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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf die Verwendung von Naringin oder Naringenin zur Zubereitung
eines Medikaments zur Vorbeugung oder Behandlung einer Lebererkrankung
in einem Säugetier,
wobei die Lebererkrankung ausgewählt
ist aus der Gruppe, die Hepatitis, Fettleber, alkoholische Fettleber
und Leberzirrhose umfaßt.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Eine Schädigung der Leberfunktionen
kann aufgrund einer exzessiven Alkoholaufnahme oder Aufnahme von
Nahrungsmitteln, die einen hohen Lipidgehalt haben, oder einer Infektion
mit Hepatitis B- oder C-Viren auftreten und sich zu einer Hepatitis,
Leberzirrhose oder zu Leberkrebs entwickeln. Insbesondere verursacht die übermäßige Aufnahme
fetthaltiger Nahrungsmittel und Alkohol eine Fettleber, wobei eine
große
Menge der Lipide im Lebergewebe abgelagert wird und die Spiegel
von Serum-GOT (Glutamatoxalacetattransaminase), -GPT (Glutamatpyruvattransaminase)
und -γ-GTP
(γ-Glutamyltranspeptidase)
erhöht
sind. (T. Banciu et al., Med. Interne., 20, 69–71 (1982); und A. Par et al.,
Acta. Med. Acad. Sci. Hung., 33, 309–319 (1976)).
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Es sind zahlreiche Anstrengungen
unternommen worden, um Arzneimittel zu entwickeln, die ACAT-Aktivität inhibieren;
und als Ergebnis ist von mehreren Verbindungen berichtet worden,
die aus den Kulturen verschiedener Mikroorganismen isoliert worden
sind. Beispiele für
solche Verbindungen beinhalten Pyripyropene, die aus der Kultur
von Aspergillus fumigatus (S. Omura et al., J. Antibiotics, 46,
1168–1169
(1993)) isoliert wurden und Acaterin, isoliert aus Pseudomonas sp.
(S. Nagamura et al., J. Antibiotics, 45, 1216–1221 (1992)).
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Demzufolge bestand weiterhin ein
Bedürfnis,
vorbeugende Agenzien oder Agenzien zur Behandlung von Lebererkrankungen
zu entwickeln.
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Die Erfinder waren bestrebt, einen
neuen und starken ACAT-Inhibitor, Makrophagen-Lipid-Komplex-Anreicherungs-Inhibitor
und ein Behandlungsagens für
die Lebererkrankungen aus natürlichen
Materialien zu entwickeln und haben als Ergebnis entdeckt, daß Naringin
oder Naringenin eine starke ACAT-inhibitorische Aktivität, Makrophagen-Lipid-Komplex-Anreicherungs-inhibitorische
Aktivität
und eine vorbeugende oder behandelnde Aktivität bei Hepatitis, Fettleber,
alkoholischer Fettleber und Leberzirrhose hat.
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Naringin (C27H32O14, M. W.: 580,53)
und das Aglycon von Naringin, Naringenin (C15H12O5, M. W.: 272,25)
sind Flavonoide, die in Limonen, Grapefruits, Tangerinen, Zitronen
und Orangen (Citrus sinensis) gefunden werden (Horowitz, Gentili,
Tetrahedron, 19, 773 (1963)).
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Es ist berichtet worden, daß Naringin
oder Naringenin anti-Krebs-, anti-virale und Cholesterin-senkende
Aktivitäten
hat, EP-A-0352147 (Monforte, M. T., et al., Farmaco., 50(9), 595– 599 (1995,
Sep.); JP 95-86929; JP 95-86930; Felica, V., et al., J. Med. Virol.,
15, 71–79
(1985);
EP 0352147
A2 (1990.1.24); und Martin, M. J., et al., Pharmacal.,
49, 144–150
(1994)).
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Des weiteren ist Naringin als ein
bitter-schmeckendes Agens, Süßstoff oder
Grundlage für
Kaugummi verwendet worden. Es ist jedoch bisher die vorbeugende
oder behandelnde Aktivität
von Naringin oder Naringenin gegen Hepatitis, Fettleber, alkoholische
Fettleber und Leberzirrhose nicht berichtet worden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Dementsprechend ist es ein Ziel der
vorliegenden Erfindung, eine neue Verwendung von Naringin oder Naringenin
zur Vorbeugung oder Behandlung von Hepatitis, Fettleber, alkoholischer
Fettleber und Leberzirrhose in einem Säugetier zur Verfügung zu
stellen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die obigen und andere Ziele und Eigenschaften
der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende Beschreibung
der Erfindung offensichtlich werden, wenn sie im Zusammenhang mit
den anhängenden
Zeichnungen betrachtet wird, in denen:
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1A, 1B und 1C die Arterien der Kaninchen zeigen,
denen jeweils 1% Cholesterin; 1% Cholesterin plus 1 mg/kg Lovastatin®;
und 1% Cholesterin plus 0,1% Naringin verabreicht wurde; und
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2A, 2B und 2C die mikroskopischen Eigenschaften
der Lebern der Kaninchen, denen jeweils 1% Cholesterin; 1% Cholesterin
plus 1 mg/kg Lovastatin®; und 1% Cholesterin plus
0,1% Naringin verabreicht wurde, darstellen.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung wird eine Verwendung von Naringin oder Naringenin zur
Vorbeugung oder Behandlung von Hepatitis, Fettleber, alkoholischer
Fettleber und Leberzirrhose in einem Säugetier zur Verfügung gestellt.
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Naringin und Naringenin können aus
der Schale von Zitrusfrüchten
extrahiert oder entsprechend den bei Zemplen, Bognar, Ber., 75,
1043 (1943) und Seka, Prosche, Monatsh., 69, 284 (1936), beschriebenen
Verfahren synthetisiert werden. Des weiteren kann Naringenin durch
Hydrolyse von Naringin hergestellt werden.
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Naringin oder Naringenin üben eine
vorbeugende oder behandelnde Wirkung auf Hepatitis, Fettleber, alkoholische
Fettleber und Leberzirrhose bei einer Dosis von 0,1 mg/kg/Tag oder
mehr aus, wobei die inhibitorische Wirkung mit der Dosis derselben
ansteigt.
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Darüber hinaus zeigen trotz ihrer
starken Wirksamkeit Naringin oder Naringenin bei Tests mit Mäusen eine
geringe Toxizität
oder Mitogenität.
Insbesondere zeigen Naringin oder Naringenin keine Toxizität, wenn sie
einer Maus mit einer Dosis von 1.000 mg/kg oral verabreicht werden,
was einer oralen Verabreichungsdosis von 50 bis 100 g/kg Körpergewicht
Naringin oder Naringenin bei einer Person, die 50 kg wiegt, entspricht.
Des weiteren zeigen Naringin und Naringenin keine gegenteiligen
Wirkungen auf die Leberfunktion.
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Die vorliegende Erfindung stellt
auch eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Vorbeugung oder Behandlung
von Hepatitis, Fettleber, alkoholischer Fettleber und Leberzirrhose
zur Verfügung,
die Naringin oder Naringenin als Wirkstoff und einen pharmazeutisch
akzeptablen Arzneiträger,
Träger
oder Verdünnungsmittel
umfaßt.
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Eine pharmazeutische Formulierung
kann im Einklang mit jedem der herkömmlichen Verfahren hergestellt
werden. Bei der Herstellung der Formulierung wird der Wirkstoff
bevorzugt mit einem Träger
vermischt oder verdünnt
oder in einen Träger
eingeschlossen, der die Form einer Kapsel, Säckchens oder eines anderen Behälters hat.
Wenn der Träger
als ein Verdünnungsmittel
dient, kann er aus einem festen, halbfesten oder flüssigen Material
bestehen, das als ein Träger,
Arzneiträger
oder Hilfsmittel für
den Wirkstoff dient. Somit können
die Formulierungen in Form einer Tablette, Pille, Pulver, Säckchen,
Elixier, Suspension, Emulsion, Lösung, Sirup,
Aerosol, weiche und harte Gelatinekapsel, sterile, injizierbare
Lösung,
steriles, verpacktes Pulver und ähnliches
vorliegen.
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Beispiele geeigneter Träger, Arzneiträger und
Verdünnungsmittel
sind Lactose, Dextrose, Sucrose, Sorbitol, Mannitol, Stärken, Akaziengummi,
Alginate, Gelatine, Calciumphosphat, Calciumsilikat, Cellulose, Methylcellulose,
mikrokristalline Cellulose, Polyvinylpyrrolidon, Wasser, Methylhydroxybenzoate,
Propylhydroxybenzoate, Talkum, Magnesiumstearat und Mineralöl. Die Formulierungen
können
zusätzlich
Füllstoffe,
anti-agglutinierende Agenzien, Gleitmittel, Netzmittel, Aromastoffe,
Emulgatoren, Konservierungsmittel und ähnliches, beinhalten. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
so formuliert sein, daß sie
eine rasche, anhaltende oder verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs
nach deren Verabreichung an ein Säugetier durch Verwendung irgendeines
der im Stand der Technik gut bekannten Verfahren zur Verfügung stellt.
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Die pharmazeutische Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung kann über
verschiedene Wege verabreicht werden, einschließlich der oralen, transdermalen,
subkutanen, intravenösen
und intramuskulären Einführung. Im
Falle von Menschen kann eine typische tägliche Dosis von Naringin oder
Naringenin von ungefähr
0,1 bis 100 mg/kg Körpergewicht
reichen, bevorzugt 3 bis 10 mg/kg Körpergewicht, und sie kann in
einer einzelnen Dosis oder in aufgeteilten Dosen verabreicht werden.
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Es sollte jedoch verstanden werden,
daß die
Menge an Wirkstoff, die eigentlich verabreicht wird, im Hinblick
auf verschiedene relevante Faktoren, einschließlich des zu behandelnden Zustands,
der ausgewählten
An der Verabreichung, dem Alter, Geschlecht und Körpergewicht
des einzelnen Patienten und des Grads der Symptome des Patienten
bestimmt werden sollte; und deshalb ist die oben dargestellte Dosis
nicht dazu gedacht, den Schutzumfang der Erfindung in irgendeiner
An und Weise einzuschränken.
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Vielmehr kann Naringin oder Naringenin
in Nahrungsmitteln oder Getränken
als ein Additiv oder ein diätetischer
Zusatzstoff zum Zwecke der Vorbeugung oder Behandlung von Hepatitis,
Fettleber, alkoholischer Fettleber und Leberzirrhose enthalten sein.
Die Nahrungsmittel oder Getränke
können
Fleischprodukte; Säfte wie
zum Beispiel einen Gemüsesaft
(zum Beispiel Karottensaft und Tomatensaft) und einen Fruchtsaft
(zum Beispiel Orangensaft, Grapefruitsaft, Ananassaft, Apfelsaft
und Bananensaft); Pralinen; Snacks; Konfekt; Pizza, Nahrungsmittel,
die aus Getreidemehl hergestellt werden, wie zum Beispiel Brote,
Kuchen, Kekse, Gebäck, Biskuits,
Nudeln und ähnliches;
Gummis; Milchprodukte wie zum Beispiel Milch, Käse, Joghurt und Eiscreme; Suppen;
Brühen;
Pasteten; Ketchups und Soßen;
Tees; alkoholische Getränke;
kohlensäurehaltige
Getränke wie
zum Beispiel Coca-Cola® und Pepsi-Cola®; Vitaminkomplexen
und verschiedene Reformkost-Nahrungsmittel beinhalten.
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In diesem Fall kann der Gehalt an
Naringin oder Naringenin in einem Nahrungsmittel oder Getränk zwischen
0,01 bis 5 Gew.-% liegen. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Getränk 200 bis
10.000 mg Naringin oder Naringenin pro 1.000 ml des Getränks umfassen.
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Wie oben beschrieben, kann Naringin
oder Naringenin als ein wirksames, nicht-toxisches pharmazeutisches
Agens zur Vorbeugung oder Behandlung von Hepatitis, Fettleber, alkoholischer
Fettleber und Leberzirrhose verwendet werden.
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Die folgenden Beispiele sind dazu
gedacht, die vorliegende Erfindung näher darzustellen, ohne ihren Schutzumfang
zu beschränken.
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Des weiteren befinden sich die unten
angegebenen Prozentzahlen für
Feststoff in Feststoffgemisch, Flüssigkeit in Flüssigkeit
und Feststoff in Flüssigkeit
auf einer entsprechenden w/wt-, vol/vol- und wt/vol-Basis, und die
gesamten Reaktionen werden bei Raumtemperatur durchgeführt, es
sei denn es ist speziell anderweitig angegeben.
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Beispiel 1: Extraktion
von Naringin aus Zitrusschale
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Die Schalen von Tangerinen (Cheju
Island, Korea), Zitronen (Jeollanamdo, Korea) und Orangen, Grapefruits
und Limonen (Kalifornien, CA, U.S.A.) wurden bei Raumtemperatur
getrocknet und zu einer Partikelgröße im Bereich von 100 bis 200
um pulverisiert. Zu 500 mg jedes Zitrusschalenpulvers wurden 50
ml Methanol hinzugegeben und in einem Wasserbad bei 50°C für 6 Stunden
extrahiert. Die so erhaltenen Extrakte wurden abgekühlt und
filtriert, und dann wurde Methanol zu dem Filtrat hinzugefügt, um das
Volumen auf 50 ml aufzufüllen.
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Um den Gehalt an Naringin in dem
oben erhaltenen Extrakt zu bestätigen,
wurden 5,0 μl
des erhaltenen Extrakts einer Hochdruckflüssigkeits-Chromatographie (HPLC)
unter Verwendung einer Lichrosorb RP-8-Säule (5 μm, 4 × 250 mm), die mit 37% Methanol
voräquilibriert
worden war und bei einer Temperatur von 30°C gehalten wurde, unterworfen.
Die Extrakte wurden mit 37% Methanol und einer Flußrate von
1,0 ml/min extrahiert. Die Standardlösungen wurden durch Lösen von
Naringin (Sigma Chemical Co., U.S.A.) in Methanol zu den Endkonzentrationen
von 0,1, 0,2, 0,3, 0,4 und 0,5 mg/ml hergestellt und unter den selben Bedingungen
wie oben einer HPLC unterworfen. Die Eluate wurden bei 280 nm im
UV-VIS-Spektrophotometer detektiert
und der Gehalt an Naringin durch Vergleichen der Bereiche der HPLC-Profile
des Zitrusschalenextrakts mit der Standardlösung berechnet. Der Gehalt
(%) an Naringin in verschiedenen Zitrusschalenextrakten ist in Tabelle
I dargestellt.
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Beisel 2: Toxizität von oral
verabreichtem Naringin oder Naringenin
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Sieben bis 8 Wochen-alte, speziell
pathogen-freie weibliche ICR-Mäuse
(6 Stück)
jeweils mit einem Gewicht von 25 bis 29 g und männliche Mäuse (6 Stück) jeweils mit einem Gewicht
von 34 bis 38 g wurden bei einer Temperatur von 221°C, Feuchtigkeit
von 555% und Photoperiode von 12L/12D gezüchtet. Futter (Cheiljedang
Co., Maus- und Rattenfutter) und Wasser wurden sterilisiert und
an die Mäuse
verfüttert.
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Naringin oder Naringenin wurden in
0,5% Tween 80 in einer Konzentration von 100 mg/ml gelöst und die
Lösung
wurde oral an die Mäuse
in einer Menge von 0,2 ml pro 20 g Mauskörpergewicht verabreicht. Die Lösung wurde
einmal verabreicht, und die Mäuse
wurden für
10 Tage auf Anzeichen nachteiliger Wirkungen oder Tod entsprechend
des folgenden Ablaufplans beobachtet: 1, 4, 8 und 12 Stunden nach
der Verabreichung und alle 12 Stunden danach. Die Gewichtsveränderungen
der Mäuse
wurden jeden Tag aufgenommen, um die Wirkung von Naringin oder Naringenin
zu untersuchen. Des weiteren wurden die Mäuse am 10. Tag getötet und
die inneren Organe optisch untersucht.
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Alle Mäuse waren nach 10 Tagen am
Leben und Naringin oder Naringenin zeigten keine Toxizität bei einer
Dosis von 1.000 mg/kg. Die Autopsie offenbarte, daß die Mäuse keine
pathologischen Abnormitäten
entwickelt hatten, und es wurde kein Gewichtsverlust während der
10-tägigen
Testperiode beobachtet. Dementsprechend wurde geschlußfolgert,
daß Naringin
oder Naringenin nicht toxisch sind, wenn sie oral an ein Tier verabreicht
werden.
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Beispiel 3: Verabreichung
von Naringin oder Naringinin an ein Tier
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30 vier-Wochen-alte Spargue-Dawley-Ratten
(Taihan Laboratory Animal Center, Korea) mit einem jeweiligen Gewicht
von ungefähr
90 bis 110 g wurden gleichmäßig in drei
diätetische
Gruppen mit Hilfe eines zufälligen
Blockaufbaus getrennt. Die Ratten der drei Gruppen wurden mit drei
verschiedenen hoch-Cholesterin-haltigen Diäten gefüttert, d. h. AIN-76 Labor-Tierdiät (ICN Biochemicals,
Cleveland, OH, U.S.A.) enthaltend 1% Cholesterin (Kontrollgruppe)
und entsprechend 1% Cholesterin plus 0,1% Naringin oder Naringenin.
Die Zusammensetzungen der Diäten,
die an die drei Gruppen verfüttert
wurden, sind in Tabelle II gezeigt.
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Den Ratten wurde es ermöglicht,
sich frei von der spezifischen Diät zusammen mit Wasser für 6 Wochen
zu ernähren,
die Menge der Nahrungsaufnahme wurde täglich erfaßt und die Ratten wurden alle
7 Tage gewogen, und dann wurden die erfaßten Daten analysiert. Alle
Ratten zeigten eine normale Wachstumsrate und es wurden keine signifikanten
Unterschiede zwischen den drei Gruppen im Hinblick auf die Menge
der Nahrungsaufnahme und dem dazugewonnenen Gewicht beobachtet.
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Beispiel 7: Vorbeugung
von Hepatitis, Fettleber, alkoholischer Fettleber und Leberzirrhose
durch Naringin
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(Schritt 1) Verabreichung
von Naringin an Ratten
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20 vier-Wochen-alte Sprague-Dawley-Ratten
(Taihan Laboratory Animal Center, Korea) mit jeweils einem Gewicht
von ungefähr
90 bis 110 g wurden gleichmäßig in zwei
Diät-Gruppen
durch einen zufälligen
Blockaufbau geteilt. Die Ratten der zwei Gruppen wurden mit zwei
verschiedenen hoch-Cholesterin-Diäten, d. h. AIN-76 Labor-Tierdiät (ICN Biochemicals,
Cleveland, OH, U.S.A.), enthaltend 1% Cholesterin (Kontrollgruppe) und
entsprechend 1% Cholesterin plus 0,02% Naringin gefüttert. Die
Zusammensetzungen der Diäten,
die an die zwei Gruppen verfüttert
wurden, sind in Tabelle VI gezeigt.
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Den Ratten wurde es ermöglicht,
sich frei von der spezifischen Diät zusammen mit Wasser für 6 Wochen
zu ernähren,
die Menge der Nahrungsaufnahme wurde täglich erfaßt, und die Ratten wurden alle
7 Tage gewogen, und dann wurden die erfaßten Daten analysiert. Alle
Ratten zeigten eine normale Wachstumsrate und es wurden keine signifikanten
Unterschiede zwischen den Gruppen im Hinblick auf die Menge der
Nahrungsaufnahme und dem erworbenen Gewicht beobachtet.
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(Schritt 2) Bestimmung
von Serum-GOT- und -GPT-Spiegeln
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Die Wirkung von verabreichten Naringin
an Ratten auf die Funktion der Leber wurde wie folgt untersucht.
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Es wurden von den Ratten der zwei
Diät-Gruppen
Blutproben entnommen und die Serum-GOT (Glutamatoxalacetattransaminase)
und -GPT (Glutamatpyruvattransaminase)-Spiegel wurden im Einklang
mit dem Verfahren von Reitman und Frankel (Reitman, S. and J. S.
Frankel, Am., J. Clin. Pathol., 28, 56 (1956)) bestimmt. GOT und
GPT werden in der Leber und im Herzen synthetisiert und bei Schädigung dieser
Organe in den Blutstrom entlassen. Dementsprechend sind GOT und
GPT repräsentative
Marker der Leberfunktion und hohe Serumspiegel an GOT und GPT bedeuten
einen ernsten Schaden an der Leber.
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Das Ergebnis zeigte, daß GOT- und
GPT-Spiegel der Naringin-Gruppe niedriger waren, als diejenigen der
Kontrollgruppe, jeweils um bis zu ungefähr 30% und 10%.
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(Schritt 3) Experiment
unter Verwendung von Kaninchen
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Dasselbe Verfahren wie in (Schritt
1) wurde wiederholt, mit dem Unterschied, daß 30 drei-Monate-alte New Zealand White-Kaninchen
(Yeonam Horticulture and Animal Husbandry College, Korea) mit einem
jeweiligen Gewicht von ungefähr
2,5 bis 2,6 kg anstelle der Ratten verwendet wurden, und die Kaninchen
wurden für
6 Wochen mit drei verschiedenen Diäten gefüttert, d. h. RC4-Diät, enthaltend
1% Cholesterin (Kontrollgruppe); entsprechend 1% Cholesterin plus
1 mg/kg Lovastatin® (Vergleichsgruppe) und
1% Cholesterin plus 0,1% Naringin.
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Anschließend wurden die Lebern aus
den Kaninchen herauspräpariert
und die histopathologischen Beobachtungen wurden wie folgt ausgeführt.
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Die Kaninchen wurden mit einer intramuskulären Injektion
Ketamin (75 mg/kg) anästhesiert
und es wurde ein abdominaler Schnitt durchgeführt. Die Farbe und der Grad
an Sklerose der Leber wurde mit dem Auge beobachtet, und die aus
dem Kaninchen präparierte
Leber wurde in 10% neutral-gepuffertem Formalin für mehr als
24 Stunden fixiert. Die fixierte Leber wurde ausreichend mit Wasser
gewaschen, schrittweise mit 70%, 80%, 90% und 100% Ethanol dehydriert
und dann in Paraffin eingebettet. Die eingebettete Leber wurde mit
einem Mikrotom in 4 μm-dicke
Scheiben geschnitten und mit Hämatoxylin
und Eosin gefärbt.
Die gefärbten Leberproben
wurden mit Xylen transparent gemacht, mit Permount befestigt und
dann unter einem Mikroskop betrachtet, um das Vorhandensein von
Läsionen
zu bestätigen.
Die 2A, 2B und 2C stellen
die mikroskopischen Eigenschaften der Lebern der Kaninchen dar,
denen 1% Cholesterin (Kontrollgruppe), entsprechend 1% Cholesterin
plus 1 mg/kg Lovastatin® (Vergleichsgruppe) und
1% Cholesterin plus 0,1% Naringin verabreicht wurde. Wie in den 2A und 2B gezeigt, waren die Leberzellen der
Kontrollgruppe und der Vergleichsgruppe unregelmäßig angeordnet und vergrößert, und
es war eine große
Menge Fett in ihnen abgelagert. Im Gegensatz dazu, wie in 2C gezeigt, sind die Leberzellen
der Naringin-Gruppe normal und es wurde keine Fettablagerung beobachtet.
Das Ergebnis zeigt, daß Naringin
das Auftauchen von Fettleber ohne toxisch nachteilige Wirkung auf
die Leberzellen stark inhibiert.
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(Schritt 4) Experiment
unter Verwendung des Menschen
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Naringin wurde oral an einen 55 Jahre
alten Mann mit einer täglichen
Dosis von 10 mg/kg für
68 Tage verabreicht und die Serumspiegel von GOT, GPT und γGPT wurden
kurz vor der Verabreichung (Tag 0) und entsprechend 45 und 68 Tage
nach der Verabreichung (Tag 45 und Tag 68) bestimmt. Infolgedessen
waren die Serumspiegel von GOT im Vergleich zu denjenigen an Tag
0, an Tag 45 und Tag 68 entsprechend um 17% abgesunken. Die Serumspiegel
von GPT waren im Vergleich zu denen von Tag 0 an Tag 45 und Tag
68 entsprechend um 15% und 19% abgesunken. Des weiteren waren die
Serumspiegel von γGTP
im Vergleich zu denen an Tag 0, an Tag 45 und Tag 68 um entsprechend
25% und 51% abgesunken. Überraschenderweise betrug
die Reduktion des Serumspiegels von γGTP an Tag 68 mehr als 50%,
und dieses Ergebnis schlägt
vor, daß Naringin
oder Naringenin eine starke Leber-schützende Aktivität und vorbeugende
Aktivität
auf die Leberkrankheiten wie zum Beispiel Hepatitis, Fettleber und
alkoholische Fettleber haben.
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Andererseits wurde Naringin in einer
täglichen
Dosis von 6 mg/kg für
30 Tage oral an einen 56 Jahre alten Mann verabreicht, der gewohnheitsmäßig alkoholische
Getränke
in einer Menge von 100 cc pro Tag trank, und der Serumspiegel von γGTP wurde
kurz vor der Verabreichung (Tag 0) und 30 Tage nach der Verabreichung
(Tag 30) bestimmt. Folglich betrug der anfängliche Serumspiegel von γGTP an Tag
0 129 IU/l, während
der an Tag 30 auf 69 IU/l abgesunken war, was innerhalb des normalen
Bereichs liegt. Dieses Ergebnis zeigt, daß Naringin oder Naringenin
eine hohe Aktivität
bei der Vorbeugung von alkoholischer Fettleber und Leberzirrhose
hat.
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Beispiel 9: Nahrungsmittel,
die Naringin oder Naringenin enthalten
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Nahrungsmittel, die Naringin oder
Naringenin enthalten, wurden wie folgt hergestellt.
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(1) Herstellung von Tomatenketchup
und -soße
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Naringin oder Naringenin wurde zu
einem Tomatenketchup oder einer -soße in einer Menge im Bereich von
0,01 bis 5 Gew.-% hinzugegeben, um ein Gesundheits-verbesserndes
Tomatenketchup oder eine -soße zu
erhalten.
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(2) Herstellung eines
Weizenmehl-Nahrungsmittels
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Naringin oder Naringenin wurde zu
einem Weizenmehl in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-%
hinzugegeben, und Brote, Kuchen, Gebäck, Kekse und Nudeln wurden
unter Verwendung des Gemischs hergestellt, um ein Gesundheits-verbesserndes
Nahrungsmittel zu erhalten.
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(3) Herstellung von Suppen
und Bratensoßen
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Naringin oder Naringenin wurde zu
Suppen oder Bratensoßen
in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-% hinzugefügt, um Gesundheits-verbessernde
Suppen und Bratensoßen
zu erhalten.
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(4) Herstellung von Rinderhack
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Naringin oder Naringenin wurde zu
Rinderhack in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-% hinzugefügt, um ein
Gesundheits-verbesserndes Rinderhack zu erhalten.
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(5) Herstellung von Milchprodukten
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Naringin oder Naringenin wurde in
einer Menge im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-% zu Milch hinzugefügt und verschiedene
Milchprodukte wie zum Beispiel Butter und Eiscreme wurden unter
Verwendung dieser Milch hergestellt.
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Im Fall der Käseherstellung jedoch wurde
Naringin oder Naringenin zu dem koagulierten Milchprotein hinzugegeben;
und im Fall der Joghurt-Zubereitung wurden Naringin oder Naringenin
zu dem koagulierten Milchprotein hinzugesetzt, das nach der Fermentation
erhalten wurde.
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Beispiel 10: Getränke, die
Naringin oder Naringenin enthalten
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(1) Herstellung von Gemüsesaft
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200 bis 10.000 mg Naringin oder Naringenin
wurden zu 1.000 ml eines Tomaten- oder Karottensafts hinzugefügt, um einen
Gesundheits-verbessernden Gemüsesaft
zu erhalten.
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(2) Herstellung von Fruchtsaft
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200 bis 10.000 mg Naringin oder Naringenin
wurden zu 1.000 ml eines Apfel- oder Traubensafts hinzugefügt, um einen
Gesundheits-verbessernden Fruchtsaft zu erhalten.
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(3) Herstellung von kohlensäurehaltigen
Getränken
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200 bis 10.000 mg Naringin oder Naringenin
wurden zu 1.000 ml Coco-Cola® oder Pepsi-Cola® hinzugefügt, um einen
Gesundheits-verbesserndes kohlensäurehaltiges Getränk zu erhalten.