DE19950285A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens auf eine Spule - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens auf eine SpuleInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Faden aufwindenden Maschine, insbesondere Spulmaschine, wobei mittels eines Fadenführers einer Changiereinrichtung ein Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alternierend zwischen zwei Umkehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin und her geführt wird, um auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden, sowie Vorrichtungen zur Durchführung der Verfahren. Aufgabe der Erfindung ist es, den Aufbau einer Spulenpackungsform zu verbessern, derart, daß der aufgewickelte Faden an den Enden der Changierhubumkehrung besser und exakter verlegt wird und der Faden bevorzugt mittels einer (Stufen-)Präzisionswicklung verlegt wird. Erfindungsgemäß wird zur Lösung vorgeschlagen, daß an einem Umkehrpunkt ein Endpunkt der Umkehrung des Fadenführers festgestellt wird und in Abhängigkeit der Lage des Endpunktes der Changierhub bei einem nachfolgenden Hub korrigiert, vorzugsweise verkürzt oder verlängert wird. In einer Alternative ist vorgesehen, daß in Abhängigkeit eines vorbestimmten Windungsverhältnisses und einer Spulendrehzahl der Antrieb des Fadenführers bzw. der Changiereinrichtung derart gesteuert wird, daß bei der Spulendrehzahl oder einer Änderung der Spulendrehzahl das Windungsverhältnis eingehalten wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln eines Fadens auf eine
Spule gemäß den Oberbegriffen des Anspruchs 1 und 11 sowie Vorrichtun
gen zur Durchführung der Verfahren gemäß den Oberbegriffen der Ansprü
che 10 und 22.
Die EP 453 622 B1 schlägt eine Vorrichtung mit einem Fadenführer und ei
nem Fadenführerträger vor, wobei der Träger in einer Nut geführt ist. Die
Vorrichtung umfaßt einen Antriebsmotor und eine programmierbare Steue
rung. Während der Fadenführer sich in der Nähe eines Umkehrpunktes be
findet, wird der Motor mit einem höheren Strom als dem Endstrom betrieben.
Der zum Betrieb erforderliche Strom liegt unterhalb des Nennstromes, wenn
sich der Fadenführer im übrigen Bereich befindet. Für verschiedene Wick
lungsabschnitte sind in der Steuerung die Grundprogramme gespeichert. In
der Steuerung erfolgt die Berechnung der Wege, Geschwindigkeiten und
Beschleunigungen für die Motorbewegung aufgrund der zur Anwendung
kommenden Wickelgesetze. Parameter, die gespeichert werden können,
umfassen den Grundhub und die Grundhubvariation zur Erzeugung weicher
Spulenkanten.
Gemäß der als Beispiel dargestellten Ausführung arbeitet ein Schrittmotor
als Antriebsmotor zwischen Hubmitte und einem Umkehrpunkt gegen eine
Torsionsfeder. In der Nähe eines Umkehrpunktes wird die Federkonstante
erhöht, die Stromzufuhr am Schrittmotor erhöht und die Frequenz seiner
Steuerungsimpulse reduziert. Somit soll der Motor im Umkehrpunkt zum
Stillstand kommen. Eine entsprechende Überwachung ist nicht vorgesehen.
In der Hubmitte ist ein Sensor vorgesehen, der das Erkennen von Fehlern
an dieser Stelle im Changierhub ermöglicht. Ein Changierhub wird stets von
dieser Stelle aus mittels einer Impulssequenz gesteuert. Eine genaue Be
stimmung der Umkehrpunkte ist aus der Schrift nicht entnehmbar.
Bei dem aus der EP 435 622 B1 bekannten Verfahren ist die Position des
Fadenführers verknüpft und abhängig von der Position des Rotors eines
Elektromotors. Der Fadenführer wird im Umkehrbereich mit sehr hoher Be
schleunigung und Verzögerung bewegt. Die Elektromotorbewegung wird
hierbei mittels einer Steuereinheit in Abhängigkeit von den üblichen Wickel
gesetzen gesteuert. Allerdings ergeben sich Probleme beim Ablegen des
Fadens an den Spulenkanten.
Das durch die EP 435 622 B1 bekannte Verfahren unterliegt physikalischen
und technischen Einschränkungen. Der Schrittmotor stellt physikalisch ge
sehen ein Feder-Masse-System dar, das bei schnellen Lageänderungen zu
Schwingungen neigt und unkontrollierbare Bewegungen ausführt. Die Refe
renz oder Nullposition wird während einer Bewegung des Fadenführers
zweimal überfahren. Die Positioniergenauigkeit außerhalb der Nullposition
ist nicht definiert. Bei höheren Drehzahlen von beispielsweise 1000 m/min
Produktionsgeschwindigkeit kann dieses Verfahren darum nicht mehr mit der
nötigen Genauigkeit arbeiten.
Die EP 248 406 A2 beschreibt eine Changiervorrichtung, die Mittel aufweist
zur Berechnung der Hübe nach Maßgabe der Rotationszahlen der Spule
und dem Wicklungsverhältnis gemäß dem Packungsdurchmesser. Allerdings
zeigt diese Erfindung ebenfalls keine Lösung hinsichtlich der Probleme an
den Spulenkanten.
Desweiteren offenbart WO 98/42602 ein Verfahren zum Steuern einer mit
tels eines Schrittmotors angetriebenen Changiereinrichtung, sowie eine
Changiereinrichtung. Die Position eines innerhalb eines Changierhubes hin-
und herbewegten Changierfadenführers wird durch die Stellung eines Rotors
des Schrittmotors bestimmt, wobei der Rotor sich innerhalb eines Ständers
des Schrittmotors mit mehreren Wicklungen bewegt. Ziel des Verfahrens ist
es, den Changierfadenführer im Umkehrbereich bei optimaler Auslastung
des Schrittmotors zu führen. Außerdem soll der Changierfadenführer im
Hubumkehrbereich möglichst schwingungsfrei angetrieben werden. Dies
wird dadurch erreicht, daß die Bewegung des Rotors durch einen Ständer
fluß gesteuert wird, der durch eine mittels einer Flußsteuereinrichtung er
zeugten Ständerspannung bestimmt wird. Die direkt im Schrittmotor erzeug
ten Feldgrößen werden also zur Steuerung der Changiereinrichtung ver
wendet. Insgesamt soll damit eine hochdynamische Regelung des Antriebs
erreicht werden. Insgesamt befaßt sich die Anmeldung vornehmlich mit der
Steuerung des Schrittmotors und nicht mit dem Aufbau einer Packung auf
einer Spule.
Ferner ist aus der WO 99/05055 ein Verfahren und eine Vorrichtung be
kannt, durch die ein Faden innerhalb eines Changierhubes genau positio
nierbar sein soll. Ferner soll eine zu jedem Changierhub optimale Ausnut
zung des Elektromotors (Schrittmotors) gewährleistet sein. Es erfolgt ein
ständiger Abgleich zwischen der Ist-Position und der Soll-Position des Fa
denführers. Bei einer Abweichung zwischen der Ist-Position und der Soll-
Position wird ein Differenzsignal erzeugt zur Steuerung des Schrittmotors.
Die Soll-Position wird ausschließlich durch den Elektromotor bestimmt. Bei
einer Abweichung zwischen der Ist- und der Soll-Position erhält der Elektro
motor einen in seiner Amplitude veränderten Strom durch das Frequenzsi
gnal. Bei einer festgestellten Abweichung erfolgt gemäß diesem Verfahren
eine sofortige und direkte Reaktion des Schrittmotors, so daß der Abwei
chungsfehler des Changierfadenführers umgehend korrigiert wird.
Weiter gehört zum Stand der Technik die Schrift DE 198 07 030 A1, die ein
Verfahren und eine Vorrichtung offenbart zum Aufwickeln eines kontinuier
lich zulaufenden Fadens zu einer auf einer Hülse gebildeten Spule. Der
Changierfadenführer wird an einem Ende des Hubes innerhalb einer Um
kehrstrecke durch eine endliche Beschleunigung auf eine Führungsge
schwindigkeit beschleunigt und an dem gegenüberliegenden Hubende in
nerhalb einer weiteren Umkehrstrecke durch eine endliche Verzögerung aus
der Führungsgeschwindigkeit abgebremst und umgekehrt. Insgesamt ergibt
sich der durch die Umkehrpunkte definierte Changierhub durch Addition der
drei Teilstrecken: Umkehrstrecke (Beschleunigung), Linearstrecke und Um
kehrstrecke (Verzögerung). Die Beschleunigung und Verzögerung des Fa
denführers wird derart gesteuert, daß sich die Längen der Umkehrstrecken
und damit die Fadenablage an den Enden der Spule innerhalb der Umkehr
strecken ändert. Dadurch soll die Fadenumkehr früher oder später begin
nend zum Changierhubende eingeleitet werden, wodurch der Faden mit un
terschiedlichen Winkeln zur Stirnfläche der Spule hin abgelegt wird. Es soll
sich eine gleichmäßige Verteilung des Fadens hinter dem Umkehrpunkt er
geben. Die Bewegungsabläufe des Fadenführers an den Umkehrstrecken
wird hierbei durch eine vorgegebene zeitliche Programmabfolge vorgege
ben.
Dieses bekannte Verfahren ermöglicht es auch, daß die Beschleunigung
und Verzögerung des Fadenführers in Abhängigkeit des Kreuzungswinkels,
des Spulendurchmessers und des Changierhubes innerhalb der Umkehr
strecken gesteuert wird. Insgesamt ergibt sich eine große Vielzahl an Mög
lichkeiten aus der Kombination und Variation der Umkehrstrecken und des
Changierhubes. Deshalb kann das Verfahren auch dazu genutzt werden, um
beispielsweise die Länge der Umkehrstrecken in den Umkehrbereichen un
abhängig von der Changiergeschwindigkeit konstant zu halten. Ebenso kann
der Changierhub durch die Auswahl eines Atmungshubes verändert werden.
Allgemein kann gesagt werden, daß es bei der Changierung eines Fadens
vor allem darauf ankommt, daß die Umkehrpunkte des Changierfadenführers
an den Enden des Changierhubes immer an gleicher Stelle liegen. Ebenso
ist es erforderlich, daß der Changierfadenführer an den Enden des Chan
gierhubes in sehr kurzer Zeit aus einer Führungsgeschwindigkeit verzögert
und wieder auf eine Führungsgeschwindigkeit beschleunigt wird. In diesem
idealen Fall findet die Hubumkehr exakt an der vorgegebenen Soll-
Hubumkehrposition statt. Diese Annahme ist näherungsweise nur bei sehr
geringen Doppelhubzahlen (< ca. 100 Doppelhübe/min) richtig. In der Praxis
ist dennoch ein Über- oder Unterschwingen des Changierfadenführers in der
Hubumkehr erkennbar.
Generell kann deshalb festgestellt werden, daß die heutigen Regelsysteme
noch nicht in der Lage sind, die hohen Ansprüche an die erforderliche Dy
namik abzudecken. Dies führt dazu, daß der Faden bei der Hubumkehr am
Soll-Hubumkehrpunkt nicht exakt, sondern mit einer gewissen Abweichung
abgelegt wird.
Neben der aufgezeigten Problematik bei der Hubumkehr bestehen weitere
Schwierigkeiten in der Verteilung des Fadens auf einer Spule mit einer ge
wünschten bzw. bevorzugten Form.
Bei den Wicklungsarten einer Spule unterscheidet man zwischen 3
Hauptarten: Wilde Wicklung, Präzisionswicklung und Stufenpräzisionswick
lung. Bei der wilden Wicklung besteht ein festes Verhältnis zwischen der
Spulenoberflächen-Geschwindigkeit und der Geschwindigkeit der Faden
changierung. Hierdurch wird der Fadenkreuzungswinkel konstant gehalten,
während das Windungsverhältnis, d. h. die Anzahl der Spulendrehungen pro
Doppelhub, bei zunehmendem Durchmesser der Spule kleiner wird. Der ent
standene Garnkörper weist eine sehr gleichmäßige Dichte auf, der aller
dings schlechte Ablaufeigenschaften besitzt und außerdem nach dem Fär
ben Unregelmäßigkeiten aufweist.
Die Präzisionswicklung entsteht durch ein konstantes Verhältnis zwischen
der Spulendrehzahl und der Geschwindigkeit der Fadenchangierung. So
bleibt das Windungsverhältnis gleich während des gesamten Spulvorgangs.
Der Fadenkreuzungswinkel nimmt jedoch bei zunehmendem Spulendurch
messer ab. Die Spule hat gute Ablaufeigenschaften und im allgemeinen eine
deutlich größere Lauflänge bei gleichem Spulenvolumen. Allerdings verur
sacht der abnehmende Kreuzungswinkel eine Zunahme der Wickeldichte
nach außen hin, was in der Färberei zu einer ungleichmäßigen Durchdrin
gung der Farbstoffe führen kann.
Bei der Stufenpräzisionswicklung handelt es sich um eine Präzisionswick
lung in Stufen. Nach jeder Stufe wird der Fadenkreuzungswinkel wieder auf
die ursprüngliche Gradzahl zurückgeführt, wodurch ein annähernd gleich
bleibender Kreuzungswinkel erzielt wird und das Windungsverhältnis in
Stufen reduziert wird. Durch den fast konstanten Kreuzungswinkel wird die
Stabilität des Garnkörpers und eine gleichmäßige Dichte gewährleistet. Der
definierte Fadenabschnitt der Präzisionswicklung verhindert Bildzonen und
ermöglicht eine hohe Wickeldichte. Die resultierende Spule besitzt gute Ab
laufeigenschaften und eine deutlich erhöhte Lauflänge im Vergleich zur wil
den Wicklung.
Aus der EP 629 174 B1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufspu
len eines Fadens mit einer Stufenpräzisionswicklung bekannt. Während ei
ner Spulreise finden Sprünge von einem höheren Windungsverhältnis auf
ein niedrigeres Windungsverhältnis statt, wenn der Kreuzungswinkel bei
dem gegebenen Windungsverhältnis auf einen anderen Grenzwert gefallen
ist. Die Sprunghöhe ist begrenzt durch einen oberen Grenzwert, so daß in
akzeptable plötzliche Änderungen der Spulverhältnisse vermieden werden.
Eine Fadenchangierung, mit der eine Stufenpräzisionswicklung verwirklicht
werden kann, ist aus der CH 2267198 bekannt. Die Software-orientierte
Steuerung des Fadenchangierers (Zeiger) besteht aus einem "fest vorgege
benen" Teil, der vom Benutzer nicht beeinflußt werden kann (bzw. soll) und
einem vom Benutzer angeforderten Teil, der vorzugsweise aus gewissen
Spulparameter besteht. Als Spulparameter können beispielsweise eingege
ben werden: Kreuzungswinkel, Bandbreite, Bruchtabelle, Hubatmung und
Hubverlauf. Aus dieser Schrift geht lediglich hervor, daß verschiedene
"Changierrezepte" fest programmiert werden können, die von einem Anwen
der beim Eingeben der Spulparameter nicht beeinflußbar sein können.
Ausgehend von dem genannten Stand er Technik ist es Aufgabe der Erfin
dung, den Aufbau einer Spulenpackungsform zu verbessern, derart, daß der
aufgewickelte Faden an den Enden der Changierhubumkehrung besser und
exakter verlegt wird und der Faden bevorzugt mittels einer Präzisionswick
lung bzw. Stufenpräzisionswicklung unter Berücksichtigung einer durch ei
nen Benutzer vorgebbaren oder vorbestimmten Packungsform der Spule
optimal verlegt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkma
len des Anspruchs 1 sowie durch eine Faden aufwindende Maschine gemäß
den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Faden aufwindenden
Maschine, insbesondere Spulmaschine, wobei mittels eines Fadenführers
einer Changiereinrichtung ein Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alter
nierend zwischen zwei Umkehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin
und her geführt wird, um auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden.
Diese erste Lösung der Aufgabe zielt darauf ab, daß im Verlauf einer Spul
reise die Umkehrpunkte bzw. Wendepunkte eines Fadenführers bestimmt
bzw. exakt eingehalten werden. Erfindungsgemäß sieht das Verfahren zum
Betrieb der Faden aufwindenden Maschine, insbesondere Spulmaschine,
vor, daß an einem Umkehrpunkt ein Endpunkt der Umkehrung des Faden
führers festgestellt wird und in Abhängigkeit der Lage des Endpunktes der
Changierhub bei einem nachfolgenden Hub korrigiert, vorzugsweise verkürzt
oder verlängert, wird.
Bei der Herstellung von Spulen sind insbesondere die folgenden Punkte von
Bedeutung: Hubgenauigkeit, hohe Beschleunigung des Fadenführers, me
chanische Ausführung (z. B. des Fadenführers) und der Auflösung des An
triebs (Servomotor oder Schrittmotor). Diese Schwerpunkte sind miteinander
komplex verquickt und beeinflussen sich gegenseitig. Gerade diese komple
xen Wechselwirkungen bereiten große Schwierigkeiten.
Grundsätzlich kann gesagt werden, daß über die Einsetzbarkeit eines An
triebes im wesentlichen die zwei Hauptkriterien Beschleunigung und Ge
nauigkeit der Umkehrung entscheidend sind. Je höher die erreichte Be
schleunigung eines Fadenführers ist, um so besser läßt sich die Dichtever
teilung in der Packung kontrollieren. Die Exaktheit der Umkehrpunkte be
stimmt darüber hinaus unmittelbar die Qualität der Stirnseiten der Packung
und damit deren Abzugs- und Transporteigenschaften.
Es hat sich gezeigt, daß bei Änderung der Doppelhübe pro Minute der Um
kehrpunkt an einem Changierhubende als Funktion der Doppelhübe bzw.
Geschwindigkeit wandert und darüber hinaus von einem sich periodisch än
dernden Fehler überlagert ist. Im allgemeinen werden für den Antrieb eines
Changierfadenführers Servoantriebe verwendet, die im wesentlichen zwei
Regler (Lastbeobachter mit Zustands-/Positionsregler und Stromregler) be
sitzen.
Die Positionsgenauigkeit der Umkehrung des Fadenführers ist stets fehler
behaftet, da der Hub pro Encoder-Flanke umgekehrt proportional zur En
coder-Auflösung (beispielsweise 1024 Impulse/Umkehrung des Servomo
tors) ist. Der zweite Fehleranteil ist dadurch bestimmt, daß der Hub zwi
schen zwei Taktzyklen des Positionsreglers sich proportional zur Beschleu
nigung ändert. Typischerweise ergeben sich Fehlerungenauigkeiten von
etwa 0,3 bis 0,7 mm. Dieser Fehler tritt als eine den Hüben überlagerte
Schwingung auf infolge der Asynchronität der Taktzyklen und der Hubbewe
gung.
Diese in der Praxis relevante Ungenauigkeit der Umkehrung soll erfindungs
gemäß dadurch beseitigt werden, daß der Regelkreis mit einer Art
"Gedächtnisfunktion" ausgestattet und erweitert wird. Bei einem Durchgang
an einem Umkehrpunkt innerhalb eines Changierhubes wird die Position
beim Richtungswechsel des Fadenführers erfaßt. Dieser Positionswert wird
gespeichert und beeinflußt die Steuerung des Antriebs derart, daß bei einem
späteren Hub in Abhängigkeit der Lage dieses Positionswertes der Chan
gierhub, d. h. der Hub des Fadenführers verändert (Verkürzung oder Verlän
gerung) wird. Als Ergebnis erhält man nach Ablauf der Spulreise exakt defi
nierte Kanten der Spule, da die Fehler durch die erfindungsgemäße Korrek
tur gemittelt bzw. eliminiert werden.
Vorteilhafterweise wird der Changierhub in Abhängigkeit der Differenz des
Endpunkts vom Umkehrpunkt korrigiert. Die beiden Umkehrpunkte eines
Changierhubes werden in diesem Zusammenhang als Soll-Werte und die
effektiven Endpunkte als Ist-Werte angesehen. Die sich ergebende Differenz
ist eine Soll-Ist-Abweichung, die den Changierhub entsprechend steuert, so
daß die gewünschten und genauen Spulenkanten entstehen.
Gegenüber den bisherigen Steuerungen des Schrittmotors, die sich auf die
Abweichungen des Schrittmotors von einem Sollwert und dessen sofortige
Nachführung bei festgestellter Abweichung konzentrieren, zielt die vorlie
gende Erfindung darauf ab, eine Spulreise im Ganzen zu betrachten, wobei -
als weiterer Unterschied - die Position des Fadenführers bei Ablage eines
Fadens auf einer Spule von Bedeutung ist.
In einer Ausgestaltung wird die Differenz des Endpunktes vom Umkehrpunkt
über mehrere Hübe gerüttelt. Diese Mittelung kann beispielsweise durch
eine gleitende Mittelung fortlaufend vorgenommen werden, wodurch eine
Korrektur erst dann vorgenommen werden muß, wenn beispielsweise eine
signifikante Abweichung bzw. Drift des Mittelwertes festgestellt wird.
Weiterhin sieht das Verfahren vor, daß der Changierhub in einem beliebigen
Hubwert der Spulreise korrigiert wird. Dadurch ist dieses Verfahren variabel,
da die Korrektur erst dann vorgenommen wird, wenn bestimmte Bedingun
gen für eine Steuerung des Antriebs gegeben sind. Die Steuerung legt bei
spielsweise dann selbst und automatisch fest, wann der Changierhub ver
kürzt oder verlängert wird. Alternativ kann durch einen Anwender festgelegt
werden, daß beispielsweise nach einer festlegbaren Anzahl Doppelhübe der
Changierhub korrigiert wird.
Ebenso kann nach einer festgestellten Abweichung des Endpunktes vom
Umkehrpunkt der Changierhub im unmittelbar danach folgenden Hub korri
giert werden.
Durch die Bildung der Soll-Ist-Differenz der Hubumkehrposition (Subtraktion
des Endpunktes vom Umkehrpunkt) kann ein (effektiver) Nachlauffehler be
rechnet werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird der Nachlauffehler gespei
chert, vorzugsweise in einer Tabelle in Abhängigkeit der Changiergeschwin
digkeit. Diese Tabellen können dazu verwendet werden, eine folgende
Bahnkurve zu berechnen.
Steht infolge der Gesetzmäßigkeiten einer Stufenpräzisionswicklung ein
Doppelhubzahlsprung an, so wird ein zu erwartender Schleppfehler aus der
Tabelle interpoliert und von der Hubbreite subtrahiert oder addiert, so daß
die durch den Doppelhubzahlsprung verursachte Hubverkürzung oder Hub
verlängerung kompensiert wird. Hierdurch wird die Steuerung des Antriebs
wesentlich verbessert.
Um verschiedene Packungsformen einer Spule zu erzielen, wird vorteilhaf
terweise die Hubbreite im Verlauf der Spulreise variiert. Die Hubbreite kann
aber auch beispielsweise mittels einer vorgebbaren Hubatmung variiert wer
den, was sich positiv auf die Fadenverteilung in der Hubumkehr und damit
auf die Spulenhärteverteilung auswirkt.
Hinsichtlich des allgemeinen Prinzips der Erfindung läßt sich sagen, daß das
Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß der Verlauf der Hubumkehr
punkte für eine Spulreise vorgegeben werden kann und der vorgegebene
Verlauf in Abhängigkeit von festgestellten Abweichungen (an den Umkehr
punkten) beeinflußt wird, sprich korrigiert wird.
Zur Durchführung dieses Verfahrens ist eine Faden aufwindende Maschine
vorgeschlagen, insbesondere Spulmaschine, vorgesehen, mit einer Chan
giereinrichtung, wobei mittels eines Fadenführers einer Changiereinrichtung
der Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alternierend zwischen zwei Um
kehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin und her geführt wird, um
auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden, und die Changiereinrichtung
über einen oszillierenden Antrieb verfügt. Diese Maschine ist dadurch ge
kennzeichnet, daß die Maschine eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen
eines Endpunktes bei der Hubumkehrung des Fadenführers und eine Steu
ereinrichtung zur Korrektur des Changierhubes, vorzugsweise Verkürzung
oder Verlängerung, in Abhängigkeit der Lage des Endpunktes aufweist.
In einer Alternative wird die Aufgabe der Erfindung mittels eines Verfahrens
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 11 sowie einer faden
aufwindenden Maschine gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des An
spruchs 22 gelöst.
Ziel dieses zweiten Lösungswegs ist es, insbesondere eine Präzisionswick
lung bzw. Stufenpräzisionswicklung zu ermöglichen unter Berücksichtigung
einer bevorzugten oder vorbestimmbaren Packungsform einer Spule. Erfin
dungsgemäß beim Verfahren gemäß dem Oberbegriff 11 wird in Abhängig
keit eines vorbestimmten Windungsverhältnisses und der Drehzahl der
Spule der Antrieb des Fadenführers bzw. der Changiereinrichtung derart
gesteuert, daß bei der vorhandenen Spulendrehzahl oder einer Änderung
der Spulendrehzahl das Windungsverhältnis nahezu exakt mit einer gewis
sen Bandbreite eingehalten wird. Das Windungsverhältnis ergibt sich aus
dem Quotienten der Spulendrehzahl und der Zahl der Doppelhübe (als Divi
sor). Durch die Einhaltung des Windungsverhältnisses bei einer bestimmten
und aktuellen Drehzahl der Spule ist die Zeit für einen Hub festgelegt und
definiert. Auf der Grundlage dieser Größen kann der Antrieb bzw. Servoan
trieb des Fadenführers genau gesteuert und angetrieben werden.
Um eine besondere Packungsform einer Spule mit Faden zu erzielen, wer
den während der Spulreise die Hubbreite und/oder das Windungsverhältnis
variiert. Ändern sich diese Größen, so hat dies unmittelbar zur Folge, daß
der Antrieb auch völlig neue Steuerungsbefehle bzw. -werte erhält. Dies gilt
auch für eine Änderung der Spulendrehzahl, die direkt mit dem Windungs
verhältnis in Zusammenhang steht.
Außerdem kann zur Erzielung einer gewünschten Spulenform beim Verlegen
des Fadens auf der Spule die effektive Hubbreite während der Spulreise
variiert werden. Eine Möglichkeit ist die kontinuierliche Änderung der
Hubbreite während der Spulreise. Durch diese Modulation kann eine defi
nierte Packungsgeometrie z. B. wie konische Spulen erzeugt werden. Eine
weitere Variante ist die Hubatmung, bei der die effektive Hubbreite peri
odisch geändert wird, um eine gehäufte Fadenablage, die durch das Be
schleunigen und Verzögen in der Hubumkehr entstehen kann, zu vernach
lässigen. Dies hat nur einen Einfluß auf die Gleichmäßigkeit der Fadenver
teilung über den Hub und auf die Ausprägung von Satteln (harten Spulen
kanten). Natürlich können beide Varianten miteinander kombiniert werden.
Die Parameter für die Hubverlegung und/oder Hubatmung können bei
spielsweise von einem Bediener eingegeben werden. Vorzugsweise wird
das Fadenverlegen auf der Spule in Abhängigkeit des Spulendurchmessers
und/oder der Zeit(abfolge) und/oder der Hubzahl und/oder der Hubbreite
erfolgen. Alternativ sind in einem Rechner bzw. Speicher feste oder variier
bare Rezepte hinterlegt. Die Hubatmung läßt sich parametrisieren u. a. in
mindestens drei Größen: Hubperiode, Hubamplitude und Hubverteilung.
Die Hubperiode beschreibt die Länge des Zyklus (z. B. 10 000 bis 40 000
Changierhübe). Mittels der Hubamplitude kann die Erhöhung bzw. Vermin
derung des Nominalhubes bestimmt werden (z. B. in ‰ des Nominalhubes).
Das Verhältnis Anstieg zu Abfall der Hubamplitude wird mittels der Hubver
teilung ausgedrückt (Einheit: % der Periode). Diese Parameter können so
wohl längenunabhängig als auch geschwindigkeitsunabhängig sein. In einer
weiteren Ausgestaltung ist es auch möglich, nicht nur eine Kombination die
ser drei Parameter zu wiederholen, sondern auch mit mindestens einer wei
teren Kombination im Wechsel abzurufen. Die Hubverlegung wird bevorzugt
durch Stützstellen, die sich auf den Durchmesser beziehen, definiert und
dazwischen wird interpoliert.
Außerdem ist es vorteilhaft, wenn ein Geschwindigkeitsprofil des Fadenfüh
rers bzw. der Changiereinrichtung zwischen den Umkehrpunkten des Hubes
vorgegeben wird. Das Geschwindigkeitsprofil dient als Sollwertvorgabe für
die Steuerung des Antriebes. Durch den Verlauf des Profils beispielsweise
durch Stützstellen bzw. Punkte wird eine vorgebbare Spulenform aufgespult.
Es können mehrere Profile der Geschwindigkeit in einem Steuerrechner des
Antriebs abgelegt sein.
In einer Weiterbildung der Erfindung wird das Geschwindigkeitsprofil unab
hängig von den Hubbreiten während einer Spulreise ausgebildet und/oder
auf eine mittlere Verlegegeschwindigkeit bezogen. Da auf der Faden auf
windenden Maschine unterschiedlich lange Spulen hergestellt werden kön
nen, wird durch das von der Hubbreite unabhängige Geschwindigkeitsprofil
ermöglicht, so daß viele verschieden lange Spulenkörper (Kopse) an der
Maschine eingesetzt werden können. Auch der Bezug auf eine mittlere Ver
legegeschwindigkeit macht das Geschwindigkeitsprofil ebenfalls unabhän
gig, da keine absoluten Geschwindigkeiten z. B. durch den Fadenführer ge
fahren werden. Die relative Geschwindigkeit bzw. das relative Geschwindig
keitsprofil ergibt an unterschiedlichen langen Spulen im allgemeinen gleiche
bzw. ähnliche Spulenformen.
Durch die Unabhängigkeit von absoluten Geschwindigkeitswerten als Soll
wertvorgaben für den Antrieb wird erfindungsgemäß die mittlere Verlegege
schwindigkeit durch die Hubbreite und die durch das Windungsverhältnis
und die Spulendrehzahl bestimmbare Hubzeit oder Anzahl Doppelhübe defi
niert bzw. ermittelt. Alternativ kann gesagt werden, daß die mittlere Verlege
geschwindigkeit gegeben ist durch das zeitliche Integral der Geschwindig
keit über einen Hub dividiert durch die Hubzeit. Der Geschwindigkeitsverlauf
muß deshalb über einen gesamten Hub genau die mittlere Geschwindigkeit
enthalten. Ausgehend von diesen Werten können Vorgaben und Beschleu
nigungen für den Antrieb ermittelt bzw. berechnet werden.
Für eine (Stufen-)Präzisionswicklung ist es erforderlich, daß ein vorgegebe
nes Windungsverhältnis bei einer bestimmten Spulendrehzahl eingehalten
wird, wodurch unter Zuhilfenahme der Hubbreite die Hubzeit ermittelt wer
den kann. Hierzu ist es erforderlich, daß das Windungsverhältnis mit einer
hohen Auflösung (Größenordnung etwa 10 ppM) eingehalten werden muß.
Infolge der Durchmesserzunahme der Packung durch Aufspulung ändert
sich die Drehzahl der Spule kontinuierlich. Außerdem ist zu berücksichtigen,
daß aus der Vorgabe für den Kreuzungswinkel, der Bandbreite und der
Bruchtabelle das Windungsverhältnis für die (Stufen-)Präzisionswicklung
definiert wird.
Eine notwendige Voraussetzung für eine (Stufen-)Präzisionswicklung be
steht u. a. darin, daß ein vorgegebenes Windungsverhältnis mit einer sehr
hohen Auflösung (Größenordnung etwa 10 ppM) eingehalten wird. Um das
zu erreichen, muß die Verlegegeschwindigkeit (und damit die Anzahl der
Doppelhübe pro Teileinheit) mit sehr hoher Genauigkeit in einem bestimm
ten Übersetzungsverhältnis der Spulendrehzahl nachgeführt werden.
Wird zu diesem Zweck die Spulendrehzahl mit einer konventionellen Dreh
zahlmessung erfaßt, ist die erforderliche Genauigkeit nicht zu erreichen. Ur
sachen dafür sind entweder eine zu geringe Auflösung des Meßresultats
oder eine zu geringe Zeitdauer des Meßintervalls. Um diese Schwierigkeit
zu umgehen, wird der Ansatz gewählt, daß einer bestimmten Anzahl von
Spulenumdrehungen oder Bruchteilen von Spulenumdrehungen sofort ein
bestimmter Hubweg zugeordnet wird. Erfindungsgemäß wird für ein be
stimmtes Windungsverhältnis und eine vorbestimmte Spulendrehzahl einem
Impuls eines Soll-Hubzählers ein bestimmter Hubweg zugeordnet.
In einer erfindungsgemäßen Weiterbildung wird der Soll-Hubzähler bei ei
nem Impuls um einen bestimmten Wert erhöht. Beispielsweise liefert ein Ta
chogeber an einer Spule eine bestimmte Anzahl Pulse pro Spulenumdre
hung. Jedem Impuls des Tachos läßt sich für ein Windungsverhältnis ein
ganz bestimmter Weg des Hubes zuordnen. Dieser Soll-Hubzähler wird folg
lich bei jedem Tachopuls um einen vom aktuellen Windungsverhältnis be
stimmten Wert erhöht.
Um das Windungsverhältnis zu überwachen, wird der Wert des Soll-
Hubzählers mit einem Wert eines Ist-Hubzählers des Antriebs einem Regler
zugeführt. Um eine Überwachung des Windungsverhältnisses zu gewährlei
sten, verfügt der Antrieb bzw. Servoantrieb der Changiereinrichtung eben
falls einen gleichen bzw. baugleichen Zähler. Dieser Ist-Hubzähler zählt mit
derselben Auflösung die Anzahl der ausgeführten Hübe. Der Ist-Hubzähler
und Soll-Hubzähler dienen einem Regler als Regel- und Führungsgröße. Als
Stellgröße dieses Reglers wird die gesuchte mittlere Verlegegeschwindigkeit
bestimmt.
Um die Einhaltung des bestimmten Windungsverhältnisses bei einer gege
benen Spulendrehzahl zu verwirklichen, wird der Antrieb der Changierein
richtung bzw. des Fadenführers mittels der mittleren Verlegegeschwindigkeit
und der Hublänge (in einem Hub) gesteuert. Hierdurch wird der Fadenführer
beschleunigt oder verzögert, so daß die Spule mit einer (Stufen-)Präzi
sionswicklung versehen wird.
Des weiteren sieht das Verfahren in einer vorteilhaften Weiterbildung vor,
daß die Modulation der Hubbreite zur Realisierung einer Endwulstausbil
dung innerhalb des Hubes und/oder zur Bildung einer Fadenreserve, insbe
sondere außerhalb des Hubes, verwendet wird, wobei die Geschwindigkeit
des Fadenführers hierbei bis auf Null abgebremst werden kann.
Die Faden aufwindende Maschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruchs 22 zur Durchführung des aufgezeigten Verfahrens ist gekenn
zeichnet durch eine Eingabe von Betriebsdaten, einen Spulen-Tachogeber,
einen Soll-Hubzähler, einen Ist-Hubzähler am Antrieb der Changiereinrich
tung und einer Rechen- und Steuereinheit zur Ermittlung eines Beschleuni
gungswertes bei Einhaltung eines vorbestimmten Windungsverhältnisses bei
einer bestimmten vorgegebenen Spulendrehzahl.
Ferner gestattet es die Erfindung, neben der (Stufen-)Präzisionswicklung
auch andere Wicklungen zu fahren. Zur Vermeidung von Bildwicklungen
wird z. B. die mittlere Verlegegeschwindigkeit in Funktion der Zeit kontinuier
lich (Wobbelung bei Wilder Wicklung) oder in Funktion des Spulendurch
messers in diskreten Sprüngen (ribbon free) verändert. Es ist auch eine
Kombination der beiden Verfahren möglich.
Bei der wilden Wicklung sind die Genauigkeitsansprüche an die mittlere
Verlegegeschwindigkeit wesentlich geringer als bei der (Stufen-)Präzisions
wicklung. In diesem Fall kann auf einen Regelkreis verzichtet werden. Beim
anderen Verfahren (ribbon free) ist es wichtig, das aktuelle Windungsver
hältnis oder den Spulendurchmesser sehr genau zu kennen und mit der
mittleren Verlegegeschwindigkeit in genügender Genauigkeit zu reagieren.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Möglichkeit der Va
riation der Hubbreite auch dazu genutzt, den Faden innerhalb des Hubes
(z. B. zur Bildung einer Endwulst) oder auch außerhalb des Hubes (z. B. zur
Bildung einer Fadenreserve) zu positionieren. Dieser Grundmechanismus ist
bereits aus der Patentschrift EP 311 827 bekannt. Der wesentliche Unter
schied besteht darin, daß der Faden vom Fadenführer gefangen wird, auf
die Positionierposition fährt, von der Hülse gefangen wird, eine definierte
Fadenreserve bildet und dann in den Hubbereich gefahren wird. Der Fa
denführer fungiert dann selbst als Changierfadenführer. Bei einzuleitendem
Spulenwechsel, d. h. wenn der gewünschte Spulendurchmesser, die ge
wünschte Lauflänge oder Laufzeit gespult wurde, wird der Changierfaden
führer auf einer definierten Position innerhalb des Hubes stillgesetzt, um die
Endwulst zu bilden. Danach wird der Fadenführer wieder in die Positionier
position gebracht, damit der Faden auf einer neuen leeren Hülse gefangen
werden kann. Der Faden verläßt folglich nie den Fadenführer. Somit können
Positionierzeiten auf ein Minimum reduziert werden bzw. können auf einen
definierten reproduzierbaren Wert eingestellt werden. Besonders eignet sich
dieses System bei Spulen mit einer Dornverschiebung, bei der die Position
der Endwulst mit der der Positionierposition vor dem Fangen übereinstimmt,
da dann die Fadenumschlingung auf ein Minimum reduziert werden kann.
Anhand der folgenden Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfin
dung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Berechnung von Abweichungen bei der
Umkehrung des Fadenführers am Umkehrpunkt;
Fig. 2 eine Alternative zu Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Darstellung zur Berechnung einer mittle
ren Verlegegeschwindigkeit;
Fig. 4 eine schematische Darstellung zur Berechnung der Be
schleunigung eines Servoantriebs;
Fig. 5 ein Beispiel für die Parametrisierung einer Hubatmung;
Fig. 6 eine Darstellung für ein Geschwindigkeitsprofil;
Fig. 7 ein Beispiel einer kombinierten Parametrisierung der Hu
batmung;
Fig. 8 ein weiteres Beispiel einer kombinierten Parametrisierung
der Hubatmung;
Fig. 9 ein Beispiel einer Parametrisierung der kontinuierlichen
Hubveränderung.
Fig. 1 zeigt eine Möglichkeit der Berechnung der Abweichungen der End
punkte eines Fadenführers bei Umkehrung an einem Umkehrpunkt. Ein En
coder 11, eines hier nicht dargestellten Antriebs liefert Impulse an eine Aus
werteeinrichtung, die beispielsweise nach einem Feedback-Verfahren aus
gewertet werden. Die Auswerteeinrichtung 12 liefert einen Umkehrpunkt, der
als Ist-Hubumkehrpunkt I an einen Speicher, vorzugsweise Flash-Speicher
13 geliefert wird. Dieser Ist-Wert I wird an einen Rechner 14 weitergeleitet.
In dem Rechner 14, der als Steuerrechner ausgelegt ist, sind sowohl die
Changiergeschwindigkeiten vCH des Fadenführers und der exakte Hubum
kehrpunkt gespeichert, der als Sollwert S verwendet wird. Durch die Sub
traktion des Ist-Wertes I vom Soll-Wert S wird die Differenz und ein Nach
lauffehler ermittelt, der in Abhängigkeit der Changiergeschwindigkeit vCH in
einer Tabelle 15 im Rechner 14 gespeichert wird. Bei einem Doppelhubzahl
sprung kann ein zu erwartender Schrittfehler aus der Tabelle 15 mittels In
terpolation berechnet werden, so daß entsprechende Steuerbefehle an die
Steuerungen weitergegeben werden.
Fig. 2 zeigt eine Alternative zu Fig. 1. Hierbei liefert der Steuerrechner 14
den Soll-Wert der Umkehrung an den Flash-Speicher 13 die Ermittlung der
Abweichung des Ist-Wertes I vom Soll-Wert S findet außerhalb des Rech
ners 14 statt, die nach Berechnung an den Rechner 14 und an einen Soll
wertgeber 16 weitergegeben wird. In der Nachlauftabelle 15 werden die Ab
weichungen in Abhängigkeit der Changiergeschwindigkeit vCH in einer
Nachlauftabelle 15 gespeichert. Der Sollwertgenerator 16 gibt entsprechen
de Steuerbefehle nach Erhalt des Abweichungswertes an einen
Lage-/Drehzahlregler eines Antriebes weiter.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Möglichkeit erfolgt eine Korrektur des Chan
gierhubes nach jedem Hubdurchgang. Hierdurch kann das System einen
auftretenden Nachlauffehler viel schneller ausregeln, als bei der Lösung aus
Fig. 1.
Die Berechnungen der Soll-Ist-Abweichungen erfolgen im allgemeinen für
die linke und rechte Seite der Changierung, so daß auch Sollwerte für die
linke und rechte Spulenseite in dem Rechner 14 bzw. Speicher 13 gleichzei
tig vorhanden sind.
Fig. 3 zeigt die Berechnungsweise einer mittleren Verlegegeschwindigkeit
ωm bzw. mittlere Winkelgeschwindigkeit eines Zeigers als Fadenführer, die
für die Einhaltung eines bestimmten Windungsverhältnisses bei einer be
stimmten Spulendrehzahl ermittelt wird. Mittels einer Eingabe 30 können
kundenspezifische Betriebsdaten BD eingegeben werden, beispielsweise
Kreuzungswinkel, Bandbreite, Hubbreite etc. Desweiteren sind die für eine
Steuerung der Changierung wichtigen Konfigurationsdaten KD, vorzugswei
se fest, vorgegeben, die für die Berechnung von Stelldaten der Changierung
SD verwendet werden. Außerdem wird eine Bruchtabelle BT, in der unter
anderem günstige Windungsverhältnisse enthalten sind, bereitgestellt, mit
tels der die Bildung geschlossener Wicklungen vermieden werden.
Aus den Betriebsdaten BD, der Bruchtabelle BT und den Konfigurationsda
ten KD wird zusammen mit einem aktuell berechneten Spulendurchmesser
SPD eine Windungsverhältnistabelle WV erzeugt. In der Windungsverhält
nistabelle WV werden Datensätze bestehend aus dem Spulendurchmesser,
der Angabe eines Hubsprungs und der Hublänge gebildet.
Zur Ermittlung des aktuellen Spulendurchmessers werden einerseits die
Stelldaten der Changierung SD berücksichtigt. Andererseits wird die Fre
quenz einer Tastwalze fTW als auch die Frequenz der Spule fSP hierfür ver
wendet. Aus den genannten Daten wird der aktuelle Spulendurchmesser
SPD ermittelt.
Gleichzeitig wird der Frequenzimpuls fSP an einen Sollhubzähler HSOLL wei
tergegeben. Zur Berechnung der Sollposition während des Hubes liefert die
Windungsverhältnistabelle WV einen Wert für den Spulendurchmesser an
den Hubzähler HSOLL.
Der Antrieb der Changiereinrichtung verfügt seinerseits über einen Hubzäh
ler, der die Ist-Position des Fadenführers festhält. Aus dem Vergleich der
Sollposition mit der Ist-Position des Fadenführers entsteht in einem Regler
31 eine Regel- und Führungsgröße. Die Stellgröße dieses Reglers 31 ist die
mittlere Verlegegeschwindigkeit ωm.
Für die Einhaltung des Windungsverhältnisses WV bei einer gegebenen
Spulendrehzahl, ist es unerlässlich, daß das Windungsverhältnis WV mit
einer hohen Auflösung überwacht werden muß. Hierzu liefert ein Tachoge
ber eine bestimmte Anzahl Impulse fTW pro Spulenumdrehung. Jedem Puls
des Tachos läßt sich hierdurch für ein vorbestimmtes Windungsverhältnis
ein genau ermittelbarer Hubweg zuordnen.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung zur Berechnung der Beschleu
nigungswerte für einen Servoantrieb einer Changiereinrichtung. Hierzu wer
den weitere Betriebsdaten BD, die z. B. für eine Hubatmung wichtig sind, be
vorzugt von einem Benutzer manuell vorgewählt. Die für die Hubatmung
wichtigen Werte sind unter anderem die Hubperiode, die Hubverteilung und
die Hubamplitude etc. (siehe unten).
Aus diesen Betriebsdaten BD werden Steildaten festgelegt, die für eine Be
rechnung der Hublänge HL verwendet werden. Aus den Konfigurationsdaten
KD für die Steuerung, insbesondere der Zeigerlänge und der Profiltabelle PT
eines Geschwindigkeitsprofils in einem Hub werden weitere Stelldaten der
Changierung erfaßt, die für die Beschleunigungswerte des Antriebs AS wei
terverwendet werden. Aus diesen Betriebsdaten BD, den Konfigurationsda
ten KD und der Bruchtabelle BT wird die Windungsverhältnistabelle WV
festgelegt. Diese Windungsverhältnistabelle WV enthält auch den Verlauf
der Hublänge in Funktion des Spulendurchmessers. Der Hubperiodenzähler
HP wird vom Istzähler Hist mit Werten oder Impulsen beaufschlagt.
Aus dem Hubperiodenzähler HP, der den Spulendurchmesser Spdm entspre
chenden Hublänge aus der Windungsverhältnistabelle WV und dem in den
Betriebsdaten BD definierten Verlauf der Hubatmung (in Funktion der Hub
zahl) wird nun der aktuelle Hublängen-Sollwert HL bestimmt. Aus dem
Hublängensollwert HL, der Windungsverhältnistabelle WV, der Profiltabelle
PT und der mittleren Verlegegeschwindigkeit ωm werden nun die Beschleu
nigungswerte AS des Servoantriebs bestimmt.
Der Zähler der Hubperiode HP erhält Daten von einem Hubzähler, der mit
Signalen oder Werten vom Ist-Hubzähler des Servomotors beaufschlagt
wird. Aus den Stelldaten der Changierung, der berechneten Hublänge und
der ebenfalls berechneten mittleren Verlegegeschwindigkeit wird eine Be
schleunigungstabelle AS für den Servoantrieb der Changiereinrichtung be
rechnet.
Insgesamt ergibt sich durch die Berechnung der Beschleunigungstabelle AS
eine sehr genaue Verlegung des Fadens auf der rotierenden Spule bei Ein
haftung des Windungsverhältnisses und der Spulendrehzahl.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel für die Parametrisierung einer Hubatmung. Die
Hubatmung führt zu einer Modulation der Hubbreite im Verlauf der Spulrei
se.
Fig. 5 zeigt die zeitliche Zu- und Abnahme des Nominalhubes mit einer
Hubamplitude A. Die Hubamplitude A kann in ‰ des Nominalhubes HB ge
wählt werden. Die Hubverteilung V gibt das Verhältnis des Anstiegs zum
Abfall der Amplitude an, beispielsweise in % der Periode. Die Hubperiode P
beschreibt die zeitliche Länge des Modulationszyklus und kann in Einheiten
der Changierhübe angegeben werden. In weiteren Alternativen der Modula
tionen kann die Periode P sich auch auf die Anzahl der Doppelhübe (nDH)
oder auf den Spulendurchmesser beziehen.
Es können aber auch, wie schon vorerwähnt, mindestens zwei verschiedene
Kombinationen der Amplitudenmodulationen im Wechsel zum Einsatz kom
men (Fig. 7). Somit ist es aber auch möglich, zeitweise die Hubbreite kon
stant zu halten (Fig. 8). In diesem Fall ist dann die Amplitude A2 und/oder
die Hubverteilung V2 gleich Null.
Fig. 6 zeigt die Vorgabe eines Geschwindigkeitsprofils in einem Hub. Das
Geschwindigkeitsprofil ist definiert mit den Stützstellen P0 bis P8 und legt die
(relative) Geschwindigkeit des Fadenführers bzw. der Changiereinrichtung
zwischen den Endausschlägen E1 und E2. Die Endausschläge E1 und E2
stellen eine relative Hubbreite dar, die entsprechend der tatsächlichen
Hubbreite auf einer Spule angepaßt wird. Ebenso sind die Stützpunkte P0
bis P8 als relative Geschwindigkeitswerte bezüglich der mittleren Auslenkge
schwindigkeit dargestellt. Aus dem gegebenen Geschwindigkeitsprofil, und
der tatsächlichen Hubbreite berechnet ein Steuerrechner das Beschleuni
gungsprofil für einen Servoantrieb, wobei das Windungsverhältnis und die
Spulendrehzahl nahezu exakt eingehalten werden.
Fig. 9 zeigt beispielsweise die durchmesserabhängige Änderung der
Hubbreite HB in Abhängigkeit des Spulendurchmessers, die über die Stütz
stellen D1 und die dazugehörigen Hubbreiten HB1 definiert ist. Gezeigt sind in
diesem Beispiel vier Stützstellen D0 bis D3 sowie HB0 bis HB3. Selbstver
ständlich kann die Hubbreitenänderung in Abhängigkeit der Anzahl der
Doppelhübe nDH oder der Spulzeit t vorgenommen werden.
Die Hubbreitenvariation und die Parameter für die Hubatmung (z. B. Fig. 7)
können sowohl in fest vorgegebenen Menüs vorhanden sein als auch durch
einen Bediener vorgegeben werden. Die Bereitstellung von Spulrezepten
erleichtert insgesamt die Arbeit beim Aufspulen des Fadens.
Claims (22)
1. Verfahren zum Betrieb einer Faden aufwindenden Maschine, insbeson
dere Spulmaschine, wobei mittels eines Fadenführers einer Chan
giereinrichtung ein Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alternierend
zwischen zwei Umkehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin und
her geführt wird, um auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden, da
durch gekennzeichnet, daß an einem Umkehrpunkt ein Endpunkt der
Umkehrung des Fadenführers festgestellt wird und in Abhängigkeit der
Lage des Endpunktes der Changierhub bei einem nachfolgenden Hub
korrigiert, vorzugsweise verkürzt oder verlängert, wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Chan
gierhub in Abhängigkeit der Differenz des Endpunkts vom Umkehrpunkt
korrigiert wird.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Differenz des Endpunktes vom Umkehrpunkt über
mehrere Hübe gemittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Changierhub in einem beliebigen Hub korrigiert wird.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Changierhub in dem unmittelbar danach folgenden
Hub korrigiert wird.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Nachlauffehler aus der Differenz des Endpunktes vom
Umkehrpunkt berechnet wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Nachlauffehler, vorzugsweise in einer Tabelle in Ab
hängigkeit der Changiergeschwindigkeit, gespeichert wird.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei einem Doppelhubzahlsprung ein zu erwartender
Schleppfehler aus der Tabelle interpoliert wird und von der Hubbreite
subtrahiert oder addiert wird, so daß die durch den Doppelhubzahl
sprung verursachte Hubverkürzung oder Hubverlängerung kompensiert
wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hubbreite im Verlauf einer Spulreise variiert wird.
10. Faden aufwindende Maschine, insbesondere Spulmaschine, mit einer
Changiereinrichtung, wobei mittels eines Fadenführers einer Chan
giereinrichtung der Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alternierend
zwischen zwei Umkehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin und
her geführt wird, um auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden, und
die Changiereinrichtung über einen oszillierenden Antrieb verfügt, und
insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorheri
gen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Erfassungseinrichtung zum
Erfassen eines Endpunktes bei der Hubumkehrung des Fadenführers
und eine Steuereinrichtung zur Korrektur, vorzugsweise Verkürzung
oder Verlängerung, des Changierhubes in Abhängigkeit der Lage des
Endpunkts.
11. Verfahren zum Betrieb einer Faden aufwindenden Maschine, insbeson
dere Spulmaschine, wobei mittels eines Fadenführers einer Chan
giereinrichtung ein Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alternierend
zwischen zwei Umkehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin und
her geführt wird, um auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden, da
durch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit eines vorbestimmten Win
dungsverhältnisses und einer Spulendrehzahl der Antrieb des Faden
führers bzw. der Changiereinrichtung derart gesteuert wird, daß bei der
Spulendrehzahl oder einer Änderung der Spulendrehzahl das Win
dungsverhältnis eingehalten wird.
12. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubbreite und/oder das Windungsverhältnis variiert werden.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verlegen des Fadens mittels einer Hubatmung
und/oder einer, vorzugsweise kontinuierlichen, Hubvariation während einer
Spulreise moduliert oder korrigiert wird, vorzugsweise in Abhängigkeit
des Spulendurchmessers und/oder der Hubzahl und/oder der Zeit
und/oder der Hubbreite.
14. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Geschwindigkeitsprofil des Fadenführers zwischen
den Umkehrpunkten des Hubes vorgegeben wird.
15. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Geschwindigkeitsprofil unabhängig von den
Hubbreiten während einer Spulreise ausgebildet wird und/oder auf eine
mittlere Verlegegeschwindigkeit bezogen wird.
16. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die mittlere Verlegegeschwindigkeit ermittelt wird durch
die Hubbreite und die durch das Windungsverhältnis und die Spulen
drehzahl bestimmbare Hubzeit.
17. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß für ein vorbestimmtes Windungsverhältnis und eine vor
bestimmte Spulendrehzahl einem Puls eines Soll-Hubzählers ein be
stimmter Hubweg zugeordnet wird.
18. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch ekenn
zeichnet, daß der Soll-Hubzähler bei einem Puls um einen bestimmten
Wert erhöht wird.
19. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Wert des Soll-Hubzählers mit dem Wert eines Ist-
Hubzählers des Antriebs einem Regler zugeführt werden.
20. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Regler aus dem Wert des Soll- und Ist-Hubzählers die
mittlere Verlegegeschwindigkeit ermittelt.
21. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Modulation der Hubbreite zur Realisierung einer End
wulstausbildung innerhalb des Hubes und/oder zur Bildung einer Faden
reserve, insbesondere außerhalb des Hubes, verwendet wird, wobei die
Geschwindigkeit des Fadenführers hierbei bis auf Null abgebremst wer
den kann.
22. Faden aufwindende Maschine, insbesondere Spulmaschine, mit einer
Changiereinrichtung, wobei mittels eines Fadenführers einer Chan
giereinrichtung der Faden quer zur Fadenabzugsrichtung alternierend
zwischen zwei Umkehrpunkten innerhalb eines Changierhubes hin und
her geführt wird, um auf einer rotierenden Spule verlegt zu werden, und
die Changiereinrichtung über einen oszillierenden Antrieb verfügt, und
insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorheri
gen Ansprüche 12 bis 22, gekennzeichnet durch eine Eingabe von Be
triebsdaten, einen Spulen-Tachogeber, einen Soll-Hubzähler, einen Ist-
Hubzähler am Antrieb der Changiereinrichtung und einer Rechen- und
Steuereinheit zur Ermittlung eines Beschleunigungswertes bei Einhal
tung eines vorbestimmten Windungsverhältnisses bei einer bestimmten
vorgegebenen Spulendrehzahl.
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