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TECHNISCHES GEBIET:
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Zubereitung, worin die Absorbierbarkeit
von Cilostazol, einem kommerziell erhältlichen thrombolytischen Wirkstoff,
den cerebralen Kreislauf verbessernder Wirkstoff oder dergleichen,
verbessert ist, und genauer eine Zubereitung, die ein feines Pulver
aus Cilostazol als aktiven Bestandteil umfasst, worin die Bioabsorbierbarkeit,
insbesondere die Absorbierbarkeit im unteren Bereich des Verdauungstrakts,
verbessert ist.
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STAND DER TECHNIK:
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Cilostazol
(allgemeiner Name: 6-[4-(1-Cyclohexyl-1H-tetrazol-5-yl)butoxy]-3,4-dihydrocarbostyryl) wird
weitverbreitet als thrombolytische Wirkstoff, den cerebralen Kreislauf
verbessernder Wirkstoff, antiphlogistischer Wirkstoff, Antiulcuswirkstoff,
Tiefdruckwirkstoff, Wirkstoff gegen Asthma oder Phosphodiesteraseinhibitor
verwendet, da es nicht nur eine hohe, die Plättchenaggregation unterdrückende Wirkung,
sondern auch eine Phosphodiesterase inhibierende Wirkung, eine Antiulcuswirkung,
eine hypotensive Wirkung und eine antiphlogistische Wirkung zeigt.
Cilostazol wird üblicherweise
in Form einer Tablette verwendet, die erzeugt wird durch Zugabe
von Streckmitteln und anderen Bestandteilen und Komprimieren der
Mischung, und wird oral verabreicht. Da die Tablette bei oraler
Verabreichung im lebenden Körper
jedoch schnell zerfällt,
wird eine grosse Menge Cilostazol im lebenden Körper innerhalb einer kurzen
Zeit freigesetzt, wodurch eine hohe Blutkonzentration bewirkt wird,
was zu Nebenwirkungen, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Schweregefühl im Kopf
oder Schmerzen führt.
Zur Vermeidung dieser Nebenwirkungen wird die Massnahme der Verabreichung einer
niederdosierten Tablette in mehreren Dosen vorgeschlagen. Es ist
jedoch ideal, eine Zubereitung herzustellen, die in der Lage ist,
eine mässige
Absorption über
einen langen Zeitraum mittels einer einzigen Verabreichung aufrecht
zu erhalten, damit eine komplizierte Verabreichungsfolge so weit
wie möglich
vermieden werden kann. Eine feste Konzentration eines Wirkstoffs
im Blut kann erzielt werden durch Herstellen eines schwach löslichen
Wirkstoffs in Form einer Zubereitung mit verzögerter Freisetzung. Da Cilostazol
jedoch hauptsächlich
im oberen Bereich des Verdauungstrakts absorbiert wird, wenn es
oral verabreicht wird, und die Absorptionsgeschwindigkeit im unteren
Bereich des Verdauungstrakts nicht ausreichend ist, ist die Dauer
der Absorption bei einer Einfachverabreichung beschränkt. Folglich
ist es möglich,
die Cilostazolkonzentration im Blut für einen langen Zeitraum dadurch
innerhalb eines gewünschten
Bereichs zu halten, so dass die Absorption im unteren Bereich des
Verdauungstraktes verbessert wird.
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JP-OS
7-291869 offenbart, dass die Bioverfügbarkeit von Cilostazol durch
Herstellen eines Phosphonsäurediesterderivats
in Form eines feinen Pulvers (durchschnittlicher Teilchendurchmesser
nicht mehr als etwa 10 μm)
deutlich verstärkt
wird.
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Wenn
Cilostazol jedoch einfach zu einem feinen Pulver von weniger als
etwa 10 μm
durchschnittlichem Teilchendurchmesser verarbeitet wird, ist die
Absorptionsgeschwindigkeit im unteren Bereich des Verdauungstrakts
sehr niedrig.
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US-PS 5 145 684 offenbart
Teilchen, die im wesentlichen aus einer kristallinen Wirkstoffsubstanz
mit einer zur Aufrechterhaltung einer effektiven durchschnittlichen
Teilchengrösse
von weniger als etwa 400 nm wirksamen Menge eines auf der Oberfläche absorbierten
Oberflächenmodifikators
besteht, bei der die Bioverfügbarkeit
erhöht
ist.
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Diese
US-PS beschreibt jedoch nicht die Erhöhung der Absorptionsgeschwindigkeit
eines schwach löslichen
Wirkstoffs im unteren Bereich des Verdauungstrakts, in dem dieser
eine extrem niedrige Adsorptionsgeschwindigkeit besitzt.
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WO
96/21448 offenbart ein Harzteilchen mit einer Teilchengrösse von
nicht mehr als 2.000 μm,
das ein Ethylenvinylalkohol-Copolymer und darin inkorporiert 5–10 Gew.-%
Cilostazol umfasst, Das Harzteilchen erlaubt bei oraler Verabreichung
eine konstante Cilostazolkonzentration im Blut über einen ausgedehnten Zeitraum.
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Das
Herstellungsverfahren für
das Harzteilchen ist jedoch mit zahlreichen Problemen verbunden,
wie beispielsweise, dass eine grossmassstäbige Vorrichtung und eine erhöhte Temperatur
erforderlich sind, usw.
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JP-OS
10-67657 offenbart eine Zubereitung mit verzögerter Freisetzung vom Mehrfacheinheitstyp,
die zwei kleine Tabletten mit verzögerter Freisetzung enthält, die
hergestellt werden durch Inkorporierung von Hydroxypropylmethylcellulose
als Freisetzungsverzögerungsmaterial
in Cilostazol. Wenn jedoch ein Cilostazolmassenpulver mit einem
durchschnittlichen Teilchendurchmesser von etwa 20 μm verwendet
wird, zeigt die resultierende Zusammensetzung eine geringe Absorbierbarkeit
im unteren Bereich des Verdauungskanals, und die Absorbierbarkeit
wurde durch Zugabe eines Dispergier- und/oder Löslichkeitsverbesserungsmittels nicht
verbessert.
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Int.
Arch. Allergy Immunol., 1998, 116: 220–227 erwähnt, dass die Wirkung einer
intrabronchialen Verabreichung von Cilostazolpulver auf eine aerosolisierte
histamin- und antigeninduzierte leukotrienvermittelte Bronchokonstriktion
bei anästhetisierten
und künstlich
beatmeten Meerschweinchen im Vergleich zu den Wirkungen von per
Ultraschall vernebeltem 5-Phenyl-3-(3-pyridyl)methyl-3H-imidazol[4,5-c][1,8]naphthyridin-4(5H)-on
(KF19514), einem selektiven PDE1/4-Inhibitor, untersucht wurde.
Die Untersuchung wurde jedoch ohne Dispergier- und/oder Löslichkeitsverbesserungsmittel
durchgeführt.
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EP-A-411
629 offenbart ein Verfahren zur Mikronisierung eines schwach löslichen
Wirkstoffs, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Mischung aus
dem Wirkstoff und einem Zucker oder Zuckeralkohol Hochgeschwindigkeitsrührzerkleinert
oder aufprallzerkleinert wird, sowie eine pharmazeutische Formulierung,
die den mikronisierten Wirkstoff umfasst.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG:
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Die
hiesigen Erfinder haben die Zubereitung, die zur deutlichen Erhöhung der
Absorption von Cilostazol auch im unteren Bereich des Verdauungstrakts
in der Lage ist, erfunden, indem ein Dispersions- oder Solubilisierungsmittel
in einer einfachen Vorrichtung und in einer einfachen Vorgehensweise
ohne Einstellung des Pulvers auf eine durchschnittliche Teilchengrösse von
weniger als 400 nm inkorporiert wurde.
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Ein
erfindungsgemässes
Ziel ist die Bereitstellung einer neuen Zubereitung, bei der die
Absorption von Cilostazol auch im unteren Bereich des Verdauungstrakts
verbessert ist.
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Ferner
ist ein weiteres erfindungsgemässes
Ziel die Bereitstellung eines Verfahrens zur Verbesserung der Absorbierbarkeit
eines schwach löslichen
Wirkstoffs, wie beispielsweise Cilostazol, der im unteren Verdauungstrakt
schwer zu absorbieren ist.
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Darüber hinaus
ist ein weiteres erfindungsgemässes
Ziel die Bereitstellung eines Depotpräparats von Cilostazol, das
eine Cilostazolzubereitung enthält,
die auch im unteren Bereich des Verdauungstrakts Cilostazol freisetzen
kann.
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Erfindungsgemäss ist der
obere Bereich des Verdauungstrakts ein Verdauungsorgan, wie beispielsweise
der Magen oder der Dünndarm
und dergleichen, und der untere Bereich des Verdauungstrakts ist
ein Verdauungsorgan, wie beispielsweise der Dickdarm und dergleichen.
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Wenn
Cilostazol über
einen weiten Bereich vom Dünndarm
bis zum Dickdarm im unteren Bereich des Verdauungstraktes absorbiert
werden kann, kann es durch eine einzelne orale Verabreichung über einen
langen Zeitraum absorbiert werden. Daher kann eine Blutkonzentration
erreicht werden, die es möglich
macht, kontinuierlich eine gewünschte
Wirkstoffeffizienz zu zeigen, und es wird möglich, die obigen unvorteilhaften Nebenwirkungen,
wie beispielsweise Kopfschmerzen, zu unterdrücken.
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Die
hiesigen Erfinder haben intensive Studien zur Erzielung einer Zubereitung
angestellt, die in der Lage ist, die Absorption von Cilostazol im
unteren Bereich des Verdauungstraktes zu beschleunigen. Als Ergebnis
haben sie gefunden, dass die Absorption drastisch verbessert wird,
wenn Cilostazol als aktiver Bestandteil zu einem feinen Pulver verarbeitet
und ferner die Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit des feinen Pulvers
verbessert wird. Genauer haben sie herausgefunden, dass die Absorption
im unteren Bereich des Verdauungstraktes drastisch verbessert werden
kann durch Zugabe eines Dispersions- und/oder Solubilisierungsmittels,
wodurch die Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit des feinen Cilostazolpulvers
im Vergleich zur alleinigen Verwendung eines feinen oder Massenpulvers
aus Cilostazol oder der lediglichen Vermischung des Cilostazolmassenpulvers
mit einem Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel verbessert
wird. Auf diese Weise wurde die vorliegende Erfindung vervollständigt.
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Folglich
betrifft die vorliegende Erfindung die folgenden Erfindungen:
- (1) Ein Cilostazolpräparat mit der Fähigkeit
der Auflösung
von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes,
das die Inkorporierung eines feinen Cilostazolpulvers als aktiven
Wirkstoff in einem Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel umfasst.
- (2) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (1), worin das Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel ausgewählt ist
aus einem wasserlöslichen
Polymer, einem Tensid und einer Mischung daraus.
- (3) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (2), worin das feine Cilostazolpulver ein feines Pulver
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 10 μm oder weniger
ist.
- (4) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (3), worin das Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel in
einem Bereich von 0,005–50
Gew.-Teilen, basierend auf 1 Gew.-Teil Cilostazol, inkorporiert
wird.
- (5) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (3) oder (4), worin das Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel
ausgewählt
ist aus einem wasserlöslichen
Polymer, einem Tensid und einer Mischung daraus.
- (6) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (5), worin das Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel ein
Tensid ist.
- (7) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (6), worin das Tensid ein Alkylsulfatsalz ist.
- (8) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (5), worin das feine Pulver aus Cilostazol ein feines
Pulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 7 μm oder weniger
ist.
- (9) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (8), worin das Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel in
einem Bereich von 0,01–10
Gew.-Teilen, auf Basis von 1 Gew.-Teil Cilostazol, inkorporiert
wird.
- (10) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (8), worin das feine Pulver aus Cilostazol ein feines
Pulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 5 μm oder weniger
ist.
- (11) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (8), worin das Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel ein
Tensid ist.
- (12) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (11), worin das feine Pulver aus Cilostazol ein feines
Pulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 5 μm oder weniger
ist.
- (13) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (12), worin das Tensid ein Alkylsulfatsalz ist.
- (14) Das Cilostazolpräparat
gemäss
Gegenstand (13), worin das Alkylsulfatsalz Natriumlaurylsulfat ist.
- (15) Ein Verfahren zur Verbesserung der Absorbierbarkeit eines
schwach löslichen
Wirkstoffs, der im unteren Bereich des Verdauungstraktes schwer
zu absorbieren ist, das die Herstellung des schwach löslichen Wirkstoffs
als aktiven Bestandteil in Form eines feinen Pulvers und die Verbesserung
der Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit
des schwach löslichen
Wirkstoffs umfasst.
- (16) Ein Verfahren zur Verbesserung der Absorbierbarkeit im
unteren Bereich des Verdauungstraktes gemäss Gegenstand (15), worin ein
Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittel in den schwach löslichen Wirkstoff inkorporiert
wird, wodurch die Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit des schwach löslichen
Wirkstoffs verbessert wird.
- (17) Ein Verfahren zur Verbesserung der Absorbierbarkeit im
unteren Bereich des Verdauungstraktes gemäss Gegenstand (15), worin der
schwach lösliche
Wirkstoff als aktiver Bestandteil Cilostazol ist.
- (18) Ein Verfahren zur Verbesserung der Absorbierbarkeit im
unteren Bereich des Verdauungstraktes gemäss Gegenstand (17), worin ein
Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittel in den schwach löslichen Wirkstoff inkorporiert
wird, wodurch die Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit des schwach löslichen
Wirkstoffs verbessert wird.
- (19) Ein Verfahren zur Verbesserung der Absorbierbarkeit im
unteren Bereich des Verdauungstraktes gemäss Gegenstand (17), worin das
feine Cilostazolpulver ein feines Pulver mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 10 μm
oder weniger ist.
- (20) Depotpräparat
von Cilostazol, das ein beliebiges der in den Gegenständen (1)
bis (14) beschriebenen Cilostazolpräparate enthält.
- (21) Depotpräparat
gemäss
Gegenstand (20), das die Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol sogar im unteren Bereich des Verdauungstraktes
aufweist.
- (22) Depotpräparat
gemäss
Gegenstand (21), worin das Cilostazolpräparat mit einem Material zur
Langzeitfreisetzung beschichtet ist.
- (23) Depotpräparat
gemäss
Gegenstand (21), das eine trockenbeschichtete Tablette ist, die
einen Bereich einer äusseren
Langzeitfreisetzungsschicht, die Cilostazol enthält, und einen Langzeitfreisetzungstablettenkern,
der ein Cilostazolpräparat
enthält,
umfasst, wobei der Tablettenkern eine raschere Auflösbarkeit besitzt
als der äussere
Schichtbereich.
- (24) Depotpräparat
gemäss
Gegenstand (21), das eine Tablette ist, die Kerngranulate enthält, wobei
die Kerngranulate, die ein Cilostazolpräparat enthalten, mit einem
enterischen Material beschichtet sind, und ferner sind die Langzeitfreisetzungskerngranulate
mit einem äusseren
Schichtbereich, der Cilostazol enthält, komprimiert.
- (25) Depotpräparat
gemäss
Gegenstand (21), das eine Kapsel ist, die Granulate umfasst, die
mit einem enterischen Material beschichtet sind, worin die Granulate
ein Cilostazolpräparat
und Cilostazol enthaltende Tabletten oder Pulver zur schnellen Freisetzung
enthalten.
- (26) Depotpräparat
gemäss
Gegenstand (21), das ein Präparat
vom Multieinheitentyp ist, worin zumindest mehr als zwei kleine
Tabletten zur Langzeitfreisetzung, die ein Cilostazolpräparat enthalten,
enthalten sind.
- (27) Feines Cilostazolpulver mit einem mittleren Teilchendurchmesser
von 10 μm
oder weniger als Ausgangsmaterial eines Depotpräparats von Cilostazol.
- (28) Feines Cilostazolpulver gemäss Gegenstand (27), das einen
durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 5 μm oder weniger hat.
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Erfindungsgemäss ist ein "Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittel" ein
Mittel, das zur Suspendierung, Emulgierung oder Auflösung eines
schwach wasserlöslichen
Wirkstoffs in Wasser in der Lage ist.
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Erfindungsgemäss ist ein "Cilostazolpräparat" ein Präparat, das
die Inkorporierung mindestens eines Cilostazolpulvers in ein Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel
umfasst, das zur Auflösung
von Cilostazol sogar im unteren Bereich des Verdauungstraktes in
der Lage ist.
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Erfindungsgemäss ist ein "Depotpräparat" ein Präparat, das
bei oraler Verabreichung eine verzögerte Freisetzung zeigt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN:
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1 ist
ein Graph, der die Veränderung
der Konzentration eines Wirkstoffs im Plasma nach Verabreichung
der Präparate
gemäss
Beispiel 6, Beispiel 7 und Vergleichsbeispiel 4 bei fastenden Beagle-Hunden zeigt.
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2 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Auflösungsgeschwindigkeit (%) von
Cilostazol und der Zeit (Stunden) zeigt, wenn der Auflösungstest
in Testbeispiel 7 unter Verwendung der cilostazolhaltigen trockenbeschichteten
Tabletten, die in Beispiel 38 erhalten wurden, durchgeführt wurde.
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3 ist
ein Graph, der die Veränderung
der Wirkstoffplasmakonzentration nach oraler Verabreichung der Präparate gemäss Beispiel
9 und Referenzbeispiel 6 bei Beagle-Hunden in Testbeispiel 9 zeigt.
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4 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Cilostazolplasmakonzentration
und der Zeit bei oraler Verabreichung von Cilostazoldepotpräparaten,
wie in Beispiel 8 erhalten, bei gesunden männlichen Erwachsenen gemäss Testbeispiel
10 zeigt.
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5 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Cilostazolplasmakonzentration
und der Zeit bei oraler Verabreichung von Cilostazoldepotpräparaten,
wie in Beispiel 10 erhalten, bei gesunden männlichen Erwachsenen gemäss Testbeispiel
10 zeigt.
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6 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen der Cilostazolplasmakonzentration
und der Zeit bei oraler Verabreichung von Cilostazoldepotpräparaten,
wie in Beispiel 14 erhalten, bei gesunden männlichen Erwachsenen gemäss Testbeispiel
10 zeigt.
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BESTE ERFINDUNGSGEMÄSSE AUSFÜHRUNGSFORM:
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Das
erfindungsgemäss
gewünschte
Präparat
mit verbesserter Cilostazolabsorbierbarkeit kann erhalten werden
durch Verarbeiten von Cilostazol als aktivem Bestandteil zu einem
Pulver, und ferner Inkorporierung eines Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels,
wodurch die Dispergierbarkeit und/oder oder Löslichkeit des feinen Cilostazolpulvers
verbessert wird. Zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und/oder
Löslichkeit des
feinen Cilostazolpulvers werden Cilostazol und ein Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittel vermischt und fein pulverisiert, das feine
Cilostazolpulver und ein Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel
werden der Nassgranulierung unterworfen, ein feines Pulver wird
in einer Lösung
eines Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittels dispergiert, und die resultierende Dispersion
wird durch Sprühtrocknung
oder Gefriertrocknung zu feinen Körnchen oder Körnchen ausgeformt,
oder die resultierende Dispersion wird durch Kompressionsformgebung
zu Tabletten geformt.
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Das
erfindungsgemässe
Cilostazolpräparat
wird erhalten durch Vermischen eines feinen Cilostazolpulvers und
eines Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels mit einem herkömmlichen
Träger
und Verarbeitung der Mischung in Form eines Pulvers, feinen Granulats,
Granulats, einer Pille, einer Tablette oder einer Kapsel.
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Als
Träger
können
solche weitverbreitet verwendet werden, wie sie üblicherweise in diesem technischen
Bereich bekannt sind. Beispiele hierfür schliessen Streckmittel ein,
wie beispielsweise Lactose, D-Mannitol, Saccharose, Natriumchlorid,
Glucose, Stärke,
Calciumcarbonat, Kaolin, kristalline Cellulose, niedersubstituierte
Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat
und Cilicat; Bindemittel, wie beispielsweise Wasser, Ethanol, Propanol,
einfacher Sirup, Glucoselösung,
Stärkelösung, Gelatinelösung, Natriumcarboxymethylcellulose,
Schellack, Methylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose,
Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon; Desintegrationsmittel,
wie trockene Stärke,
Agarpulver, Calciumcarboxymethylcellulose, Natriumhydrogencarbonat,
Calciumcarbonat, Polyoxyethylen-Sorbitanfettsäureester, Monoglyceridstearat,
Stärke,
niedersubstituierte Hydroxypropylcellulose, Natriumcarboxymethylstärke und
Croscarmellose; Gleitmittel, wie gereinigter Talk, Stearatsalz,
pulverisierte Borsäure,
Polyethylenglykol, kolloidale Kieselsäure und gehärtetes Öl; und Weichmacher, wie Glycerin-Fettsäureester,
Dioctylphthalat, Dibutylphthalat, Triacetin, Polysorbat 80, Triethylcitrat
und Castoröl.
Diese Träger
können
in geeigneter Weise ausgewählt
und verwendet werden.
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Zusätzlich zu
dem feinen Cilostazolpulver als aktivem Bestandteil kann ein Dispergier-
und/oder Solubilisierungsmittel in das erfindungsgemässe Präparat inkorporiert
werden, wodurch die Dispergier- und/oder Auflösungsabsorbierbarkeit des feinen
Cilostazolpulvers verstärkt
wird, insbesondere die Absorbierbarkeit im unteren Bereich des Verdauungstraktes.
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Das
verwendbare Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel schliesst
beispielsweise wasserlösliche Polymere
ein, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Hydroxypropylcellulose,
Hydroxypropylmethylcellulose, Carboxymethylcellulose und Polyacrylsäure; und
Tenside, wie Natriumlaurylsulfat und Decaglycerylmonolaurat. Tenside
sind bevorzugt.
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Diese
Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel können alleine oder in Kombination
miteinander verwendet werden.
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Das
erfindungsgemäss
verwendete Tensid schliesst ionische und nichtionische Tenside ein,
wie beispielsweise Polyglycerin-Fettsäureester, wie Decaglycerylmonolaurat
und Decaglycerylmonomyristat; Polyoxyethylen-Sorbitanfettsäureester, wie beispielsweise
Polyoxyethylen-Sorbitanmonooleat; Polyethylenglykol-Fettsäureester,
wie beispielsweise Polyoxyethylenmonostearat; Polyoxyethylalkylether,
wie beispielsweise Polyoxyethylenlaurylether; Polyoxyethylen-Castoröl und gehärtetes Castoröl, wie beispielsweise
polyoxyethylengehärtetes
Castoröl;
Saccharose-Fettsäureester,
wie beispielsweise Saccharosestearatester und Saccharosepalmitatester;
und Alkylsulfatsalze, wie beispielsweise Natriumlaurylsulfat und
Magnesiumlaurylsulfat. Diese Tenside können alleine oder in Kombination
miteinander verwendet werden.
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Als
erfindungsgemäss
als Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel verwendetes Tensid
sind Alkylsulfatsalze bevorzugt, und Laurylsulfatsalz ist weiter
bevorzugt, und am meisten bevorzugt ist Natriumlaurylsulfat.
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Das
erfindungsgemässe
Cilostazolpräparat
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dispergierbarkeit und/oder
die Löslichkeit
eines feinen Cilostazolpulvers verbessert ist, und Cilostazol selbst
im unteren Bereich des Verdauungstraktes aufgelöst werden kann, und wird hergestellt
durch Zugabe eines Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels
zu Cilostazol in einer Menge von 0,005–50 Gew.-Teilen, vorzugsweise
0,01–10 Gew.-Teilen,
weiter bevorzugt 0,01–5
Gew.-Teilen des Dispergiermittels auf Basis von 1 Gew.-Teil Cilostazol, und
ferner können
gegebenenfalls 0,1–99
Gew.-Teile des anderen Trägers
zugegeben werden.
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Falls
die Zugabemenge des Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels
zu klein ist, führt
dies zu einer Verringerung der Absorption aufgrund einer Absenkung
der Auflösungsgeschwindigkeit.
Im Gegensatz dazu führt
eine zu grosse Zugabemenge zu Beschränkungen bezüglich der Präparatform
und zu einer Toxizität,
wie beispielsweise mucosalen Störungen
oder pharmazeutischen Beeinträchtigungen
(affairs low), in Abhängigkeit
von der Art der Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel.
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Das
Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel kann bei der Pulverisierung
eines Cilostazolmassenpulvers oder zur Nassgranulierung eines pulverisierten
Cilostazolmassenpulvers zugegeben werden, oder kann zugegeben werden
durch Dispergieren des pulverisierten Cilostazolmassenpulvers in
einer Lösung
des Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels und Sprühtrocknen
der Suspension.
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Ein
Trockenpulver kann ferner erhalten werden durch Auflösen von
Zuckeralkoholen, wie beispielsweise D-Mannitol, Xylitol und Sorbitol,
Sacchariden, wie beispielsweise Saccharose und Lactose; wasserlöslichen Substanzen,
wie beispielsweise Dextrin und Dextran; und Tensiden, wie beispielsweise
Polysorbat 80, Natriumlaurylsulfat und Zuckerestern, in einer Cilostazolsuspension,
die durch Nasspulverisieren zu einem Mikrogranulat ausgeformt wird,
und Sprühtrocknen
der resultierenden Lösung
nach einer herkömmlichen
Vorgehensweise.
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Das
erfindungsgemässe
Cilostazolpräparat
kann in Form pharmazeutischer Präparate,
wie beispielsweise Tabletten, Granulate, feiner Granulate oder Pulver,
hergestellt werden.
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Beispielsweise
werden Tabletten aus einem feinen Cilostazolpulver unter Verwendung
eines herkömmlichen
Trägers
nach herkömmlichen
Vorgehensweise hergestellt. Granulate oder feine Granulate können hergestellt
werden durch Zugabe des gleichen Träges zu dem feinen Cilostazolpulver
und Granulieren der Mischung unter Anwendung eines allgemeinen Verfahrens,
wie beispielsweise Hochgeschwindigkeitsrührgranulation, Fliessbettgranulation,
Rührfliessbettgranulation,
Zentrifugierflussgranulation oder Extrusionsgranulation. Ferner
können
Pulver hergestellt werden durch Vermischen des feinen Cilostazolpulvers
mit dem Träger, wie
beispielsweise einem Streckmittel, unter Anwendung eines herkömmlichen
Verfahrens, oder nach einem Verfahren, wie beispielsweise Fliessbettgranulation,
Rührfliessbettgranulation
oder Extrusionsgranulation.
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In
dem erfindungsgemässen
Cilostazolpräparat
ist der durchschnittliche Teilchendurchmesser des zu verwendenden
feinen Cilostazolpulvers üblicherweise
10 μm oder
weniger, vorzugsweise 7 μm
oder weniger, weiter bevorzugt 5 μm
oder weniger, und am meisten bevorzugt weniger als 4 μm. Das feine
Cilostazolpulver kann erhalten werden gemäss herkömmlichen Verfahren unter Verwendung
verschiedener Ausrüstungen,
wie beispielsweise den in
US-PS
5 145 684 oder JP-OS 7-291869 usw. beschriebenen Verfahren.
Zu diesem Zweck kann eine beliebige Ausrüstung verwendet werden, so
lange die gewünschten
Teilchendurchmesser erzielt werden können, und Beispiele hierfür schliessen
eine Strahlmühle,
eine Hammermühle,
eine Rotationskugelmühle,
eine Schwingkugelmühle,
eine Schüttelmühle, eine
Stabmühle
und eine Rohrmühle
ein. Wenn eine Kugelmühle
oder eine Körnchenmühle verwendet
wird, kann in beliebiger Weise eine Trockenpulverisierung oder Nasspulverisierung
durchgeführt
werden.
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Genauer
beschrieben kann die Pulverisierung unter Verwendung einer Strahlmühle beispielsweise durchgeführt werden
durch Einsprühen
von Druckluft von etwa 6 kg/cm2, wodurch
eine Kollision zwischen einem Rohkristall und einer Keramikprallplatte
hervorgerufen wird, oder durch Kollision zwischen Körnchen,
und Sieben und Abtrennen des resultierenden feinen Pulvers unter
Verwendung eines Zyklons, der zuvor auf eine vorherbestimmte Spaltbreite
eingestellt wurde.
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Verfahren
zur Verbesserung der Dispergierbarkeit des feinen Cilostazolpulvers
schliessen beispielsweise ein Verfahren der Zugabe eines Dispergiermittels,
wie oben beschrieben, und Vermischen mit einem Träger und
Pulverisieren, Kneten mit einem Streckmittel, Fliess-, Rührfliess-
und Schmelzgranulationen, und Sprühtrocknung oder Gefriertrocknung
nach Verarbeitung zu einer Suspension oder Vermischen mit einem Träger für einen
langen Zeitraum ein. Das Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit
des feinen Cilostazols entspricht gelegentlich dem Verfahren zur
Verbesserung der Löslichkeit
desselben.
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Das
erfindungsgemässe
Cilostazolpräparat,
das zur Auflösung
von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes in
der Lage ist, kann auch durch eine Beschichtung mit verzögerter Freisetzung zu
einem erfindungsgemässen
Depotpräparat
verarbeitet werden. Das heisst, das Depotpräparat wird erhalten durch Beschichten
cilostazolhaltiger feiner Körnchen,
Körnchen,
Pillen oder Tabletten mit einem Beschichtungsmaterial zur verzögerten Freisetzung.
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Das
Beschichtungsmaterial zur verzögerten
Freisetzung schliesst beispielsweise enterische Materialien ein,
wie beispielsweise Celluloseacetatterephthalat, Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat,
Hydroxypropylmethylcellulosephthalat und Methacrylsäure-Copolymer;
und unlösliche
Materialien, wie beispielsweise Ethylcellulose und Wachse. Es können Weichmacher
wie diese Materialien, Triethylcitrat, Monoglycerid und Polyethylenglykol;
und üblicherweise
zugemischte Zusatzstoffe, wie beispielsweise Talk und Titanoxid,
ausgewählt
und verwendet werden. Ein Depotpräparat kann auch erhalten werden
durch Herstellung einer Matrix vom Hydrogeltyp unter Verwendung
eines hochviskosen wasserlöslichen
Polymers als Material mit verzögerter
Freisetzung, oder Herstellung einer Matrix mit einem wasserunlöslichen
Material, wie beispielsweise Wachs, jedoch sind die Mechanismen
zur Herstellung eines Depotpräparats
nicht hierauf beschränkt.
Ein bevorzugtes Depotpräparat
ist ein Depotpräparat
mit der Fähigkeit
der Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes.
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Als
ein bevorzugter Aspekt des erfindungsgemässen Depotpräparats kann
ein Depotpräparat
in Form einer trockenbeschichteten Tablette bereitgestellt werden,
die das obige Cilostazolpräparat
mit der Fähigkeit der
Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
in einem Kernbereich mit verzögerter
Freisetzung, der eine grössere
Auflösungsgeschwindigkeit
aufweist als der äussere
Schichtbereich, und ein Cilostazol mit verzögerter Freisetzung im äusseren
Schichtbereich umfasst.
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Als
ein weiterer bevorzugter Aspekt kann ein Depotpräparat in Form einer granulathaltigen
Tablette bereitgestellt werden, die erhalten wird durch Beschichtung
von Kerngranulaten, die das obige Cilostazolpräparat mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
enthalten, mit einem enterischen Material, und Komprimieren der
beschichteten Kerngranulate mit der äusseren cilostazolhaltigen
Schicht.
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Als
ein weiterer bevorzugter Aspekt kann ein Depotpräparat in Form einer Kapsel
bereitgestellt werden, die ein Granulat mit verzögerter Freisetzung, das erhalten
wird durch Beschichten von Kerngranulaten, die das obige Cilostazolpräparat mit
der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
enthalten, mit einem enterischen Material, und ein Pulver oder eine
Tablette mit rascher Freisetzung, das/die Cilostazol enthält, enthält.
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Als
ein weiterer bevorzugter Aspekt kann ein Depotpräparat bereitgestellt werden,
das ein Depotpräparat
mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
enthält sowie
mindestens eines oder mehrere, ausgewählt aus einer Substanz, die
in der Lage ist, in Wasser zu quellen, und einer wasserlöslichen
Substanz, die zur Induktion eines osmotischen Drucks in der Lage
ist, die von einer semipermeablen Membran mit Wasserdurchlässigkeit,
aber weitestgehend ohne Permeabilität für die in Wasser quellende Substanz
und/oder die osmotischen Druck induzierende Substanz umgeben sind.
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Gemäss einem
noch weiteren Aspekt kann ein Depotpräparat vom Multieinheitentyp
bereitgestellt werden, das mindestens zwei kleine Tabletten umfasst,
die das obige Cilostazolpräparat
mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
gemäss
der vorliegenden Erfindung enthalten.
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Genauer
ist eine trockenbeschichtete Tablette ein Depotpräparat, das
erhalten wird durch Beschichten einer Kerntablette, die erhalten
wird durch Komprimieren einer Mischung aus einem feinen Cilostazolpulver, einem
Dispersions- und/oder Solubilisierungsmittel, wie beispielsweise
einem Tensid, einer geringen Menge eines ein hydrophiles Gel bildenden
Polymers und einem üblicherweise
verwendeten Träger,
wie beispielsweise einem Desintegrationsmittel, gemäss einer
herkömmlichen
Vorgehensweise mit Granulaten zum Komprimieren eines äusseren
Schichtbereichs, die Cilostazol, ein hydrophiles Gel bildendes Polymer
und einen üblicherweise
verwendeten Träger,
wie beispielsweise Lactose, umfassen.
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Die
Kerntablette mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol im unteren Bereich des Verdauungstraktes
enthält
im Hinblick auf die Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit und die verzögerte Freisetzung
im unteren Bereich des Verdauungstraktes vorzugsweise das obige
erfindungsgemässe
Cilostazolpräparat
mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes,
eine geringe Menge eines ein hydrophiles Gel bildenden Polymers
und ein Desintegrationsmittel.
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Nach
oraler Verabreichung der trockenbeschichteten Tablette bildet die äussere Schicht
ein hydrophiles Gel, wodurch langsam Cilostazol freigesetzt und
die Kerntablette in den unteren Bereich des Verdauungstraktes abgegeben
wird, während
eine Erosion der Kerntablette vermieden wird. Im unteren Bereich
des Verdauungstraktes, in dem die Wassermenge gering und die Enterokinese
nicht positiv ist, wird die Kerntablette ausreichend dispergiert
und/oder aufgelöst
und es wird ein feines Cilostazolpulver mit Hilfe des obigen Dispergier-
und/oder Solubilisierungsmittels unter langsamer Freisetzung von
Cilostazol mit Hilfe eines hydrophilen Gels freigesetzt.
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Das
ein hydrophiles Gel bildende Polymer schliesst beispielsweise hydrophile
Polymere ein, wie beispielsweise Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose,
Polyvinylpyrrolidon, Methylcellulose und Polyethylenoxid; und Polymersaccharide,
wie beispielsweise Carrageenan, Guargummi und Gummi arabicum; und
diese ein hydrophiles Gel bildenden Polymere können alleine oder in Kombination
miteinander verwendet werden. Unter diesen ein hydrophiles Gel bildenden
Polymer sind Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose
und Polyethylenoxid bevorzugt; und besonders bevorzugt ist Hydroxypropylmethylcellulose.
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Das
Desintegrationsmittel schliesst beispielsweise niedersubstituierte
Hydroxypropylcellulose, Croscarmellosenatrium, Crosspovidon und
Carboxymethylstärke
ein. Unter diesen Desintegrationsmitteln sind niedersubstituierte
Hydroxypropylcellulose und Croscarmellosenatrium bevorzugt, und
besonders bevorzugt ist niedersubstituierte Hydroxypropylcellulose.
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Die
in die Kerntablette zu inkorporierende Menge an Cilostazol liegt
im Bereich von 10–95%,
vorzugsweise 20–90%,
und weiter bevorzugt 30–80%,
auf Basis der Menge an Cilostazol in der gesamten trockenbeschichteten
Tablette.
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Die
Menge des in die Kerntablette zu inkorporierenden, ein hydrophiles
Gel bildenden Polymers liegt im Bereich von 1–50%, vorzugsweise 2–45%, und
weiter bevorzugt 3–40%,
auf Basis der Menge an Cilostazol in der Kerntablette.
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Bei
Bedarf kann die Kerntablette mit einem üblicherweise verwendeten enterischen
Polymer oder wasserlöslichen
Polymer beschichtet sein.
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Die äussere Schicht
muss eine ausreichende Dicke zur Vermeidung der Erosion der Kerntablette
aufweisen, und die Dicke ist nicht geringer als 1 mm, vorzugsweise
nicht weniger als 1,5 mm, und weiter bevorzugt 1,5–3 mm, auf
einer Seite.
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Die
Menge des in die äussere
Schicht zu inkorporierenden, ein hydrophiles Gel bildenden Polymers liegt
im Bereich von 5–80%,
vorzugsweise 10–70%,
und weiter bevorzugt 10–60%,
auf Basis der gesamten äusseren
Schicht. Wenn Hydroxypropylmethylcellulose als das ein hydrophiles
Gel bildende Polymer verwendet wird, ist die Menge 5–80%, vorzugsweise
7–70%,
und weiter bevorzugt 10–65%.
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Genauer
ist eine granulathaltige Tablette ein Depotpräparat, das erhalten wird durch
Beschichten von Kerngranulaten, die ein feines Cilostazolpulver,
ein Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel, wie beispielsweise
ein Tensid, und einen üblicherweise
verwendeten Träger
umfassen, mit einem enterischen Material und einem üblicherweise
verwendeten Träger,
wodurch beschichtete Granulate hergestellt werden, und Beschichten
der beschichteten Granulate mit einem äusseren Schichtbereich, der
Cilostazol, ein ein hydrophiles Gel bildendes Polymer und einen üblicherweise
verwendeten Träger,
wie beispielsweise Lactose, umfasst.
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Die
Beschichtungsgranulate mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol im unteren Bereich des Verdauungstraktes
sind im Hinblick auf die Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit
und die verzögerte
Freisetzung im unteren Bereich des Verdauungstraktes vorzugsweise
solche, die erhalten werden durch Beschichten von Kerngranulaten,
die das obige erfindungsgemässe
Cilostazolpräparat
mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
und ein Verdünnungsmittel,
das hauptsächlich im
Dickdarm aufgelöst
wird, umfasst, mit einem enterischen Material, das im Darm weitgehend
aufgelöst
wird.
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Nach
oraler Verabreichung der granulathaltigen Tablette bildet die äussere Schicht
ein hydrophiles Gel, wodurch langsam Cilostazol freigesetzt wird,
und sie wandert ferner unter Freisetzung von beschichteten Granulaten
in den Verdauungstrakt. Die Kerngranulate werden dem unteren Bereich
des Verdauungstraktes zugeführt,
und mit Zunahme des pH-Werts beginnt die Auflösung von Cilostazol. Im unteren
Bereich des Verdauungstraktes, in dem die Menge an Wasser gering
und die Enterokinese nicht positiv ist, werden die Kerngranulate
ausreichend dispergiert und/oder aufgelöst und setzen mit Hilfe des
obigen Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels ein feines Cilostazolpulver
frei.
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Das
im Dickdarm aufgelöste
Verdünnungsmittel
schliesst beispielsweise Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat,
Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat und Methacrylsäure-Copolymer
(z.B. EUDRAGIT S) ein. Unter diesen Verdünnungsmitteln sind Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat
und Methacrylsäure-Copolymer
(z.B. EUDRAGIT S) bevorzugt, und besonders bevorzugt ist Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat,
das bei einem niedrigen pH-Wert (bei einem pH-Wert von 5,5) aufgelöst wird.
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Das
enterische Material schliesst beispielsweise herkömmliche
enterische Materialien ein. Unter diesen enterischen Materialien
sind Hydroxy propylmethylcelluloseacetatsuccinat, Celluloseacetat,
Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Carboxymethylethylcellulose,
Methacrylsäure-Copolymer
und Methacrylsäure-Copolymer
L bevorzugt, und besonders bevorzugt ist Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat
von einem Typ, der bei einem pH-Wert von 7 aufgelöst wird.
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Die
in die Kerngranulate zu inkorporierende Menge an Cilostazol liegt
im Bereich von 10–95%,
vorzugsweise 20–90%
und weiter bevorzugt 30–80%,
auf Basis der Cilostazolmenge der gesamten granulathaltigen Tablette.
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Die
Menge des enterischen Materials liegt im Bereich von 10–200%, vorzugsweise
20–100%,
und weiter bevorzugt 20–60%,
auf Basis der Kerngranulate.
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Als äusserer
Schichtbereich können
zum Komprimieren des äusseren
Schichtbereichs die gleichen Granulate verwendet werden wie in der
trockenbeschichteten Tablette.
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Da
die granulathaltige Tablette aufgrund der Tatsache, dass sie Granulate
enthält,
dazu neigt, durch Schlageinwirkung zu zerbrechen, kann sie bei Bedarf
mit einem üblicherweise
verwendeten Beschichtungsmittel beschichtet werden.
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Genauer
ist die Kapsel, die das mit einem enterischen Material beschichtete
Granulat enthält,
ein solches, das das gleiche beschichtete Granulat wie das mit einem
enterischen Material beschichtete Granulat in der obigen granulathaltigen
Tablette, sowie Cilostazol, ein Pulver, Granulat oder eine Tablette
zur raschen Freisetzung, hergestellt aus einem üblicherweise verwendeten Träger, wie
beispielsweise einem Streckmittel, und einem Desintegrationsmittel,
enthält.
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Nach
oraler Verabreichung wird aus dem Granulat oder der kleinen Tablette
zur raschen Auflösung
in der beschichteten granulathaltigen Kapsel rasch Cilostazol herausgelöst, und
das beschichtete Granulat überträgt das Kerngranulat
in den unteren Bereich des Verdauungstraktes, während es sich über den
Verdauungstrakt verteilt.
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Die
in das beschichtete Granulat zu inkorporierende Cilostazolmenge
liegt im Bereich von 10–95%, vorzugsweise
20–90%,
und weiter bevorzugt 30–30%,
auf Basis der Cilostazolmenge der gesamten beschichteten, granulathaltigen
Kapsel.
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Als
Anteil der raschen Freisetzung zur Aufnahme von Cilostazol kann
ein üblicherweise
verwendeter Träger
verwendet werden.
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Ferner
kann ein überlegenes
Depotpräparat
hergestellt werden durch Inkorporierung einer organischen Säure, wie
beispielsweise Zitronensäure, in
das das enterische Material enthaltende Granulat, das in der obigen
granulathaltigen Tablette und der obigen beschichteten, granulathaltigen
Kapsel enthalten ist.
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Wenn
zur Verbesserung der Löslichkeit
von Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat Natriumchlorid in
das Kerngranulat inkorporiert wird, besteht das Problem, dass die
Granulatfestigkeit bei dem Prozess der Extrusionsgranulierung geschwächt wird.
Die Zugabe der organischen Säure
verhindert das obige Problem. Die Zugabe von organischer Säure zu der
Schicht aus enterischem Material verbessert die Alkalibeständigkeit.
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Genauer
ist ein Depotpräparat
vom Mehrfacheinheitstyp ein Depotpräparat, das zwei oder mehr kleine Tabletten
mit verzögerter
Freisetzung enthält,
die ein feines Cilostazolpulver, ein Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel,
wie beispielsweise ein Tensid, ein ein hydrophiles Gel bildendes
Polymer und einen üblicherweise
verwendeten Träger,
wie beispielsweise Lactose, umfasst.
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Nach
oraler Verabreichung des Depotpräparats
vom Mehrfacheinheitstyp werden zahlreiche kleine Tabletten mit verzögerter Freisetzung
mit zufälliger
Auflösungsgeschwindigkeit
aus der Kapsel freigesetzt. Jede kleine Tablette mit verzögerter Freisetzung
bildet ein hydrophiles Gel mit einer geeigneten Zeitverzögerung und
bewegt sich innerhalb des Verdauungstraktes in den unteren Bereich
des Verdauungstraktes und setzt dabei langsam Cilostazol frei. Im
unteren Bereich des Verdauungstraktes, in dem die Wassermenge gering
und die Enterokinese nicht positiv ist, werden die kleinen Tabletten
mit verzögerter
Freisetzung ausreichend dispergiert und/oder aufgelöst und setzen
mit Hilfe des obigen Dispergier- und/oder des obigen Solubilisierungsmittels
ein feines Cilostazolpulver frei.
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Das
ein hydrophiles Gel bildende Polymer schliesst beispielsweise die
oben beschriebenen, ein hydrophiles Gel bildenden Polymere ein.
Unter diesen, ein hydrophiles Gel bildenden Polymeren ist Hydroxypropylmethylcellulose
besonders bevorzugt. Die Menge des das hydrophile Gel bildenden
Polymers liegt im Bereich von 10–90%, vorzugsweise 20–80%, und
weiter bevorzugt 25–75%,
auf Basis der gesamten kleinen Tablette mit verzögerter Freisetzung.
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Wenn
Hydroxypropylmethylcellulose verwendet wird, kann eine beliebige
kommerzielle Form verwendet werden, jedoch sind solche mit einer
hohen Viskosität
bevorzugt. Die Viskosität
bei 20°C
in einer 2%-igen wässrigen
Lösung
ist nicht weniger als 400 cps und vorzugsweise 400–200.000
cps.
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Die
kleine Tablette mit verzögerter
Freisetzung hat einen Durchmesser im Bereich von 2–7 mm, und vorzugsweise
4–6,5
mm. Die Anzahl der kleinen Tabletten mit verzögerter Freisetzung, mit der
eine Kapsel befüllt
ist, ist üblicherweise
nicht kleiner als 2, vorzugsweise 2–20, und weiter bevorzugt 3–10.
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Das
Depotpräparat
vom Mehrfacheinheitstyp kann ferner ein Granulat mit rascher Freisetzung
oder eine kleine Tablette mit rascher Freisetzung enthalten, das/die
hergestellt ist aus Cilostazol und einem üblicherweise verwendeten Träger, wie
beispielsweise einem Streckmittel und einem Desintegrationsmittel.
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Die
obigen jeweiligen Aspekte des Depotpräparats sollen der Illustration
des Depotpräparats
mit der Fähigkeit
zur Freisetzung von Cilostazol selbst im unteren Bereich des Verdauungstraktes
dienen.
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Die
Cilostazoldosis als aktiver Bestandteil in dem erfindungsgemässen Präparat variiert
in Abhängigkeit
von dem Alter, Geschlecht, Körpergewicht
und Zustand des Patienten, liegt jedoch üblicherweise im Bereich von
50–300
mg, vorzugsweise 50–250
mg, und weiter bevorzugt 100–250
mg/Tag. Das erfindungsgemässe
Präparat
enthält
vorzugsweise Cilostazol in einer Menge innerhalb des obigen Bereichs
pro Einheitsdosis, wodurch der gewünschte Effekt durch einmalige
Verabreichung pro Tag erzielt wird.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Vergleichsbeispiele, Beispiele und Testbeispiele dienen
der weiteren detaillierteren Darstellung des erfindungsgemässen Präparats und
des erfindungsgemässen
Wirkung.
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VERGLEICHSBEISPIEL 1
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Cilostazolmassenpulver
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 20 μm.
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VERGLEICHSBEISPIEL 2
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100
g eines Cilostazol (CLZ)-Massenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 20 μm
und 10 g Natriumlaurylsulfat (SLS) wurden abgewogen, in einen Polyethylenbeutel
gegeben und dann unter Schütteln
vermischt.
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BEISPIEL 1
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100
g eines Cilostazol (CLZ)-Massenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 20 μm
und 10 g Natriumlaurylsulfat (SLS) wurden in einem Polyethylenbeutel
vermischt und dann unter Verwendung einer Strahlmühle (100AS,
hergestellt von Powrek Co.) pulverisiert, wodurch ein Cilostazolpulverpräparat mit
einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von etwa 3 μm erhalten
wurde.
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BEISPIEL 2
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300
g eines Cilostazol (CLZ)-Massenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 3 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert wurde, und
132 g D-Mannitol wurden vermischt und dann in einen Fliessbettgranulator
(NQ-160, hergestellt von Fuji Paudal Co., Ltd.) eingeführt. Diese
Mischung wurde unter Besprühen
mit 400 g einer wässrigen
Lösung,
die 7,5% Natriumlaurylsulfat (SLS) und 4,5% Hydroxypropylcellulose
(Markenname: HPC-SL,) enthielt (entspricht einem Feststoffgehalt
von 30 g SLS und 18 g HPC) nassgranuliert und dann getrocknet, wodurch
ein Cilostazolpulverpräparat
erhalten wurde.
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BEISPIEL 3
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Zu
dem in Beispiel 2 erhaltenen Pulver wurden 1,25% Magnesiumstearat
zugegeben und die Mischung wurde unter Verwendung einer Einzelstempeltablettiermaschine
(Nr. 2B, hergestellt von Kikusui Seisakusho Co.), die mit einem
Stempel mit einem Durchmesser von 8 mm ausgerüstet war, so tablettiert, dass
eine Tablette ein Gewicht von 162 mg hatte, wodurch Tabletten erhalten
wurden, die Cilostazol in einer Menge von 100 mg pro Tablette enthielten.
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BEISPIEL 4
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3,3
g Polyvinylalkohol (PVA), 10 g D-Mannitol und 2 g Natriumlaurylsulfat
(SLS) wurden in 106 g Wasser aufgelöst. Nach Dispergierung von
20 g eines Cilostazol (CLZ)-Massenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 3 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert wurde, wurde
diese Lösung
unter Erhalt eines Cilostazolpulverpräparats sprühgetrocknet.
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BEISPIEL 5
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300
g eines Cilostazol (CLZ)-Massenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 3 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert worden war,
und 162 g D-Mannitol wurden vermischt und dann in einen Fliessbettgranulator
(NQ-160, hergestellt von Fuji Paudal Co., Ltd.) eingeführt. Diese
Mischung wurde unter Versprühen
von 400 g (entspricht einen Feststoffgehalt von 18 g HPC) einer
wässrigen Lösung, die
4,5% Hydroxypropylcellulose (Markenname: HPC-SL) enthielt, nassgranuliert
und dann getrocknet, wodurch ein Cilostazolpulverpräparat erhalten
wurde.
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VERGLEICHSBEISPIEL 3
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100
g Cilostazol mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von
etwa 20 μm
wurden mit 30 g Maisstärke,
25 g kristalliner Cellulose und 12 g Carboxymethylcellulosecalcium
vermischt. Nach Zugabe einer wässrigen
Lösung,
die 1,5 g Hydroxypropylmethylcellulose enthielt, wurde die Mischung
unter Kneten und Sieben granuliert, wodurch Granulate zur Komprimierung
erzeugt wurden. Dann wurden 1,5 g Magnesiumstearat als Gleitmittel
zugegeben und die Granulate wurden unter Verwendung eines Stempels
mit einem Durchmesser von 8 mm so komprimiert, dass eine Tablette
ein Gewicht von 170 mg aufwies, wodurch Tabletten erhalten wurden,
die Cilostazol in einer Menge von 100 mg pro Tablette enthielten.
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BEISPIEL 6
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200
g Cilostazol mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von
etwa 20 μm
und 50 g Polyvinylalkohol (203, hergestellt von Kuraray Co., Ltd.)
wurden in 750 g Wasser dispergiert und aufgelöst und dann zusammen mit 4.000
g Zirkoniakugeln mit einem Durchmesser von 0,3 mm in einer Dynomühle mit
einem Volumen von 1,4 l (hergestellt von Cimmal Enterprises Co.)
bei 2.500 U/min für
1 Stunde pulverisiert, wodurch eine pulverisierte Cilostazolsuspension
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 270 nm erhalten
wurde. Diese pulverisierte Suspension wurde in geeigneter Weise
verdünnt,
wodurch eine 0,25%-ige Cilostazolsuspension erhalten wurde. Der
durchschnittliche Teilchendurchmesser des Cilostazols wurde nach
einem dynamischen Lichtstreuverfahren unter Verwendung eines elektrophoretischen
Lichtstreuungsphotometers (ELS-800, hergestellt von Otsuka Electronics
Co., Ltd.) gemessen.
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BEISPIEL 7
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5
g Polysorbat 80 und 25 g D-Mannitol wurden in 100 g der in Beispiel
6 erhaltenen, pulverisierten Suspension aufgelöst, dann wurden 75 g Wasser
zugegeben und anschliessend wurde die Mischung unter Verwendung
eines Sprühtrockners
(hergestellt von Niro Co.) unter Bedingungen einer Einlasstemperatur
von 200°C,
einer Auslasstemperatur von 110°C,
einer Verneblerumdrehungszahl von 25.000 U/min und einer Flussgeschwindigkeit
von 20 g/min unter Erhalt eines Pulvers sprühgetrocknet. Gelatinekapseln
wurden mit 240 mg (entspricht 100 mg Cilostazol) dieses Pulvers
befüllt,
wodurch Cilostazolkapseln erhalten wurden.
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VERGLEICHSBEISPIEL 4
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Ein
Cilostazolmassenpulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 20 μm
wurde in einer 0,25%-igen Polyvinylalkohollösung suspendiert, wodurch eine
0,25%-ige Cilostazolsuspension erhalten wurde.
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BEISPIEL 8
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80
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert worden war,
20 g Hydroxypropylcellulose, 15 g niedersubstituierte Hydroxypropylcellulose
(Markenname: LH-31) und 15 g Natriumlaurylsulfat als Dispergier-
und/oder Solubilisierungsmittel wurden miteinander vermischt. Nach
Zugabe von 55 g einer wässrigen
Lösung,
die 2,75 g Hydroxypropylcellulose (Markenname: HPC-L) enthielt,
als Binderlösung,
wurde die Mischung mit einem Hochschermischer granuliert, getrocknet
und gesiebt, wodurch Granulate gebildet wurden. Dann wurden 0,3 g
Magnesiumstearat als Gleitmittel zugegeben und die Granulate wurden
unter Verwendung eines Stempels mit einem Durchmesser von 7 mm so
komprimiert, dass eine Tablette ein Gewicht von 133 mg aufwies,
wodurch Kerntabletten erhalten wurden, die 80 mg Cilostazol pro
Tablette enthielten.
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Getrennt
davon wurden 120 g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 2 μm,
80 g Hydroxypropylmethylcellulose, 27 g Hydroxypropylcellulose (Markenname: HPC-H)
und 270 g Lactose miteinander vermischt, mit 150 g gereinigtem Wasser
granuliert, getrocknet und gesiebt, wodurch Granulate erhalten wurden,
und dann wurden 3,0 g Magnesiumstearat zugegeben und vermischt.
500 mg Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs enthalten
120 mg Cilostazol.
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Kerntabletten
und 500 mg Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs wurden
vermischt und dann unter Verwendung eines Stempels mit einem Durchmesser
von 11 mm so komprimiert, dass eine Tablette ein Gewicht von 633
mg aufwies, wodurch trockenbeschichtete Tabletten mit verzögerter Freisetzung
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro Tablette
enthielten.
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BEISPIEL 9
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In
der gleichen Weise wie in Beispiel 8, ausser dass 140 g Hydroxypropylmethylcellulose
und 210 g Lactose als Granulat zur Komprimierung eines äusseren
Schichtbereichs verwendet wurden, wurden trockenbeschichtete Tabletten
mit verzögerter
Freisetzung erhalten.
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BEISPIEL 10
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400
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm, das
unter Verwendung einer Strahlmühle
pulverisiert worden war, 160 g Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat
(Markenname: SHINETSU AQOAT AS-LF), 40 g Hydroxypropylmethylcellulose
als Bindemittel und 40 g Natriumlaurylsulfat als Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittel wurden in einen Kneter (NSK-150, hergestellt
von Okada Seiko Co., Ltd.) gegeben und vermischt, und dann wurde
eine geeignete Menge einer wässrigen
Lösung,
die 20 g Natriumchlorid, 20 g Zitronensäure und 20 g Polysorbat 80
enthielt, zugegeben, wodurch eine Mischung erhalten wurde, Die Mischung
wurde entnommen, durch Extrusion unter Verwendung eines Extrusionsgranulators
(DOMEGRAN DG-L1, hergestellt von Fuji Paudal Co., Ltd.), der mit
einem Kuppelstempel mit Löchern
von 0,8 mm Durchmesser ausgerüstet
war, granuliert und dann unter Verwendung eines Kugelgranulators
(MARUMERIZER QJ-400, hergestellt von Fuji Paudal Co., Ltd.) zu sphärischen
Granulaten verarbeitet. Die resultierenden Granulate wurden getrocknet
und diejenigen mit einem Teilchendurchmesser von 710–1.000 μm wurden
ausgewählt
und als Kerngranulate zur Beschichtung verwendet. 750 g einer Beschichtungslösung, die
7,0% Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat (Markenname: SHINETSU AQOAT
AS-HF), 3,5% Talk, 2,8% Triethylcitrat, 0,21% Natriumlaurylsulfat
und 0,21% Zitronensäure
enthielt, wurden über
600 g Kerngranulate versprüht,
wobei eine Rotationsfliessbeschichter (NEW MARUMERIZER NQ-160, hergestellt
von Fuji Paudal Co., Ltd.) verwendet wurde, gefolgt von Trocknen,
wodurch beschichtete Granulate erhalten wurden. 280 mg der beschichteten
Granulate enthielten 100 mg Cilostazol.
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Getrennt
davon wurden 100 g Cilostazolmassenpulver mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 2 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert worden war,
75 mg Hydroxypropylmethylcellulose, 195 g Lactose und 30 g D-Mannitol
miteinander vermischt, unter Zugabe von 110 g gereinigtem Wasser
granuliert und dann getrocknet, wodurch Granulate zur Komprimierung
eines äusseren
Schichtbereichs erhalten wurden. 400 mg der Granulate zur Komprimierung
eines äusseren
Schichtbereichs enthielten 100 mg Cilostazol.
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280
mg beschichteter Granulate, 400 mg Granulate zur Komprimierung eines äusseren
Schichtbereichs und 4 mg Magnesiumstearat wurden miteinander vermischt
und dann unter Verwendung eines Stempels mit einem Durchmesser von
11 mm komprimiert, wodurch granulathaltige Tabletten zur verzögerten Freisetzung
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro Tablette
enthielten.
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BEISPIEL 11
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Eine
Beschichtungslösung,
die 6% Hydroxypropylmethylcellulose, 2% Polyethylenglykol, 1% Talk
und 1% Titandioxid enthielt, wurde über die Tabletten aus Beispiel
10 versprüht,
wodurch beschichtete Tabletten mit einem Gewicht von 721,9 mg erhalten
wurden.
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BEISPIEL 12
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In
der gleichen Weise wie in Beispiel 10, ausser dass Zitronensäure aus
der Beschichtungslösung
eliminiert wurde, wurden granulathaltige Tabletten zur verzögerten Freisetzung
erhalten. In der gleichen Weise wie in Beispiel 11 wurden beschichtete
Tabletten erhalten.
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BEISPIEL 13
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800
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm, das
unter Verwendung einer Strahlmühle
pulverisiert worden war, 1.066 g Hydroxypropylmethylcellulose und 60
g Natriumlaurylsulfat als Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel
wurden miteinander vermischt. Die Mischung wurde unter Zugabe von
1.000 g gereinigtem Wasser nassgranuliert, getrocknet und dann gesiebt,
wodurch Granulate erzeugt wurden. Nach Zugabe von 18 g Magnesiumstearat
als Gleitmittel wurden die Granulate unter Verwendung eines Stempels
mit einem Durchmesser von 6,5 mm so komprimiert, dass eine Tablette ein
Gewicht von 97,2 mg aufwies, wodurch kleine Tabletten zur verzögerten Freisetzung
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 40 mg pro Tablette
enthielten.
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Mit
den resultierenden kleinen Tabletten zur verzögerten Freisetzung wurden Kapseln
in einer solchen Weise befüllt,
dass eine Kapsel 5 Tabletten enthielt, wodurch ein Depotpräparat vom
Mehrfacheinheitentyp erhalten wurde, das Cilostazol in einer Menge
von 200 mg pro Kapsel enthielt.
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BEISPIEL 14
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800
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm, das
unter Verwendung einer Strahlmühle
pulverisiert worden war, 800 g Hydroxypropylmethylcellulose, 284
g D-Mannitol und 60 g Natriumlaurylsulfat als Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittel wurden miteinander vermischt. Die Mischung
wurde unter Zugabe von 900 g gereinigtem Wasser nassgranuliert,
getrocknet und dann gesiebt, wodurch Granulate erhalten wurden.
Nach Zugabe von 16 g Magnesiumstearat als Gleitmittel wurden die
Granulate unter Verwendung eines Stempels mit einem Durchmesser
von 6,5 mm so komprimiert, dass eine Tablette ein Gewicht von 98,0
mg aufwies, wodurch kleine Tabletten zur verzögerten Freisetzung erhalten
wurden, die Cilostazol in einer Menge von 40 mg pro Tablette enthielten.
-
Mit
den resultierenden kleinen Tabletten zur verzögerten Freisetzung wurden Kapseln
in einer solchen Weise befüllt,
dass eine Kapsel 5 Tabletten enthielt, wodurch ein Depotpräparat vom
Mehrfacheinheitentyp erhalten wurde, das Cilostazol in einer Menge
von 200 mg pro Kapsel enthielt.
-
BEISPIEL 15
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 14, ausser dass 500 g Hydroxypropylmethylcellulose
und 584 g D-Mannitol verwendet wurden und kein Natriumlaurylsulfat
zugegeben wurde, wurden kleine Tabletten zur verzögerten Freisetzung
mit einer höheren
Auflösungsgeschwindigkeit
als die in den voranstehenden Beispielen 13 und 14 und einem Gewicht
von 95,0 mg/Tablette erhalten, die Cilostazol in einer Menge von
40 mg pro Tablette enthielten.
-
Mit
den resultierenden kleinen Tabletten zur verzögerten Freisetzung wurden Kapseln
in einer solchen Weise befüllt,
dass eine Kapsel zwei kleine Tabletten zur verzögerten Freisetzung mit einer
höheren
Auflösungsgeschwindigkeit
und drei kleine Tabletten zur verzögerten Freisetzung, wie sie
in Beispiel 13 oder Beispiel 14 erhaltenen wurden, enthielt, wodurch
ein Depotpräparat
vom Mehrfacheinheitentyp erhalten wurde, das Cilostazol in einer
Menge von 200 mg pro Kapsel enthielt.
-
BEISPIEL 16
-
Kapseln
wurden in einer solchen Weise mit Tabletten befüllt, dass eine Kapsel eine
Tablette zur verzögerten
Freisetzung mit einer höheren
Auflösungsgeschwindigkeit
wie in Beispiel 15 erhalten und vier kleine Tabletten zur verzögerten Freisetzung
wie in Beispiel 13 oder Beispiel 14 erhalten, enthielt, wodurch
ein Depotpräparat
vom Mehrfacheinheitentyp erhalten wurde, das Cilostazol in einer
Menge von 200 mg pro Kapsel enthielt.
-
BEISPIEL 17
-
800
g Cilostazol, 280 g Maisstärke,
200 g kristalline Cellulose und 128 g Carmellosecalcium wurden miteinander
vermischt und dann wurde eine wässrige
Lösung,
die 16 g Hydroxypropylcellulose als Bindemittel enthielt, zugegeben.
Die Mischung wurde nassgranuliert, getrocknet und gesiebt, wodurch
Granulate gebildet wurden. Dann wurden 16 mg Magnesiumstearat als
Gleitmittel zugegeben, und die Granulate wurden unter Verwendung
eines Stempels mit einem Durchmesser von 5,5 mm so komprimiert,
dass eine Tablette ein Gewicht von 72,0 mg aufwies, wodurch kleine
Tabletten zur sofortigen Freisetzung erhalten wurden, die Cilostazol in
einer Menge von 40 mg pro Tablette enthielten.
-
Kapseln
wurden in einer solchen Weise mit Tabletten befüllt, dass eine Kapsel eine
kleine Tablette zur sofortigen Freisetzung und vier kleine Tabletten
zur verzögerten
Freisetzung, wie in Beispiel 13 oder Beispiel 14 erhalten, enthielt,
wodurch ein Depotpräparat
vom Mehrfacheinheitentyp erhalten wurde, das Cilostazol in einer
Menge von 200 mg pro Kapsel enthielt.
-
BEISPIEL 18
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 13, ausser dass 200 g Natriumlaurylsulfat
und 20 g Magnesiumstearat verwendet wurden, wurden kleine Tabletten
zur verzögerten
Freisetzung erhalten, die Cilostazol in einer Menge von 40 mg pro
Kapsel enthielten.
-
Kapseln
wurden in einer solchen weise mit Tabletten befüllt, dass eine Kapsel fünf der resultierenden kleinen
Tabletten zur verzögerten
Freisetzung enthielt, wodurch ein Depotpräparat vom Mehrfacheinheitentyp erhalten
wurde, das Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro Kapsel enthielt.
-
BEISPIEL 19
-
150
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm, das
unter Verwendung einer Strahlmühle
pulverisiert worden war, wurden mit 60 g Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat
(SHINETSU AQOAT® AS-LF,
hergestellt von Shinetsu Chemical Industries Co., Ltd.), 15 g Hydroxypropylmethylcellulose
(METOLOSE® 90SH400,
hergestellt von Shinetsu Chemical Industries Co., Ltd.) und 12,5
g Natriumlaurylsulfat vermischt. Nach Einführen des resultierenden gemischten
Pulvers in einen Kneter wurde eine wässrige Lösung zugegeben, die Natriumchlorid,
Zitronensäure
und Polysorbat 80 (jeweils 7,5 g) enthielt, und ferner wurde gereinigtes
Wasser zugegeben, wodurch eine geeignete Mischung erhalten wurde.
Diese Mischung wurde unter Verwendung eines Extrusionsgranulators,
der mit einem Kuppelstempel mit Löchern von 0,8 mm Durchmesser
ausgerüstet
war, der Extrusionsgranulierung unterworfen und dann unter Verwendung
eines Kugelgranulators zu sphärischen
Granulaten verarbeitet. Der obige Vorgang wurde sechs mal wiederholt
und dann wurden die resultierenden Granulate getrocknet, und die
diejenigen mit einem Teilchendurchmesser von 710–1.000 μm wurden ausgewählt und
als Kerngranulate zur Beschichtung verwendet. In 260 mg der Kerngranulate
waren 150 mg Cilostazol enthalten.
-
Getrennt
davon wurden 160 g Triethylcitrat, 12 g Natriumlaurylsulfat und
13 g Zitronensäure
in 5215 g gereinigtem Wasser aufgelöst und dann wurden 400 g Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat
(SHINETSU AQOAT® AS-HF)
und 200 g Talk in der resultierenden Lösung dispergiert, wodurch eine
Beschichtungslösung
hergestellt wurde. Nach Auswiegen von 1.040 g Kerngranulaten zur
Beschichtung wurden 4.800–5.300 g
der Beschichtungslösung
unter Verwendung einer Rotationsfluss-Beschichtungsmaschine aufgesprüht, wodurch
beschichtete Granulate erhalten wurden. Der Beschichtungsvorgang
wurde zu dem Zeitpunkt beendet, zu dem 417 mg der beschichteten
Granulate 150 mg Cilostazol enthielten, gefolgt von Trocknen unter
Erwärmen.
-
Getrennt
davon wurden 500 g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 2 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert worden war,
mit 100 g kristalliner Cellulose, 100 g Maisstärke, 50 g Carmellosecalcium
und 15 g Hydroxypropylcellulose vermischt, nachdem diese ausgewogen
worden waren. Die Mischung wurde in einen Kneter gegeben und eine
geeignete Menge gereinigten Wassers als Binderlösung wurde zugegeben, gefolgt
von Hochschergranulierung. Die resultierenden Granulate wurden über einem
Fliessbett getrocknet und unter Erzeugung von Granulaten gesiebt,
und dann wurden 5 g Magnesiumstearat als Gleitmittel zugegeben.
Die Granulate wurden unter Verwendung eines Stempels mit einem Durchmesser
von 6,5 mm komprimiert, wodurch Tabletten zur sofortigen Freisetzung
(jeweils 77 mg) erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von
50 mg pro Tablette enthielten.
-
Kapseln
wurden in einer solchen Weise mit Tabletten befüllt, dass eine Kapsel beschichtete
Granulate zur verzögerten
Freisetzung, die Cilostazol in einer Menge von 150 mg enthielten,
und eine Tablette zur sofortigen Freisetzung, die Cilostazol in
einer Menge von 50 mg enthielt, enthielten, wodurch Kapseln zur
verzögerten
Freisetzung erhalten wurden.
-
BEISPIEL 20
-
200
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm, das
unter Verwendung einer Strahlmühle
pulverisiert worden war, wurden mit 40 g kristalliner Cellulose,
20 g Maisstärke,
40 g Carboxymethylcellulosecalcium und 10 g Hydroxypropylcellulose
vermischt. Nach Einführen der
Mischung in einen Kneter wurden 10 g Polysorbat 80 sowie eine ausreichende
Menge an gereinigtem Wasser als Binderlösung zugegeben, gefolgt von
Hochschergranulation. Die Granulate wurden unter Verwendung eines
Extrusionsgranulators, der mit einem Kuppelstempel mit Löchern von
0,8 mm Durchmesser ausgerüstet war,
der Extrusionsgranulation unterworfen und dann unter Verwendung
eines Kugelgranulators zu sphärischen
Granulaten verarbeitet. Die resultierenden Granulate wurden getrocknet
und diejenigen mit einem Teilchendurchmesser von 710–1.000 μm wurden
ausgewählt,
wodurch Granulate zur sofortigen Freisetzung erhalten wurden. 80
mg der Granulate zur sofortigen Freisetzung enthielten 50 mg Cilostazol.
-
Kapseln
wurden in einer solchen Weise mit Tabletten befüllt, dass eine Kapsel beschichtet
Granulate zur verzögerten
Freisetzung, die Cilostazol in einer Menge von 150 mg enthielten,
wie in Beispiel 19 erhalten, und die resultierenden Tabletten zur
sofortigen Freisetzung, die Cilostazol in einer Menge von 50 mg
enthielten, aufwiesen, wodurch Kapseln zur verzögerten Freisetzung erhalten
wurden.
-
BEISPIEL 21
-
50
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert worden war,
wurden mit 50 g Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) und 200 g Lactose
vermischt. Die Mischung wurde mit etwa 70 g gereinigtem Wasser granuliert
und dann getrocknet, wodurch Granulate zur Komprimierung eines äusseren
Schichtbereichs erhalten wurden. 300 mg der resultierenden Aussenschichtgranulate
enthielten 50 mg Cilostazol.
-
Dann
wurden 140 mg der in Beispiel 10 erhaltenen, beschichteten Granulate,
300 mg der Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs und
200 mg Magnesiumstearat miteinander vermischt und unter Verwendung
eines Stempels mit einem Durchmesser von 10 mm komprimiert, wodurch
granulathaltige Tabletten zur verzögerten Freisetzung erhalten
wurden, die Cilostazol in einer Menge von 100 mg pro Tablette enthielten.
-
BEISPIELE 22 BIS 25
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 21, ausser das Granulate zur
Komprimierung des äusseren Schichtbereichs
mit den folgenden Zusammensetzungen, wie in Tabelle 1 gezeigt, verwendet
wurde, wurden granulathaltige Tabletten zur verzögerten Freisetzung erhalten,
die Cilostazol in einer Menge von 100 mg pro Tablette enthielten.
-
TABELLE
1 Mengen
(g) bei der Granulierung von Granulaten zur Komprimierung eines äusseren
Schichtbereichs
-
BEISPIEL 26
-
Eine
Beschichtungslösung,
die 6% Hydroxypropylmethylcellulose, 2% Polyethylenglykol, 1% Talk
und 1% Titandioxid enthielt, wurde über die granulathaltigen Tabletten
zur verzögerten
Freisetzung, wie in den Beispielen 21 bis 25 erhalten, versprüht, wodurch
beschichtete Tabletten erhalten wurden.
-
BEISPIEL 27
-
Die
jeweilige Beschickungsmenge der in den Beispielen 19 und 20 erhaltenen
Kapseln wurde auf die Hälfte
verringert, wodurch Präparate
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 100 mg pro Kapsel enthielten.
-
BEISPIEL 28
-
80
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm,
das unter Verwendung einer Strahlmühle pulverisiert worden war,
10 g Hydroxymethylcellulose, 20 g niedersubstituierte Hydroxypropylcellulose
und 15 g Natriumlaurylsulfat wurden miteinander vermischt. Nach
Zugabe von 55 g einer wässrigen
Lösung,
die 3 g Hydroxypropylcellulose enthielt, als Binderlösung, wurde
die Mischung mit einem Hochschermischer granuliert, getrocknet und
gesiebt, wodurch Granulate erzeugt wurden. Dann wurden 0,4 g Magnesiumstearat
als Gleitmittel zugegeben und die Granulate wurden unter Verwendung
eines Stempels mit einem Durchmesser von 7 mm so komprimiert, dass
eine Tablette ein Gewicht von 128,4 mg aufwies, wodurch Kerntabletten
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 80 mg pro Tablette
enthielten.
-
Getrennt
davon wurden 120 g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 2 μm,
130 g Hydroxypropylmethyl cellulose und 247 g Lactose miteinander
vermischt, unter Zugabe von 150 g gereinigtem Wasser granuliert,
getrocknet und gesiebt, wodurch Granulate erhalten wurden, und dann
wurden 3,0 g Magnesiumstearat zugegeben und vermischt. 500 mg der
Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs enthielten
120 mg Cilostazol.
-
Kerntabletten
und 500 mg Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs wurden
miteinander vermischt und dann unter Verwendung eines Stempels mit
einem Durchmesser von 11 mm so komprimiert, dass eine Tablette ein
Gewicht von 62–8,4
mg aufwies, wodurch trockenbeschichtete Tabletten zur verzögerten Freisetzung
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro Tablette
enthielten.
-
BEISPIEL 29
-
800
g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 3 μm, das
unter Verwendung einer Strahlmühle
pulverisiert worden war, wurden mit 150 g D-Mannitol und 50 g kristalliner
Cellulose vermischt, und dann wurde die Mischung unter Besprühen mit
einer Bindemittellösung,
die hergestellt wurde durch Auflösen
von 15 g Hydroxypropylcellulase (HPC-SL) und 120 g Polyethylenglykolmonostearat
(40EO) (hergestellt von Nikko Chemicals Co. unter dem Markennamen
MYS-40®)
der Fliessbettgranulierung unterworfen. Nach dem Trocknen und der
Zugabe von Magnesiumstearat wurden die Granulate so komprimiert,
dass eine Tablette einen Durchmesser von 6,5 mm und ein Gewicht
von 114 mg aufwies, wodurch Kerntabletten erhalten wurden, die Cilostazol
in einer Menge von 80 mg pro Tablette enthielten.
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 28 wurden trockenbeschichtete
Tabletten zur verzögerten
Freisetzung erhalten, die Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro
Tablette enthielten.
-
BEISPIEL 30
-
43
g Polyvinylalkohol (hergestellt von Kuraray Co., Ltd. unter dem
Markennamen PVA-203®) wurden in 2.520 g gereinigtem
Wasser unter Erwärmen
aufgelöst,
und dann wurden 434 g Cilostazol mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 20 μm
in der resultierenden Lösung
suspendiert. Unter Verwendung eines Nasspulverisierers vom Attritortyp
(Dyno-Mill), der mit Zirkoniakugeln mit einem Durchmesser von 0,5
mm befüllt
war, wurde die Suspension bei 300 U/min pulverisiert, wodurch eine
pulverisierte Cilostazolsuspension mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 250 nm erhalten wurde.
-
BEISPIEL 31
-
8
g Polysorbat 80 wurden in 875 g gereinigtem Wasser aufgelöst und dann
wurden 83 g Cilostazol mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 20 μm
in der resultierenden Lösung
suspendiert. In der gleichen Weise wie in Beispiel 30 wurde die
Suspension pulverisiert, wodurch eine pulverisierte Cilostazolsuspension
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von etwa 300 nm
erhalten wurde.
-
BEISPIEL 32
-
Zu
300 g der in Beispiel 31 erhaltenen, pulverisierten Suspension wurden
7 g D-Mannitol und 7 g Dextrin zugegeben, und dann wurde die Mischung
bei einer Einlasslufttemperatur von 200°C sprühgetrocknet, wodurch ein getrocknetes
Pulver erhalten wurde.
-
BEISPIEL 33
-
39
g Poloxamer 188 (Markenname: Lutrol F68) und 20 g Polysorbat 80
wurden in 745 g gereinigtem Wasser aufgelöst, und dann wurden 196 g Cilostazol
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 20 μm in der
resultierenden Lösung
suspendiert. In der gleichen Weise wie in Beispiel 30 wurde die
Suspension pulverisiert, wodurch eine pulverisierte Cilostazolsuspension
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 500 nm erhalten
wurde.
-
BEISPIEL 34
-
Zu
300 g der in Beispiel 33 erhaltenen, pulverisierten Suspension wurden
63 g D-Mannitol zugegeben, und dann wurde die Mischung bei einer
Einlasslufttemperatur von 200°C
sprühgetrocknet,
wodurch ein getrocknetes Pulver erhalten wurde.
-
BEISPIEL 35
-
Zu
der in Beispiel 30 erhaltenen, pulverisierten Suspension wurden
D-Mannitol oder Dextrin und Ferner Polysorbat 80 und SLS zugegeben.
Dann wurde die Mischung bei einer Einlasslufttemperatur von 200°C sprühgetrocknet,
wodurch getrocknete Pulver der folgenden Formulierung, wie in Tabelle
2 gezeigt, erhalten wurden.
-
-
BEISPIEL 36
-
100
g Hydroxypropylcellulose wurden in 5.000 g gereinigtem Wasser aufgelöst, und
dann wurden 500 g Cilostazol mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 20 μm
in der resultierenden Lösung
suspendiert. In der gleichen Weise wie in Beispiel 30 wurde die
Suspension pulverisiert, wodurch eine pulverisierte Cilostazolsuspension
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 300 nm erhalten
wurde. Zu dieser pulverisierten Suspension wurden D-Mannitol und
SLS zugegeben, und dann wurde die Mischung bei einer Einlasslufttemperatur
von 200°C
sprühgetrocknet,
wodurch ein getrocknetes Pulver, wie in Tabelle 3 gezeigt, erhalten
wurde.
-
-
BEISPIEL 37
-
100
g Cilostazol mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von
20 μm und
15 g Hydroxypropylcellulose (hergestellt von Nippon Soda Co., ltd.
unter dem Markennamen HPC-SSL) wurden miteinander vermischt, und
zu der Mischung wurden 400 g gereinigtes Wasser unter Rühren zugemischt,
und dann wurde Cilostazol in der resultierenden Lösung suspendiert.
Unter Verwendung eines Nasspulverisierers vom Attritortyp (Dyno-Mill),
der mit 4.000 g Zirkoniakugeln mit einem Durchmesser von 0,5 mm
befüllt
war, wurde die Cilostazolsuspension pulverisiert, wodurch eine pulverisierte
Cilosta zolsuspension mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 230 nm erhalten wurde.
-
Zu
dieser pulverisierten Suspension wurden eine teilweise vorgelatinisierte
Stärke
(hergestellt von Asahi Chemical Industry Co., Ltd. unter dem Markennamen
PCS) und ferner Natriumlaurylsulfat (SLS) zugegeben, und dann wurde
die Mischung unter Erhalt eines trockenen Pulvers sprühgetrocknet.
-
Zu
dem resultierenden trockenen Pulver wurden wasserfreies zweibasiges
Calciumphosphat (hergestellt von Fuji Chemical Industry Co., Ltd.
unter dem Markennamen Fujikarin), Croscarmellosenatrium (Ac-Di-Sol),
Hydroxypropylmethylcellulose (hergestellt von Shinetsu Chemical
Industries Co., Ltd. unter dem Markennamen METOLOSE 90SH400) und
Magnesiumstearat (St-Mg) zugegeben, und dann wurde die Mischung
komprimiert, wodurch Kerntabletten mit einem Durchmesser von 7 mm
mit der folgenden Formulierung, wie in Tabelle 4 gezeigt, erhalten
wurden.
-
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 28 wurden trockenbeschichtete
Tabletten zur verzögerten
Freisetzung, die Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro Tablette
enthielten, erhalten.
-
BEISPIEL 38
-
Ein
Cilostazolmassenpulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2 μm,
Hydroxypropylmethylcellulose, METOLOSE 90SH4000, Hydroxypropylcellulose,
HPC-H und Lactose wurden miteinander vermischt und dann wurde die
Mischung unter Zugabe von gereinigtem Wasser einer Hochschergranulation
unterworfen und getrocknet. Dann wurde Mg-Stearat zugegeben, wodurch
Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs der
folgenden Formulierung, wie in Tabelle 5 gezeigt, erhalten wurden.
-
Unter
Verwendung von 500 mg der resultierenden Granulate zur Komprimierung
eines äusseren Schichtbereichs
und der Kerntablette C oder D, wie in Beispiel 37 erhalten, wurden
trockenbeschichtete Tabletten zur verzögerten Freisetzung mit einem
Durchmesser von 11 mm erhalten, die Cilostazol in einer Menge von
200 mg pro Tablette enthielten.
-
TABELLE
5 Formulierungsbeispiel
aus Beispiel 38
-
BEISPIEL 39
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 28 wurden Kerntabletten der folgenden
Formulierung, wie in Tabelle 6 gezeigt, erhalten, wodurch trockenbeschichtete
Tabletten zur verzögerten
Freisetzung erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 200
mg pro Tablette enthielten.
-
-
BEISPIEL 40
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 1 (X0) wurde SLS in der folgenden
Menge, wie in Tabelle 7 gezeigt, zugegeben, wodurch Cilostazolpräparate mit
dem folgenden Teilchendurchmesser erhalten wurden.
-
-
BEISPIEL 41
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 10 (Y0) wurde SLS in der folgenden
Menge, wie in Tabelle 8 gezeigt, zugegeben, wodurch Kerngranulate
erhalten wurden, wodurch granulathaltige Tabletten zur verzögerten Freisetzung
erhalten wurden.
-
TABELLE
8 Mengen
(g) bei der Granulierung von Granulaten
-
BEISPIEL 42
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 2 (Z0) wurde das folgende Dispergier-
und Solubilisierungsmittel, wie in Tabelle 9 gezeigt, zugegeben,
wodurch Cilostazolpräparate
erhalten wurden.
-
-
BEISPIEL 43
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 28 wurden Innenkerntabletten
mit einem Durchmesser von 6 mm erhalten, die 40 mg eines Cilostazolmassenpulvers
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 2 μm, 5 mg Natriumlaurylsulfat,
5 mg Hydroxypropylmethylcellulose, 10 mg niedersubstituierte Hydroxypropylcellulose
und 0,2 mg Magnesiumstearat pro Tablette enthielten. Zu den Innenkerntabletten
wurde ein Aussenschichtbereich zugegeben, der 60 mg Cilostazol,
50 mg Hydroxypropylmethylcellulose, 287,5 mg Lactose und 2,5 mg
Magnesiumstearat enthielt, wodurch trockenbeschichtete Tabletten
zur verzögerten
Freisetzung mit einem Durchmesser von 10 mm erhalten wurden, die
100 mg Cilostazol pro Tablette enthielten.
-
BEISPIEL 44
-
In
der gleichen Weise wie in Beispiel 43, ausser dass 100 mg Hydroxypropylmethylcellulose
und 237,5 mg Lactose enthalten waren, wurden trockenbeschichtete
Tabletten zur verzögerten
Freisetzung mit einem Durchmesser von 10 mm erhalten, die 100 mg
Cilostazol pro Tablette enthielten.
-
BEISPIEL 45
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In
der gleichen Weise wie in Beispiel 43, ausser dass 150 mg Hydroxypropylmethylcellulose
und 187,5 mg Lactose enthalten waren, wurden trockenbeschichtete
Tabletten zur verzögerten
Freisetzung mit einem Durchmesser von 10 mm erhalten, die 100 mg
Cilostazol pro Tablette enthielten.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 5
-
Cilostazolmassenpulver
mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 3 μm.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 6
-
120
g Cilostazolpulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 20 μm,
22,5 g Natriumlaurylsulfat, 22,5 g L-HPC® und
30 g METOLOSE 90SH4000® wurden miteinander vermischt,
und dann wurde die Mischung unter Verwendung von 83 g einer wässrigen
5%-igen HPC-L-Lösung
als Binderlösung
der Hochgeschwindigkeits-Rührgranulierung
unterworfen und getrocknet. Dann wurde ein Gleitmittel zugegeben,
wodurch Kerntabletten mit einem Durchmesser von 7 mm und einem Gewicht
von 133 mg erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 80
mg pro Tablette enthielten.
-
Getrennt
davon wurden 120 g eines Cilostazolmassenpulvers mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 3 μm,
140 g METOLOSE 90SH4000®, 27 g HPC-H® und
210 g Lactose miteinander vermischt und unter Zugabe von gereinigtem
Wasser der Hochgeschwindigkeitsgranulierung unterworfen und dann
getrocknet. Zu 165,7 g der resultierenden Granulate wurde 1 g Magnesiumstearat
zugegeben, wodurch Granulate zur Komprimierung eines äusseren
Schichtbereichs erhalten wurden.
-
Kerntabletten
und 500 mg Granulate zur Komprimierung eines äusseren Schichtbereichs wurden
unter Verwendung eines Stempels mit einem Durchmesser von 11 mm
komprimiert, wodurch trockenbeschichtete Tabletten zur verzögerten Freisetzung
erhalten wurden, die Cilostazol in einer Menge von 200 mg pro Tablette
enthielten.
-
TESTBEISPIEL 1
-
Absorptionstest von Cilostazol
im Dickdarm:
-
Die
Präparate
der Beispiele 1, 2, 4 und 5 sowie des Vergleichsbeispiels 1 wurden
direkt in eine Dickdarmschleife von weiblichen Ratten (3 oder 4
Ratten pro Gruppe) in einer Menge von 100 mg/kg, berechnet auf Basis
von Cilostazol (CLZ), verabreicht. Dann wurde im Laufe der Zeit
Blut entnommen und die Cilostazolkonzentration im Blut gemessen.
Die durchschnittliche Cilostazolkonzentration im Blut ist in Tabelle
10 gezeigt und die pharmakokinetischen Parameter nach der Verabreichung
sind in Tabelle 11 gezeigt. TABELLE
10 Veränderung
der CLZ-Konzentration im Blut nach direkter Verabreichung in den
Dickdarm von Ratten
TABELLE
11 Pharmakokinetische
CLZ-Parameter nach direkter Verabreichung in den Dickdarm von Ratten
- Anmerkung 1: "AUC0–2std" bedeutet die Menge
des innerhalb von 2 Stunden nach Verabreichung absorbierten Cilostazols,
und die Zahl in Klammern kennzeichnet den Verstärkungsfaktor für den Fall,
dass der Wert von Vergleichsbeispiel 1 (CLZ-Massenpulver alleine)
1,0 ist.
- Anmerkung 2: "Cmax" bedeutet
die maximale Cilostazolkonzentration im Blut, und die Zahl in Klammern
kennzeichnet den Verstärkungsfaktor
für den
Fall, dass der Wert aus Vergleichsbeispiel 1 (CLZ-Massenpulver alleine)
1,0 beträgt.
- Anmerkung 3: "Tmax" bedeutet
die Zeit, die bis zum Erreichen der maximalen Cilostazolkonzentration
im Blut erforderlich ist.
-
Wie
aus den in den Tabellen 10 und 11 gezeigten Ergebnissen ersichtlich
ist, wurde bei allen feinen Pulvern der Beispiele 1, 2 und 4, die
durch Inkorporierung eines feinen Cilostazolpulvers in Natriumlaurylsulfat (SLS)
erhalten wurden, und des feinen Pulvers aus Beispiel 5, das hergestellt
wurde durch Inkorporierung von HC gemäss der vorliegenden Erfindung,
innerhalb von 2 Stunden nach Verabreichung hohe Blutkonzentrationen
erzielt, wohingegen in Vergleichsbeispiel 1, das kein SLS inkorporiert
enthielt, keine ausreichende Blutkonzentration erhalten wurde.
-
TESTBEISPIEL 2
-
Die
Präparate
der Beispiele 1, 2 und 4 und des Vergleichsbeispiels 1 wurden in
einer Menge von 100 mg, berechnet auf Basis von Cilostazol, ausgewogen
und unter den folgenden Bedingungen einem Auflösungstest unterworfen. Zur
Bewertung der Auflösungsgeschwindigkeit
wurde der Auflösungsprozentsatz
nach dem Ablauf von 2 Minuten nach Beginn des Tests miteinander
verglichen.
-
Bedingungen des Auflösungstests:
-
- Auflösungstestlösung: 900
ml 0,3%-ige wässrige
Natriumlaurylsulfatlösung
- Schaufelradverfahren; 75 U/min
- Probenmenge: eine Menge entsprechend 100 mg Cilostazol pro Gefäss.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 12 gezeigt.
-
TABELLE
12 Ergebnisse
des Cilostazol-Auflösungstests
-
Wie
aus den Ergebnissen aus Testbeispiel 2 ersichtlich ist, ist das
Cilostazolmassenpulver aus Vergleichsbeispiel 1 hinsichtlich der
Dispergierbarkeit und/oder Löslichkeit
in dem Auflösungstest
schlecht und zeigt eine geringe Auflösungsgeschwindigkeit. Andererseits
zeigten die Präparate
der Beispiele 1, 2 und 4, denen erfindungsgemäss nach der Pulverisierung
ein Tensid zugegeben wurde, eine verbesserte Dispergierbarkeit und/oder
Löslichkeit
und einen hohen Auflösungsprozentsatz.
-
TESTBEISPIEL 3
-
Von
den Präparaten
aus Beispiel 3 und Vergleichsbeispiel 3 wurde jeweils eine Tablette
(eine Menge von 100 mg, berechnet auf Basis von Cilostazol) fastenden
Beagle-Hunden (4 Hunde pro Gruppe) oral verabreicht. Dann wurde
im Laufe der Zeit Blut abgenommen und die Cilostazolkonzentration
im Blut gemessen. Die durchschnittliche Cilostazolkonzentration
im Blut ist in Tabelle 13 gezeigt, und die durchschnittlichen pharmakokinetischen
Parameter nach der Verabreichung sind in Tabelle 14 gezeigt.
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TABELLE
13 Veränderung
der CLZ-Konzentration im Blut nach oraler Verabreichung bei fastenden
Beagle-Hunden
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TABELLE
14 Pharmakokinetische
CLZ-Parameter nach oraler Verabreichung bei fastenden Beagle-Hunden
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- Anmerkung 1: "AUC0–10std" bedeutet die Menge
des innerhalb von 10 Stunden nach Verabreichung absorbierten Cilostazols,
und die Zahl in Klammern kennzeichnet den Verstärkungsfaktor für den Fall,
dass der Wert von Vergleichsbeispiel 3 1,0 ist.
- Anmerkung 2: "Cmax" bedeutet
die maximale Cilostazolkonzentration im Blut, und die Zahl in Klammern
kennzeichnet den Verstärkungsfaktor
für den
Fall, dass der Wert aus Vergleichsbeispiel 3 1,0 beträgt.
- Anmerkung 3: "Tmax" bedeutet
die Zeit, die bis zum Erreichen der maximalen Cilostazolkonzentration
im Blut erforderlich ist.
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Wie
aus den Ergebnissen des Testbeispiels 3 ersichtlich ist, zeigte
die Tablette aus Beispiel 3 einen Anstieg bezüglich der absorbierten Cilostazolmenge
im Vergleich zu Vergleichsbeispiel 3.
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TESTBEISPIEL 4
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40
ml der in Beispiel 6 erhaltenen verdünnten Suspension, eine in Beispiel
7 erhaltene Kapsel oder 40 ml einer nichtpulverisierten Cilostazolsuspension,
wie in Vergleichsbeispiel 4 erhalten (die Menge entsprach jeweils
100 mg Cilostazol) wurden fastenden Beagle-Hunden (4 Hunde pro Gruppe)
oral verabreicht. Dann wurde im Laufe der Zeit für 10 Stunden nach der Verabreichung
Blut aus der Vorderlaufvene entnommen und die Cilostazolkonzentration
im Plasma bestimmt. Die pharmakokinetischen Parameter nach der Verabreichung wurden
bestimmt. Die Ergebnisse sind in
1 und Tabelle
15 gezeigt. TABELLE
15 Pharmakokinetische
Parameter nach oraler Verabreichung bei fastenden Beagle-Hunden
- Anmerkung 1: "AUC" bedeutet
die Fläche
unter der Kurve der Wirkstoffkonzentration im Blut gegen die Zeit.
- Anmerkung 2: "Cmax" bedeutet
die maximale Konzentration im Blut.
- Anmerkung 3: "Tmax" bedeutet
die Zeit, die bis zum Erreichen der maximalen Konzentration im Blut
erforderlich ist.
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Wie
aus den Ergebnissen von Testbeispiel 4 ersichtlich ist, zeigte die
nasspulverisierte Cilostazolsuspension aus Beispiel 6 eine drastische
Zunahme der Wirkstoffkonzentration im Plasma im Vergleich zu der
Cilostazolsuspension aus Vergleichsbeispiel 4, und die Absorptionsgeschwindigkeit
nahm um einen Faktor 20 oder mehr zu. Im Fall der Verabreichung
der Kapsel aus dem sprühgetrockneten
Pulver des nasspulverisierten Cilostazols (Beispiel 7) war die Absorptionsgeschwindigkeit
um das etwa 7-fache im Vergleich zu der Cilostazolsuspension (Vergleichsbeispiel
4) erhöht.
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TESTBEISPIEL 5
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Cilostazolauflösungstests
für die
Beispiele 13 und 18:
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Testverfahren:
Unter Verwendung von 900 ml einer wässrigen 0,4%-igen SLS-Lösung wurde
nach einem Rührschaufelverfahren
bei 75 U/min ein Test durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 16 gezeigt.
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TABELLE
16 Wirkstoffauflösungsgeschwindigkeit
(%)
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TESTBEISPIEL 6
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Cilostazolauflösungstest:
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Anhand
des in Beispiel 35 erhaltenen trockenen Pulvers (das Cilostazol
in einer Menge von 100 mg enthielt) wurde ein Test nach einem Rührschaufelverfahren
bei 75 U/min unter Verwendung einer wässrigen 0,3%-igen SLS-Lösung als
Testlösung
durchgeführt.
Die Auflösungsgeschwindigkeit,
gemessen 2 Minuten nach Beginn des Tests, ist in Tabelle 17 gezeigt.
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TABELLE
17 Ergebnisse
des Cilostazolauflösungstests
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TESTBEISPIEL 7
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Cilostazolauflösungstest
mit den trockenbeschichteten Tabletten P bis U auf Beispiel 38:
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Testverfahren:
Unter Verwendung von 900 ml einer wässrigen 0,4%-igen SLS-Lösung wurde
nach einem Rührschaufelverfahren
bei 75 U/min ein Test durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in 2 gezeigt.
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TESTBEISPIEL 8
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Absorptionstest für schwach
löslichen
Wirkstoff in oberen und unteren Bereichen des Verdauungstraktes:
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In
der gleichen Weise wie in Testbeispiel 1 wurden die Präparate des
Beispiele 2 und der Vergleichsbeispiele 1 und 5 direkt in den Zwölffingerdarm
und den Dickdarm von Ratten verabreicht. Dann wurde im Laufe der
Zeit Blut abgenommen und die Cilostazolkonzentration im Blut gemessen.
Die pharmakokinetischen Parameter nach der Verabreichung sind in
Tabelle 18 gezeigt.
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TABELLE
18 Pharmakokinetische
Cilostazolparameter
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Es
war bekannt, dass die Löslichkeit
von schwach löslichen
Wirkstoffen verbessert und die Bioverfügbarkeit erhöht wird,
wenn der Wirkstoff pulverisiert ist, wodurch der Teilchendurchmesser
verringert wird. Als Ergebnis einer bereichsweisen Absorptionsstudie
wurde jedoch herausgefunden, dass einige schwach lösliche Wirkstoffe
(z.B. Cilostazol) eine erhöhte
Bioverfügbarkeit
durch Pulverisierung nur im oberen Bereich des Verdauungstraktes
zeigen. Die Bioverfügbarkeit
dieser Wirkstoffe im unteren Bereich des Verdauungstraktes konnte
nur verbessert werden durch die Kombination der Pulverisierung der
Wirkstoffe und Zugabe eines Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittels. Die
Bioverfügbarkeit
im oberen Bereich des Verdauungstraktes wurde nicht beeinträchtigt,
auch wenn das Kombinationsverfahren angewandt wurde. Es wurde erkannt,
dass ein wasserlösliches
Polymer oder Tensid zur Verwendung als zuzugebendes Dispergier-
und/oder Solubilisierungsmittel wirksam ist.
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TESTBEISPIEL 9
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In
der gleichen Weise wie in Testbeispiel 3 wurden trockenbeschichtete
Tabletten aus Beispiel 9 und Vergleichsbeispiel 6 oral an Beagle-Hunde
verabreicht. Als Ergebnis sind die Veränderungen der Cilostazolkonzentration
im Plasma in 3 gezeigt. Dann wurde im Laufe
der Zeit Blut abgenommen und die Cilostazolkonzentration im Blut
gemessen. Die pharmakokinetischen Parameter nach der Verabreichung
sind in Tabelle 19 gezeigt.
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TABELLE
19 Pharmakokinetische
Cilostazolparameter
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Wie
aus den Ergebnissen von Testbeispiel 9 ersichtlich ist, zeigte die
trockenbeschichtete Tablette aus Beispiel 9 eine Zunahme der absorbierten
Cilostazolmenge im Vergleich zu Vergleichsbeispiel 6. Die Tablette aus
Vergleichsbeispiel 6 zeigte eine geringere Absorbierbarkeit im Laufe
der Zeit und eine geringere Cilostazolkonzentration im Blut, während die
Tablette aus Beispiel 9 eine anhaltende Cilostazolabsorbierbarkeit
zeigte und die Konzentration im Blut war kontinuierlich auf einem
hohen Niveau.
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TESTBEISPIEL 10
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Unter
Anwendung eines dreigleisigen zweiperiodischen Überkreuzdesigns wurden das
Präparat
zur sofortigen Freisetzung aus Vergleichsbeispiel 3 und drei Cilostazolpräparate zur
verzögerten
Freisetzung aus den Beispielen 8, 10 und 11 neun gesunden männlichen
Erwachsenen unter Fastenbedingungen oral verabreicht. Das Präparat aus
Vergleichsbeispiel 3 (entspricht 100 mg Cilostazol) wurde zweimal
täglich
verabreicht, und die Präparate
zur verzögerten
Freisetzung (entsprechend 200 mg Cilostazol) wurden einmal täglich verabreicht.
Fünf oder
mehr Tage nach der ersten Verabreichung wurde die zweite Verabreichung
gegeben. Nach Beendigung der Verabreichung wurde im Laufe der Zeit
Blut entnommen und die Cilostazolkonzentration im Plasma gemessen.
Graphen, die die Veränderung
der Plasmakonzentration zeigen, sind in den 4, 5 und 6 gezeigt,
und die pharmakokinetischen Parameter sind in den Tabellen 20, 21
und 22 angegeben.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT:
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Ein
feinpulverisiertes Cilostazolpräparat,
das erhalten wird durch Trocken- oder Nasspulverisierung von Cilostazol
als aktivem Bestandteil und einem Dispergier- und/oder Solubilisierungsmittel,
oder ein feinpulverisiertes Cilostazolpräparat, das erhalten wird durch
Verwendung einer Kombination eines pulverisierten Cilostazolmassenpulvers
und eines Dispergier- und/oder
Solubilisierungsmittels, zeigt eine drastisch verbesserte Absorption über den
unteren Bereich des Verdauungstraktes und zeigt den Effekt der Langzeitabsorption und
Aufrechterhaltung einer gewünschten
Blutkonzentration über
einen langen Zeitraum. Darüber
hinaus hat das Präparat
die Eigenschaft, dass unerwünschte
Nebenwirkungen, wie beispielsweise Kopfschmerzen, die durch eine
hohe Blutkonzentration durch Absorption innerhalb eines kurzen Zeitraums
unmittelbar nach der oralen Verabreichung eines herkömmlichen
Cilostazolpräparats
durch Herstellung in Form eines Depotpräparats unterdrückt werden.