VORRICHTUNG UND, VERFAHREN ZUM ZERKLEINERN VON FRÜCHTEN
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Zerkleinern von Früchten, insbesondere Zitrusfrüchten, die in glatte Scheiben mit einer einzigen Hebelbewegung geschnitten werden und in einem Behältnis unterhalb der Schneidwerkzeuge aufgefangen werden.
Aus der DE 22 32 672 ist eine Vorrichtung zum Schneiden von Speisezwiebeln in würfelähnliche Teilchen bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung wird in einer Führung ein Presskolben mit unteren Radialstegen, die beim Pressvorgang durch die Zwischenräume der Messerblätter hindurchtreten können, geführt. Ferner ist aus der US 1,095,620 eine Vorrichtung zum Schneiden von Früchten, insbesondere Kartoffeln, bekannt geworden, bei der an einem Druckstempel Schneidklingen parallel zueinander angeordnet sind, deren Abstände durch eine quer zu den Schneidklingen angeordnete Halterung befestigt ist, die in einer Linearführung den Schneidklingen
eine Führung bietet. Der Druckstempel wird mechanisch von einem Hebelarm auf- und abbewegt.
Als genereller Nachteil des beschriebenen Stands der Technik ist es, dass die Aufnahmen für die zu zerteilende Frucht nicht .ausreichend ausgebildet sind,, so dass beim Druckvorgang beispielsweise einer weicheren Frucht diese deformiert wird, wodurch eine Zerkleinerung in 'glatte Stücke zumindest erschwert wird, so dass die entstandenen Scheiben oder Würfel 'entweder an der Schale ausreißen, unansehnlich aussehen und damit unbrauchbar für den appetitlichen Verzehr werden. Unabhängig davon können derartige Fruchtstücke die Zwischenräume der Schneidwerkzeuge verstopfen oder sich darin verklemmen, so dass der weitere Gebrauch der Vorrichtung unmöglich wird. Erfolgt der Schneidvorgang, wie allgemein üblich, mit einem Messer von Hand, so ist ein genauer Schneidvorgang notwendig, der einerseits in der Eile des Geschäfts und mit großem Zeitaufwand eine erhöhte Verletzungsgefahr darstellt.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, mit dem ganze Früchte, insbesondere Zitrusfrüchte, mit einer Hebelbewegung in glatte' Stücke zerkleinert werden, wobei die Vorrichtung einfach und kostengünstig in der Herstellung ist.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen der Haμptansprüche gelöst.
Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung zum Zerkleinern von Früchten, insbesondere Zitrusfrüchten, mit einem Druckteil, einem Aufnahmeteil und mindestens zwei Schneidelementen und einer Vertiefung, in die die Frucht eingelegt wird,
gekennzeichnet durch mindestens zwei Schneidelemente, die quer zueinander angeordnet sind und das Druckteil oder das Aufnahmeteil Schlitze aufweist, in die beim Schneiden der Frucht die Schneidelemente eingreifen.
Das e findungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die zu zerkleinernde Frucht in eine Vertiefung gelegt wird und anschließend mittels eines" Formdruckteils die Zitrusfrucht- auf mindestens zwei Schneidelemente gedrückt wird, bei der mindestens ein Schneidelement quer zum anderen Schneidelement angeordnet ist, so dass die Frucht in mindestens vier Teile zerkleinert wird.
Eine vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird darin gesehen, dass das Druckteil eine Auf- und ' bbewegung in einer Führung durchführt und das Aufnahmeteil unterhalb des Druckteils angeordnet ist.
Vorteilhaft wird das Druckteil mittels eines Getriebes in Arbeitsrichtung bewegt, wobei das Getriebe aus einer Mehrzahl von Hebeln oder aus einer Mehrzahl von ineinander greifenden Zahnrädern gebildet wird.
Vorteilhaft ist es auch, dass das mindestens eine Schneidelement V-förmig ausgebildet ist und mindestens ein Sαhneidelement gerade ausgebildet ist.
Fetner ist es vorteilhaft, die mindestens zwei unterschiedlich ausgeformten Schneidelemente quer zueinander oder in einem vorbesti mten Winkel zueinander anzuordnen.
Vorteilhaft ist es auch, unterhalb der Schneidelemente ein Behältnis anzuordnen, das die zerkleinerten Fruchtstücke
aufnimmt. Dabei ist es vorteilhaft, dass das Behältnis in das "Gehäuse, das die gesamte Mechanik umgibt, integriert ist.
Vorteilhaft ist es ferner, dass das Gehäuse mindestens eine Öffnung zum Einlegen der zu zerkleinernden Frucht aufweist, die durch eine Klappe geschlossen wird, um damit die Verletzungsgefahr zu mindern.
Vorteilhaft ist es, eine zweite' Öffnung unterhalb 'der ersten 'Öffnung im Gehäuse vorzusehen, in die ein Behältnis zum Auffangen der Fruchtstücke eingeschoben wird.
Vorteilhaft ist es ferner, den Schneidvorgang mit einer Hebelbewegung, die die Mechanik antreibt, durchzuführen. Dabei ist es vorteilhaft, das Druckteil an einem ersten Hebelarm gelenkig zu befestigen, wobei die Hebelmechanik mindestens zwei Hebelarme aufweist.
Vorteilhaft ist es dabei, die mindestens zwei Hebelarme gelenkig an einer Konsole zu befestigen und die Hebelarme drehbar miteinander zu verbinden.
Eilϊe" weitere vorteilhafte Ausbildung zur Zerkleinerung von Früchten insbesondere Zitrusfrüchten, mit mindestens zwei Schneidelementen und einem Druckteil und einem Aufnahmeteil istΛdarin zu sehen, dass das Druckteil ohne Getriebe in einer Linearführung von Hand auf die Frucht gedrückt wird.
Dabei -ist es vorteilhaft, die Schneidelemente am Druckteil anzuordnen.
Im nun Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen im Detail näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1: eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung (1);
Fig. 2: die Seitenansicht eines-'V-förmig ausgebildeten Schneidelements (4) ;
Fig. 3: die Seitenansicht eines im Wesentlichen gerade ausgebildeten Schneidelements (5) ;
Fig.- 4: eine schematische Darstellung des Aufnahmeteils (7) und der darin angeordneten Schneidelemente (4, 5) .
In Fig. 1 ist die Vorrichtung 1 schematisch in Seitehansicht gezeigt. Im oberen Bereich der Darstellung ist die Mechanik bzw. das .Getriebe für das Druckteil 2 gezeigt. Das Druckteil 2 wird in einer Linearführung 8 seitlich geführt. Im oberen Bereich des Druckteils 2 ist ein erster Hebelarm 9 mit seinem einen Ende beweglich an das Druckteil 2 gelenkt und steht mit seinem anderen Ende beweglich und drehbar mit einem zweiten Hebelarm 10 in Verbindung. Der zweite Hebelarm 10 ist an ein'er Konsole 11 drehbar befestigt. Im mittleren Bereich des zWeiten Hebelarms 10 ist mittels eines weitere Hebelarms eine Verbindung zu dem Hebelarm 18 hergestellt, der mit seinem anderen Ende an einem langen Hebelarm 19 angelenkt ist. Das eine Ende des langen Hebelarms 19 ist drehbar an der Konsole 11 befestigt. An seinem anderen Ende weist der lange Hebelarm 19 einen Griff 20 auf, an dem die Betätigungskraft F
angreift. Beim Herabdrücken des langen Hebelarms 19 durch die Einwirkung der Kraft F wird das Druckteil 2 mittels des Getriebes, mit dem das Druckteil über die Hebelarme 9, 10 verbunden ist, auf- und abbewegt. Im unteren Bereich des Druckteils 2 sind Schlitze 12 eingearbeitet, die beim Herunterfahren des Druckteils 2 mit. den Schneidelementen 4, 5 bei herabgedrücktem langen Hebelarm 19 im Eingriff stehen. Anstatt des Hebelgetriebes ist 'ebenfalls für die Erfindung ein Zahnradgetriebe, das hier nicht gezeigt ist, vorgesehen. Die -gesamte Mechanik ist von einem Gehäuse 6 umgeben, das unterhalb des Getriebes 9, 10, 19 zwei Ausnehmungen 13, 14 aufweist. Die Ausnehmung 143 dient dazu, die zu zerkleinernde Frucht in die Vertiefung 7 des Aufnahmeteils 3 einzulegen.
Mit einer hier nicht gezeigten Klappe kann die Öffnung 14 geschlossen werden, um damit die Verletzungsgefahr zu mindern. Die Vertiefung 7 im Aufnahmeteil 3 ist trichterförmig und dessen horizontaler Querschnitt oval ausgebildet. Unterhalb der muldenartig ausgebildeten
Vertiefung 7 sind die Schneidelemente 4, 5 in einer vorbestimmten Anordnung, die weiter unten näher erläutert wird, angeordnet. Beim Herunterfahren des Druckteils 2 auf die zu zerkleinernde Frucht wird die Frucht auf die
ScKhe*idelemente 4, 5 gedrückt, so dass sich die einzelnen
Stücke in' die Zwischenräume zwischen den Schneidelementen
4,. 5" legen und bei weiterem Herabsenken des Druckteils 2 dies"e aus den Zwischenräumen zwischen den Schneidelementen
4, 5 durch die Zwischenräume zwischen den Schlitzen 12 des
Druc'kteils 2 herausgeschoben werden. Unterhalb der / Schneidelemente 4, 5 ist im Gehäuse eine weitere Ausnehmung
13- angeordnet, in die ein hier nicht gezeigtes Behältnis 13' eingestellt wird, um die zerkleinerten Fruchtstücke aufzunehmen. Das Behältnis 13' ist der äußeren Form des
Gehäuses 6 angepasst.
In Fig. 2 ist das V-förmige Schneidelement 4 gezeigt. Das V- förmige Schneidelement 4 ist flach ausgebildet und weist an seiner oberen Kante eine Schneide 21, 21' auf, auf die die zu zerkleinernde Frucht mit dem Druckteil 2 gedrückt wird. An der tiefsten Stelle der zusammentreffenden Schneiden 21, 21' ist ein Schlitz 16 eingearbeitet, der zur Aufnahme des nahezu gerade ausgebildeten Schneidelements 5 dient. Die oberen Enden 22 des Schneidelements 4 sind waagerecht ausgebildet und 'dienen zur Befestigung und der Stabilität des Schneidelements 4 in 'seiner Halterung.
Fig.- 3 zeigt ein weiteres, im Wesentlichen gerade ausgebildetes Schneidelement 5, das quer zum Schneidelement 4 angeordnet ist. Im unteren Bereich des Schneidelements ■ 5 sind in vorbestimmten Abständen Schlitze 15 eingearbeitet, die mit den Schlitzen 16 im V-förmigen Schneidelement 4 im Eingriff stehen. Die obere Kante des Schneidelements 5 weist ebenfalls eine -scharfe Schneide 23 auf, auf die die zu zerkleinernde Frucht gedrückt wird. Infolge der speziellen Anordnung der Schlitze .15, 16, die miteinander im Eingriff stehen, steht die Schneide 23 ein wenig über den Schneiden 21, 21' des V- förmigen Schneidelements 4. Dadurch wird beim Herabdrücken des ' Druckteils 2 zunächst die Frucht auf die Schneide 23 gedrückt, ^ so dass eine seitliche Bewegung der Frucht nicht mehr möglich ist, sobald die Schneide 23 in die Frucht eingedrungen ist. Ferner wird die Frucht durch die Schneiden 21Y21' festgehalten.
Die Fig. 4 zeigt das Aufnahmeteil 3 schematisch dargestellt. Das Aufnahmeteil 3 ist vorteilhaft zwischen der Ausnehmung 14 und 13 im Gehäuse 6 angeordnet. Um der zu zerkleinernden Frucht eine vorbestimmte Lage in der Ausnehmung 7 des
Druckteils 3 zu gewährleisten, ist die Ausnehmung 7 trichterförmig und oval ausgebildet, wobei die Längsachse der Ellipse des Trichterquerschnitts parallel zur Schneide 23 des Schneidelements 5 angeordnet ist. In bestimmten Anwendungsfällen ist die Schneide 23 des Schneidelements 5 etwa" in der Mitte mit mindestens einer spitzen Erhöhung 24 versehen, um damit die Frucht für eine vorbestimmte Lage zu fixieren. Senkrecht zum Schneidelement 5 sind weitere Schneidelemente 4 parallel zueinander angeordnet und. werden infolge des Eingriffs der Schlitze 15, 16 im Schneidelement 5 bzw. Schneidelement 4 auf einen vorbestimmten Abstand gehalten. Die Schneidelemente 4, 5 werden an ihren seitlichen Enden in einer Schlitzhalterung 25 befestigt und ergeben somit insgesamt eine stabile Schneidklingen-Anordnung. Beim weiteren Herabdrücken des Druckteils 2 erstrecken sich, die Schneidelemente 4, 5 in die Schlitze 12 des Druckteils 2, so dass die Zwischenräume zwischen den Schlitzen 12 die zerschnittenen Fruchtstücke aus den Zwischenräumen zwischen den Schneidelementen 4, 5 herausdrücken und anschließend in das Behältnis 13' herabfallen.