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DE69908323T2 - Extraktion von wetmetall durch saüre/cyanid laugung - Google Patents

Extraktion von wetmetall durch saüre/cyanid laugung Download PDF

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DE69908323T2
DE69908323T2 DE1999608323 DE69908323T DE69908323T2 DE 69908323 T2 DE69908323 T2 DE 69908323T2 DE 1999608323 DE1999608323 DE 1999608323 DE 69908323 T DE69908323 T DE 69908323T DE 69908323 T2 DE69908323 T2 DE 69908323T2
Authority
DE
Germany
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valuable
cyanide
metal
metals
ore
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE1999608323
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English (en)
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DE69908323D1 (de
Inventor
Lee Fisher Robinson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hmc Technology Ltd Southport Gb
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Publication of DE69908323D1 publication Critical patent/DE69908323D1/de
Publication of DE69908323T2 publication Critical patent/DE69908323T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/04Obtaining noble metals by wet processes
    • C22B11/042Recovery of noble metals from waste materials
    • C22B11/044Recovery of noble metals from waste materials from pyrometallurgical residues, e.g. from ashes, dross, flue dust, mud, skim, slag, sludge
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/08Obtaining noble metals by cyaniding
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Diese Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zur Extraktion von wenigstens einem wertvollen Metall aus Materialien, wie heterogene Mischungen aus metallischen Verbindungen, welche sehr geringe Mengen solcher wertvollen Metalle enthalten.
  • Insbesondere betrifft die Erfindung Verfahren und Vorrichtungen, welche für die Extraktion wenigstens eines wertvollen Metalls, wie beispielsweise eines oder mehrerer ausgewählt aus: Gold, Platin, Silber, Kobalt, Nickel, Molybdän und Mangan, aus einem Ausgangsmaterial geeignet sind, welches beispielsweise frisch abgebautes Erz, das sowohl Oxiderz als auch schwer schmelzbares (Sulfid-)Erz enthält, sein kann. Das Ausgangsmaterial kann in Form einer wässrigen Aufschlämmung, welche solche Materialien enthält, der Extraktion von wertvollen Metallen unterzogen werden. Falls erforderlich kann das Ausgangsmaterial, z. B. Mischerz, für die Behandlung auf eine geeignete Partikelgröße zerstoßen und/oder zermahlen werden. Wird das Extraktionsverfahren mit festem partikulärem Material gestartet, so kann das Ausgangsmaterial während des Verlaufs der Extraktion in eine wässrige Aufschlämmung überführt werden.
  • Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht limitiert auf die Verwendung solcher trockener oder feuchter Mischerze als Ausgangsmaterial. Im Folgenden wird es vielmehr ersichtlich werden, dass die vorliegende Erfindung auch zur Behandlung anderer Materialien verwendet werden kann, welche Metalloxid und/oder Metallsulfide zusätzlich zu dem wertvollen Metall, egal ob das wertvolle Metall in Form eines Metalls oder einer metallischen Verbindung vorliegt, umfassen.
  • Bei der Extraktion von wertvollen Metallen, wie die oben aufgeführten, können die Metalle in Materialien enthalten sein, wie beispielsweise Grobkörnern, Feingut, Rösterz, und anderen abgeschiedenen Materialien, die bereits auf irgendeine Art und Weise verarbeitet wurden, deren Extraktion nun jedoch wirtschaftlich durchführbar ist.
  • Für frisch abgebautes Erz und Minenmaterial, welche einer weiteren Behandlung unterzogen werden müssen, war es allgemein verbreitet, diese über verhältnismäßig große Distanzen, wie mehrere Kilometer, zu einer Verarbeitungsanlage zu transportieren. Das Erz oder Minenmaterial wird üblicherweise in Form einer Aufschlämmung durch geeignete Pipelines transportiert. Erreicht die Aufschlämmung die Verarbeitungsanlage, wird sie einer Feststoffextraktion für wertvolle Metalle und einer nachfolgenden Extraktion unterzogen. Die Gesamtkosten für die Pipelines, die Feststoffextraktions- und Extraktionsvorrichtungen sind hoch, insbesondere da das Feststoffextraktionsverfahren üblicherweise erhöhte Temperaturen und einen erhöhten Druck benötigt.
  • Obwohl früher die Möglichkeit des Durchführens der Reaktionen, wie beispielsweise der Feststoffextraktion, im Inneren der Pipeline, welche als Reaktionsgefäß dient, vorgeschlagen wurde, waren verwendbare Pipelinereaktoren zum Durchführen solcher Druckreaktionen im Großen und Ganzen nicht verfügbar, bis Pipelinereaktionsgefäße mit dem Namen „Hydrocoils" verfügbar waren. Solche röhrenförmigen Druckreaktoren sind kommerziell erhältlich von der Firma HMC Technology Limited.
  • Für eine Beschreibung und Zeichnung eines solchen röhrenförmigen Druckreaktors wird auf GB-A-2 158 734 verwiesen, auf dessen Inhalt hierin Bezug genommen wird.
  • Diese Druckschrift des Standes der Technik offenbart nebenbei auch ein Verfahren zur Extraktion von Gold und anderen wertvollen Metallen aus schwer schmelzbaren Erzen mittels eines Feststoffextraktionsmittels basierend auf einer Säure als Oxidationsmittel und Natriumchlorid als Halogenidionenquelle. Für weitere Hintergrundinformationen bezüglich des Extraktionsverfahrens wird auf die Beschreibung von EP-A-0 124 213 verwiesen, in der die Verwendung eines solchen Feststoffextraktionsmittels detaillierter beschrieben ist und auf deren Inhalt hierin Bezug genommen wird.
  • Des Weiteren offenbart US 5,215,575 ein Verfahren zum Rückgewinnen von wertvollen Metallen aus einem wertvolle Metalle enthaltenden Material. Das Verfahren umfasst die Schritte des Behandelns des Materials mit einem Feststoffextraktionsmittel und einem Extraktionsmittel, um das wertvolle Metall herauszulösen und eine Feststoffextraktionsaufschlämmung zu bilden, und des Rückgewinnens des wertvollen Metalls aus der Aufschlämmung unter Verwendung eines Auffangmittels. Die Verbesserung besteht in der Verdünnung der Feststoffextraktionsaufschlämmung, um die Ausbeute des wertvollen Metalls zu erhöhen.
  • Die vorliegende Erfindung stellt im Hinblick auf die in den Patentbeschreibungen des Standes der Technik beschriebenen Verfahren einen signifikanten technischen Fortschritt insofern dar, dass sie ein ökonomisches und dennoch geeignetes Verfahren zur Durchführung eines aufeinanderfolgenden Zweistufen- oder kombinierten Einstufen-Feststoffextraktionsverfahrens für die Extraktion von Gold oder einem anderen wertvollen Metall aus einem Ausgangsmaterial, wie z. B. Mischoxiderze und schwer schmelzbare Erze, das einer Cyanidextraktion bislang nicht zugänglich war, bereitstellt.
  • Zudem können gewisse Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ein wesentliches technisches Vorurteil des Standes der Technik überwinden, nämlich dass die Feststoffextraktion eines wertvollen Metalls unter Verwendung von Cyanid in der Gegenwart einer Säure durchgeführt werden kann.
  • Zum einen wird die Beladung des Goldcyanidkomplexes auf Kohlenstoffsäulenrückhaltemittel in der Gegenwart von unedlen Metallen stark verhindert, da die unedlen Metalle vorzugsweise mit dem Goldkomplex um die verfügbaren Kohlenstoffbeladungsstellen konkurrieren. Der Oxidkupfergehalt war beispielsweise in Erzmaterialbehandlungen des Standes der Technik so hoch, dass die Menge des benötigten Kohlenstoffs in Bezug auf die Retentionssäulen solche Verfahren unökonomisch macht. Wir haben jedoch herausgefunden, dass unedle Metalle, wenn diese in Lösung vorliegen, bei den pH-Werten, die in den erfindungsgemäßen Extraktionsverfahren bevorzugt sind, d. h. weniger als 4,0, vorzugsweise weniger als 3,0 und mehr bevorzugt weniger als 2,0, nicht signifikant an solche Kohlenstoftretentionsmittel binden.
  • Zum anderen bestehen keine unbegründeten Sicherheits/Giftigkeitsbefürchtungen hinsichtlich der potenziellen Bildung von giftigen Cyanwasserstoffgasen bei der Verwendung von sauren Bedingungen für die Cyanidbehandlungen. Trotz dieser technischen Vorurteile beinhalten die vorliegenden Extraktionsbedingungen die Anwesenheit von Säure, vorzugsweise Salpetersäure mit Schwefelsäure (ein bekannter Katalysator), und einer wässrigen Halogenidquelle, wie z. B. eine Salzlösung, wodurch vorteilhafte Bedingungen für die Umwandlung von Cyanwasserstoffgas (wenn dieses sich bilden sollte oder wenn dieses im Begriff ist sich zu bilden) in das lösliche Cyanidion in Lösung bereitgestellt werden. Dies wird des Weiteren dadurch unterstützt, dass das Verfahren vorzugsweise unter Druck, z. B. aufgrund des Pumpdrucks und/oder der Gasbildung, betrieben wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden in der Säurebehandlungsstufe 1 der Feststoffextraktion durch Salpetersäure Sulfide in Sulfate umgewandelt, wobei auch Schwefelsäure entsteht (weshalb der pH-Wert, selbst nachdem Stickstoffoxide NOx's abgetrieben wurden, niedrig sein kann) – und dass ist weswegen die Säurebehandlungsstufe 1 und die Cyanidbehandlungsstufe 2 so gut miteinander kombiniert werden können. In der Cyanidbehandlungsstufe 2 kann es notwendig sein, den pH-Wert mit etwas mehr Schwefelsäure einzustellen oder alternativ dazu das Reaktionsmedium stärker alkalisch zu machen – es ist jedoch zu beachten, dass Stufe 1 in einer solchen Ausführungsform bereits etwas Schwefelsäure in Lösung erzeugt, was wünschenswert ist.
  • Die erfindungsgemäßen Verfahren können bei einer minimalen Produktion von Cyanwasserstoffgas eine vorteilhafte Stabilität erzielen und erhalten.
  • Gemäß dieser Erfindung wird ein Verfahren zur Extraktion von wenigstens einem wertvollen Metall aus einem mehrere metallische Verbindungen umfassenden Ausgangsmaterial bereitgestellt, dass:
    • (i) wenigstens ein wertvolles Metall und/oder eine Verbindung davon,
    • (ii) ein Oxid von wenigstens einem anderen Metall, und gegebenenfalls
    • (iii) ein Sulfid von dem gleichen oder einem unterschiedlichen anderen Metall, umfasst, wobei das Verfahren das Behandeln des Ausgangsmaterials mit einem ersten flüssigen Feststoffextraktionsmittel bei einem pH von weniger als 4,0 umfasst, das
    • (iv) Säure und Natriumchlorid enthält und gekennzeichnet ist durch das nachfolgende Behandeln mit einem zweiten flüssigen Feststoffextraktionsmittel, das
    • (v) eine Cyanidionenquelle enthält, um das wertvolle Metall (die wertvollen Metalle) zu solubilisieren,
  • wobei die durch Behandeln mit dem zweiten Feststoffextraktionsmittel erhaltene Flüssigkeit, welche das solubilisierte wertvolle Metall (die solubilisierten wertvollen Metalle) enthält, bei einem pH von weniger als 4,0 mit einem Rückhaltemittel für wertvolle Metalle in Kontakt gebracht wird, wobei das wertvolle Metall (die wertvollen Metalle) zurückbehalten wird (werden).
  • Anschließend ist es bevorzugt das zurückbehaltene wertvolle Metall (die zurückbehaltenen wertvollen Metalle) von dem Rückhaltemittel freizusetzen. Dies kann durch im Stand der Technik gut bekannte Verfahren erzielt werden.
  • In einem zweiten Aspekt stellt die Erfindung auch die Verwendung einer Vorrichtung zur Ausführung des obigen Verfahrens bereit. Solch eine Vorrichtung wird im Folgenden mit Bezugnahme auf die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung illustriert und beschrieben.
  • Das wertvolle Metall (die wertvollen Metalle), welches (welche) mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens extrahiert wird (werden), kann (können) eines oder mehrere ausgewählt aus Gold, Silber, Platin, Kobalt, Molybdän oder Mangan sein.
  • Das Ausgangsmaterial kann ein Kompositmaterial sein, welches in der Form von frisch abgebauten Erzen oder Erzkonzentraten vorliegt, wobei dies vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, Doppelerze in dem Sinne sind, dass sie eine Mischung aus einem schwer schmelzbaren (Sulfid- oder Mischsulfid-)Typ und einem Oxidtyp umfassen. Bislang konnte lediglich die Oxiderzkomponente alleine mittels eines Cyanidfeststoffextraktionsverfahrens behandelt werden, um wertvolle Metalle zu extrahieren.
  • Das Ausgangsmaterial oder die Erzkomponente eines Ausgangsmaterials, welches das Erz enthält, kann zunächst auf eine Partikelgröße von nicht mehr als 250 Mikrometer, vorzugsweise nicht mehr als 200 Mikrometer, mehr bevorzugt nicht mehr als 150 Mikrometer, am meisten bevorzugt nicht mehr als 100 Mikrometer, abhängig von dem verwendeten Erz, zermahlen werden.
  • Jedoch ist es zusätzlich zu dem oben bereits gesagten möglich, ein Kompositausgangsmaterial zu verwenden, welches eine flüssige Aufschlämmung ist, die wenigstens eines der folgenden umfasst: Feingut, Grobkörner, vorbehandelte Konzentrate, Rösterze, abgeschiedene Materialien und andere solche Materialien, die zusätzlich zu dem wertvollen Metall und/oder der Verbindung (den Verbindungen) des wertvollen Metalls mehrere metallische Verbindungen enthalten. Es ist bevorzugt, das Verfahren auf ein solches Kompositmaterial anzuwenden, das nicht nur das zu extrahierende wertvolle Metall enthält, sondern auch Oxide von wenigstens einem anderen Metall, wie Oxide von unedlen Metallen, wie beispielsweise Eisenoxid, wie auch Sulfide, was Mischsulfide beinhaltet, desselben oder eines anderen unedlen Metalls, wie z. B. Eisensulfid und/oder Zinksulfid und/oder Kupfersulfid und/oder Bleisulfid. Es ist auch möglich das vorliegende Verfahren für die Extraktion von wertvollen Metallen aus Kompositausgangsmaterialien zu verwenden, welche Mischsulfide, z. B. Chalkopyrit und/oder Arsenopyrit, enthalten.
  • Die in Komponente (iv) verwendete Säure umfasst oder ist Salpetersäure. Die Verwendung des Feststoffextraktionsmittels (iv) erfolgt bei einem pH-Wert von weniger als 4,0, vorzugsweise weniger als 3,0 und mehr bevorzugt weniger als 2,0.
  • Die Komponente (v) kann beispielsweise Natriumcyanid oder Cyanwasserstoff enthalten oder sie kann in Lösung befindliche Cyanidionen, welche durch Auflösen einer Cyanidverbindung, wie Natriumcyanid, in einem flüssigen Medium erhalten werden, zusammen mit Cyanwasserstoffgas, das in diesem flüssigen Medium gelöst ist, umfassen.
  • Als Komponente (v) wird Natriumcyanid verwendet, da Natriumchlorid die am meisten bevorzugte und billigste Chloridionenquelle in Stufe 1 ist – und Natriumcyanid die am häufigsten verwendete Cyanidform der Gold-Cyanid-Extraktionsindustrie ist. Die vorliegend bevorzugten Verfahrensbedingungen ahmen im Wesentlichen das Standardverfahren zur Herstellung von Natriumcyanid nach. Die Behandlung mit dem Feststoffextraktionsmittel (iv) und (v) erzeugt vorzugsweise eine behandelte Flüssigkeit, welche das solubilisierte wertvolle Metall (die solubilisierten wertvollen Metalle) aus den Oxid- und möglichen Sulfidverbindungen, welche in dem Ausgangsmaterial in gelöster ionischer Form oder gelöster Ionenkomplexform vorliegen, enthält.
  • Das Rückhaltemittel für die wertvollen Metalle kann ein Absorptionsmittel sein, wie beispielsweise ein oder mehrere Aktivkohlecontainer. Hinsichtlich der Vorrichtung ist es für den Container (die Container) aus Aktivkohle geeignet, falls verwendet, dass dieser (diese) leicht entfernbar und ersetzbar ist (sind) und überdies ist es bevorzugt, mehrere solcher Aktivkohlecontainer in Serie oder parallel zu verwenden. Bei jeder geeigneten Stufe können ein oder mehrere solcher Aktivkohlecontainer während des Extraktionsverfahrens abgetrennt, regeneriert und/oder ersetzt und wieder eingesetzt werden.
  • Die Freisetzung des zurückbehaltenen wertvollen Metalls, z. B. Gold, von Rückhaltemitteln, wie einem Aktivkohlecontainer, ist eine Methode, die im Stand der Technik gut bekannt ist und daher nicht weiter ausgeführt werden muss. Wurde (wurden) das wertvolle Metall (die wertvollen Metalle) einmal freigesetzt, z. B. durch Methoden, die üblicherweise im Stand der Technik gut bekannt sind, ist das vorliegende Extraktionsverfahren vollständig abgeschlossen, obwohl dieser letzte Schritt des Extrahierens des Metalls von dem Rückhaltemittel kein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung, sondern vielmehr ein bevorzugtes Merkmal ist.
  • Um die Erfindung weiter zu illustrieren, damit diese richtig gewürdigt wird und vom Fachmann richtig ausgeführt wird, werden Ausführungsformen der Erfindung nun durch die nicht-limitierenden Beispiele unter Bezugnahme auf das begleitende Diagramm, welches ein Fließschema einer Extraktionsvorrichtung sowie des Verfahrens gemäß dieser Erfindung darstellt, weiter beschrieben.
  • In der dargestellten Anordnung ist ein Extraktionsverfahren gezeigt, welches eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Behandlung eines Mischerzausgangsmaterials, umfassend Oxid- und schwer schmelzbare Komponeten, zeigt. Das Mischerz wird entlang Leitung 1 zu dem Mischertank A geleitet, welcher Pumpen und Heizelemente umfasst. In den Mischertank A wird über Leitung 2 eine Salzlösung und über Leitung 3 Salpetersäure zugeführt. Die rückgewonnene Salpetersäure, was nachfolgend erklärt wird, wird über Leitung 4 aus einer Salpetersäurerückgewinnungseinheit der ursprünglichen Zufuhrleitung 3 zugeführt. Nach Mischen und Erhitzen, falls dies notwendig ist, wird die behandelte Mischung aus dem Mischtank A in ein Reaktorgefäß B überführt. Vorzugsweise umfasst dieses Reaktorgefäß wenigstens einen röhrenförmigen Reaktor, der verstärkt ist, um Drücken standzuhalten. Mehr bevorzugt ist dieser röhrenförmige Reaktor in ein Stützmaterial eingebettet, wie verstärkter Beton oder Sand, sodass die Wände des röhrenförmigen Elements gegenüber im Inneren befindlichen Drücken, welche während der Reaktion vorliegen können, geschützt sind. Im Hinblick auf das Reaktorgefäß B ist es am meisten bevorzugt, dass dieses ein oder mehrere solcher röhrenförmige Reaktionsgefäße in Serie umfasst. Es ist für einen solchen Reaktor sogar noch mehr bevorzugt, dass dieser eine spiralförmige Röhre, die von einer geeigneten Verstärkung umhüllt ist, umfasst und insbesondere eine solche, wie sie in der Beschreibung von GB 2-158734A beschrieben ist.
  • Die Reaktionsmischung aus dem Reaktionsgefäß B wird in Form einer flüssigen Aufschlämmung in eine Gasentfernungseinheit überführt, welche als Verdampfungseinheit C bezeichnet wird, wobei die im Reaktorgefäß B gebildeten Stickoxide entnommen und/oder weiterbehandelt werden. Für die Stickoxide ist es in der Tat bevorzugt, über Leitung 6 einer Salpetersäurerückgewinnungseinheit D zugeführt zu werden, welche selbst über Leitung 5 mit einer verdünnten Salpetersäurewaschlösung beschickt wird. So wird, wie oben bereits angedeutet, Salpetersäure, die nach dem Verdampfen in Einheit C rückgewonnen wurde, zu der ursprünglichen Zufuhrleitung 3 zugeführt.
  • Die behandelte Flüssigkeit wird von der Gasentfernungseinheit C über Leitung 7 zu einer Filtrationseinheit E geleitet, um partikuläre Teilchen von mehr als 50 Mikrometer, vorzugsweise mehr als 20 Mikrometer, mehr bevorzugt mehr als 10 Mikrometer abzutrennen. Die filtrierte Lösung wird dann von der Filtrationseinheit über Leitung 8 zu einem Rückhaltemittel in Form einer Aktivkohlesäule F geleitet. In der Aktivkohlesäule F wird wenigstens ein Teil der zu extrahierenden wertvollen Metalle absorbiert und können nachfolgend mittels Methoden, die im Stand der Technik gut bekannt sind und hier nicht detailliert beschrieben werden müssen, freigesetzt werden. Komponete F der schematischen Zeichnung stellt einen entfernbaren und auswechselbaren Aktivkohlekanister dar. Er kann ausgewechselt oder in situ regeneriert werden. Überdies kann mehr als eine solche Kohlesäule parallel und/oder in Serie verwendet werden. Werden diese parallel verwendet, ist jede einzelne Kohlensäule hinsichtlich des Ersetzens oder in situ-Regenerierens besser zugänglich.
  • Die abfiltrierten Feststoffe aus der Säure-/Salzlösungsbehandlungszone der Vorrichtung werden dann in eine zweite Mischtank- und Pumpeneinheit L überführt. Des Weiteren wird die an wertvollen Metallen abgereicherte Flüssigkeit aus der (den) Aktivkohlesäule (Aktivkohlesäulen) F über Leitung 9 auch in die Mischtank-/Pumpeneinheit L überführt.
  • Des Weiteren wird in die zweite Mischtank- und Pumpeinheit L über Leitung 10 zusätzliche Salzlösung geliefert, welche auch Schwefelsäure, falls notwendig, als Katalysator enthalten kann. Des Weiteren umfasst eine weitere Zufuhrleitung 11 zu der Mischtank-/Pumpeinheit L die Zufuhr von wässrigem Cyanid, d. h. Natriumcyanid in Lösung und/oder Cyanwasserstoffgas in Lösung. Vor der Zufuhrleitung 11 befindet sich eine erste Zufuhrleitung 12, welche dazu gedacht ist, das wässrige Cyanid für die Cyanidbehandlungszone der dargestellten Vorrichtung zu liefern. Die Feststoffe und die Flüssigkeit von der zweiten Mischtank-/Pumpeinheit L werden über Leitung 14 zu einer Einheit G zugeführt, die dazu gedacht ist, den pH-Wert der weiter zu behandelnden flüssigen Aufschlämmung einzustellen. Die Einheit G stellt eine pH-Einstell- und gegebenenfalls Heizeinheit dar, die über eine Zufuhrleitung 23, welche saures und/oder alkalisches Medium zur Einstellung des pH-Werts der Flüssigkeit bereitstellt, vor der Behandlung beschickt wird, wobei es danach über die kontinuierliche Zufuhrleitung 15 in eine zweite Gasaustauscheinheit H oder Verdampfungseinheit weitergeht, in der sich Cyanwasserstoffgas entwickeln kann.
  • Zwischen Einheit G und Einheit N befindet sich vorzugsweise ein Druckreaktorgefäß M, vorzugsweise in Form eines röhrenförmigen Reaktionsgefäßes, das ähnlich oder im Wesentlichen gleich zu Einheit B in der vorangehenden Säurebehandlungszone ist. Wiederum ist es bevorzugt, dass dieses Reaktorgefäß M ein oder mehrere spiralförmige röhrenförmige Reaktionsgefäße vom Hydrocoil (Marke)-Typ umfasst, in denen die verbleibenden Feststoffe und die verbleibende Lösung aus der Säurebehandlungszone durch die Cyanidkomponente behandelt werden, bevor die Verdampfungseinheit H erreicht wird. Das Cyanidgas aus der Verdampfungseinheit N kann in Wasser gelöst werden und über Leitung 27 abgeführt werden, um über Verzweigung 24 in die Cyanidzufuhrleitung 12, 11 rückgeführt zu werden.
  • Nach der Cyanidverdampfung in Einheit N wird die behandelte Flüssigkeit, bei der im Wesentlichen das gebildete Gas abgestrippt wurde und die Feststoffe umfasst, in eine zweite Filtrationseinheit J überführt, in der partikuläre Teilchen von etwa 50 Mikrometer, vorzugsweise etwa 20 Mikrometer, mehr bevorzugt etwa 10 Mikrometer, entfernt werden. Die behandelte Flüssigkeit wird dann von der Filtrationseinheit J über Leitung 19 zu einem zweiten aktivierten Container K geleitet. Wie bereits für den Kohlecontainer F in der Säurebehandlungszone beschrieben, kann auch der Aktivkohlecontainer K aus ein oder mehreren Aktivkohlekanistern in Serie oder parallel zueinander bestehen. Es ist bevorzugt, dass wenigstens zwei solcher Aktivkohlecontainer parallel zueinander vorliegen, sodass die Zufuhr geeigneterweise an die in Betrieb befindliche Säule angeschlossen wird, um die Reinigung, Regeneration oder das Ersetzen der wenigstens einen anderen Aktivkohlesäule K zu erleichtern. Die an wertvollem Metall entmetallisierte Flüssigkeit wird dann von der Aktivkohlesäule (den Aktivkohlesäulen) K über Leitung 20 zu einer Zufuhrleitung 21 für teilweise abgestrippte Flüssigkeiten geleitet, die in die Cyanidzone zur weiteren Behandlung rückgeführt werden, d. h. es besteht eine Verbindungsstelle zwischen Leitung 21 und der Flüssigkeitsrückführleitung 24 aus der Cyanidabdampfungseinheit H, woraus sich die Möglichkeit ergibt, die gebrauchte Lösung über Leitung 22 zu leiten, wo sie anschließend mit Feststoffen aus der Filtrationseinheit J über Leitung 17 vermischt wird, um (nachfolgend über Leitung 18) der Neutralisation und der endgültigen Entsorgung (Anordnung ist nicht detailliert gezeigt) zugeführt zu werden.
  • In der Zeichnung bedeutet das Symbol
    Figure 00120001
    Einwegventile für Gase.
  • Man beachte, dass die Vorrichtung für ein sequenzielles Säure/Halogenidextraktionsverfahren bestimmt ist, das unmittelbar von einem Cyanidextraktionsverfahren gefolgt ist, welches vorzugsweise wenigstens einen verstärkten röhrenförmigen Reaktor, vorzugsweise einen spiralförmigen röhrenförmigen Reaktor und mehr bevorzugt einen geeigneten verstärkten spiralförmigen röhrenförmigen Reaktor, verwendet. Solch ein Reaktor B und wenn sich dieser zwischen den obigen Einheiten G und H befindet, kann die kommerziell verfügbare „Hydrocoil"-Einheit sein, welche in Form einer Serie von spiralförmigen Einheiten angeordnet ist.
  • Die obige Anordnung ermöglicht die Extraktion von wenigstens einem wertvollen Metall, wie beispielsweise Gold, aus einem schwer schmelzbaren Mischoxidmaterial mit Hilfe eines sequenziellen Zweistufenverfahrens, das eine Säure-/Halogenidextraktion umfasst, die unmittelbar und ohne Aufreinigung oder Unterbrechung der Zufuhr des Feststoffextraktionsmittels (iv) von einer Cyanidbehandlungszone gefolgt ist, wobei ein unterschiedliches Feststoffextraktionsmittel (v) zu der behandelten Lösung, welche von der Extraktion durch das Feststoffextraktionsmittel (iv) stammt, zugegeben wird. Dies ist insbesondere für eine Extraktion von Gold und/oder eines anderen solchen wertvollen Metalls aus der Zufuhrleitung 1 für Feststoffmischungen gedacht, welche gegebenenfalls, jedoch vorzugsweise, ein oder mehrere Komponeten umfassen, welche wertvolle Metalle enthalten, die durch Cyanid extrahierbar sind.
  • Demnach stellt solch ein Verfahren und solch eine Vorrichtung nicht nur einen technischen Fortschritt dar, sondern überwindet auch ein technisches Vorurteil, indem eine Säureextraktionsbehandlung in Kombination mit, sequenziell zu oder vor einer Extraktionsbehandlung, welche Cyanid für die Rückgewinnung von wichtigen wertvollen Metallen verwendet, bereitgestellt wird, wobei Cyanwasserstoffsäuregas nur in geringen Mengen produziert und/oder verwendet wird.
  • In der Vorrichtung sind die Reaktorgefäße B und M tragbar und können von Einsatzstelle zu Einsatzstelle transportiert werden. Es ist nicht notwendig, die gesetzlich geschützte Hydrocoil (Marke)-Einheit zu verwenden, welche im Boden fixiert ist und bei der sich die Spirale (die Spiralen) unterhalb der Bodenhöhe befindet (befinden), da die Bereitstellung jeglicher verwendeter Verstärkung geeignet ist, die Unversehrtheit des Druckgefäßes unter üblichen oder selbst extremen Betriebsbedingungen aufrecht zu erhalten.
  • Beispiel 1
  • Eine große Goldmine weist ein schwer schmelzbares Mischerz auf. Die Gesamtproduktion beträgt 1.500 Tonnen pro Tag, wobei der Goldgehalt 3,47 Gramm pro Tonne beträgt. Der durchschnittliche Schwefelgehalt beträgt 1,62 % .
  • Dies ist ausreichend, um die Cyanidbehandlung der Gesamtsubstanz zu stören, sodass eine Aufkonzentrierung mit Hilfe einer Flotationsstufe eingeführt wird, wodurch das (schwer schmelzbare) Sulfiderz mit einer Rate von 150 Tonnen pro Tag entfernt wird. Dies führt zu einem Konzentrat, welches 35 bis 45 Gramm pro Tonne enthält, dessen Schwefelgehalt jedoch bei 24,3% liegt. Dies ist jedoch wesentlich schlimmer hinsichtlich des Cyanids.
  • Um eine angemesse Rückgewinnung aus dem Konzentrat zu ermöglichen, wurden die folgenden Verfahren untersucht:
    • 1. Hochdruckoxidation in einem Autoklaven. Ausgeschieden aufgrund der Kosten.
    • 2. Rösten des Konzentrats. Völlig unakzeptabel aufgrund umweltbedingter Gründe sowie der Kosten.
    • 3. Hochdruckdampfcyanid. Kostspielig und lediglich geringe Effektivität.
  • Die Cyanidbehandlung des Konzentrats führt zu Cyanidgrobkörnern, welche nicht weniger als 6,5 Gramm pro Tonnen enthalten oder zu einem Verlust von 2,7 Millionen $ US pro Jahr führen.
  • Man beachte auch, dass der Konzentrationsschritt aufgrund der Notwendigkeit eines zusätzlichen feineren Zermahlens selbst kostenintensiv ist und in dem Fall, indem eine zusätzliche Komplizierung aufgrund der Anwesenheit einer Tonfraktion auftritt, dass sich der Mahlvorgang schwieriger gestaltet. Jeder zusätzliche Schritt hinsichtlich der Erzaufbereitung oder einer Trennung führt zu einem damit verbundenen Verlust an Metall.
  • Die erste Lösung ist, dass Säure-/Salzlösungsfeststoffextraktionsverfahren einzuführen, um nur die Grobkörner zu behandeln, was ohne Beeinflussung der bestehenden Anlage durchgeführt werden kann, da keine Rückgewinnung von diesem Anteil erzielt wird.
  • Die zweite Lösung betrifft die Ausdehnung auf das Konzentrat. Es wäre Idealerweise vorteilhaft, den vollständigen Anteil ohne Aufkonzentrierung zu behandeln, wodurch Kapital und die laufenden Kosten eingespart werden können, während die Ausbeute erhöht wird.
  • Dies kann mit Hilfe des erfindungsgemäßen kombinierten Mischerzextraktionsverfahrens erzielt werden. Das Eliminieren der Notwendigkeit für Abtrennungsstufen, die Umwandlung der Sulfide zu Sulfaten und die Feststoffextraktion des schwer schmelzbaren Golds in Stufe 1 gefolgt von der radikalen Cyanidbehandlung in Stufe 2 führt zu einer einzelnen integrierten Anlage.
  • Beispiel 2
  • Ein industrieller Abfallstrom aus verbrannter Schlacke enthielt einen hohen Gehalt an Edelmetallen und einen mäßigen Gehalt an Schwefel, jedoch andere Cyanidgifte, wie Antimon und Tellur. Dieses Material verschloss sich teilweise aufgrund der halbschlackigen Natur des Verbrennungsrückstands einer Cyanidbehandlung. Es wurde vorgeschlagen, die Verbrennungsrückstände einer Art Zerkleinerung zu unterziehen, um mehrere Stellen einem Cyanidangriff zugänglich zu machen. Dies ist nicht nur extrem teuer, sondern überwindet auch nicht das Problem der chemisch unzugänglichen Verbindungen.
  • Dieser Umstand wurde für viele Jahre mit durchschnittlich 6 Gramm Gold pro Tonne und 116 Gramm Silber und andere Metalle, wie Kobalt und Nickel, und Platinoide, die mit einer Menge von 15.000 Tonnen pro Jahr auf der Mülldeponie landen, aufrechterhalten. Dies ist jedoch offensichtlich nicht akzeptabel. Eine Nullrückgewinnung wurde erzielt.
  • Der Umstand kann jedoch verbessert werden durch das Rückgewinnen der Edelmetalle in einem Säure-/Salzlösungsverfahren und eine noch viel bessere Gesamtrückgewinnung kann mit Hilfe des vorliegenden kombinierten Erzextraktionsverfahrens erzielt werden, das alle metallischen Elemente aufnimmt.
  • So sind selbst die Verbrennungsrückstande nach einer Kalkneutralisation als Grundstoff für erdaufhellende Düngemittel geeignet. Das sequenzielle Feststoffextraktionsverfahren fügt auch einige Nitrate und Sulfate zu den Verbrennungsrückstanden hinzu.

Claims (14)

  1. Verfahren zur Extraktion von wenigstens einem wertvollen Metall aus einem mehrere metallische Verbindungen umfassenden Ausgangsmaterial, das (i) wenigstens ein wertvolles Metall und/oder eine Verbindung davon, (ii) ein Oxid von wenigstens einem anderen Metall und (iii) ein Sulfid- von dem gleichen oder einem unterschiedlichen anderen Metall umfasst, wobei das Verfahren das Behandeln des Ausgangsmaterials mit einem ersten flüssigen Feststoffextraktionsmittel, das (iv) Säure und Natriumchlorid enthält, bei einem pH von weniger als 4,0 umfasst und gekennzeichnet ist durch das nachfolgende Behandeln mit einem zweiten flüssigen Feststoffextraktionsmittel, das (v) eine Cyanidionenquelle enthält, um das wertvolle Metall (die wertvollen Metalle) zu solubilisieren, wobei die durch Behandlung mit dem zweiten Feststoffextraktionsmittel erhaltene Flüssigkeit, welche das solubilisierte wertvolle Metall (die solubilisierten wertvollen Metalle) enthält, bei einem pH von weniger als 4,0 mit einem Rückhaltemittel für wertvolle Metalle in Kontakt gebracht wird, wobei das wertvolle Metalle (die wertvollen Metalle) zurückbehalten wird (werden).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, gefolgt von der Freisetzung des zurückbehaltenen wertvollen Metalls (der zurückbehaltenen wertvollen Metalle) von dem Rückhaltemittel.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zu extrahierende wertvolle Metall eines oder mehrere der Folgenden ausgewählt aus Gold, Silber, Platin, Kobalt, Nickel, Molybdän oder Mangan ist.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das andere Metall wenigstens eines der folgenden unedlen Metalle ausgewählt aus Eisen, Zink, Blei oder Kupfer ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei (iii) ein Mischsulfid, wie Chalcopyrit und/oder Arsenopyrit, umfasst.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die das solubilisierte wertvolle Metall (die solubilisierten wertvollen Metalle) enthaltende Flüssigkeit einen pH von weniger als 3 und mehr bevorzugt weniger als 2,0 aufweist, wenn sie mit dem Rückhaltemittel für wertvolle Metalle in Kontakt gebracht wird.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Ausgangsmaterial Metalloxid-enthaltendes abgebautes Erz umfasst.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Erz vor den Behandlungen auf eine geeignete Partikelgröße zerstoßen und/oder zermahlen wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Ausgangsmaterial wenigstens eines der Folgenden umfasst: ein angereichertes Erz, eine flüssige Aufschlämmung, die Feingut oder Grobkörner oder vorbehandeltes angereichertes Erz, Rösterz, abgeschiedene Materialien enthält.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Ausgangsmaterial oder die Erzkomponente davon vor der Behandlung auf eine anfängliche Partikelgröße von nicht mehr als 200 μm zermahlen wird.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Säure in Komponente (iv) im Wesentlichen aus Salpetersäure besteht.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Komponente (v) im Wesentlichen aus in Lösung befindlichen Cyanidionen, welche von einer aufgelösten Cyanidverbindung herrühren, besteht.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Rückhaltemittel mehrere Aktivkohlecontainer umfasst.
  14. Verwendung einer Vorrichtung, die zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche konstruiert und angepasst wurde, umfassend eine Säurebehandlungszone und eine Cyanidbehandlungszone, wobei eine oder beide dieser Behandlungszonen einen verstärkten röhrenförmigen Druckreaktorbehälter für die Extraktionsstufe (die Extraktionsstufen) des Verfahrens umfassen.
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