DE3206788C2 - - Google Patents
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- A61K31/403—Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having five-membered rings with one nitrogen as the only ring hetero atom, e.g. sulpiride, succinimide, tolmetin, buflomedil condensed with carbocyclic rings, e.g. carbazole
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Description
Die Erfindung betrifft ein antiinflammatorisches analgetisches
Kataplasma, das als aktiven Bestandteil
Indomethacin enthält, sowie ein Verfahren zu seiner
Herstellung.
Indomethacin ist eine Verbindung der Formel
die in "The Pharmacopocia of Japan", 9. Auflage, genannt
ist. Bei Indomethacin handelt es sich bekanntlich um ein
antiinflammatorisches Nicht-Steroid-Arzneimittel, das antiinflammatorische
und analgetische Wirkungen
aufweist.
Als Präparat ist Indomethacin seit 1966 im Handel in Form
einer Kapsel erhältlich, und es wird in großem Umfang
für die medizinische Behandlung von rheumatischer
Arthritis und Arthritis deformans sowie verschiedener inflammatorischer
Erkrankungen und postoperativer Entzündungen
verwendet. Indomethacin hat sich somit als medizinisch wirksam
erwiesen. Wenn Indomethacin oral verabreicht wird,
kann es jedoch viele nachteilige Nebenwirkungen
in Form von gastroenterischen Störungen, wie Appetitmangel,
Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Diarrhöe
und Magenschmerzen, sowie Störungen des Zentral-Nervensystems,
wie Stirn-Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit
und Geistesstörungen mit sich bringen.
Ein anderes Präparat ist ein Indomethacin-Suppositorium
für die parenterale Verabreichung. Obgleich bei dem Suppositorium
die bei Verabreichung der Kapsel auftretenden,
vorstehend angegebenen gastroenterischen Störungen in geringerem
Maße auftreten, kann es nicht einem Patienten
verabreicht werden, der an einer Intestinalerkrankung leidet;
auch werden damit nicht die Störungen des Zentral-Nervensystems
beseitigt, die durch die Zirkulation von
Indomethacin im System hervorgerufen werden.
Es wurde auch bereits eine Indomethacin-Salbe entwickelt,
um eine fortschrittlichere Verabreichungsart zu ermöglichen,
um so Störungen des Zentral-Nervensystems zu
vermeiden und eine lokale Wirksamkeit von Indomethacin zu
erzielen.
So beschreibt die GB-OS 20 23 000 eine antiinflammatorische
analgetische Salbe, die als aktiven Bestandteil Indomethacin in einer
Menge von 0,5 bis 1,5 Gew.-% enthält. Mit dieser Salbe werden die
nachteiligen Nebenwirkungen, wie sie oben angegeben
worden sind, minimalisiert; sie ist jedoch immer noch
nicht zufriedenstellend, da es schwierig ist, die Auftragsmenge
auf einem konstanten Wert zu halten, weil der
Benutzer die Dosis beliebig wählen kann. Darüber hinaus
neigt ein in der Salbe enthaltenes Lösungsmittel dazu,
während oder nach dem Auftrag zu verdampfen, was zu einem
veränderten Präparat führt, so daß das Indomethacin
durch die Haut kaum absorbiert wird und nicht seine ihm
eigene erwünschte Wirksamkeit entfaltet. Ein weiterer
Nachteil besteht darin, daß die Finger des Verbrauchers
während des Auftrags auf eine angegriffene Stelle mit Salbe beschmutzt
werden, was zu einer Beschmutzung der Kleider
nach dem Auftrag führen kann.
Die DE-OS 30 07 368 beschreibt ein indomethacinhaltiges Pflaster, das
den Wirkstoff in einer Kleberkomponente enthält.
Die DE-OS 31 11 550 beschreibt ein indomethacinhaltiges Pflaster, bei dem
Indomethacin in die Kleberkomponente eingearbeitet ist, wobei
absorptionsbeschleunigende Hilfsstoffe als obligatorische Bestandteile
in der Klebstoffschicht enthalten sein müssen.
Bei den umfangreichen Untersuchungen, die zu der vorliegenden
Erfindung geführt haben, wurde insbesondere festgestellt,
daß die Absorptionsrate und -menge des Indomethacins
durch die Haut größtenteils von der Auftragsmenge
und von der Oberflächengröße dieser Arznei relativ
zu den angegriffenen Stellen abhängt.
Andererseits wird Indomethacin nicht perkutan absorbiert,
da eine Hornsubstanzschicht oder Hornschicht (Stratum
corneum) der Haut als erste Sperrschicht wirkt, welche
die Verdampfung von Wasser und das Eindringen einer Substanz
von außen verhindert, und da eine basale Zellschicht
der Haut ebenfalls als zweite Sperrschicht wirkt, welche
die perkutane Absorption verhindert. Durch Hydratation
der Hornschicht (Stratum corneum) kann die Penetrierbarkeit
der Haut um das 4- bis 5fache der üblichen erhöht
werden, und daher stellt diese Hydratation einen wichtigen
Faktor für die perkutane Absorption von Indomethacin dar.
Es ist daher erforderlich, daß eine beträchtliche Menge
Wasser, bezogen auf den Indomethacin-Mengenanteil, zugesetzt
wird, um die Absorbierbarkeit des Arzneimittels bei
der Verwendung in einem Kataplasma zu verbessern.
Indomethacin ist jedoch ein saures antiinflammatorisches
Arzneimittel (pKa=4,5), das in Wasser unlöslich, in einer
alkalischen Lösung aber löslich ist. Wenn es in einer
alkalischen Lösung gelöst wird, wird Indomethacin chemisch
instabil und leicht zersetzlich. Es ist schwierig,
unter Anwendung eines konventionellen Verfahrens durch
Verwendung einer schwach alkalischen Lösung ein Indomethacin
enthaltendes Kataplasma herzustellen. Selbst wenn es
mit beliebigen Basenkomponenten gemischt und darin suspendiert
wird, ist Indomethacin weniger stabil und durch
die Haut schlechter absorbierbar in einem pH-Bereich
von 7 oder höher, in dem es in ionisierter Form vorliegt.
Daher ist eine medizinische Behandlung mit Indomethacin
unter Erzielung zufriedenstellender Ergebnisse bisher
nicht möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein antiinflammatorisches
analgetisches Kataplasma zu entwickeln,
das Indomethacin als aktiven Bestandteil enthält
und das vollständig frei von den obengenannten
Nachteilen der bereits existierenden Indomethacin-Präparate
ist.
Diese Aufgabe wird durch ein antiinflammatorisches
Kataplasma gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es
als aktiven Bestandteil Indomethacin in nichtionischem
Zustand, gelöst in einem aromatischen Alkohol und/oder
einem oberflächenaktiven Mittel, enthält.
Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Kataplasmas zur Verfügung gestellt, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß Indomethacin in nichtionischem
Zustand in einem aromatischen Alkohol und/oder einem
oberflächenaktiven Mittel gelöst wird.
Vorzugsweise wird der Lösung weiterhin Wasser, ein
Polyalkohol, ein Bindemittel, ein Neutralisationsmittel
und ein Vehikulum zugesetzt und die dabei erhaltene
Mischung wird dabei homogenisiert unter Bildung einer
Paste, die auf einem Substrat ausgestrichen wird.
Das verwendete oberflächenaktive Mittel ist vorzugsweise
nichtionisch.
Zu geeigenten Beispielen für den aromatischen Alkohol
gehören Benzylalkohol und Phenethylalkohol, während zu geeigneten
Beispielen für das nichtionische oberflächenaktive
Mittel ein Polyoxyethylensorbitanfettsäureester
und ein Sorbitanfettsäureester gehören. Vorzugsweise werden
sowohl der aromatische Alkohol als auch das oberflächenaktive
Mittel in einer Menge von 0,5 bis 5,0 Gew.-%
zugegeben. Durch Verwendung dieser Reagentien ist es möglich,
Indomethacin in einem geringeren Volumen von 1/5 bis
1/10 zu lösen als wenn ein niederer
Alkohol, wie Methanol oder Ethanol, zum Auflösen
dieses Arzneimittels verwendet wird.
Zu geeigneten Beispielen für den Polyalkohol gehören Glycerin,
Polyethylenglykol, Propylenglykol und Sorbit.
Zweckmäßigerweise können ein oder mehr Polyalkohole verwendet werden. Es ist
erwünscht, daß der Polyalkohol in einer Menge von 15 bis
40 Gew.-% mit Wasser in einer Menge von 20 bis 55 Gew.-%
gemischt wird. Durch die Zugabe einer derart großen
Menge Wasser ist es möglich, die Hornschicht (Stratum corneum)
der Haut zu hydratisieren und dadurch die Penetrierbarkeit
der Haut zu erhöhen.
Zu geeigneten Beispielen für das Bindemittel gehören Gelatine,
Gummiarabikum, Methylcellulose, Polyvinylalkohol,
Hydroxyethylcellulose, Natriumpolyacrylat, Natriumcarboxymethylcellulose,
Natriumalginat, Propylenglykolalginat,
Santangummi und ein Carboxyvinylpolymer, wobei diese
Bindemittel eine Wasser/Polyalkohol-Mischung viskos machen
sollen. Jedes dieser Bindemittel erreicht seine Spitzenviskosität
in einem pH-Bereich von 8 bis 9. Um die Stabilität
und die gute perkutane Absorption von Indomethacin
zu gewährleisten und eine für das Kataplasma erforderliche
geeignete Viskosität aufrechtzuerhalten, wird eine sehr
geringe Menge einer organischen Säure, wie L-Sorbinsäure
oder Gluconsäure, als Neutralisationsmittel zugegeben,
welches die Einstellung des pH-Wertes des Kataplasmas
innerhalb eines Bereiches von 5 bis 7 erleichtert.
Zu diesem Zweck kann das Bindemittel in einer Endkonzentration
von 10 bis 20 Gew.-% eingearbeitet werden.
Zu geeigneten Beispielen für das Vehikulum gehören Kaolin,
Bentonit, Zinkoxid, Titanoxid und Aluminiumsilikat, die
für konventionelle Kataplasmen verwendet werden.
Zu geeigneten Beispielen für das Substrat gehören Gewebe
(Stoff) und nichtgewebte Gewebe, wie sie üblicherweise
für die Herstellung von Kataplasmen verwendet werden.
Das erfindungsgemäße Kataplasma wird beispielsweise hergestellt,
indem (1) durch Verwendung eines Teils des Wassers das
Bindemittel zum Quellen gebracht und gelöst wird, (2) durch Verwendung
des Rests des Wassers und des Polyalkohols
das Vehikulum und die übrigen Bestandteile homogen dispergiert
werden, (3) das Indomethacin in dem aromatischen Alkohol
und/oder dem oberflächenaktiven Mittel gelöst wird, (4)
die dabei erhaltenen Materialien (1), (2) und (3)
homogen miteinander gemischt werden unter Bildung einer Paste,
und die Paste dann auf ein Stück Stoff (Gewebe) ausgestrichen
wird zur Herstellung eines Kataplasmas.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Indomethacin
unter stabilen Bedingungen in einer Konzentration von 0,1
bis 0,5 Gew.-% eingearbeitet.
Die medizinischen Aktivitäten des nach dem vorstehend angegebenen
Verfahren hergestellten, Indomethacin enthaltenden
antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas werden
nachstehend näher beschrieben.
Zur Unterbrechung der medizinischen Aktivitäten des erfindungsgemäßen
antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas
wurden Inhibierungstests gegen Karragheenin-Fußsohlenödeme,
Ödeme, Ajuvans-Fußsohlenödeme und Inflammations-Fußdruckschmerzen
durchgeführt. Gleichzeitig wurde ein Haut-Reiztest
durchgeführt, um die Gefahrlosigkeit des Kataplasmas
zu bestätigen.
Der Inhibierungstest gegen Karragheenin-Fußsohlenödeme wurde
durchgeführt unter Verwendung einiger Gruppen von männlichen
Wistar-Ratten mit einem Gewicht von 100 bis 140 g,
wobei jede Gruppe aus 15 Ratten bestand. Es wurde das Volumen
der rechten Hinterhand-Fußsohle jeder Ratte unter Verwendung
einer Volumenmeßvorrichtung mit einem Druckwandler
bestimmt. Dann wurden in die rechte Hinterhand-Fußsohle
als eine Inflammation hervorrufendes Mittel 0,1 ml einer
2% Karragheenin enthaltenden physiologischen Natriumchloridlösung
subkutan injiziert. Unmittelbar danach
wurde auf die entzündete Fußsohle ein antiinflammatorisches
analgetisches Kataplasma, wie es in dem weiter unten beschriebenen
Beispiel 1 hergestellt wurde und das eine Größe
von 2,5 cm×2,5 cm hatte, aufgelegt, dann wurde das Ganze
mit einer elastischen Binde bedeckt, um zu verhindern, daß
das Kataplasma von der Ratte abgeleckt (abgenagt) wurde.
Vier Stunden später wurde das Kataplasma entfernt, und das
Volumen des Fußsohlenödems wurde bestimmt. Einer Kontrollgruppe
von Ratten wurde nur Karragheenin injiziert. Zu Vergleichszwecken
wurde eine Indomethacin-Salbe (die 1,0%
Indomethacin enthielt), die in dem weiter unten beschriebenen
Vergleichsbeispiel 1 hergestellt wurde, und ein übliches
Kataplasma (das 1-Menthol und Kampfer enthielt),
das in dem weiter unten beschriebenen Vergleichsbeispiel 2
hergestellt wurde, verwendet.
Die Ödem-Raten wurden aus der folgenden Gleichung errechnet:
V₀=Fußsohlenvolumen vor der Karragheenin-Injektion.
V₄=Fußsohlenvolumen 4 h nach der Karragheenin-Injektion.
V₄=Fußsohlenvolumen 4 h nach der Karragheenin-Injektion.
Die Inhibierungsraten wurden aus der folgenden Gleichung
errechnet:
Ec=Ödemrate der Kontrollgruppe.
Ea=Ödemrate der behandelten Gruppe.
Ea=Ödemrate der behandelten Gruppe.
Die erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I
angegeben.
Das 0,5% Indomethacin enthaltende antiinflammatorische analgetische
Kataplasma wies eine höhere Inhibierungsrate auf
als die Indomethacin-Salbe. Bei der gleichen Rate waren
die anderen Kataplasmen, die 1,0% oder mehr Indomethacin
enthielten, doppelt so wirksam oder noch wirksamer als die
Indomethacin-Salbe.
Der Inhibierungstest gegenüber dem Adjuvans-Fußsohlenödem
wurde unter Verwendung einiger Gruppen von männlichen Wistar-Ratten
mit einem Gewicht von 120 bis 180 g durchgeführt,
wobei jede Gruppe aus 20 Ratten bestand. Unter Einhaltung
des in dem vorausgegangenen oder ersten Test beschriebenen
Verfahrens wurde das Volumen der rechten Hinterhandfußsohle
jeder Ratte mittels einer Volumenmeßvorrichtung
mit einem Druckwandler bestimmt. Als eine Inflammation
hervorrufendes Mittel wurde eine flüssige Paraffinlösung
von Mykobakterium subkutan in die
rechte Hinterhand-Fußsohle in einer Dosis von 0,3 mg/0,05 ml
injiziert. Unmittelbar nach der Injektion wurde ein antiinflammatorisches
analgetisches Kataplasma (2,5 cm×2,5 cm),
das in Beispiel 1 hergestellt wurde, auf die entzündete
Stelle aufgelegt, dann wurde das Ganze mit einer elastischen
Binde bedeckt wie in dem ersten Test. Das Testarzneimittel
wurde 21 Tage lang täglich 8 h aufgebracht.
Danach wurde das Volumen des Fußsohlenödems bestimmt. Den
Kontrollratten wurde nur ein Adjuvans injiziert. Zu Vergleichszwecken
wurden eine Indomethacin-Salbe (die 1,0% Indomethacin
enthielt) und ein übliches Kataplasma (das 1-Menthol
und Kampfer enthielt) verwendet. Die Ödem- und Inhibierungsraten
wurden auf die gleiche Weise wie in dem oben
beschriebenen ersten Test errechnet. Die erzielten Ergebnisse
sind in der folgenden Tabelle II zusammengefaßt.
Die antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmen waren
3- bis 6mal so wirksam wie das übliche Kataplasma. Diejenigen,
die 1,0% oder mehr Indomethacin enthielten, wiesen
eine antiinflammatorische Aktivität auf, die 1,5- bis
2mal größer war als diejenige der Indomethacin-Salbe.
Der Inhibierungstest gegenüber Inflammations-Fußsohlenschmerzen
wurde nach dem Randall-Selitto-Verfahren durchgeführt.
Einige Gruppen von männlichen Wistar-Ratten mit einem
Gewicht von 120 bis 140 g wurden verwendet, wobei jede
Gruppe aus 10 Ratten bestand. 0,1 ml einer 2% Karragheenin
enthaltenden physiologischen Natriumchloridlösung wurden
subkutan in die rechte Hinterhand-Fußsohle injiziert.
Unmittelbar danach wurde ein antiinflammatorisches analgetisches
Kataplasma (2,5 cm×2,5 cm), das in Beispiel 1
hergestellt worden war, auf die entzündete Stelle gelegt,
dann wurde das Ganze mit einer elastischen Binde bedeckt.
4 h später wurde das Kataplasma entfernt. Die entzündete
Fußsohle wurde mit einer hydraulischen analgetischen
Testvorrichtung (Natsume Seisakusho) gedrückt und der Schmerzwert
wurde bestimmt auf der Basis der Vermeidungs-Reaktion.
Den Kontrollratten wurde nur Karragheenin injiziert.
Zu Vergleichszwecken wurden eine Indomethacin-Salbe
und ein gewöhnliches Kataplasma verwendet, die beide denjenigen
ähnelten, die in dem ersten und in dem zweiten Test
verwendet worden waren.
Die steigenden Raten der Schmerzwerte wurden aus der folgenden
Gleichung errechnet:
Pc=Schmerzwert der Kontrollgruppe.
Pa=Schmerzwert der behandelten Gruppe.
Pa=Schmerzwert der behandelten Gruppe.
Die erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III
angegeben.
Die antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmen wiesen
eine analgetische Aktivität auf, die 3,5- bis 9,5mal
größer war als diejenige des üblichen Kataplasmas. Außerdem
war dasjenige mit dem gleichen Indomethacingehalt wie
die Salbe etwa 3mal aktiver als die Salbe.
Der Hautreizungstest wurde unter Verwendung von einigen
Gruppen von weiblichen Kaninchen mit einem Gewicht von
2,0 bis 2,5 kg durchgeführt, wobei jede Gruppe aus 5 Kaninchen
bestand. Die Hautreizungskoeffizienten 24, 48 und
72 Stunden nach dem Auflegen der antiinflammatorischen
analgetischen Kataplasmen wurden nach dem Bewertungsstandard
von Ikeda et al. ("Study on Pharmaceuticals", Band 1,
Nr. 116 (1970) bestimmt, bezogen auf eine Gruppe von
Kaninchen mit normaler Haut, auf die das in Beispiel 1 hergestellte
antiinflammatorische analgetische Kataplasma
24 h nach dem Abschneiden der Haare mit einer elektrischen
Haarschneidevorrichtung aufgelegt worden war, und
bezogen auf eine Gruppe von Kaninchen mit abgeschälter Hornschicht
(Stratun corneum), auf die das obengenannte antiinflammatorische
analgetische Kataplasma aufgelegt worden
war, nachdem das Haar mit einer elektrischen Haarschneidevorrichtung
entfernt worden war, woran sich die Entfernung
des Haars mit einem Haarentferner
und das Abschälen der Hornschicht
(Stratum corneum) mit einem Scotch-Klebeband
anschloß. Als Vergleichsarzneimittel wurde
ein übliches Kataplasma ähnlich denjenigen der obengenannten
drei Tests verwendet. Die erzielten Ergebnisse
sind in der folgenden Tabelle IV angegeben.
Die antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmen wiesen
weit geringere Hautreizungskoeffizienten auf als das übliche
Kataplasma.
Um die medizinische Wirksamkeit eines erfindungsgemäßen
antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas zu demonstrieren,
wurden in 46 Fällen klinische Untersuchungen
durchgeführt. Zur Durchführung dieser Studien wurde ein
Kataplasma ausgewählt, wie es in Beispiel 3 hergestellt
wird. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V angegeben.
Das erfindungsgemäße antinflammatorische analgetische
Kataplasma enthält eine vorgegebene Menge Indomethacin
unter im wesentlichen stabilen Bedingungen in Gegenwart
einer größeren Menge Wasser. Daher führt dieses Kataplasma
zu einer schnellen Hydratation der Hornschicht (Stratum
corneum) der Haut, gekoppelt mit dem Abdeckeffekt des Gewebes
(Stoffes) auf den angegriffenen Stellen, und es erleichtert
die Absorption von Indomethacin durch die Haut
an den angegriffenen Stellen. Aus den obigen Ergebnissen
der verschiedenen Tests zur Bestimmung der medizinischen
Aktivitäten geht eindeutig hervor, daß das erfindungsgemäße
Kataplasma eine antiinflammatorische analgetische
Wirkung hat, die 3- bis 7mal größer ist als diejenige
des handelsüblichen Kataplasmas und die 2- bis 3mal größer
ist als diejenige der Indomethacin-Salbe. Außerdem führt
das erfindungsgemäße Kataplasma nur zu einer geringen
Reizung der Haut, und es ist leicht handhabbar, beispielsweise
beim Aufbringen auf die Haut oder bei der Entfernung
von der Haut.
Mit dem erfindungsgemäßen antiinflammatorischen analgetischen
Kataplasma ist es möglich, die gewünschte Menge
Indomethacin so aufzubringen, daß sie perkutan gefahrlos
an den angegriffenen Stellen absorbiert wird, während
gleichzeitig das Auftreten der nachteiligen Nebenwirkungen
des Indomethacins auf die Verdauungs- und Zentralnervensysteme
verhindert wird. Das erfindungsgemäße
Kataplasma kann somit die ausgezeichnete antiinflammatorische
analgetische Aktivität des Indomethacins bis zu ihrem
maximalen Ausmaß ausnutzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders vorteilhaft, da
ein Kataplasma hergestellt werden kann, bei
dem das Indomethacin über einen längeren Zeitraum hinweg
auch in Gegenwart einer beträchtlichen Menge Wasser stabil
gehalten werden kann, obgleich der aktive Bestandteil
ansonsten in Wasser unlöslich und in einer
alkalischen Lösung instabil ist. Das Verfahren umfaßt
vereinfachte Stufen, und es kann zur Massenproduktion bei
geringen Kosten angewendet werden.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf bestimmte
spezifische Beispiele näher erläutert.
| Zusammensetzung | |
| (1) Indomethacin | |
| 1,0 g | |
| (2) Natürliches Aluminiumsilikat | 8,0 g |
| (3) Gelatine | 8,0 g |
| (4) Natriumpolyacrylat | 1,0 g |
| (5) Carboxyvinylpolymer | 0,5 g |
| (6) Natriumalginat | 2,5 g |
| (7) Glycerin | 20,0 g |
| (8) Polyethylenglykol 400 | 2,0 g |
| (9) Polyoxyethylensorbitanmonooleat | 3,0 g |
| (10) Benzylalkohol | 2,0 g |
| (11) Gluconsäurelösung (50%ig) | 1,0 g |
| (12) Gereinigtes Wasser | 51,0 g |
| Insgesamt | 100,0 g |
- (A) Den Materialien (3), (5), (6) und (11) wurden 51,0 g gereinigtes Wasser (12) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt und gelöst.
- (B) Dem Material (7) wurden die Materialien (2) und (4) zugesetzt, und die Mischung wurde unter Rühren dispergiert.
- (C) Den Materialien (8), (9) und (10) wurde das Material (1) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt, gerührt und gelöst.
- (D) Der Mischung (A) wurde die Mischung (B) zugesetzt, und die dabei erhaltene Mischung wurde durchgeknetet und gerührt, danach wurde die Mischung (C) zugegeben, bis das Ganze homogen wurde.
- (E) Die dabei erhaltene Paste wurde auf ein Gewebe (Stoff) ausgestrichen, das (der) dann mit einem Polyethylenfilm bedeckt wurde zur Herstellung eines antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas.
Wenn Indomethacin in einer Menge von 0,5 oder 2,0 g eingearbeitet
wird, sollte der Wassergehalt 51,5 g bzw. 50,0 g
betragen. Ein Kataplasma kann auf die gleiche Weise, wie
vorstehend angegeben, hergestellt werden.
| Zusammensetzung | |
| (1) Indomethacin | |
| 0,5 g | |
| (2) Zinkoxid | 8,0 g |
| (3) Gelatine | 3,0 g |
| (4) Natriumpolyacrylat | 1,0 g |
| (5) Carboxyvinylpolymer | 1,0 g |
| (6) Natriumcarboxymethylcellulose | 2,0 g |
| (7) Glycerin | 10,0 g |
| (8) Sorbitlösung (70%ig) | 15,0 g |
| (9) Polyethylenglycol 400 | 3,0 g |
| (10) Polyoxyethylensorbitanmonooleat | 2,0 g |
| (11) Benzylalkohol | 1,0 g |
| (12) Gluconsäurelösung (50%ig) | 3,05 g |
| (13) Gereinigtes Wasser | 50,45 g |
| Insgesamt | 100,0 g |
- (A) Den Materialien (3), (5), (6) und (8) wurden 53,5 g gereinigtes Wasser (12) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt und gelöst.
- (B) Dem Material (7) wurden die Materialien (2) und (4) zugesetzt, und die Mischung wurde unter Rühren dispergiert.
- (C) Den Materialien (9), (10) und (11) wurde das Material (1) zugegeben, und die Mischung wurde erhitzt, gerührt und gelöst.
- (D) Zu der Mischung (A) wurde die Mischung (B) zugegeben, und die dabei erhaltene Mischung wurde durchgeknetet und gerührt; anschließend wurde die Mischung (C) zugegeben, bis das Ganze homogen wurde.
- (E) Die dabei erhaltene Paste wurde auf einem Gewebe (Stoff) ausgestrichen, das dann mit einem Polyethylenfilm bedeckt wurde zur Herstellung eines antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas.
| Zusammensetzung | |
| (1) Indomethacin | |
| 1,0 g | |
| (2) Titanoxid | 2,0 g |
| (3) Kaolin | 15,0 g |
| (4) Gelatine | 2,0 g |
| (5) Natriumpolyacrylat | 4,0 g |
| (6) Milchsäure | 3,0 g |
| (7) Glycerin | 18,0 g |
| (8) Sorbitlösung (70%ig) | 10,0 g |
| (9) Polyethylenglycol 400 | 1,0 g |
| (10) Diisopropyladipat | 2,0 g |
| (11) Benzylalkohol | 1,5 g |
| (12) Sorbitanmonooleat | 0,5 g |
| (13) Polyoxyethylensorbitanmonooleat | 0,5 g |
| (14) Gereinigtes Wasser | 39,5 g |
| Insgesamt | 100,0 g |
- (A) Den Materialien (2), (3), (4), (6) und (8) wurden 39,5 g gereinigtes Wasser (14) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt und suspendiert.
- (B) Dem Material (7) wurde das Material (5) zugesetzt, und die Mischung wurde unter Rühren dispergiert.
- (C) Den Materialien (9), (10), (11), (12) und (13) wurde das Material (1) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt, gerührt und gelöst.
- (D) Der Mischung (A) wurde die Mischung (B) zugegeben und die dabei erhaltene Mischung wurde durchgeknetet und gerührt, danach wurde die Mischung (C) zugegeben, bis das Ganze homogen wurde.
- (E) Die dabei erhaltene Paste wurde auf einem Gewebe (Stoff) ausgestrichen, auf das dann ein Polyethylenfilm gelegt wurde zur Herstellung eines antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas.
| Zusammensetzung | |
| (1) Indomethacin | |
| 5,0 g | |
| (2) Kaolin | 15,0 g |
| (3) Gelatine | 2,0 g |
| (4) Natriumpolyacrylat | 4,0 g |
| (5) Propylenglykolalginat | 1,0 g |
| (6) Milchsäure | 3,0 g |
| (7) Glycerin | 16,0 g |
| (8) Polyethylenglycol 400 | 17,0 g |
| (9) Sorbitlösung (70%ig) | 10,0 g |
| (10) Phenethylalkohol | 1,5 g |
| (11) Sorbitanmonooleat | 1,0 g |
| (12) Gereinigtes Wasser | 24,5 g |
| Insgesamt | 100,0 g |
- (A) Den Materialien (2), (3), (5), (6) und (9) wurden 24,5 g gereinigtes Wasser (12) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt und suspendiert.
- (B) Dem Material (7) wurde das Material (4) zugesetzt, und die Mischung wurde unter Rühren dispergiert.
- (C) Den Materialien (8), (10) und (11) wurde das Material (1) zugegeben, und die Mischung wurde erhitzt, gerührt und gelöst.
- (D) Zu der Mischung (A) wurde die Mischung (B) zugegeben, und die dabei erhaltene Mischung wurde durchgeknetet und gerührt; danach wurde die Mischung (C) zugegeben, bis das Ganze homogen wurde.
- (E) Die dabei erhaltene Paste wurde auf ein Gewebe (Stoff) ausgestrichen, auf das dann ein Polyethylenfilm gelegt wurde zur Herstellung eines antiinflammatorischen analgetischen Kataplasmas.
| Zusammensetzung | |
| (1) Carboxyvinylpolymer | |
| 1,0 g | |
| (2) Hydroxyäthylcellulose | 1,0 g |
| (3) Indomethacin | 1,0 g |
| (4) Polyethylenglykol 300 | 10,0 g |
| (5) Äthanol | 30,0 g |
| (6) Triäthanolamin | 4,0 g |
| (7) Gereinigtes Wasser | 53,0 g |
| Insgesamt | 100,0 g |
- (A) Die Materialien (1) und (2) wurden in 20 g gereinigtem Wasser aufquellen gelassen.
- (B) Das Material (3) wurde in den Materialien (4) und (5) gelöst.
- (C) Zu der Mischung (A) wurde die Mischung (B) gegeben und die dabei erhaltene Mischung wurde gerührt, bis sie vollständig hydratisiert war.
- (D) Zu 10 g gereinigtem Wasser wurde das Material (6) gegeben, und die Mischung wurde gerührt; danach wurden die Mischung (C) und der Rest des gereinigten Wassers zugegeben, bis das Ganze homogen wurde.
| Zusammensetzung | |
| (1) Pfefferminzöl | |
| 1,5 g | |
| (2) dl-Kampfer | 1,0 g |
| (3) Thymol | 0,1 g |
| (4) Zinkoxid | 10,0 g |
| (5) Gelatine | 3,0 g |
| (6) Natriumpolyacrylat | 8,0 g |
| (7) Natriumalginat | 3,0 g |
| (8) Sorbitanfettsäureester | 1,0 g |
| (9) Glycerin | 25,0 g |
| (10) Gereinigtes Wasser | 47,4 g |
| Insgesamt | 100,0 g |
- (A) Dem Material (10) wurden die Materialien (5) und (7) zugesetzt, und die Mischung wurde erhitzt und gelöst.
- (B) Dem Material (8) wurden die Materialien (1), (2), (3) und (4) zugesetzt, und die Mischung wurde gerührt.
- (C) Dem Material (9) wurde das Material (6) zugegeben, und die Mischung wurde gerührt und gelöst.
- (D) Der Mischung (A) wurde die Mischung (C) zugegeben, und die dabei erhaltene Mischung wurde gerührt, bis sie homogen wurde.
Claims (5)
1. Antiinflammatorisches analgetisches Kataplasma,
dadurch gekennzeichnet, daß es als aktiven
Bestandteil Indomethacin in nichtionischem Zustand,
gelöst in einem aromatischen Alkohol und/oder
einem oberflächenaktiven Mittel, enthält.
2. Kataplasma nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es das Indomethacin in einer Konzentration von 0,1
bis 5,0 Gew.-% enthält.
3. Verfahren zur Herstellung eines antiinflammatorischen
analgetischen Kataplasmas nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Indomethacin in
nichtionischem Zustand in einem aromatischen Alkohol
und/oder einem oberflächenaktiven Mittel gelöst wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lösung weiterhin Wasser, ein Polyalkohol, ein
Bindemittel, ein Neutralisationsmittel und ein Vehikulum
zugesetzt werden und die dabei erhaltene Mischung
homogenisiert wird unter Bildung einer Paste, die auf
einem Substrat ausgestrichen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Paste mit einem pH-Wert von 5
bis 7 hergestellt wird.
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