1* Stern – bis zur Rückgabe hätte ich 5* Sterne vergeben
Bis zum 17.06.2026 hätte ich diesem Anbieter ohne Weiteres 5 Sterne gegeben. Ich war mit meinem Auto-Abo zufrieden und hatte sogar ernsthaft darüber nachgedacht, direkt ein weiteres Abo bei diesem Anbieter abzuschließen.
Dann kam die Rechnung.
Das Fahrzeug wurde am 11.05.2026 zurückgegeben. Bei der Rückgabe wurde ein Rückgabeprotokoll erstellt und von mir unterschrieben. Im ausdrücklich vorgesehenen Feld „Beschädigungen/Fehlteile“ wurden keine Schäden eingetragen.
In den Rückgabeinformationen wurde außerdem angekündigt, dass zur Rückgabe in der Regel ein Gutachter beauftragt wird. Bei meiner Rückgabe war jedoch kein Gutachter vor Ort.
Stattdessen wurde das Fahrzeug erst am 15.05.2026, also vier Tage nach der Rückgabe, durch einen Sachverständigen begutachtet. Auf Grundlage dieses Gutachtens wurden mir anschließend 2.196,84 € für mehrere angebliche Schäden berechnet.
Besonders bemerkenswert: Ich hatte bei der Rückgabe den Kilometerstand mit Datum und genauer Uhrzeit fotografiert. Mein Foto zeigt 12.223,2 km. Im späteren Gutachten werden 12.223,8 km angegeben. Das Fahrzeug wurde zwischen Rückgabe und Begutachtung somit nachweislich noch 600 Meter bewegt.
Die Rechnung wurde allerdings erst am 17.06.2026, also 37 Tage nach der Rückgabe, gestellt. Mehr als fünf Wochen nach der Fahrzeugabgabe wurde ich somit völlig unerwartet mit einer Forderung von über 2.000 € konfrontiert.
Ich habe die Forderung daraufhin ausführlich bestritten und um Aufklärung gebeten. Trotzdem wurde die Angelegenheit an ein Inkassobüro übergeben. Auch dort wurden meine konkreten Fragen zur viertägigen Zeitspanne zwischen Rückgabe und Begutachtung und zur nachweislichen Fahrzeugbewegung nicht wirklich beantwortet. Stattdessen wurde im Wesentlichen darauf verwiesen, dass laut AGB das Gutachten Grundlage der Schadenabrechnung sei.
Nach mehrwöchiger Auseinandersetzung wurde die Forderung nun letztlich vollständig storniert. Am 19.08.2026 erhielt ich eine Stornorechnung über die kompletten 2.196,84 €.
Und genau das ist für mich der enttäuschendste Teil dieser Geschichte: Ich war ursprünglich ein zufriedener Kunde und hätte Drivio sogar weiterempfohlen. Ich war kurz davor, erneut ein Fahrzeug für unsere Fahrzeugflotte zu abonnieren. Durch diesen Vorgang wurde dieses Vertrauen jedoch vollständig zerstört.
Für mich hat dieser Umgang mit einem Kunden mit einem fairen und transparenten Verbraucherschutz wenig zu tun. Gerade bei einer Fahrzeugrückgabe sollte der Zustand des Fahrzeugs nachvollziehbar und möglichst unmittelbar dokumentiert werden. Eine mehrere Tage später vorgenommene Begutachtung, auf deren Grundlage dann mehr als 2.000 € gefordert und anschließend sogar ein Inkassobüro eingeschaltet wird, empfinde ich als äußerst problematisch.
Mein persönlicher Eindruck ist daher, dass hier der Verbraucherschutz mit Füßen getreten wird.
Positiv bleibt lediglich, dass die Forderung am Ende vollständig storniert wurde. Das ändert allerdings nichts daran, dass dieser Vorgang mein Vertrauen in den Anbieter nachhaltig beschädigt hat.
Bis zum 17.06.2026 wären es für mich 5*Sterne gewesen. Nach dieser Erfahrung kann ich leider nur 1* Stern vergeben.