DE4138120A1 - Einschmelzaggregat mit ofenwiege - Google Patents
Einschmelzaggregat mit ofenwiegeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Einschmelzaggregat nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Einschmelzaggregate der im Oberbegriff genannten Art werden
in der Regel als Lichtbogenofen betrieben und weisen hierzu
meist mehrere Stabelektroden auf, die durch entsprechende
Öffnungen im Gefäßdeckel in das Ofengefäß einführbar sind,
um dort unter Ausbildung eines Lichtbogens im Ofengefäß be
findliches Einsatzmaterial zu schmelzen. Sowohl für das Ab
schlacken der Schmelze während des Schmelzvorgangs als auch
für den Abstich des Ofengefäßes nach Beendigung des
Schmelzvorgangs ist es notwendig, den Schmelzofen zu kip
pen.
Zumindest während des Abschlackens sollen die durch die
Elektrodenöffnungen im Gefäßdeckel in das Ofengefäß einge
führten Elektroden im Ofengefäß verbleiben. Hierbei muß si
chergestellt sein, daß es nicht infolge einer Relativbe
wegung zwischen dem Gefäßdeckel und den Stabelektroden zu
einer Beschädigung der Stabelektroden kommt. Bei Ofengefä
ßen, die zur Durchführung der Kippbewegung auf einer Ofen
wiege angeordnet sind, ist es wegen des großen Abstands
zwischen der Durchtrittsebene der Stabelektroden im Gefäß
deckel und der Wälzebene, auf der die Ofenwiege abwälzt,
notwendig, die Stabelektroden bei der Kippbewegung des
Ofengefäßes mitzuführen.
Aus der DE-OS 14 33 424 ist ein Einschmelzaggregat mit ei
nem mittels einer Ofenwiege kippbaren Schmelzofen bekannt,
zu dessen Beheizung durch den Gefäßdeckel des Schmelzofens
hindurchgeführte Stabelektroden vorgesehen sind. Die Stab
elektroden sind über Tragarme mit den Elektrodenhubeinrich
tungen verbunden. Die Elektrodenhubeinrichtungen sind auf
einem als Schwenkarm ausgebildeten Deckeltragwerk angeord
net, das einerseits mit dem Gefäßdeckel verbunden ist, an
dererseits mit einem Hub-/Schwenkwerk zum Anheben und Ver
schwenken des Gefäßdeckels gegenüber dem Ofengefäß koppel
bar ist. Der Schwenkarm, die Elektrodenhubeinrichtungen und
die über die Tragarme mit den Elektrodenhubeinrichtungen
verbundenen Stabelektroden bilden zusammen mit dem Gefäß
deckel eine Deckeleinheit. Während des Betriebs des Licht
bogenofens liegt die Deckeleinheit auf dem Ofengefäß auf
und ist von dem Hub-/Schwenkwerk entkoppelt. Die durch den
Gefäßdeckel in das Ofengefäß eingeführten Stabelektroden
können somit den Kippbewegungen des Schmelzofens folgen,
ohne daß es zu einem Verkanten zwischen ihnen und dem Ge
fäßdeckel kommen könnte.
Nachteilig an diesem bekannten Einschmelzaggregat ist je
doch, daß während des Kippens des Schmelzofens die gesamte
aus dem Deckeltragwerk, dem Schwenkarm, den Elektrodenhub
einrichtungen, den Elektrodentragarmen und den Stabelektro
den sowie dem Gefäßdeckel bestehende Deckeleinheit mitbe
wegt werden muß, wenn der Gefäßdeckel während des Abschlac
kens oder Abstichs auf dem Ofengefäß verbleibt. Die Bewe
gung dieser erheblichen Masse macht eine stabile Konstruk
tion des Kippmechanismus sowie einen entsprechend lei
stungsstark ausgebildeten Kippantrieb notwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemä
ßes Einschmelzaggregat so auszubilden, daß ein funktionssi
cherer Betrieb bei vereinfachter Konstruktion und kleineren
bewegten Massen beim Kippen des Schmelzofens ermöglicht
wird.
Ein erfindungsgemäßes Einschmelzaggregat ist durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gekennzeichnet. Vorteilhafte Aus
gestaltung dieses Aggregates sind den Ansprüchen 2 bis 10
zu entnehmen.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher
erläutert. Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Darstellung eines Ein
schmelzaggregates gemäß dieser Erfindung mit einem
Schmelzofen;
Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 geänderte Konfiguration des
erfindungsgemäßen Einschmelzaggregates mit zwei
Schmelzöfen in Draufsicht;
Fig. 3 Darstellungen eines Schmelzofens in unterschiedli
chen Kippstellungen.
Fig. 1 zeigt einen Schmelzofen 10, der ein Ofengefäß 11 mit
einem darauf angeordneten Gefäßdeckel 12 aufweist. Das
Ofengefäß 11 wird von einem auf einer Ofenwiege 13 angeord
neten Gefäßunterbau 14 aufgenommen. Bei einer Kippbewegung
des Ofengefäßes 11 aus der Zeichenebene rollt die Ofenwiege
13 auf Wälzbahnen 15. Zur Durchführung der Kippbewegung
sind Stellorgane 35 (siehe Fig. 3) vorgesehen, die am Ge
fäßunterbau 14 angreifen, und je nach Bedarf das Ofengefäß
11 nach vorn oder hinten kippen.
Der Gefäßdeckel 2 ist zusammen mit einem Schacht 16 in ei
ner Haltekonstruktion 17 angeordnet. Der Schacht 16 ist an
seinem oberen Ende mit einer Beschickungsöffnung 18 verse
hen, die mittels eines auf Schienen 19 geführten Schacht
deckels 20 verschließbar ist. Unterhalb des Schachtdeckels
20 ist eine Ofengasabführung 21 vorgesehen, die in einem
Verbindungsbereich 22 in ein Entsorgungsleitungssystem 23
mündet. Die Ofengasabführung 21 ist aus einem Oberteil 24
und einem Unterteil 25 gebildet, die mit der Haltekonstruk
tion 17 bzw. dem Gefäßunterbau 14 über Halterungen verbun
den sind. Unterhalb des Ofengefäßes 11 befindet sich eine
Pfanne 26 zur Aufnahme der Schmelze beim Abstich des Ofen
gefäßes 11. Oberhalb der Beschickungsöffnung 18 des Schach
tes 16 ist ein Chargiergutbehälter 27 zum Chargieren von
Einsatzmaterial in den Schacht 16 vorgesehen.
Zum Beheizen des Schmelzofens 10 sind drei Stabelektroden
28 vorgesehen, von denen in Fig. 1 eine im in das Ofengefäß
eingefahrenen Zustand und eine im aus dem Ofengefäß ausge
fahrenen Zustand dargestellt ist. Jede Stabelektrode ist an
einem Elektrodentragarm 29 befestigt, der mittels einer
diesem zugeordneten Elektrodenhubeinrichtung 30 anhebbar
und absenkbar ist. Die Stabelektroden 28 sind durch Elek
trodendurchführungen im Gefäßdeckel 12 in das Ofengefäß
einführbar.
Die Elektrodenhubeinrichtungen 30 werden von einem Portal
31 getragen, das in seinem oberen Teil einen flanschartig
und U-förmig ausgebildeten Auflagekragen 32 aufweist (siehe
Fig. 2), mit dem das Portal 31 auf einem Stützhalter 33 am
Gefäßunterbau 14 aufliegt. Hierzu sind am Ende von Stütz
schenkeln 34 des U-förmigen Auflagekragens 32 an der Unter
seite Stützflächen ausgebildet, die auf entsprechenden
Stützflächen des Stützhalters 33 aufliegen. In dieser unte
ren Stellung des Portals 31, nämlich der "Ofengefäßstel
lung", ist das Portal 31 mit dem Gefäßunterbau 14 gekop
pelt, so daß bei einer Kippbewegung des Ofengefäßes 11 mit
tels der in Fig. 3 dargestellten Stellorgane 35 das Portal
31 und somit auch die in das Ofengefäßes 11 eingeführten
Stabelektroden 28 der Kippbewegung folgen können.
Zur Aufnahme des sich beim Kippen des Ofengefäßes 11 erge
benden Kippmomentes, um die in Fig. 1 mit 36 bezeichnete
Kippachse, sind die Stützflächen der Stützschenkel 34 bzw.
die Stützflächen des Stützhalters 33 durch einen Stützab
stand s voneinander beabstandet (siehe Fig. 2). Weiterhin
weisen die Stützflächen des Stützhalters 33 Haltebohrungen
auf, in die auf den Stützflächen der Stützschenkel 34 ange
ordnete Haltezapfen eingreifen.
Um trotz der nur einseitigen Abstützung des Portals 31 auf
dem Stützhalter 33 eine definierte Ausrichtung der Stab
elektroden 28 zum Ofengefäß 11 zu erreichen, ist der Ort
der einseitigen Abstützung des Portals 31 auf dem Stützhal
ter 33 so gewählt, daß ein infolge des Eigengewichtes des
die Elektrodenhubeinrichtungen tragenden Portals 31 im Uhr
zeigersinn wirkendes Stützmoment das Portal mit dem unteren
Teil seines Rahmens 37 gegen den Gefäßunterbau 14 drückt.
In dem Andruckbereich ist der Gefäßunterbau 14 mit einem
Stützfortsatz 38 versehen, an dem der Rahmen 37 des Portals
31 mit einem Stützvorsprung 39 anliegt. Der Stützfortsatz
38 bzw. der Stützvorsprung 39 sind so bemessen, daß sich
eine senkrechte Ausrichtung der Stabelektroden 28 im Ofen
gefäß 11 ergibt.
Im Gegensatz zu der beschriebenen und in Fig. 1 dargestell
ten "Ofengefäßstellung" befindet sich das Portal 31 in ei
ner "Schwenkstellung", wenn es sich mit dem Auflagekragen
32 seines Rahmens 37 auf einem Hub-/Schwenkwerk 40 abstützt
und vom Ofengefäß 11 bzw. dem Gefäßunterbau 14 abgehoben,
also entkoppelt ist. In der "Schwenkstellung" liegt der U-
förmige Auflagekragen 32 mit einer Auflagefläche 41 seines
die Stützschenkel 34 verbindenden Basisteils 42 auf einem
Hubstempel 43 des Hub-/Schwenkwerks 40 auf. Die Auflageflä
che 41 weist, wie hier nicht näher dargestellt, eine Ver
tiefung auf, in die ein Zapfen des Hubstempels 43 ein
greift, so daß ein Abrutschen des Auflagekragens 32 vom
Hub-/Schwenkwerk 40 verhindert ist. Infolge der einseitigen
Abstützung des Portals 31 auf dem Hub-/Schwenkwerk 40 und
dem Eigengewicht des Portals ergibt sich ein entgegen dem
Uhrzeigersinn gerichtetes Stützmoment, so daß der untere
Teil des Rahmens 37 des Portals 31 gegen das Hub-/Schwenk
werk 40 gedrückt wird. Ähnlich wie der Gefäßunterbau 14
weist der Hubstempel 43 des Hub-/Schwenkwerks 40 einen
Stützfortsatz 44 auf, gegen den ein Stützvorsprung 45 des
Portals 31 zur Anlage kommt, so daß sich auch in der
"Schwenkstellung" des Portals 31 eine im wesentlichen senk
rechte Ausrichtung der Stabelektroden 28 ergibt.
Ausgehend von der in Fig. 1 dargestellten "Ofengefäßstel
lung" wird das Portal 31 in die "Schwenkstellung" überge
führt, indem bei durch die Elektrodenhubeinrichtungen 30
hochgefahrenen Stabelektroden 28 der Hubstempel 43 des Hub-
/Schwenkwerks 40 angehoben wird, so daß dessen Kopf gegen
die Auflagefläche 41 stößt und bei weiterem Hochfahren des
Hubstempels 43 die Verbindung zwischen den Stützschenkeln
34 des Auflagekragens 32 und dem Stützhalter 33 am Gefäßun
terbau 14 gelöst wird. Mit dem Herstellen der Verbindung
zwischen dem Kopf des Hubstempels 43 und der Auflagefläche
41 wird auch eine Verbindung zwischen dem Stützfortsatz 44,
des Hubstempels 43 und dem Stützvorsprung 45 am Portal 31
hergestellt. Die Berührungsflächen zwischen dem Stützfort
satz 38 und dem Stützvorsprung 39 einerseits, sowie dem
Stützfortsatz 44 und dem Stützvorsprung 45 andererseits,
konvergieren nach unten. Damit wird ein sicheres Eingreifen
und Lösen der Berührungsflächen beim Anheben und Absenken
des Portals 31 gewährleistet.
Fig. 3 zeigt den Schmelzofen 10 in einer gegenüber Fig. 1
um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn gedrehten Ansicht, so daß
nunmehr die Kippbewegung in der Zeichenebene erfolgt. Es
sind drei unterschiedliche Stellungen des Schmelzofens 10
dargestellt. In der mit I bezeichneten Stellung befindet
sich der Schmelzofen 10 in seiner am weitesten nach links
gekippten Stellung, in der der Schmelzofen 10 gegenüber der
Senkrechten um einen Winkel von -8° geneigt ist. Mit II ist
die senkrechte Stellung des Schmelzofens 10 bezeichnet. Mit
III ist schließlich die Abstichposition des Schmelzofens 10
bezeichnet, in der der Schmelzofen 10 um etwa +15° gegen
über der Senkrechten nach rechts gekippt ist, um ein Ab
fließen der Schmelze aus dem Abstichloch des Ofengefäßes 11
in die darunter angeordnete Pfanne 26 zu ermöglichen.
Fig. 3 zeigt die Verlagerung eines auch in Fig. 1 darge
stellten Verbindungsquerschnitts 46 im Verbindungsbereich
22 zwischen der Ofengasabführung 21 und dem Entsorgungslei
tungssystem 23 beim Kippen des Ofengefäßes 11.
Wie ein Vergleich zwischen den Positionen I, II und III
zeigt, ergeben sich bei der gewählten Lage des Verbindungs
bereichs 22, das heißt, wenn die Mitte des Verbindungsquer
schnitts 46 etwa auf der Kippachse 36 angeordnet ist, re
lativ geringe Querverlagerungen, die von der in Fig. 1
schematisch dargestellten Schiebemuffe 47 aufgenommen wer
den können.
Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Einschmelzaggregat mit
zwei Schmelzöfen 10/1 und 10/2, denen das die Elektrodenhu
beinrichtungen 30 tragende Portal 31 abwechselnd zugeordnet
werden kann. Die Bezugszeichen entsprechen denen von Fig. 1
mit dem Zusatz 1 für den ersten und dem Zusatz 2 für den
zweiten Schmelzofen hinter dem Schrägstrich.
Die Schmelzöfen 10/1 und 10/2 sind spiegelbildlich neben
einander angeordnet. An die Schmelzöfen 10/1 und 10/2 ist
in der in Fig. 1 dargestellten Weise das Entsorgungslei
tungssystem 23 angeschlossen. Der in Fig. 2 dargestellte
Teilbereich des Entsorgungsleitungssystems 23 besteht aus
einer Zentralleitung 48, von der Ofenleitungen 49 und 50
zum Anschluß an die Ofengasabführungen 21/1 und 21/2 abge
hen. Zur Verbindung zwischen den Ofenleitungen 49 bzw. 50
und den Ofengasabführungen 21/1 und 21/2 sind in den Ver
bindungsbereichen 22/1 und 22/2 Schiebemuffen 47/1 und 47/2
angeordnet. Darüber hinaus sind die Schmelzöfen 10/1 und
10/2 durch eine Deckelleitung 51 unmittelbar miteinander
verbunden. Die Deckelleitung 51 besteht aus zwei Leitungs
teilen 52/1 und 52/2, die jeweils mit einem Ende in den Ge
fäßdeckel 12/1 bzw. 12/2 münden und mit ihrem anderen Ende
zur Bildung einer durchgängigen Rohrleitung an einen Lei
tungsmittelteil 53 angeschlossen sind. Der Leitungsmittel
teil 53 ist an seinen beiden Enden zum Anschluß an die Lei
tungsteile 52/1 und 52/2 mit Verbindungsmuffen versehen.
Darüber hinaus ist der Leitungsmittelteil 53, wie die beiden
Ofenleitungen 49 und 50, jeweils mit einem Absperrorgan 55,
54/1, 54/2 versehen. Nachfolgend wird der Betrieb des Ein
schmelzaggregats nach Fig. 2 beschrieben.
Zum Chargieren des Schmelzofens 10/1 wird das Portal 32 bei
hochgefahrenen Elektrodentragarmen 29 mittels des Hub-
/Schwenkwerks 40 hochgefahren und seitlich weggeschwenkt.
Danach wird die Haltekonstruktion 17/1 auf hier nicht näher
dargestellten Schienen, die mit dem Gefäßunterbau 14/1 ver
bunden sind, zur Seite, also aus der in Fig. 2 dargestell
ten Position nach links verfahren, wobei das Oberteil 24
der Ofengasabführung 21/1 von seinem Unterteil 25 (siehe
Fig. 1) im Bereich der Verbindungsmuffe 56 getrennt wird,
so daß das Ofengefäßes 11/1 für den Chargiervorgang frei
wird. Nach dem Chargieren von Einsatzmaterial unmittelbar
in das Ofengefäß 11/1 wird der Gefäßdeckel 12/1 mit dem
Schacht 16/1 wieder in die Betriebsposition gefahren, so
daß der Gefäßdeckel 12/1 wieder mit dem Ofengefäß 11/1 ab
schließt. Vor dem Verfahren des Gefäßdeckels 12/1 wird die
ser über eine hier nicht näher dargestellte Hubeinrichtung
mit der Haltekonstruktion 17/1 geringfügig angehoben und
nach der Rückführung auf das Ofengefäß 11/1 wieder abge
senkt.
Anschließend wird bei zur Seite gefahrenem Schachtdeckel
20/1 weiteres Einsatzmaterial in den Schacht 16/1 char
giert, bis dieser vollständig gefüllt ist. Das Volumen des
Einsatzmaterials entspricht dem einer gesamten Schmelze.
Die Absperrorgane 54/1, 54/2, 55 des Gasleitungssystems
werden so gesteuert, daß die Abgase des Schmelzofens 10/1
über die Ofenleitung 49 der Zentralleitung 48 zugeführt
werden.
Nachdem die Stabelektroden 28 durch das Hub-/Schwenkwerk 4O
und die Elektrodenhubeinrichtungen 30 in die Betriebsposi
tion für den Schmelzofen 10/1 gebracht und die Lichtbögen
gezündet worden sind, ist der Einschmelzprozeß in diesem
Schmelzofen eingeleitet. Als Heizeinrichtung können neben
den Stabelektroden 28 auch zusätzliche Brenner vorgesehen
sein.
Während im Schmelzofen 10/1 die erste Phase des Schmelzpro
zesses abläuft und die hierbei entstehenden Ofengase über
den Schacht 16/1 durch die Ofengasabführung 21/1 hindurch
zu einer an die Zentralleitung 48 angeschlossenen Entstau
bungseinrichtung geleitet werden, kann das zweite Ofengefäß
11/2 in der gleichen Weise, wie vorher das erste Ofengefäß
11/1 chargiert werden. Solange die Abgase im ersten
Schmelzofen 10/1 durch das Einsatzmaterial im Schacht 16/1
genügend abgekühlt werden, werden sie unmittelbar der Ent
staubungseinrichtung zugeführt. Wenn die Temperaturen der
Abgase aus dem Schacht 16/1 einen ausreichend hohen Wert
erreicht haben und der zweite Schmelzofen 10/2 bereits
chargiert und der Deckel auf das Ofengefäß 11/2 aus der in
Fig. 2 dargestellten Position zurückgefahren ist, dann wird
das Abgas durch die Deckelleitung 51 in das Ofengefäß 11/2
des zweiten Schmelzofens 10/2 um- und durch den Schacht
16/2 dieses Schmelzofens und die Ofengasabführung 21/2 hin
durch in die Ofenleitung 50 zur Zentralleitung 48 geleitet.
Zu diesem Zweck wird das Absperrorgan 54/1 geschlossen und
es werden die Absperrorgane 55 und 54/2 geöffnet.
Ist die Schmelze im ersten Schmelzofen 10/1 abstichbereit,
dann werden die Stabelektroden 28 und das Portal 32 hochge
fahren und schwenken sofort zum zweiten Schmelzofen 10/2,
um dort unmittelbar mit dem Schmelzprozeß zu beginnen,
nachdem die Absperrorgane 54/1, 54/2, 55 analog zu dem oben
für den Schmelzofen 10/1 beschriebenen Prozeß umgesteuert
worden sind. Der erste Schmelzofen 10/1 kann nun durch Kip
pen der Ofenwiege 13/1 als Folge einer Betätigung des
Stellorgans 35 (Fig. 3) in die Abstichposition gebracht und
abgestochen werden. Vor dem Kippen des Schmelzofens 10/1
wird die Muffenverbindung zwischen dem Leitungsteil 52/1
der Deckelleitung 51 und dem Leitungsmittelteil 53 gelöst,
um den Schmelzofen 10/1 ungehindert kippen zu können.
Zur Durchführung des während des Schmelzprozesses stattfin
denden Abschlackens der Schmelze, bei der der Schmelzofen
10/1 bzw. 10/2 um ca. -3° in Richtung der in Fig. 3 mit I
bezeichneten Position gekippt wird, ist eine Trennung des
Leitungsteils 52/1 bzw. 52/2 vom Leitungsmittelteil 53
nicht notwendig, da die infolge des Kippens des Schmelz
ofens 10/1 bzw. 10/2 auftretende Relativbewegung zwischen
den Leitungsteilen von den Schiebemuffen zwischen diesen
ausgeglichen wird.
Claims (10)
1. Einschmelzaggregat mit einem auf einer Ofenwiege
(13) gelagerten, durch einen Deckel (12) verschließbaren
Ofengefäß (11) und wenigstens einer durch eine Elektroden
durchtrittsöffnung im Deckel (12) in das Ofengefäß (11) ab
senkbaren Stabelektrode (28), die an einem Elektrodentrag
arm (29) eingespannt ist, der mittels einer Elektrodenhub
einrichtung (30) anhebbar und absenkbar ist, bei dem ferner
die Elektrodenhubeinrichtung (30) bzw. die Elektrodenhub
einrichtungen von einem Portal (31) getragen wird bzw. wer
den, das in einer abgesenkten Position mit dem Ofengefäß
(11) verbunden und zusammen mit diesem kippbar ist und
durch einen Hubstempel (43) eines ortsfesten Hub-/Schwenk
werks (40), der in der abgesenkten Position vom Portal (31)
entkoppelt ist, vom Ofengefäß (11) lösbar und zur Seite
schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Portal (31) in der abgesenkten Position auf einem
Stützhalter (33) des Gefäßunterbaus (14) bzw. der Ofenwiege
(13) aufliegt.
2. Einschmelzaggregat nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Portal (31) einen Aufla
gekragen (32) aufweist, der mit Abstand zu einer senkrech
ten Linie durch den Schwerpunkt des Portals (31) ofenseitig
auf dem Stützhalter (33) aufliegt und auf der entgegenge
setzten Seite eine Auflagefläche (41) für den Hubstempel
(43) aufweist.
3. Einschmelzaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Rahmen (37) des Por
tals (31) im unteren Bereich einen ofenseitigen Stützvor
sprung (39) aufweist, der sich in der abgesenkten Position
des Portals (31) an einem Stützfortsatz (38) des Gefäßun
terbaus (14) abstützt und auf der gegenüberliegenden Seite
einen weiteren Stützvorsprung (45) aufweist, der sich in
der angehobenen Position des Portals (31) an einem Stütz
fortsatz (44) des Hubstempels (43) abstützt.
4. Einschmelzaggregat nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kontaktflächen der
Stützvorsprünge (39) und (45) nach unten konvergieren.
5. Einschmelzaggregat mit einem kippbaren Schmelzofen
(10), der mit einer Ofengasabführung (21) versehen ist, die
an ein in der Umgebung des Schmelzofens (10) ortsfest in
stalliertes, weiterführendes Entsorgungsleitungssystem (23)
in einem Verbindungsbereich (22) angeschlossen ist, insbe
sondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, die Mitte des Verbindungsquer
schnitts (46) im wesentlichen auf der durch die Aufstands
linie zwischen der Ofenwiege (13) und ihrer Abrollebene ge
bildeten Kippachse (36) angeordnet ist.
6. Einschmelzaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem
Schmelzofen (10/1) in spiegelbildlicher Anordnung ein zwei
ter Schmelzofen (10/2) des gleichen Aufbaus angeordnet und
ein gemeinsames Portal (31) mittels des Hub-/Schwenkwerks
(40) wahlweise auf einem Stützhalter (33/1) des ersten
Schmelzofens (10/1) und auf einem Stützhalter (33/2) des
zweiten Schmelzofens zur Auflage gebracht werden kann.
7. Einschmelzaggregat nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Gefäßdeckel (12/1, 12/2)
des ersten und des zweiten Schmelzofens (10/1, 10/2) durch
eine Deckelleitung (51) für die Ofenabgase miteinander ver
bunden sind.
8. Einschmelzaggregat nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Deckelleitung (51) zwei
Leitungsteile (52/1, 52/2) aufweist, die jeweils mit ihrem
einen Ende an einem Gefäßdeckel (12/1 bzw. 12/2) ange
schlossen und mit ihrem anderen Ende durch einen Leitungs
mittelteil (53) verbunden sind.
9. Einschmelzaggregat nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Leitungsmittelteil (53)
an beiden Enden mittels Verbindungsmuffen mit den Leitungs
teilen (52/1, 52/2) verbunden ist.
10. Einschmelzaggregat nach einem der Ansprüche 6 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steu
erung des Gasflusses zwischen den beiden Schmelzöfen (10/1,
10/2) und von diesen zum Entsorgungsleitungssystem (48, 49,
50) Absperrorgane (54/1, 54/2, 55) vorgesehen sind.
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