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DE60037402T2 - Behandlung von autoimmunkrankheiten mit einem extrakt von amerikanischem ginseng - Google Patents

Behandlung von autoimmunkrankheiten mit einem extrakt von amerikanischem ginseng Download PDF

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DE60037402T2
DE60037402T2 DE60037402T DE60037402T DE60037402T2 DE 60037402 T2 DE60037402 T2 DE 60037402T2 DE 60037402 T DE60037402 T DE 60037402T DE 60037402 T DE60037402 T DE 60037402T DE 60037402 T2 DE60037402 T2 DE 60037402T2
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Larry Edmonton GUILBERT
Jacqueline J. Edmonton SHAN
Joanne Edmonton TOTOSY DE ZEPETNEK
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FX Life Sciences International GmbH
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/25Araliaceae (Ginseng family), e.g. ivy, aralia, schefflera or tetrapanax
    • A61K36/258Panax (ginseng)
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Amerikanischen Ginseng-Extraktes als ein Therapeutikum, welches auf Autoimmunkrankheiten, wie z.B. Crohn-Krankheit (eine schwächende inflammatorische Darmkrankheit), rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune Diabetes (IDDM) gerichtet ist.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Erworbene Immunantworten werden mittels Antigenpräsentation durch Antigen präsentierende Zellen (APC) initiiert und durch T-Helfer-(TH-)Lymphozyten reguliert. TH1-Zellen werden durch die APC Produktion von IL-12 induziert, um sich zu entwickeln, IFN-γ und IL-2 zu produzieren und sie sind für erworbene zellvermittelte Antworten notwendig. Von TH2-Zellen wird angenommen, dass sie sich durch die APC Produktion von IL-10 oder PGE2 entwickeln, IL-4, IL-5, IL-6 und IL-10 produzieren und für erworbene Antikörper-Immunantworten notwendig sind. TNF-α wird sowohl von TH1- als auch TH2-Zellen produziert, wobei die größte Quelle Makrophagen darstellen, und es scheint eine bedeutende Rolle bei Hypersensivitätsantworten des verzögerten Typs (DTH), einem Zweig der zellvermittelten Immunität, zu spielen. Seine Produktion und Wirkung in der zellvermittelten Immunität stellt im Wesentlichen eine Funktion der gleichzeitigen Anwesenheit von IFN-γ dar.
  • Von Antigen-spezifischen Immunantworten in Adulten wird angenommen, dass sie beinahe vollständig durch Gedächtniszellen vermittelt werden. Jeder Zweig des adaptiven Immunsystems hat Gedächtniszellen assoziiert: Antikörper-spezifische B-Lymphozyten, CTL- und T-Helfer-Lymphozyten, die für die Entwicklung der Antikörperproduktion und CTL-Aktivierung essenziell sind. Antworten, die auf Gedächtniszellen basieren, sind schneller und umfassender als naive Antworten (eine starke Antwort erfolgt z.B. innerhalb von 5 Tagen, wobei eine schwache Antwort innerhalb von 10 Tagen erfolgt).
  • Die Wirkungen einer Patientenbehandlung auf erworbene Immunantworten werden zweckmäßigerweise in einem in vitro Kulturmodell peripherer Blutleukozyten (PBL) bewertet. Die Behandlung wird an einer willkürlich ausgewählten Population durchgeführt, wobei Blut vor und nach der Behandlung genommen wird und Antigen-spezifische Immunantworten in PBL gemessen werden, die in An- und Abwesenheit eines Gedächtnis-Antigens kultiviert wurden. Bei den in der vorliegenden Erfindung ausgewählten Gedächtnis-Antigenen handelt es sich um drei lebende Influenzaviren, denen die Patientenpopulation in den vergangenen zwei Jahren mit beinaher Sicherheit ausgesetzt war. Die Erfinder wählten als Indikatoren der Immunantwort die Produktion der Cytokine IFN-γ, IL-12, IL-10, und TNF-α sowie die Produktion der zytotoxischen T-Lymphozyten (CTL) und des Produktes GrB der natürlichen Killer-(NK-)Zellgranula, eine Cysteinprotease, die in Targets der Killerzellen Apoptose iniziiert. IFN-γ, IL-2, IL-12 und GrB sind ein Maß der zellvermittelten Immunantworten, während IL-10 ein Maß für die Antikörper-vermittelten Immunantworten ist. TNF-α nimmt an zellvermittelten Immunantworten teil, ist jedoch mehr ein Maß der angeborenen Abwehr-(zumeist Makrophagen-)Komponente der Immunantworten.
  • Zahlreiche Autoimmunerkrankungen umfassen anomale erworbene zellvermittelte Immunantworten gegenüber Selbst-Antigenen. Beispiele sind die Crohn-Krankheit (eine schwächende inflammatorische Darmkrankheit), die frühen Stadien rheumtoider Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune Diabetes (IDDM). Im Allgemeinen induziert jedwede Behandlung oder Bedingung, die die zellvermittelten Immunantworten erhöht, das Aufflackern der Krankheit, während Bedingungen, welche die zellvermittelte Immunität unterdrücken, die Krankheit abschwächen. Zum Beispiel werden Symptome rheumatoider Arthritis durch die Schwangerschaft reduziert, wobei es sich bei der Schwangerschaft um einen Zustand handelt, der die zellvermittelten Immunantworten stummschaltet. Die Symptome flackern wiederum nach der Entbindung auf, sobald das Immunsystem zu seinem ursprünglichen Gleichgewicht von Zell- und Antikörper-vermittelter Immunität zurück gelangt.
  • Übersicht über die Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung ist auf die Verwendung eines Amerikanischen Ginseng-Extraktes zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten, wie z.B. solche, die vorstehend aufgelistet sind, gerichtet. Bevorzugt ist der Amerikanische Ginseng-Extrakt reich an Gesamtkohlenhydraten, insbesondere Polysaccharide und Oligosaccharide. Für die Zwecke dieser Anmeldung ist der Ausdruck „Extrakt, welcher reich an Gesamtkohlenhydraten ist" als ein Extrakt definiert, der mindestens 40%, mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens 80% oder mindestens 90% Gesamtkohlenhydrate enthält. Bevorzugt liegen mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens 80% und am meisten bevorzugt mindestens 90% der Gesamtkohlenhydrate in Form von Polysacchariden und Oligosacchariden vor. Bevorzugte Extrakte entsprechend der Erfindung sind in WO 99/30725 beschrieben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt die Ergebnisse der Fraktion [F = (V – W)/V] für vereinte Gruppen (Behandlungs- und Kontrollgruppen sind kombiniert) für vier Produkte (GrB, INF-γ, IL-10 und TNF-α), die in Start- und Enduntergruppen aufgeteilt sind, wobei (F) die Fraktion der Produktion in Anwesenheit eines Virus (V) minus der Produktion ohne Virus (W) geteilt durch die Produktion in Anwesenheit des Virus ist, um die Antigen-abhängige Produktion von Cytokinen oder GrB zu bewerten.
  • 2 zeigt die B/A-Verhältnisse mit und ohne Hinzunahme des erfindungsgemäßen Extrakts für alle Kulturprotokolle (alles vereint = „Gesamt") und für jedes der Antigene sowie für die Kontrolle (= „Keine").
  • 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002-Gruppen für vereinte Kulturen (= „Gesamt"), Geimpfte entfernt, kein Antigen entfernt, und sowohl kein Antigen als auch Geimpfte entfernt, für einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
  • Ausführliche Beschreibung der Erfindung
  • Die Erfinder der vorliegenden Erfindung fanden heraus, dass ein Amerikanischer Ginseng-Extrakt, welcher 40% oder mehr, am meisten bevorzugt etwa 60% oder mehr Gesamtkohlenhydrate enthält, wobei insbesondere mindestens 80% am meisten bevorzugt mindestens 90% der Gesamtkohlenhydrate in Form von Polysacchariden und Oligosacchariden vorliegen, einen Wechsel der erworbenen Immunantworten von einer zellvermittelten Immunantwort hin zu einer Antikörper-vermittelten Immunantwort, d.h. eine Abnahme der zellvermittelten Immunantwort und eine Zunahme der Antikörper-vermittelten Immunantwort, verursacht. Dieses Ergebnis ist bezeichnend für die Tauglichkeit des Amerikanischen Ginseng-Extraktes zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten.
  • Wenn nicht anderweitig angegeben, beziehen sich die hierin angegebenen Prozentangaben auf Gewichts-%.
  • Generell kann ein Amerikanischer Ginseng-Extrakt gemäß der Erfindung aus Ginsengblättern und/oder Wurzeln (bevorzugt Wurzeln) mittels einer Vielzahl im Fachgebiet bekannter Art und Weisen hergestellt werden (siehe z.B. Oshima et al. J. Nat. Prod., März–April 1987, Seiten 188–190; Shoji, J. Chemistry of Ginseng; in Yakuyoninjin (Recent Studies an Ginseng, Tokyo, Kyoritsu Publishing Co., 1981, S. 10), wobei normalerweise Ausbeuten von 10–40 Gewichts-% der Ginsengpflanze erzielt werden.
  • Die Herstellung der bevorzugten erfindungsgemäßen Ginseng-Extrakte ist in WO 99/30725 offenbart. Den hierin offenbarten allgemeinen Verfahren folgend, kann ein Fachmann die als CVT-E002, PQ2, PQ2A, PQ2B, PQ2C, PQ2D und PQ223 bezeichneten bevorzugten Ginseng-Extrakte herstellen.
  • Bevorzugt weist CVT-E002 einen Gesamtkohlenhydratgehalt von etwa 60% oder mehr, mehr bevorzugt von etwa 60% bis etwa 70% auf. Bevorzugt weist PQ2 einen Gesamtkohlenhydratgehalt von etwa 40% oder mehr, mehr bevorzugt von etwa 43% bis etwa 53% auf. Bevorzugt weist PQ223 einen Gesamtkohlenhydratgehalt von etwa 75% oder mehr, mehr bevorzugt von etwa 78% bis etwa 86% auf. Gemäß dem in PCT/US98/25724 offenbarten Beispiel 5 wurden verschiedene Chargen dieser bevorzugten Extrakte erhalten, und die Gesamtkohlenhydratzusammensetzung (wie gemäß dem Phenol-Schwefelsäureverfahren von Dubois et al., Anal. Chem. 28: 350–356 (1956) bestimmt) sowie die Gesamtproteinzusammensetzung (wie gemäß dem in Lowry et al., J. Biol. Chem. 193: 265–275 (1951) bestimmt) wurden gemessen. Für diese Extrakte wurde die folgende Information aufgezeigt: Tabelle 1. Vergleich von Protein- und Kohlenhydratgehalt
    Beispiel Protein (Gewichtsprozent) Kohlenhydrat (Gewichtsprozent)
    E002-1 9,32 66,4
    E002-2 7,38 69,9
    E002-5 8,31 60
    PQ2-24 5,6 52,6
    PQ2-25 5,4 46,8
    PQ2-27 5,3 43,6
    PQ223-7 5,8 78,0
    PQ223-8 2,8 81,0
    PQ223-9 2,9 85,2
  • Da der Gesamtkohlenhydratgehalt dieser Extrakte hauptsächlich Polysaccharide und Oligosaccharide ausmachte, wurden die molaren Monosaccharidverhältnisse für bestimmte Fraktionen in Beispiel 6 von PCT/US98/25724 bestimmt. Die folgenden Monosaccharid-Zusammensetzungen wurden erhalten: Tabelle 2. Monosaccharid-Zusammensetzung (in mol%)
    Beispiel Rhamnose Galakturonsäure Glukose Galaktose Arabinose
    E002-1 2,8 17,9 53 13,3 13
    E002-2 1 13,1 56,7 12,7 15,2
    E002-3 2,9 20,4 42,1 16,5 16,3
    PQ2-22 3,6 45,1 15,4 19,8 16,2
    PQ2-26 3,8 44,2 15,6 19 14,4
    PQ2-27 3,8 44,2 15,6 19 14,4
    PQ2-28 4 45,3 13,8 20,5 16,3
    PQ223-7 5,5 40,8 4,1 28,2 20,3
    PQ223-8 5,4 38,1 3,9 29,5 22,1
    PQ223-9 5,4 36,7 5,4 28,8 22,7
  • Gemäß der Erfindung weist ein bevorzugter Extrakt, CVT-E002, einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 0,5–5 mol% Rhamnose und/oder etwa 11–22 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 40–60 mol% Glukose und/oder etwa 10–19 mol% Galaktose und/oder etwa 11–19 mol% Arabinose umfasst. Bevorzugt weist CVT-E002 einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 1–3 mol% Rhamnose und/oder 13–20 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 42–57 mol% Glukose und/oder etwa 12–17 mol% Galaktose und/oder etwa 13–17 mol% Arabinose umfasst. Wie durch die Bezeichnung „und/oder" angegeben, ist die Anwesenheit des offenbarten Bereiches für all diese Monosaccharide nicht kritisch. Ein oder mehrere dieser Monosaccharide (bevorzugt nicht mehr als zwei) können daher außerhalb des offenbarten Bereiches liegen, ohne die Brauchbarkeit des Extraktes zu beeinflussen.
  • Ein bevorzugter Extrakt, PQ2, weist einen Kohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 2–6 mol% Rhamnose und/oder etwa 41–49 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 12–18 mol% Glukose und/oder etwa 16–22 mol% Galaktose und/oder etwa 12–19 mol% Arabinose umfasst. Bevorzugt weist PQ2 einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 3–5 mol% Rhamnose und/oder etwa 43–47 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 14–16 mol% Glukose und/oder etwa 18–20 mol% Galaktose und/oder etwa 14–17 mol% Arabinose umfasst. Am meisten bevorzugt weist PQ2 einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 4 mol% Rhamnose und/oder etwa 45 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 15 mol% Glukose und/oder etwa 19 mol% Galaktose und/oder etwa 15 mol% Arabinose umfasst. Wie im Falle von CVT-E002 ist das Vorliegen des offenbarten Bereichs für all diese Monosaccharide nicht kritisch. Ein oder mehrere dieser Monosaccharide (bevorzugt nicht mehr als zwei) können daher außerhalb des offenbarten Bereichs liegen, ohne die Brauchbarkeit des Extraktes zu beeinflussen.
  • Ein bevorzugter Extrakt, PQ223, weist einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 3–8 mol% Rhamnose und/oder etwa 36–44 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 2–7 mol% Glukose und/oder etwa 25–33 mol% Galaktose und/oder etwa 17–25 mol% Arabinose umfasst. Bevorzugt weist PQ223 einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 4–7 mol% Rhamnose und/oder etwa 37–42 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 3–6 mol% Glukose und/oder etwa 27–32 mol% Galaktose und/oder etwa 19–24 mol% Arabinose umfasst. Am meisten bevorzugt weist PQ223 einen Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 5 mol% Rhamnose und/oder etwa 39 mol% Galakturonsäure und/oder etwa 4 mol% Glukose und/oder etwa 29 mol% Galaktose und/oder etwa 21 mol% Arabinose umfasst. Wie im Falle von CVT-E002 und PQ2 ist das Vorliegen des offenbarten Bereichs für all diese Monosaccharide nicht kritisch. Ein oder mehrere dieser Monosaccharide (bevorzugt nicht mehr als zwei) können daher außerhalb des offenbarten Bereichs liegen, ohne die Brauchbarkeit des Extraktes zu beeinflussen.
  • Die erfindungsgemäßen Extrakte können einem Warmblüter, der einer Behandlung von Autoimmunkrankheiten bedarf, mittels intravenöser, parenteraler, topischer, oraler oder rektaler Verabreichung oder mittels Inhalation verabreicht werden. Für Dosierungen kann der Extrakt mittels anerkannter pharmazeutischer Verfahren durch Kombinieren des Extraktes mit einem konventionellen Träger, Hilfsmittel, Binder, Konservierungsmittel, Stabilisator, Farbstoff, einem jeweils erforderlichen Mittel oder dergleichen in Form von Tabletten, Kapseln, Flüssigkeiten, Pastillen, Lotionen oder Zäpfchen formuliert werden. Tagesdosierungen liegen im Bereich von 0,1 mg bis 5000 mg pro kg Körpergewicht bei Tagesdosen zwischen 1 und 10, bevorzugt zwischen 0,5 mg bis 70 mg pro kg Körpergewicht. Die Dosierungen hängen von der Aktivität der spezifischen Verbindung, dem Alter, dem Gewicht, dem Geschlecht und den Bedingungen des zu behandelnden Subjektes, von der Art und Schwere der Krankheit, der Häufigkeit und der Verabreichungsart, etc. ab. Geeignete Dosierungen können durch einen Fachmann ohne unzulässiges Experimentieren ermittelt werden. Die Extrakte können auch mit Arzneimitteln oder jedweden anderen natürlichen Substanzen kombiniert werden, deren Wirksamkeit bei der Behandlung des besagten Zustandes bekannt ist.
  • Die Erfindung wird nun im Weiteren durch die folgenden Beispiele erläutert, welche die Wirksamkeit der vorliegenden Erfindung zeigen.
  • Population: Die Studienpopulation bestand aus 37 Mitgliedern eines professionellen Hockeyclubs, der Edmonton Oilers-Mannschaft und Organisation. Diese Personen wurden, wo es möglich war, willkürlich in zwei Gruppen – Diejenigen, die CVT-E002 während des experimentellen Zeitraumes einnahmen und Diejenigen, die dies nicht taten (entsprechend Gruppen 18 und 19) – eingeteilt. Einige Personen (sechs in der Kontrollgruppe und vier in der CVT-E002 Gruppe) wurden zwischen dem 20. Oktober und dem 30. Oktober 1998 mit einer Kombination der Influenza-Stämme A/Beijing, A/Sydney und B/Harbin geimpft.
  • Probenprotokoll: Am 28. September 1998 wurde eine vorausgehende Blutprobe (Gruppe A) genommen, gefolgt von einem Monat, während dem die Personen durchweg CVT-E002 einnahmen (2 Tabletten pro Tag mit einer sehr guten Einhaltung) oder dies nicht taten. Zwischen dem 27. Oktober und dem 03. November 1998 wurde dann eine zweite Blutprobe (Gruppe B) genommen. Beide Blutproben wurden sofort kultiviert (für das Analyseprotokoll siehe unten).
  • Analyseprotokoll: Suspensionen peripherer Blutleukozyten (PBL) wurden mittels einer Einschritt-Dichtezentrifugation wie bereits beschrieben (McElhaney et al. Vaccine 14: 539–544 (1996) präpariert. Dies trennt die roten Blutzellen und Neutrophilen von PBL, die Monozyten, Lymphozyten und andere weiße Blutzellen (wie beispielsweise zirkulierende dendritische Zellen) umfassen. PBL wurden zu 1,5 × 106 pro ml in RPMI, 10% fötales Rinderserum suspendiert und mit oder ohne lebenden Influenzaviren (drei unterschiedliche Stämme – B/Harbin, A/Johannesberg, A/Nanchang – für insgesamt vier unterschiedliche Kulturen einer jeden Probe) kultiviert. Kulturüberstände und Zellen wurden nach 2,5 und 6 Kultivierungstagen gesammelt. Seren der Originalproben wurden hinsichtlich der Gesamt-Ig-Konzentrationen mittels ELISA wie unten beschrieben beurteilt.
  • Überstandskonzentrationen von IL-2 wurden mittels eines Bioassays gemessen und Zelllysatschwellwerte von Gr.-B wurden mittels einer spezifischen Cystein-Aspartase-Spaltung des Substrates t-butyloxycarbonyl-Ala-Ala-Asp-4-Nitroanalin wie bereits beschrieben wurde (McElhaney et al., siehe oben) gemessen. IL-10, IL-12, IFN-γ und TNF-α aus den Kulturüberständen wurden mittels ELISA wie bereits beschrieben wurde (McElhaney et al., siehe oben) gemessen. Die Konzentration wurde relativ zu simultan aufgenommenen Standardkurven berechnet und in ng/ml (IL-10, IL-12, IFN-γ und TNF-α) oder Units/ml (IL-2) Kulturüberstand oder ASPase-Aktivitäts-Units/mg Protein (GrB) angegeben.
  • Wenn mehr als die Hälfte der Kulturproben Werte für ein Cytokin enthielt, die unterhalb der Testnachweisgrenze lagen, wurde die Analyse dieses Cytokins verworfen. Daher wurde die IL-12 Produktion von der Analyse ausgeschlossen. Waren die Werte anderer Produkte (in seltenen Fällen) unterhalb der Nachweisgrenze, wurden die Werte auf die Nachweisgrenze der Untersuchung anstatt auf Null gesetzt. Aufgrund des Fehlens einer Blutprobe am Ende der Studie (28. Oktober bis 03. November) wurde eine Person von der Studie ausgeschlossen. Standen für eine vollständige Analyse zu wenig Zellen zur Verfügung, wurden nicht alle Untersuchungen durchgeführt. Alle Untersuchungen wurden an paarweisen Studien durchgeführt. Wenn eine Probe aus der zweiten Blutentnahme (die B-Probe) nicht erhältlich war, wurde daher auch die entsprechende A-Probe ausgeschlossen. Serum-Ig-Werte wurden mittels des ELISA-Verfahrens gemessen.
  • Auf Basis der Konzentrationsdaten wurden sowohl nicht parametrische (Mann-Whitney) und parametrische (ANOVA) statistische Analysen durchgeführt. Da die Personen sehr unterschiedliche Werte für die vorstehend genannten Cytokine und Gr.-B zeigten, wurden die Daten analysiert und die Statistiken wurden im Hinblick auf das Verhältnis der in den PBL-Kulturen erzeugten Konzentrationen von dem Ende (B = die zweite Blutentnahme = 27. Oktober bis 03. November) und dem Beginn (A = die erste Blutentnahme = 28. September) der Studie (das B/A-Verhältnis) erstellt. Im Hinblick auf die P-Werte ist eine Signifikanz gegeben, wobei 0,05 als signifikant erachtet wird.
  • Die Immunglobulin (Ig-)Werte in den Blutproben vor und nach der Behandlung wurden direkt gemessen. Die IL-12, IL-10, IL-2, IFN-γ, TNF-α Werte der Kulturüberstände und die Gr.-B Werte der Lysate wurden für die vier Kulturanordnungen (drei unterschiedliche Viren und kein-Antigen-Kontrollen) an allen PBL-Proben bestimmt. Basierend auf der Fraktion der „unterhalb des Nachweises"-Untersuchungen, wurde die IL-12 Produktion von der Studie ausgeschlossen. Das Verhältnis der Werte für Cytokin oder Gr.-B vor und nach dem einmonatigen Behandlungszeitraum (B/A-Verhältnisse) wurde für jede Person und für jede Kulturbehandlung (vier Verhältnisse pro Person) berechnet. Diese Verhältnisse wurden dann wie vorstehend beschrieben statistisch verglichen. Die Ergebnisse für jedes Cytokin/Gr.-B sind nachstehend zusammengefasst.
  • Um die Antigen-abhängige Produktion der Cytokine oder GrB zu bestimmen, wurde die Fraktion (F) der Produktion in Anwesenheit des Virus (V) minus der Produktion ohne Virus (W) geteilt durch die Produktion in Anwesenheit des Virus berechnet [F = (V – W)/V]. Diese Fraktion ist in 1 für vereinte Gruppen (Behandlungs- und Kontrollgruppen kombiniert) für die vier Produkte (GrB, IFN-γ, IL-10 und TNF-α), aufgeteilt in die Start-(A) und End-(B) Untergruppen gezeigt. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass 65%–95% der Cytokin-Produktion Antigen-spezifisch sind, dass jedoch weniger als 30% der GrB-Produktion Antigen-spezifisch sind. Die Antigen-abhängige Fraktion blieb zwischen den beiden Blutproben weitestgehend konstant.
  • Die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst und nachfolgend erörtert. Tabelle 3. ANOVA-Analyse kombinierter Daten, welche die P-Werte für die Produktion der unterschiedlichen Cytokine oder GrB zeigen.
    Produkt P-Wert für Unterschied mit:
    CVT-E002 (Kalt-Fx) Antigen (Virus)
    Granzym-B (kombiniert) 0,016 0,68
    TNF-α (kombiniert) 0,992 0,148
    TNF-α (nicht geimpft) 0,861 0,046
    IL-10 (kombiniert) 0,267 0,015
    INF-γ (kombiniert) 0,177 0,736
    IL-2 (kombiniert) 0,286 0,413
    IL-2 (nicht geimpft) 0,238 0,197
    Ig (kombiniert) 0,122 nicht anwendbar
    Ig (nicht geimpft) 0,140 nicht anwendbar
    Tabelle 4. Mann-Whitney-Analyse der Effekte von CTV-E002 (Kalt-Fx) auf Bevor/Danach-Produktionsverhältnisse.
    Immunologischer Parameter Signifikanz (P-Wert) für Gruppen mit folgen den Einschlüssen:
    Alle Gruppen1,2 Nur nicht geimpft2 Virus-Kulturen2 Virus-Kulturen2, nicht geimpft2 Nur Harbin1
    GrB 0,012 0,025 0,0068 0,021 0,021
    TNF-α 0,106 0,041 0,0069 0,0007 0,028
    IL-10 0,963 0,669 0,778 0,482 0,105
    INF-γ 0,269 0,475 0,311 0,624 0,165
    IL-2 0,120 0,023 0,110 0,027 0,888
    Ig 0,192 0,140 NA NA NA
    • 1 B/A-Verhältnisse ± SD für +Kalt-Fx und –Kalt-Fx Gruppenbalken dargestellt in 2.
    • 2 B/A-Verhältnisse ± SD für +Kalt-Fx und –Kalt-Fx Gruppenbalken dargestellt in 3.
    • NA = nicht anwendbar
  • Granzym-B Produktion: Die vorstehenden Tabellen unterteilen die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft wurden). 55 Kulturproben (aus insgesamt 148) wurden von der Analyse ausgenommen.
  • Tabelle 3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse mit post-hoc-t-Tests. Sie gibt an, dass die B/A-Verhältnisse der Gr-B-Produktion mit und ohne CVT-E002 signifikant voneinander verschieden waren (P = 0,016), dass jedoch das Verhältnis von der Anwesenheit oder Abwesenheit von Antigen unbeeinflusst blieb (P = 0,68). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse mit und ohne CVT-E002 (Kalt-Fx) für alle Kulturprotokolle (alle vereint = „Gesamt") sowie für jedes der Antigene und für die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten, dass alle Kulturgruppen aus der CVT-E002 behandelten Gruppe eine Abnahme in der Gr-B Produktion zeigen. Die Scheffe-post-hoc-Analyse mit einem Signifikanzwert von 5% zeigt eine Abnahme im B/A-Verhältnis aufgrund der CVT-E002 Behandlung auf 0,246 mit einem P-Wert von 0,0147. Die ungepaarte t-Testanalyse zeigt, dass CVT-E002 das B/A-Verhältnis für alle kombinierten Kulturgruppen (P = 0,013) und für das Harbin-Virus Antigen allein (P = 0,036) signifikant herabsetzte, jedoch die B/A-Verhältnisse für alle anderen, einschließlich der Kontrollgruppe nicht signifikant beeinflusste.
  • Die Mann-Whitney-Analyse (zusammengefasst in Tabelle 4) zeigte ebenso B/A-Verhältnisse, die sich in den vereinten Analysen (P = 0,012) und den vereinten Analysen, in denen die geimpften Personen entfernt wurden (P = 0,025) signifikant unterschieden, dass CVT-E002 jedoch die vereinten B/A-Verhältnisse für geimpfte Personen (P = 0,215) nicht signifikant beeinflusste. Die Mann-Whitney-Analyse zeigte ebenso, dass CVT-E002 Antigen-spezifische vereinte B/A-Verhältnisse (P = 0,0068) sowie die Produktion in Anwesenheit des Virus, nicht geimpfte Verhältnisse (P = 0,021) sehr signifikant herabsetzt. Die Mann-Whitney-Analyse bestätigte, die aus dem ungepaarten t-Test hervorgegangenen Ergebnisse, dass CVT-E002 nur die B/A-Verhältnisse für die Harbin Antigen-Kulturen, sowohl vereint (P = 0,021) als auch nicht geimpft (P = 0,021), signifikant herabsetzt. 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002-Gruppen für vereinte Kulturen, für Kulturen, in denen Geimpfte entfernt wurden, kein Antigen entfernt wurde und sowohl kein Antigen als auch Geimpfte entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich zu der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
  • Produktion von TNF-α: Die beschreibenden Statistiken für Daten vom Tag 2,5 der Kultur sind in den obigen Tabellen zusammengefasst, in denen die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft wurden) unterteilt sind. 48 Proben (von insgesamt 152) wurden von der Analyse ausgenommen.
  • Tabelle 3 zeigt sowohl die ANOVA-Analyse der Verhältnisse für alle Proben als auch die selbe Analyse, in denen die geimpften Personen entfernt wurden. Diese Daten zeigen, dass die TNF-α Produktion mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant verschieden waren (P = 0,992 oder 0,861), dass jedoch ein signifikanter Effekt des Antigens auf die B/A-Verhältnisse in der nicht geimpften Gruppe (P = 0,046) auftrat. 2 zeigt die B/A-Verhältnisse mit und ohne CVT-E002 für alle Kulturprotokolle, für jedes der Antigene und für die Kontrolle (= „Kein"). Der signifikante Effekt des Antigens auf die B/A-Verhältnisse leitet sich aus allen Antigen-enthaltenden Kulturgruppen ab, die aufgrund der CVT-E002-Behandlung einen Anstieg, jedoch eine Abnahme in dem B/A-Verhältnis in der Antigen-unabhängigen Kulturgruppe zeigen. Die Scheffe-post-Analyse vereinter Gruppen mit einem Signifikanzwert von 5% zeigt eine Abnahme in dem B/A-Verhältnis aufgrund der CVT-E002 Behandlung auf 0,531 mit einem P-Wert von 0,695. Die ungepaarte t-Test-Analyse zeigt, dass CVT-E002 das B/A-Verhältnis für alle kombinierten Kulturgruppen nicht signifikant herabsetzt (P = 0,843), einzig für das Nanchang-Virus-Antigen allein jedoch annähernd eine Signifikanz erreicht (P = 0,079) und nicht signifikant die B/A-Verhältnisse für alle anderen, einschließlich der Kontrollgruppe beeinflusst. Die ungepaarte t-Test-Analyse der Wirkung von CVT-E002 auf die die B/A-Verhältnisse zeigt, wenn hinsichtlich der Impfung korrigiert, dass P-Werte für die nicht geimpften Gruppen immer niedriger sind, dass jedoch nur die nicht geimpfte Harbin-Kulturgruppe signifikant ist (P = 0,044). Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigte ebenso, dass die B/A-Verhältnisse in den vereinten Analysen (P = 0,106) und den vereinten Analysen mit geimpften Personen (P = 0,811) nicht signifikant verschieden sind, dass jedoch CVT-E002 die vereinten B/A-Verhältnisse für nicht geimpfte Personen (P = 0,041) signifikant herabsetzte. Im Gegensatz dazu zeigte die Mann-Whitney-Analyse, dass CVT-E002 die vereinten B/A-Verhältnisse in Virus-enthaltenden Kulturen, die als separater Zusammenschluss betrachtet werden (P = 0,069) sowie derjenigen Kulturen, in denen die geimpfte Gruppe ausgeschlossen wurde (P = 0,0007) sehr signifikant erhöhte. Die Mann Whitney-Analyse bestätigte den ungepaarten t-Test, in dem sie zeigt, dass CVT-E002 die B/A-Verhältnisse für die Harbin-Antigen-Kulturen sowohl vereint (P = 0,028) als auch nicht geimpft (P = 0,028) signifikant erhöhte und zudem einen signifikanten Effekt von CVT-E002 bei Kulturen, welche mit dem Johannesberg-Virus behandelt wurden, zeigte (P = 0,029). 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002-Gruppen für vereinte Kulturen, Kulturen in denen Geimpfte entfernt wurden, in denen kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen als auch die Geimpften entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
  • IL-10 Produktion: Die beschreibenden Statistiken sind in den vorstehenden Tabellen zusammengefasst, die die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft wurden) einteilen. 55 Kulturproben (von insgesamt 148) wurden von der Analyse ausgenommen.
  • Tabelle 3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse. Sie gibt an, dass die B/A-Verhältnisse der IL-10 Produktion mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant voneinander verschieden waren (P = 0,267), dass jedoch ein signifikanter Effekt eines Antigens auf die B/A-Verhältnisse in der kombinierten Gruppe (geimpft + nicht geimpft) vorlag (P = 0,015). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse mit und ohne CVT-E002 für alle Kulturprotokolle und für jedes der Antigene und für die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten, dass die B/A-Verhältnisse von zwei der drei Virus-enthaltenden Kulturgruppen durch CVT-E002 erhöht wurden und eines (J'berg) herabgesetzt wurde. Die Antigen unabhängigen B/A-Verhältnisse waren viel größer als die Anstiege in den Virus enthaltenden Kulturen (was den signifikanten Effekt von Antigen auf die B/A-Verhältnisse erklärt), wobei es sich bei dem Effekt von CVT-E002 um einen sehr starken Anstieg handelte.
  • Die Scheffe post hoc-Analyse mit einem Signifikanzwert von 5% zeigt aufgrund der CVT-E002 Behandlung einen 7-fachen Anstieg im B/A-Verhältnis mit einem P-Wert von 0,233. Die ungepaarte t-Test-Analyse zeigt ebenso, dass CVT-E002 das B/A-Verhältnis für alle kombinierten Kulturgruppen (P = 0,260) signifikant erhöhte und die B/A-Verhältnisse für eine beliebige einzelne Gruppe nicht signifikant beeinflusste. Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigte ebenso, dass die B/A-Verhältnisse in der vereinten Analyse (P = 0,963), der vereinten Analyse, in welcher geimpfte Personen entfernt wurden (P = 0,669) oder in der Analyse, in denen die geimpften Personen entfernt wurden und nur Reaktionen in Virus enthaltenden Kulturen eingeschlossen waren, durch CVT-E002 nicht signifikant beeinflusst werden. 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002 Gruppen für vereinte Kulturen, Kulturen, in denen die Geimpften entfernt wurden, in denen kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen als auch Geimpfte entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
  • IFN-γ Produktion: Die beschreibenden Statistiken sind in den vorstehenden Tabellen zusammengefasst, die die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft wurden) unterteilen. 55 Kulturproben (von insgesamt 148) wurden von der Analyse ausgeschlossen.
  • Tabelle 3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse. Sie gibt an, dass die B/A-Verhältnisse der IFN-γ Produktion mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant verschieden waren (P = 0,177) und das kein signifikanter Effekt des Antigens auf die B/A-Verhältnisse in der kombinierten Gruppe (Geimpfte + nicht Geimpfte) vorlag (P = 0,736). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse mit und ohne CVT-E002 für alle Kulturprotokolle und für jedes der Antigene und für die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten, dass die B/A-Verhältnisse aller drei Virus-enthaltenden Kulturgruppen durch CVT-E002 herabgesetzt wurden und dass Antigen-unabhängige B/A-Verhältnisse im Wesentlichen unverändert blieben. Die Scheffe post hoc-Analyse mit einem Signifikanzwert von 5% zeigt aufgrund der CVT-E002 Behandlung eine 0,36-fache Abnahme im B/A-Verhältnis mit einem P-Wert von 0,16. Die ungepaarte t-Test-Analyse zeigt ebenso, dass CVT-E002 die B/A-Verhältnisse für alle kombinierten Kulturgruppen (P = 0,152) nicht signifikant herabsetzte, jedoch für die Harbin-Gruppe eine Signifikanz erreichte (P = 0,098). Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigte ebenso, dass die B/A-Verhältnisse in der vereinten Analyse (P = 0,269), in der vereinten Analyse, in welcher die geimpften Personen entfernt wurden (P = 0,475) oder in der Analyse, in welcher die geimpften Personen entfernt wurden und nur Antigen-spezifische Antworten eingeschlossen sind, durch CVT-E002 nicht signifikant beeinflusst wurden. 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002-Gruppen für vereinte Kulturen, Kulturen, in denen die Geimpften entfernt wurden, in denen kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen als auch Geimpfte entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
  • IL-2 Produktion: Die beschreibenden Statistiken sind in den oben stehenden Tabellen zusammengefasst, die die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft wurden) unterteilen. 48 Kulturproben (von insgesamt 152) wurden von der Analyse ausgeschlossen.
  • Tabelle 3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse. Sie gibt an, dass die B/A-Verhältnisse der IL-2 Produktion mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant verschieden waren (P = 0,286) und das kein signifikanter Effekt eines Antigens auf die B/A-Verhältnisse in der kombinierten Gruppe (Geimpfte + nicht Geimpfte) auftrat (P = 0,413). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse mit und ohne CVT-E002 für alle Kulturprotokolle und für jedes der Antigene und für die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten, dass die B/A-Verhältnisse von zwei der Virus-enthaltenden Kulturgruppen durch CVT-E002 erhöht wurden und eines herabgesetzt wurde. Antigen-unabhängige B/A-Verhältnisse waren im Wesentlichen unverändert. Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigte zudem, dass die B/A-Verhältnisse in der vereinten Analyse (P = 0,120) durch CVT-E002 nicht signifikant beeinflusst wurden. Jedoch zeigt die Mann-Whitney-Analyse der nicht-geimpften Gruppe, dass CVT-E002 die B/A-Verhältnisse signifikant herabsetzt (P = 0,023), jedoch die Verhältnisse in der nicht geimpften, Virus belasteten Gruppe signifikant erhöht (P = 0,027). 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002-Gruppen für vereinte Kulturen, Kulturen in denen Geimpfte entfernt wurden, kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen als auch die Geimpften entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
  • Ig-Konzentrationen der Blutproben: Die Immunglobulin-(Ig-)Werte in den Blutproben vor und nach der Behandlung wurden direkt gemessen. CVT-E002 erhöht die Serum Ig-Werte, obwohl der Effekt nicht signifikant ist (2). Die ANOVA-Analyse der Effekte von CVT-E002 in den kombinierten und nicht geimpften Gruppen (Tabelle 3) zeigt, dass eine Signifikanz fehlt (P = 0,122 bzw. 0,140). Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigt ebenso eine Nicht-Signifikanz (P = 0,192 bzw. 0,140).
  • Die signifikanten Befunde zeigen, dass eine CVT-E002 Behandlung im Allgemeinen die B/A-Verhältnisse für die IL-10 Produktion und die Ig-Werte (Indikatoren der TH2-Antwort) erhöhen und die B/A-Verhältnisse für die GrB- und IFN-γ Produktion (TH1-Indikatoren) herabsetzt. Die Ergebnisse weisen daraufhin, dass sich CVT-E002 hervorragend zur Behandlung zellvermittelter Autoimmunkrankheiten (z.B. autoimmune Diabetes, Crohn-Krankheit, MS, frühzeitige rheumatoide Arthritis (RA)) eignet. Andere Komplikationen, wie z.B. eine in utero-Übertragung von CMV und Toxoplasmen und Schwangerschafts-induzierter Bluthochdruck (Prä-Eklampsie) sind ebenfalls mit anomalen TH1-Antworten in Verbindung gebracht worden. Die Art und Weise des moderaten TH1-zu-TH2-Wechsels, den CVT-E002 zu erzielen scheint, ist dem in der Schwangerschaft beobachteten Wechsel sehr ähnlich (obwohl in der Schwangerschaft auch Antigen-spezifische TNF-α Antworten unterdrückt sind). RA geht während der Schwangerschaft zurück und flammt nach der Geburt wieder auf, wenn das TH1/TH2-Verhältnis zu dem Gleichgewicht, wie es vor der Schwangerschaft bestand, zurückkehrt.

Claims (25)

  1. Verwendung eines Amerikanischen Ginsengextraktes, welcher 40 Gewichts-% oder mehr Gesamtkohlenhydrate enthält, zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung einer Autoimmunkrankheit.
  2. Verwendung gemäß Anspruch 1, wobei der Ginsengextrakt 60 Gewichts-% oder mehr Gesamtkohlenhydrate enthält.
  3. Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens 80 Gewichts-% der Gesamtkohlenhydrate in Form von Polysacchariden und Oligosacchariden vorliegen.
  4. Verwendung gemäß Anspruch 1, wobei die Autoimmunkankheit ausgewählt ist aus der Guppe bestehend aus Crohn-Krankheit, rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune Diabetes.
  5. Verwendung eines Amerikanischen Ginsengextraktes, welcher 60 Gewichts-% bis 70 Gewichts-% Gesamtkohlenhydrate enthält, zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung einer Autoimmunkrankheit.
  6. Verwendung gemäß Anspruch 5, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 0,5–5 mol% Rhamnose umfasst.
  7. Verwendung gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 11–22 mol% Galakturonsäure umfasst.
  8. Verwendung gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 40–60 mol% Glukose umfasst.
  9. Verwendung gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 10–19 mol% Galaktose umfasst.
  10. Verwendung gemäß Anspruch 5 oder 6, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 11–19 mol% Arabinose umfasst.
  11. Verwendung gemäß Anspruch 5, wobei die Autoimmunkankheit ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Crohn-Krankheit, rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune Diabetes.
  12. Verwendung eines Amerikanischen Ginsengextraktes, welcher 43 Gewichts-% bis 53 Gewichts-% Gesamtkohlenhydrate enthält, zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung einer Autoimmunkrankheit.
  13. Verwendung gemäß Anspruch 12, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 2–6 mol% Rhamnose umfasst.
  14. Verwendung gemäß Anspruch 12 oder 13, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 41–49 mol% Galakturonsäure umfasst.
  15. Verwendung gemäß Anspruch 12 oder 13, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 12–18 mol% Glukose umfasst.
  16. Verwendung gemäß Anspruch 12 oder 13, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 16–22 mol% Galaktose umfasst.
  17. Verwendung gemäß Anspruch 12 oder 13, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 12–19 mol% Arabinose umfasst.
  18. Verwendung gemäß Anspruch 12, wobei die Autoimmunkankheit ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Crohn-Krankheit, rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune Diabetes.
  19. Verwendung eines Amerikanischen Ginsengextraktes, welcher 78 Gewichts-% bis 86 Gewichts-% Gesamtkohlenhydrate enthält, zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung einer Autoimmunkrankheit.
  20. Verwendung gemäß Anspruch 19, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 3–8 mol% Rhamnose umfasst.
  21. Verwendung gemäß Anspruch 19 oder 20, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche etwa 36–44 mol% Galakturonsäure umfasst.
  22. Verwendung gemäß Anspruch 19 oder 20, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 2–7 mol% Glukose umfasst.
  23. Verwendung gemäß Anspruch 19 oder 20, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 25–33 mol% Galaktose umfasst.
  24. Verwendung gemäß Anspruch 19 oder 20, wobei die Gesamtkohlenhydrate eine Monosaccharidzusammensetzung aufweisen, welche 17–25 mol% Arabinose umfasst.
  25. Verwendung gemäß Anspruch 19, wobei die Autoimmunkankheit ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Crohn-Krankheit, rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune Diabetes.
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