DE4040218C3 - Vorrichtung zur Abschirmung von elektronischen Baugruppen bzw. Bauelementen - Google Patents
Vorrichtung zur Abschirmung von elektronischen Baugruppen bzw. BauelementenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Abschirmung von
elektronischen Baugruppen bzw. Bauelementen nach der Gattung des
Hauptanspruchs.
In vielen Bereichen der Elektrotechnik tritt das Problem der Ab
schirmung von elektrischen und/oder magnetischen Feldern auf. So ist
es beispielsweise erforderlich, elektronische Steuergeräte im Kraft
fahrzeug im Hinblick auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit
(EMV) zu verbessern.
Es ist bekannt, derartige Steuergeräte in abschirmenden Metallge
häusen oder metallisierten Kunststoffgehäusen unterzubringen. Ein
metallisiertes Kunststoffgehäuse geht beispielsweise aus der
DE-OS 33 13 970 hervor.
Weiterhin ist es bekannt, derartige Steuergeräte in Kunststoffgehäu
sen unterzubringen, wobei zusätzlich in den Innenraum des Gehäuses
eine abschirmende Kammer aus metallischen Blechen eingesetzt ist.
Ein derartiges, kammerbildendes Abschirmblech zeigt z. B. das
DE-GM 78 38 171.
Derartige bekannte Gehäuse oder Abschirmkammern haben den Nachteil,
daß die Abschirmung bedingt durch deren konstruktiven Aufbau nicht
immer lückenlos ist. Insbesondere im Bereich des Steckerkörpers bzw.
der Steckanordnung weisen derartige Abschirmungen Lücken auf, die
vor allem bei hohen Frequenzen (z. B. < 100 MHz) die elektromagne
tische Verträglichkeit verschlechtern.
Aus der DE-OS 33 35 664 ist eine Vorrichtung zum Schutz von elek
trischen Baugruppen bzw. Bauelementen bekannt, bei der die von einer
Metallummantelung umgebene Steckanordnung durch eine Blattfederan
ordnung elektrisch leitend mit der metallisierten Innenseite eines
Gehäuses verbunden ist. Eine derartige Vorrichtung baut sehr kompli
ziert und benötigt darüber hinaus eine Vielzahl von Befestigungsele
menten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß die elektro
magnetische Verträglichkeit des Steuergerätes durch die dichte Ab
schirmung im Bereich des Steckerkörpers bzw. der Steckanordnung ver
bessert wird. Durch den Aufbau und die Formgebung des Abschirm
bleches bzw. der Steckanordnung ist bei geschlossenem Gehäuse eine
zuverlässige und vielfache Kontaktierung zwischen Schirmblech und
Gehäuse gewährleistet. Durch die lückenlose Abschirmung und die zu
verlässige und vielfache Kontaktierung zwischen Schirmblech und Ge
häuse ergibt sich eine Verbesserung der elektromagnetischen Verträg
lichkeit, insbesondere bei hohen Frequenzen (<100 MHz).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der nachfolgenden
Beschreibung und Zeichnung näher erläutert. Letztere zeigt in
Fig. 1
eine nur teilweise dargestellte Ansicht einer Steckanordnung mit Ab
schirmblech bei geöffnetem Gehäusedeckel.
Fig. 2 zeigt einen nur
teilweise dargestellten Schnitt längs II-II nach Fig. 1.
Fig. 3
zeigt einen ebenfalls nur teilweise dargestellten Schnitt längs
III-III nach Fig. 1 und
Fig. 4 zeigt einen Schnitt längs IV-IV
nach Fig. 3.
In den Fig. 1 bis 4 ist mit 10 die Leiterplatte eines nicht näher
dargestellten elektrischen/elektronischen Steuergerätes bezeichnet.
Auf der Oberseite 11 der Leiterplatte ist an einer ihrer Stirnseiten
ein Steckerkörper 12 angeordnet, durch den eine Vielzahl von
Steckern 13 zur elektrischen Kontaktierung ragen. Die Stecker sind
im Bereich der Rückseite 14 des Steckerkörpers etwa rechtwinklig
nach unten gebogen und mit der Leiterplatte elektrisch leitend ver
bunden, z. B. in dafür vorgesehenen Befestigungsöffnungen verlötet.
Der Steckerkörper 12 ist trapezförmig und hat einen etwa rechtecki
gen Längsschnitt und ist an seiner Oberseite 15 sowie seiner Rück
seite und seinen Seitenflächen 16, 17 von einem haubenförmigen Ab
schirmblech 18 aus elektrisch leitendem Material umgeben. Die Rück
seite 14 des Steckerkörpers sowie seine Oberseite 15 und die Seiten
flächen 16, 17 werden von dem Abschirmblech umfaßt, wobei dessen
Oberseite 20 und die Seitenwände 21, 22 am Steckerkörper anliegen.
Das Abschirmblech 18 ist so ausgebildet, daß es mit der Leiterplatte
10 und dem Steckerkörper 12 einen Raum 23 bildet, der die aus dem
Steckerkörper 12 ragenden und mit der Leiterplatte verbundenen Zuleitungen
24 der Stecker 13 überdeckt. Die mit der Oberseite und den
Seitenwänden des Abschirmbleches verbundene Rückwand 25 desselben
liegt daher - wie die Seitenwände - auf der Leiterplatte auf.
Rückwand und Seitenbleche sind dort mit der Leiterplatte flächig
oder mehrfach punktweise verlötet.
Der Steckerkörper wird samt Abschirmblech von der Stirnseite 26A
eines nur angedeutet dargestellten etwa haubenförmigen Deckels 26
umfaßt. Dieser Deckel kann z. B. ein metallischer Gehäusedeckel oder
ein metallisierter Gehäusedeckel aus Kunststoff sein. Der Deckel
kann aber auch ein Teil eines kammerartigen Bleches in einem Kunst
stoffgehäuse sein. In der den Steckerkörper umfassenden Stirnwand
des Deckels ist eine trapezförmige Öffnung 27 angebracht.
In der Oberseite und den Seitenwänden des Steckerkörpers verläuft
eine durchgehende Nut 28, in die die entsprechenden Bereiche
29A-29C des Abschirmbleches 18 eingesenkt sind, so daß in den auf
dem Steckerkörper aufliegenden Abschnitten des Abschirmbleches ein
entsprechender Falz 30A-30C ausgebildet ist. Dieser Falz dient zur
Aufnahme der Randbereiche der trapezförmigen Öffnung des Deckels.
Die Breite b des Falzes ist etwas größer als die Dicke d der Stirn
wand des Deckels. Die Öffnung 27 des Deckels ist so bemessen, daß
bei vollständig aufliegendem Deckel die Randbereiche der Öffnung am
Grund des Falzes anliegen. Zur besseren Kontaktierung zwischen Ab
schirmblech und Deckel sind in dem Grund des Falzes U-förmige Ein
schnitte 31 so eingestanzt, daß die seitlichen Abschnitte der Ein
schnitte parallel zu den Seitenwänden des Falzes verlaufen (Fig.
4). Die durch die Einschnitte gebildeten Zungen 32 am Grund des Fal
zes sind nach außen gebogen und gewölbt, so daß sie federnde Kon
taktelemente bilden, die durch den eingesetzten Deckel wieder nahezu
in ihre ursprüngliche Lage gedrückt werden und somit einen guten und
dauerhaften Kontakt ermöglichen. Dadurch wird eine - insbesondere im
Bereich des Steckerkörpers bzw. der dazugehörigen Gehäuseöffnung -
dichte und wirksame Abschirmung ermöglicht.
Durch die trapezförmige Gestaltung des Steckerkörpers
und des ihn umgebenden Abschirmbleches entsteht
beim Schließen des Deckels auch an den Seitenflanken
eine zuverlässige Kontaktierung zwischen Abschirmblech
18 und Deckel 26.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Abschirmung von elektronischen Baugruppen bzw.
Bauelementen in einem Gehäuse, die zumindestens teilweise von einer
elektrisch leitenden Ummantelung (26) umgeben und mit einer Leiter
platte (10) und einer Steckanordnung (12, 13) verbunden sind, deren
Steckkontakte (13) zur lösbaren elektrischen Kontaktierung der Baugruppe
bzw. Bauelemente durch den Steckkörper (12) der Steckanordnung
aus dem Gehäuse ragen, wobei die Steckanordnung Zuleitungen
(24) aufweist, die mit der Leiterplatte fest verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zuleitungen in einem geschlossenen Raum (23)
angeordnet sind, der durch die Leiterplatte (10), die Steckanordnung
(12, 13) und ein an letzteres angepaßtes und an dieser anliegendes
Abschirmblech (18) gebildet ist, und daß die elektrisch leitende
Ummantelung (26) die Steckanordnung (12, 13) derart umfaßt,
daß sie (26) an den die Steckanordnung (12, 13) umfassenden
Seiten (20 bis 22) des Abschirmblechs (18) anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steckanordnung mit einer durchgehenden, bis zur Leiterplatte rei
chenden Nut (28) versehen ist, in die die entsprechenden Bereiche
(29A bis 29C) des Abschirmbleches eingesenkt sind und daß die
elektrisch leitende Ummantelung (26) in diese eingesenkten Bereiche
ragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckanordnung Trapezform hat.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Grund der eingesenkten Bereiche des Abschirmbleches
Zungen (32) ausgestanzt sind, die federnd an der elektrisch lei
tenden Ummantelung anliegen.
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| DE19904040218 DE4040218C3 (de) | 1990-12-15 | 1990-12-15 | Vorrichtung zur Abschirmung von elektronischen Baugruppen bzw. Bauelementen |
Publications (3)
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| DE4040218A1 DE4040218A1 (de) | 1992-06-17 |
| DE4040218C2 DE4040218C2 (de) | 1993-09-02 |
| DE4040218C3 true DE4040218C3 (de) | 1997-09-18 |
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