DE2918067A1 - Wasserverduennbare waermehaertende ueberzugsmittel - Google Patents
Wasserverduennbare waermehaertende ueberzugsmittelInfo
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Description
DE 1540
Patentanwälte
Dipl. lag. Hans-Jürgen Müller Dr. rer. nat. Thomas Berendt Dr.-Ing. Hans Leyh
Dipl. lag. Hans-Jürgen Müller Dr. rer. nat. Thomas Berendt Dr.-Ing. Hans Leyh
VIANOVA KUNSTHARZ AKTIENGESELLSCHAFT, A-8402 Werndorf
Wasserverdünnbare wärmehärtende überzugsmittel
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In der AT 325 741 sowie der AT 325 740 werden wärmehärtende Überzugsmittel
auf der Basis spezifischer Polymerisatdispersionen beschrieben, welche in Mischung mit wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Aminoharzen hochelastische, kratzfeste, wetterbeständige,
gut haftende und kraterfreie Lackierungen ergeben. Neben den beanspruchten Copolymerdispersionen, welche zum überwiegenden
Teil aus Acrylmonomeren aufgebaut sind, und dem Aminoharz
weisen die Überzugsmittel als wesentlichen Bestandteil eine Pigmentpaste auf, durch welche de.r entsprechende Pigment- und
Füllstoffanteil in den Lack eingebracht wird.
Das in dieser Pigmentpaste enthaltene Dispergiermittel kann gemäß den genannten Patentschriften u. a. ein wasserverdünnbares
Lösungspolymerisat vom Acryltyp sein.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß es zur Erzielung optimaler Eigenschaften
des Lackes, insbesondere bezüglich Verlauf und kochblasen freier Applizierbarkeit bei höheren Schichtstärken, nicht genügt,
die Art und Menge der die Dispersion aufbauenden Monomeren innerhalb relativ enger Grenzen zu halten, sondern daß das Dispergiermedium
in der Pigmentpaste von wesentlicher Bedeutung ist. So hat es sich gezeigt, daß bei Verwendung eines geeigneten Dispergiermediums
eine wesentlich größere Freiheit bezüglich der Auswahl der Hie Dispersion lauf bauenden Monomere gegeben ist. Dadurch
wird es wiederum wesentlich einfacher, die Überzugsmittel-Komposition den jeweiligen Anforderungen anzupassen.
Es wurde nun gefunden, daß Bindemittel-Kompositionen aus Polymerisatdispersionen
und wasserlöslichen Lösungspolymerisaten, sowie Aminoharzen und gegebenenfalls Pigmenten und/oder Füllstoffen,
welche besonders ausgewählte Lösungspolymerisate enthalten, die Formulierung von Überzugsmitteln gestatten, welche allen
Anforderungen der Praxis entsprechen.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher verbesserte wasserverdünnbare,
wärmehärtende Überzugsmittel auf Basis von Bindemittelkombinationen aus wässerigen Polymerisatdispersionen, wasserlös-
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lichen Lösungspolymerisaten und Aminoharzen, welche weiters gegebenenfalls
Pigmente, Füllstoffe und Lackhilfsmittel enthalten, bestehend aus
a) einer verträglichen Kombination von
(1) 40 - 85 Gew.-% einer durch Emulsionspolymerisation erhal
tenen Polymerisatdispersion mit der Monomerenzusammensetzung
- 89 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäureester mit Monoalkoholen mit 1 bis 18 C-Atomen,
0-50 Gew.-% Styrol und/oder alkylsubstituiertes
Styrol
1-3 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäure
- 25 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäuremonoester
mit Glykolen oder Polyalkylenglykolen
(2) 5-40 Gew.-% eines wasserlöslichen und/oder wasserdisper-
gierbaren Amino-Formaldehyd-Kondensationsproduktes,
dessen Methylolgruppen teilweise oder vollständig mit Monoalkoholen veräthert sind,
(3) 10 - 40 Gew.-% eines nach Neutralisation mit Basen wasser
löslichen Lösungspolymerisats aus
- 80 Gew.-%, vorzugsweise 25 - 35 Gew.-% Hydroxyalkyl
(meth)acrylaten, deren Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur von unter -25°C, vorzugsweise unter -400C aufweisen,
8-86 Gew.-%, vorzugsweise 60 - 70 Gew.-%, (Meth)-acrylsäurealkylestern,
deren Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur von unter -40°C, vorzugsweise unter -55°C aufweisen
und
- 12 Gew.-%, vorzugsweise 6-7 Gew.-%, (Meth)-acry!säure
sowie gegebenenfalls
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bis zu 30 Gew.-% alkylsubstituierten vinylaromatischen
Monomeren, deren Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur von
unter -40°C aufweisen und/oder Diestern der Malein- oder Fumarsäure mit C4 C-Q-Monoalkoholen,
wobei die Summe der Komponenten (1) bis (3) 100 ergeben muß,sowie
(b)' 0 - 100 Gew.-% (bezogen auf die Bindemittel-Kombination) eines oder mehrerer Pigmente und/oder Füllstoffe und weiters die
üblichen Hilfslösungsmittel und Additive.
In einer besonderen Ausführungsform kann die Komponente (3) im Überzugsmittel als partielles noch lösliches Reaktionsprodukt
mit 20 - 60 Gew.-% der .im Überzugsmittel eingesetzten Komponente
(2) vorliegen.
Unter Verträglichkeit im Sinne der Erfindung wird die Eigenschaft
verstanden, daß ein aus den angegebenen Komponenten in den angegebenen Mengenverhältnissen hergestellter Klarlack beim Einbrennen
einen homogenen und einwandfrei klaren Film ergibt.
Gegenüber den Überzugsmitteln gemäß AT 325 741 bzw. AT 325 740 zeigen die erfindungsgemäßgen Überzugsmittel, welche die ausgewählte
Komponente (3) enthalten, weiter verbesserte Verlaufseigenschaften
und erlauben insbesondere die Erzielung von hohen Schichtstärken beim Spritzauftrag, welche ohne Kochbläschen und
Nadelstiche bei Einhaltung der üblichen Ablüftzeiten eingebrannt werden können. Während bei den Produkten der genannten Patente
die Filmstärke bei etwa 45 μπι diesbezüglich eine kritische
Grenze erreicht, können bei Verwendung der ausgewählten Komponente (3) bzw. dem Partxalreaktionsprodukt mit dem Amino-Formaldehyd-Kondensationsprodukt
auch Filmstärken von mehr als 60 μΐη fehlerfrei erhalten werden. Die erfindungsgemäßen - Überzugsmittel
zeigen überdies bei der Applikation eine wesentlich geringere Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit der Umgebung als die üblichen
Lacke auf der Basis von wässerigen Polymerdispersionen.
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Es war auch für den Fachmann nicht vorherzusehen, daß bei Verwendungs
eines Polymerisatharzes, welches eine extrem niedrige Glasiibergangstemperatur
aufweist, die Kochneigung von Lacken auf der Basis von Polymerisatdispersionen in diesem Ausmaß beeinflußt
werden kann.
Die Herstellung der Polymerisatdispersionen (Komponente 1) erfolgt
in bekannter Weise durch Emulsionspolymerisation in Gegenwart anionischer sowie gegebenenfalls nichtionischer Emulgatoren und
radikalischer Initiatoren. Als anionische Emulgatoren eignen sich Kohlenwasserstoffsulfonate, wie Dodecylbenzolsulfonat, Natriumlaurylsulfat,
Natriumtridecylsulfat oder die Sulfate von äthoxylierten
Fettalkoholen, wie Natriumlauryläthoxylatsulfat oder ein
mit Athylenoxid umgesetztes und dann sulfiertes Octylphenol;
Vorteilhaft werden ferner nichtionische Emulgatoren vom Typ äthoxylierter Alkylphenole in Mischung mit den anionischen
Emulgatoren eingesetzt. Zur Erhöhung der Lagerstabilität können nach Ende der Polymerisation noch weitere Emulgatoren zugesetzt
werden.
Geeignete Monomere, die die Polymerisatdispersionen aufbauen,
sind insbesondere die Ester der Acryl- bzw. Methacrylsäure mit geradkettigen oder verzweigten Monoalkanolen mit 1 bis 18 C-Atomen,
wie Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl- usw. -acrylatvbzw. methacrylat.
Neben dem vorgesehenen Anteil an Acryl- oder Methacrylsäure weisen die Polymerisatdispersionen Anteile von Estern der Acryl-
bzw. Methacrylsäure mit Glykolen, wie Ä'thylenglykol (äthandiol),
Propylenglykol (Propandiol) usw., bzw. Polyalkylenglykolen, wie
Di-, Tri- oder Polyäthylenglykol oder die entsprechenden Propylenglykole
auf.
Als weitere Monomerbausteine können die Dispersionen Styrol oder alkylsubstituierte Styrole, wie Vinyltoluol, ot-Methylstyrol,
tert. Buty!styrol etc. enthalten.
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Als Aminoharze (Komponente 2) werden die in der Lackindustrie als
Vernetzungskomponente üblichen Amino-Al-dehyd-Kondensate auf der
Basis von Aminotriazinen, wie Melamin, Benzoguanamin u. a. sowie
von Harnstoff u. ä. eingesetzt. Bevorzugt werden die weitgehend oder vollständig verätherten Typen, die gegebenenfalls in ihrer
monomeren oder oligomeren Form vorliegen, z. B. Hexamethoxymethylmelamin.
Die erfindungsgemäß eingesetzte Komponente (3) stellt ein Lösungspolymerisat mit einer Säurezahl von mindestens 26 mg KOH/g dar,
welches nach zumindest teilweiser Neutralisation der vorhandenen Carboxylgruppen mit anorganischen oder organischen Basen wasserlöslich
ist. Aufgrund ihrer Zusammensetzung weisen diese Polymerisate extrem niedrige Glasübergangstemperaturen auf.-
Geeignete Monomere, deren Homopolymerisate die anspruchsgemäßen Glasübergangstemperaturen aufweisen, sind beispielsweise:
1. Hydroxyalkylester der (Meth)acrylsäure, deren Homopolymerisate
eine Glasübergangstemperatur von unter -250C aufweisen:
Acrylsäurehydroxyäthylester (-300C)
Acrylsäure-(2)-hydroxypropylester (-490C)
Acrylsäure- 4 -hydroxybutylester (-64°C)
Polyäthylenglykolmonomethacrylate
mit einem Molekulargewicht von ca. 220 - 240 (<-25°C)
Polypropylenglykolmonomethylacrylat
mit einem Molekulargewicht von ca. 260 - 550 (<-25°C)
2. Ester der (Meth)acrylsäure, deren Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur
von unter -400C aufweisen: n-Propylacrylat (-450C)
n-Butylacrylat (-560C)
Isobutylacrylat (-400C)
2-Ä'thyl-hexylacrylat (-700C)
n-Octylacrylat (-800C)
nr-Decylmethacrylat (-600C)
n-Dodecylmethacrylat (-650C)
Isobornylmethacrylat (-1140C)
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3. Alkylsubstituierte viny!aromatische Monomere, deren Homopolymerisate
eine Glasübergangstemperatur unter -4O0C aufweisen, wie z. B. n-Octylstyrol (~45°C), n-Nonylstyrol (-530C),
n-Decylstyrol (-650C), n-Dodecylstyrol (-520C) bzw. die entsprechenden
substituierten Methylstyrole.
4. Maleinsäure- und Fumarsäurediester, von Monoalkoholen mit 4 IO
Kohlenstoffatomen, wie z. B. Dibutylmaleinat, Dibutylfumarat,
Di-A'thylhexylmaleinat und Dioctylfumarat.
Die Herstellung der Lösungspolymerisate erfolgt durch radikalische
Polymerisation in inerten organischen Lösungsmitteln, wie Äthylacetat, Ä'thylglykolacetat, Butanol, Glykoläther, insbesondere
Diathylenglykolmonobutylather. Vorzugsweise wird das Lösungsmittel
dabei in einem geeigneten Reaktionsgefäß vorgelegt und die
Monomerenmischung und der Initiator bei der Reaktionstemperatur
zudosiert. Ebenso kann auch ein Teil einer Gesamtmischung im Reaktionsgefäß vorgelegt und der Rest im Laufe der Reaktion zugegeben
werden. Zur überführung in die wasserlösliche Form werden
die Carboxylgruppen der Lösungspolymerisate ganz oder teilweise mit Aminen, vorzugsweise tertiären Alkyl- oder Alkanolaminen
neutralisiert. Zur Herstellung lösungsmittelfreier Lösungspolymerisate kann das Lösungsmittel aus der verdünnten wässerigen
Lösung durch Destillation, gegebenenfalls im Azeotropverfahren und/oder im Vakuum entfernt werden.
Als Pigmente bzw. Füllstoffe können alle in der Lackindustrie üblichen Produkte eingesetzt werden. Die Mengenverhältnisse, die
für die verschiedenen Einsatzzwecke und Farbtöne anzuwenden sind,
sind dem Fachmann bekannt. Zur Herstellung pigmentierter Lacke werden die Pigmente mit der Komponente (3) auf den üblichen
Mahlaggregaten dispergiert und in die Dispersion eingemischt. Selbstverständlich können auch die üblichen Lackhilfsmittel, wie
Antischaummittel, Verlaufmittel, Korrosionsinhibitoren, Slipmittel etc. dem Lack oder einer der Komponenten zugegeben werden, soferne
der Zusatzstoff mit dem Bindemittel bzw. der Bindemittellösung verträglich ist.
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'IV
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne ihren Umfani
zu beschränken. Teile sind Gewichtsteile.
1. Herstellung der Polymerisatdispersionen (Komponente 1)
Die erfindungsgemäß eingesetzten Polymerisatdispersionen werde
in bekannter Weise nach dem Emulsionspolymerisationsverfahren
hergestellt. Die in den Beispielen verwendeten Dispersionen weisen folgende Zusammensetzung auf (Angabe in Gewichtsteilen)
Dispersion I
Styrol 200
Methylmethacrylat . 200
2-Äthyl-hexylacrylat 40
99 n-Butylmethacrylat 50 Hydroxyäthylmethacrylat
Methacrylsäure 13
1,5 Vinylsulfonsäures Natrium 2,3
3.7 t-Dodecylmerkaptan 4,4 1,5 Dodecylbenzols"ulf onat
7.8 polyäthoxyliertes Octyl-
phenol (16 Mol Äthylenoxid) 3,9 2,5 Ammoniumperoxodisulfat
deionisiertes Wasser 1,5
500
Dispersion II
Styrol
n-Butylacrylat
Hydroxyäthylmethacrylat Polypropylenglykolmonomethacrylat. (MG=376-434 Methacrylsäure
t-Dodecylmerkaptan
mit 2 Mol Äthylenoxid ir gesetztes und dann sulfiertes Octylphenol £8% polyäthoxyliertes Octyl phenol (16 Mol.Äthyleaoxi Ammoniumperoxodisulfat
deionisiertes Wasser
Hydroxyäthylmethacrylat Polypropylenglykolmonomethacrylat. (MG=376-434 Methacrylsäure
t-Dodecylmerkaptan
mit 2 Mol Äthylenoxid ir gesetztes und dann sulfiertes Octylphenol £8% polyäthoxyliertes Octyl phenol (16 Mol.Äthyleaoxi Ammoniumperoxodisulfat
deionisiertes Wasser
Herstellung der LÖsungspolymefisate "
" "■ -
In einem mit Rückflußkühler, Zugabegefäß, Thermometer und Iner
gaszuleitung versehenen Rührwerk wird das Lösungsmittel vorgelegt. Im Zugabegefäß wird die Mischung aus den Monomeren und
dem Initiator, vorzugsweise Azodiisobuttersäuredinitril und gegebenenfalls Regler, vorbereitet. Diese Mischung wird dem au
ca. 80?C erwärmten Lösungsmittel innerhalb von 6 Stunden zugegeben, wobei die Reaktionstemperatur von 800C aufrecht erhalte
wird. Nach Beendigung der Zugabe wird dem Ansatz weiterer Initiator (etwa 1-3 Teile) zugegeben und die Temperatur
weitere 2 Stunden bei 80°C gehalten. Der Ansatz wird dann nocl
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"COF
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1 Stunde auf 10O0C gehalten. Der Festkörpergehalt der Harze
gemäß der in Tabelle 1 gegebenen Zusammensetzung liegt zwischen 45 und 50 Gew.-%.
Erklärung der Abkürzungen in Tabelle
HEA Hydroxyäthylacrylat HPA 2-Hydroxypropylacrylat
HBA 4-Hydroxybutylacrylat PAMA Polyalkylenglykolmonomethacrylat
(a) Polypropylenglykolmonomethacrylat (MG: 376-434)
(b) Polyäthylenglykolmonomethacrylat (MG: 394-438)
BAC n-Butylacrylat
EHA 2-Äthyl-hexylacrylat
DMA Dodecylmethacrylat (Laurylmethacrylat)
ACS Acrylsäure
MACS Methacrylsäure
OST n-Octylstyrol
DBF Dibutylfumarat
BDG Diäthylenglykolmonobutyläther
EGA Äthylenglykolmonoäthylätheracetat
BU Butanol
Beispiel 1-5: Mit den Lösungspolymerisaten C, J und K und den
Dispersionen I und II wurden Lacke nach folgender Rezeptur hergestellt:
Das Lösungspolymerisat (Komponente 3) wurde mit Dimethyläthanolamin
versetzt, bis eine 1 : 1 mit dest. Wasser versetzte Probe einen pH-Wert von ca. 9 aufwies. 50 Teile der wasserfreien,
neutralisierten Harzlösung wurdgimit 80 Teilen TiOo-Rutil auf
einer Dreiwalze vermählen und mit 25 Teilen Hexamethoxymethylmelamin
vermischt. Diese Mischung wurde langsam unter intensiver Rührung in die mit Dimethyläthanolamin auf ca. pH 7 eingestellte
Dispersion eingetragen, wobei gegebenenfalls gleichzeitig mit deionisiertem Wasser verdünnt wurde. Nach guter Durchmischung
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ORIGINAL
Zusammensetzung der erfindungsgemäß eingesetzten Lösungspolymerisate (Komponente 3)
CO OO OO
| Monomerenzusammenset zung HEA HPA HBA PAMA |
170 | 170 | 125(a) | BAC | EHA | DMA. ACS | 30 | MACS | OST DBF | 130 | Lösungsmittel BDG EGA BU |
367' | 511 | |
| A | 48<a> | 220 | 30 | 22 | 511 | |||||||||
| B | 125 (a) | 140 | 12 | 220 | ||||||||||
| C | 125 | 275(a) | 345 | 30 | 511 | |||||||||
| D | 195 | 30 | 511 | |||||||||||
| E | 170 (a) | 290 | 40 | 511 | ||||||||||
| F | 290 | 40 | 511 | |||||||||||
| G | 170 | 125 | 300 | 30 | 511 | |||||||||
| H | 68<b) | 300 | 30 | 511 | ||||||||||
| J | 125 (a> | 120 | 12 | 230 | ||||||||||
| K | 198 | 34 | 147 | 511 | ||||||||||
| L | 215 | 130 | ||||||||||||
| M | 215 |
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wurden jeweils 3 Teile einer 10 %igen wässerigen Lösung einer mit
Dimethylathanolamin neutralisierten p-Toluolsulfonsäure und jeweils
0,3 Teile Korrosionsinhibitor zugesetzt.Schließlich wurde
der Lackansatz mit deionisiertem Wasser auf eine Spritzviskosität von 20 s. (nach DIN 53 211) eingestellt. Der Lack wurde durch
Spritzen auf gereinigtes, nicht vorbehandeltes Stahlblech aufgebracht und 30 min. bei 1600C eingebrannt.
Tabelle 2 gibt die Zusammensetzung der Lackformulierungen 1 bis 5,
Die Prüfungsergebnisse sind in Tablle 3 zusammengefaßt.
Zusammensetzung der Lacke entsprechend Beispiel 1-5
| Beispiel | 1 | I II |
1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
| Komponente | 2 | HMMM | 111 | 100 | 111 | 100 | 111 |
| Komponente | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 | ||
Komponente 3 C 50 50 -
J - - 50 50
K- - - - 50
Pigment TiOg-R 80 80 80 80 80
pTSS (neutral·, 10%ig) 3 3 3 3 3
Korrosionsinhibitor 0,3 0,3 0,3 O,3 0,3
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| Beispiel | X | 2 | 3 | 4 | 5 |
| Schicht stärke in μΐη (Trockenfi Im) |
40 | 40 | 35 | 35-40 | 40 |
| (1.) Glanz nach Lange (6O0C) |
90-98 | 95 | 85-90 | 90 | 90 |
| (2.) Pendelhärte nach König DIN 53 157 |
80s | 75s | 85s | 70s | 90s |
| (3.) Xyloltest in Minuten* | 4,5 | 4 | 5 | 3 | 4,5 |
| (4.) Erichsentiefung/mm | 5 | 6,5 | 5 | 6,5 | 5 |
| (5.) Schlagprüfung nach Erichsenxx) |
50 | 80 | 40 | 80 | 60 |
| (6.) Gitterschnitt nach DIN 53 151 |
0-1 | 0-1 | 0-1 | 0-1 | 1-2 |
| (7.) Kochblasenbildungxxx) | |||||
| ab μια liegend | 90 | 70 | 70 | 65-70 | 90 |
| (Trockenfil) stehend | 60 | 65 | 50-55 | 60 | 6O |
Lackfilm nach angegebener Quellungszeit mit Fingernagel
abkratzbar
Schlag auf die Lackoberfläche
xxx' nach einer Ablüftzeit von 20 Minuten bei Raumtemperatur und
Einbrennen 30 min/1600C
Beispiel 6: 734 Teile Lösungspolymerisat A wurden mit 1006 Teilen
deionisiertem Wasser verdünnt , ■ ..· mit Dimethyläthanolamin auf
einen pH-Wert von ca. 8,5 eingestellt und das vorhandene Butanol
möglichst weitgehend mit einem Teil des Wassers abdestilliert. Es wurde eine 30 %ige Harzlösung erhalten, deren pH-Wert mit
Dimethyläthanolamin auf 9 eingestellt wurde.
83 Teile der Harzlösung wurden mit 80 Teilen TiOg-Rutil und 25
Teilen Diäthylenglykolmonobutyläther auf einer Dreiwalze vermählen
und mit 25 Teilen eines weitgehend methylolierten und mit Methanol verätherten Melamin-Kondensates vermischt. Die Mischung
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wurde langsam unter intensiver Rührung in 111 Teile der mit Dimethyläthanolarain
auf pH 7 - 7,5 eingestellten Dispersion I eingetragen, wobei gegebenenfalls gleichzeitig deionisiertes Wasser
zugegeben wurde. Nach guter Durchmischung wurden 3 Teile einer 10 %igen, wässerigen Lösung einer mit Dimethylathanolamin neutralisierten
p-Toluolsulfonsäure und 0,3 Teile Korrosionsinhibitor
zugesetzt.
Der Lackansatz wurde mit deionisiertem Wasser auf eine Spritzviskosität
von 20 s (nach DIN 53 211) eingestellt, durch Spritzen auf gereinigtes Stahlblech aufgebracht und 30 min. bei 160°C einge
brannt.
Die Prüfergebnisse sind in Tabelle 4 wiedergegeben.
Beispiel 7; Das Lösungspolymerisat J wurde mit 80 Teilen Hexamethoxymethylmelamin
vermischt und 5 Stunden unter Rühren auf 150°C erhitzt, wobei geringe Mengen Wasser und Lösungsmittel
entwichen. Das so erhaltene Harz wurde mit Dimethylathanolamin versetzt, bis eine 1 : 1 mit destilliertem Wasser versetzte Probe
einen pH-Wert von ca. 9 aufwies. 50 Teile der wasserfreien, neutralisierten Harzlösung wurden mit 80 Teilen TiOg-Rutil auf
einer Dreiwalze vermählen und mit 11,8 Teilen Hexamethoxymethylmelamin
vermischt.
Diese Mischung wurde langsam unter intensiver Rührung in 111
Teile der mit Dimethylathanolamin auf pH 7 - 7,5 eingestellten Dispersion I eingetragen, wobei gegebenenfalls gleichzeitig mit
deionisiertem Wasser verdünnt wurde.
Die Verarbeitung des Lackes erfolgt analog Beispiel 6. Die Ergebnisse
der Lackprüfung sind in Tabelle 4 zusammengefaßt.
Tabelle 4: " .'
| Beispiel | Schicht | (D | Prüfungen | (3) | entsprechend | (5) | Tabelle | 3 |
| stärke (im | 90 | (2) | 5,5 | (4) | 80 | (6) | (7) | |
| 6 | 40 | 90 | 72s | 5,5 | 5,0 | 70 | 0-1 | 80-PO 60 |
| 7 | 37 | 74s | 4,5 | 1-2 | 55-6O~ | |||
| 50-55 | ||||||||
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Claims (2)
1. Wasserverdünnbare, wärmehärtende Überzugsmittel auf Basis von Bindemittelkombinationen aus wässerigen Polymerisatdispersionen,
wasserlöslichen Lösungspolymerisaten und Aminoharzen, welche weiters gegebenenfalls Pigmente; Füllstoffe und Lackhilfsmittel
enthalten, bestehend aus
(1) 40 - 85 Gew.-% einer durch Emulsionspolymerisation er
haltenen Polymerisatdispersion mit der ;r. Monomer
enzusammensetzung
22 - 89 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäureester mit Monoalkoholen mit 1 bis 18
C-Atomen,
O - 50 Gew.-% Styrol und/oder alkylsubstituiertes
Styrol
1-3 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäure
10 - 25 Gew.-% Acryl- und/oder Methacrylsäuremonoester
mit Glykolen oder PoIyalkylenglykolen
(2) 5-40 Gew.-% eines wasserlöslichen und/oder wasser-
dispergierbaren Amino-Formaldehyd-Kondensatitonsproduktes,
dessen::. Methylolgruppen teilweise
oder vollständig mit Monoalkoholen veräthert sind,
(3) 10 - 40 Gew.-% eines nach Neutralisation mit Basen
wasserlöslichen Lösungspolymerisats aus
10-80 Gew.-%, vorzugsweise 25-35 Gew.-% Hydroxyalkyl(meth)acrylaten, deren
Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur von unter -25°C, vorzugsweise
unter -400C aufweisen,
8 - 86 Gew.-%, vorzugsweise 60 - 70 Gew.-%
(Meth)acrylsäurealkylestern, deren
909882/0631
Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur von unter -4O°C, vorzugsweise
unter -55°C aufweisen und
4-12 Gew.-%, vorzugsweise 6-7 Gew.-%,
(Meth)acrylsäure sowie gegebenenfalls
bis zu 30 Gew.-% alkylsubstituierten vinylaromatischen
Monomeren, deren Homopolymerisate eine Glasübergangstemperatur von unter -400C aufweisen und/
oder Diestern der Malein- oder Fumarsäure mit C4- CwQ-Monoalkoholen,
wobei die Summe der Komponenten (1) bis (3) 100 ergeben muß sowie
(b) 0 - 100 Gew.-% (bezogen auf die Bindemittel-Kombination)
eines oder mehrerer Pigmente und/oder Füllstoffe und weiters die üblichen Hilfslösungsmittel und
Additive.
2. Überzugsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (3) im Überzugsmittel als. partielles, noch
lösliches Reaktionsprodukt mit 20 - 60 Gew.-% der vorgesehenen
Menge der Komponente (2) vorliegt.
909882/0631
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