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VERWANDTE ANMELDUNGEN
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Diese
Anmeldung beansprucht den Nutzen aus der vorläufigen US-Anmeldung Serien-Nr.
60/072 455, angemeldet am 26. Januar 1998.
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Hintergrund
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Das
Folgende betrifft die Entwicklung eines laserinduzierten Fluoreszenzabbildungsendoskops
zur Abbildung von krebsartigen oder vorkrebsartigen Geweben in hohlen
Organen. In anfänglichen
klinischen Studien an Darmpolypen wurde Ultraviolettlicht (UV) bei
370 nm verwendet, um sichtbare Fluoreszenz (400–700 nm) anzuregen, den spektralen
Signaturen die es ermöglichen,
zwischen normalen und abnormalen Geweben zu unterscheiden. Bisherige
endoskopische Bildgebung wurde erreicht unter Verwendung eines optischen
Moduls, befestigt in einem der Biopsiezugänge eines Standard(Weißlicht)-Kolonoskops
mit zwei Zugängen.
Das optische Modul verwendet eine optische Quarzfaser und angeschlossene
Optiken, um das UV-Licht in das Gewebe zu liefern, sowie und ein
kohärentes
optisches Glasfaserbündel,
um das resultierende Fluoreszenzbild zur näheren Seite des Endoskops hin
zu übertragen,
wo ein Filter den großen
Untergrund von reflektiertem UV-Licht entfernt, und das Fluoreszenzbild
wird dann durch einen hochverstärkten
CID-Detektor-Array aufgenommen.
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Endoskopisch
gesammelte Autofluoreszenzbilder von Darmschleimhaut können als
ein Screeningwerkzeug für
die Erkennung von Vorläufern
für kolorektalen
Krebs (CRC) verwendet werden. Fluoreszenz wurde verwendet, um zwischen
normaler Schleimhaut und Adenomen zu unterscheiden. Insbesondere
werden Spektren mit Einzelpunktkontaktsonden unter der Verwendung
von verschiedenen unterschiedlichen Anregungswellenlängen gemessen.
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Fluoreszenzspektren
wurden durch optische Fasersonden mit verschiedenen Anregungswellenlängen erhalten.
Eine in vitro-Studie hat eine Suche über einen breiten Bereich von
Anregungswellenlängen
durchgeführt
und geschlossen, dass 370 nm optimal für die Unterscheidung zwischen
normaler Schleimhaut und Adenom ist. Sowohl in vitro- als auch in vivo-Studien,
die adenomartige Polypen als ein Modell für Dysplasie verwenden, haben
gezeigt, dass bei dieser Wellenlänge
Dysplasie im Vergleich zu normaler Darmschleimhaut eine geringere
Spitzenintensität
bei 460 nm hat und eine erhöhte
Fluoreszenz bei 680 nm haben kann. Weiterhin wurde die morphologische
Basis für
diese spektralen Unterschiede durch Fluoreszenzmikroskopie untersucht.
Die verringerte Fluoreszenzintensität in Polypen wurde ihrer erhöhten Architektur,
verstärktem
Blutkreislauf und reduziertem Kollagen in der Lamina Propria zugeordnet.
Die roten Erhöhungen
resultieren aus erhöhter
Fluoreszenz der Kryptzellen, was durch höhere Gehalte von Porphyrin
verursacht sein kann.
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US-A-5 187 572 offenbart
ein elektronisches Endoskop, ausgerüstet mit einer fotoelektrisch
umsetzenden Abbildungsvorrichtung im festen Zustand und einem Lichtleiter,
der ein Beleuchtungslicht überträgt. Ein
Videosignalverarbeitungskreis verarbeitet Signale für die Abbildungsvorrichtung
im festen Zustand. Das elektronische Endoskop, der Lichtleiter und
der Videosignalverarbeitungskreis sind getrennt angeschlossen und
haben eine erste Lichtquelle und eine zweite Lichtquelle, um jeweils
verschiedene Beleuchtungslichter zuzuführen. Wo die beiden Lichtquellen
Synchronisierungssignale von dem Videosignalverarbeitungskreis erhalten
und sich miteinander synchronisieren, können die beiden Lichtquellen
die beleuchtenden Lichter in einen Lichtleiter übermitteln. Wenn die Verbindung
des Lichtleiters geändert
wird, kann die Störung
eines Abbildungsbildes reduziert werden.
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DE-A-195 35 114 offenbart
ein Fluoreszenzdiagnoseendoskopsystem, aufweisend die Merkmale des ersten
Teils aus Anspruch 1. Das Endoskop wird verwendet, um menschliches
Gewebe zu beobachten. Das System hat eine Lichtquelle für die Beleuchtung
des menschlichen Gewebes mit normalem Licht und Anregungslicht,
das einen gewissen Wellenlängenbereich
hat. Das menschliche Gewebe fluoresziert als Antwort auf die Beleuchtung
mit dem Anregungslicht. Das System hat weiterhin ein paar von bildaufnehmenden
Elementen für
die Ausgabebildsignale, die zu den empfangenen optischen Bildern
korrespondieren. Ein Filter, der lediglich Licht überträgt, welches
durch das fluoreszierende menschliche Gewebe erzeugt wird, wird
vorne auf einem bildaufnehmenden Element zur Verfügung gestellt.
Die Bildsignalausgabe durch die bildaufnehmenden Elemente wird selektiv
verarbeitet und an eine Anzeige übertragen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Abbildungsendoskope und insbesondere
ein Fluoreszenzabbildungskolonoskop unter Verwendung eines zweikanaligen
elektronischen Endoskops, welches einen ladungsgekoppelten Chipbaustein
(CCD) oder andere Festphasenabbildungsvorrichtung, befestigt an
seinem entfernten Ende, verwendet, um das Weißlichtbild zu sammeln. Von
besonderer Signifikanz für
die vorliegende Erfindung ist, dass dieser Chip auch das Fluoreszenzbild
aufnehmen kann und es auf dem Endoskopvideomonitor mit sehr viel
größerer Signalstärke als
der, die unter Verwendung des optischen Moduls und der verstärkten CID-Kamera
erhalten werden kann, anzeigt. Diese Konfiguration wird dazu verwendet,
um Fluoreszenzbilder von Darmdysplasie zu sammeln. Videobilder von
zwei kleinen FAP-Polypen wurden mit dem Standardweißlichtbild
und dem unverarbeiteten Fluoreszenzbild aufgenommen.
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Der
CCD-Detektor, dem Verstärkunsintensivierung
fehlt, detektiert die schwachen Fluoreszenzsignale, die sechs Größenordnungen
in der Intensität
geringer sind als das diffus reflektierte Weißlichtbild. Zusätzlich ist
es überraschend,
dass reflektiertes 370 nm Anregungslicht nicht vollständig den
CCD überflutet
und das Fluoreszenzsignal abdunkelt. Dies resultiert aus der Tatsache,
dass die spektrale CCD-Antwort schnell bei Wellenlängen unterhalb
von 400 nm auf Null fällt.
Somit dient der CCD wirksam als sein eigener Langpassfilter. Andere
Abbildungsvorrichtungen können
mit einem Filter verwendet werden, um zumindest eine Hälfte der
detektierten Intensität
im ultravioletten Bereich relativ zur detektierten Intensität im sichtbaren
Bereich zu reduzieren.
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In
dieser speziellen Ausführungsform
hat der CCD eine Auflösung
von 270×328
Pixeln und eine Objektivlinse von 2,5 mm im Durchmesser. Die Bilder
werden in 33 ms im RGB-Format
gesammelt. Die Vorteile dieser speziellen Ausführungsform beinhalten, dass
die in vitro-Fluoreszenzbilder ein Signal-Rausch-Verhältnis (SNR)
von etwa 34 bei klinischer Arbeitsdistanz von 20 mm (Abstand zwischen
Spitze des Endoskops und Gewebeoberfläche) zeigen, was überragend
zu dem ist, was unter Verwendung des UV-Modul/CID-Detektors erhalten wird, der
ein SNR von etwa 18 beim gleichen Abstand hat. Die Verwendung des
CCD eliminiert die Notwendigkeit für das Optikmodul und vereinfacht
das Systemdesign stark. Zusätzlich
vermeidet es Probleme, die mit der Tendenz des UV-Moduls verknüpft sind,
sich in dem Biopsiekanal drehen. Unter Verwendung des gleichen Detektors
und Optik für
Weißlicht-
und Fluoreszenzbilder kann perfekte Erkennung dieser beiden Bilder
erhalten werden. Parallaxen zwischen dem Weißlichtbild des CCD und dem
Fluoreszenzbild des Optikmoduls waren ein signifikantes Problem.
Der CCD in dieser speziellen Ausführungsform enthält 88 560
Pixel im Vergleich zu 10 000 Fasern des UV-Moduls, was in höherer Gesamtbildauflösung resultiert.
Die Objektivlinse auf dem Pentax-Kolonoskop hat bessere Abbildungseigenschaften
als das UV-Modul. Die charakteristische Breite für die Linienspreizfunktion
der Linse dieser Ausführungsform
ist 200 mm im Vergleich zu 400 mm für das UV-Modul. Die Gesamtsteifigkeit
des spektralen Endoskops wird nicht signifikant gegenüber einer
einzelnen UV-Beleuchtungsfaser erhöht.
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Die
verwendeten diagnostischen Verfahren können auf dem Gesamtfluoreszenzintensitätsunterschied zwischen
normaler Schleimhaut und Dysplasie basieren. Somit ist es in gewissen
Anwendungen bevorzugt, die Fluoreszenzemission über das volle Band zwischen
400 bis 700 nm zu sammeln. Genaue Messungen können jedoch eine Punktkontaktvorrichtung
verwenden, so dass diagnostische Information erhalten werden kann,
indem Fluoreszenzproben bei einer Vielzahl von spezifischen Wellenlängen, wie
zum Beispiel 460, 600 und 680 nm, genommen werden. Endoskopische
Bildgebungsuntersuchungen mit dem elektronischen CCD-Endoskop können die
Verwendung von Farb-CCDs beinhalten, welche die Fähigkeit
haben, eine solche Information zur Verfügung zu stellen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine schematische Ansicht eines endoskopischen Systems.
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2 ist
eine schematische Ansicht der Festphasenbildgebungsvorrichtung,
wie zum Beispiel ein CCD, auf dem entfernten Ende eines Endoskops.
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3 ist
ein schematisches Diagramm eines endoskopischen Systems in Übereinstimmung
mit der Erfindung.
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4 zeigt
die relativen Größen des
Beleuchtungsbereiches und des Fluoreszenzbereiches.
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5 ist
ein schematisches Diagramm eines endoskopischen Systems.
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6 ist
eine graphische Veranschaulichung der mittleren Fluoreszenzintensität und des
gemessenen und vorhergesagten Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR).
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7A und 7B sind
graphische Veranschaulichungen der Variation von Fluoreszenzintensität zwischen
einem Mittel von 14 Einzelbildern und einem einzelnen Einzelbild
für normale
Kolonschleimhaut bzw. Adenom.
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8 ist
eine Veranschaulichung der Empfindlichkeit des Systems als eine
Funktion des Detektionsgrenzwertes.
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9 und 10 zeigen
Fluoreszenzintensitätsprofile
von Gewebe mit Adenom und beinhalten die gleitenden Mittel- und
prozentualen Verhältniswerte.
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11 ist
die Fluoreszenzintensitätsauftragung,
die Adenom-, normale und Intensitäts-Verhältniswerte
als eine Funktion des mit der Sonde auf die Stelle ausgeübten Drucks
zeigt.
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12 ist
ein Endoskopsystem, welches den Unterschied in der Sammelgeometrie
zwischen dem Endoskop und einer Kontaktsonde zeigt.
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13 ist
eine bevorzugte Ausführungsform
eines Endoskopsystems in Übereinstimmung
mit der Erfindung.
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14A ist eine bevorzugte Ausführungsform eines Fluoreszenzabbildungssystems
in Übereinstimmung
mit der Erfindung.
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14B veranschaulicht graphisch die Abhängigkeit
von eingestrahlter Leistung auf die Eingangsleistung einer Lichtquelle,
welche im Ultraviolettbereich des Spektrums emittiert.
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14C veranschaulicht ein Zeitdiagramm für ein Verfahren,
welches Fluoreszenz- und Referenzbilder sammelt.
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15 ist
eine bevorzugte Ausführungsform
eines Fluoreszenzabbildungssystems in Übereinstimmung mit der Erfindung.
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Eingehende Beschreibung
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Die
Gleichungen, welche die Anzahl von Signalphotonen N
S beschreiben,
gesammelt von einem gegebenen Pixel in einem Endoskop als eine Funktion
des Separationsabstandes d und des radialen Abstandes ρ auf der
Gewebeoberfläche,
sowie das korrespondierende SNR, sind wie folgt:
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Die
Geometrie und gewisse Symbole sind in 1 definiert.
Es sei auch bemerkt, dass die Emissionswellenlänge λem,
Pixelarray-Größe g × g, der
faseroptische Übertragungseffizienz
Ti, die Bandbreite der gefilterten Emissionswellenlänge Δλ, der Anteil
der übertragenen
Energie in diesem Wellenlängenbereich
Tf, die gesamte Effizienz T0 der
Systemoptik, einschließlich
Langpassfilter, Linse und Augenstück, einfallende Lichtenergie
P0(λex)Δt,
h die Plancksche Konstante ist, c die Lichtgeschwindigkeit ist,
fp der Packungsanteil der Faserkerne ist, εt die
Quanteneffizienz des Gewebes ist und Nf die
Gesamtanzahl der auflösenden
Elemente ist. Das Signalrauschverhältnis (SNR) ist eine Funktion
von elektronischem Rauschen σe und Verstärkung G.
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Kolorektaler
Krebs bildet ein bedeutendes nationales Gesundheitsproblem. Die
Häufigkeit
und Sterblichkeit für
Karzinome des Kolons und Rektums sind nach denen der Lunge in den
Vereinigten Staaten an zweiter Stelle. Dies legt nahe, dass die
vorliegenden Screeningverfahren zur Kontrolle der Ausbreitung von
Kolonkrebs inadäquat
sind und dass über
einen langen Zeitraum bei der Detektion geringer Fortschritt aufgetreten ist.
Die Fünfjahresüberlebensrate
für alle
Patienten, die diagnostiziert wurden, ist zwischen 35–49%. Kolorektalkrebs
ist relativ unempfänglich
für Bestrahlung
und Chemotherapie, daher ist chirurgische Entfernung mit weiten
Grenzen das einzige verlässliche
Verfahren, um sein Wachstum zu verhindern. Diese Tumore breiten sich
durch direkte Ausdehnung in benachbarte Strukturen aus und durch
Metastase über
die lymphatischen und Blutgefäße. Die
gebräuchlichsten
Stellen von metastatischer Ausbreitung in einer Reihenfolge sind
regionale Lymphknoten, Leber, Lunge und Knochen.
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Die
Pathophysiologie dieser Erkrankung beginnt in der Epithelschicht
der Kolonschleimhaut als dysplastische Veränderungen in den Kryptzellen.
Dieses Gewebe kann durch ein Kolonoskop zugänglich gemacht werden und wenn
prämalignante
Läsionen
in einem frühen
Stadium detektiert werden, können
sie für
eine Biopsie entfernt werden. Von den meisten Karzinomen des Kolons
und Rektums wird angenommen, dass sie aus sichtbaren Vorläuferläsionen entstehen,
die adenomatöse
Polypen genannt werden. Diese gutartigen Massen entstehen aus einer
monoklonalen Expansion von Epithelzellen, die Unregelmäßigkeiten
in der Größe und der
Form des Kerns und Cytoplasmas entwickeln, eine Bedingung, die als
Dysplasie bekannt ist. Diese Läsionen
können
durch Kolonoskopie durch ihre erhabene Architektur detektiert werden.
Die medizinisch akzeptierte Adenomkarzinomsequenz schlägt vor,
dass kolorektales Karzinom aus adenomatösem Gewebe entsteht, welches
maligner Transformation unterliegt, wovon angenommen wird, dass
sie durch einen Mehrschrittprozess auftritt, bei dem sich genetische
Veränderungen
akkumulieren. Die Gegenwart einer Vorläuferstufe bei der Entwicklung
von CRC stellt ein Fenster für
die Gelegenheit zur frühen
Detektion und Entfernung dieser Läsionen dar, um weiterem Wachstum
zu einem Karzinom vorzubeugen.
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Das
vorherrschende Screeningverfahren der Kolonoskopie beruht auf der
Beobachtung von großen Strukturveränderungen
in der Kolonschleimhaut, um adenomatöses Gewebe für die Biopsie
zu lokalisieren. Diese Prozedur ist jedoch relativ unempfindlich
gegenüber
adenomatösem
Gewebe, das flach ist. Patienten, bei denen ulcerative Kolitis (UC)
diagnostiziert wurde, haben zum Beispiel ein hohes Risiko, ein Karzinom
aus nichtpolypoiden Regionen von Gewebe zu entwickeln. Darüber hinaus
haben neueste Studien geschlossen, dass einige Formen von Adenkarzinomen
aus kleinen Superficialadenomen entstehen. Wegen diesem Risiko muss
häufiges
Screening durch Kolonoskopie mit multiplen Biopsien im Kolon ausgeführt werden.
Die Wahrscheinlichkeit von Probenfehlern und Fehldiagnosen bei diesen
Patienten macht diese Form der Überwachung jedoch
hoch unzufriedenstellend. Die Überprüfung einer
Gewebebiopsie ist auch zeitaufwendig und teuer. Darüber hinaus
tritt beträchtliche
Intra- und Interbeobachtervariation
bei der Identifikation von Dysplasie auf. Ein Patient, der für Dysplasie
als positiv diagnostiziert wurde, muss oftmals für weiteres Screening und mögliche chirurgische
Entfernung des Kolons in die Klinik zurückkehren. Somit ist der derzeitige
Zustand der endoskopischen Überwachung
mit histologischer Interpretation eine mangelhafte Wissenschaft
und verbesserte Methoden mit größerer Empfindlichkeit
und Spezifität
und geringerer Intra- und Inter-Beobachtervariation sind notwendig.
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Das
Verfahren der fluoreszenzendoskopischen Abbildung offenbart Merkmale,
die die derzeitigen Screeningeinschränkungen mit Weißlichtendoskopie überwinden
können.
Dieses Verfahren ist empfindlich für die biochemischen Bestandteile
und Mikroarchitektur unter der Gewebeoberfläche. Weiterhin können Fluoreszenzbilder
in Kombination mit Endoskopen breite Bereiche scannen und können Gewebeoberflächen auf
der Submillimeterskala auflösen.
Wenn ausreichende Information durch die Fluoreszenz vorhanden ist,
können Computer
dazu verwendet werden, um die Gegenwart und den Ort von erkrankten
Bereichen in Realzeit zu bestimmen. Es wurde gezeigt, dass Autofluoreszenz
die Fähigkeit
hat, zwischen normalem und neoplastischem menschlichem Gewebe zu
unterscheiden. Die ersten Studien haben gezeigt, dass Einpunktfluoreszenzspektren
dazu verwendet werden können,
um in vitro-Tumore von verschiedenen Typen von Gewebe zu bestimmen.
Später
wurden in vivo-Studien ausgeführt,
um Neoplasie in Blase, Hirn, Kolon, Cervix, Speiseröhre, Lunge,
oraler Schleimhaut und Haut zu detektieren. Zusätzlich wurde Fluoreszenz dazu
verwendet, um normales Gewebe von erkranktem unter Verwendung von
exogenen Mitteln, wie zum Beispiel Hämatoporphyrin-Derivat (HpD),
zu unterscheiden.
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Die
volle Länge
vom Rektum zum Blinddarm ist typischerweise 1,5 m. Histologisch
ist die Schleimhaut die Schicht, die mit dem Lumen in Kontakt ist,
und hat eine Dicke von etwa 400 μm.
Das Epithel ist die äußerste Oberflächenschicht
und besteht aus absorptiven Columnarzellen und in Abständen mucinherstellenden
Becherzellen, die dazu dienen, Wasser zu reabsorbieren und zu schmieren.
Diese Zellen unterliegen kontinuierlicher Fluktuation und werden
durch sich schnell teilende Stammzellen an der Basis der Krypten
ersetzt, wo die ersten Anzeichen von Dysplasie beobachtet werden
können.
Die umgebende Lamina Propria enthält Blut und lymphatische Kapillaren,
welche die sekretorischen, absorptiven und anderen hochaktiven Funktionen
der Schleimhaut unterstützen.
Sie besteht aus lose verbundenem Gewebe, insbesondere Kollagen,
zusammen mit einer Vielzahl von Entzündungszellen, welche die Darmwand
vor einer Invasion durch Mikroben schützen.
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Die
muskuläre
Schleimhaut ist aus verschiedenen Schichten von glatten Muskelfasern
zusammengesetzt, die sich kontrahieren, um Sekrete aus den Drüsenkrypten
auszutreiben, Verstopfen zu verhindern und die Absorption zu erhöhen, indem
der Kontakt zwischen Epithel und luminarem Inhalt aufrecht erhalten
wird. Die Submucosa enthält
die größeren Blutgefäße, Lymphen
und Nerven und ist umgeben von dichtem kollagenösem Bindegewebe, welches die
Schleimhaut an die Muskularis Propria befestigt hält. Die
Muskularis Propria enthält
eine innere runde und äußere Längsmuskelschicht,
die bei den unwillkürlichen
peristaltischen Kontraktionen des Kolons zum Vorantreiben des Flusses
der Fäkalmasse
involviert sind. Die äußere Serosalschicht besteht
aus Bindegewebe, welches die Hauptblutgefäße und Nerven enthält.
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Adenomatöse Polypen
sind erhöhte
Vorsprünge
von Schleimhaut, die unreife, schlecht differenzierte Epithelzellen
mit Unregelmäßigkeiten
in Größe und Form
der Nuclei enthalten. Diese Läsionen
sind gutartig, sie haben jedoch das Potenzial, sich zu Kolorektalkarzinomen
umzuwandeln. Die verschiedenen morphologischen Typen beinhalten
röhrenförmige, zottige
und röhrenförmig-zottige
Adenome. Obwohl alle Formen erhöht sind,
kann jeder Typ entweder einen Stiel enthalten, was gestielt genannt
wird, oder kann halbkugelig sein, was als sitzend bekannt ist. Das
bösartige
Potenzial von Polypen ist am größten bei
der zottigen Form und am geringsten bei der röhrenförmigen. Die Wahrscheinlichkeit
zur Karzinomentwicklung steigt auch mit der Größe des Polypen. Es gibt eine
1%ige Chance, einen invasiven Tumor bei einem Polypen von weniger
als 1 cm im Durchmesser zu finden, 10% für Polypen zwischen 1 und 2
cm und 45% für
Polypen größer als
2 cm. Die subzellulären
Veränderungen,
die mit diesen Polypen verknüpft
sind, sind häufig
histologisch identisch mit der Dysplasie, die bei ulcerativer Colitis
gefunden wird.
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Ergebnisse
von molekularbiologischen Untersuchungen schlagen vor, dass die
Schritte, die bei der bösartigen
Veränderung
von Adenom zu Karzinom beteiligt sind, die mutationelle Aktivierung
eines Onkogens beinhalten, gekoppelt mit dem sequenziellen Verlust
von verschiedenen Tumorsuppressorgenen. Es wurde auch gefunden,
dass verschiedene Gene Mutationen erleiden müssen, bevor bösartige
Tumore entstehen. Verschiedene spezifische genetische Veränderungen
wurden während
des Verfahrens der Tumorigenese identifiziert. Aktivierende Mutationen
wurden in den Ras-Onkogenen von 50% von Kolorektalkarzinomen gefunden.
Darüber
hinaus wurden allelische Deletionen in Teilen von Chromosomen 5,
17 und 18 identifiziert, die den Verlust von Tumorsuppressorgenen
beinhalten können.
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Bei
Patienten mit dem Vorhandensein von über 100 neoplastischen Polypen
in ihrem Darm wird der Zustand, der familiäre adenomatöse Polyposis genannt wird,
diagnostiziert. Diese Personen haben eine genetische Prädisposition
zur Entwicklung einer Vielzahl von Polypen in ihrem Darm im Erwachsenenalter.
Die meisten Patienten haben zwischen 500 und 2500 Polypen und im
Mittel sind es etwa 100 Polypen. FAP ist eine seltene Erkrankung
und trägt
lediglich zu etwa 1% der Häufigkeit
von CRC in der westlichen Welt bei. Punkte von Dysplasie werden üblicherweise
bösartig
und FAP-Patienten müssen
ihre Därme
in einem jungen Alter entfernt werden. Die Wahrscheinlichkeit für den Beginn
von Darmkrebs für
jemanden mit dieser Erkrankung ist 10% im Alter von 10 Jahren, 50%
mit 20 Jahren und 100% im Alter von 30 Jahren. Histologisch sind
die meisten der Polypen tubuläre
Adenome mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der bösartigen Umwandlung, und die Dysplasie,
die mit FAP-Polypen verknüpft
ist, ist identisch zu derjenigen, die bei sporadischen Polypen gefunden
wird. Ein autosomal dominanter genetischer Defekt ist verantwortlich
für die
Entwicklung dieser Erkrankung.
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Eine
zweite Form von CRC, die mit familiärer Prädisposition verknüpft ist,
ist erblicher kolorektaler Nichtpolyposis-Krebs (HNPCC). HNPCC ist
definiert als solche Patienten mit zumindest drei Verwandten in zwei
Generationen, die CRC haben, und mit zumindest einem Verwandten,
der mit weniger als 50 Jahren diagnostiziert wurde. Diese Form ist
sehr viel allgemeiner als FAP und trägt zu bis zu etwa 13% der Häufigkeiten von
CRC in der westlichen Welt bei. HNPCC-Patienten haben keine Vielzahl
von adenomatösen
Polypen und es ist sehr schwierig, sie von sporadischen Fällen zu
unterscheiden. Genetische Verknüpfung
wurde zwischen dieser Erkrankung und anonymen Mikrosatellitmarkern
auf Chromosom 2 gefunden.
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Bei
ulcerativer Colitis unterliegt die Schleimhaut cytologischen Veränderungen,
die ohne das Vorhandensein von Polypenbildung in der Bildung von
Dysplasie resultieren. Von diesen Veränderungen wird angenommen,
dass sie mit wiederholten Episoden von chronischen Entzündungen
und Reparatur des Kolonepithels verknüpft sind, und flache vereiterte
Tumore mit schlecht definierten Grenzen sind üblich. Patienten, die UC für über 8 Jahre
haben, wird empfohlen, periodische Kolonoskopie mit zufällig genommenen
Biopsien vorzunehmen. Dieses Screeningverfahren ist nicht effektiv,
da weniger als 0,1 Prozent der Gesamtschleimhautoberfläche als
Probe genommen wird. Es ist jedoch wichtig zu bemerken, dass lediglich
1% der neuen Fälle
von CRC aus UC-Fällen
entstehen.
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UC
ist eine entzündliche
Störung
der kolorektalen Schleimhaut mit unbekannter Ursache. Patienten mit
UC haben ein erhöhtes
Risiko, Dysplasie oder Krebs zu entwickeln. Erkennung dieses erhöhten Risikos hat
in kolonoskopischen Überwachungsstrategien
resultiert, die 7–10
Jahre nach der anfänglichen
Präsentation
von Symptomen beginnen. Darmüberwachungsstrategien
beinhalten direkte makroskopische Betrachtung von Darmschleimhaut
und Zugang zu Schleimhautbiopsien für mikroskopische Beurteilung
von Dysplasie. Obwohl die pathologische Klassifizierung von Dysplasie
1983 standardisiert wurde, verbleiben Unterschiede und Inkonsistenzen
bezüglich
der Interpretation von Dysplasie.
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Dysplasie
ist typischerweise fokal. Trotz der Praxis, während der Überwachungskolonoskopie 12–20 Schleimhautbiopsien
zu entnehmen, werden weniger als 1% der Darmoberfläche als
Probe genommen, so dass die Wahrscheinlichkeit, kleine Punkte von
Dysplasie zu verfehlen, hoch ist. Somit kann sich Krebs in Patienten
entwickeln, ohne vorhergehende oder gleichzeitige Dysplasie. Obwohl
bei allen Patienten nach der ersten Dekade der Erkrankung die prophylaktische
Kolektomie die endgültige
Lösung
für das
Krebsproblem bei UC wäre,
sind Patienten mit minimalen oder geringen Symptomen der Erkrankung
verständlicherweise
abgeneigt, diese radikale Maßnahme
durchzuführen.
Kolonoskopische Überwachung
mit histologischer Interpretation verbleibt eine mangelhafte Wissenschaft
mit der Notwendigkeit von verbesserten Methodologien mit größerer Empfindlichkeit
und Spezifität.
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Weiterhin
haben Studien vorgeschlagen, dass flache Dysplasie der Ursprung
von sporadischem Darmkrebs sein kann, der nicht über die Adenom-Karzinom-Sequenz
entsteht. Die morphologischen Charakteristiken von Adenomen, die
oberflächlich
in flacher, nichtpolypoider Schleimhaut proliferieren, wurden endoskopisch
als kleine plättchenartige
Läsionen
mit vager Rötung
oder Entfärbung
beobachtet. In einer Vergleichsstudie wurden 33 solcher Läsionen als
leicht erhöht
mit einer rötlichen
Oberfläche
und einer zentralen Vertiefung beschrieben. Punkte von Krebs oder
ernsthafte Atypien wurden in 25% der Läsionen mit einem Durchmesser
von bis zu 4 mm, 40% der Läsionen,
die zwischen 5 und 8 mm messen, und 80% der Läsionen mit einem Durchmesser
zwischen 9 und 10 mm gefunden.
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In
der Praxis gibt es verschiedene Verfahren für das frühe Screening auf CRC, jedoch
ist jedes in seiner Effektivität
eingeschränkt.
Das Ziel des Screenings ist, lokalisierte oberflächliche Massen in asymptomatischen
Individuen zu finden.
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Eine
Sigmoidoskopie beinhaltet die klinische Anschauung des Rektums des
Patienten und des Grimmdarms (sigmoid colon), entweder mit einer
starren oder einer flexiblen Abbildungsvorrichtung. Diese Form des
Screenings basiert auf der Erkenntnis, dass 60% von CRC innerhalb
der letzten 25 cm des Darms auftreten. Diese Länge ist mit einem starren Sigmoidoskop
erreichbar und ein flexibles kann bis zu 60 cm erreichen. Neuere
Statistiken haben jedoch gezeigt, dass eine steigende Anzahl von
Tumoren hinter der Reichweite dieser Vorrichtung gefunden wird.
Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es ausgeführt werden
kann, ohne dass der Patient einer Anästhesie unterliegt oder vorbereitet
werden muss. Das ausführlichste
Verfahren zum Screening dieser Erkrankung ist eine Kolonoskopie,
wobei der Patient zunächst
vorbereitet und sediert wird. Eine Kolonoskopie wird über die
volle Länge
des Darms eingesetzt, und die Schleimhautoberfläche wird durch den Mediziner
unter Weißlicht
auf Polypen und andere abnormale Massen betrachtet. Dieses Verfahren ist
adäquat
für die
Identifikation von erhöhten
Läsionen,
aber flache Bereiche von Dysplasie bleiben unentdeckt.
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Die
Fluoreszenz von Gewebe tritt durch einen Prozess auf, bei dem die
Elektronen eines biologischen Moleküls bei der Absorption von Laserlicht
mit einer gegebenen Anregungswellenlänge λex einen
erhöhten
Energiezustand annehmen. Der angeregte Zustand ist instabil und
die Elektronen werden in den Grundzustand zurückkehren. Das meiste dieser
Energie wird durch molekulare Kollisionen als Wärme verloren, aber ein kleiner
Anteil der angeregten Elektronen unterliegt einer internen Konversion
und strahlt bei längeren
Emisionswellenlängen λem spontan
Licht aus. Der Anteil der Moleküle,
die Energie durch Fluoreszenz freisetzen, wird die Quanteneffizienz
des Gewebes genannt, bezeichnet als εt. Die
Fluoreszenzintensität
hängt von
dem Produkt der anfänglichen
Bevölkerung
des angeregten Zustands und der Gewebequanteneffizienz ab.
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Die
spektrale Linienform wird bestimmt durch die Fluoreszenzemission
und -absorption von biochemischen Molekülen, die für die Zusammensetzung von Gewebe
einzigartig sind. Die elektronischen Level des Singulettzustands
werden in Vibrations- und Rotationszustände aufgespalten, die in großen Molekülen aus kleinen
Intervallen bestehen und auf Grund von molekularen Wechselwirkungen überlappen
können.
Die Elektronen können
auf jedes der Vibrations-Rotations-Level des Grundzustandes fallen,
und somit sind die Fluoreszenzspektren von Biomolekülen typischerweise
breit. Dieser Mangel an Struktur in dem Spektrum schränkt die
Menge an Information ein, die aus der Fluoreszenz erhalten werden
kann. Die Gewebekomponenten, welche Fluoreszenz erzeugen, sind als
Fluorophore bekannt, und endogene Chromophore beinhalten aromatische
Aminosäuren,
NADH, FAD und Porphyrine. Die lokale Umgebung kann einen großen Effekt
auf die Fluoreszenzemission haben, die gequencht oder in der Wellenlänge verschoben
sein kann. Weitere Details bezüglich
der Verwendung von Autofluoreszenz für die Abbildung von Gewebe
kann in
US-Patent Nrn. 4 193
142 ,
5 421 337 ,
5 452 723 ,
5 280 788 und
5 345 941 gefunden werden.
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Ein
erster Schritt, der bei der Bewertung der Verwendung von Fluoreszenz
im Darm unternommen wurde war, die Existenz von optimalen Wellenlängen zu
bestimmen, um zwischen normaler Darmschleimhaut und adenomatösen Polypen
in vitro mit Einpunktmessungen auf einer Submillimeterskala zu unterscheiden. Zum
Beispiel wurden die Fluoreszensemissionen von 4 normalem Darm und
11 adenomatösen
Polypen mit einem Spektrofluorimeter aufgezeichnet. Die verwendeten
Anregungswellenlängen rangierten
zwischen 250 bis 500 nm in 10 nm-Schritten und die Ergebnisse wurden
in einem Array tabellenartig aufgetragen, der Anregungs-Emission-Matrix
(EEM) genannt wurde. Ein Verhältnis
wird für
das mittlere EEM aus dem normalen Darm zu dem der adenomatösen Polypen
genommen und es wurde gefunden, dass Anregung bei 330, 370 und 430
nm Fluoreszenzspektren erzeugen, die die größte Menge an diagnostischer
Information enthalten.
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Basierend
auf dem Ergebnis dieser in vitro-Untersuchungen wurden klinische
Versuche ausgeführt, um
die Fähigkeit
von Fluoreszenz zu bewerten, zwischen normalem, adenomatösem und
hyperplastischem Darmgewebe bei 370 nm zu unterscheiden. In dieser
Studie lieferte ein gepulster stickstoffgepumpter Farbstofflaser
370 nm Anregung durch eine optische Fasersonde mit einer Anregungs-
und 6 Sammelfasern. Diese Sonde wurde durch den Biopsiekanal eines
Kolonoskops eingesetzt und während
der Kolonoskopie in Kontakt mit der Darmschleimhaut gebracht. Die
Sonde besteht aus 6 individuellen 200 μm Sammelfasern, angeordnet in
einem Bündel,
mit einer Faser für
die Anregung. Mit dieser Vorrichtung wurde Fluoreszenzemission von
einem Gewebebereich von etwa 1 mm2 detektiert.
Die Fluoreszenzspektren wurden mit einem Spektrograph, gekoppelt
an OMA, detektiert. Das Spektrum zeigt einen Unterschied bei 460
nm, wo die normale Schleimhaut etwa 6 mal größere Fluoreszenzintensität als ein
Adenom erzeugt. Dieser Unterschied ist nahezu zweimal der, welcher
in den in vitro-Studien gefunden wurde. Oberhalb 650 nm ist der
Mittelwert der Adenome leicht größer als
der des Normalen.
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Von
20 Patienten wurden die Fluoreszenzintensitäten bei 460 und 680 nm auf
einem Streudiagramm (scatter Plot) lokalisiert und eine gerade Linie
wurde gezogen, um die Anzahl von Falschklassifizierungen im Vergleich
zur Histologie zu minimieren. Die Entscheidungslinie klassifiziert
korrekt 31 von 31 Adenomen, 3 von 4 hyperplastischen Polypen und
31 von 32 normalen Darmgewebeproben. Die Empfindlichkeit, Spezifität und positiven
Vorhersagewerte der Technik für
die Diagnose von Adenomen war 100%, 97% bzw. 94%. Da lediglich eine
geringe Anzahl an hyperplastischen Polypen untersucht wurde, war
es unklar, ob Adenom unter Verwendung von Fluoreszenz verlässlich von
Hyperplasie unterschieden werden kann. Die beobachteten Unterschiede
in der Fluoreszenz können
eher aus Architekturunterschieden zwischen Polypen und der normalen Schleimhaut
als von dysplastischen Veränderungen
herrühren.
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Der
nächste
Schritt war, die Daten dieser Studie zu verwenden, um vorausschauende
Verfahren zur Bewertung der Leistung von Fluoreszenz zu Verfügung zu
stellen. Die Daten wurden zufällig
in zwei gleiche Sätze
verteilt und der erste wurde dazu verwendet, um einen Algorithmus
zu entwickeln, um den Gewebetyp basierend auf der Fluoreszenzintensität bei 460
nm und dem Verhältnis
der Intensitäten
bei 680 zu dem bei 600 nm zu unterscheiden. Eine Biopsie von Gewebe
aus jedem Punkt wurde histologisch als adenomatös, hyperplastisch oder normal
klassifiziert. Aus den vorausschauenden Entscheidungskriterien waren
die Empfindlichkeit, Spezifität
und positiven Vorhersagewerte des Algorithmus für die Diagnose von Adenomen
90%, 95% bzw. 90%.
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Weitere
Versuche wurden gemacht, um Fluoreszenz zu verwenden, um zwischen
normaler Schleimhaut, adenomatösen
Polypen und hyperplastischen Polypen in vivo bei 337 nm Anregung
zu unterscheiden. Fluoreszenzspektren wurden an 86 normalen Darmstellen,
35 hyperplastischen Polypen und 49 adenomatösen Polypen mit einer einzelnen
optischen Faser gemessen. Die Fluoreszenzemission zeigte Peaks bei
390 und 460 nm, die dem Kollagen in der Subschleimhaut zugeordnet
wurden. Dieser Peak verringerte sich in der Intensität auch für normale
Schleimhaut, hyperplastische Polypen bzw. Adenome. Es wurde gefunden,
dass die Peakintensität
der normalen Schleimhaut etwas weniger als das Zweifache derjenigen
für Adenome
ist. Unter Verwendung einer MVLR-Analyse waren die Empfindlichkeit,
Spezifität,
positiven Vorhersagewerte und negativen Vorhersagewerte der Fluoreszenz,
um zwischen adenomatösen
und hyperplastischen Polypen zu unterscheiden, 86%, 77%, 86% bzw.
77%. Diese Studie schließt,
dass die Unterschiede in der Fluoreszenz eher auf der Polypenmorphologie
als auf den in den Polypen vorhandenen Fluorphoren begründet ist.
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Andere
Anregungswellenlängen
wurden verwendet, um Fluoreszenz im Darm zu untersuchen. Ein He-Cd-Dauerlichtlaser
wurde verwendet, um 325 nm Anregung zu liefern, um Fluoreszenzspektren
von 35 normalen Schleimhäuten
und 35 adenomatösen
Polypen in vitro mit einer einzelnen optischen Faser durch ein OMA
zu bestimmen. Die Peakintensität
von normaler Schleimhaut trat bei 375 nm auf und diejenige von Adenom
tauchte bei 450 nm auf. Eine multivariable lineare Regressionsanalyse
(MVLR) ergab einen Satz von Treffern für jeden Datenpunkt, um ein
diagnostisches Kriterium zu bestimmen. Fluoreszenzspektren von zusätzlichen
34 normalen, 16 adenomatösen
und 14 hyperplastischen Stellen wurden genommen und unter Verwendung
der bewährten Entscheidungskriterien
vorausschauend analysiert. Die Empfindlichkeit, Spezifität und positiven
Vorhersagewerte dieser Studie, um zwischen normalem und adenomatösem Gewebe
zu unterscheiden, wurden zu 100%, 100% bzw. 94% gefunden. Zusätzlich wurden
15 von 16 hyperplastischen Polypen als normal eingeordnet, was die
korrekte Diagnose ist, da hyperplastische Polypen aus einer Verdickung
der Epithelschicht gebildet werden.
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Die
Fluoreszenz des Darms wurde auch mit 410 nm Anregung untersucht.
Die Emission von 450–800 nm
von 83 Biopsieproben, die während
Kolonoskopie aus 45 Patienten entnommen wurden, wird mit einem Spektrofluorimeter
gesammelt. Die Intensität
der Emissionsbande von 460–530
nm nimmt von normaler zu Karzinomen zu adenomatöser Schleimhaut hin ab. Die
Peakintensität
bei 460 nm ist etwa 2,5 mal höher
für normale
Schleimhaut als für
Adenome. Eine schrittweise Diskriminanzanalyse unter Verwendung
von neun Variablen wurde an den Spektren ausgeführt. Die Ergebnisse, verglichen
mit der Histologie zeigten, dass das Verfahren zwischen normaler
Schleimhaut und Adenom mit einer Empfindlichkeit und Spezifität von 88,2%
bzw. 95,2% unterscheidet. Die Fluoreszenzemission resultierte aus
der Überlagerung
von drei Banden, die bei etwa 475, 485 und 404 nm ihr Zentrum haben.
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Somit
wurden innerhalb der letzten 5 bis 10 Jahre intensive Untersuchungen
durchgeführt,
um die Verwendung von Gewebeautofluoreszenz abzuschätzen, um
zwischen adenomatöser
und normaler Schleimhaut zu unterscheiden. In vitro-Studien haben
geschlossen, dass 330, 370 und 430 nm für die Anregung optimal sind.
Vorläufige
in vivo-Ergebnisse
zeigen, dass Einzelpunktfluoreszenzdetektion eine Sensitvität, Spezifität und positiven
Vorhersagewert von so hoch wie 90%, 95% bzw. 90% für eine solche
Unterscheidung hat. Die Daten schlagen auch vor, dass die intrinsischen
Fluorophore Kollagen, NADH und Porphyrin beinhalten. Hämoglobin
ist ein absorbierender Chromophor. Um diese Technik geeignet für einen
klinischen Ansatz zu machen, muss ein breiter Bereich von Fluoreszenzdetektion
und Verarbeitung in Realzeit ausgeführt und an herkömmliche
Weißlichtendoskopie
angepasst werden. Diese Anforderungen erfordern die Entwicklung
eines spektralen Abbildungsinstruments.
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Fluoreszenzmikrofotografien
von ungefärbten
gefrorenen Abschnitten werden untersucht, um die morphologischen
Strukturen in normaler Darmschleimhaut und adenomatösen Polypen,
die Fluoreszenz emittieren, zu berücksichtigen. Die 351 und 364
nm-Linien von einem Argon-Innenlaser werden für die Fluoreszenzanregung verwendet
und die Emission wird durch eine Serie von Barrierefiltern mit Cut-Off-Wellenlängen von 420,
475, 515, 570 und 610 nm gesammelt. Die Fluoreszenzintensität wird von
einem einzelnen Beobachter halbquantitativ von 1+ bis 4+ bewertet.
Bei normalem Gewebe wird die Fluoreszenz in dem Spektralband von 420
bis 700 nm von Kollagen in der Lamina Propria mit 3+ bewertet und
die in der Submucosa mit 4+ bei der gleichen Emissionsbandbreite.
Im Epithel wird geringfügige
Fluoreszenz von absorbierenden Zellen und keine von Becherzellen
beobachtet. Der mit H & E
gefärbte
Abschnitt identifiziert die Gewebezusammensetzung von normaler Schleimhaut.
Das Fluoreszenzbild des seriell ungefärbten Abschnitts Sektion zeigt
die Fluoreszenzstrukturen. Verschiedene Unterschiede werden auf
dem Fluoreszenzbild des seriell ungefärbten Abschnitts beobachtet,
welches die fluoreszierenden Strukturen zeigt.
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Verschiedene
Unterschiede werden in den Fluoreszenzmikroaufnahmen der adenomatösen Schleimhaut
beobachtet. Als erstes sind weniger Collagenfasern in der Lamina
Propria vorhanden, was in geringerer Fluoreszenzintensität aus dem
Epithel her resultiert. Auch wird der Grad an Fluoreszenz, der im
Cytoplasma der Kryptzellen beobachtet wird, mit 2+ aufgezeichnet,
im Vergleich zu +/–,
der bei normalen Krypten beobachtet wird. Schließlich ist eine große Anzahl
von fluoreszierenden Granulen im Adenom vorhanden. Das Bild des
H & E-gefärbten Abschnittes
beinhaltet Kryptzellen eines adenomatösen Polypen. Die Fluoreszenz
aus dem seriell ungefärbten
Abschnitt zeigt einen beobachtbaren Gehalt an Fluoreszenz und die
Anzahl an Eosinophilen in der Lamina Propria ist signifikant größer als
die in der normalen Schleimhaut. Die Submucosa des adenomatösen Polypen
wird mit 4+ bewertet, was das gleiche ist wie normal.
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Ein
Verfahren wurde entwickelt, um die klinisch beobachtete Fluoreszenz
im Hinblick auf ihren mikroskopischen Ursprung hin zu beschreiben.
Dieses Verfahren kombiniert die intrinsische Fluoreszenz jeder Mikrostruktur
mit ihrer Dichte als eine Funktion der Gewebetiefe und der optischen
Trübung
des einfallenden und zurückkehrenden
Pfades. Die Konzentrationen jedes Fluorophoren aus dem klinischen
Fluoreszenzspektrum können
dann extrahiert werden. Nach diesem Verfahren beinhalten die Faktoren
zur Beobachtung von größerer Fluoreszenzintensität für normale
Schleimhaut im Vergleich zu der von Adenomen: (1) Die Subschleimhautfluoreszenz
ist etwa 10 mal heller als die der darüber liegenden Schleimhaut.
(2) Die Schleimhaut dämpft sowohl
das einfallende Anregungslicht als auch die zurückkehrende Fluoreszenz. Wenn
die Schleimhaut ausreichend dick ist, kann die darunter liegende
Subschleimhaut nicht dazu beitragen, wenn sie jedoch dünn ist, wie
bei normaler Schleimhaut, ist die Dämpfung kleiner, was in hellerer
Gewebefluoreszenz resultiert. (3) Zusätzlich ist die Fluoreszenzintensität von Adenomen
geringer als die von normaler Darmschleimhaut, wahrscheinlich wegen
der dysplatischen Krypten, die dazu tendieren, Kollagen in der Lamina
Propria zu ersetzen, welches der dominante Fluorophor ist. (4) Adenome
zeigen aufgrund erhöhter
hämoglobin-reicher
Mikrogefäße größere Dämpfung von
sowohl des 370 nm Anregungslichtes als auch der zurückkehrenden
Fluoreszenz.
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Ein
multispektrales Abbildungssystem wurde entwickelt, welches Fluoreszenz
gleichzeitig bei vier verschiedenen Emissionswellenlängen sammelt.
In dieser Vorrichtung wird der Ausgang eines faseroptischen Endoskops
durch 4 räumlich
voneinander getrennte Interferenzfilter hindurchgeleitet. Die 4
Bilder werden auf Quadranten auf einem verstärkten CCD-Array mittels einstellbarer
Segmente eines Mehrspiegelsystems angeordnet. Der CCD oder eine
andere Abbildungsvorrichtung 40, wie in 2 gezeigt,
kann 30 000 Pixelelemente oder mehr haben. Die vier Wellenlängen werden
ausgewählt,
um den Kontrast in dem Fluoreszenzspektrum zwischen normalem und
erkranktem Gewebe zu optimieren. Fluoreszenz von menschlicher Leichenaorta wird
mit 337 nm angeregt und Emissionen von 400, 420, 450 und 480 nm
werden ins Verhältnis
gesetzt, um eine dimensionslose Kontrastfunktion zu erzeugen. Diese
Funktion zeigt einen Wert für
atherosklerotische Plaque an, der vier Mal größer ist als der für eine normale
Arterie, und die Ergebnisse werden unter Verwendung einer Falschfarben-Überlagerung
angezeigt. Dieses Instrument ist auch dazu fähig, zwischen Fluoreszenzspektren
aus Rattentumor und umgebendem Muskel zu unterscheiden. Weitere
Details bezüglich
dieses Systems sind in Wang, T. D. et. al., „Real-time In Vivo Endoscopic
Imaging of Fluorescence from Human Colonic Adenomas", Proceedings of
SPIE 1998, 3259, beschrieben.
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Die
Auflösung
dieser Ausführung
ist durch die Fasern in dem Abbildungsbündel eingeschränkt. Die Verwendung
von 4 Fluoreszenzemissionswellenlängen stellt einen größeren Kontrast
zwischen normalem und erkranktem Gewebe zur Verfügung und Flexibilität bei der
Entwicklung des Krankheitserkennungsprozesses. Durch paralleles
Auftrennen der Fluoreszenzemission wird das Signal jedoch um einen
Faktor von 4 reduziert, was das SNR verringert. Auch müssen die
4 Spektralbilder bei verschiedenen Winkeln auf dem Detektor ausgerichtet
werden, was für
die Bilderfassung eine Herausforderung bedeutet. Weiterhin erhöht ein Bildverarbeitungsalgorithmus
unter Verwendung von mehreren Bildern die Berechnungszeit und es
ist nicht klar, dass die Fluoreszenz unabhängige Informationen in 4 Bändern enthält. Schließlich werden
die Fluoreszenzbilder am nahen Ende des Endoskops erfasst, was bei
der klinischen Verwendung zu Schwierigkeiten bei der Erfassung des
Weißlichtbildes
und bei der Navigation des Instrumentes führt.
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Eine
einfachere Version des multispektralen Abbildungssystems wurde entwickelt,
welches lediglich 2 Emissionsbanden sammelt. Diese Ausführung spaltet
die Fluoreszenzemission mit einem Strahlteiler auf zwei verstärkte CCD-Kameras
auf. Ein Helium-Cadmium-Laser liefert Anregungslicht bei 442 nm über das
Beleuchtungsbündel
eines faseroptischen Bronchoskops. Die Fluoreszenzemission wird
in 2 Banden gefiltert, eine zwischen 480 und 520 nm und die andere
bei Wellenlängen
von größer als
630 nm. Die zwei Spektralbilder werden ausgerichtet und die Intensitäten werden
Punkt für
Punkt ins Verhältnis
gesetzt, um normales von erkranktem Gewebe zu unterscheiden, und
ein Farbbild wird gebildet. Dieses Verfahren eliminiert die Effekte
von Abstand und Winkel des Beleuchtungslichtes, sowie Gewebereflektionseigenschaften.
Eine Farbkamera ist getrennt zur Beobachtung des Weißlichtbildes
angebracht. Dieses System wird klinisch an 53 Patienten und 41 Freiwilligen
getestet und die Ergebnisse werden mit herkömmlicher Weißlichtbronchoskopie
an 328 Stellen verglichen. Die Empfindlichkeit bei Fluoreszenz ist
73%, was signifikant größer ist
als die von 48%, die für Weißlicht bei
der Detektion von Dysplasie und Karzinom in situ gefunden wird.
Es wird gefunden, dass die beiden Verfahren die gleiche Spezifität von 94%
haben.
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In
dem klinischen System werden die Weißlicht- und Fluoreszenzbilder
mit einem elektronischen Doppelkanal-Kolonoskop (Pentax EC-3800TL)
gesammelt. Dieses Model enthält
zwei Biopsie-Kanäle
mit Durchmessern von 3,8 bzw. 2,8 mm. Der äußere Durchmesser des Endoskops
ist 12,8 mm und die Arbeitslänge
ist 1,7 m. Das Gesichtsfeld der Multielementobjektivlinse hat einen
Divergenzhalbwinkel von 60° mit
einer Focustiefe im Bereich zwischen 5 und 100 mm. Die Weißlichtbeleuchtung
wird von einer 300 W Kurzbogen-Xenonlampe erzeugt. Unter Verwendung
des gleichen Detektors für
sowohl Weißlicht
als auch Fluoreszenzabbildung kann perfekte Erfassung erhalten werden.
Dieses Merkmal ist ideal für
die Erzeugung einer diagnostischen Überlagerung.
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Eine
Beleuchtungsprobe besteht aus einer optischen Faser mit 200 μm Kerndurchmesser
mit NA = 0,40, gekoppelt an eine BK7-Glasmikrolinse (F# = –1) mit
3 mm im Durchmesser. Die Beleuchtungssonde wird in einen der Instrumentenkanäle eingesetzt
und die Spitze wird bündig
mit dem distalen Ende des Kolonoskops platziert. Ein Modusmischer
wird an die Anregungsfaser am nahen Ende angeklemmt wird, um den
Divergenzwinkel des Lichtes zu maximieren. Die Sonde wird an dem
nahen Ende des Kolonoskops mit einem Luer-Lock befestigt, um Bewegung
zu verhindern. Eine Leistung von 300 mW wird auf das Gewebe eingestrahlt.
Die spektrale Antwort des CCD-Detektors (TI TC210) schneidet bei
etwa 400 nm ab und ist bei den Anlegungswellenlängen λex =
351 und 364 nm vernachlässigbar,
womit die Notwendigkeit für
einen Langpassfilter, um Spiegelreflektion vom Anregungslicht zu
blockieren, eliminiert wird. Die zwei Instrumentenkanäle ermöglichen,
die optische Faserbeleuchtungssonde und die Biopsiezangen gleichzeitig
zu verwenden. 1 zeigt eine schematische Ansicht
des Endoskops 10 mit einem Abbildungsbündel 20, Biopsieansicht
des Endoskops 10 mit einem Abbildungsbündel 20, Biopsiekanal 12,
Linse 18 und Beleuchtungsanschlüsse 14. Das entfernte
Ende der Vorrichtung wird in einem Abstand d von dem Gewebe positioniert.
Ein Problem, das mit einem solchen System verknüpft ist, sind die Schatten,
die durch das Beleuchtungssystem erzeugt werden. Ein wichtiges Merkmal
der unten beschriebenen Erfindung ist ein Verfahren, um Schatten
auf der Gewebeoberfläche 16 zu kompensieren.
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Ein
Fußschalter
wird durch den Benutzer aktiviert, um das Anregungslicht zu blockieren,
wenn das Weißlicht
für die
Beleuchtung verwendet wird, und umgekehrt, unter Verwendung eines
Paars von computerkontrollierten Verschlüssen (Uniblitz, VS14). Die
Integrationszeit, um jedes Fluoreszenzbild aufzunehmen, ist 33 ms.
Wie in 3 gezeigt besteht das klinische Fluoreszenzabbildungssystem 40 aus
einem Videoprozessor 48, Computer 44, Monitor 46,
Mavigraph 50, sowie VCR 52, Laser 42 und
Kolonoskop 54.
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Ein
elektronisches Kolonoskop 54 erfasst Photonen am entfernten
Ende mit einem CCD-Detektor.
Ein wichtiger Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist, dass
die spektrale Antwort des Texas Instrument TC-210-CCD-Detektors
ausreichend schnell unterhalb 400 nm abfällt, dass keine diffuse Reflektion
von der UV-Anregung beobachtet wird. Tatsächlich wird offensichtlich
keine spiegelnde Reflektion, die einige Größenordnungen höher in der
Intensität
als die diffuse Reflektion und Fluoreszenz ist, beobachtet. Ein
weiterer Gesichtspunkt, der dieses System ermöglicht ist, dass der Detektor
ausreichende Empfindlichkeit hat, um Fluoreszenz von Darmschleimhaut
ohne die Verwendung eines Verstärkers
zu erfassen. Da der Detektor sich am entfernten Ende befindet, wird
die optische Übertragungseffizienz
lediglich durch die Multielement-Objektivlinse bestimmt, die sich
zwischen dem Detektor und dem Gewebe befindet. Ein weiteres signifikantes
Merkmal dieser Ausführungsform
der Erfindung ist, dass der gleiche Chip sowohl das Weißlicht als
auch das Fluoreszenzbild erfasst, somit tritt perfekte Erfassung
bei der Pseudo-Farbüberlagerung
auf. Weiterhin sind keine Modifikationen an dem Kolonoskop notwendig,
welche den Krankenhausarzt bei der Möglichkeit behindern, die Prozedur
auszuführen.
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Eine
Einschränkung
für dieses
System ist die Bandbreitenselektivität und die spektrale Auflösung des Chips.
Der TC 210 ist ein monochromer Detektor und sammelt Fluoreszenz über das
volle sichtbare Spektrum. Es ist schwierig, einen Bandpassfilter
vor dem CCD einzusetzen, da das Licht bei Winkeln von so hoch wie
60° gesammelt
wird. Es existieren jedoch RGB-Detektoren, die Pixel enthalten,
die empfindlich sind für
rotes, grünes
und blaues Licht, und Fluoreszenzbilder in drei Einzelbildern erzeugen
können.
Der Durchlassbereich ist jedoch durch den Hersteller des integrierten
Schaltkreises des Abbildungsschaltkreises bestimmt. Es sei bemerkt,
dass auch ein Ausblendungsmechanismus verwendet werden kann, der
für die
Verwendung von gepulsten Lasern als Anregungsquelle wünschenswert
ist. Andere Anregungsquellen können
CW-Laser beinhalten, sowie breit- oder schmalbandige Lichtquellen.
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Das
Blockdiagramm eines elektronischen Abbildungssystems, das mit Schalter 76 betrieben
wird, ist in 5 gezeigt. Ein Argon-Innenlaser 60 liefert
UV-Licht durch einen Verschluss 62 an eine optische Quarzfaser,
die an eine Mikrolinse gekoppelt ist, die sich in einem Instrumentenkanal
des Kolonoskops befindet, während
das Weißlicht 64 durch
Verschluss 66 der Beleuchtungsfaser an Anschluss 70 geliefert
wird. Das Paar Verschlüsse 62, 55 wird
mit einer digitalen Input/Output (I/O)-Karte 74 computergesteuert.
Sowohl die Fluoreszenz- als auch Weißlichtbilder werden von dem
CCD 72 an dem entfernten Ende erfasst. Eine Bildfangschaltung 78 digitalisiert
die Fluoreszenz- und Weißlichtbilder
sequentiell. Ein Hauptmikrocomputer führt den Bildverarbeitungsalgorithmus
aus und zeigt die Pseudo-Farbüberlagerungen.
Ein Mavigraph wird dazu verwendet, das Weißlichtbild mit Überlagerung
in ein Format zu wandeln, welches durch den VCR aufgezeichnet werden kann.
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Die
Auftragung in 6 zeigt die Fluoreszenzintensität aus dem
Mittel von 14 Einzelbildern, gesammelt mit dem elektronischen Abbildungssystem.
Eine Reihe von Pixeln von normaler Darmschleimhaut ist gezeigt.
Ebenfalls aufgetragen ist das gemessene und das vorhergesagte SNR.
Das SNR ist in der Mitte ungefähr
30 und fällt
in der Nähe
der Peripherie auf etwa 10. Somit erfüllt das vollständige Gesichtsfeld
die Minimum SNR-Anforderung
von 4 für
die durch Instrumentenrauschen begrenzte Detektion, um zwischen
normaler Darmschleimhaut und Adenomen zu unterscheiden.
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Eine
Bild-zu-Bild-Variation vom Mittel der Fluoreszenzbildintensitäten kann
man in 7A und 7B sehen,
welche die Unterschiede zwischen den Werten quer über eine
Reihe von Pixeln bei einem Einzelbild im Vergleich zum Mittel von
14 Einzelbildern zeigen. Die Auftragung in 7A ist
diejenige für
die normale Probe, wie sie in 6 gezeigt
ist, und die Auftragung in 7B ist
aus einer Probe Schleimhaut, welche ein Adenom im Zentrum enthält. Die
Variation über
den Mittelwert ist klein im Vergleich zu dem Unterschied der Fluoreszenzintensität zwischen
normalem und adenomatösem
Gewebe. Somit wird das Auftreten von falschen Positiven, die aus
Pixel-zu-Pixel-Variation
resultieren, klein.
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Ein
Streifenartefakt tritt in den Fluoreszenzbildern auf, die mit dem
elektronischen Abbildungssystem genommen wurden. Dieses Artefakt
entsteht, da das UV-Anregungslicht
nicht blockiert wurde, während
die CCD-Reihen elektronisch ausgelesen wurden, was unter normaler
Weißlichtbeleuchtung
mit einem rotierenden Rad mit räumlich
voneinander getrenntem Filter ausgeführt wurde. Dieses Artefakt
kann in der Verarbeitungssoftware der Bilddaten entfernt werden.
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Es
wird eine Untersuchung ausgeführt,
um die Menge an UV-Licht zu bestimmen, die sicher auf die Darmschleimhaut
geliefert werden kann. Weißlicht-
und Fluoreszenzbilder werden sequentiell gesammelt. Fluoreszenzbilder
von 30 Patienten mit 14 Darmadenomen und 6 hyperplastischen Polypen
werden gesammelt. Schließlich
werden die Fluoreszenzbilder parallel mit Einzelpunkt-EEM-Spektren
gesammelt. Aus diesen Untersuchungen wird die Wirksamkeit der Realzeitimplementierung
von Fluoreszenzbildsammlung, Verarbeitung und Anzeige mit Bewegung
im Darm bewertet. Zusätzlich
werden Artefaktquellen, die auf der Darmschleimhaut vorhanden sind,
wie z. B. Schleim, Stuhl und Prep, bewertet. Auch macht die Anatomie
des Darmes es wünschenswert,
Bilder mit großen
Einfallswinkeln zu sammeln, und die Effektivität des gleitenden Mittelwertalgorithmus
mit diesen Einschränkungen
wird bestimmt. Schließlich
werden die Intensitäten
von Fluoreszenzbildern mit denen von optischen Einzelpunkt-Faserproben verglichen.
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Die
verwendete Anregungsquelle ist ein Coherent Innova 328. Dieser Laser
wird im UV mit 1 W klassifiziert und erfordert 60 A bei 208 V elektrische
Leistung und 3 gal/min Wasser. Das Anregungslicht wird in eine optische
Faservorrichtung eingekoppelt, die Längen der Faser von 12,5 m und
16,5 m beinhaltet, die erforderlich sind, um das Anregungslicht
an das entfernte Ende des Kolonoskops zu liefern.
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Als
erstes muss die Anregungsfaser in das Kolonoskop eingebracht werden.
Als nächstes
wird ein Verfahren verwendet, um schnell zwischen Weißlicht-
und Laserbeleuchtung umzuschalten. Schließlich muss ein Verfahren, um
schnell und genau die Fluoreszenzergebnisse mit den Weißlichtbildern
zu erfassen, implementiert werden.
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Die
Kolonoskopieprozeduren beinhalten Vorbereitung des Patienten mit
3 oz Phosphatsoda-Flotte, gemischt mit 4 oz Wasser. Es gibt keine
messbare Fluoreszenz von der Vorbereitungsmischung bei Verwendung
einer optischen Faserkontaktsonde auf Darmschleimhaut in vitro mit
370 nm Anregung.
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Unter
Verwendung des elektronischen Endoskops werden Weißlichtreflektion
und Fluoreszenzbilder sequentiell in vivo während Routinekolonoskopie gesammelt.
Das Weißlichtbild
kann ein Gefäßmuster
von Arterien in rot beinhalten und ein Konturbild einer Vene in
blau. Flecken von spiegelnder Reflektion können in der unteren Hälfte des
Bildes gesehen werden. Die Fluoreszenz von normaler Schleimhaut
erscheint gleichförmig mit
einem arteriellen Muster, das als reduzierte Fluoreszenzintensität eingestreut
ist.
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Dieser
Effekt wird der Absorption von Fluoreszenzemission durch Hämoglobin
zugeordnet. Die Vene tritt in dem Fluoreszenzbild nicht auf und
es gibt anscheinend keine Spiegelreflektion vom Anregungslicht.
Das Beleuchtungsfeld bei Fluoreszenz ist leicht kleiner als das
von Weißlicht,
wie in 4 gezeigt.
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Ein
Beispiel veranschaulicht das Verfahren der Bildsammlung, Verarbeitung
und Bewertung von adenomatösen
Polypen. Ein endoskopisches Weißlicht-Bild,
aufgenommen von einem sporadischen Polypen, der sich im Rektum befindet,
zeigt einen Polypen mit sichtbaren Architekturmerkmalen von etwa
5 mm im Durchmesser, der sich in der unteren Hälfte des Bildes in der Nähe der Mitte
befindet. In dem rohen Fluoreszenzbild erscheint das Adenom als
ein Bereich von reduzierter Intensität, welcher einen helleren Zentralbereich
umgibt.
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Dieses
Bild wird mit seinem eigenen gleitenden Mittelwertbild ins Verhältnis gesetzt
und mit 100 multipliziert, um das prozentuale Verhältnisbild
zu erzeugen. Grenzwerte auf den verarbeiteten Fluoreszenzbildern,
genommen bei 60%, 75% und 90%, werden dazu verwendet, um die Konturlinien
zu bestimmen, welche Bereiche von Schleimhaut mit verschiedenen
Wahrscheinlichkeiten, Dysplasie zu enthalten, definieren. Die Konturen
werden dann in Pseudofarbe gefüllt,
um Bereiche von Gewebe hervorzuheben, die für die Biopsie vorgesehen werden.
Die Pseudofarben rot, grün
und blau bezeichnen Bereiche auf dem Weißlichtbild, die hohe, mittlere
bzw. geringe Wahrscheinlichkeit haben. Bei der Histologie wird gefunden,
dass der Polyp adenomatös
ist.
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Überlagungsbereiche,
die Erkrankung anzeigen, beinhalten einen an der Seite des Adenoms
und die anderen beiden korrespondierend zu Schatten, die von Schleimhautfalten
geworfen werden. Die Schatten erscheinen als Bereiche von reduzierter
Intensität
auf dem Fluoreszenzbild. Diese Effekte werden minimiert, indem das
Endoskop normal auf die Schleimhautoberfläche gerichtet wird. Darüber hinaus
verändern
sich die Überlagerungsbereiche,
die aus Schatten resultieren in Größe und Form, wenn sich der
Winkel des Endoskops zu der Gewebeoberfläche ändert, während jene, die von dem Adenom
erzeugt werden, in der Größe fixiert
verbleiben.
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Weißlicht-
und Fluoreszenzbilder werden von einer Gesamtzahl von 30 Patienten
gesammelt, die sich Routinekolonskopie unterzogen haben, was Bilder
von 14 Adenomen und 5 hyperplastischen Polypen beinhaltet. Eine
Biopsie wird von jedem Adenom und einer benachbarten normalen Stelle
entnommen. Die Fluoreszenzbilder werden durch den gleitenden Mittelwertalgorithmus
verarbeitet und die Empfindlichkeit der Erfassung wird als eine
Funktion der Grenzwerte im Bereich von 55% bis 90% bestimmt. Die
Ergebnisse der Empfindlichkeit sind in 8 aufgetragen.
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Autofluoreszenzbilder
von Darmschleimhaut können
endoskopisch in vivo gesammelt werden und können dazu verwendet werden,
um Dysplasie in der Form von adenomatösen Polypen zu identifizieren
und zu lokalisieren. Das SNR der Fluoreszenzbilder ist typischerweise
oberhalb 30. Die Adenome werden korrekt durch den Fluoreszenzalgorithmus
mit hoher Empfindlichkeit identifiziert. Wie in 8 gezeigt,
ist die Empfindlichkeit der in vivo-Erkennung, wenn die Bilder bei
normalem Einfall gesammelt werden, vergleichbar zu der aus in vitro-Studien.
Bei einem Grenzwert von 75% ist die Empfindlichkeit der Erfassung
für Darmadenome 86%,
im Vergleich zu der von 92% für
die in vitro-Experimente. Um die Spezifität zu bestimmen, müssen die wahren
Negativen und die falschen Positiven identifiziert werden. Wahre
Negative (falsche Positive) korrespondieren jedoch zu Bereichen
von normaler Schleimhaut, die bei Fluoreszenz als normal (erkrankt)
gefunden wurde. Diese Ergebnisse werden nicht erhalten, da zusätzliche
Biopsien mit zusätzlichem
Risiko von Perforation einhergehen.
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Weiterhin
resultiert die Fluoreszenz aus dem gleitenden Mittelwertalgorithmus
von hyperplastischen Polypen, die nicht dysplastisch sind, nicht
in Bereichen von Erkrankung.
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Im
Vergleich der Bildgröße umfassen
die in vivo-Bilder Bereiche von Schleimhaut in der Größe von 10 × 10 cm2, wohingegen die Proben der Darmschleimhaut
in den in vitro-Studien
lediglich 2 × 2
cm2 sind. In solchen großen Blickfeldern enthält der Darm
viele Schleimhautfalten und diese Schichten von Gewebe blockieren
das Anregungslicht davor, die dahinter befindliche normale Schleimhaut
zu erreichen, wodurch Schatten erzeugt werden. Diese Falten waren
in den in vitro-Untersuchungen nicht vorhanden.
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Diagnostische
Fehler bei dem verarbeiteten Fluoreszenzbild resultieren hauptsächlich aus
diesen Schatten. Das verwendete Fluoreszenzverfahren basiert auf
der Differenz in der Intensität
zwischen normaler und dysplastischer Schleimhaut. Schatten erscheinen
jedoch als Bereiche reduzierter Intensität, ohne das Dysplasie vorhanden
ist. Dieses Artefakt kann durch die Fluoreszenzanregungsgeometrie
erklärt
werden. Die Fluoreszenzanregung wird durch eine Faser zur Verfügung gestellt,
die sich der Bequemlichkeit halber im Biopsieanschluss befindet.
Das Zentrum dieses Instrumentenkanals ist 8,3 mm vom Zentrum des
CCD-Detektors entfernt. Auf der anderen Seite wird das Weißlichtbild
von zwei Fasern beleuchtet, deren Zentren lediglich 3,8 mm von dem
Detektor entfernt sind.
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Somit
sind die Schatten auf dem Weißlichtbild
viel weniger ausgeprägt
als jene bei der Fluoreszenz.
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Die
Fluoreszenztechnik verwendet eine einzelne Fluoreszenzemissionsbande
zur Detektion von Adenomen. Dieses Verfahren arbeitet gut in vitro,
wenn das Kolonoskop mit normalem Einfall auf die Läsion platziert
wird und keine Schleimhautfalten vorhanden sind. Während der
klinischen Verwendung des Fluoreszenzprototyps jedoch wird der Blick
aus dem Endoskop oftmals auf die Seite des Adenoms eingeschränkt. Da
der Darm eine röhrenförmige Struktur
ist, befinden sich einige Adenome anatomisch an Stellen, wo es nahezu
unmöglich
ist, das Kolonoskop mit normalem Einfall auf die Läsion zu
orientieren.
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Als
ein Ergebnis kann eine Seite der Läsion möglicherweise nicht von normaler
Darmschleimhaut umgeben sein. Eine weitere Situation ist die, dass
die normale Schleimhaut weit davon entfernt ist, Fluoreszenzintensitäten zu erzeugen,
die ausreichend höher
sind als die des Adenoms.
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Die
Fluoreszenzintensitäten
werden von den Rohbildern gemessen. Die normalisierten Intensitätswerte
und die Intensitätsverhältnisse
werden an drei Seiten innerhalb des Adenoms genommen (in Tabelle
3 bezeichnet als links, Mitte und rechts). Die Auftragung in 9 enthält Fluoreszenzintensitätsprofile über das Adenom
hinweg, welche die rohen Fluoreszenz- bzw. prozentualen Verhältniswerte
darstellen. Das Adenom ist etwa 8 mm im Durchmesser. Bei Fluoreszenz
befindet sich die Läsion
zwischen den 11 mm- und den 19 mm-Markierungen auf der Abszisse,
die durch die vertikalen Linien in der Nähe der x-Achse in 9 gekennzeichnet
sind. Die meisten der Adenome zeigen ein einzelnes Fluoreszenzintensitätsminimum
in der Mitte der Läsion,
das mittlere Verhältnis
zwischen normalen und erkrankten Pixeln ist 1,8 ± 0,5 in der Mitte und 2,0 ± 0,6 bzw.
2,0 ± 0,7
bei den linken bzw. rechten Mittelpunkten. Das mittlere Intensitätsverhältnis an
diesen Stellen ist 2,0 ± 0,6.
Die Ergebnisse dieses Verfahrens zeigen, dass die Differenzen zwischen
normaler Darmschleimhaut und Adenomen für in vivo-Fluoreszenzbilder
sehr ähnlich
sind wie jene in vitro.
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Ähnlich werden
die Fluoreszenzintensitäten
von den rohen Bildern für
hyperplastische Polypen gemessen. Die normalisierten Intensitätswerte
und die Intensitätsverhältnisse
werden an drei Stellen innerhalb des Polypen genommen (in Tabelle
3 bezeichnet mit links, Mitte und rechts). Die Auftragung in 10 zeigt die
Fluoreszenzintensitätsprofile über den
hyperplastischen Polypen hinweg, welche die rohen Fluoreszenz- bzw.
prozentualen Verhältniswerte
darstellen. Der hyperplastische Polyp ist ungefähr 5 mm im Durchmesser. Bei
Fluoreszenz befindet sich die Läsion
zwischen den 17 mm- und 22 mm-Markierungen
auf der Abszisse, die durch die vertikalen Linien in der Nähe der x-Achse
in 10 gekennzeichnet sind. Die hyperplastischen Polypen
zeigen eine ungefähr
gleichförmige
Fluoreszenzintensität
quer über
die Läsion,
die kontinuierlich zu der normalen Darmschleimhaut ist. Das mittlere
Verhältnis
zwischen normalen und erkrankten Pixeln ist 1,1 ± 0,1 in der Mitte und 1,2 ± 0,1 bzw.
1,1 ± 0,2
an den linken bzw. rechten Mittelpunkten. Das mittlere Intensitätsverhältnis dieser
Stellen ist 1,1 ± 0,2.
Da dieser mittlere Verhältniswert
nicht signifikant unterschiedlich ist von dem der normalen Schleimhaut
ist es nicht überraschend,
dass kein Bereich von Erkrankung mit diesem Intensitätsverfahren
identifiziert werden konnte.
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Bei
den in vivo-Bildern wird das Gefäßmuster
klar sowohl in den Weißlicht-
als auch den Fluoreszenzbildern angezeigt. Die Gefäße waren
bei den in vitro-Bildern nicht ersichtlich, wahrscheinlich, da die
Blutzufuhr des lebenden Darms nicht mehr in Takt war. Das Hämoglobin
im Blut ist ein wohlbekannter Absorber für Licht und erzeugt lineare
Muster von schwacher Fluoreszenzintensität. Somit wurden die Intensitäten von
den rohen Fluoreszenzbildern von Blutgefäßen gemessen. Wie in Tabelle
3 gezeigt ist das Intensitätsverhältnis der
Blutgefäße 1,3 ± 0,1.
Dieser Wert ist signifikant weniger als das Mittel von Adenomen,
somit werden Blutgefäße als eine
Quelle von Artefakt auf der Überlagerung
nicht vorhanden sein. Weiterhin können Bildverarbeitungsverfahren
verwendet werden, um die Blutgefäße aufgrund
ihrer Form zu entfernen. In Tabelle 3 werden die Intensitätsverhältnisse
für Adenome,
hyperplastische Polypen und Blutgefäße zum Vergleich zusammengefasst.
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Endoskopische
Bilder und Einzelpunktspektren können
beide wertvolle Information über
Gewebebiochemie zur Verfügung
stellen. Jedes Verfahren hat seine eigenen Vorteile und Nachteile.
Das Endoskop sammelt Bilder und stellt räumliche Informationen mit Sub-Millimeter-Auflösung zur
Verfügung.
Die Fluoreszenzintensität
zwischen normalem Gewebe und Adenomen kann mit dem gleichen Gesichtsfeld
innerhalb eines Bruchteils von einem mm miteinander verglichen werden.
Fluoreszenzbilder werden auch ferngesteuert gesammelt, somit ist
der Druck auf das Gewebe gleichförmig über das
Bildgebiet hinweg. Es ist jedoch schwierig, mit Fluoreszenz spektrale
Informationen zu erhalten. Wegen der involvierten großen Bereiche
kann die Fluoreszenzenergie bei jedem Pixel zu schwach werden, um
ausreichendes SNR aufrecht zu erhalten, wenn nicht sehr hohe Anregungsleistung
verwendet wird.
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Auf
der anderen Seite sammeln optische Einpunkt-Faserkontaktsonden Fluoreszenz
lediglich von einem Bereich von ungefähr 1 mm im Durchmesser. Mit
einem verstärkten
optischen Multikanal-Analysator (OMA) können Spektren über einen
breiten Bandbereich mit guter spektraler Auflösung und hohem SNR gemessen
werden. Die Sonde muss jedoch an verschiedenen Stellen auf der Schleimhaut
platziert werden, um Proben mit Unterschieden zwischen Normalem
und Adenom zu nehmen. Typischerweise ist die gesammelt normale Schleimhaut
einige cm von dem Adenom entfernt und Vergleiche der absoluten Intensität können durch
biologische Variabilität über den
Abstand beeinträchtigt
werden.
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Der
Grad von Kontakt der Probe auf dem Polypen kann während der
in vivo-Messungen variieren, da die Darmmuskulatur sich konstant
kontrahiert und expandiert. Als ein Ergebnis wird Bewegung erzeugt,
was eine Probenplatzierung schwierig macht. Das Adenom ist rund
und schlüpfrig
und die Bewegung der Darmwand macht vollständigen Kontakt mit der Oberfläche des
Polypen sehr schwierig. Weiterhin ist das entfernte Ende der optischen
Faser nicht flach, sondern es gibt eine 17° Schräge. Somit wird die Orientierung
der abgeschrägten
Seite den Grad an Kontakt ebenfalls beeinträchtigen.
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Ergebnisse
der Kolonoskopieprozedur zeigen, dass es sehr schwierig ist, die
Probe für
die 0,5 Sekunden auf dem Polypen zu platzieren, die erforderlich
sind, um ein vollständiges
EEM zu sammeln. Licht, welches bei verschiedenen Farben entkommt,
welche die Anregungsquellen darstellen, wird auf der normalen Schleimhaut,
welche das Adenom umgibt, beobachtet. Diese Beobachtung legt nahe,
dass die Lieferung der Anregungsenergie auf den Polypen und das
Sammeln von Fluoreszenzemission nicht vollständig ist. Probenkontakt wird
durch die physiologische Bewegung der Schleimhaut und durch die
Tatsache, dass die flache Sonde auf einer schlüpfrigen, halbkugelförmigen Oberfläche platziert
wird, behindert. Kontakt ist kein Problem für Spektren, die an normalem
Gewebe gesammelt werden, da diese Oberfläche flach ist.
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Darüber hinaus
können
die Intensitäten
von normaler Schleimhaut und Adenomen durch einen Unterschied im
Druck, der auf jede Stelle ausgeübt
wird, beeinträchtigt
werden. Ein in vitro-Experiment wird an einer entnommenen Probe
von Darmschleimhaut ausgeführt,
die ein Adenom enthält.
Die Fluoreszenzintensität
in dem spektralen Bereich zwischen 400 und 700 nm wird als eine
Funktion des durch die Sonde ausgeübten Druckes gemessen, die
durch den Biopsiekanal eines Kolonoskops hindurch hineingebracht
wird. Der Druck wird mit einer Waage gemessen. Wie in 11 gezeigt
steigt die Fluoreszenzintensität
mit Druck an und das Intensitätsverhältnis verändert sich
nicht, wenn gleicher Druck auf sowohl die normalen als auch die
Adenomstellen ausgeübt
wird. Dies ist jedoch bei der klinischen Erfassung von Spektren üblicherweise
nicht der Fall. Die normale Schleimhaut ist relativ flach und Messungen
können
mit nahezu vollständigem
Sondenkontakt mit ein paar Gramm Druck ausgeführt werden. Auf der anderen
Seite kann der Druck auf den Polypen nicht gleich dem gemacht werden,
wie dem auf die normale Stelle, da die Sonde abgleiten wird. Der
Druck an der normalen Stelle wird auf 5 Gramm angenommen, während der
auf dem Adenom als in der Nähe
von Null angenommen wird. Somit kann der Unterschied im Druck, der
auf die normale Schleimhaut und das Adenom ausgeübt wird, darin resultieren,
dass das Intensitätsverhältnis von
2 auf 3 ansteigt, wie in 11 gezeigt.
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Weiterhin
zeigt auf den aufgenommenen Bildern der Kolonoskopieprozeduren die
normale Schleimhaut eine Einbuchtung an der Stelle, an welcher die
Sonde während
des Sammelns des Spektrums platziert wird. Diese Beobachtung bestätigt die
Annahme, dass während
der Datensammlung einige Gramm Druck auf normale Schleimhaut ausgeübt werden.
Auf der anderen Seite sieht man, dass die Probe von dem Polypen abgleitet,
wenn irgendein signifikanter Druck ausgeübt wird, was aus der Feuchtigkeit
der Oberfläche
resultiert. Somit ist der Druck auf Adenome signifikant gering.
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Ein
weiteres Verfahren wird in vitro ausgeführt, um das Fluoreszenzintensitätsverhältnis zwischen
normaler Schleimhaut und Adenom, wie es durch Abbildung und Einzelpunkt
gemessen wird, zu vergleichen. Weißlicht- und Fluoreszenzbilder
einer entnommenen Probe Darmschleimhaut, enthaltend zwei Adenome, werden
erhalten. Die Intensitäten
werden von 7 normalen Stellen, direkt benachbart zu den Adenomen,
sowohl durch Bildgebung als auch durch Einzelpunkt gemessen. Die
Ergebnisse beinhalten die Intensitäten, die normalisiert wurden,
sodass der Mittelwert für
jedes System 100 ist.
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Dieser
Schritt erlaubt direkte Vergleiche mit jedem Punkt zu machen und
ergibt, dass die Intensitäten innerhalb
etwa 10% voneinander sind. Weiterhin rangieren die normalisierten
Intensitätswerte
von 68 bis 155 bei der Bildgebung und von 63 bis 136 beim Einzelpunkt.
Somit hängen
die gemessenen Intensitäten
bei normaler Schleimhaut bei beiden Verfahren von der Entnahmestelle
ab und können über einen
Faktor von 2 variieren.
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In
Tabelle 4 werden die normalisierten Intensitäten und die Intensitätsverhältnisse
für die
zwei Adenome bei Bildgebung und Einzelpunkt bestimmt. Diese Werte
werden bei den Zentren und den linken und rechten Mittelpunkten
der Adenome bestimmt. Für
das linke Adenom ist das mittlere Intensitätsverhältnis 1,43 bei der Bildgebung
und 1,54 bei Einzelpunkt. Für
das rechte Adenom ist das mittlere Intensitätsverhältnis 1,52 bei Bildgebung und
1,72 bei Einzelpunkt. Diese Ergebnisse zeigen, dass es in vitro
nur eine geringe Differenz in den Intensitätsverhältnissen zwischen Bildgebung
und Einzelpunkt gibt.
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Das
Fluoreszenzintensitätsverhältnis wird
aus Monte-Carlo-Simulationen berechnet, um das Fluoreszenzintensitätsverhältnis bei
den gegebenen unterschiedlichen Anregungs- und Sammelgeometrien
des Abbildungssystems und von Einzelpunkt zu bestimmen. In 12 ist
ein Diagramm für
die Sammelgeometrie für das
Endoskop 100 und die Einzelpunktsonde 102 gezeigt.
Das Endoskop enthält
eine Objektivlinse 104 mit 2,5 mm Durchmesser und befindet
sich in Luft mit einem Abstand 20 von der Oberfläche des
Gewebes. Diese Geometrie korrespondiert zu einem Sammelwinkel von
40°. Die
Sonde enthält
eine Quarzabschirmung 106, die mit dem Gewebe 16 in
Kontakt ist. Die optischen Fasern befinden sich durch dieses Schild 106 in
einem Abstand von 2 mm von der Gewebeoberfläche und sammeln Licht bei NA
= 0,22, was zu einem Sammelwinkel von 12,7° korrespondiert. Die optischen
Parameter von Darmschleimhaut für
diese Anregungs- und
Emissionswellenlängen
sind in Tabelle 2 gezeigt.
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Die
verwendete Anregung in der Simulation ist ein unendlich dünner Strahl
mit einem Divergenzwinkel von 0°.
Die Fluoreszenzintensität
an einem Punkt auf dem Gewebe durch einen gleichförmig dicken
Anregungsstrahl kann aus der Fluoreszenz bestimmt werden, die aus
einer Überlagerung
von unendlich dünnen Anregungsstrahlen
gesammelt wird, die inkrementell im Abstand zu dem Punkt, der zu
messen ist, gesetzt werden. Dieses Ergebnis ist jedoch äquivalent
zur Integration der Fluoreszenzintensität über das Gesichtsfeld. Der LSF
des Gewebes fällt
schnell innerhalb einiger mm ab, somit integriert die Simulation über einen
2 mm-Bereich innerhalb des Sammelwinkels, der in Tabelle 5 spezifiziert
ist. Die Ergebnisse der Simulation sind bezüglich des Intensitätsverhältnisses
zwischen dem gesammelten Licht auf der Gewebeoberfläche mit
jenem der Anregung gezeigt. In Tabelle 5 ist das Intensitätsverhältnis zwischen
normaler Darmschleimhaut und Adenomen 3,0 bzw. 2,9 für das Endoskop
bzw. die Sonde. Das Intensitätsverhältnis ist
für das
Endoskop und die Sonde ähnlich,
ein Ergebnis, das mit den in vitro-Untersuchungen konsistent ist.
Das Intensitätsverhältnis für das Endoskop
ist leicht höher
als das der Sonde, was damit konsistent ist, dass der Sammelwinkel
des Endoskops kleiner ist. Es ist wahrscheinlicher, dass Licht von
der hoch fluoreszierenden Subschleimhaut den Detektor mit einem
kleineren Sammelwinkel erreicht.
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Es
wird ein Modell entwickelt, um die Anzahl von Photonen zu quantifizieren,
die durch das endoskopische Abbildungssystem über den Sichtbereich bei normalem
Einfallswinkel gesammelt werden. Dies Ergebnis ist gültig sowohl
für die
Weißlichtreflektion
als auch die Fluoreszenzbilder und kann sowohl auf die faseroptischen
Abbildungsbündel
als auch elektronische Abbildungssysteme angewendet werden. Die
räumliche Verteilung
der Beleuchtung und Emission profiliert sich im Zentrum und fällt in Richtung
der Peripherie des Bildes ab. Wenn man es mit den Detektor-Rauschstatistiken
kombiniert, kann auch das SNR des Bildes bestimmt werden. Diese
Analyse zeigt, dass Abstand und optische Sammelgeometrie ein Profil
erzeugen, in welchem das SNR an der Peripherie immer niedriger ist
als im Zentrum. Dieser Parameter ist notwendig, um Algorithmen zur
Identifizierung von Gewebeläsionen
zu entwickeln. Es wird auch gefunden, dass die gesammelte Lichtintensität mit dem
Quadrat des Abstands zwischen dem entfernten Ende des Endoskops
und dem Gewebe abfällt.
Weiterhin ist das Sammeln von Licht durch kohärente Abbildungsbündel durch
die numerische Apertur der optischen Faser eingeschränkt. Dieses
analytische Werkzeug kann dazu verwendet werden, um die optischen
Parameter des Fluoreszenzabbildungssystems auszulegen und die Art
der erforderlichen Lichtquelle zu identifizieren, um die Fluoreszenz
anzuregen.
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Die
Verfahren, die für
endoskopische Abbildungsmodelle entwickelt wurden, werden dazu verwendet, um
die Anregungsquelle, Optiken und Detektoren, die zum Aufbau von
zwei Fluoreszenzabbildungssystemen notwendig sind, zu bestimmen.
Das erste Design besteht aus einem faseroptischen Kolonoskop, welches
das Fluoreszenzbild am nahen Ende mit einer verstärkten CID-Kamera
erfasst. Ein 400 nm Langpassfilter wird dazu verwendet, um das reflektierte
Anregungslicht zu blockieren, eine optische Quarzfaser, die sich
außen am
Kolonoskop befindet, wird für
die Bildanregung verwendet. Das zweite Design ist eine Modifikation
des ersten, um den Anforderungen für klinische Verwendung Rechnung
zu tragen. Dieses System verwendet ein elektronisches Kolonoskop
mit doppelten Instrumentenkanälen
und erfasst Fluoreszenzbilder am entfernten Ende. Der Cutoff bei
der spektralen Empfindlichkeit des CCD-Detektors unterhalb von 400
nm wird dazu verwendet, um das reflektierte Anregungslicht zu vermeiden.
Eine Beleuchtungssonde mit einer optischen Hoch-NA-Quarzfaser wird
an eine Mikrolinse gekoppelt und in einen Instrumentenkanal zur
Bildanregung eingesetzt. In beiden Systemen ist die Anregungsquelle
ein Argon-Ionenlaser, der etwa 300 mW bei λex =
351 und 364 nm liefert, und ein Mikrocomputer mit einer Bildfangschaltung
wird dazu verwendet, um die diagnostischen Bilder zu gewinnen, zu
verarbeiten und anzuzeigen.
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Autofluoreszenzbilder
von menschlichen Darmadenomen werden mit dem faseroptischen System
mit hohem SNR in vitro gesammelt. Für großflächige Überwachung der Darmwand müssen Bereiche
der Schleimhaut in der Größe von 100
mm2 beleuchtet werden. Weiterhin werden
endoskopische Bilder ferngesteuert gesammelt und die gesammelte
Intensität
fällt mit
dem Abstand d im Quadrat. Zuvor wurden Fluoreszenzspektren von Kontaktproben
gesammelt, die einen Bereich von etwa 1 mm2 beleuchten.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass Anregungsquellen,
Optiken und Detektoren, die in dieser Ausführung verwendet werden, Autofluoreszenzbilder
mit ausreichendem SNR sammeln können,
um zwischen normaler Darmschleimhaut und Adenomen zu unterscheiden.
In dem faseroptischen System wird ein SNR von über 30 erreicht, was die minimale
SNR-Anforderung von 7 überschreitet.
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Fluoreszenzbilder
werden dann aus Proben von entnommener Darmschleimhaut in vitro
gesammelt, um das Potential der Verwendung dieser Technik für großflächige Überwachung
von Dysplasie zu bewerten. Kollektomie-Proben von drei Patienten
mit familiärer
adenomatöser
Polyposis enthaltend polypoide und nicht-polypoide Adenome werden
untersucht. Jedes Rohbild wird auf Unterschiede in Abstand und Intrumentenlicht-Sammeleffizienz durch
Normalisieren auf ein räumlich
gemitteltes Bild korrigiert. Intensitätsgrenzwertbildung wird dann
verwendet, um erkrankte Bereiche von Schleimhaut zu identifizieren.
Die Empfindlichkeit und Spezifität
zur Erfassung eines Bereiches von Dysplasie hängt von dem gewählten Grenzwert
ab. Wenn der Grenzwert auf 75% der mittleren normalen Intensität gesetzt
wird, wird eine Empfindlichkeit von 90% und eine Spezifität von 92%
erreicht. Es wird gefunden, dass die mittlere Fluoreszenzintensität von normaler Schleimhaut
um einen Faktor von 2,2 ± 0,6
größer als
die der Adenome ist. Diese Ergebnisse zeigen das Potential dieser
Technik, um Biopsiestellenauswahl zu lenken.
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Die
Ergebnisse aus den in vitro-Studien stellen Motivation zur Ausführung einer
in vivo-Studie zur
Verengung. Das elektronische System wird dazu verwendet, Autofluoreszenzbilder
von Darmadenomen in vivo zu sammeln. In diesem System wird ebenfalls
ein SNR von über
30 erreicht, was die minimale SNR-Anforderung von 4 überschreitet.
Fluoreszenzbilder werden von 14 Adenomen und 6 hyperplastischen
Polypen von 30 Patienten gesammelt, die sich Routinekolonoskopie
unterzogen haben. Die Fluoreszenzbilder werden in 33 ms-Einzelbildern
gesammelt und werden durch teilen des Rohfluoreszenzbildes durch
ein gleitendes Mittelwertbild verarbeitet. Die verarbeiteten Bilder
zeigen Bereiche von Schleimhaut mit einer Wahrscheinlichkeit, Dysplasie
in der Form von Adenomen zu enthalten, wie durch Histologie verifiziert
wird. Wenn der Grenzwert auf 75% der mittleren normalen Intensität gesetzt
wird, wird eine Empfindlichkeit von 86% zur Erfassung von Adenomen
erreicht und eine Spezifität
von 100% für
Hyperplastiken wird erhalten. Im Mittel ist das Verhältnis zwischen
der Fluoreszenzintensität
von normaler Schleimhaut zu der von Adenomen 2,0 ± 0,6 und
zu der von hyperplastischen Polypen 1,1 ± 0,2. Die erkrankten Bereiche
korrespondieren bei Fluoreszenz am Besten zu dem Adenom bei Weißlicht,
wenn das Kolonoskop normalen Einfallswinkel hat. Bei höheren Winkeln
gibt es größere Effekte
von Schatten. Diese Ergebnisse zeigen, dass Dysplasie mit Fluoreszenzbildern
in vivo identifiziert werden kann.
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Bei
den optischen Einzelpunkt-Faserkontaktsondenuntersuchungen wurde
gefunden, dass das mittlere Intensitätsverhältnis zwischen der Fluoreszenz
bei 460 nm von normaler Darmschleimhaut und Adenomen etwa 3 ist,
während
bei endoskopischer Abbildung dieses Verhältnis mit 2,0 ± 0,6 gemessen
wurde. Direkter Vergleich von Fluoreszenzabbildung und Einzelpunktmessungen
in vitro ergab, dass es einen geringen Unterschied zwischen dem
Intensitätsverhältnis, das
bei der Abbildung gemessen wurde, im Vergleich zu dem, welches bei
Einzelpunkt gemessen wurde, gibt. Es gibt zwei Möglichkeiten, die für den Unterschied
im Intensitätsverhältnis zwischen
den beiden Verfahren verantwortlich sein können. Als erstes wird das Verhältnis von
3, welches durch das Einzelpunktverfahren gemessen wurde, in vivo
ausgeführt.
Ein geringeres Verhältnis
kann in vitro aufgrund des Verlustes von Blutfluss resultiert haben,
von dem bekannt ist, dass er Licht absorbiert.
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Alternativ
kann der Unterschied in den Verhältnissen
aus Kontakt- und Druckartefakten resultieren. Videobänder der
Kolonoskopieprozedur zeigen, dass es sehr schwierig ist, die Sonde
auf dem Polypen für
die 0,5 Sekunden zu platzieren, die erforderlich sind, um ein vollständiges EEM
zu sammeln. Licht mit verschiedenen Farben, welches die Anregungsquellen
darstellt, wird beobachtet, was anzeigt, dass die Lieferung von Anregungsenergie
an den Polypen und das Sammeln von Fluoreszenzemission nicht vollständig ist.
Sondenkontakt wird durch die physiologische Bewegung der Schleimhaut
behindert und durch die Tatsache, dass eine flache Sonde auf einer
schlüpfrigen,
halbkugelförmigen
Oberfläche
platziert wird. Kontakt ist für
Spektren, die an normaler Schleimhaut gesammelt werden, kein Problem,
da diese Oberfläche
flach ist. Weiterhin wird gefunden, dass erhöhter Druck die gesammelte Fluoreszenzintensität erhöht. Höhere Drücke werden
auf die normale Schleimhaut im Vergleich zu demjenigen auf den Polypen
ausgeübt.
Man kann sehen, dass die Probe von dem Polypen abgleitet, wenn irgendein
signifikanter Druck ausgeübt
wird. Beide Unterschiede in Kontakt und Druck in vivo resultieren
in einem höheren
Verhältnis
zwischen normaler Schleimhaut und Adenom. Auf der anderen Seite
werden die Fluoreszenzbilder im entfernten Zustand gesammelt und
die Druck- und Kontaktparameter sind für normale Schleimhaut und Adenom
identisch.
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Schließlich haben
die Ergebnisse der klinischen Untersuchungen zukünftige Richtungen aufgezeigt, um
die Empfindlichkeit und die klinische Eignung von Fluoreszenz-Endoskop-Abbildung zu verbessern.
Das Schattenartefakt kann durch Beleuchtung des Gewebes durch den
zweiten Weißlichtanschluss
hindurch reduziert werden. Diese Modifikation kann erreicht werden,
indem die Glasfasern durch Quarz ersetzt werden, was erlaubt, sowohl
Weiß-
als auch Anregungslicht zu übertragen.
Weiterhin können
das Schattenartefakt, Einfallswinkel und Detektionsausbeute alle
verbessert werden, indem Multispektralbilder, bestehend aus zwei
oder mehr Fluoreszenzbildern, gesammelt werden. Schließlich kann
das gleichzeitige Sammeln von EEM-Spektren dazu verwendet werden, neue
Anregungswellenlängen
zu identifizieren, die in höheren
Intensitätskontrastverhältnissen
resultieren.
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Dysplastisches
Gewebe zeigt einen Anstieg in roter Fluoreszenz, der erfasst werden
kann, um die Empfindlichkeit der Erkrankungserkennung zu verbessern.
Somit beinhaltet eine weitere Ausführungsform das Sammeln von
mehreren Emissionswellenlängen.
Ein Verfahren zum Sammeln von mehreren Fluoreszenzemissionswellenlängen ist,
ein elektronisches Endoskop (z. B. Olympus, Model CF I OOTL) mit
einem CCD-Detektor zu verwenden, der empfindlich in roten, grünen und
blauen Bereichen (RGB) des sichtbaren Spektrums ist. Fluoreszenzbilder
aus jedem RGB-Einzelbild können
aufgenommen und verarbeitet werden, wodurch detailliertere Information
für die
Verwendung in einer diagnostischen Prozedur zur Verfügung gestellt
wird. Weiterhin reduziert die Verwendung von spektraler Linienforminformation
von Bildern bei unterschiedlichen Wellenlängen alle geometrischen Verzerrungen.
Der TI TC244 hat eine Quanteneffizienz von 30% bei 640 nm und 15%
bei 480 nm (TI Handbuch, 1994). Aus der Extrapolation der 370 nm-Abbildungsdaten und
der EEM-Daten wird ein SNR von 10:1 bei rot und 50:1 bei blau erwartet.
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Ausführung der
Erkennung am entfernten Ende des elektronischen Kolonoskops hat
viele praktische Vorteile. Zunächst
kann der gleiche Detektor sowohl für Weißlicht- als auch Fluoreszenzabbildung
verwendet werden. Ein einzelner Detektor resultiert nicht nur in
perfekter Registrierung der beiden Bilder, sondern vermeidet auch
die Notwendigkeit, Kameras auszutauschen, was mühsam sein kann. Als zweites
resultieren weniger optische Elemente in einer Übertragungseffizienz von Fluoreszenzphotonen,
die signifikant höher
ist als die eines faseroptischen Abbildungsbündels. Drittens ermöglicht die
Packungsgeometrie von CCD-Pixeln minimalen Verlust an Oberflächenbereich
für die
Erkennung, im Gegensatz zu faseroptischen Abbildungsbündeln, die einen
hexagonalen Packungsbereich haben.
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Während es
Vorteile bei der Erkennung des Fluoreszenzbildes mit einem entfernt
angeordneten CCD gibt, hat ein faseroptisches Abbildungsbündel mit
Erkennung in der Nähe
ebenfalls Vorteile. Die Spektralbanden des entfernten CCD sind auf
die RGB-Antwort
des entfernten Detektors beschränkt,
während
die Fluoreszenz, die durch ein faseroptisches Abbildungsbündel gesammelt
wird, zu einer unbeschränkten
Anzahl von Spektralbildern gefiltert werden kann. Auch kann die
Erkennung des Fluoreszenzbildes in der Nähe die Erkennung mit einem
gesteuerten Verstärker
(gated intensifier) ermöglichen.
Diese Vorrichtung ermöglicht
die Verwendung eines gepulsten Lasers.
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Die
EEM-Studie stellt wertvolle Anleitung für neue Abbildungsstrategien
zur Verfügung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Anregung in der Nähe von 410 nm geeignet ist.
Der Kontrast zwischen normalen und Adenom-Geweben, der durch die
blaue Fluoreszenz zur Verfügung
gestellt wird, wird im Vergleich zu jenem, der mit unserer derzeitigen
Anregungswellenlänge
erhalten wird, stark erhöht
(10:1 gegenüber
2:1). Zusätzlich
ist die rote Fluoreszenz für
Adenome recht ausgeprägt.
Die Extrapolation der Schlussfolgerungen aus dem morphologischen
Model, welches unter Verwendung von λex =
365 nm entwickelt wurde, auf diese neue Anregungswellenlänge schlägt vor,
dass die blaue Fluoreszenz Information über sowohl das Zusammendrängen der
Krypten als auch die Schleimhautdicke enthält und dass die rote Fluoreszenz
Information über
Kryptzellendysplasie enthält.
Somit sollte das Sammeln von Bildern bei roten und blauen Emissionswellenlängen sowohl
diagnostische Bilder mit hohem Kontrast als auch signifikante neue
histologische Information zur Verfügung stellen. Zusätzlich kann
das Verhältnisbild
dazu verwendet werden, um Schatteneffekte auszunormalisieren. Die
nächste
Phase der Abbildungsuntersuchungen wird 410 nm Anregung verwenden.
Ein Krypton-Innenlaser (Coherent Innova Model 302) wird 500 mW Leistung
bei den beiden Linien 407 und 413 nm zur Verfügung stellen. Diese Menge an
Leistung ist ausreichend, um große Fluoreszenzsignale sowohl
bei roten als auch blauen Banden zu erhalten. Dieser Laser wird
im BWH-Laser-Labor zusammen mit dem existierenden 365 nm Argon-Ionenlaser eingebaut.
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Zusätzlich können mehrere
Anregungswellenlängen
verwendet werden. Ein Ansatz wäre,
Anregung aus den 407 und 413 nm-Linien eines Krypton-Innenlasers
zu verwenden, um die rote Fluoreszenz anzuregen, und die 365- und
351-Lauflinien des Argon-Ionenlasers beizubehalten, um die blaue
Fluoreszenz anzuregen. Zwei Hardware-Anordnungen beinhalten (1)
ein Faserendoskop mit einem umschaltbaren Filterrad zwischen dem
Scope und der Kamera und (2) ein Doppelchipendoskop. Ein solches
System wurde z. B. von American Hospital, Inc., für Stereobetrachtung
während
Endoskopie entwickelt. Man kann eines der Fenster auf dem Chip mit
einem spektralen Cutoff-Mechanismus modifizieren.
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Die
Zeitsteuerung des rot-empfindlichen Abbildungskanals kann mit dem
Anregungslicht synchronisiert werden.
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Das
diffuse Reflektionsbild bei 407–413
nm kann untersucht werden, um Information über den Gewebehämoglobingehalt
zu erhalten. Dieses Bild kann erhalten werden, indem ein Filter
mit einer geeigneten Bandbreite auf dem rotierenden Rad vor der
Weißlichtquelle
eingebaut wird. Dieser Ansatz dient dazu, dieses Reflektionsbild
mit den Fluoreszenzbildern in den roten und blauen Einzelbildern
ins Verhältnis
zu setzen. Um den erforderlichen Algorithmus zu entwickeln, um zu
entscheiden, wie die gesammelte spektrale Information zu optimieren
ist, kann eine intensive Kontaktsondenuntersuchung bei 410 nm Anregung
ausgeführt
werden.
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Das
unter Verwendung des breitbandigen Intensitätsalgorithmus mit 365 nm Anregung
erhaltene Schattenartefakt kann durch Verwendung einer verbesserten
Anregungsgeometrie stark reduziert werden. Derzeit wird Anregungslicht
durch eine einzelne Quarzfaser, die sich in dem Biopsiekanal befindet,
der sich 8,3 mm von dem CCD-Detektor befindet, geliefert. Die Verwendung
eines einzelnen Beleuchtungsstrahls, der sich in einer großen Entfernung
von dem CCD-Chip befindet, tendiert dazu, Schatten zu erhöhen. Im
Gegensatz dazu werden bei den herkömmlichen Weißlichtbildern,
die durch dieses Kolonoskop erzeugt werden, Schatten durch die Verwendung
von zwei nahe beieinander liegenden Weißlicht-Beleuchtungsstrahlen
minimiert, die symmetrisch auf gegenüberliegenden Seiten des CCD-Chips
positioniert sind. Durch Ersetzen der Beleuchtungsfasern durch Quarzfasern
kann das UV-Licht durch die zwei Weißlicht-Beleuchtungsanschlüsse geliefert werden, die lediglich
3,8 mm von dem CCD-Detektor entfernt sind. Dies auszuführen erfordert
Modifizierung des Videoprozessors, um alternative Kopplung von Weißlicht und
Laseranregung in die Beleuchtungsfasern zu ermöglichen.
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Andere
spektrale Endoskopverbesserungen können beinhalten: (I) Regulieren
der Anregungslichtintensität
auf der Gewebeoberfläche über Rückkopplungskontrolle.
Dies stellt konstante Beleuchtung zur Verfügung, unabhängig von dem Beobachtungsabstand,
und ist auch wichtig für
die Patientensicherheit. (ii) Minimieren des Streifeneffekts der
Fluoreszenzanregung auf der Weißlichtendoskop-Abbildungsanzeige,
indem die Fluoreszenzanregung zeitlich so gesteuert wird, dass sie
während
den „leeren" Zeiträume des
Filterrades auftritt, welches in der Endoskop-Weißlichtquelle
verwendet wird. Rückkopplungskontrolle
des Anregungslichtes kann durch Messung der mittleren Intensität auf dem
Fluoreszenzbild ermöglicht
werden. Die Intensität
dieses Mittelwertes wird dazu verwendet, um den Öffnungszeitraum auf dem Verschluss
oder dem Filterrad zu modellieren. Der Streifeneffekt kann vollständig durch
Einführen
des identischen Filterrades für
das Blockieren des Anregungslichtes entfernt werden, das dazu verwendet
wird, um die RGB-Beleuchtung im Weißlichtmodus zu erzeugen.
-
Wie
oben beschrieben wird ein großer
Argon-Ionenlaser als eine Nah-LTV-Anregungsquelle für die Abbildungsuntersuchungen
verwendet. Obwohl geeignet für
diese Untersuchungen ist diese Lichtquelle teuer und sperrig und
arbeitet lediglich bei wenigen diskreten Wellenlängen. Ein solches Lasersystem
mit seinen speziellen elektrischen und Wasserkühlungs-Anforderungen kann nicht
leicht bewegt werden, was eine Verwendung an mehreren Stellen verhindert.
Alternative Anregungsquellen können
in Betracht gezogen werden, was einen gepulsten Laser und eine Weißlichtquelle
mit Filtern beinhaltet, die beide kompakt und transportabel sind.
-
Für Anwendungen,
bei denen Nah-UV-Anregung geeignet ist, wird ein gepulster ND: YAG-Laser
verwendet, da er dritte harmonische Strahlung bei 355 mm mit ausreichender
Leistung für
spektrale Abbildung zur Verfügung
stellen kann. Sowohl in den in vitro- als auch in den in vivo-Studien
wurde gutes SNR mit 300 mW Laserleistung erhalten, was zu 10 mJ
Energie pro Einzelbild korrespondiert. Daher wird ein in der Frequenz
verdreifachter ND: YAG-Laser mit einer Pulsdauer von 5–10 ns,
betrieben bei 30 Hz, mit einer mittleren Leistung von 300 mW bei
355 nm geeignet sein. Unter Verwendung einer CCD-Kamera, die mit
etwa 10 ns angesteuert wird, ermöglicht
dieser kurze Anregungspuls gleichzeitige Aufnahme von Weißlicht-
und Fluoreszenzbildern. Innerhalb dieses kurzen Zeitfensters ist
der Weißlichthintergrund
vernachlässigbar,
was der Notwendigkeit, die Weißlichtbeleuchtung
abzuschneiden, vorbeugt. Es gibt keine speziellen Leistungs- oder
Wasseranforderungen für
Laser dieser Art und ein Fluoreszenzendoskopsystem mit einem solchen
Laser wird leicht transportierbar sein.
-
Eine
Quecksilberlampe kann ebenfalls als eine Anregungsquelle verwendet
werden. Eine solche Quelle ist kompakt und leichtgewichtig und kann
eine helle, schmalbandige Beleuchtung bei einer Anzahl von Anregungswellenlängen zur
Verfügung
stellen. Einsatz dieser Lichtquelle vereinfacht Systemdesign und
reduziert Kosten, was ermöglicht,
weniger teure Einheiten für
die Verwendung an mehreren Stellen herzustellen. Das Schlüsselmerkmal
ist, ob genug Licht in dem gewünschten
Wellenlängenbereich
in die Beleuchtungsfaser(n) eingekoppelt werden kann. Eine kommerzielle
Weißlichtquelle
mit einer 150 W Xenon-Lampe ist dazu fähig, so viel wie 80 mW Weißlicht am
entfernten Ende zu liefern. Bei Verwendung einer 50 Durchlauf-Anregungsbandbreite
kann etwa 20 mW Licht dazu verwendet werden, um Gewebefluoreszenz
zu induzieren.
-
Bei
ausgewählten
Wellenlängen
haben Quecksilberlampen 5 bis 10 Mal höhere Ausgangsleistungen als
die von Xenon. Dies legt nahe, dass mit einer 500 W Quecksilberlampe
mit einem relativ kleinen Faden zumindest 300 mW geeigneten Anregungslichtes
am entfernten Ende der Beleuchtungsfaser erhältlich sein sollten und zum
Sammeln von Fluoreszenzbildern von Darmgewebe mit guter Qualität ausreichend
sein sollten. Zusätzlich
kann zur weiteren Verbesserung des SNR entweder die Gesamtfläche der
Beleuchtung reduziert oder Abbildungselemente übereinander gelagert werden.
Eine Lampe und eine Stromversorgung können für diese Anwendung mit der geeigneten
Helligkeit, Stabilität
und minimaler elektrischer Interferenz ausgewählt werden.
-
Derzeit
basiert das Bildverarbeitungsschema darauf, das Rohbild zu einem
räumlich
gemittelten Bild ins Verhältnis
zu setzen und ein Grenzwertkriterium zur Klassifizierung eines Bereichs
eines Gewebes als normal oder erkrankt anzuwenden. Das Mittelwertbildungsfenster
und Detektionsgrenzwerte sind vorgegeben, unabhängig von der Polypengröße, Blickwinkel
und Abstand. Diese vorherbestimmten Werte schränken den Bereich der Polypengrößen ein,
die genau vermessen werden können.
Verbesserte Bildverarbeitungs- und Grenzwertverfahren werden variable
Fenstergrößen für die räumliche
Mittelwertbildung und variable Grenzwerte verwenden. Information
aus dem roh digitalisierten Bild über den Durchmesser der größten Läsion in dem
Bild werden dazu verwendet, um diese Parameter zu bestimmen. Diese
Veränderung
der Fenstergröße als eine
Annahme aus der Läsion
im Abbildungsgebiet wird das Intensitätsverhältnis maximieren und die Leistung
des Fluoreszenzverfahrens optimieren.
-
Abbildungsanalyseverfahren
zur Extraktion von Informationen aus multivarianten Bildern können ebenfalls
erforscht werden. Ein multivariantes Bild ist eine Sammlung von kongruenten
Bildern des gleichen Objekts, gemessen mit unterschiedlichen Variablen,
wie z. B. reflektierten Wellenlängen
oder Fluoreszenz- oder Ramanbanden-Intensitäten. Viele Verfahren sind für die Analyse
von multivarianten Bildern verfügbar
und sie können
für Bildanalyse
angepasst werden. Im Allgemeinen werden drei Schritte verfolgt,
Bildverarbeitung, Objektsegmentierung und Kontrastmessung. Die Bilder
werden zunächst
basierend auf der ausgewählten Operation
verarbeitet, wie z. B. dem gleitenden Mittelwert-Fenster, dem Intensitätsunterschied
oder Verhältnis. Das
verarbeitete Bild wird dann basierend auf sowohl Frequenz- als auch
Intensitätsinformation
segmentiert. Dies kann entweder durch Grenzwerte, Schnell/Langsam-Abfall
oder Bereichswachstum durchgeführt
werden. Diese Verfahren können
an die gleichzeitige Identifizierung und Anzeige einer Läsion, basierend
auf einem Wahrscheinlichkeitsschema, gekoppelt werden.
-
Wenn
Techniken zum Sammeln von multispektralen Bildern entwickelt werden
und eine Datenbasis für
solche Bilder aufgebaut wird, können
mehrere fortschrittliche Bildanalyseverfahren, wie z. B. prinzipielle Komponentenanalyse
und Regressionsanalyse, verwendet werden. Prinzipielle Komponentenanalyse
nimmt nicht eine (a priori) bekannte Verteilung an, sondern verwendet
stattdessen einen Satz von kalibrierten Daten, um Information über Strukturen
zu extrahieren, die vormalignante Veränderungen zeigen. Die Regressionstechnik
basiert auf dem Prinzip des Aufbaus eines mathematischen Verhältnisses
zwischen zwei Gruppen von Variablen, d. h. zwischen einer Anzahl
von unabhängigen
Variablen und einer oder mehreren abhängigen Variablen. Ein Beispiel
ist eine logistische Regression, um spektrale Intensitäten in den
Bildern mit Histopatologie von dysplastischen Läsionen zu korrelieren.
-
Die
Entwicklung des Fluoreszenzabbildungsendoskops hat das Potential
gezeigt, überwachende
Kolonoskopie unter Verwendung von Fluoreszenz in weiten Bereichen
auszuführen.
Das Fluoreszenzbild kann in Realzeit analysiert werden und kann
den Endoskopisten mit einer sofortigen Interpretation der Wahrscheinlichkeit
von Dysplasie, die unter Verwendung eines zuvor validierten Algorithmus
bestimmt wurde, versorgen. Zusätzlich
kann die Fähigkeit,
Biopsie zu lenken, zusammen mit der vorliegenden Erfindung verwendet
werden. Bei Patienten mit FAP kann Fluoreszenzabbildung dazu verwendet
werden, um Schleimhautbiopsien in Bereiche zu führen, die endoskopisch normal
ausschauen (nicht-polypoid), aber basierend auf ihren spektralen Charakteristiken
erhöhte
Wahrscheinlichkeit haben können,
dysplastisch zu sein. Histopatologische Bewertung von Schleimhautbiopsien
werden mit spektralen Daten korreliert, um die Erkennung von „flacher" Dysplasie zu bestätigen.
-
Das
folgende Verfahren kann zur Erkennung der Fähigkeit des Fluoreszenzabbildungssystems,
um Biopsie zu führen,
verfolgt werden. Die vollständige
Oberfläche
der Darmwand wird sowohl mit Kolonoskopie als auch unter Verwendung
von herausgeschnittenen Proben bei einer Kolektomie systematisch
abgebildet und isolierte Bereiche, die als dysplastisch diagnostiziert
wurden, werden für
gezielte Biopsie ausgewählt.
Zufälligen
Bereichen, die als gutartig diagnostiziert wurden, können ebenfalls
Proben entnommen werden und die spektrale Diagnose durch histologische
Analyse bestätigt
werden. Wiederum können
die Wirkungen von Komplikationen, wie z. B. Entzündung, untersucht werden. Wenn
einmal ein Abbildungsalgorithmus validiert wurde, kann er für die Erkennung
von Dysplasie bei Patienten mit UC angepasst werden. Wie in dem
Fall der Kontaktprobenuntersuchungen müssen diagnostische Algorithmen
für UC
dazu fähig
sein, Patienten mit verschiedenen Graden an Hintergrundentzündung zu
bewerten. Die gleichen Patientengruppen, die mit Kontaktproben EEMs
untersucht werden, werden mit Fluoreszenzabbildung untersucht. Ein
wichtiger möglicher
Vorteil der großflächigen Fluoreszenzüberwachung
ist, dass ein oder mehrere andernfalls zufällige Biopsien, die während herkömmlicher Überwachungskolonoskopie
erhalten wurden, durch die Ergebnisse der Fluoreszenzabbildung zielgerichtet
werden können.
Diese Biopsien können
von dem Rest der zufälligen
Biopsien abgetrennt werden, um zu bewerten, ob Fluoreszenzabbildung
die Ausbeute an Dysplasieerkennung gegenüber zufälliger Probennahme erhöhen kann.
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Die
Entwicklung von schnellem EEM und spektralen Abbildungssystemen
stellt zwei sehr wichtige Vorteile bei der Instrumentierung dar.
Die beiden Systeme sind komplementär. Das Abbildungssystem überblickt weite
Bereiche der Schleimhaut in Realzeit und das EEM-System stellt vollständige spektrale
Charakterisierung von gegebenen Stellen der Darmschleimhaut zur
Verfügung.
Die beiden Instrumente können
gleichzeitig angewendet werden, wo dies geeignet ist. Die EEM-Sonde
wird durch den zweiten Kanal eines Zweikanal-Kolonoskops platziert.
Somit kann jedes System dazu verwendet werden, das andere zu verifizieren.
Ebenfalls interessant ist die hier beigefügte Veröffentlichung, die mit „Real-Time
in vivo endoscope imaging of fluorescence from human colonid adenomas" betitelt ist.
-
Die
folgende Tabelle vergleicht die Signalgröße, die für Weißlichtabbildung erwartet wird,
Fluoreszenzabbildung, beobachtet mit dem Endoskop-CCD, sowie Fluoreszenzabbildung
unter Verwendung des optischen Moduls, mit der verstärkten CID-Kamera.
Die unten aufgezählten
Parameter sind entweder der Herstellerspezifikation oder aus experimentellen
Messungen entnommen.
| Abbildungsvorrichtungsmodul | Definition | Pentax
(Weißlicht) | Pentax
(Fluoreszenz) | UV |
| λex (nm) | Ex-Wellenlänge | - | 356 | 356 |
| λem (nm) | Em-Wellenlänge | - | 460 | 460 |
| Δλ (nm) | Em-Bandbreite | 400–700 | 400–700 | 400–700 |
| P0 (mW) | Leistung | 1 | 300 | 300 |
| Δt (s) | Integrationszeit | 0,011 | 0,011 | 0,033 |
| D (mm) | Abstand | 20 | 20 | 20 |
| Durchmesser (mm) | beleuchtete
Fläche | 70 | 70 | 28 |
| θm (Grad) | max.
Winkel | 60 | 60 | 35 |
| Nf (Pixel/Fasern) | Zahl | 88
560 | 88
560 | 10
000 |
| rL Linse (mm) | Radius | 1,25 | 1,25 | 0,3 |
| ∊t | Gewebeeffizienz | 1 | 5,00E–05 | 5,00E–05 |
| f0 | Packungsanteil | 1 | 1 | 0,6 |
| Tf | %
Durchlässigkeit
Filter | 1 | 1 | 0,8 |
| Ti | %
Durchlässigkeit
Abbildung | 1 | 1 | 0,9 |
| T0 | %
Durchlässigkeit
Optiken | 1 | 1 | 0,9 |
| ηs | Photokathoden-Effizienz | 0,2 | 0,2 | 0,1 |
| g | Gruppenfaktor | 1 | 1 | 1 |
| Ns | Signalphotonen | 1,7 × 105 | 2
500 | 338 |
| Oe | elektronisches
Rauschen | 55 | 55 | 50 |
| G | Verstärkung | 1 | 1 | 10
000 |
| SNR | Signal/Rauschen | 407 | 34 | 18 |
TABELLE
1 TABELLE 2
| | Normal | Adenom |
| λ(nm) | λex =
370 | λem =
460 | λex =
370 | λem =
460 |
| μa | 0,9 | 0,45 | 2,1 | 1,1 |
| μs | 15,0 | 9,5 | 8,5 | 5,9 |
| g | 0,9 | 0,9 | 0,9 | 0,9 |
| Schleimhautdicke
(μm) | 450 | 450 | 1
00 | 1
000 |
| Quanteneffizienz
(Schleimhaut) | 0,1 | 0,1 | 0,8 | 0,8 |
| Quanteneffizienz
(Subschleimhaut) | 0,1 | 0,1 | 0,8 | 0,8 |
TABELLE 3
| | Adenom | hyperplastisch | Blutgefäße |
| Normalisierte
Intensität |
| Normal | 100,00 ± 27,5 | 100,0 ± 8,1 | 100,00 ± 16,1 |
| Links | 54,0 ± 16,3 | 87,9 ± 16,3 | |
| Mitte | 59,9 ± 16,7 | 95,9 ± 16,7 | 75,3 ± 5,1 |
| Rechts | 54,4 ± 17,7 | 98,1 ± 17,7 | |
| Intensitätsverhältnis (normal/Läsion) |
| Mittelwert | 2,0 ± 0,6 | 1,1 ± 0,2 | 1,3 ± 0,1 |
| Links | 2,0 ± 0,6 | 1,2 ± 0,1 | |
| Mitte | 1,8 ± 0,5 | 1,1 ± 0,1 | |
| Rechts | 2,0 ± 0,7 | 1,1 ± 0,2 | |
TABELLE 4
| | Abbildung | Einzelpunkt |
| | Normalisierte
Intensität | Intensitätsverhältnis | Normalisierte
Intensität | Intensitätsverhältnis |
| Linkes Adenom |
| Links | 65 | 1,54 | 58 | 1,72 |
| Mitte | 74 | 1,35 | 74 | 1,35 |
| Rechts | 71 | 1,41 | 65 | 1,54 |
| Mittelwert | 70 | 1,43 | 66 | 1,54 |
| Rechtes
Adenom |
| Links | 61 | 1,64 | 57 | 1,75 |
| Mitte | 81 | 1,23 | 67 | 1,49 |
| Rechts | 59 | 1,69 | 52 | 1,92 |
| Mittelwert | 67 | 1,52 | 59 | 1,72 |
TABELLE 5
| | Endoskop | Sonde |
| | Normal | Adenom | Normal | Adenom |
| d
(mm) | 20 | 20 | 2 | 2 |
| θm (deg) | 4 | 4 | 12,7 | 12,7 |
| n0
n1
370
460 | 1,0
1,4
2,8E–02
8,8E–05 | 1,0
1,4
2,8E–02
2,9E–05 | 1,4
1,4
4,2E–03
2,8E–03 | 1,4
1,4
6,2E–04
9,7E–04 |
| Verhältnis | 3,0 | 2,9 |
-
13 zeigt
eine schematische Skizze des Systems, das in der klinischen Praxis
in einem Format gezeigt wurde, welches den Vergleich mit den unten
beschriebenen verbesserten Systemen ermöglicht. Die gezeigte Ausführungsform
verwendet eine Ultraviolettlaserquelle 200, geschaltet über einen
Verschluss 202 und fokussiert mit einer Linse 204 in
eine Quarzglasfasersonde 206, eingesetzt in einen Biopsiekanal
eines Endoskops 208, um sie zu einer Gewebestelle 210 zu
liefern, sodass sie das Gewebe über
einen Bereich 212 beleuchten kann. Die UV-Beleuchtung kommt
somit aus einer Apertur 214, die von den eigenen Beleuchtungsanschlüssen 216 des
Endoskops verschieden ist. Bei den in der Klinik verwendeten Doppelkanal-Pentax-Endoskopen
lässt dieses
Verfahren einen Biopsiekanal 218 frei.
-
Die
Endoskopkamera 220 erhält
ihre Weißlichtbeleuchtung
durch ihre eigene faseroptische Beleuchtungseinrichtung 222 aus
einer Breitband-Xenon-Bogenlampe 224 und Sammeloptiken 226.
Ein nicht standardisierter Verschluss 228 der Computer 230 -kontrolliert 232 ist,
ist daran befestigt, um zu ermöglichen,
dass die Weißlichtbeleuchtung
abgeschaltet wird, während
Fluoreszenzbilder genommen werden. Das Fluoreszenzbildsignal 234 wird
durch den Videoprozessor 236 des Endoskops verarbeitet,
um ein Standardvideosignal 238 zu erzeugen, das durch einen
Bildsammler in Computer 230 digitalisiert wird. Das verarbeitete
Bildsignal 240 mit seiner Information über den Zustand des beobachteten
Gewebes wird an Monitor 242 gesendet. Die vollständige Diagnoseprozedur
wird von einem Fußschalter 244 initiiert,
der an dem Computer mit einem Kabel 246 befestigt ist.
-
14A zeigt eine Auslegung für das Fluoreszenzabbildungssystem,
welches die Tendenz des vorherigen Systems eliminiert, Schatten
in dem Bild als Bereiche von Dysplasie zu identifizieren. Das verbesserte Design
verwendet eine 100 W Quecksilber (Hg)-Bogenlampen-Lichtquelle 302,
dichroitische Spiegel 304 und 306, Wellenlängenfilter 308 und 310 und
rotierende Verschlüsse 312 und 314,
um präzise
zeitgesteuerte Gewebebeleuchtungspulse in zwei getrennten Wellenlängenbändern zur
Verfügung
zu stellen. Das erste Wellenlängenband
befindet sich im Zentrum der Nahultraviolett(365 mm)-Quecksilber-Resonanzlinie
und wird dazu verwendet, das UV-Autofluoreszenzbild
zu erhalten. Das zweite Wellenlängenband
ist am roten Ende des sichtbaren Spektrums und wird dazu verwendet,
ein gleichzeitiges oder nahezu gleichzeitiges Reflektionsbild zum
Zweck der Identifizierung von Schatten und dem Ausmaß des UV-Beleuchtungsfeldes
zu erhalten.
-
Ein
Reflektions(nicht-fluoreszierendes)-Bild, das mit einem endoskopischen
Kamerasystem genommen wird, misst die Helligkeit der Gewebeoberfläche 316 in
seinem Blickfeld. Zu dem Ausmaß,
zu dem die Gewebeoberfläche
ein lampertianischer (nicht-spiegelnder)
Reflektor ist (allgemein der Fall) gibt dieses Bild den Abstand
des Gewebes von einer einzelnen Beleuchtungsquelle an (oder einen
gewichteten Abstand von mehreren Quellen). Wenn diese Beleuchtungsquellen
nicht in direkter Sichtlinie der Kamera auf die Gewebequelle sind,
werden Schatten darauf sein. Ein Reflektionsbild kann somit dazu
verwendet werden, sowohl die UV-Beleuchtung 318 auf der
Gewebeoberfläche
als auch die Gegenwart von Schatten in dem Fluoreszenzbild zu messen,
solange die UV-Beleuchtung
und die sichtbare Beleuchtung von der gleichen Apertur 320 mit
der gleichen Winkeldivergenz ausgehen. Es sei bemerkt, dass diese
Bedingung entweder durch eine zweifarbige Beleuchtungsfaser 322,
die durch einen Biopsiekanal eines Endoskops 324 hindurchgeführt wird,
oder durch die zweifarbige Beleuchtung, die durch das Beleuchtungsbündel 326 des
Endoskops hindurchgeführt
wird, erfüllt
wird. Ein Verschluss 328 schaltet die normale Weißlichtbeleuchtung
des Endoskops während
die beiden diagnostischen Bilder erhalten werden ab. Das Verschließen des
Verschlusses 328 unter Computerkontrolle 329 tritt
zur gleichen Zeit auf, wie das Öffnen
des Verschlusses 330 durch Kontrollleitung 331.
Diese Aktion ermöglicht,
dass das zweifarbige Licht die Faser 322 erreicht und somit
das Gewebe 316.
-
Der
Algorithmus für
die Verwendung des sichtbaren Referenzbildes zusammen mit dem Fluoreszenzbild
ist wie folgt. Die Videosignale 332 von der CCD-Kamera
an der entfernten Spitze des Endoskops 324 werden durch
den Videoprozessor 334 in ein Standard NTSC-Farbvideosignal 336 umgewandelt
und an einen Videobildsammler in Computer 338 gesendet.
Die beiden Bilder werden zunächst
durch den Videoprozessor um den Gammafaktor, der auf das Videosignal
angewendet wird, korrigiert, um sicher zu stellen, dass die durch den
Bildsammler in dem Computer aufgenommenen digitalisierten Bilder
lineare Messungen der Gewebeoberflächenhelligkeit sind. Dies wird
in Realzeit durch die Bildsammlerinput-Nachschlagetabelle ausgeführt. Die beiden
Bilder werden dann auf ihre Peaks normalisiert, was üblicherweise
ein Bereich von nicht-dysplastischem Gewebe im sichtbaren Gebiet
ist. Dies normalisiert die beiden Beleuchtungsfelder. Auf einer
Pixel-zu-Pixel-Basis wird dann der Fluoreszenzbildwert durch den
sichtbaren Referenzbildwert geteilt. Wenn das Verhältnis unterhalb
eines vorherbestimmten Grenzwertes fällt (typischerweise ein Halb
bis ein Drittel), dann stellt das Pixel in dem Bild einen Bereich
von reduzierter Fluoreszenz dar, was für eine Dysplasie indikativ
ist. Dieses Pixel kann dann in einem Ausgabe-Videosignal 340,
welches an einen Monitor 342 gesendet wird, in einen Falschfarbzustand
versetzt werden, um dem Krankenhausarzt die Wahrscheinlichkeit von
Dysplasie anzuzeigen. Eine vorherige Grenzwertanforderung für beide
Bilder stellt sicher, dass das erhaltene Verhältnis signifikant ist und eliminiert
Falschfarbausgabe in Bereichen von Schatten oder geringer Beleuchtung
an den Kanten des Videogebiets. Diese vollständige Arbeitsweise tritt für jedes
Drücken
des Fußschalters 344 auf,
der mit dem Computer über
Kabel 346 verbunden ist.
-
In
dem verbesserten Design werden sowohl der UV-Anregungslichtpuls
als auch der sichtbare Referenzlichtpuls durch die gleiche optische
Faser 322 in das Gewebe geliefert, die durch einen Biopsiekanal
des Endoskops eingesetzt wird. Die Bedingung, dass die beiden Beleuchtungsquellen
die gleiche Winkelverteilung haben, wird sicher gestellt durch das
Design der Lichtsammelapparatur, die in 14A gezeigt
ist. Eine einzelne Hg-Bogenlampe 302 wird
als die Quelle für
beide Wellenlängen
verwendet. Ein dichroitischer Spiegel 304 reflektiert den
UV-Teil des Spektrums und lässt
den sichtbaren Anteil hindurch. Filter in jedem Pfad filtern weiterhin
die Bandbreite der beiden Strahlen. Der UV-Filter 308 muss
sichtbares Licht zu einem hohen Grad reflektieren, da die Effizienz
der 460 nm-Gewebefluoreszenz lediglich etwa 0,1% ist. Der Filter 310 in
dem roten Pfad ist weniger kritisch, jedoch sollte die gewählte Mittenwellenlänge Hämoglobinabsorptionsbanden
vermeiden, um das beste Referenzbild zur Verfügung zu stellen. Es sei bemerkt,
dass das Design der Strahlteileroptiken und Strahlkombinationsoptiken
eine gerade Zahl von Reflektionen sowohl in den UV- als auch den sichtbaren
Armen hat. Dies stellt sicher, dass jede Winkelabweichung der Ausgangsstrahlen
aufgrund der Bewegung der Lampe zu einander passt. Es macht auch
die Richtungen der Austrittsstrahlen invariant gegenüber Translationen
und kleinen Rotationen der Strahlaufteilungs- und -rekombinationsoptiken
als ein Ganzes
-
Bei
dem verbesserten Quellendesign wird der Strom durch die Hg-Lampe 302 zu
geeigneten Zeitpunkten verstärkt,
um die Lampenausgabeleistung für
die UV-Bestrahlung zu erhöhen.
Dies ermöglicht,
einen größeren Bereich
des Gewebes in einem einzelnen Bild auf Dysplasie zu scannen. Die
Daten in 14B zeigen, dass die UV-Ausgabeleistung
einer 100 W Hg-Lampe bis zumindest einem Faktor von 3 über ihrer
nominal angegebenen Leistung eine lineare Funktion ihrer Eingangsleistung
ist. Da die Lampenentladung einen konstanten Spannungsabfall über den
Bogen unabhängig
vom Strom aufrecht erhält,
ist die Lampenausgangsleistung im Wesentlichen proportional zum
Strom. Zumindest 50% der Leistung der Lampe müssen jedoch immer aufrecht
erhalten werden, um das Quecksilber in der Dampfphase zu halten.
Die Lampenstromversorgung 348 in dem verbesserten Fluoreszenzsystem
verwendet einen DC-Stromabschnitt, um den Blindstrom aufrecht zu erhalten,
und einen computerkontrollierten 350, gepulsten Stromabschnitt,
der schnell zu mehreren Konstant-Stromquellen umschalten kann, um
die Ausgangsleistung der Lampe wie von dem Abbildungssystem gefordert
zu variieren. Wenn der Blindstrom unterhalb der angegebenen Leistung
liegt und die Strompulse auf einem ausreichend kleinen Arbeitsfaktor
gehalten werden, dann kann der gepulste UV-Ausstoß kontinuierlich fortgesetzt
werden.
-
Der
rotierende Verschluss in dem UV-Pfad 312 und in dem Rotpfad 314 der
Lichtquelle sind so ausgelegt, um gepulstes Beleuchtungslicht gemäß dem Zeitablaufdiagramm
in 14C zur Verfügung
zu stellen. Dieses Diagramm zeigt, wie das Fluoreszenzabbildungssystem
mit einer monochromen Kamera verwendet wird, die eine Xenon-Bogenlampe 352 zur
Beleuchtung und ein rotierendes Blau-Grün-Rot-Filterrad 354 verwendet,
um ein Farbbild aus 3 Monochrombildern herzustellen. In dieser Art
von System beleuchtet ein Puls mit blauem Licht zunächst das
Gewebe für
etwa 6 Millisekunden und das resultierende Gewebereflektionsbild wird
für die
nächsten
6 Millisekunden digitalisiert. Die Beleuchtung muss während des
Auslesezeitraums abgeschaltet werden, da die Monochromkamera damit
fortfährt,
Photostrom in den Pixeln zu sammeln, wenn sie durch die Ausleseelektroniken
linienverschoben werden. Beleuchtung während des Auslesens verursacht
ein schmierendes Artefakt in dem Bild. Die UV-Beleuchtung wird während des
normalen Blaubestrahlungszeitraums eingeschaltet und die Rotlichtbeleuchtung
wird während
des Rotbestrahlungszeitraums eingeschaltet. Der Grünbestrahlungszeitraum
wird allgemein nicht verwendet, kann jedoch dazu verwendet werden,
um ein zusätzliches
Referenzbild oder ein zusätzliches
UV-Fluoreszenzbild
zu erhalten. Die Verschlüsse
werden so gesteuert, dass das Videoaufnahmesystem unter Verwendung
eines LM1881 Video Sync Separator-Schaltkreises einen geraden/ungeraden
Einzelbildsynchronisationspuls 356 aus dem Standard-Komposit-Videooutputsignal
entwickelt. Phasenregelkreise (PLL) 358 und 360 synchronisieren
die Phase des Chopperrades auf dieses Signal, indem eine Spannung
für ihre
DC-Antriebsmotoren 362 und 364 variiert wird.
Dieses Signal wird auch dazu verwendet, um den Strompulsierer 348 zu
synchronisieren. In dem Schema von 14A sind
die Chopperräder
in kollimierten Teilen des Strahls gezeigt. In der Praxis werden
diese Chopperräder
in einem inneren Focuspunkt in den beiden Armen des Optikzuges (nicht
gezeigt) platziert, um schnelle Anstiegs- und Abfallzeiten für den Lichtpuls
zur Verfügung
zu stellen.
-
Es
sei bemerkt, dass das Doppelwellenlängen-Beleuchtungsverfahren
auch mit Standard-Farb-CCD-Kamera-Endoskopen
verwendet werden kann. In diesem Fall sind die UV-Lichtbeleuchtung und
Rotlichtreferenzbeleuchtung gleichzeitig vorhanden. Die UV-induzierte Fluoreszenz
(hauptsächlich
bei 460 nm) wird dann durch die blau antwortenden Pixel in der CCD-Kamera
erfasst und das Referenzreflektionsbild wird durch die rot antwortenden
Pixel erfasst. Es sei bemerkt, dass das sichtbare blaue Licht noch
aus der diagnostischen Beleuchtung entfernt werden muss, um den
Kontrast des Fluoreszenzbildes nicht zu verringern. Die geringe
Menge an roter Gewebefluoreszenz, die in dysplastischem Gewebe aufgrund
der UV-Anregung gesehen werden kann, ist sehr viel geringer als
die Menge der direkten roten Beleuchtung. Der geringe Anstieg bewirkt
auch, dass das Fluoreszenz/Referenz-Verhältnis reduziert wird, was die
gemessene Wahrscheinlichkeit für
Dysplasie korrekt (leicht) erhöht.
-
15 zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform
des Fluoreszenzabbildungssystems, in welches Doppelwellenlängen-Beleuchtungsfähigkeit
sowie Weißlicht-Beleuchtungsfähigkeit
in das Videoendoskopsystem selbst 400 eingebaut ist. Dies
erfordert, dass das Beleuchtungsbündel 402 des Endoskops 404 bei
UV-Wellenlängen
durchlässig
ist, was bei derzeitigen kommerziellen Systemen nicht üblicherweise
der Fall ist. Ein solches Design erfüllt die Designanforderung,
dass die UV-Anregung und sichtbare Referenzbeleuchtung von der gleichen
Apertur oder Aperturen 406 ausgehen. Ein solches System
wird für
einen Betreiber leichter zu verwenden sein, da die Beleuchtungsfaser
nicht in den Biopsiekanal 408 hinunter eingezogen werden
muss und solche Kanäle
für ihre
Standardverwendungen frei bleiben. Die Gewebeoberfläche 410 wird über einen
großen Bereich 412 mit
weniger Schatten beleuchtet, da Doppelbeleuchtungsanschlüsse 406 Standard
sind. Das Videosignal 414 wird durch das Endoskopsystem 416 verarbeitet,
zu einem Standardsignal 416 formatiert und durch den Computer 420 verarbeitet.
Das Ausgabevideosignal mit der Falschfarbenüberlagerung 422 wird
an einen Monitor 424 gesendet, sodass der Klinikarzt dies
in Realzeit sehen kann. Das diagnostische Beleuchtungssystem wird
von einem Fußschalter 426 ausgelöst, der
durch ein Kabel 428 an den Computer 420 angeschlossen
ist, wobei die Lichtpulse durch Signalleitungen 430 und 432 an
die Verschlüsse
in der Lichtquelle gesteuert werden.
-
Während diese
Erfindung insbesondere mit Bezugnahme auf ihre bevorzugten Ausführungsformen beschrieben
wurde, wird der Fachmann verstehen, dass verschiedene Veränderungen
in Form und Detail hierin vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung,
wie sie in den anhängenden
Ansprüchen definiert
ist, abzuweichen.