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DE2000851B2 - Kaugummi - Google Patents

Kaugummi

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DE2000851B2
DE2000851B2 DE19702000851 DE2000851A DE2000851B2 DE 2000851 B2 DE2000851 B2 DE 2000851B2 DE 19702000851 DE19702000851 DE 19702000851 DE 2000851 A DE2000851 A DE 2000851A DE 2000851 B2 DE2000851 B2 DE 2000851B2
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DE
Germany
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chewing gum
chewing
aldehyde
gum
glyceraldehyde
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DE19702000851
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DE2000851A1 (de
DE2000851C3 (de
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John Hyland Worthington Litchfield
Victor George Columbus Vely
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WM Wrigley Jr Co
Original Assignee
WM Wrigley Jr Co
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Publication date
Application filed by WM Wrigley Jr Co filed Critical WM Wrigley Jr Co
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Publication of DE2000851B2 publication Critical patent/DE2000851B2/de
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Publication of DE2000851C3 publication Critical patent/DE2000851C3/de
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    • A23G4/00Chewing gum
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Description

Die Erfindung betrifft Kaugummi aus einer Kaugummigrundmasse und einem zahnpflegenden Zusatz.
Es ist allgemein bekannt und bewiesen, daß die Entwicklung von Säure infolge der Aufspaltung von leicht fermen'ierbaren Kohlet Hydraten unter der Wirkung von säurebildendcn Mundbakterien eine der Hauptursachen für Zahnkaries ist. ")er Vorgang oder der Mechanismus der Zahnkaries ist im wesentlichen durch eine Entkalkung des anorganischen Zahnteils gekennzeichnet und wird von einer Zersetzung der organischen Matrix begleitet oder gefolgt. Die Säuren entstehen auf der Zahnoberfläche, und wenn sie nicht neutralisiert oder anderweitig vernichtet werden, geht die Entmineralisierung des Zahns schnell vor sich.
Bisher wurden üblicherweise zur Reinigung dei· Zähne Zahnpasten und ähnliche Präparate benutzt, die auf die Zahnoberfläche aufgetragen werden, und man hat auch bereits gewisse Vorschläge zur Entwicklung von medikamenthaltigen Zahnpasten vorgeschlagen, die den Zahnverfall zu verhindern und die Karies zu unterdrücken vermögen. Viele von ihnen enthalten verschiedene Hemmstoffe, wie Fluoride oder Amide.
Zahnpflegende Kaugummis und Lutschbonbons auf der Basis von durch Säuren ausgefällter Magermilchmolke mit Zusätzen wie Tragantgummilösung, ätherischen ölen und Calcium- oder Magnesiumphosphaten sind in der DE-AS 12 27197 vorgeschlagen worden. Kaugummi oder kaugummiartige Massen mit einem Gehalt an mechanisch reinigenden Körpern bestimmter Härte und Korngröße, die zur Vermeidung der Säurebildung vorzugsweise synthetische Süßstoffe wie Saccharin enthalten, sind aus d^r AT 1 76 636 bekannt.
Eine andere Möglichkeit zur Karieskontrolle besteht darin, Natriumfluorid zwecks Erzielung einer systemischen Wirkung dem Trinkwasser zuzusetzen oder es örtlich auf die Zahnoberflächen aufzubringen, und hat auch bereits gewisse Anerkennung gefunden. Eine weitere Möglichkeit zur Zahnkarieskontrolle besteht in der Verwendung von Antibiotika, wie Penicillin, sie hat sich zwar bereits diesbezüglich als etwas vorteilhaft erwiesen, ist aber andererseits nicht ohne gewisse Nachteile einschließlich der Sensibilisierung des Patienten, wodurch sein Wert als Kariesbekämpfungsmittel geschmälert wird..
Trotz dieser zahlreich vorgeschlagenen Mittel zur Unterdrückung von sich bildender Säure in der Mundhöhle oder deren Neutralisierung, scheint das Problem der Zahnkariesbekämpfung wesentlich komplexer und nicht ohne weiteres durch eir- oder zweimalige, tägliche Anwendung der üblichen Zahnpastenpräparate durch den Verbraucher lösbar zu sein. Offensichtlich erfordert eine wirksame Zahnkariesbekämpfung, daß jeder Bakterienwachstums-Hemmstoff nach Einbringung in die Mundhöhle so lange wirksam Heiben muß, daß er auch zwischen den Anwendungspenoden oder sogar noch darüber hinaus Zersetzungsschutz bieten kann. Herkömmliche Zahnpasten bieten diesen Schutz nicht und besitzen obendrein den Nachteil, daß ihre Wirkstoffe schnell aus der Mundhöhle ausgewaschen werden, wodurch die Kontaktdauer
μ zwischen Wirkstoff und Mikroorganismen verkürzt wird.
Somit mangelt es ersichtlicherweise zur Zeit noch an brauchbaren Mitteln und Präparaten, um in der Zeit zwischen zwei Einbringungen in die Mundhöhle die Bildung von Mund-Mikroorganismen und Säuren zu bekämpfen.
Demgemäß bezweckt die Erfindung in erster Linie die Schaffung eines Antikariespräparates in Form von Kaugummi, das viele Nachteile beseitigt, die bei der
ίο Verwendung der Tür die Zahnkariesbekämpfung üblichen Zahnpflegemittel auftreten.
Ein anderes Erfindungsziel besteht in der Schaffung eines antikariesaktiven Kaugummis, der langzeitig nicht nur Bildung oder Wachstum oraler Mikroorganismen in
i) der Mundhöhle, sondern auch Säurebildung wirksam zu unterdrücken vermag und daher nicht nur während der Kauperiode, sondern auch noch nach dem Wegwerfen Schutz gewährt.
Demgemäß besteht die Erfindung in einem Kaugummi aus einer Kaugummigrundmasse und einem zahnpflegenden Zusatz, wobei sich der Kaugummi dadurch auszeichnet, daß er als Karies verhindernden Zusatz
Brenztraubenaldehyd, bevorzugt zu 0,1 bis 2,0%,
Glykolaldehyd, bevorzugt 0,5 bis 2,0%, und/oder
Glycerinaldehyd, bevorzugt 03 bis 5,0%, oder
«-Hydroxypropionaldehyd, bevorzugt 0,1 bis 2,0%,
jeweils bezogen auf das Gewicht des Kaugummis, enthält. Insbesondere bevorzugt sind Kaugummis, die, jeweils bezogen auf ihr Gewicht, 0,1 bis 2,0% Brenztraubenaldehyd und 0,5 bis 2,0% Glykolaldehyd, 0,i bis 2,0% Jrenztraubenaldehyd und 03 bis 5,0% Glycerinaldehyd, oder 03 bis 2,0% Glykolaldehyd und 0,5 bis 5,0% Glycerinaldehyd, oder 0,5% Brenztraubenaldehyd und 2,0% Glycerinaldehyd enthalten.
Im folgenden ist die Erfindung in verschiedenen Ausfuhrungsbeispielen anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß diese Aldehyde außerordentlich wirksame Hemmstoffe gegen Milchsäurebildung (90% oder höher) und Wachstum oraler Streptococcen und Bazillen sind. Dies ergaben ausgedehnte, sowohl in vitro als auch in vivo durchgeführte Studien und Versuche an bestimmten
b5 Verbindungen, darunter insbesondere den genannten Aldehyden, wobei fernerhin festgestellt wurde, daß sie sich ohne weiteres in Kaugummigrundmassen einarbeiten lassen und aus ihnen wiederum beim Kauvorgang in
solchem Ausmaß freigegeben werden, daß sie den zur Zahnkariesbekämpfung gewünschten Aktivitätsgrad von 90% oder darüber zu schaffen zu vermögen.
Die F i g. 1 bis 6 zeigen in Kurvenbildern die Wirkung von Kaugummimassen mit unterschiedlichen Gehalten an Brenztraubenaldehyd allein oder zusammen mit Glycerinaldehyd auf das Wachstum oraler Mikroorganismen und/oder auf die Säurebildung über verschiedene Inkubationszeiten hinweg; von diesen zeigt
F i g. 1 die Wirkung einer aromatisierten Kaugummigrundmasse mit Brenztraubenaldehyd (bestimmt durch direktes Kauen) auf die Säurebildung durch eine Mischbesetzung von oralen Mikroorganismen; dabei ist auf der Ordinate der titrierbare Säuregrad in ml an 0,050 η Natriumhydroxyd und auf der Abszisse die Inkubationszeit in Stunden aufgetragen; Kurve 1 entspricht einer Probe ohne Brenztraubenaldehyd, Kurve 2 einer solchen mit 0,5% Brenztraubenaldehyd und Kurve 3 einer solchen mit 1,0% Brenztraubenaldehyd;
Fig.2 die Wirkung einer solchen Kaugummigrundmasse mit Brenztraubenaldehyd (bestimmt durch direktes Kauen) auf das Wachstum einer Mi^chbesetzung von oralen Mikroorganismen, wobei auf der Ordinate die Bakterienbesetzung auf logarithmischer Skala und auf der Abszisse die Inkubationszeit in Stunden aufgetragen ist; Kurve 1 entspricht wieder einer Probe ohne Brenztraubenaldehyd, Kurve 2 einer solchen mit 0,5% Brenztraubenaldehyd und Kurve 3 einer solchen mit 1,0% Brenztraubenaldehyd;
F i g. 3 die Wirkung eines Speichelextrakts aus einer aromatisieflten Kaugummigrundmasse mit 0,5% Brenztraubenaldehyd und 2,0% d,l-Glycerinaldehyd auf die Säurebildung durch orale Streptococcen, wobei auf der Ordinate der titrierbare Säuregrad in ml an 0,050 η NaOH gegen die Inkubationszeit in Stunden auf der Abszisse aufgetragen ist; dabei beziehen sich die gestrichelten Kurven auf Versuche mit Streptococcus sp. GS-5 und die ausgezogenen Kurven auf Streptococcus sp. FA-I, wobei die beiden oberen Kurven mit einem Vergleichs-Gummiextrakt ohne kariostatische Substanz und die beiden unteren Kurven mit einem kariostatischen Versuchs-Gummiextrakt erhalten wurden;
Fig.4 die Wirkung eines Speichelextrakts aus einer Gummibasis mit 0,5% Brenztraubenaldehyd und 2,0% d, I-Glycerinaldchyd auf das Wachstum von oralen Streptococcen, wobei auf der Ordinate die Bakterienbesetzung in logarithmischer Skala gegen die Inkubationszeit in Stunden auf der Abszisse aufgetragen ist; für die Kurven gilt das zu F i g. 3 Gesagte;
F i g. 5 die Wirkung eines Speichelextraktes aus einer Gummibasis mit 0,5% Brenztraubenaldehyd und 2,0% d, I-Glycerinaldehyd auf die Säurebildung durch orale Mikroorganismen- dabei ist auf der Ordinate der titrierbare Säuregrad in ml an 0,050 η NaHO gegen die Inkubationszeit in Stunde', auf der Abszisse aufgetragen; dabei wurden die gestrichelten Kurven mit oraler Misch-Impfmaterial, die ausgezogenen Kurven mit Lactobacillus casei, die beiden oberen Kurven (siehe Klammer) mit einem Vergleichs-Gummiextrakt ohne kariostatische Substanz, die unteren Kurven mit einem kariostatischen Versuchs-Gummiextrakt erhalten; und
F i g. 6 die Wirkung eines Speichelextrakts aus einer Gummibasis mit 0,5% Brenztraubenaldehyd und 2,0% d,
to 1-Glycerinaldehyd auf das Wachstum oraler Mikroorganismen; dabei ist auf der Ordinate die Bakterienzusammensetzung in logarithmischer Skala gegen die Inkubationszeit in Stunden auf der Abszisse aufgetragen; die Zuordnung der Kurven entspricht der der Fig.5.
Die genannte Hemmwirkung tritt auf, wenn — wie bereits angegeben — die Kaugummimasse 0,1 bis 2% Brenztraubenaldehyd, 0,5 bis 5% Glycerinaldehyd, 0,5 bis 2% Glykolaldehyd oder 0,1 bis 2% «-Hydroxypropionaldehyd enthält Fernerhin ergab ^ich, daß Mischungen aus Brenztraubenaldehyd oder Giyce rinaidehyd mit Glykolaldehyd in den angegebenen Konzentrationen — auf die Einzelwirkungen bezogen — eine nur additive Gesamtwirkung, dagegen solche aus Brenztraubenaldehyd un<i Glycerinaldehyd offenbar eine um etwa 10% gesteigerte, also synergistische Gesamtwirkung ergeben.
Glykolaldehyd und Glycerinaldehyd sind ohne weiteres als Handelsware von derartigen* Reinheitsgrad erhältlich, daß sie Verzehrmitteln zugesetzt werden können. Die Verwertung der Erfindung kann jedoch gesetzlichen Beschränkungen, insbesondere durch das Lebensmittelgesetz, unterliegen.
Brenztraubenaldehyd fällt als wäßriges Destillat oder
j5 wäßrige Phase eines azeotropen Konzentrats an, ist nahezu farblos und enthält dann etwa 20 bis' 60% praktisch reine Verbindung neben weniger als 0,04% Formaldehyd. Letzteres kann durch weitere Reinigung bis auf weniger als 0,02 Gewichtsprozent beseitigt werden.
Die Auswertung der vorgenannten Aldehydverbindungen auf Antikaries-Aktivität geschah durch zahlreiche Studien und Versuche sowohl in vitro als auch simuliert sowie tatsächlich in vivo. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in den nachfolgenden Tabellen I bis VIII zusammengestellt und anschließend sowohl für sich als auch, soweit es geht, an Hand der Kurvendarstellungen näher erörtert.
In den Tabellenspalten »Grundansatz« sind außer den bereits erwähnten Bestandteilen, wie »Gummigrundmasse«, »Abhäsivsubstanz« und dergleichen, auch noch andere übliche Kaugummibestandteile, wie Maissirup. Zucke/, Maiszucker,Geschmacksstoffe und dergleichen, aufgeführt, wie sie normalerweise bei der Zubereitung von Kaugummimasien benutzt werden.
Tabelle I
Wirkung von Speichelextrakten aus Brenztraubenaldehyd-Versuchsgummi auf orale Mikrobengemische")
Versuchs-Kaugummi
Brenztrauben- Orundans-'z
aldehyd")
Extraktionsverfahren
Kaudauer
(min)
Hemmungsgradc)
Säurebildung Wachstum
Gummibasis,
Abhäsivsubstanz,
Geschmacksstoff
Extraktverfahrend) 60,0 +++ ++
direktes Kauen') 2,5 +++ +++
Fortsetzung
Versuchs-Kaugummi Extraktionsverfahren Kaudauer llemmungsgradc)
Brenzlrauben- Grundansatz Säurebildung Wachstum
aldehydb) (min)
(%) Eltranverfahren11) 60,0
1,0 Gummibasis, direktes Kauen 2.5 + + + + +
Abhäsivsubstanz, +++ + + +
Geschmacksstoff Extraktverfahren1') 60,0
1,0 Gummibasis, direktes Kaues 2.5 + + + + +
Abhäsivsubstanz, + + + + +
Fruchtsaftgeschmack Extraktverfahren'1) 60,0
1,0 Gummibasis, direktes Kauen 2,5 +++ +++
Abhäsivsubstanz, direktes Kauen 5,0 + + + y ++++
1% Geschmacksstoff + ++ +
") Die angeführten Ergebnisse gelten Tür ein orales Misch-Impfmaterial in menschlichem Speichel nach 24slündiger Inkubation bei 37 C in Gegenwart von Kaugummiexirakt.
b) Aus Fabrikationsprodukt über Diäthylacetat gereinigte Substanz.
c) Die Symbole geben folgende Hemmungsgrade an:
Für Säurebildungs-Hemmung (%) Für Wachstums-Hemmung (%)
-0-9 - 0
+ - 10- 24 +- 75 -
+ 25- 74 90 -
+ + 75- 89 ++ 99 - 99,89
+++ 90- 98 + + + 99.9 - 99,989
+ + + + 99-100 + + + + 99,99
d) Die Probekolben enthielten 50%igen Speichel, von dem ein Teil aus dem Speichelextrakt des Versbchs-Kaugummis stammte. Die Endkonzentration an Kohlenhydraten (Glucose/Saccharose) betrug 8%. und der theoretische Wirkstoffgehalt etwa 0,1%.
') Die Probekolben für die Direkt-Kauversuche enthielten 1 Teil Kaugummi-Speichelexpcktorans auf je 1 Teil kohlenhydratfreie Grundmasse. Die EnHkonzentration an Kohlenhydraten im Kolbeninhalt betrug im Mittel 7,7 % für die 2,5minütige und 6,9 % für die 5minütige Kauzeit.
Tabelle II
Brenztraubenaldehyd-Wirkung, in durch direktes Kauen gewonnenen Versuchsgummi-Extrakten, auf orale Misch-Mikroorganismen")
Versuchs-Kaugummi Brenztrauben- Grundansatz
Hemmeffektc) bezüglich Säurebildung Kaudauer Maximaleffekt
Inkubations Grad 24-Std.-EITekt
dauer Grad
(min) (Std.)
2.5 10 + + +
5,0 11 -
2,5 16 ++++ +++
5,0 10 ++ +
2,5 24 +++ +++
5,0 10 ++ -
2,5 24 +++ +++
5,0 6 +++ +
2,5 8 +++ +
5,0 8 +++ +
2^ 8 +++ +
5,0 6 +++ -
24 10 ++++ +
5,0 6 ++++
24 8 +++ +
5.0 8 +++ -f-
0,5 1,0 1,5 2,0 1,0 1,0 1,0 1,0
Kaugummignindmasse Kaugummignindmasse Kaugummignindmasse Kaugummignindmasse
aromatisierte Kaugummignindmasse, Abhäsivsubstanz
Kaugummignindmasse Abhäsivsubstanz
aromatisierte Kaugummignindmasse, Abhäsivsubstanz
Fruchtsaftgeschmack-Kaugummignindmasse, Abhäsivsubstanz
Tabelle 11 (Fortsetzung)
Versuchs-Kaugunvni
Brenztrauben- Grundansatz aldehyd-
llemmclTektc) bezüglich Wachstum
1.0 1,5 2,0 1,0 1,0 1.0 1,0
Kaugummigrundmasse Kaugummigrundmasse Kaugummigrundmasse Kaugummigrundmasse aromatisierte Kaugummigrundmasse
Kaugummigrundmasse Abhäsivsubstanz ohne Geschmack
aromatisierte Kaugummigrundmasse, Abhäsivsubstanz
Fruchtsaftgcschmack-Kaugummigrundmasse, Abhäsivsubstanz
Kaudauer Maximaleffekt 24-Std.
Inkubations- Grad EITekt
dauer Grad
(min) (Std.)
2,5 6 ++ -
5,0 6 ++ + -
2,5 16 ++++ -
5,0 10 +++ + + +
2,5 12 ++++ -
5,0 6 ++++ + + + H
2,5 24 ++++ -
5,0 6 +++
2,5 6 + + -
5,0 3 ++ _
2,5 3 ++ -
5,0 3 +
2,5 10 ++ -
5,0 3 ++ -
2,5 3 ++
5.0 6 + +
a) Die aufgeführten Ergebnisse gellen für ein orales Misch-Impfmaterial in menschlichem Speichel. Die Probekolben enthielten je I Teil Kaugummi-Speichelexpektorans und sterilen menschlichen Speichel auf 2 Teile Grundmasse. Die Endkonzenlration an Kohlenhydraten (Glucose/Saccharose im Kolbeninhalt betrug etwa 3,9% für die 2,5minütige und 3,7% für die 5minütige Kauzeit. Die Inkubation erfolgte bei 37 C.
h) Aus Dihydroxyaceton synthetisiert.
c) Siehe Zeichenerklärung für Tabelle
Tabelle III
Wirkung von Glycerinaldehyd in durch direktes Kauen gewonnenen Versuchsgummi-Speichelextrakten auf orale Misch-Mikroorganismena)
Versuchs-Kaugummi Grundansatz Grundansatz Kaudauer HemmefTektc) bezüglich Säurebildung
Glycerin Maximaleffekt
aldehyd Inkubations- Grad 24-Std.-Erfekt
(min) dauer Grad
(%) Käugürnrnigrundmässe Kaugummigrundmasse 2,5 (Std.)
1,5 5,00 6 T
Kaugummigrundmasse Kaugummigrundmasse 2,5 6 + + -
2,0 5,0 6 +++ +
Kaugummigrundmasse 2,5 11 +++ +
3,0 5,0 ι +++ ++
Kaugummigrundmasse 24 iü +++ +
5,0 5,0 24 +++ +++
(Fortsetzung) 24 +++ +++
Tabelle III Versuchs-Kaugummi
Glycerin Kaudauer Wachstum *
aldehyd Maximaleffekt
Inkubations- Grad 24-Std.-Effekt
(%) (min) dauer Grad
14 24 (Std.)
5,0 3 +-
2,0 24 keine - -
5.0 6 ++ +-
9 ++++ +
ίο
Fortsetzung
Versuchs-Kaugummi Grundansatz Kaudauer Wachstum
Giycerin MaximalelTekl
aidehyd Inkubations
(min) dauer
(%) Kaugummigrundnias.se 2,5 (Std.)
3,0 5,0 ()
Kaugummigrundmassc 2,5 6
5,0 5,0 24
24
Grad
24-Std.-Errekt Grad
'') Die aufgeführten Ergebnisse gellen Tür ein orales Misch Impfmaterial in menschlichem Speichel. Die Probekolben enthielte:: je I Teil Kaugummi-Speichelcxpektorans und sterilen menschlichen Speichel au!'2 Teile Grundmasse. Die Endkonzentration an Kohlenhydraten (Glucose/Saccharose) im Kolbeninhalt betrug etwa 3,9% für die 2,5minülige und 3,7% für die 5minütige Kiiu/.cft. liic mküijdtiuil cifüigic lief 37 C .
b) Siehe Zeichenerklärung für Tabelle I.
Tabelle IV
Wirkung von Glykoaldehyd in Versuchsgummi-Speichelextrakten auf orale Misch-Mikroorganismen^)
Versuchs-Kaugummi Grundansatz Verfahren Kaudauer
(min)
Hemmungsgrad
Glykoaldehydb) Kaugummigrundmasse Extraktverfahren
Direktes Kauen
60,0
5.0
Säure- Wachstum
bildung
1,0 unrein Kaugummigmndmasse Extraktverfahren
Direktes Kauen
Direktes Kauen
60,0
2,5
5,0
!+ ! + +
1,0 gereinigt Kaugummigrundmasse Extraktverfahren
Direktes Kauen
Direktes Kauen
60,0
2,5
5,0
++ + + + +
2,0 gereinigt H: HH
a) Die aufgeführten Ergebnisse gelten für ein orales Misch-Impfmaterial in menschlichem Speichel nach 24stündigi'.r Inkubation bei 37 C.
b) Siehe Zeichenerklärung für Tabelle I.
Tabelle V
wirkung von Brenztraubenaidehyd in Kombination mit Giycerinaidehyd in durch direktes Kauen gewonnenen Versuchsgummi-Extrakten auf orale Misch-Mikroorganismena)
Versuchs-Kaugummi aldehyd Grundansatz Kauzeit Hemmeffektb) bezüglich Säurebildung
Brenztrauben- Giycerin Maximaleffekt
aidehyd (%) Inkubations- Grad 24-Sld.-Efrekt
0,5 (min) dauer Grad
(%) Kaugummigrundmasse 2,5 (Std.)
0,5*) 1,0 5,0 6 ++-Ι
Kaugummigrundmasse 2,5 ό +++ +-
0,5°) 1,5 5,0 10 +++ +
Kaugummigmndmasse 2,5 11 +++ +
0,5<) 2,0 5,0 10 +++ -Ι
Kaugummigrundmasse 2,5 ό +++ +
0,5°) 2,0 5,0 10 +++ ++
Kaugummigrundiiiasse 24 10 +++ +
04") Abhäsivsubstanz 5,0 24 +++ +++
29 +++ +
9
12
Tabelle V (Fortsetzung)
Versuchs-Kaugummi (%) Grundansatz Kauzeit Hemmeffektb) bezüglich Wachstum
Brenztrauben- Glycerin-
aldehyd aldehyd
0,5 (min) Maximal-EITekt
Inkubations- Grad 24-Std.-Effekt
dauer Grad
(%) 1,0 Kaugummigrundmasse 2,5
5,0
(Std.)
0.5«, 1,5 KauBummigrundmassc 2,5
5,0
3 ++ -
3 +
0,5c) 2,0 Kaugummigrundmasse 2,5
5,0
10 ++ +
6 + + + +
0,5c) 2,0 Kaugummigrundmasse 2,5
ς η
10 ++ +-
10 ++ +
0,5c) ' (Fortsetzung) Kaugummigrundmasse
Abhäsivsubstanz
2,5
5,0
3 ++ +
!2 ++
0,5") 10 ++ + + +-ι
ό ++
Tabelle V
Versuchs-Kaugummi
Brenztrauben- Glycerinaldehyd aldehyd
Grundansatz
Kauzeit
(min)
HemmelTektb) bezüglich Säurebiliiung
Maximal-EfTekt
Inkubalions- Grad 24-Std.-Effekt
dauer (Std.)
Grad
0,5d) 2,0 aldehyd GeschmacksstolT- 2,5 24 +++ + + +
Kaugummigrundmasse 5,0 9 +++ ++
(%) Abhäsivsubstanz
0,5d) 2,0 Kaugummigrundmasse 2,5 8 +++ ++
Abhäsivsubstanz 5,0 6 +++ +
0,5d) 2,0 Fruchtsartaroma- 2,5 24 +++■ +++
Kaugummigrundmasse 5,0 9 +++ +
Abhäsivsubstanz
Tabelle \ ' (Fortsetzung)
Versuchs-Kaugummi Hemmeffektb) bezüglich Wachstum
Brenztrauben- Glycerin- Grundansatz Kau/.eit Maximal-EfTekt
aldehyd Inkubations- Grad 24-Std -lHcki
dauer Grad
(S) (min) (Std.)
0,5d) 2,0 aromatisierte 2,5 10
Kaugummigrundmasse 5,0 6
Abhäsivsubstanz
Ö,5d) 2,0 Kaugummigrundmasse 2,5 10
Abhäsibsubstanz 5,0 5
0,5") 2,0 Fruchtsaftaroma- 2,5 10
Kaugummigrundmasse 5,0 3 ++ +
Abhäsivs^bstsnz
a) Die aufgeführten Ergebnisse gelten für ein orales Misch-Impfmaterial in menschlichem Speichel. Die Probekolben enthielten je 1 Teil Kaugummi-Speichelexpektorans und I Teil sterilen menschlichen Speichel auf 2 Teile Grundmasse. Die Endkonzentration an Kohlenhydraten (Glucose/Saccharose) im Kolbeninhalt betrug etwa 3,9% für die Z^minütige und 3,7% für die Sminütige Kauzeit Die incubation en ο igte bei 37 C.
b) Siehe Zeichenerklärung für Tabelle I.
c) Aus Fabrikationsprodukt über Diäthylacetat gereinigte Substanz.
d) Aus Dihydroxyaceton synthetisiert
13 14
Tabelle VI
Wirkung der Freigabegeschwindigkeit potentieller kariostatischer WirkstofTe aus durch direktes Kauen gewonnenem Versuchs-Kaugummi auf die Hemmung von oralen Mikroorganismen')
Versuchs kaugummi Konzen
tration
Konzen
tration
Grundansatz 5 Minuten
Kauzeit
Intervalle11)
Hemmeffektc) bezüglich Säurebildung
Wirkstoff (%) (%) (min) Maximal-EfTekt
Inkubations- Grad 24-Std.-Effekt
dauer Grad
1,0 1,0 Geschmacksstoff-
Abhäsivsubstanz
handelsüblich
1.2,5
2.24
(Std.)
Brenztrauben-
alftehyd
1,0 1,0 GeschmacksstofT-
Abhäsivsubstanz
handelsüblich
1.24
2.24
11 ++++ +++
/ TTT
Brenztrauben-
aldehyd
0,5
2,0
04
2,0
Geschmacksstoff
Abhäsivsubstanz
handelsüblich
to —
Sl KJ
tr, tr,
Il ++++ +++
7 +++
Brenztrauben-
aldehyd
d,I-Glycerin-
aldehyd
Tabelle VI (Fortsetzung) 12 +++ +++
6 +++ +-
Versuchs-Kaugummi
Wirkstoff Grundansatz 5 Minuten
Kauzeit
Intervalle0)
Hemmeffektc) bezüglich Wachstum
(min) Maximal-EfTekt
Inkubations- Grad 24-Std.-Effekt
dauer Grad
Brenztrauben-
aldehyd
Geschmacksstoff
Abhäsivsubstanz
handelsüblich
1.2,5
2.2,5
(Std.)
Brenztrauben-
aldehyd
Geschmacksstoff
Abhäsivsubstanz
handelsüblich
1.2,5
2.2,5
Il +++ +++
7 ++ -
Brenztrauben-
aldehyd
d,I-Glycerin-
aldehyd
GeschmacksstofT
Abhäsivsubstanz
handelsüblich
1.2,5
2.2,5
Il ++++ +++
7 ++ -
22 ++++ ++++
6 ++++
a) Die angeführten Ergebnisse gelten für Kaugummi-Speichelextrakte in Auswertung gegenüber einem oralen Misch-Impfmaterial. Die Probekolben enthielten I Teil Kaugummi-Speichelexpektorans auf I Teil Grundmasse. Die Endkonzentration an Kohlenhydraten (Glucose/Saccharose) im Kolbeninhall betrug 7,9% für das erste und 2,2 % für das zweite Kau-Intervall von je 2,5 Minuten Dauer.
b) Das gleiche Kaugummistück wurde S Minuten lang gekaut und dabii während der ersten 2,5 Minuten Kauzeit gebildete Speichel- und Gummiextrakt wurde getrennt von dem während der zweiten 2,5 Minuten Kauzeit gebildeten Extrakt gesammelt und untersucht.
c) Siehe Zeichenerklärung Tür Tabelle 1.
Ferner wurde die Hemmwirkung von Brenztraubenaldehyd/ilJ-Glycerinaldehyd-Kiombinalionen auf die Säurebildung in einer Reihe von Konzentralionen nach dem Bouillonrohrverfal'rcn an verschiedenen Mikroorganismen, und zwar an Streptococcus sp. FA-I, Lactobacillus casei und oralen Misch-Mikroorganismcn, ermittelt, was zu hervorragenden Ergebnissen führte.
Tabelle VII
Zusammenfassung der nach üblichen Auswertungsverfahren3) erfolgten in vivo-Auswertung von Brenztraubenaldehyd, Glycerinaldchyd und Glykolaldehyd
Wirkstoff Versuchs· Zahl der Stamm und Tier Karies-Ausbeule Berechnete
dauer Tiere Karies-Zurück-
mittl. mittl. drängungb)
(Tage) Vorkommen Ausmaß
Brenztraubenaldehyd Vergleich (Diätd))
90 8 Osborne-Mendel 8,6 21,7
Stamm 1, Ratten
7 Osborne-Mendel 23,3 64,8
Stamm 1, Ratten
Fortsetzung
Wirkstoff" Versuchs Zahl der Stamm und Tier Karies-Ausbeute mittl. 14,55 Berechnete
dauer Tiere Vorkommen Ausmaß Karies-Zurück-
mittl. 5,95 38,80 drängungb)
(Tage)
Brenztraubenaldehyd 90 2C Osborne-Mendel 15,08 21,8 ++
Stamm 2, Ratten 80,9
Vergleich päf)) 20 Osborne-Mendel 8,0 29,4
Stamm 2, Ratten 27,5
Glycerinaldehyd 56 8 Albino, Hamster 15,0 51,0 +++
Vergleich (Diäte)) 8 13,19
Glycerinaldehyd, 91 8 Osborne-Mendel 23,5 ++
kristallines Dimer Stamm 2, Ratten 5,53 35,45
Vergleich (Diät*)) 8 11,69
Glykolaldehyd 90 20 Osborne-Mendel 12,85 ++
Stamm 1, Ratten 5,44 35,38
Vergleich (Diäf)) 20
Glykolaldehyd 90 20 Osborne-Mendel 13,94 ++
Stamm 2, Ratten
Vergleich (Diäf)) 20
*) Die Mittel wurden der Diät in einer Menge von I % zugegeben.
b) Die Zeichen geben folgende ungefähre Ausmaße der ICarieszurückdrängung an: ++ = 50%; +++ = 75%.
c) Ausgewertet durch Studenten-Tests mit 95%igem Zuverlässigkeitsgrad.
d) Handelsübliche kariogene Rattendiät, Hauptbestandteile: gemahlener Reis und Vollmilchpulver. c) Handelsübliche Diät, Hauptbestandteile: Puderzucker und Magermilchpulver.
Tabelle VIII
Vergleich der in vitro-Aktivität kariostatischer Verbindungen nebst verwandten Strukturen gegen orale Mikroorganismen
Verbindung Formel Bezeichnung Aktivität3) be
züglich Säure-
empirisch strukturell dimerer Glykolaldehyd bildungs-
Brenztraubenaldehyd Hemmung
(C2H4O2J2 (HOCH2CHO)2 Propionaldehyd ++++
C3H4O2 CH3COCHO ff-Hydroxypropionaldehyd ++++
C3H6O CH3CH2CHO jff-Hydroxypropionaldehyd +
C3H6O2 CH3CHOCHO Glycerinaldehyd ++ +
C3H6O2 HOCH2CHjCHO +-
C3H6O3 HOCH2CHOHCHo ++++
') Siehe Anmerkung c) in Tabelle I.
Bei den simulierten in vivo-Methoden wurden mikrobiologische Proben der Extrakte durch direktes Kauen des Kaugummis sowie auch aus Speichelextrakten des Gummis gewonnen. Die Mehrzahl dieser Gummis wurde aus gewöhnlichen, handelsüblichen Gummis mit gewöhnlicher Gummigrundmasse und Geschmackszusätzen hergestellt. Bei anderen, ähnlichen Studien wurde auch der Einfluß einer Abhäsivsubstanz (Entkleber) und des Geschmacksbestandteils auf die potentielle kariostatischc Aktivität der Verbindun
65
gen untersucht, wobei jeder Versuchskaugummi mit einem Vergleichsgummi aus dem gleichen Grundansatz, aber ohne den Wirkstoff verglichen wurde.
Der vorstehend angegebene Gummigrundansatz besteht aus der nährstofffreien, kaufähigen Kaugummisubstanz, wie sie im amerikanischen Lebensmittel-, Drogen- und Kosmetika-Gesetz festgelegt ist. In der die Kaugummi-Bestandteile behandelnden Verordnung des »Food Additives Amendment« (Federal Register, Seile 4419, 9. Mai 1962) beschreibt Absatz (a) die für
Kaugummi-Grundmassen zulässigen Bestandteile und Absatz (c) definiert den Ausdruck »Kaugummi-Grundmasse« als »die voll oder teilweise fabrizierte, nährstofffreie, kaufähige Substanz, die aus einem oder mehreren der in Absatz (a) dieses Artikels bezeichneten und definierten Bestandteile besteht«. Brauchbare Kaugummi-Grundmassen, die mit Vorteil zur Herstellung der erfindungsgemäßen Kaugummimassen verwendet werden können, sind beispielsweise in den USA-Patentschriften 22 84 804 und 21 37 746 beschrie- ι ο ben.
Die bei den Versuchen verwendeten Geschmacksstoffe bestanden hauptsächlich aus üblichen Geschmacksstoffen und bei einigen auch aus Fruchtsaft-Aroma.
Soweit angewandt, bestand die Abhäsivsubstanz aus einem wasserlöslichen, hydrolysierbaren Tannin in einem wasserhaltigen, hydrophilen Gel. Ein typisches derartiges Mittel, das einer vorgegebenen Grundmasse zugesetzt wenden kann, enthält Wasser, Glycerin, Gelatine und Gerbsäure.
Solche Abhäsivsubstanzen dienen in den nachstehend beschriebenen Kaugummimassen dazu, der Neigung des Kaugummis zum Festkleben an Zähnen und insbesondere bestimmten Gebiß- und Kunstzahntypen entgegen- zuwirken. Ein hydrophiles Gel, z. B, bei den bevorzugten Ausführungsformen Gelatine, wird mit Wasser zu einer schweren Paste verarbeitet und bildet mit einem wasserlöslichen, hydrolysierbaren Tannin, wie Gerbsäure, ein über Wasserstoffbrücken gebundenes Addukt, jo wodurch letzterei: weniger wasserlöslich und langsamer aus dem Gummi extrahierbar wird Der Weichmacher in Form von Glycerin dient dabei als Mitlösungsmittel und erhöht gleichzeitig die Gelviskosität ;-m Vergleich zum nur wäßrigen Ansatz.
Außer dem weichgemachten Gelatine-Gerbsäure-Addukt kann die Abhäsivsubstanz vorzugsweise auch noch etwas freie Gerbsäure enthalten, die das anfängliche Nichtkleben bewirkt, nach dem Hydratisieren des Gummis aber durch das Gel vor zu schneller Extraktion bewahrt wird.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß die amerikanische Patentschrift 32 55 018 eine Vielzahl von Abhäsivsubstanzen, darunter auch das hier bevorzugte, weichgestellte Gelatine-Gerbsäure-Addukt und Verfahren zu ihrer Einbringung in Kaugummimassen beschreibt. Die Benutzung dieser bevorzugten Substanz schließt aber natürlich nicht aus, daß die erfindungsgemäßen Kaugummimassen auch jede sonstige Art von Abhäsivsubstanz und insbesondere alle in der vorerwähnten Patentschrift bezüglich Zusammensetzung, Hersteilung und Einverleibung beschriebenen Substanzen enthalten kann.
Das Antikaries-Mittel, d. h. Aldehyd, bringt man in gleicher Weise wie die Abhäsivsubstanz oder den Geschmacksstoff und gegebenenfalls als Vorgemisch mit ihnen in den Gummi ein.
Bei den vorstehend tabellierten, simulierten in vivo-Versuchen wurde das kariostatische Potential der Ansätze mikrobiologisch und in speziellen Fällen μ chemisch-analytisch studiert. Die Kaugummiextrakte wurden durch unmittelbares Gummikauen durch menschliche Personen zubereitet und in der Weise auf antimikrobielle Aktivität untersucht, daß man die Wirkung der extrahierten, kariostatischen Substanz einerseits auf die Säurebildung und andererseits gleichzeitig auf das Wachstum des Mikroorganismen-Gemisches des Mundes bestimmte, das zusammen mit Speichel, Saccharose und anderen aus dem Kaugummi herausgelösten Stoffen aus der Mundhöhle entnommen wurde, wobei auch der Einfluß der Kontaktdauer zwischen beiden berücksichtigt wurde. Diese Organismen waren also die normalen von Mundschleimhaut, Zunge und Zähnen stammenden Mundhöhlenbewohner nebst einigen paspelassoziierten Organismen, die beim Kauen von erfindungsgemäß zusammengesetztem oder aromalosem, zuckerfreiem und durch Paraffin werchgemachtem Gummi von den Zahnflächen abgelöst wurden.
Der Spezialmischer für Kaugummi-Untersuchungen wurde als mechanische Einrichtung zum Extrahieren von löslichen Stoffen aus großen Kaugummimengen, in. Ansätzen von 150 bis 175g, mittels sterilen menschlichen Speichels benutzt. Teilmengen derartig zubereiteter, aseptischer Extrakte wurden auf ihre antimikrobielle Wirkung gegenüber Reinkulturen von Lactobacillus casei, Streptococcus Spez. FA-I und Streptococcus Spez. GS-5 (eines Humankaries-lsolats) sowie gegenüber einer Mundmikroben-Mischfauna untersucht.
Die antimikrobiellen und säurehemmenden Eigenschaften von in Kaugummimassen eingemischtem Brenztraubenaldehyd sind in den Tabellen I und II angegeben. Aus ihnen ersieht man, daß Brenztraubenaldehyd in ζ. B. lgewicntsprozentiger Konzentration im Kaugummi die Säurebildung über 24 Stunden hinweg um mehr als 90% und das Mundmikroben-Wachstum über 16 bis 17 Stunden Inkubationszeit hinweg um mehr als 99,0% herabsetzt Darüber hinaus zeigen die Kurvenbilder der F i g. 1 und 2 den Einfluß der Aldehydkonzentration auf diese beiden Wirkungen während der Versuchsperioden.
Anschließend wurden weitere Versuche mit je 1 Teil Kaugummi-Speichelexpektorans und sterilem Speichel auf zwei Teile Grundmasse durchgeführt, wobei den Mundmikroben als einzige Kohlenstoff- und Energiequelle nur das beim Kauen dem Gummi entzogene Glucose-Saccharose-Gemisch zur Verfügung stand. Die Kohlenhydratkonzentration in den Probekolben betrug dabei nach Verdünnung des Gummi-Extrakts auf ein Viertel im Durchschnitt 33% für eine 2,5minütige und 3,7% für eine 5minütige Kaudauer. Die Ergebnisse dieser ausgedehnten Direktbau-Versuche mit einem brenztraubenaldehydhaltigen Kaugummi ersieht man aus Tabelle II, in der auch der Hemmungseffekt im Inkubationszeitpunkt maximaler Wirkung sowie bei Versuchsende, d. h. nach 24 Stunden, angegeben ist.
Über die antimikrobielle Wirksamkeit von Glycerinaldehyd allein in Kaugummi gibt Tabelle III Auskunft. Danach sind 3% Glycerinaldehyd erforderlich, um einen überzeugenden Hemmeffekt sowohl auf das Mundmikroben-Wachstum als auch auf die Säurebildung hervorzurufen, und 5% davon ergeben in beiden Fällen eine nahezu vollständige Hemmung.
Aus Tabelle IV ergibt sich, daß die antimikrobiellen Eigenschaften von Glykolaldehyd zwar denen von Brenztraubenaldehyd unterlegen, aber wesentlich besser als die von Glycerinaldehyd sind.
Im Anschluß an die Alleinuntersuchung dieser drei Aldehyde wurden auch Brenztraubenaldehyd-Glycerinaldehyd-Mischungen in verschiedenen Konzentrationen, nämlich solche aus 0,5 Gewichtsprozent des ersteren und etwa 0,5 bis 2,0 Gewichtsprozent des letzteren untersucht und ergebnismäßig in Tabelle V erläutert. Aus ihr ersieht man, daß die höchste antimikrobielle Aktivität mit Gummiansätzen erzielt
wird, die 0,5 Gewichtsprozent Brenztraubenaldehyd und 2,0 Gewichtsprozent Glycerinaldehyd, also 2,5 Gewichtsprozent Gesamtaldehyd enthalten, und dann ungefähr derjenigen einer Gummimasse mit !,5 Gewichtsprozent Brenztraubenaldehyd entspricht, gleichgültig ob diese Grundmasse nur als solche oder zusammen mit einer Abhäsivsubstanz oder einem Geschmackszusatz vorliegt
Da die angewandte Direktkau-Methode auf das normalerweise im Mund vorhandene Mikroorganismengemisch einwirkte, konnte man mit ihr nicht die Wirkung dieser Wirkstcffkombination auf eine einzige Bakterienart untersuchen. Deshalb wurde aus einem Gummi aus Grundmasse, Abhäsivsubstanz, Geschmacksstoff sowie 0,5 Gewichtsprozent Brenztraubenaldehyd und 2,0 Gewichtsprozent dJ-Giycerinaldehyd ein Speichelextrakt unter aseptischen Bedingungen im Spez'ialmischer zubereitet und mit einem entsprechend zubereiteten Vergleichs-Speichelextrakt aus einem handelsüblichen, also keine kariostatischen Mittel enthaltender. Kaugummi verglichen. Die in den Probekoiber. enthaltene Zusammensetzung v-,urde dabei so eingestellt, daß sie möglichst genau so viel Gummiextraktsubstanz enthielt, wie bei 5minütigem, direktem Kauen anfällt, und die Versuchsbedingungen waren dieselben wie bei den in Tabelle V referierten Direktkau-Versuchen. Die Ergebnisse sind aus den Kurvenbildern der F i g. 3 bis 6 ersichtlich. Die F i g. 3 und 4 zeigen den Einfluß auf zwei Arten von oralen Streptococcen einschließlich des Stammes GS-5 als an Humankaries beteiligtem Mikroorganismus, und zwar eine nahezu vollständige Unterdrückung von Säurebildung und eine drastische Zurückdrängung der Streptococcenzellenfauna. Fig.5 bezieht sich auf ein Humanmundisolat, den Lactobacillus casei (ATCC 4646), und F i g. 6 auf ein von verschiedenen Personen eingesammeltes, gemischtes Oralinoculat.
Eine weitere, ergebnismäßig in Tabelle V! referierte Untersuchung erstreckte sich darauf, wie schnell der kariostatischi Wirkstoff bei direktem Kauen aus dem Versuchs-Kaugummi freigesetzt wird. Verglichen wurden hierzu zwei Kaugummisorten, nämlich eine mit nur 1,0 Gewichtsprozent Brenztraubenaldehyd und eine andere mit der Kombination aus 03 Gewichtsprozent Brenztraubenaldehyd und 2,0 Gewichtsprozent Glycerinaldehyd. Der Kaugummi wurde insgesamt. 5 Minuten lang gekaut, wobei der während der ersten 2,5minütigen Kauperiode gebildete Speichel- und Gummi-Extrakt getrennt von dem während der zweiten, ebenfalls 2,5minütigen Kauperiode gebildeten Extrakt gesammelt und untersucht wurde. Offenbar wurden dabei in der ersten Kauperiode der Hauptteil sowohl des kariostatischen Wirkstoffs als auch der Kohlenhydrate, nämlich 78% des insgesamt Extrahierbaren, aus dem Gummi freigesetzt. Trotzdem war auch noch eine beträchtliche Hemm-Aktivität des während der zweiten Kauperiode erhaltenen Extrakts während der ersten 6 bis 7 Stunden Inkubationszeit zu beobachten. Langzeit-, d. h. 24 Stunden-Hemmeffekte wurden nicht gemessen.
"/eiterhin wurden in vitro-Versuche mit Kombinationen aus Brenztraubenaldehyd, Glycerinaldehyd und Glykolaldehyd durchgeführt, wobei jede von ihnen auf ihre Fähigkeit geprüft wurde, die durch eine Reinkultur von entweder Lactobacillus casei oder Streptococcus Spez. FA-I erzeugie Säure zu verringern. Gleichzeitig wurde jeder Wirkstoff für sich allein untersucht. Aus weiteren Versuchen zur Memmwirkung auf die Säurebildung ergab sich, daß zur Erzielung additiver Wirkung die Aldehyde gegereinander ausgetauscht werden können, wobei aber, wie bereits erwähnt, die K-ombina* tion Brenztraubenaldehyd-Glycerinaldehyd einen synergistischen, d.h. größeren Hemmeffekt bezüglich Säurebildung ergab, als der nur additiven Wirkung der beiden Aldehyde bei den angewandten Konzentrationen entsprach.
Die Tabelle VII faßt die in vivo-Auswertungen von Brenztraubenaldehyd, Glycerinaldehyd und Glykolalde hyd zusammen. Die Ergebnisse beruhen auf üblicher Laboratoriumstechnik, d. h. jedes Versuchstier erhielt mehrere Wochen lang den Aldehyd in lgewichtsprozentiger Menge seinem Futter zugesetzt In allen Fällen konnte eine Kariesabnahme um mehr als 50% beobachtet werden. Gemäß Tabelle VII ergaben sämtliche untersuchten Aldehyde eine beträchtliche Senkung sowohl des Auftretens als auch des Ausmaßes von Zahnkaries bei den Versuchstieren.
Neben diesen drei erwähnten Aldehyden wurden
auch Ä-Hydroxypropionaldehyd, 0-Hydroxypropionaldehyd und Propionaldehyd jeweils in O,1 %>ger Konzentration mittels Bouillonrohrtest auf Aktivität und prozentuale Hemmung der Säurebildung durch Lactobacillus casei und Streptococcus Spez. FA-I untersucht
Über die Ergebnisse dieser sowie ähnlicher Vergleichsversuche mit Brenztraubenaldehyd, Glycerinaldehyd und Glykolaldehyd gibt Tabelle VIII Auskunft Während diese drei letztgenannten Aldehyde eine 99 bis 100%ige Unterdrückung der Säurebildung ergaben,
jo schaffte a-Hydroxypropionaldehyd nur eine 90 bis 98%ige, und Propionaldehyd und /J-Hydroxypropionaldehyd waren noch wesentlich weniger wirksam. a-Hydroxypropionaldehyd kann also auch als bedeutsames Antikariesmittel betrachtet werden. Diese Verbin- dung ist im Konzentrationsbereich von 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent mit 0,5 Gewichtsprozent als bevorzugter Menge wirksam. Sie läßt sich nach bekannten Verfahren in brauchbarer Reinheit synthetisieren. /?-Hydroxypropionaldehyd sowie Propionaldehyd sind nur mäßige Säurehemmstoffe und daher als Kaugummizusati weniger bedeutsam.
Wie bereits erwähnt, liegt bei Brenztraubenaldehyd die Wirkkonzentration bei 0,1 bis 2,0% des K.augummimassengewichts und die bevorzugte Konzentration oberhalb 0,5% davon.
Bei Glycerinaldehyd liegt der Wirkkonzentrationsbereich bei 0,5 bis 5,0 Gewichtsprozent der Kaugummimasse und die bevorzugte Konzentration bei Alleinverwendung als kariostatisches Mittel bei über etwa 2,0 Gewichtsprozent davon.
Glykolaldehyd is< in Mengen von 0,5 bis 2,0 Gewichtsprozent und vorzugsweise über etwa I1C Gewichtsprozent kariostatisch wirksam. Die to'igenden Beispiele veranschaulichen den Zusatz
der erfindungsgemäßen Antikariesmittel zu drei verschiedenen Kaugummi-Grundansätzen.
Die Beispiele l(A) bis I(Z) betreffen die Herstellung eines normalen Kaugummis mit bezüglich Substanz und Menge variierende- Zusammensetzung einschließlich
erfindungsgemäßem kariostatischem Mittel. Beispiel 2 bezieht sich auf überzogenen Kaugummi und Beispiel 3 auf Ballon- oder Knallkaugummi. Ersichtlich stehen die verschiedenen Kaugummirezepte nur Ausführungsbeispiele für die auf die Zugabe eines Antikariesmittels zu
beliebiger Kaugumm'masse gerichtete Erfindung dar und können innerhalb deren Schutzumfang in für den Fachmann ersichtlicher Art abgewandelt werden.
(A) (B) - 20 00 85 (D) i.ö - 1 (E) (F) - 1,6 - 22 - 1,6 - (H) - 1,6 - (I) - (J) -
21 20,0 20,0 - 20,0 1,0 20,0 21,0 - - 21,0 - 20,46 - 19,82 -
2,6 2,6 - 2,6 2,6 - - - - - 2,36 - 2,28 -
20,1 20,0 Beispiel I 20,0 20,0 15,7 2,0 (G) 3,0 11,2 5,0 12,98 11,74
55,2 55,2 53,7 53,7 57,1 - 21,0 - 57,1 - 60,45 62,08
1,6 1,6 (C) 1,6 1,6 1,6 - 1,6 1,55 1,49
Zusammensetzung (Gewichtsteile) 0,1 0,1 20,0 0,1 0,1 14,2 0,10 0,10
Bestandteil 1,6 1,6 2,6 1,6 1,6 57,1 0,15 0,23
Gummigrundmasse 0,6 0.6 20,0 0.6 0,6 1,6 0,55 0,88
Gelatine-Gerbsäure-Addukt 0,9 1,0 53,7 - 0,5 1,00 1,00
Maissirup - 1,6 -
Zucker - 0,1 0,5
Maiszucker - 1,6 -
Gerbsäure 0,6
Glycerin 0,5
GeschmacksstofT -
Brenztraubenaldehyd 2,0
Glykolaldehyd -
Glycerinaldehyd
σ-Hydropropionaldehyd
Beispiel 1 (Fortsetzung)
Zusammensetzung (Gewichtsteile)
Bestandteil (K) (L) (M) (N) - 1,6 (O) (P) - 1,6 - (Q) 1,6 - (R) - 1,6
Gummigrundmasse 19,05 20,37 19,86 20,8 - 20,6 20,9 0,5 20,6 1,5 20,4 -
Gelatine-Gerbsäure-Addukt 2,20 2.35 2,28 - - - - - - - - 2,0
Maissirup 13,24 12,92 11.77 18,5 1,0 18,3 18,6 - 18,3 - 18,2 -
Zucker 61,86 60,17 62,19 56,5 - 55,9 56,6 - 55,8 - 55,4 -
Maiszucker 1,44 1,54 1,49 1,6 - 1,6 1,6 U6 1,6 -
Gerbsäure 0,10 0,10 0,10 - -
Glycerin - 0,15 0,23 1,6
GeschmacksstofT 0,71 1,00 0,88 -
Brenztraubenaldehyd 1,00 1,00 0,50 -
Glykolaldehyd - - - 2,0
Glycerinaldehyd - - 0,50 -
σ-Hydroxypropionaldehyd - - - -
Beispiel 1 (Fortsetzung)
Zusammensetzung (Gewichtsteile)
Bestandteil (S) (T) (U) (V) (W) (X) (Y) (Z)
Gummigrundmasse 20,5 20,4 20,2 20,7 20^ 20,57 20,46 20,0
Gelatine-Gerbsäure-Addukt - - - - - 2,37 2,36 2,6
Maissirup 18,3 18,2 18,0 18,4 18,3 13,05 12,98 20,0
Zucker 55,8 55,3 55,1 56,2 55,7 60,80 64,50 55,2
Maiszucker 1,6 1,6 1,5 1,6 1,6 1,56 145 1,6
Gerbsäure - - - - 0,10 0,10 0,1
Glycerin 1,6 1,6 1,5 1,6 1,6 0,15 0,15 1,6
GeschmacksstofT - - - - - - 045 0,6
Brenztraubenaldehyd 0,5 0,5 0,5 0,5 - 1,00 1,00 -
Giykoiaidehyd - - - - - - - -
Glycerinaldehyd 1,0 1,5 2,0 04 - - -
ff-Hydroxypropionaldehyd - - - - -
Beispiel 1
(Fortsetzung)
Der Gummigrundansatz wurde durch Verkneten in einem auf 500C gehaltenen Warm-Mischer erweicht und anschließend gründlich mit dem Gelatine-Gerbsäure-Addukt vermischt. Dann wurden nacheinander zunächst aller Maissirup nebst Antikariesmittel, danach zwei tVittel des Zucker-Maiszuckergemisches, nach guter Einarbeitung desselben das Glycerin und weiter hin der Rest des Zucker-Maiszucker-Gemisches eingegeben. Als letzteres kamen die Gerbsäure und der Geschmacksstoff hinzu, und alles wurde nochmals gut durchgearbeitet. Zum Schluß wurde der Ansatz ausgetragen, leicht abgekühlt und auf übliche Weise zu Tafeln verformt und gekerbt.
Beispiel 2
Dieses Beispiel gibt die generelle Rezeptur für eine überzogene Kaugummimasse an. Bei den Antikariesmilteln handelt es sich um die in Beispiel I angegebenen. Sie können aus Brenztraubenaldehyd in Konzentrationen von 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent, aus Glycerin»!- dehyd in Konzentrationen von 0,5 bis 5,0 Gewichtsprozent, aus Glykolaldehyd in Konzentrationen von 0,5 bis 2,0 Gewichtsprozent oder gemäß Beispiel 1 aus jeder beliebigen Kombination dieser Substanzen innerhalb der erwähnten Konzentrationsbereiche bestehen. Man kann aber auch a-Hydroxypropionaldehyd in Konzentrationen von 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent verwenden.
K-rn Gewichtsprozent
Glycerin 0,76
Zucker 50,43
Maissirup 20,93
Maiszucker 1,90
Geschmacksstoff 0,76
Gummi-Grundmasse 25,22
Überzug
Camaubawachs 0,01
Zucker 92,49
Gummiarabikum 5,52
Dextrin 138
Geschmacksstoff 0,60
Der Kcrn&nsatz wurde auf die in Beispie! 1 beschriebene Weise zusammengemischt und konnte auch eine Abhäsivsubstanz angegebener Art enthalten. Eine völlige oder teilweise Zugabe des Antikariesmittels zum Kernansatz erfolgte nach dem Verfahren gemäß Beispiel 1.
Nachdem die Kernmasse zu Tafeln verformt und abgekühlt war, wurde sie zerstückelt und je in abgewogener Menge in eine Überziehpfanne eingebracht Für das Oberziehen wurde eine Lösung aus Zucker, Sirup und Gummiarabikum zubereitet Die Pfanne wurde in Drehung versetzt, worauf sich an jedem Kernstück ein »Oberguß« aus dem Sirup-Gummiarabikum-Gemisch ansetzte und an ihm durch Warmluft angetrocknet wurde. Während dieses Oberziehvorganges wurde in passenden Zeitabständen Geschmacksstoff allein oder zusammen mit dem Antikariesmittel zugesetzt, falls dieses im Oberzug enthalten sein sollte. Für den zweiten Oberzug wurde nur Sirup ohne Gummiarabikum-Zusatz verwendet Insgesamt wurden vierzig Überzüge aufgebracht, und schließlich wurden die fertigen Stücke mit Camaubawachs poliert
Beispiel 3
Dieses Beispiel bezieht sich auf die Rezeptur einer Ballon- oder Knallkaugummi-Masse mit darin enthaltenem Antikaries-Wirkstoff, der gemäß Beispiel 1 und 2 ausgewählt und in früher beschriebener Weise eingearbeitet werden kann. Der angegebene Grundansatz kann Brenztraubenaldehyd in einer Konzentration von 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent, Glycerinaldehyd in einer Konzentration von 0,5 bis 5,0 Gewichtsprozent und Glykolaldehyd in einer Konzentration von 0,5 bis 2,0 Gewichtsprozent enthalten, wobei diese Aldehyde wieder wie bei den früheren Beispielen entweder je für sich oder in jeder beliebigen Kombination innerhalb der erwähnten Konzentrationsbereiche verwendet werden können. Ebenso kann man auch a-Hydroxypropionaldehyd in Konzentrationen von 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent zusetzen.
Bestandteile Uewichtsprozent
Gummi-Grundmasse 16,8
Maissirup 22,4
Zucker 59,7
Wasser 0,3
r> Glycerin 0,3
Geschmacksstoff 0,5
Der Gummi-Grundansatz wurde durch Verkneten in einem auf 500C gehaltenen Warm-Mischer erweicht.
)n Danach wurden aller Maissirup nebst Antikaries-Wirkstoff und weiterhin zwei Drittel der Zuckermenge gut eingemischt. Dann wurden nacheinander Wasser, Glycerin, restlicher Zucker und schließlich Geschmacksstoff zugesetzt. Alles wurde nochmals gründlich
si durchgearbeitet, und schließlich wurde der Ansatz ausgetragen, leicht abgekühlt und auf übliche Weise zu Einzelstücken gewünschter Form und Größe geformt und gekerbt.
Aus der vorstehenden Beschreibung der erfindungsgemäßen Massen an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele ist es für de.n Fachmann klar, daß diese Zusammensetzungen ohne Abweichen vom Grundgedanken und Rahmen der Erfindung weitgehend abgewandelt werden können. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß Ketoaldehyde und a-Hydroxyaldehyde abgesehen von ihren antimikrobieüen Eigenschaften gewünschtenfalls auch direkt und praktisch als Feuchthaltemittel bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Kaugummimassen verwendet werden können,
so da sie den Feuchtigkeitsbedarf der bei der Kaugummi!· · .teilung verwendeten Zucker und Harze günstig be^...iiussen. Wie dies geschieht, ist nicht genau bekannt; auf jeden Fall scheinen aber Brenztraubenaldehyd, Glycerinaldehyd und Glykolaldehyd sowie ihre Gemische den Kaugummikomplex insofern günstig zu beeinflussen, als die Masse feucht und biegsam bleibt Somit bieten die vorstehend aufgeführten Verbindungen neben ihrer kariostatischen Wirksamkeit den zusätzlichen Vorteil, daß sie auf die erfindungsgemäßen
Kaugummimassen feuchthaltend wirken.
Zusammenfassend schafft die Erfindung mithin neuartige Kaugummimassen mit kariostatischen Eigenschaften, welche aus einer Kaugummi-Grundmasse und einer oder mehreren Verbindungen in Form von Brenztraubenaldehyd, Glycerinaldehyd und/oder Glykolaldehyd oder «-Hydroxypropionaldehyd bestehen sowie möglicherweise und insbesondere vorzugsweise Abhäsivsubstanzen sowie Geschmacksstoffe enthalten.
909 519/50
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Kaugummi aus einer Kaugummigrundmasse und einem zahnpflegenden Zusatz, dadurch gekennzeichnet, daQ er Brenztrauben-, GIykol- und/oder Glycerinaldehyd oder ac-Hydropropionaldehyd enthält
2. Kaugummi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er, jeweils bezogen auf das Gewicht des Kaugummis, 0,1 bis 2,0% Brenztraubenaldehyd, 05 bis 2,0% Glykolaldehyd, 0,5 bis 5,0% Glycerinaldehyd oder 0,1 bis 2,0% a-Hydroxypropionaldehyd enthält.
3. Kaugummi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er, jeweils bezogen auf das Gewicht des Kaugummis, 0,1 bis 2,0% Brenztraubenaldehyd und O^ bis 2,0% Glykolaldehyd, 0,1 bis 2,0% Brentraubenaldehyd und Op bis 5,0% Glycerinaldehyd oder 0.5 bis 2,0% Glykolaldehyd und 03 bis 5,0% Glycerinaldshyd enthält.
4. Kaugummi nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er, jeweils bezogen auf das Gewicht des Kaugummis, 03% Brenztraubenaldehyd und 2,0% Glycerinaldehyd enthält.
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