugdüse 33, welche oberhalb der
Isolierglasscheibe liegt, aktiviert; sie saugt wenigstens
einen Teil der verdrängten Luft bzw. des verdrängten Luft-
Gas-Gemisches ab und leitet es zu einem nicht dargestellten
Meßfühler, welcher den Restsauerstoffgehalt im abgesaugten
Luft-Gas-Gemisch feststellt. Ist der Restsauerstoffgehalt
unter einen vorgegebenen Wert abgesunken, wird der Gasfüll
vorgang beendet und die Isolierglasscheibe geschlossen,
indem die Saugvorrichtung 20 drucklos gemacht wird (dann
federt die Glasplatte 40 gegen den Abstandhalter 41 und
verschließt die Isolierglasscheibe sehr rasch) oder in
dem der hintere Schlauch 62 drucklos gemacht wird (dann
federt die Glasplatte 40 etwas sanfter gegen den Abstand
halter 41). Anschließend kann die Isolierglasscheibe 44 in
der Vorrichtung verpreßt werden, wodurch die Klebeverbindung
zwischen dem Abstandhalter 41 und den beiden Glasplatten
40 und 42 gasdicht wird und die Isolierglasscheibe ihre
Solldicke annimmt. Zu diesem Zweck wird die Wand 15 und
mit ihr die daran befestigte Saugvorrichtung durch die
Druckmittelzylinder 13 gegen die Stützwand 6 gezogen. Da
mit die biegsame Saugvorrichtung 20 dem Preßdruck nicht
ausweichen kann, wird gleichzeitig der Schlauch 61 zur
rückseitigen Unterstützung der Saugvorrichtung 20 aufge
blasen.
Das Abdeckelement 26 wird in dieser Phase nicht mehr be
nötigt; es wird durch Herunterschwenken der Abdeckleiste
27 und durch eine kombinierte Bewegung in Förderrichtung
und quer zur Förderrichtung aus dem Förderweg herausbe
wegt in seine zurückgezogene Endlage, wie in Fig. 4
dargestellt.
Nach dem Verpressen wird die Wand 15 von der Stützwand 6
wieder entfernt, die Auflager 4 und 19 werden abgesenkt
und die Isolierglasscheibe 44 wird auf den Rollen 3
stehend und gegen die Luftkissenwand 6 gelehnt abgefördert.
Claims (30)
1. Verfahren zum Zusammenbauen von Isolierglasscheiben,
deren Innenraum zwischen Paaren von Glasplatten (40, 42),
die längs ihrer Ränder durch einen rahmenförmigen Abstand
halter (41) auf Abstand voneinander gehalten und miteinander
verklebt sind und während des Zusammenbauens mit ihrer äußeren
Oberfläche an Positionierflächen (28, 29) anliegen, mit einem
von Luft verschiedenen Gas gefüllt ist, durch
- - elastisches Biegen wenigstens einer der Glasplatten (40) längs einer Kante der Glasplatte (40),
- - Anbringen des Abstandhalters (41) an einer der Glasplatten (nachfolgend als die "erste" Glasplatte 42 bezeichnet) vor, während oder nach dem Biegen einer der Glasplatten (40),
- - Anbringen des Abstandhalters (41) an der anderen Glasplatte (nachfolgend als die "zweite" Glasplatte 40 bezeichnet), wo bei die Biegung aufrechterhalten wird, so daß ein Zugang zum Innenraum zwischen den Glasplatten (40, 42) offen bleibt,
- - Einleiten des Gases in den Innenraum durch den so geschaffenen Zugang, und
- - Verschieben des Zugangs durch Aufheben der elastischen Biegung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasplatte (40) gemein
sam mit der sie berührenden Positionierfläche (29) so ge
bogen wird, daß ihre äußere Oberfläche dort konkav ist.
2. Verfahren zum Zusammenbauen von Isolierglasscheiben,
deren Innenraum zwischen Paaren von Glasplatten (40, 42),
die längs ihrer Ränder durch einen rahmenförmigen Abstand
halter (41) auf Abstand voneinander gehalten und miteinander
verklebt sind und während des Zusammenbauens mit ihrer äußeren
Oberfläche an Positionierflächen (28, 29) anliegen, mit einem
von Luft verschiedenen Gas gefüllt ist, durch
- - Anbringen des Abstandhalters (41) an der einen Glasplatte (nachfolgend als die "erste" Glasplatte 42 bezeichnet) und dann an der anderen Glasplatte (nachfolgend als die "zweite" Glasplatte 40 bezeichnet),
- - Schaffen eines Zugangs zum Innenraum zwischen den Glasplatten (40, 42) durch elastisches Biegen wenigstens einer der Glas platten (40) längs einer Kante der Glasplatte (40),
- - Einleiten des Gases in den Innenraum durch den so geschaffenen Zugang, und
- - Verschließen des Zugangs durch Aufheben der elastischen Biegung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Glasplatte (40) gemeinsam
mit der sie berührenden Positionierfläche (29) so gebogen
wird, daß ihre äußere Oberfläche dort konkav ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu biegende Glasplatte (40) durch die Positionier
fläche (29) hindurch an die Positionierfläche (29) angesaugt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß nur eine der beiden Glasplatten (40,
42) gebogen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß nur die zweite Glasplatte (40) gebogen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Glasplatte (40) gebogen wird, bevor sie mit dem
Abstandhalter (41) verbunden wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zugang zum Innenraum zwischen
den beiden Glasplatten (40, 42) während der Dauer des Ein
leitens des Gases an den Rändern der Glasplatten (40, 42)
wenigstens teilweise abgedichtet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweilige Glasplatte (40) in einem streifenförmigen Teil
bereich ihrer äußeren Oberfläche angesaugt wird, welcher sich
an dem Randabschnitt der Glasplatte (40) i. w. von der einen
bis zur anderen Ecke der Glasplatte (40) erstreckt.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gas in den Innenraum zwischen
den beiden Glasplatten (40, 42) eingeleitet wird, während diese
aufrecht stehend oder geneigt angeordnet sind und daß das Gas
von unten her eingeleitet wird und die Luft nach oben hin ver
drängt.
10. Vorrichtung zum Zusammenbauen von Isolierglasscheiben,
deren Innenraum zwischen Paaren von Glasplatten (40, 42),
die längs ihrer Ränder durch einen rahmenförmigen Abstand
halter (41) auf Abstand voneinander gehalten und miteinander
verklebt sind, mit einem von Luft verschiedenen Gas gefüllt
ist,
mit einer Stützeinrichtung (6) zum Abstützen und Positionieren der Glasplatten (40, 42) und
mit einer zur Stützeinrichtung (6) parallelen und abstands veränderlichen Halterung (15) zum Festhalten und Positionieren einer der Glasplatten (40) im Abstand von der anderen Glasplatte (42), wobei entweder die Stützeinrichtung (6) oder die Halterung (15) oder beide eine zur An lage an der Außenseite einer Glasplatte (40) bestimmte Positionierfläche (29) definieren, in welcher mit ihrer Vorder seite eine gegen die Glasplatte (40) gerichtete längliche Saugvorrichtung (20) angeordnet ist,
und mit einer Einrichtung (31) zum Zuführen des Gases, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugvorrichtung (20) in einem Bereich der Positionierfläche (29) angeordnet ist, der elastisch auslenkbar an der Halterung (15) bzw. Stütz einrichtung (6) angebracht ist und daß an diesem Bereich eine Zug- und/oder Schubvorrichtung (52 bis 56) zum Biegen des Bereichs angreift.
mit einer Stützeinrichtung (6) zum Abstützen und Positionieren der Glasplatten (40, 42) und
mit einer zur Stützeinrichtung (6) parallelen und abstands veränderlichen Halterung (15) zum Festhalten und Positionieren einer der Glasplatten (40) im Abstand von der anderen Glasplatte (42), wobei entweder die Stützeinrichtung (6) oder die Halterung (15) oder beide eine zur An lage an der Außenseite einer Glasplatte (40) bestimmte Positionierfläche (29) definieren, in welcher mit ihrer Vorder seite eine gegen die Glasplatte (40) gerichtete längliche Saugvorrichtung (20) angeordnet ist,
und mit einer Einrichtung (31) zum Zuführen des Gases, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugvorrichtung (20) in einem Bereich der Positionierfläche (29) angeordnet ist, der elastisch auslenkbar an der Halterung (15) bzw. Stütz einrichtung (6) angebracht ist und daß an diesem Bereich eine Zug- und/oder Schubvorrichtung (52 bis 56) zum Biegen des Bereichs angreift.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastisch auslenkbare Bereich ein Rand
bereich der Halterung (15) bzw. der Stützeinrichtung (6)
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Halterung (15) eine Wand mit Halte
mitteln (35) zum Festhalten der einen Glasplatte (40) ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß für das Arbeiten mit hochkant
stehenden Glasplatten (40, 42) die Stützeinrichtung (6)
sich oberhalb eines Waagerechtförderers (3) erstreckt und
zum Abstützen der auf dem Förderer (3) stehenden Glasplatten
(40, 42) ein wenig nach hinten geneigt ist,
und daß die Einrichtung (31) zum Zuführen des Gases in Höhe
des Förderers (3) oder oberhalb des Förderers (3) in veränder
lichem Abstand vom Förderer (3) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltemittel der Wand (15) Saugeinrichtungen
(35) sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in der länglichen Saugvorrichtung (20) eine Reihe von
mehreren Saugern (21) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13 und 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die Reihe der Sauger (21) im rechten
Winkel zur Förderrichtung (25) erstreckt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sauger (21) unmittelbar aneinander
angrenzend angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15, 16 oder 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sauger (21) einzeln oder in Gruppen
aktivierbar sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (6) eine Luft
kissenwand ist, durch deren Öffnungen die Luft wahlweise
geblasen oder angesaugt werden kann.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 19, da
durch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (31) zum
Zuführen des Gases eine langgestreckte Mündung (37) auf
weist, welche zum Anlegen am Rand der Glasplatten (40, 42)
oder am Rand einer Glasplatte (40) und am Abstandhalter
(41) bestimmt ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, da
durch gekennzeichnet, daß eine Absaugeinrichtung
(33) vorgesehen ist, welche zum Anlegen am Rand der Glas
platten (40, 42) oder am Rand einer Glasplatte (40) und am
Abstandhalter (41) bestimmt ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Behinderung des Ausströmens von
Gas aus dem Innenraum zwischen den Glasplatten (40, 42) ein
Abdeckelement (26) vorgesehen ist, welches den längs der
Kante, längs welcher die Glasplatte (40) abgebogen ist, ge
bildeten Zugang auf voller Länge abdeckt, und daß die Ein
richtung (31) zum Zuführen des Gases und die Absaugein
richtung (33) beide in dieses Abdeckelement (26) integriert
sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Abdeckelement (26) eine Reihe von einzeln
oder in Gruppen aktivierbaren Absaugöffnungen (33) vorgesehen
ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekenn
zeichnet, daß am einen Ende des Abdeckelementes (26)
eine kurze Abdeckleiste (27) verschwenkbar angelenkt ist,
welche in ihrer wirksamen Stellung rechtwinklig zum Abdeck
element (26) verläuft.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 24, da
durch gekennzeichnet, daß die Saugvorrichtung (20) ein ein
seitig am auslaufseitigen Ende der Halterung (15) einge
spanntes, mit Saugöffnungen (68) versehenes Blech (50) um
faßt, welches auf seiner Vorderseite eine Schicht (66) aus
einem elastomeren Werkstoff trägt, und an dessen Rückseite
nahe bei seinem auslaufseitigen Rand eine Schub- und/oder
Druckvorrichtung (52 bis 56) angreift.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schub- und/oder Druckvorrichtung (52 bis 56)
gelenkig am Blech (50) angreift.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß sein Biegeverhalten dem der Glasplatte
(42) angepaßt ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
daß das Blech ein 4 bis 5 mm dickes Stahlblech ist.
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| DE9017192U DE9017192U1 (de) | 1990-07-13 | 1990-07-13 | Vorrichtung zum Zusammenbauen von Isolierglasscheiben, die mit einem von Luft verschiedenen Gas gefüllt sind |
| DE4022185A DE4022185A1 (de) | 1990-07-13 | 1990-07-13 | Verfahren und vorrichtung zum zusammenbauen von isolierglasscheiben, die mit einem von luft verschiedenen gas gefuellt sind |
| DE59102519T DE59102519D1 (de) | 1990-07-13 | 1991-07-12 | Verfahren und vorrichtung zum zusammenbauen von isolierglasscheiben, die mit einem von luft verschiedenen gas gefüllt sind. |
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| EP91912375A EP0539407B1 (de) | 1990-07-13 | 1991-07-12 | Verfahren und vorrichtung zum zusammenbauen von isolierglasscheiben, die mit einem von luft verschiedenen gas gefüllt sind |
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|---|---|---|---|
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