DE4010330A1 - Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen, fortlaufenden wenden von gegenstaenden mittels baendern - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen, fortlaufenden wenden von gegenstaenden mittels baendernInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Wenden, d.h. zum Umdrehen, von Gegenständen in einem Herstellungsverfahren,
und zwar insbesondere ein fortlaufend, kontinuierlich durchführbares Verfahren
zum Wenden, das Bänder verwendet, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
eines solchen Verfahrens.
Es tritt häufig der Fall auf, beispielsweise bei einem Verfahren mit einem
Band-Transport zum Drucken und Zusammenfügen von Zeitungen, Magazinen oder
blattförmigem Material oder Karten, oder in einem Fertigungsprozeß zum
Zusammenfügen von verschiedenen Artikeln, daß, um die Wirtschaftlichkeit des
Verfahrens zu verbessern, es notwendig oder erforderlich ist, Teile eines
Gegenstandes oder eines Halbfabrikates entlang eines Bandförderweges zu wenden
oder umzudrehen.
Es sind verschiedene Techniken zum Umdrehen oder Wenden
bekannt. Beispielsweise verwenden Wendeverfahren eine rotierende Trommel oder
geeignete Kombinationen von Bändern, Rollen, Führungsteilen oder ähnliches.
Eine Vorrichtung zum Wenden von kartenförmigen Materialien wurde in dem
ungeprüften japanischen Gebrauchsmuster Nr. 61-3 155 vorgeschlagen. Die darin
beschriebene Vorrichtung weist Eingangs-Walzen auf, die mit ihren Achsen
parallel und mit Abstand zueinander angeordnet sind, und deren Abstand
zueinander in etwa der Dicke einer Karte entspricht, und Ausgangs-Walzen, die
in der gleichen Weise wie die Eingangs-Walzen angeordnet sind. Zwischen der
einen Eingangs-Walze und der einen Ausgangs-Walze und der anderen
Eingangs-Walze und der anderen Ausgangs-Walze entsprechend sind Bänder
gespannt und so geführt, daß jedes Band jeweils um 180° in einem mittleren
Bereich gedreht ist, d.h. spiralförmig in der Bandlaufrichtung gedreht. In
dieser Wendevorrichtung, die mit Gurten, Bändern oder Riemen arbeitet, werden
gerade in einem Hochgeschwindigkeitsbandtransport die Gegenstände schonend und
sicher gewendet, wodurch die Arbeitsweise des Verfahrens verbessert wird.
Da gerade solche Bänder unabhängig voneinander arbeiten, haben die Bänder das
Bestreben, sich miteinander zu verketten. Demzufolge können, falls ein
zwischen den Bändern eingespannter Gegenstand befördert wird, die Bänder sich
in gegenläufigen Richtungen zueinander schlängeln, so daß die Bänder nicht
mehr dazu geeignet sind, den Gegenstand ausreichend sicher zu halten und zu
befördern. Demzufolge ist ein Nachteil dieser Vorrichtung darin zu sehen, daß
sie nicht zum Transport von extrem dünnen Gegenständen eingesetzt werden kann,
es sei denn, diese Vorrichtung ist mit einer Einrichtung zum fortwährenden
Einjustieren der Schwingung der Bänder ausgerüstet.
Weiterhin ist es schwierig, die beiden Bänder mit gleicher Spannung
einzustellen, da beide Bänder unabhängig voneinander angeordnet sind. Gerade
wenn die Antriebseinheit der Bänder ein einzelner Motor bildet, ist es,
selbst, wenn man die korrekte Dimensionierung der Rollen, die mit dem Motor
verbunden sind, den gleichen Schlupf zwischen den Bändern und den Rollen usw.
voraussetzt, unmöglich, die Bänder mit der exakt gleichen Geschwindigkeit
anzutreiben. Folglich treten, falls die Wendevorrichtung über eine lange Zeit
benutzt wurde, Probleme auf, beispielsweise in Form der Beschädigung der
Oberfläche der Walzen, die mit den Bändern in Kontakt stehen, so daß ein
Schlupf zwischen den Bändern und den Walzen zu beobachten ist, der einen
exakten Bandtransport unmöglich macht. Beispielsweise kann dadurch der
Gegenstand nicht mehr exakt ausgerichtet sein, und es kann dadurch der
zeitliche Bandablauf gestört werden. Gerade diese Änderung des zeitlichen
Ablaufs ist ein äußerst wichtiges Problem in automatisierten Anlagen. Diese
Problematik wird noch verstärkt, wenn die Geschwindigkeit des Bandtransportes
erhöht wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die vorstehend
anhand des Standes der Technik geschilderten Probleme zu lösen und daher ein
Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit denen ein Gegenstand mit hoher
Geschwindigkeit gefördert und exakt gewendet oder gedreht werden kann. Die
vorstehende Aufgabe sowie weitere Aufgabenpunkte können gemäß der vorliegenden
Erfindung dadurch gelöst werden, daß ein Verfahren zum kontinuierlichen,
fortlaufenden Wenden unter Einsatz von Bändern eingesetzt wird, indem ein
Endlos-Band verwendet wird, das in einer geraden Anzahl mehrfach um 360° in
sich gedreht ist, und das kreuzweise über mindestens vier drehbar gelagerte
Halteeinrichtungen geführt ist, wobei das Band derart angeordnet ist, daß zwei
Oberflächen-Bereiche des Bandes einander gegenüberliegend verlaufen, wobei sie
in einem vorbestimmten Bereich innerhalb des Kreuzungs-Bereiches des Bandes
verdreht sind, und daß das Band derart angetrieben ist, daß ein von der einen
Seite in den Kreuzungs- oder Drehbereich einlaufender Gegenstand durch diesen
Wendebereich geführt wird, in dem er zwischen den Oberflächen-Bereichen
eingeklemmt gehalten und auf der anderen Seite des Wende-Bereiches ausgeführt
wird derart, daß der Gegenstand umgedreht ist.
Die vorliegende Aufgabe sowie weitere Aufgabenpunkte der Erfindung können
durch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gelöst werden, wobei
diese Vorrichtung eine Anordnung aufweist, mit einem Paar Eingangs-Walzen,
einem Paar Ausgangs-Walzen und einstellbaren Spann-Walzen, die in einem
Gestell derart angeordnet sind, daß sich die Walzen jedes Paares
gegenüberliegend befinden mit einem dazwischenliegenden Spalt, durch den
zumindest der Gegenstand hindurchgeführt werden kann, wobei ein Band über die
Walzen gespannt ist, und wobei mindestens eine der Walzen oder eine
Antriebs-Walze zum Antrieb der Walzen durch einen Dreh-Antrieb angetrieben
wird.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen mit einem Band kontinuierlich arbeitenden
Wende-Vorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung in Richtung des Pfeiles D in
Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Bandes, wie es in der
Vorrichtung nach Fig. 1 eingesetzt ist und
Fig. 4 eine schematische, perspektivische Ansicht einer herkömmlichen
Wende-Vorrichtung, die mit Bändern arbeitet.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 vom Bandförder-Typ wird beispielsweise in einem
Herstellungsverfahren für Video-Kassetten eingesetzt. Nach dieser
Ausführungsform weist die Vorrichtung ein Paar Eingangs-Walzen 4 und 5 auf,
die gegenüberliegend zueinander mit einem Spalt dazischen angeordnet sind,
durch den eine Video-Kassette 30 (als zu fördernder Gegenstand) einlaufen
kann. Die Eingangs-Walzen 4 und 5 sind drehbar am einen Ende innenliegend am
Rahmen eines in horizontaler Richtung sich erstreckenden Gestelles 2
angeordnet, das eine Länge von beispielsweise 2000 mm aufweist. Ein Paar
Ausgangs-Walzen 6 und 7 sind entsprechend gegenüberliegend zueinander mit
einem dazwischenliegenden Spalt, durch den die Video-Kassette hindurchlaufen
kann, angeordnet. Die Ausgangs-Walzen sind drehbar am gegenüberliegenden Ende
des Rahmens zu den Eingangs-Rollen 4 und 5 befestigt. Weiterhin ist eine
Antriebs-Walze 16 zum Übertragen der Antriebskraft auf das Band 3,
Spannungs-Einstell-Walzen 14 und 15, die die Spannung des Bandes 3 einstellen,
und Führungs-Walzen 8, 9, 10, 11, 12 und 13 an geeigneten Bereichen des
Gestelles 2 vorgesehen. Die Führungs-Walzen 8, 9, 10, 11 und 12 sind derart
angeordnet, daß sie einen Band-Zwischenraum H, beispielsweise von 450 mm,
festlegen, so daß die Operation des Bandes 3 erfolgen und die
Video-Kassette 30 schonend gefördert werden kann.
Unter Berücksichtigung des Formates der Video-Kassette 30 ist das Band 3, wie
es beispielsweise in Fig. 3 gezeigt ist, derart ausgebildet, daß es ein
Endlos-Band (seine gegenüberliegenden Oberflächen sind mit 3 a und 3 b
entsprechend bezeichnet) mit einer Breite von 100 mm ist, das ein gerades
Vielfaches von 360° in sich gedreht ist (in der Darstellung ist es zweimal
in sich gedreht), wobei das in sich gedrehte Band an seinen entgegengesetzten
Enden im Verbindungs-Bereich 31 miteinander verbunden ist, so daß dieses
Endlos-Band entsteht. Das derart aufgebaute Band 3 ist so geführt, daß
beispielsweise das zweimal in sich gedrehte Band 3 in Form einer Acht
verläuft, wobei der sich kreuzende Bereich zwischen den
Eingangs-Walzen 4 und 5 und zwischen den Ausgangs-Walzen 6 und 7 verläuft,
wobei kein anderer Bereich verdreht ist. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, ist das
Band 3 über die Walzen geführt und die Antriebskraft eines Motors 20 wird über
einen Antriebs-Riemen 19 oder ähnliches so übertragen, daß die
Antriebs-Walze 16 derart gedreht wird, daß das Band 3 mit einer vorbestimmten
Geschwindigkeit getrieben wird.
Die Vorrichtung 1 ist derart aufgebaut, daß die Walzen auf der einen
Seitenfläche 2 a des Gestelles 2 freitragend angeordnet oder gehalten sind, daß
das Band 3 in einfacher Weise abgenommen werden kann. Dadurch ist die
Vorrichtung leicht zu handhaben.
Das Band 3 kann beispielsweise aus einem Urethan-Kunstharz-Faser-Kern-Körper
mit einer Gummibeschichtung sein. Falls die Größe der Dehnbarkeit des Bandes 3
im Hinblick auf das zweimal in sich gedrehte Band in der Strecke A-C
beispielsweise innerhalb von 0,5% liegt, bezogen auf die Länge A-C (ungefähr
2L), so daß das Band nicht unnötigerweise beansprucht wird, kann die Anzahl
der Teile, wie beispielsweise Führungs-Walzen usw., in dem Bereich von A-C auf
einem Minimum gehalten werden. Weiterhin wird die Dicke und die Breite 1 des
Bandes 3 in geeigneter Weise im Hinblick auf den zu fördernden Gegenstand
festgelegt. In der gezeigten Ausführungsform beträgt die Dicke des Bandes etwa
5 mm und die Breite 1 etwa 100 mm, wie bereits weiter vorstehend beschrieben
wurde. Weiterhin ist das Band 3 bevorzugt mit 50 bis 150 kg/100 mm gespannt,
so daß mehrere Gegenstände in dem Kreuzungs-Bereich A-C gefördert werden
können. Die Fördergeschwindigkeit kann ohne weiteres auf 30 bis 60 m/min
gebracht werden, so daß die Effektivität der Vorrichtung auf über 50%
verglichen mit einer herkömmlichen Trommel-Wende-Einrichtung verwendenden
Vorrichtung angehoben wird.
Weiterhin werden die zwei sich gegenüberliegenden Oberflächen des Bandes (die
Bereiche der gleichen Oberfläche 3 a) dadurch erhalten, daß sie in einem
vorbestimten Abschnitt in dem Kreuzungs-Bereich A-C (der Abschnitt des
Bereiches A-C) in sich gedreht wird. Demzufolge wird, wenn das Band 3
angetrieben wird, die Video-Kassette 30 fest zwischen den
Oberflächen-Bereichen des Bandes eingeklemmt, ohne daß eine abrupte
Unterbrechung im Bereich A-C auftritt.
Zuerst wird die Video-Kassette 30 B in einer Band-Einlauf-Einrichtung 21
zugeführt, deren ausgangsseitiges Ende den Eingangs-Walzen 4 und 5 zugeordnet
ist, und dann läuft die Kassette, mit ihrer Oberfläche X nach oben, zwischen
den Eingangs-Walzen 4 und 5 so ein, daß sie zwischen den Oberflächen des
Bandes 3 klemmend geführt wird. Zu diesem Zeitpunkt bewegen sich die
einstellbaren Spann-Walzen 14 und 15, die zur linken Seite der Zeichnung hin
vorgespannt sind, horizontal (in Richtung der rechten Seite der Zeichnung), so
daß die Spannung des Bandes 3 auch für eine Vielzahl von Kassetten 3, die sich
gleichzeitig in dem Kreuzungs-Bereich A-C befinden, aufrechterhalten wird. Auf
diese Weise wird die Video-Kassette 30 sicher gehalten.
Hiernach wird die Video-Kassette 30 in einem Mittel-Bereich B innerhalb des
Bereiches A-C um 90° gedreht und anschließend durch die
Ausgangs-Walzen 6 und 7 einer Abführungs-Einrichtung 22 übergeben in einer
solchen Ausrichtung, in der die untere Oberfläche Y der Video-Kassette 30 nach
oben liegt (in einem gewendeten Zustand). Demzufolge kann die Video-Kassette
schonend und fortlaufend in einen gewendeten Zustand geführt werden.
Obwohl neben den Führungs-Walzen 10 keine weiteren Walzen in dem
Kreuzungs-Bereich A-C der Vorrichtung in der gezeigten Ausführungsform
angeordnet sind, können weitere Führungs-Einrichtungen eingesetzt werden,
falls dies notwendig ist.
Obwohl die vorstehende Ausführungsform der kontinuierlich arbeitenden
Wende-Vorrichtung 1 zur Herstellung von Video-Kassetten beschrieben ist, ist
sie nicht auf solche Herstellungsverfahren von Video-Kassetten beschränkt. Wie
eingangs bereits beschrieben, kann die vorliegende Erfindung für verschiedene
Artikel, wie beispielsweise Zeitungen, Magazinen, blattförmigen Materialien,
Karten usw., verwendet werden.
Obwohl die Video-Kassette 30 in dem Wende-Bereich A-C in dem vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel gedreht wird, ist die Erfindung nicht auf
das vollständige Umdrehen von Gegenständen beschränkt, sondern kann ebenso
dann eingesetzt werden, wenn der Orientierungswinkel eines Gegenstandes
entsprechend den Vorgaben des Fertigungsverfahren geändert werden soll.
Beispielsweise kann die Anordnung nach Fig. 1 derart umgestaltet werden, daß
die Video-Kassette in dem Mittel-Bereich B des Wende-Bereiches ausgeworfen
wird, so daß die Video-Kassette 30 um 90° gedreht werden kann (mit einem wie
im vorliegenden Fall zweifach in sich gedrehten Endlos-Band ist eine Drehung
der Video-Kassette um 180° möglich).
Wie vorstehend beschrieben ist, wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein
Endlos-Band verwendet, das um ein gerades Vielfaches von 360° in sich
gedreht über mindestens vier drehbare Führungs-Einrichtungen geführt ist,
wobei das Band derart geführt ist, daß zwei Oberflächen-Bereiche des Bandes
sich gegenüberliegend befinden, während sie in einem vorbestimmten Bereich
innerhalb des Wende-Bereiches des Bandes in sich gedreht sind, und daß das
Band so angetrieben ist, daß ein in den Wende-Bereich eingeführter Gegenstand
von dem eingangsseitigen Ende bis zum ausgangsseitigen Ende dieses
Wende-Bereiches eingeklemmt oder eingespannt ist, und ausgangsseitig den
Bereich umgedreht verläßt. Auf diese Weise wird nur ein einziges Band
eingesetzt, wobei die obere und untere Oberfläche des Bandes (die
Oberflächen-Bereiche 3 a und 3 b) sich nicht miteinander verketten können, da
gerade ein einziges Band verwendet wird. Daher wirkt sich eine Verkettung oder
Schwingung, die in einer Richtung auftritt, daß sich die Oberflächen-Bereiche
des Bandes voneinander entfernen, vom Bereich des Auslasses zum Bereich des
Einlasses hin so aus, daß die Oberflächen des Bandes im einlaßseitigen Bereich
verstärkt aufeinanderliegend zum Mittel-Bereich hin geführt werden.
Dementsprechend ist keine gesonderte Vorrichtung zur Verhinderung einer
Verkettung notwendig. Weiterhin kann die Spannung des Bandes sehr exakt
eingestellt werden, so daß es möglich ist, die Haltekraft zum Klemmen der
Gegenstände in dem Band-Wende-Bereich sehr genau einzustellen. Schließlich
tritt keine Differenz in der Bandlauf-Geschwindigkeit der den Gegenstand
einspannenden Oberflächen auf, der Gegenstand wird sehr exakt gehalten, die
Einstellung der Transport-Geschwindigkeit des Gegenstandes ist sehr genau, die
Steuerbedingungen sind sehr genau und der Gegenstand kann im Vergleich zu
herkömmlichen Vorrichtungen sicherer bei hohen Geschwindigkeiten transportiert
werden.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform gemäß dem Stand der Technik gezeigt. Die
darin beschriebene Vorrichtung weist Eingangs-Walzen 100, 101 auf, die mit
ihren Achsen parallel und mit Abstand zueinander angeordnet sind, und deren
Abstand zueinander in etwa der Dicke einer Karte G entspricht, und
Ausgangs-Walzen 200, 201, die in der gleichen Weise wie die
Eingangs-Walzen 100, 101 angeordnet sind. Zwischen der Eingangs-Walze 100 und
der Ausgangs-Walze 200 und der Eingangs-Walze 101 und der Ausgangs-Walze 201
entsprechend sind Bänder gespannt und so geführt, daß jedes Band jeweils um
180° in einem mittleren Bereich gedreht ist, d.h. spiralförmig in der
Bandlaufrichtung gedreht. In dieser Wendevorrichtung, die mit Gurten, Bändern
oder Riemen arbeitet, werden gerade in einem Hochgeschwindigkeitsbandtransport
die Gegenstände schonend und sicher gewendet, wodurch die Arbeitsweise des
Verfahrens verbessert wird.
Da gerade solche Bänder 105 und 106 unabhängig voneinander arbeiten, haben die
Bänder 105 und 106 das Bestreben, sich miteinander zu verketten. Demzufolge
können, falls ein zwischen den Bändern eingespannter Gegenstand befördert
wird, die Bänder 105 und 106 sich in gegenläufigen Richtungen zueinander
schlängeln, so daß die Bänder nicht mehr dazu geeignet sind, den Gegenstand
ausreichend sicher zu halten und zu befördern. Demzufolge ist ein Nachteil
dieser Vorrichtung darin zu sehen, daß sie nicht zum Transport von extrem
dünnen Gegenständen eingesetzt werden kann, es sei denn, diese Vorrichtung ist
mit einer Einrichtung zum fortwährenden Einjustieren der Schwingung der Bänder
ausgerüstet.
Weiterhin ist es schwierig, die beiden Bänder mit gleicher Spannung
einzustellen, da beide Bänder unabhängig voneinander angeordnet sind. Gerade
wenn die Antriebseinheit der Bänder ein einzelner Motor bildet, ist es,
selbst, wenn man die korrekte Dimensionierung der Rollen, die mit dem Motor
verbunden sind, den gleichen Schlupf zwischen den Bändern und den Rollen usw.
voraussetzt, unmöglich, die Bänder mit der exakt gleichen Geschwindigkeit
anzutreiben. Folglich treten, falls die Wendevorrichtung über eine lange Zeit
benutzt wurde, Probleme auf, beispielsweise in Form der Beschädigung der
Oberfläche der Walzen, die mit den Bändern in Kontakt stehen, so daß ein
Schlupf zwischen den Bändern und den Walzen zu beobachten ist, der einen
exakten Bandtransport unmöglich macht. Beispielsweise kann dadurch der
Gegenstand nicht mehr exakt ausgerichtet sein, und es kann dadurch der
zeitliche Bandablauf gestört werden. Gerade diese Änderung des zeitlichen
Ablaufs ist ein äußerst wichtiges Problem in automatisierten Anlagen. Diese
Problematik wird noch verstärkt, wenn die Geschwindigkeit des Bandtransportes
erhöht wird.
Claims (6)
1. Verfahren zum fortlaufenden Wenden von Gegenständen mit Hilfe eines
Bandes, das folgende Verfahrensschritte aufweist:
Führung eines Endlos-Bandes, das um ein gerades Vielfaches von 360° in sich in gekreuzter Form gedreht ist, über mindestens vier drehbare Halte-Einrichtungen, Führung des Bandes derart, daß zwei Oberflächen-Be reiche des Bandes entgegengesetzt zueinander ausgerichtet sind, während es in einem vorbestimmten Bereich des Wende-Bereiches des Bandes in sich gedreht wird, und Antreiben des Bandes derart, daß ein in den Wende-Be reich einlaufender Gegenstand von dem einen Ende des Wende-Bereiches zu dem Wende-Bereich hingeführt wird, indem er zwischen den Ober flächen-Bereichen eingeklemmt wird, und Ausführen des Gegenstandes am anderen Ende des Wende-Bereiches in einem gewendeten Zustand.
Führung eines Endlos-Bandes, das um ein gerades Vielfaches von 360° in sich in gekreuzter Form gedreht ist, über mindestens vier drehbare Halte-Einrichtungen, Führung des Bandes derart, daß zwei Oberflächen-Be reiche des Bandes entgegengesetzt zueinander ausgerichtet sind, während es in einem vorbestimmten Bereich des Wende-Bereiches des Bandes in sich gedreht wird, und Antreiben des Bandes derart, daß ein in den Wende-Be reich einlaufender Gegenstand von dem einen Ende des Wende-Bereiches zu dem Wende-Bereich hingeführt wird, indem er zwischen den Ober flächen-Bereichen eingeklemmt wird, und Ausführen des Gegenstandes am anderen Ende des Wende-Bereiches in einem gewendeten Zustand.
2. Vorrichtung zum fortlaufenden Wenden von Gegenständen mit Hilfe eines
Bandes, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
Ein paar Eingangs-Walzen sind gegenüberliegend zueinander angeordnet mit einem dazwischen liegenden Spalt, der ausreichend ist, daß ein zu fördernder und zu wendender Gegenstand einlaufen kann, ein Paar Aus gangs-Walzen, die gegenüberliegend zueinander mit einem dazwischen lie genden Spalt angeordnet sind, der ausreichend ist, um den zu transpor tierenden und zu wendenden Gegenstand hindurchzuführen, ein Endlos-Band, das über die Walzen geführt ist, wobei das Endlos-Band einen Wende-Be reich zwischen dem Paar Eingangs-Walzen und dem Paar Ausgangs-Walzen aufweist, indem zwei Oberflächen-Bereiche des Bandes in einer sich einander gegenüberliegender Ausrichtung geführt werden und derart in sich gedreht sind, daß sie einen Gegenstand zwischen den zwei Oberflächen-Bereichen klemmend halten und führen und gleichzeitig wenden.
Ein paar Eingangs-Walzen sind gegenüberliegend zueinander angeordnet mit einem dazwischen liegenden Spalt, der ausreichend ist, daß ein zu fördernder und zu wendender Gegenstand einlaufen kann, ein Paar Aus gangs-Walzen, die gegenüberliegend zueinander mit einem dazwischen lie genden Spalt angeordnet sind, der ausreichend ist, um den zu transpor tierenden und zu wendenden Gegenstand hindurchzuführen, ein Endlos-Band, das über die Walzen geführt ist, wobei das Endlos-Band einen Wende-Be reich zwischen dem Paar Eingangs-Walzen und dem Paar Ausgangs-Walzen aufweist, indem zwei Oberflächen-Bereiche des Bandes in einer sich einander gegenüberliegender Ausrichtung geführt werden und derart in sich gedreht sind, daß sie einen Gegenstand zwischen den zwei Oberflächen-Bereichen klemmend halten und führen und gleichzeitig wenden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
einstellbare Spann-Walze vorgesehen ist, die mit dem Endlos-Band in
Verbindung steht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar von
einstellbaren Spann-Walzen vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlos-Band
um ein gerades Vielfaches von 360° in sich selbst gedreht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlos-Band
nur im Wende-Bereich um sich selbst gedreht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP9871189A JPH02282111A (ja) | 1989-04-20 | 1989-04-20 | ベルト式連続反転方法及び装置 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4010330A1 true DE4010330A1 (de) | 1990-10-25 |
Family
ID=14227100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904010330 Withdrawn DE4010330A1 (de) | 1989-04-20 | 1990-03-30 | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen, fortlaufenden wenden von gegenstaenden mittels baendern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH02282111A (de) |
| DE (1) | DE4010330A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0698569A1 (de) * | 1994-08-24 | 1996-02-28 | Nsm Magnettechnik Gmbh | Einrichtung zum Wenden von Gegenständen auf einer Transportstrecke, insbesondere zum Wenden von Dosendeckeln und Dosen u.dgl. |
| DE102005053795A1 (de) * | 2005-11-09 | 2007-05-10 | Eastman Kodak Co. | Wendeeinrichtung zur Wendung von Bögen in einer Druckmaschine |
| EP1609746A3 (de) * | 2001-05-18 | 2008-01-23 | Hachmang Beheer B.V. | Übergabeförderer |
| WO2016198804A1 (fr) * | 2015-06-12 | 2016-12-15 | Proditec | Procédé et dispositif de retournement de produits, notamment de comprimes pharmaceutiques en vue d'un contrôle |
| IT202200023553A1 (it) * | 2022-11-16 | 2024-05-16 | Azionaria Costruzioni Acma Spa | Apparato e metodo per la rotazione di prodotti |
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|---|---|---|---|---|
| JP2005088994A (ja) * | 2003-08-11 | 2005-04-07 | Orion Kikai Kogyo Kk | 被包装物の整列装置及び整列方法 |
-
1989
- 1989-04-20 JP JP9871189A patent/JPH02282111A/ja active Pending
-
1990
- 1990-03-30 DE DE19904010330 patent/DE4010330A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH02282111A (ja) | 1990-11-19 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |