DE4413254A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Öffnen von gefüllten Säcken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Öffnen von gefüllten SäckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öff
nen von gefüllten Säcken, insbesondere zum Öffnen von zu entlee
renden Reststoffsammelsäcken aus Kunststoffolie.
Um die in der Bundesrepublik Deutschland seit kurzem durch die
Verpackungsverordnung vorgeschriebene Sammlung und Wiederverwer
tung von Verpackungsabfällen durchzuführen, werden diese nach dem
zur Zeit gebräuchlichen Verfahren in den Haushalten vorsortiert
und einige Fraktionen, insbesondere Metalle wie Weißblechdosen,
Blechdeckel, Aluminiumtuben, -schalen und -folien, diverse Kunst
stoffe, insbesondere Tragetaschen, Beutel, Folien, Becher, Fla
schen und Schalen aus PVC, Polyethylen, Polystyrol und vielen an
deren Kunststoffen, sowie Verbundmaterialien, insbesondere Geträn
kekartons und Vakuumverpackungen für Kaffee in Reststoffsammel
säcke aus Kunststoffolie gefüllt. Die Foliensäcke werden ver
schnürt und eingesammelt und in unverdichtetem Zustand in einer
Sortieranlage angeliefert, wo die einzelnen Fraktionen bzw. Stoffe
soweit möglich getrennt werden, um sie einer Wiederverwertung zu
zuführen, wobei die nicht verwertbaren Bestandteile anschließend
deponiert oder verbrannt werden.
Nach Ablieferung in der Sortieranlage müssen die verschlossenen,
mehr oder weniger gefüllten Foliensäcke zuerst geöffnet werden,
bevor ihr Inhalt vereinzelt und sortiert werden kann. Das Öffnen
der Foliensäcke erfolgt ebenso wie die Sortierung zumeist noch von
Hand, überwiegend durch Aufschlitzen der Foliensäcke, woraufhin
diese entleert und bei geringer Verschmutzung gleich in einen ent
sprechenden Container zur Wiederverwertung geworfen werden. Jedoch
ist das manuelle Aufschlitzen der Säcke zeit- und arbeitsaufwen
dig, und ein Entleeren der Säcke von Hand birgt zudem ein nicht zu
vernachlässigendes Verletzungsrisiko, da die Säcke neben scharf
kantigen Dosendeckeln und dgl. häufig auch unzulässigerweise ge
fahrbringende Fremdkörper wie Einmalspritzen oder dergleichen ent
halten.
Ein maschinelles Öffnen der Säcke wäre daher vorzuziehen, läßt
sich jedoch nicht ohne weiteres durchführen, da die Foliensäcke
einerseits ein relativ großes Hohlraumvolumen und teilweise nur
einen geringen Befüllungsgrad aufweisen, so daß die Sackwand beim
Anpressen eines Schneidmessers ausweicht, ein starkes Anpressen
des Schneidmessers andererseits aber dazu führen kann, daß dieses
infolge der im Sack enthaltenden Metallgegenstände sehr schnell
stumpf wird. Daneben ist ein sehr langer Einschnitt oder Schlitz
in der Sackwand und ggf. sogar ein vollständiges Durchtrennen der
selben erforderlich, da sonst das große Volumen einzelner im Sack
enthaltener Verpackungsmaterialien und deren Verzahnung untereinan
der das Entleeren der geöffneten Säcke behindern würde, insbeson
dere auch deshalb, weil die Verpackungsmaterialien nur ein ver
hältnismäßig geringes Gewicht aufweisen, was nicht dazu beiträgt
die Entleerung zu vereinfachen oder zu beschleunigen.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu ent
wickeln, mit denen sich mit Verpackungsabfällen gefüllte Folien
säcke maschinell sicher und einfach öffnen lassen, so daß sie an
schließend mühelos entleert werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den Patentansprü
chen 1 und 27 angegebenen Merkmalskombinationen gelöst. Danach
zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch aus, daß eine
Sackwand mit einem scharfen Gegenstand durchstoßen und die beim
Durchstoßen geschaffene Öffnung zu einem Schlitz erweitert wird,
wobei die Sackwand im wesentlichen quer zur Längsrichtung des spä
teren Schlitzes mit Zugspannung beaufschlagt wird, während die er
findungsgemäße Vorrichtung durch einen scharfen Gegenstand zum
Durchstoßen einer Sackwand und eine Einrichtung zum Erweitern der
beim Durchstoßen der Sackwand geschaffenen Öffnung zu einem
Schlitz gekennzeichnet ist, wobei die Einrichtung zum Erweitern
der Öffnung Mittel umfaßt, um die Sackwand im wesentlichen quer
zur Längsrichtung des späteren Schlitzes mit Zugspannung zu beauf
schlagen.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einem Ausweichen der
Sackwand beim Annähern eines zum Aufschlitzen der Sackwand verwen
deten scharfen Gegenstands, beispielsweise eines Schneidmessers,
dadurch entgegenzuwirken, daß die Sackwand quer zur Richtung der
Annäherung des scharfen Gegenstandes gespannt wird, so daß sie
beim Auftreffen des scharfen Gegenstands im wesentlichen nicht
nachgeben kann. Bei entsprechend starker Spannung der Sackwand er
gibt sich dabei weiter der Vorteil, daß sich die beim Durchstoßen
mit dem scharfen Gegenstand in der Sackwand geschaffene Öffnung
von selbst erweitert, bzw. daß die Zugspannung in der Sackwand
mindestens dazu beiträgt, die Öffnung zu erweitern. Eine besonders
gute Fortpflanzung einer schlitzförmigen Öffnung in der Sackwand
kann dadurch gewährleistet werden, daß der scharfe Gegenstand min
destens eine scharfe Schneidkante aufweist, die an eine zum Durch
stoßen der Sackwand dienende Spitze angrenzt und in Richtung des
Schlitzendes gerichtet ist.
Weiter kann die Schlitzbildung auch dadurch begünstigt werden, daß
die Schlitzrichtung mit einer Extrusionsrichtung des Folienmateri
als der Sackwand übereinstimmt, d. h. mit der Längsrichtung der
Säcke. Ein in Längsrichtung der Säcke angeordneter Schlitz ist zu
dem auch insofern von Vorteil, als er eine vollständige Entleeren
des Sackinhalts begünstigt.
Als weitere vorteilhafte Maßnahme wird der Sack relativ zu dem
scharfen Gegenstand bewegt, so daß die Sackwand von der Schneid
kante durchschnitten wird und/oder ein Reißen der Sackwand infolge
der Zugspannung durch die Schneidkanten unterstützt wird.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Be
aufschlagung der Sackwand mit Zugspannung erfolgt, bevor die Sack
wand mit dem scharfen Gegenstand durchstoßen wird und daß auch an
schließend eine Zugspannung in der Sackwand aufrechterhalten wird,
um eine Verlängerung des gebildeten Schlitzes über die gesamte
Länge des Sacks und damit eine gute Entleerung sicherzustellen und
ggf. den Sack in zwei Hälften zu durchtrennen.
Um die Sackwand im Bereich der Öffnung mit Zugspannung zu beauf
schlagen, sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfin
dung vor, daß zwei durch den späteren Schlitz getrennte Teilberei
che der Sackwand relativ zueinander in divergierenden oder entge
gengesetzten Richtungen bewegt und damit auseinandergezogen wer
den. Dies kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung dadurch erfolgen, daß vorteilhafterweise mehrere Sta
cheln durch jeden der beiden auf gegenüberliegenden Seiten des
späteren Schlitzes angeordneten Teilbereiche der Sackwand hin
durchgestoßen werden, wobei anschließend der Abstand zwischen den
beiden Gruppen von Stacheln vergrößert wird, die jedem der Teilbe
reiche zugeordnet sind. Das Auseinanderbewegen der Stachelgruppen
hat zur Folge, daß die Sackwand jeweils von den Stacheln mitgenom
men wird, so daß sie sich zwischen den beiden Stachelgruppen
spannt, so daß eine Spitze des scharfen Gegenstands, die den Bewe
gungsweg der Sackwand kreuzt, diese mühelos durchstoßen kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
wird durch eine fortbestehende Zugspannung im Bereich des Schlit
zendes erreicht, daß sich der von der Öffnung ausgehende Schlitz
entlang der Sackwand fortpflanzt, während außerdem die beiderseits
des bereits gebildeten Schlitzes angeordneten Teilbereiche der
Sackwand auseinandergezogen werden, so daß sich die Öffnung nicht
nur verlängert, sondern gleichzeitig auch verbreitert und damit
das Entleeren des Sackinhaltes begünstigt.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß
das Durchstoßen der Sackwand an einem Ende des Sacks in einen nach
unten weisenden Teil der Sackwand erfolgt, so daß der Sackinhalt
durch eine Verlängerung des Schlitzes bis zum anderen Ende des
Sacks unter gleichzeitiger Verbreiterung mühelos nach unten her
ausfallen kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind die Stacheln auf zwei rotierenden Stachelwalzen angeordnet,
deren Drehachsen einen Winkel miteinander einschließen, so daß der
divergierenden Bewegung der beiden dem Schlitz benachbarten Teil
bereiche der Sackwand eine Transportbewegung des gesamten Sacks in
Richtung der Winkelhalbierenden überlagert wird, so daß die Sack
wand im Bereich des Schlitzendes gegen die Schneidkante des orts
festen scharfen Gegenstands gezogen wird, wodurch die Fortpflan
zung des Schlitzes unterstützt bzw. gefördert wird.
Zweckmäßigerweise wird der auf den Stacheln der beiden Stachelwal
zen aufgespießte Sack mit Hilfe einer ortsfesten Andruckplatte von
oben her gegen die Umfangsflächen der Stachelwalze angedrückt, wo
durch einerseits verhindert wird, daß sich die mit den Stacheln im
Eingriff stehenden Sackwände von den Stacheln lösen und wodurch
andererseits die Entleerung des Sacks gefördert wird.
Nach der Entleerung des Sacks werden die beiden Teile der Sackwand
zweckmäßig von den Stacheln entfernt, so daß die Stacheln nach ei
ner vollständigen Drehung der Stachelwalze frei von Sackresten
sind. Die Entfernung der Sackreste erfolgt vorteilhafterweise da
durch, daß diese von den Stacheln abgestreift werden.
Um das Einstechen der Stacheln in die Sackwand zu erleichtern,
wird der Sack gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung unmittelbar vor der Berührung mit den Stacheln in Sta
chellängsrichtung auf deren Spitzen zu bewegt. Dabei weist der
Sack vorteilhafterweise bereits eine gewünschte Ausrichtung auf,
d. h. er nähert sich den Stacheln in seiner Längsrichtung, so daß
entweder das zugebundene obere Ende oder das untere Sackende zu
erst von den Stacheln erfaßt wird.
Die Ausrichtung des Sacks in seiner Längsrichtung erfolgt bevor
zugt durch Abwerfen des Sacks auf ein Förderband mit V-förmigem
Querschnitt, wobei stehenbleibende oder schrägliegende Säcke ggf.
mit Hilfe von Abstreifern oder dergleichen in die vom Förderband
gebildete Rinne hinein umgelegt werden können.
Das Förderband und die Stachelwalzen sind gemäß einer weiteren be
vorzugten Ausgestaltung der Erfindung etwas überlappend angeord
net, so daß der Sack noch vom Förderband in Transportrichtung ge
schoben wird, wenn er bereits von den ersten Stacheln der Stachel
walzen aufgespießt worden ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in
schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher er
läutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Öffnen und Ent
leeren von Reststoff-Foliensäcken;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung aus Fig. 1 und
Fig. 3 eine vereinfachte Schnittansicht durch die Vorrichtung
entlang der Linie III-III der Fig. 1.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 1 ist Teil einer
Sortieranlage, in welcher Verpackungsabfälle aus Metall, wie leere
Weißblechdosen, Behälter und Folien aus Aluminium, aus Kunststoff,
wie Becher, Flaschen, Schalen, Beutel oder Folien sowie aus Ver
bundmaterialien, wie Getränkekartons und Vakuumverpackungen für
Kaffee sortiert und teilweise einer Wiederverwertung zugeführt
werden. Die Anlieferung der Verpackungsabfälle erfolgt in unver
dichtetem Zustand in vollständig oder teilweise gefüllten Säcken 2
aus einer wiederaufgearbeiteten und zu einem Folienschlauch extru
dierten Kunststoffolie. Die Säcke 2 sind jeweils an ihrem oberen
Ende verschnürt und werden vor der Entleerung in der dargestellten
Vorrichtung 1 maschinell geöffnet.
Die Vorrichtung 1 umfaßt zwei hintereinander angeordnete Förder
bänder 4 und 6, auf welchen die angelieferten Säcke 2 zu einer
Öffnungs- und Entleerstation 8 transportiert werden, wo sie aufge
schlitzt und auf ein weiteres Förderband 10 entleert werden, das
zum Weitertransport der Verpackungsabfälle und der leeren Folien
säcke 2 dient. Die von einem Schutzgitter 12 umgebene Öffnungs-
und Entleerstation 8 besteht im wesentlichen aus einem in Trans
portrichtung der Säcke 2 ausgerichteten Schneidmesser 14 mit einer
schräg nach oben weisenden Spitze und einer an die Spitze an
schließenden, schräg nach unten gerichteten Schneidkante 18, um
die von der Spitze durchstoßene untere Sackwand der Foliensäcke 2
aufzuschlitzen, sowie aus zwei motorisch angetriebenen Stachelwal
zen 20 (in Fig. 1 winkelversetzt dargestellt), die jeweils auf ih
rer Umfangsfläche 22 eine Vielzahl von radial überstehenden Sta
cheln 24 aufweisen und deren horizontale Drehachsen 26 einen
stumpfen Winkel von etwa 120 Grad miteinander einschließen, wobei
die Anordnung und die Drehrichtung der Stachelwalzen 20 (in Fig. 2
entgegen dem Uhrzeigersinn) so gewählt ist, daß sich die Stacheln
24 einer Stachelwalze 20 jeweils auf einer Seite des späteren
Schlitzes in die Sackwand bohren und diese infolge der divergie
renden bzw. auseinadergehenden Drehbewegung der Stacheln 24 um die
beiden Drehachsen 26 quer zur Längsrichtung des Sacks 2 mit Zug
spannung beaufschlagen, so daß zum einen das Schneidmesser 14 die
Sackwand mühelos durchstoßen kann und zum anderen der gebildete
Schlitz in Transportrichtung der Säcke 2 zunehmend mehr aufgewei
tet wird, so daß eine vollständige Entleerung der Säcke 2 gewähr
leistet wird.
Um ein Aufschlitzen aller Säcke 2 in ihrer Längsrichtung sicherzu
stellen, werden die Säcke 2 vor Erreichen der Stachelwalzen 20 so
ausgerichtet, daß entweder ihr zugebundenes oberes Ende (Fig. 1)
oder ihr entgegengesetztes unteres Ende in Transportrichtung nach
vorne weist. Zum Ausrichten der Säcke 2 weist das Förderband 6
einen V-förmigen Querschnitt auf, wie in Fig. 3 dargestellt, so
daß die Säcke 2 nach einem Abwerfen über den Austrag 30 des als
Steigförderer ausgebildeten Förderbands 4 von selbst in Förder
richtung fallen, wobei dieser Vorgang ggf. durch über dem Förder
band 6 angeordnete herabhängende Abstreifer (nicht dargestellt)
unterstützt werden kann. Neben einer besseren Entleerung hat das
Aufschlitzen der Säcke in Längsrichtung auch noch den Vorteil ei
ner leichteren Schlitzausbreitung in dieser Richtung der Folie,
die der Bewegungsrichtung beim Extrudieren des Folienschlauchs
entspricht.
Das im Bereich des oberen Drittels der Stachelwalzen 20 auf diese
zu gerichtete Förderband 6 überlappt die Stachelwalzen 20 etwas
(Fig. 2), so daß die Säcke 2 am Austrag 38 des Förderbands 6 un
mittelbar von den Stacheln 24 erfaßt werden, die sich in Drehrich
tung der Stachelwalzen 24 von unten her nähern, wobei die Säcke 2
durch den Vorschub des Förderbandes 6 im wesentlichen in Längs
richtung der Stacheln 24 gegen deren Spitzen gedrückt werden.
Das Förderband 10 für den Weitertransport des Sackinhalts und der
geleerten Säcke 2 ist so unterhalb der Stachelwalzen 20 angeord
net, daß der Sackinhalt unbehindert durch den zwischen den Sta
chelwalzen 20 gebildeten keilförmigen Raum 32 nach unten auf das
Förderband 10 fallen kann. Unterhalb der Stachelwalzen 20 zwischen
dem Schutzgitter 12 einerseits und den Rändern 34 bzw. einer Um
kehrrolle 36 des Förderbands 10 angeordnete, zum Förderband 10 hin
geneigte Bleche (nicht dargestellt) verhindern, daß die Verpac
kungsabfälle oder Sackreste neben das Förderband 10 fallen.
Das Schneidmesser 14 ist so zwischen den Stachelwalzen 20 angeord
net, daß seine auf den Austrag 38 des Förderbandes 6 zu gerichtete
Spitze entgegen der Transportrichtung der Säcke schräg nach oben
über die dem Förderband 6 zugewandten Umfangsflächen 22 der Sta
chelwalzen 20 übersteht, so daß die Spitze die auf die Stacheln 24
aufgespießte, infolge der divergierenden Bewegung der Stacheln 24
auseinandergezogene und gespannte Sackwand kreuzt und somit in
diese eindringt. Das Schneidmesser 14 kann auch auf einer drehbar
gelagerten Welle befestigt sein, die sich quer zur Förderrichtung
des Sackes 2 erstreckt.
Durch die anschließende Bewegung der aufgespießten Sackwandteile 2
in Umfangsrichtung der Stachelwalzen 20 sowie in abnehmendem Maß
durch die Transportbewegung des Förderbands 6 wird derjenige Teil
der Sackwand, der in Transportrichtung nach hinten zu an die von
der Spitze des Schneidmessers 14 geschaffene Öffnung anschließt,
gegen die Schneidkante 18 gezogen und dadurch der Schlitz in
Längsrichtung des Sacks 2 verlängert. Die Verlängerung des Schlit
zes wird dabei dadurch begünstigt, daß sich infolge einer fortdau
ernden Bewegung des Sacks 2 in Transportrichtung mehr und mehr
Stacheln 24 auf beiden Seiten des späteren Schlitzes in die Sack
wand einbohren, so daß diese im Bereich unmittelbar vor der
Schneidkante 18 gespannt gehalten wird.
Durch die gegenüber der Transportrichtung der Säcke 2 auf dem För
derband 6 schräg nach oben und vorne divergierende Bewegung der
von den Stacheln 24 durchbohrten Sackwandteile werden diese auf
beiden Seiten des Schlitzes zunehmend weiter auseinandergezogen,
wobei der Sack 2 vollständig entleert wird. Eine jeweils oberhalb
der Stachelwalzen 20 angeordnete Andruckplatte 40 sorgt dafür, daß
sich die Säcke 2 nicht vor einer Entleerung von den Stacheln 24
lösen. Die Andruckplatte 40 ist so ausgebildet, daß sich ein zwi
schen ihrer Unterseite und der Umfangsfläche der zugehörigen Sta
chelwalze 20 angeordneter Spalt 42 in Drehrichtung verjüngt.
Nach einer vollständigen Entleerung eines Teils des Sacks 2 wird
in diesem Teil die dem Schlitz gegenüberliegende obere Sackwand
gespannt, woraufhin der Sack 2 entweder von einer der beiden Sta
chelwalzen 20 losgerissen und von der anderen Stachelwalze 20 mit
genommen oder in Längsrichtung in zwei Teile zerrissen wird, die
jeweils an den Stacheln 24 einer Stachelwalze 20 haften und auf
der Unterseite der Stachelwalzen 20 durch eine nicht dargestellte
Reinigungsvorrichtung abgestreift werden.
Um das Abstreifen der Sackreste zu erleichtern, sind die Stacheln
24 in Umfangsrichtung in mehreren parallelen Reihen nebeneinander
auf der Umfangsfläche 22 der Stachelwalze 20 angeordnet, während
die Reinigungsvorrichtung mehrere Abstreifer aufweist, die jeweils
zwischen die Stachelreihen eingreifen.
Claims (43)
1. Verfahren zum Öffnen von gefüllten Säcken, insbesondere zum
Öffnen von Foliensäcken mit Verpackungsabfällen, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Sackwand mit einem scharfen Gegenstand
durchstoßen und die beim Durchstoßen geschaffene Öffnung zu
einem Schlitz erweitert wird, wobei die Sackwand im wesentli
chen quer zur Längsrichtung des späteren Schlitzes mit Zug
spannung beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sackwand gespannt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sackwand vor dem Durchstoßen mit Zugspannung beaufschlagt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sackwand während der Erweiterung der Öffnung
zum Schlitz mit Zugspannung beaufschlagt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sackwand zum Erweitern und Verlängern des
Schlitzes mit Zugspannung beaufschlagt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sackwand zum Durchtrennen des Sacks (2) in
zwei Hälften mit Zugspannung beaufschlagt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schlitz in einem nach unten weisenden Teil
der Sackwand angebracht wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwei durch den späteren Schlitz getrennte Teil
bereiche der Sackwand in entgegengesetzten oder divergierende
Richtungen auseinandergezogen werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß minde
stens zwei relativ zueinander bewegliche Stacheln (24) durch
die beiden Teilbereiche der Sackwand hindurchgestoßen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ab
stand zwischen den Stacheln (24) unter Mitnahme mindestens ei
nes Teilbereichs der Sackwand vergrößert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens einer der Stacheln (24) um eine Drehachse (26) ro
tiert.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stacheln (24) um zwei Drehachsen (26) rotie
ren, die einen Winkel miteinander einschließen, wobei die
Drehrichtung um jede Drehachse (26) so gewählt ist, daß sich
die Stacheln (24) nach dem Durchstoßen der Sackwand auseinan
derbewegen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sack (2) im Augenblick des Durchstoßens der
Sackwand im wesentlichen in Längsrichtung des Stachels (24)
auf dessen Spitze zu bewegt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Teilbereiche der Sackwand auf gegen
überliegenden Seiten des Schlitzes jeweils von mehreren, über
eine rotierende Stachelwalze (20) überstehenden Stacheln (24)
durchstoßen werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drehrichtung der Stachelwalzen (20) um die horizontale
Drehachse (26) so gewählt wird, daß die Säcke (2) auf einen
nach oben weisenden Teil der Stachelwalze (20) gezogen werden.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sack (2) beim Auseinanderbewegen der Stacheln (24) ge
gen die Stachelwalze (20) angedrückt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sackwand von den Stacheln (24) gegen den
scharfen Gegenstand gezogen wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schlitz durch eine Schneidkante (18) des
scharfen Gegenstands verlängert wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sack (2) in zwei Hälften gerissen wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sack (2) vor dem Beaufschlagen der Sackwand
mit Zugspannung in einer gewünschten Richtung ausgerichtet
wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sack (2) so ausgerichtet wird, daß der Schlitz in einer Längs
richtung des Sacks (2) verläuft.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sack (2) in ein Förderband (6) mit im wesentlichen V-förmigem
Querschnitt abgeworfen wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach dem Entleeren des Sacks (2) an den Stacheln
(24) anhaftende Sackreste entfernt werden.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sackreste abgestreift werden.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sackinhalt beim Aufschlitzen der Sackwand
entleert wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sackwand an einem Ende des Sacks (2) in ei
nem nach unten weisenden Teil der Sackwand durchstoßen wird.
27. Vorrichtung zum Öffnen von gefüllten Säcken, insbesondere zum
Öffnen von Foliensäcken mit Verpackungsabfällen, gekennzeich
net durch einen scharfen Gegenstand zum Durchstoßen einer
Sackwand und eine Einrichtung zum Erweitern der beim Durch
stoßen der Sackwand geschaffenen Öffnung zu einem Schlitz wo
bei die Einrichtung zum Erweitern der Öffnung Mittel (20, 24)
umfaßt, um die Sackwand im wesentlichen quer zur Längsrichtung
des späteren Schlitzes mit Zugspannung zu beaufschlagen.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der
scharfe Gegenstand als Schneidmesser (14) ausgebildet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schneidmesser (14) eine entgegen einer Transportrichtung der
Säcke (2) ausgerichtete Spitze aufweist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schneidmesser eine schräg nach unten weisende Schneid
kante (18) aufweist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schneidkante (18) an die Spitze angrenzt.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 31, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Mittel zum Beaufschlagen der Sackwand
mit Zugspannung mindestens zwei relativ zueinander bewegliche
Stacheln (24) umfassen.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die
beweglichen Stacheln (24) auf zwei Stachelwalzen (20) angeord
net sind.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß die
horizontalen Drehachsen (26) der Stachelwalzen (20) einen Win
kel miteinander einschließen.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel zwischen 60 und 150 Grad, vorzugsweise zwischen 90 und
130 Grad liegt.
36. Vorrichtung nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Transportrichtung der Säcke (2) vor Erreichen der
Stachelwalzen (20) in einer Ebene mit der Winkelhalbierenden
zwischen den Drehachsen (26) liegt.
37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 33 bis 36, dadurch ge
kennzeichnet, daß der scharfe Gegenstand zwischen den beiden
Stachelwalzen (20) angeordnet ist.
38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Spitze des scharfen Gegenstands nach außen über die Umfangs
flächen (22) der Stachelwalzen (20) übersteht.
39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 33 bis 38, gekennzeichnet
durch eine Andruckvorrichtung zum Andrücken der Säcke (2) ge
gen eine Umfangsfläche (22) der Stachelwalzen (20).
40. Vorrichtung nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß sich
ein Spalt (42) zwischen der ortsfesten Andruckvorrichtung und
der Umfangsfläche der Stachelwalze verjüngt.
41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 40, gekennzeichnet
durch ein Förderband (6) mit im wesentlichen V-förmigem Quer
schnitt zum Ausrichten der Säcke (6) vor dem Öffnen.
42. Vorrichtung nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß das
Förderband (6) die Stachelwalzen (20) überlappt.
43. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schneidmesser (14) auf einer quer zur Förderrichtung des Sac
kes (2) sich erstreckenden Welle drehbar gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944413254 DE4413254A1 (de) | 1994-04-16 | 1994-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Öffnen von gefüllten Säcken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944413254 DE4413254A1 (de) | 1994-04-16 | 1994-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Öffnen von gefüllten Säcken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4413254A1 true DE4413254A1 (de) | 1995-10-19 |
Family
ID=6515638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944413254 Withdrawn DE4413254A1 (de) | 1994-04-16 | 1994-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Öffnen von gefüllten Säcken |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4413254A1 (de) |
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