DE564595C - Verfahren und Vorrichtung zum Gluehen von Metallgegenstaenden im Salzbad - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Gluehen von Metallgegenstaenden im SalzbadInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Glühen von Metallgegenständen im Salzbad Es ist bekannt, bei Glühbädern, die zum Glühen von Metallgegenständen, z. B. von Drähten oder Röhren, dienen, einen Luftstrom in die Badflüssigkeit einzuführen, so daß die Flüssigkeit stellenweise über ihren Spiegel emporquillt und dann das Glühgut durch die Ouelle hindurchgefördert werden kann.
- Dieses Verfahren hat bei Glühöfen. die von oben beheizt werden (von unten beheizte Tiegel haben einen raschen Verschleiß), den Nachteil, daß das Glühgut beim Durchführen durch den Ofen in den Bereich der Brennerflammen oder -gase kommt, wodurch z. B. dünne, leonische Drähte leiden oder gar verbrennen.
- Diesem Mißstand hilft die vorliegende Erfindung ab.
- Das neue Verfahren besteht darin, daß das Glühgut außerhalb des Ofens von der Badflüssigkeit bespült wird.
- In der Zeichnung ist das neue Verfahren beispielsweise an einem sog. Tauchofen erläutert, und außerdem ist ein zur Verwendung an Tauchöfen geeignetes Ausführungsbeispiel einer zum Ausüben des Verfahrens dienenden Vorrichtung dargestellt. Es zeigt Abb. i den Schnitt nach Linie i-i der Abb. 2 eines runden Ofens und Abb. 2 die Draufsicht zur Abb. i.
- Der aus feuerfestem Mauerwerk a hergestellte Ofen besitzt eine Mittelöffnung b, in welche nach Abnahme des Ofendeckels a1 Glühgut in Form von kleineren Stücken in bekannter Weise in die Badflüssigkeit c eingetaucht werden kann. Mit Hilfe der von den Brennern d erzeugten Gebläseflammen, welche unter dem Kranz e über dem Glühbad herumgeführt werden, wird das Bad auf der erforderlichen Glühtemperatur gehalten.
- Soll der Ofen zum Glühen langer und dünner Stücke, z. B. feiner Drähte, verwendet werden, so wird durch die Mittelöffnung b des Ofens eine Fördereinrichtung eingesetzt, die gemäß dem gezeichneten Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus dem U-förmig gebogenen Rohr f besteht, welches an einer in die Badflüssigkeit c getauchten, zweckmäßig in der lichten Weite verjüngten Stelle einen in das Rohr feinmündenden Stutzen g und an dem aus der Mittelöffnung b herausragenden Ende einen Trichter 1a, eine Auffangrinne i und ein Trenngefäß k mit Ablaufstutzen in trägt. Damit möglichst wenig Heizgase nach außen in den Arbeitsraum gelangen, kann, wie aus der Zeichnung hervorgeht, der Ofen mittels des Deckels a1 abgedeckt sein, der zwecks Durchtretens der Fördereinrichtung mit einer Öffnung o versehen sein muß.
- Das Glühgut p wird zwecks Glühens zwischen der Auffangrinne i und der Austrittsöffnung des Ablaufstutzens in hindurchgeführt. Auf diesem Wege kommt es nur mit Badflüssigkeit, jedoch nicht mit den Heizflammen der Brenner d in Berührung. Die Förderung der Salzbadflüssigkeit geschieht durch Druckluft, die in den waagerechten Schenkel des Rohres f eingeblasen wird. Der Luftstrahl reißt die in den Stutzen g eintretende Schmelzmasse mit und treibt sie in das Gefäß k, wo sich Luft und Schmelzmasse trennen. Die Luft tritt oben aus dem Gefäß k ins Freie, und die Schmelze fließt durch den Ablaufstutzen in in die Rinne i, wobei sie das Glühgut p bespült. Auf beiden Stirnseiten der Rinne i sind halbhohe Wände il angeordnet, über deren obere Kanten die Badflüssigkeit in den Trichter h fällt, der sie in den Ofen zurückleitet.
- Je nach der Einstellung der oberen Kanten der Seitenwände il in bezug auf das Glühgut p wird dieses nur von dem aus dem Stutzen in austretenden Flüssigkeitsstrahl oder aber noch zusätzlich von dem durch die Rinne i nach beiden Seiten entlang des Glühgutes p fließenden Flüssigkeitsstrom berührt.
- Bekanntlich verhindert das Einblasen von Luft ins Saubad das Schwarzwerden des Bades. Sollte die bei der Förderung mit der Flüssigkeit in Berührung tretende Druckluft zur Reinigung nicht genügen, so kann auch Luft in das Bad c selbst eingeblasen werden, was auch einer etwaigen Entmischung der Badbestandteile vorbeugt.
- Das Verfahren eignet sich auch zum Glühen von Drähten zwischen den Ziehvorgängen. Anstatt eines oder mehrerer nebeneinanderlaufender Drahtstränge i kann durch den Salzbadbrunnen auch ein Rohr, eine Rinne o. dgl. gefördert werden, auf oder in welcher das Glühgut, z. B. in Gestalt einzelner kleiner Stücke, ruht und die siebartig mit Durchbrechungen versehen ist, durch welche die Duschbadflüssigkeit hindurch- und in einen Trichter o. dgl. abfließt.
- An Stelle der gezeichneten Fördereinrichtung, die als Luftstrahlpumpe bezeichnet «-erden kann, können auch andere zur Förderung der Schmelzmasse geeignete Einrichtungen, z. B. Luftdruckpumpen, Schöpfwerke, Verwendung finden.
- Wird das Trenngefäß k mit seitlichen, sich gegenüberliegenden Öffnungen versehen, so kann das durch diese hindurchgeführte Glühgut auch in dem aus dem Ende des Rohres f austretenden Salzbadsprudel geglüht werden. Ferner ist es mit der Vorrichtung möglich, solche Gegenstände, die vor den Gasflammen zu schützen sind, dadurch zu glühen. daß sie in einem Sieb o. dgl. von oben in das Gefäß k eingetaucht werden; ein derartiges Glühverfahren ist gleichfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung, da auch bei diesem Verfahren das Glühen außerhalb des Ofens stattfindet.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zum Glühen von Metallgegenständen im Salzbad eines von oben beheizten Tiegelofens, dadurch gekennzeichnet, daß das Glühgut außerhalb des Ofens mit der Badflüssigkeit bespült wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Badflüssigkeit mittels einer Pumpe oder einer ähnlichen Fördereinrichtung aus dem Glühbadofen heraus- und nach der Bespülung des Glühgutes wieder in denselben zurückgeleitet wird.
- 3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch ein U-förmig gebogenes Rohr (f), welches durch die Behälteröffnung (b) mit seinem unteren Teil in die Badflüssigkeit (c) eintaucht, welches ferner an einer im Bad befindlichen Stelle einen in das Bad (c) einmündenden Stutzen (g) besitzt, welches ferner an dem einen der beiden aus dein Bad herausragenden Enden ein Gefäß (h) trägt, in welches die Schmelzmasse, die durch die am anderen Rohrende eingeblasene Druckluft in dem Rohr hochgedrückt wird, mitsamt der Druckluft eintritt, und aus welchem durch das Ablaufrohr (m) die Schmelze allein wieder austritt, um dann das Glühgut (p) zu bespülen und darauf zum Bade (c) zurückzugelangen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine unter dem Ablaufrohr (m) mit ihrer Längsachse in die Bewegungsrichtung des Glühgutes (p) fallende Auffangrinne (a), aus der die Badflüssigkeit in einen Trichter (1z) abläuft. ,
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch auf beiden Stirnseiten der Rinne (i) angeordnete halbhohe Wände (il), über deren obere Kanten die Badflüssigkeit in den Trichter (lz) abfließt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE564595T | 1930-11-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE564595C true DE564595C (de) | 1932-11-21 |
Family
ID=6567040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930564595D Expired DE564595C (de) | 1930-11-21 | 1930-11-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Gluehen von Metallgegenstaenden im Salzbad |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE564595C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164679B (de) * | 1956-12-24 | 1964-03-05 | Borge Richard Ankersen | Salzbadofen zur Waermebehandlung von Metallgegenstaenden |
| FR2461018A1 (fr) * | 1979-03-22 | 1981-01-30 | Degussa | Procede et dispositif pour le debourbage de bains de sel |
-
1930
- 1930-11-21 DE DE1930564595D patent/DE564595C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164679B (de) * | 1956-12-24 | 1964-03-05 | Borge Richard Ankersen | Salzbadofen zur Waermebehandlung von Metallgegenstaenden |
| FR2461018A1 (fr) * | 1979-03-22 | 1981-01-30 | Degussa | Procede et dispositif pour le debourbage de bains de sel |
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