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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft die Verwendung eines Amerikanischen Ginseng-Extraktes
als ein Therapeutikum, welches auf Autoimmunkrankheiten, wie z.B.
Crohn-Krankheit
(eine schwächende
inflammatorische Darmkrankheit), rheumatoide Arthritis, multiple
Sklerose und autoimmune Diabetes (IDDM) gerichtet ist.
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Hintergrund der Erfindung
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Erworbene
Immunantworten werden mittels Antigenpräsentation durch Antigen präsentierende
Zellen (APC) initiiert und durch T-Helfer-(TH-)Lymphozyten reguliert.
TH1-Zellen werden durch die APC Produktion von IL-12 induziert,
um sich zu entwickeln, IFN-γ und
IL-2 zu produzieren und sie sind für erworbene zellvermittelte
Antworten notwendig. Von TH2-Zellen wird angenommen, dass sie sich
durch die APC Produktion von IL-10 oder PGE2 entwickeln, IL-4, IL-5,
IL-6 und IL-10 produzieren und für
erworbene Antikörper-Immunantworten
notwendig sind. TNF-α wird
sowohl von TH1- als auch TH2-Zellen produziert, wobei die größte Quelle Makrophagen
darstellen, und es scheint eine bedeutende Rolle bei Hypersensivitätsantworten
des verzögerten
Typs (DTH), einem Zweig der zellvermittelten Immunität, zu spielen.
Seine Produktion und Wirkung in der zellvermittelten Immunität stellt
im Wesentlichen eine Funktion der gleichzeitigen Anwesenheit von
IFN-γ dar.
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Von
Antigen-spezifischen Immunantworten in Adulten wird angenommen,
dass sie beinahe vollständig durch
Gedächtniszellen
vermittelt werden. Jeder Zweig des adaptiven Immunsystems hat Gedächtniszellen assoziiert:
Antikörper-spezifische B-Lymphozyten,
CTL- und T-Helfer-Lymphozyten, die für die Entwicklung der Antikörperproduktion
und CTL-Aktivierung essenziell sind. Antworten, die auf Gedächtniszellen
basieren, sind schneller und umfassender als naive Antworten (eine
starke Antwort erfolgt z.B. innerhalb von 5 Tagen, wobei eine schwache
Antwort innerhalb von 10 Tagen erfolgt).
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Die
Wirkungen einer Patientenbehandlung auf erworbene Immunantworten
werden zweckmäßigerweise
in einem in vitro Kulturmodell peripherer Blutleukozyten (PBL) bewertet.
Die Behandlung wird an einer willkürlich ausgewählten Population
durchgeführt,
wobei Blut vor und nach der Behandlung genommen wird und Antigen-spezifische
Immunantworten in PBL gemessen werden, die in An- und Abwesenheit
eines Gedächtnis-Antigens
kultiviert wurden. Bei den in der vorliegenden Erfindung ausgewählten Gedächtnis-Antigenen
handelt es sich um drei lebende Influenzaviren, denen die Patientenpopulation
in den vergangenen zwei Jahren mit beinaher Sicherheit ausgesetzt
war. Die Erfinder wählten
als Indikatoren der Immunantwort die Produktion der Cytokine IFN-γ, IL-12,
IL-10, und TNF-α sowie
die Produktion der zytotoxischen T-Lymphozyten (CTL) und des Produktes
GrB der natürlichen
Killer-(NK-)Zellgranula, eine Cysteinprotease, die in Targets der Killerzellen
Apoptose iniziiert. IFN-γ,
IL-2, IL-12 und GrB sind ein Maß der
zellvermittelten Immunantworten, während IL-10 ein Maß für die Antikörper-vermittelten
Immunantworten ist. TNF-α nimmt
an zellvermittelten Immunantworten teil, ist jedoch mehr ein Maß der angeborenen
Abwehr-(zumeist
Makrophagen-)Komponente der Immunantworten.
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Zahlreiche
Autoimmunerkrankungen umfassen anomale erworbene zellvermittelte
Immunantworten gegenüber
Selbst-Antigenen. Beispiele sind die Crohn-Krankheit (eine schwächende inflammatorische
Darmkrankheit), die frühen
Stadien rheumtoider Arthritis, multiple Sklerose und autoimmune
Diabetes (IDDM). Im Allgemeinen induziert jedwede Behandlung oder
Bedingung, die die zellvermittelten Immunantworten erhöht, das
Aufflackern der Krankheit, während
Bedingungen, welche die zellvermittelte Immunität unterdrücken, die Krankheit abschwächen. Zum
Beispiel werden Symptome rheumatoider Arthritis durch die Schwangerschaft reduziert,
wobei es sich bei der Schwangerschaft um einen Zustand handelt,
der die zellvermittelten Immunantworten stummschaltet. Die Symptome
flackern wiederum nach der Entbindung auf, sobald das Immunsystem zu
seinem ursprünglichen
Gleichgewicht von Zell- und Antikörper-vermittelter Immunität zurück gelangt.
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Übersicht über die Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist auf die Verwendung eines Amerikanischen
Ginseng-Extraktes zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten, wie z.B.
solche, die vorstehend aufgelistet sind, gerichtet. Bevorzugt ist der
Amerikanische Ginseng-Extrakt reich an Gesamtkohlenhydraten, insbesondere
Polysaccharide und Oligosaccharide. Für die Zwecke dieser Anmeldung
ist der Ausdruck „Extrakt,
welcher reich an Gesamtkohlenhydraten ist" als ein Extrakt definiert, der mindestens
40%, mindestens 50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens
80% oder mindestens 90% Gesamtkohlenhydrate enthält. Bevorzugt liegen mindestens
50%, mindestens 60%, mindestens 70%, mindestens 80% und am meisten
bevorzugt mindestens 90% der Gesamtkohlenhydrate in Form von Polysacchariden
und Oligosacchariden vor. Bevorzugte Extrakte entsprechend der Erfindung
sind in
WO 99/30725 beschrieben.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 zeigt
die Ergebnisse der Fraktion [F = (V – W)/V] für vereinte Gruppen (Behandlungs-
und Kontrollgruppen sind kombiniert) für vier Produkte (GrB, INF-γ, IL-10 und
TNF-α),
die in Start- und Enduntergruppen aufgeteilt sind, wobei (F) die
Fraktion der Produktion in Anwesenheit eines Virus (V) minus der
Produktion ohne Virus (W) geteilt durch die Produktion in Anwesenheit
des Virus ist, um die Antigen-abhängige Produktion von Cytokinen
oder GrB zu bewerten.
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2 zeigt
die B/A-Verhältnisse
mit und ohne Hinzunahme des erfindungsgemäßen Extrakts für alle Kulturprotokolle
(alles vereint = „Gesamt") und für jedes
der Antigene sowie für
die Kontrolle (= „Keine").
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3 vergleicht
die B/A-Verhältnisse
für gepaarte –CVT-E002
und +CVT-E002-Gruppen
für vereinte Kulturen
(= „Gesamt"), Geimpfte entfernt,
kein Antigen entfernt, und sowohl kein Antigen als auch Geimpfte entfernt,
für einen
visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung fanden heraus, dass ein Amerikanischer
Ginseng-Extrakt, welcher 40% oder mehr, am meisten bevorzugt etwa
60% oder mehr Gesamtkohlenhydrate enthält, wobei insbesondere mindestens
80% am meisten bevorzugt mindestens 90% der Gesamtkohlenhydrate
in Form von Polysacchariden und Oligosacchariden vorliegen, einen
Wechsel der erworbenen Immunantworten von einer zellvermittelten
Immunantwort hin zu einer Antikörper-vermittelten
Immunantwort, d.h. eine Abnahme der zellvermittelten Immunantwort
und eine Zunahme der Antikörper-vermittelten
Immunantwort, verursacht. Dieses Ergebnis ist bezeichnend für die Tauglichkeit
des Amerikanischen Ginseng-Extraktes
zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten.
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Wenn
nicht anderweitig angegeben, beziehen sich die hierin angegebenen
Prozentangaben auf Gewichts-%.
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Generell
kann ein Amerikanischer Ginseng-Extrakt gemäß der Erfindung aus Ginsengblättern und/oder
Wurzeln (bevorzugt Wurzeln) mittels einer Vielzahl im Fachgebiet
bekannter Art und Weisen hergestellt werden (siehe z.B. Oshima et
al. J. Nat. Prod., März–April 1987,
Seiten 188–190;
Shoji, J. Chemistry of Ginseng; in Yakuyoninjin (Recent Studies
an Ginseng, Tokyo, Kyoritsu Publishing Co., 1981, S. 10), wobei
normalerweise Ausbeuten von 10–40
Gewichts-% der Ginsengpflanze erzielt werden.
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Die
Herstellung der bevorzugten erfindungsgemäßen Ginseng-Extrakte ist in
WO 99/30725 offenbart. Den
hierin offenbarten allgemeinen Verfahren folgend, kann ein Fachmann
die als CVT-E002, PQ
2, PQ
2A, PQ
2B, PQ
2C, PQ
2D und PQ
223 bezeichneten
bevorzugten Ginseng-Extrakte herstellen.
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Bevorzugt
weist CVT-E002 einen Gesamtkohlenhydratgehalt von etwa 60% oder
mehr, mehr bevorzugt von etwa 60% bis etwa 70% auf. Bevorzugt weist
PQ
2 einen Gesamtkohlenhydratgehalt von etwa
40% oder mehr, mehr bevorzugt von etwa 43% bis etwa 53% auf. Bevorzugt
weist PQ
223 einen Gesamtkohlenhydratgehalt
von etwa 75% oder mehr, mehr bevorzugt von etwa 78% bis etwa 86%
auf. Gemäß dem in
PCT/US98/25724 offenbarten
Beispiel 5 wurden verschiedene Chargen dieser bevorzugten Extrakte
erhalten, und die Gesamtkohlenhydratzusammensetzung (wie gemäß dem Phenol-Schwefelsäureverfahren
von Dubois et al., Anal. Chem. 28: 350–356 (1956) bestimmt) sowie
die Gesamtproteinzusammensetzung (wie gemäß dem in Lowry et al., J. Biol.
Chem. 193: 265–275
(1951) bestimmt) wurden gemessen. Für diese Extrakte wurde die
folgende Information aufgezeigt: Tabelle 1. Vergleich von Protein- und
Kohlenhydratgehalt
| Beispiel | Protein
(Gewichtsprozent) | Kohlenhydrat
(Gewichtsprozent) |
| E002-1 | 9,32 | 66,4 |
| E002-2 | 7,38 | 69,9 |
| E002-5 | 8,31 | 60 |
| PQ2-24 | 5,6 | 52,6 |
| PQ2-25 | 5,4 | 46,8 |
| PQ2-27 | 5,3 | 43,6 |
| PQ223-7 | 5,8 | 78,0 |
| PQ223-8 | 2,8 | 81,0 |
| PQ223-9 | 2,9 | 85,2 |
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Da
der Gesamtkohlenhydratgehalt dieser Extrakte hauptsächlich Polysaccharide
und Oligosaccharide ausmachte, wurden die molaren Monosaccharidverhältnisse
für bestimmte
Fraktionen in Beispiel 6 von
PCT/US98/25724 bestimmt.
Die folgenden Monosaccharid-Zusammensetzungen
wurden erhalten: Tabelle 2. Monosaccharid-Zusammensetzung
(in mol%)
| Beispiel | Rhamnose | Galakturonsäure | Glukose | Galaktose | Arabinose |
| E002-1 | 2,8 | 17,9 | 53 | 13,3 | 13 |
| E002-2 | 1 | 13,1 | 56,7 | 12,7 | 15,2 |
| E002-3 | 2,9 | 20,4 | 42,1 | 16,5 | 16,3 |
| PQ2-22 | 3,6 | 45,1 | 15,4 | 19,8 | 16,2 |
| PQ2-26 | 3,8 | 44,2 | 15,6 | 19 | 14,4 |
| PQ2-27 | 3,8 | 44,2 | 15,6 | 19 | 14,4 |
| PQ2-28 | 4 | 45,3 | 13,8 | 20,5 | 16,3 |
| PQ223-7 | 5,5 | 40,8 | 4,1 | 28,2 | 20,3 |
| PQ223-8 | 5,4 | 38,1 | 3,9 | 29,5 | 22,1 |
| PQ223-9 | 5,4 | 36,7 | 5,4 | 28,8 | 22,7 |
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Gemäß der Erfindung
weist ein bevorzugter Extrakt, CVT-E002, einen Gesamtkohlenhydratgehalt
auf, welcher etwa 0,5–5
mol% Rhamnose und/oder etwa 11–22
mol% Galakturonsäure
und/oder etwa 40–60
mol% Glukose und/oder etwa 10–19
mol% Galaktose und/oder etwa 11–19
mol% Arabinose umfasst. Bevorzugt weist CVT-E002 einen Gesamtkohlenhydratgehalt
auf, welcher etwa 1–3
mol% Rhamnose und/oder 13–20 mol%
Galakturonsäure
und/oder etwa 42–57
mol% Glukose und/oder etwa 12–17
mol% Galaktose und/oder etwa 13–17
mol% Arabinose umfasst. Wie durch die Bezeichnung „und/oder" angegeben, ist die
Anwesenheit des offenbarten Bereiches für all diese Monosaccharide
nicht kritisch. Ein oder mehrere dieser Monosaccharide (bevorzugt
nicht mehr als zwei) können
daher außerhalb
des offenbarten Bereiches liegen, ohne die Brauchbarkeit des Extraktes
zu beeinflussen.
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Ein
bevorzugter Extrakt, PQ2, weist einen Kohlenhydratgehalt
auf, welcher etwa 2–6
mol% Rhamnose und/oder etwa 41–49
mol% Galakturonsäure
und/oder etwa 12–18
mol% Glukose und/oder etwa 16–22
mol% Galaktose und/oder etwa 12–19
mol% Arabinose umfasst. Bevorzugt weist PQ2 einen
Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 3–5 mol% Rhamnose und/oder etwa
43–47
mol% Galakturonsäure
und/oder etwa 14–16
mol% Glukose und/oder etwa 18–20
mol% Galaktose und/oder etwa 14–17
mol% Arabinose umfasst. Am meisten bevorzugt weist PQ2 einen
Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 4 mol% Rhamnose und/oder
etwa 45 mol% Galakturonsäure
und/oder etwa 15 mol% Glukose und/oder etwa 19 mol% Galaktose und/oder
etwa 15 mol% Arabinose umfasst. Wie im Falle von CVT-E002 ist das
Vorliegen des offenbarten Bereichs für all diese Monosaccharide
nicht kritisch. Ein oder mehrere dieser Monosaccharide (bevorzugt
nicht mehr als zwei) können
daher außerhalb
des offenbarten Bereichs liegen, ohne die Brauchbarkeit des Extraktes zu
beeinflussen.
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Ein
bevorzugter Extrakt, PQ223, weist einen
Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 3–8 mol% Rhamnose und/oder etwa
36–44
mol% Galakturonsäure
und/oder etwa 2–7
mol% Glukose und/oder etwa 25–33
mol% Galaktose und/oder etwa 17–25
mol% Arabinose umfasst. Bevorzugt weist PQ223 einen
Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 4–7 mol% Rhamnose und/oder etwa
37–42
mol% Galakturonsäure und/oder
etwa 3–6
mol% Glukose und/oder etwa 27–32
mol% Galaktose und/oder etwa 19–24
mol% Arabinose umfasst. Am meisten bevorzugt weist PQ223 einen
Gesamtkohlenhydratgehalt auf, welcher etwa 5 mol% Rhamnose und/oder
etwa 39 mol% Galakturonsäure
und/oder etwa 4 mol% Glukose und/oder etwa 29 mol% Galaktose und/oder
etwa 21 mol% Arabinose umfasst. Wie im Falle von CVT-E002 und PQ2 ist das Vorliegen des offenbarten Bereichs
für all
diese Monosaccharide nicht kritisch. Ein oder mehrere dieser Monosaccharide (bevorzugt
nicht mehr als zwei) können
daher außerhalb
des offenbarten Bereichs liegen, ohne die Brauchbarkeit des Extraktes
zu beeinflussen.
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Die
erfindungsgemäßen Extrakte
können
einem Warmblüter,
der einer Behandlung von Autoimmunkrankheiten bedarf, mittels intravenöser, parenteraler,
topischer, oraler oder rektaler Verabreichung oder mittels Inhalation
verabreicht werden. Für
Dosierungen kann der Extrakt mittels anerkannter pharmazeutischer Verfahren
durch Kombinieren des Extraktes mit einem konventionellen Träger, Hilfsmittel,
Binder, Konservierungsmittel, Stabilisator, Farbstoff, einem jeweils
erforderlichen Mittel oder dergleichen in Form von Tabletten, Kapseln,
Flüssigkeiten,
Pastillen, Lotionen oder Zäpfchen
formuliert werden. Tagesdosierungen liegen im Bereich von 0,1 mg
bis 5000 mg pro kg Körpergewicht
bei Tagesdosen zwischen 1 und 10, bevorzugt zwischen 0,5 mg bis
70 mg pro kg Körpergewicht.
Die Dosierungen hängen
von der Aktivität
der spezifischen Verbindung, dem Alter, dem Gewicht, dem Geschlecht
und den Bedingungen des zu behandelnden Subjektes, von der Art und
Schwere der Krankheit, der Häufigkeit
und der Verabreichungsart, etc. ab. Geeignete Dosierungen können durch
einen Fachmann ohne unzulässiges
Experimentieren ermittelt werden. Die Extrakte können auch mit Arzneimitteln oder
jedweden anderen natürlichen
Substanzen kombiniert werden, deren Wirksamkeit bei der Behandlung
des besagten Zustandes bekannt ist.
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Die
Erfindung wird nun im Weiteren durch die folgenden Beispiele erläutert, welche
die Wirksamkeit der vorliegenden Erfindung zeigen.
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Population:
Die Studienpopulation bestand aus 37 Mitgliedern eines professionellen
Hockeyclubs, der Edmonton Oilers-Mannschaft und Organisation. Diese
Personen wurden, wo es möglich
war, willkürlich
in zwei Gruppen – Diejenigen,
die CVT-E002 während
des experimentellen Zeitraumes einnahmen und Diejenigen, die dies
nicht taten (entsprechend Gruppen 18 und 19) – eingeteilt. Einige Personen
(sechs in der Kontrollgruppe und vier in der CVT-E002 Gruppe) wurden
zwischen dem 20. Oktober und dem 30. Oktober 1998 mit einer Kombination
der Influenza-Stämme
A/Beijing, A/Sydney und B/Harbin geimpft.
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Probenprotokoll:
Am 28. September 1998 wurde eine vorausgehende Blutprobe (Gruppe
A) genommen, gefolgt von einem Monat, während dem die Personen durchweg
CVT-E002 einnahmen (2 Tabletten pro Tag mit einer sehr guten Einhaltung)
oder dies nicht taten. Zwischen dem 27. Oktober und dem 03. November 1998
wurde dann eine zweite Blutprobe (Gruppe B) genommen. Beide Blutproben
wurden sofort kultiviert (für das
Analyseprotokoll siehe unten).
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Analyseprotokoll:
Suspensionen peripherer Blutleukozyten (PBL) wurden mittels einer
Einschritt-Dichtezentrifugation wie bereits beschrieben (McElhaney
et al. Vaccine 14: 539–544
(1996) präpariert.
Dies trennt die roten Blutzellen und Neutrophilen von PBL, die Monozyten,
Lymphozyten und andere weiße
Blutzellen (wie beispielsweise zirkulierende dendritische Zellen)
umfassen. PBL wurden zu 1,5 × 106 pro ml in RPMI, 10% fötales Rinderserum suspendiert
und mit oder ohne lebenden Influenzaviren (drei unterschiedliche
Stämme – B/Harbin,
A/Johannesberg, A/Nanchang – für insgesamt
vier unterschiedliche Kulturen einer jeden Probe) kultiviert. Kulturüberstände und
Zellen wurden nach 2,5 und 6 Kultivierungstagen gesammelt. Seren
der Originalproben wurden hinsichtlich der Gesamt-Ig-Konzentrationen
mittels ELISA wie unten beschrieben beurteilt.
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Überstandskonzentrationen
von IL-2 wurden mittels eines Bioassays gemessen und Zelllysatschwellwerte
von Gr.-B wurden mittels einer spezifischen Cystein-Aspartase-Spaltung
des Substrates t-butyloxycarbonyl-Ala-Ala-Asp-4-Nitroanalin wie bereits beschrieben
wurde (McElhaney et al., siehe oben) gemessen. IL-10, IL-12, IFN-γ und TNF-α aus den
Kulturüberständen wurden
mittels ELISA wie bereits beschrieben wurde (McElhaney et al., siehe
oben) gemessen. Die Konzentration wurde relativ zu simultan aufgenommenen
Standardkurven berechnet und in ng/ml (IL-10, IL-12, IFN-γ und TNF-α) oder Units/ml
(IL-2) Kulturüberstand
oder ASPase-Aktivitäts-Units/mg
Protein (GrB) angegeben.
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Wenn
mehr als die Hälfte
der Kulturproben Werte für
ein Cytokin enthielt, die unterhalb der Testnachweisgrenze lagen,
wurde die Analyse dieses Cytokins verworfen. Daher wurde die IL-12
Produktion von der Analyse ausgeschlossen. Waren die Werte anderer
Produkte (in seltenen Fällen)
unterhalb der Nachweisgrenze, wurden die Werte auf die Nachweisgrenze
der Untersuchung anstatt auf Null gesetzt. Aufgrund des Fehlens
einer Blutprobe am Ende der Studie (28. Oktober bis 03. November)
wurde eine Person von der Studie ausgeschlossen. Standen für eine vollständige Analyse
zu wenig Zellen zur Verfügung,
wurden nicht alle Untersuchungen durchgeführt. Alle Untersuchungen wurden
an paarweisen Studien durchgeführt.
Wenn eine Probe aus der zweiten Blutentnahme (die B-Probe) nicht
erhältlich
war, wurde daher auch die entsprechende A-Probe ausgeschlossen.
Serum-Ig-Werte wurden mittels des ELISA-Verfahrens gemessen.
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Auf
Basis der Konzentrationsdaten wurden sowohl nicht parametrische
(Mann-Whitney) und
parametrische (ANOVA) statistische Analysen durchgeführt. Da
die Personen sehr unterschiedliche Werte für die vorstehend genannten
Cytokine und Gr.-B zeigten, wurden die Daten analysiert und die
Statistiken wurden im Hinblick auf das Verhältnis der in den PBL-Kulturen
erzeugten Konzentrationen von dem Ende (B = die zweite Blutentnahme
= 27. Oktober bis 03. November) und dem Beginn (A = die erste Blutentnahme
= 28. September) der Studie (das B/A-Verhältnis) erstellt. Im Hinblick
auf die P-Werte ist eine Signifikanz gegeben, wobei 0,05 als signifikant
erachtet wird.
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Die
Immunglobulin (Ig-)Werte in den Blutproben vor und nach der Behandlung
wurden direkt gemessen. Die IL-12, IL-10, IL-2, IFN-γ, TNF-α Werte der
Kulturüberstände und
die Gr.-B Werte der Lysate wurden für die vier Kulturanordnungen
(drei unterschiedliche Viren und kein-Antigen-Kontrollen) an allen
PBL-Proben bestimmt. Basierend auf der Fraktion der „unterhalb
des Nachweises"-Untersuchungen,
wurde die IL-12 Produktion von der Studie ausgeschlossen. Das Verhältnis der
Werte für
Cytokin oder Gr.-B vor und nach dem einmonatigen Behandlungszeitraum
(B/A-Verhältnisse)
wurde für
jede Person und für
jede Kulturbehandlung (vier Verhältnisse
pro Person) berechnet. Diese Verhältnisse wurden dann wie vorstehend
beschrieben statistisch verglichen. Die Ergebnisse für jedes
Cytokin/Gr.-B sind nachstehend zusammengefasst.
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Um
die Antigen-abhängige
Produktion der Cytokine oder GrB zu bestimmen, wurde die Fraktion
(F) der Produktion in Anwesenheit des Virus (V) minus der Produktion
ohne Virus (W) geteilt durch die Produktion in Anwesenheit des Virus
berechnet [F = (V – W)/V].
Diese Fraktion ist in 1 für vereinte Gruppen (Behandlungs-
und Kontrollgruppen kombiniert) für die vier Produkte (GrB, IFN-γ, IL-10 und TNF-α), aufgeteilt
in die Start-(A) und End-(B) Untergruppen gezeigt. Die Ergebnisse
lassen vermuten, dass 65%–95%
der Cytokin-Produktion
Antigen-spezifisch sind, dass jedoch weniger als 30% der GrB-Produktion Antigen-spezifisch sind.
Die Antigen-abhängige
Fraktion blieb zwischen den beiden Blutproben weitestgehend konstant.
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Die
Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst und nachfolgend
erörtert. Tabelle 3. ANOVA-Analyse kombinierter
Daten, welche die P-Werte für
die Produktion der unterschiedlichen Cytokine oder GrB zeigen.
| Produkt | P-Wert für Unterschied
mit: |
| CVT-E002
(Kalt-Fx) | Antigen
(Virus) |
| Granzym-B
(kombiniert) | 0,016 | 0,68 |
| TNF-α (kombiniert) | 0,992 | 0,148 |
| TNF-α (nicht geimpft) | 0,861 | 0,046 |
| IL-10
(kombiniert) | 0,267 | 0,015 |
| INF-γ (kombiniert) | 0,177 | 0,736 |
| IL-2
(kombiniert) | 0,286 | 0,413 |
| IL-2
(nicht geimpft) | 0,238 | 0,197 |
| Ig
(kombiniert) | 0,122 | nicht
anwendbar |
| Ig
(nicht geimpft) | 0,140 | nicht
anwendbar |
Tabelle 4. Mann-Whitney-Analyse der Effekte
von CTV-E002 (Kalt-Fx) auf Bevor/Danach-Produktionsverhältnisse.
| Immunologischer Parameter | Signifikanz
(P-Wert) für
Gruppen mit folgen den Einschlüssen: |
| Alle
Gruppen1,2 | Nur
nicht geimpft2 | Virus-Kulturen2 | Virus-Kulturen2, nicht
geimpft2 | Nur
Harbin1 |
| GrB | 0,012 | 0,025 | 0,0068 | 0,021 | 0,021 |
| TNF-α | 0,106 | 0,041 | 0,0069 | 0,0007 | 0,028 |
| IL-10 | 0,963 | 0,669 | 0,778 | 0,482 | 0,105 |
| INF-γ | 0,269 | 0,475 | 0,311 | 0,624 | 0,165 |
| IL-2 | 0,120 | 0,023 | 0,110 | 0,027 | 0,888 |
| Ig | 0,192 | 0,140 | NA | NA | NA |
- 1 B/A-Verhältnisse ± SD für +Kalt-Fx
und –Kalt-Fx
Gruppenbalken dargestellt in 2.
- 2 B/A-Verhältnisse ± SD für +Kalt-Fx und –Kalt-Fx
Gruppenbalken dargestellt in 3.
- NA = nicht anwendbar
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Granzym-B
Produktion: Die vorstehenden Tabellen unterteilen die Daten in zweierlei
Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder
in dreierlei Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen
oder geimpft wurden). 55 Kulturproben (aus insgesamt 148) wurden
von der Analyse ausgenommen.
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Tabelle
3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse mit post-hoc-t-Tests.
Sie gibt an, dass die B/A-Verhältnisse
der Gr-B-Produktion mit und ohne CVT-E002 signifikant voneinander
verschieden waren (P = 0,016), dass jedoch das Verhältnis von
der Anwesenheit oder Abwesenheit von Antigen unbeeinflusst blieb (P
= 0,68). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse
mit und ohne CVT-E002 (Kalt-Fx)
für alle
Kulturprotokolle (alle vereint = „Gesamt") sowie für jedes der Antigene und für die Kontrolle
(= „Kein"). Es ist zu beachten,
dass alle Kulturgruppen aus der CVT-E002 behandelten Gruppe eine
Abnahme in der Gr-B Produktion zeigen. Die Scheffe-post-hoc-Analyse
mit einem Signifikanzwert von 5% zeigt eine Abnahme im B/A-Verhältnis aufgrund der
CVT-E002 Behandlung auf 0,246 mit einem P-Wert von 0,0147. Die ungepaarte
t-Testanalyse zeigt, dass CVT-E002 das B/A-Verhältnis für alle kombinierten Kulturgruppen
(P = 0,013) und für
das Harbin-Virus Antigen allein (P = 0,036) signifikant herabsetzte,
jedoch die B/A-Verhältnisse
für alle
anderen, einschließlich
der Kontrollgruppe nicht signifikant beeinflusste.
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Die
Mann-Whitney-Analyse (zusammengefasst in Tabelle 4) zeigte ebenso
B/A-Verhältnisse,
die sich in den vereinten Analysen (P = 0,012) und den vereinten
Analysen, in denen die geimpften Personen entfernt wurden (P = 0,025)
signifikant unterschieden, dass CVT-E002 jedoch die vereinten B/A-Verhältnisse
für geimpfte
Personen (P = 0,215) nicht signifikant beeinflusste. Die Mann-Whitney-Analyse
zeigte ebenso, dass CVT-E002 Antigen-spezifische vereinte B/A-Verhältnisse
(P = 0,0068) sowie die Produktion in Anwesenheit des Virus, nicht
geimpfte Verhältnisse
(P = 0,021) sehr signifikant herabsetzt. Die Mann-Whitney-Analyse
bestätigte,
die aus dem ungepaarten t-Test hervorgegangenen Ergebnisse, dass
CVT-E002 nur die B/A-Verhältnisse
für die
Harbin Antigen-Kulturen, sowohl vereint (P = 0,021) als auch nicht
geimpft (P = 0,021), signifikant herabsetzt. 3 vergleicht
die B/A-Verhältnisse
für gepaarte –CVT-E002
und +CVT-E002-Gruppen für
vereinte Kulturen, für
Kulturen, in denen Geimpfte entfernt wurden, kein Antigen entfernt
wurde und sowohl kein Antigen als auch Geimpfte entfernt wurden,
für einen
visuellen Vergleich zu der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
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Produktion
von TNF-α:
Die beschreibenden Statistiken für
Daten vom Tag 2,5 der Kultur sind in den obigen Tabellen zusammengefasst,
in denen die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen und ob die
Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht (in Antigen
und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft wurden) unterteilt
sind. 48 Proben (von insgesamt 152) wurden von der Analyse ausgenommen.
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Tabelle
3 zeigt sowohl die ANOVA-Analyse der Verhältnisse für alle Proben als auch die
selbe Analyse, in denen die geimpften Personen entfernt wurden.
Diese Daten zeigen, dass die TNF-α Produktion
mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant verschieden waren (P = 0,992
oder 0,861), dass jedoch ein signifikanter Effekt des Antigens auf
die B/A-Verhältnisse
in der nicht geimpften Gruppe (P = 0,046) auftrat. 2 zeigt
die B/A-Verhältnisse
mit und ohne CVT-E002
für alle
Kulturprotokolle, für
jedes der Antigene und für
die Kontrolle (= „Kein"). Der signifikante
Effekt des Antigens auf die B/A-Verhältnisse leitet sich aus allen
Antigen-enthaltenden Kulturgruppen ab, die aufgrund der CVT-E002-Behandlung einen
Anstieg, jedoch eine Abnahme in dem B/A-Verhältnis in der Antigen-unabhängigen Kulturgruppe
zeigen. Die Scheffe-post-Analyse vereinter Gruppen mit einem Signifikanzwert
von 5% zeigt eine Abnahme in dem B/A-Verhältnis
aufgrund der CVT-E002 Behandlung auf 0,531 mit einem P-Wert von 0,695.
Die ungepaarte t-Test-Analyse zeigt, dass CVT-E002 das B/A-Verhältnis für alle kombinierten
Kulturgruppen nicht signifikant herabsetzt (P = 0,843), einzig für das Nanchang-Virus-Antigen
allein jedoch annähernd
eine Signifikanz erreicht (P = 0,079) und nicht signifikant die
B/A-Verhältnisse
für alle
anderen, einschließlich
der Kontrollgruppe beeinflusst. Die ungepaarte t-Test-Analyse der
Wirkung von CVT-E002 auf die die B/A-Verhältnisse zeigt, wenn hinsichtlich
der Impfung korrigiert, dass P-Werte für die nicht geimpften Gruppen
immer niedriger sind, dass jedoch nur die nicht geimpfte Harbin-Kulturgruppe signifikant
ist (P = 0,044). Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigte ebenso,
dass die B/A-Verhältnisse
in den vereinten Analysen (P = 0,106) und den vereinten Analysen
mit geimpften Personen (P = 0,811) nicht signifikant verschieden
sind, dass jedoch CVT-E002 die vereinten B/A-Verhältnisse
für nicht
geimpfte Personen (P = 0,041) signifikant herabsetzte. Im Gegensatz
dazu zeigte die Mann-Whitney-Analyse, dass CVT-E002 die vereinten
B/A-Verhältnisse
in Virus-enthaltenden Kulturen, die als separater Zusammenschluss
betrachtet werden (P = 0,069) sowie derjenigen Kulturen, in denen
die geimpfte Gruppe ausgeschlossen wurde (P = 0,0007) sehr signifikant
erhöhte.
Die Mann Whitney-Analyse bestätigte
den ungepaarten t-Test, in dem sie zeigt, dass CVT-E002 die B/A-Verhältnisse
für die
Harbin-Antigen-Kulturen sowohl vereint (P = 0,028) als auch nicht
geimpft (P = 0,028) signifikant erhöhte und zudem einen signifikanten
Effekt von CVT-E002 bei Kulturen, welche mit dem Johannesberg-Virus
behandelt wurden, zeigte (P = 0,029). 3 vergleicht
die B/A-Verhältnisse
für gepaarte –CVT-E002
und +CVT-E002-Gruppen für
vereinte Kulturen, Kulturen in denen Geimpfte entfernt wurden, in
denen kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen
als auch die Geimpften entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich
mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
-
IL-10
Produktion: Die beschreibenden Statistiken sind in den vorstehenden
Tabellen zusammengefasst, die die Daten in zweierlei Hinsicht (in
Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei
Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder
geimpft wurden) einteilen. 55 Kulturproben (von insgesamt 148) wurden
von der Analyse ausgenommen.
-
Tabelle
3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse. Sie gibt an, dass
die B/A-Verhältnisse
der IL-10 Produktion mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant voneinander
verschieden waren (P = 0,267), dass jedoch ein signifikanter Effekt
eines Antigens auf die B/A-Verhältnisse
in der kombinierten Gruppe (geimpft + nicht geimpft) vorlag (P =
0,015). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse
mit und ohne CVT-E002 für
alle Kulturprotokolle und für
jedes der Antigene und für
die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten,
dass die B/A-Verhältnisse
von zwei der drei Virus-enthaltenden Kulturgruppen durch CVT-E002
erhöht
wurden und eines (J'berg)
herabgesetzt wurde. Die Antigen unabhängigen B/A-Verhältnisse
waren viel größer als
die Anstiege in den Virus enthaltenden Kulturen (was den signifikanten
Effekt von Antigen auf die B/A-Verhältnisse erklärt), wobei
es sich bei dem Effekt von CVT-E002 um einen sehr starken Anstieg
handelte.
-
Die
Scheffe post hoc-Analyse mit einem Signifikanzwert von 5% zeigt
aufgrund der CVT-E002 Behandlung einen 7-fachen Anstieg im B/A-Verhältnis mit
einem P-Wert von 0,233. Die ungepaarte t-Test-Analyse zeigt ebenso,
dass CVT-E002 das
B/A-Verhältnis
für alle
kombinierten Kulturgruppen (P = 0,260) signifikant erhöhte und
die B/A-Verhältnisse
für eine
beliebige einzelne Gruppe nicht signifikant beeinflusste. Die Mann-Whitney-Analyse
(Tabelle 4) zeigte ebenso, dass die B/A-Verhältnisse in der vereinten Analyse
(P = 0,963), der vereinten Analyse, in welcher geimpfte Personen
entfernt wurden (P = 0,669) oder in der Analyse, in denen die geimpften
Personen entfernt wurden und nur Reaktionen in Virus enthaltenden
Kulturen eingeschlossen waren, durch CVT-E002 nicht signifikant beeinflusst werden. 3 vergleicht
die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002
und +CVT-E002 Gruppen für
vereinte Kulturen, Kulturen, in denen die Geimpften entfernt wurden,
in denen kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen
als auch Geimpfte entfernt wurden, für einen visuellen Vergleich
mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
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IFN-γ Produktion:
Die beschreibenden Statistiken sind in den vorstehenden Tabellen
zusammengefasst, die die Daten in zweierlei Hinsicht (in Antigen
und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei Hinsicht
(in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder geimpft
wurden) unterteilen. 55 Kulturproben (von insgesamt 148) wurden
von der Analyse ausgeschlossen.
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Tabelle
3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse. Sie gibt an, dass
die B/A-Verhältnisse
der IFN-γ Produktion
mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant verschieden waren (P = 0,177)
und das kein signifikanter Effekt des Antigens auf die B/A-Verhältnisse
in der kombinierten Gruppe (Geimpfte + nicht Geimpfte) vorlag (P =
0,736). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse
mit und ohne CVT-E002 für
alle Kulturprotokolle und für
jedes der Antigene und für
die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten,
dass die B/A-Verhältnisse
aller drei Virus-enthaltenden Kulturgruppen durch CVT-E002 herabgesetzt
wurden und dass Antigen-unabhängige B/A-Verhältnisse im
Wesentlichen unverändert
blieben. Die Scheffe post hoc-Analyse mit einem Signifikanzwert
von 5% zeigt aufgrund der CVT-E002 Behandlung eine 0,36-fache Abnahme
im B/A-Verhältnis
mit einem P-Wert von 0,16. Die ungepaarte t-Test-Analyse zeigt ebenso,
dass CVT-E002 die B/A-Verhältnisse
für alle
kombinierten Kulturgruppen (P = 0,152) nicht signifikant herabsetzte,
jedoch für
die Harbin-Gruppe eine Signifikanz erreichte (P = 0,098). Die Mann-Whitney-Analyse
(Tabelle 4) zeigte ebenso, dass die B/A-Verhältnisse
in der vereinten Analyse (P = 0,269), in der vereinten Analyse,
in welcher die geimpften Personen entfernt wurden (P = 0,475) oder in
der Analyse, in welcher die geimpften Personen entfernt wurden und
nur Antigen-spezifische
Antworten eingeschlossen sind, durch CVT-E002 nicht signifikant
beeinflusst wurden. 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse für gepaarte –CVT-E002 und +CVT-E002-Gruppen
für vereinte
Kulturen, Kulturen, in denen die Geimpften entfernt wurden, in denen
kein Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen als
auch Geimpfte entfernt wurden, für
einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
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IL-2
Produktion: Die beschreibenden Statistiken sind in den oben stehenden
Tabellen zusammengefasst, die die Daten in zweierlei Hinsicht (in
Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen) oder in dreierlei
Hinsicht (in Antigen und ob die Personen CVT-E002 einnahmen oder
geimpft wurden) unterteilen. 48 Kulturproben (von insgesamt 152)
wurden von der Analyse ausgeschlossen.
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Tabelle
3 zeigt die ANOVA-Analyse der Verhältnisse. Sie gibt an, dass
die B/A-Verhältnisse
der IL-2 Produktion mit und ohne CVT-E002 nicht signifikant verschieden
waren (P = 0,286) und das kein signifikanter Effekt eines Antigens
auf die B/A-Verhältnisse
in der kombinierten Gruppe (Geimpfte + nicht Geimpfte) auftrat (P
= 0,413). 2 zeigt die B/A-Verhältnisse
mit und ohne CVT-E002 für
alle Kulturprotokolle und für
jedes der Antigene und für
die Kontrolle (= „Kein"). Es ist zu beachten,
dass die B/A-Verhältnisse
von zwei der Virus-enthaltenden Kulturgruppen durch CVT-E002 erhöht wurden
und eines herabgesetzt wurde. Antigen-unabhängige B/A-Verhältnisse
waren im Wesentlichen unverändert.
Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle 4) zeigte zudem, dass die B/A-Verhältnisse
in der vereinten Analyse (P = 0,120) durch CVT-E002 nicht signifikant
beeinflusst wurden. Jedoch zeigt die Mann-Whitney-Analyse der nicht-geimpften
Gruppe, dass CVT-E002 die B/A-Verhältnisse signifikant herabsetzt
(P = 0,023), jedoch die Verhältnisse
in der nicht geimpften, Virus belasteten Gruppe signifikant erhöht (P =
0,027). 3 vergleicht die B/A-Verhältnisse
für gepaarte –CVT-E002
und +CVT-E002-Gruppen für
vereinte Kulturen, Kulturen in denen Geimpfte entfernt wurden, kein
Antigen entfernt wurde und in denen sowohl kein Antigen als auch
die Geimpften entfernt wurden, für
einen visuellen Vergleich mit der in Tabelle 4 gezeigten Mann-Whitney-Analyse.
-
Ig-Konzentrationen
der Blutproben: Die Immunglobulin-(Ig-)Werte in den Blutproben vor
und nach der Behandlung wurden direkt gemessen. CVT-E002 erhöht die Serum
Ig-Werte, obwohl der Effekt nicht signifikant ist (2).
Die ANOVA-Analyse der Effekte von CVT-E002 in den kombinierten und
nicht geimpften Gruppen (Tabelle 3) zeigt, dass eine Signifikanz
fehlt (P = 0,122 bzw. 0,140). Die Mann-Whitney-Analyse (Tabelle
4) zeigt ebenso eine Nicht-Signifikanz
(P = 0,192 bzw. 0,140).
-
Die
signifikanten Befunde zeigen, dass eine CVT-E002 Behandlung im Allgemeinen
die B/A-Verhältnisse
für die
IL-10 Produktion und die Ig-Werte (Indikatoren der TH2-Antwort)
erhöhen
und die B/A-Verhältnisse
für die
GrB- und IFN-γ Produktion
(TH1-Indikatoren) herabsetzt. Die Ergebnisse weisen daraufhin, dass
sich CVT-E002 hervorragend zur Behandlung zellvermittelter Autoimmunkrankheiten
(z.B. autoimmune Diabetes, Crohn-Krankheit, MS, frühzeitige
rheumatoide Arthritis (RA)) eignet. Andere Komplikationen, wie z.B.
eine in utero-Übertragung
von CMV und Toxoplasmen und Schwangerschafts-induzierter Bluthochdruck (Prä-Eklampsie)
sind ebenfalls mit anomalen TH1-Antworten
in Verbindung gebracht worden. Die Art und Weise des moderaten TH1-zu-TH2-Wechsels,
den CVT-E002 zu erzielen scheint, ist dem in der Schwangerschaft
beobachteten Wechsel sehr ähnlich
(obwohl in der Schwangerschaft auch Antigen-spezifische TNF-α Antworten unterdrückt sind).
RA geht während
der Schwangerschaft zurück
und flammt nach der Geburt wieder auf, wenn das TH1/TH2-Verhältnis zu
dem Gleichgewicht, wie es vor der Schwangerschaft bestand, zurückkehrt.