DE2730973A1 - Drehkonverter zum gleichzeitigen erhitzen und blasen - Google Patents
Drehkonverter zum gleichzeitigen erhitzen und blasenInfo
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Description
Dlpl.-Phy·. U. HEIDRICH
auch Rechtsanwalt Dr.-lng. W. TIMPE Dipl.-Ing. J. SI EQFRIE D
31o-27.o92P(27.o93H) 8· Juli !977
Creusot-Loire Entreprises, Courbevoie la Defense, Frankreich Clesid S.A. , Saint-Chamond, Prankreich
Die Erfindung bezieht sich auf einen neuen Konverter zum Affinieren bzw. Frischen der Metalle im flüssigen Zustand, der gleichzeitig ein Heizorgan und eine Gruppe
von BlasdUsen aufweist.
Bisher waren die industriell eingesetzten Konverter zum Affinieren der Metalle im schmelzflussigen Zustand von
Organen zum Heizen während des Affinierens frei. Die in
einigen alten Patentschriften beschriebenen Vorschläge von mit Elektroden ausgerüsteten Kippkonvertern wurden nie bis
zur industriellen Reife entwickelt.
Dagegen wurde bei den Schmelz- und Affinieröfen, wie z. B. den Martinöfen und den elektrischen Lichtbogenöfen,
im Fall der Stahlerzeugungsanlagen manchmal versucht, ihren Heizorganen noch Organe zum Frischen, wie z. B. Lanzen oder
Düsen zum Blasen hinzuzufügen. Jedoch behielten dabei
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die Schmelz- und Frischöfen alle ihre Aufbaumerkmale bei. Sie stießen daher auf erhebliche Schwierigkeiten bei der
Verwendung von leistungsstarken Blasorganen, die eine Verwirklichung so kurzer Blasdauern wie die der Konverter
zulassen.
Es ist andererseits ein Konverter zum Affinieren von Metallschmelzen in Zylinder- oder Tonnenform mit horizontaler
Drehachse, zwei ebenen oder aufgewölbten Seitenflächen und einem innen mit feuerfestem Material ausgekleideten Blechpanzer
vorgeschlagen worden (DT-Patentanmeldung P 27 26 769.2), der an seinem Umfang einerseits eine große längliche Öffnung
in Umfangsrichtung mit zwei Hälften unterschiedlicher
Funktionen, deren erste, am oberen Teil des Konverters in normaler Stellung zum gleichzeitigen Erhitzen, Schmelzen
und Affinieren angeordnete Hälfte eine aus einem Heizorgan bekannter Art und einem beweglichen feuerfesten Gewölbe
gebildete Einheit aufnimmt und deren zweite, an der Seite der ersten Hälfte angeordneten Hälfte eine Auslaßöffnung der
Gase bildet und in der normalen Stellung von einer mit dem Konverter nicht fest verbundenen Einrichtung zur Erfassung
dieser Gase überragt ist, und andererseits eine Gruppe von Blasdüsen aufweist, die im in der normalen Stellung
unteren Halbumfang angeordnet und zum Funktionieren oder Nichtfunktlonieren zur gleichen Zeit wie das Heizorgan je nach
den Phasen des metallurgischen Vorgangs und der Winkelstellung des Konverters eingerichtet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen neuen Typ
von Konverter zum Blasen durch untergetauchte geschlitzte Düsen zu entwickeln, der mit Heizorganen ausgerüstet ist und gleich-
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zeitig alle Vorteile der Blasleistung, Schwenkungsmög1ichkeiten
und Leichtigkeit der Gaserfassung und der Speisung der Düsen aufweist, die man bereits bei den herkömmlichen
Konvertern antrifft, jedoch außerdem den Einsatz der Heizorgane im Lauf des Afflnierens mit der Möglichkeit, bei
Fortsetzung der Verwendung der Heizorgane die Düsen nach Wunsch einzutauchen oder auftauchen zu lassen, zuläßt.
Es soll damit ermöglicht werden, gleichzeitig das Erhitzen, Schmelzen und Affinieren der Charge in einem ersten
Zeitabschnitt vorzunehmen, während dessen das oder die Heizorgane und die Blasdüsen mit oder ohne fortgesetzte
Chargierung von Feststoffen zusammen funktionieren, und dann in einem zweiten Zeitabschnitt Zusätze zur Einstellung der
gewünschten Zusammensetzung des Metalls, insbesondere Stahls, bei weiterem Einsatz des oder der Heizorgane, jedoch
bei aufgetaucht gehaltenen Düsen nach einer geeigneten Drehung des Konverters vorzunehmen.
Gegenstand der Erfindung, womit die genannte Aufgabe gelöst wird, ist ein Konverter zum Affinieren von Metallschmelzen
mit gleichzeitigem Erhitzen und Blasen, mit dem Kennzeichen, daß er einen zylindrisch-kegelstumpfförmigen
Metallbehälter aufweist, der innen mit feuerfestem Material ausgekleidet, nach oben weit geöffnet, mit einer Achse versehen,
um die er sich, mittels Rollen auf einem mit einem Kippsattel einstUckigen Metallkäfig ruhend, drehen kann,
und mit einer Gießschnauze und einer Gruppe von Blasdüsen
ausgerüstet ist, daJJ in der sog. "normalen" Arbeitsstellung
gleichzeitigen Heizens und Blasens der Kippsattel eine solche Stellung einnimmt, daß die Drehachse des Behälters schräg steht
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iind mit der Vertikalen einen Winkel zwischen 35 und 55°
bildet, daß die Gießschnauze dabei nach oben gerichtet ist«
daß die Blasdtlsen dabei unter das Metallbad eingetaucht
sind und von unten nach oben blasen können, und daß der ' Behälter von einem kegelstumpfförmigen Aufsatzstüok Überragt
ist, das mit feuerfestem Material bekleidet ist, an seinem oberen Teil in einer Haube zur Oaserfassung endet, mit
dem drehbaren Behälter nicht fest verbunden ist und wenigstens eine Öffnung zum Einfuhren eines Heizorgans aufweist.
Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist das verwendete Heizorgan aus der durch drei dreiphasige
Elektroden, einen Heizölbrenner,-., einen Plasmabrenner und zwei einphasige Elektroden.gebildeten Gruppe gewählt.
Nach einer anderen besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Heizorgan vertikal beweglich und wird in den Konverter von oben nach unten durch das Aufsatzstuck eingeführt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann der Behälter des Konverters sich um sioh selbst um einen bestimmten
Winkel während des gleichzeitigen Heizens und Blasens, d. h.
in der sogenannten "normalen" Arbeitsstellung drehen oder
nicht.
Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung dreht sich der Behälter des Konverters um seine Drehachse, um die
Stellungen der Abschlackung und des Gießens des Metalls in eine Pfanne zu erreiohen, und in diesem letzteren Fall
beträgt die Drehung um die Drehaohse l8O°, wodurch die Gieß-
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schnauze in die untere Stellung gebracht wird.
Nach einer anderen besonderen Ausgestaltung der Erfindung weist die das feststehende Aufsatzstück bildende
kegelstumpfförmige Einheit außerdem eine öffnung auf, Über
der eine Charglereinrichtung bekannter Art für Feststoffe angeordnet ist, die die Einführung dieser Feststoffe
in den Konverter in diskontinuierlicher oder kontinuierlicher Weise während des gleichzeitigen Heizens und Blasens ermöglicht.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung sind das AufsatzstUck und die Gaserfassungshaube, unabhängig
vom drehbaren Behälter, fest mit dem Kippsattel verbunden.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist der
Halter, der das Heizorgan trägt, fest mit dem Kippsattel verbunden.
Nach einer ersten, von den beiden vorhergehenden Merkmalen unterschiedenen Variante der Erfindung nehmen das AufsatzstUck,
die Gaserfassungshaube und der Halter des Heizorgans den ersten Platz eines Wagens mit zwei Plätzen ein, wobei
der zweite Platz ein falsches AufsatzstUck des Behälters aufweist, das zur Zeit des Gießens durch Schwenken des
Sattels an Ort und Stelle gelangt und das Gewicht der zu schwenkenden Einheit verringert.
Nach einer zweiten Variante der Erfindung ist der vorher
genannte Wagen durch zwei getrennte Wagen ersetzt, die die gleiche Funktion erfüllen, jedoch weniger raumaufwendig
sind, wobei der erste Wagen das AufsatzstUck, die Haube und
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das Heizorgan trägt« während der zweite Wagen das falsche oder blinde Aufsatzstück: des Behälters trägt,das zur Zelt
des Gießens In die Pfanne an die Stelle auf dem Behälter
gelangt.
Nach einer dritten Variante der Erfindung steht der
Halter des Heizorgans fest, das Heizorgan 1st außerhalb der Heizzeiten völlig aus dem AufsatzstUck herausgezogen,
und ein falscher Deckel verschließt dann die durch Rückzug des Heizorgans freigelegten öffnungen.
Nach einer anderen besonderen Ausgestaltung der Erfindung
ist eine in der Wand des Drehbehälters angebrachte öffnung derart angeordnet, daß sie das Abschlecken einerseits in der
sog. "normalen" Arbeitsstellung und andererseits in der
Stellung des Beginns des Gießens in die Pfanne sichert.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung sind die Blasdüsen mit einer Zuführung eines Umfangsschutzmittels
gegen ihren Verschleiß im Lauf des Blasens ausgerüstet.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ermöglichen
eine oder mehrere drehbare Dichtungen, die unter dem Behälter in dessen Drehaohse angeordnet und bei Bedarf mit
flexiblen Anschlüssen versehen sind, die Speisung der Blasdüsen mit verschiedenen Fluiden unter Berücksichtigung der
Drehung des Behälters um sich selbst und aich dessen Kippbewegung.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann der zyllndrisch-kegelstumpfförmige Behälter mittels einer geeigneten
Absaugvorrichtung durch das in Kontakt mit dem Behälter kommende AufsatzstUck und die Haube auf Unterdruck oder Vakuum gesetzt werden.
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χ-
Wie man erkennt, besteht einer der hauptsächlichen Vorteile des drehbaren Konverters gemäß der Erfindung darin,
dem Verwender eine sehr große Funktionsflexibilität zu bieten.
(a) Man verfügt gleichzeitig über ein Heizorgan: Elektroden
oder Brenner oder Plasmabrenner,und über ein Äffinierorgan
Düsen.
(b) Man kann diese Organe zusammen oder getrennt verwenden: zusammen, wenn sich der Konverter in der sog. "normalen"
Stellung befindet; getrennt nach den beiden folgenden Fällen:
1 - Konverter noch in der "normalen" Arbeitsstellung, Düsen im Blasverlauf eingetaucht, Heizorgan zurückgezogen und
die öffnungen zum Einführen des HeiZDrgans in das Aufsatzstück
durch irgendwelche bekannten Mittel verschlossen , z.B.
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durch einen mit feuerfestem Material ausgekleideten falschen Deckel. Dies ist das Blasen ohne Heizen.
2 - Konverter um sich selbst um l80° gedreht, Düsen so oberhalb des Badspiegels aufgetaucht, Heizorgan an Ort und
Stelle und in Funktion. Dies ist das Heizen ohnejBlasen,
z. B. um unter guten Bedingungen die Einstellung der gewünschten Endzusammensetzung des zu erzeugenden Stahls vorzunehmen.
(c) Die Kombination der Drehung des Behälters um sich selbst und der Kippbewegung der Einheit des Konverters ermöglicht
es ihm, eine sehr große Zahl von Stellungen einzunehmen.
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(d) Durch seine Form und durch seine Gaserfassung ermöglicht der Konverter gemäß der Erfindung, Blasleistungen
zu verwirklichen, die denen der herkömmlichen Konverter nahekommen, also diejenigen der Lanzen und DUsen Übersteigen,
die in den herkömmlichen Martinöfen und den herkömmlichen elektrischen Lichtbogenöfen verwendbar sind.
(e) Die gemeinsame Verwendung eines Heizorgans, eines Blas organs und einer Beschickung mit festen Stoffen in
Verbindung mit den zwei Arbeitsstellungen, in denen die Düsen eingetaucht bzw. aufgetaucht sind, verleiht dem Konverter gemäß der Erfindung eine Anwendungsflexibilität
und eine Eignung zur Anwendung für sämtliche metallurgischen Vorgänge in einem absolut überraschenden Ausmaß.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nun als
nicht beschränkendes Beispiel ein drehbarer Konverter mit drei dreiphasigen Elektroden, einer Fassungskraft von
l40 t Stahlschmelze und mit 10 Blasdüsen anhand der Zeichnung beschrieben; darin zeigen:
gemäß der Erfindung in der Vertikalebene, die durch die geneigte Drehachse des Behältes und des
AufsatzstUcks geht, wenn der Konverter die sog. "normale" Arbeitsstellung zum gleichzeitigen Erhitzen, Schmelzen und Blasen einnimmt;
Fig. 2 einen Vertikalschnitt des Behälters allein in der Stellung zum Beschicken des Sehrotts mittels Korbs
oder Kübels vor dem metallurgischen Vorgang in der Vertikalebene seiner dann vertikalen Drehachse und
seiner Gießschnauze;
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Fig. 3 einen Vertikalschnitt dieses - Konverters
ebenfalls durch seine Drehachse, Jedoch nach Drehung des Behälters um l80° gegenüber der
Stellung in Fig. 1 und ohne jedes Kippen, damit er die Stahl-nZusammensetzungseinstellungsn-Arbeitsstellung, d. h. mit Verwendung des Heizorgans, jedoch bei aufgetauchten Düsen einnimmt;
Fig. 4 einen Vertikalschnitt - dieses Konverters ebenfalls durch seine Drehachse, jedoch nach
Kippen des Konverters um 90° gegenüber der Stellung in Fig. 3 und ohne Drehung um sich selbst,
so daß die Gießschnauze dann in die unterste Stellung gelangt, wobei sich der Konverter in der
Stellung bei Abschluß des Gießens in die Pfanne befindet; und
Fig. 5 eine Aufsicht des Aufsatzstücks und der Gasabzugshaube nach der Symmetrieachse.
In Fig. 1 sieht man, daß der Metallbehälter 1, der innen mit feuerfestem Material 2 ausgekleidet und nach oben in
der Ebene 3 weit geöffnet ist, eine zylindrisch-kegelstumpfförmige Form aufweist, die um die Achse 4 zentriert ist.
In der sog. "normalen" Arbeitsstellung zum gleichzeitigen
Heizen und Blasen gemäß Flg. 1 ist die Drehachse 4 um 45° geneigt.
Der Behälter 1 weist drei Elemente auf, die nicht zur. Achse 4 symmetrisch sind·
— Zunächst die Gießschnauze 5, die mit feuerfestem Material
belegt und in Fig.l nach oben gerichtet ist.
- Weiter der Blook 6 von Düsen 7, der so in der "normalen" Stellung angeordnet ist, daß die Düsen dann unter
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die Oberfläche des Metallbades 8 eingetaucht sind« auf
dem Schlacke 9 schwimmt, und daß sie so von unten nach oben
blasen können.
- Schließlich die EntschIackungsöffnung 10« die nicht
in der Ebene der Fig. 1 angeordnet 1st« weshalb sie hler
mit ihrer Projektion in der Zeichnungsebene gestrichelt dargestellt ist. Diese Entschlackungsöffnung 10 befindet
sich in einer solchen Stellung« daß sie die Schlacke am Ende des metallurgischen Vorgangs auf dem höchsten Niveau
des Bades undjber Schlacke ablassen kann« wobei der Behälter die sog. "normale11 Stellung nach Fig. 1 einnimmt« so daß
diese öffnung 10 jedoch auch eine Entschlackung im Lauf
des metallurgischen Vorganges« sogar zu einer Zeit« wo das Niveau des Badeer und das der Schlacke tiefer als ihr
maximales Niveau sind,und zwar mittels einfach einer
leichten Drehung des Behälters 1 um seine Drehachse 4 in geeigneter Richtung zuläßt, wobei die Düsen dann in geneigter
Stellung blasen.
Ein Kippsattel 11 weist einen Metallkäfig 12 auf; in dessen Innerem befinden sich Paare von Laufrollen 14« die
auf Achsen montiert sind. Diese Rollenpaare schließen zwischen stii einen fest mit dem Behälter des Konverters
verbundenen Kranz 13 ein. Der Behälter wird in Drehung um
die Achse 4 unter Abstützung auf den Rollen 14 mittels eines bekannten Mechanismus« der in den Figuren nicht dargestellt
ist« z. B. eine ähnlichen Mechanismus wie beim Kaldo-Ofen
angetrieben.
In diesem Beispiel sind die BlasdUsen 7 DoppeidUsen, die
Sauerstoff im Zentrum blasen und gegen Verschleiß durch
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einen Strom von Heizöl zwischen den beiden Rohren Jeder Düse geschützt sind. Sie werden mit Sauerstoff durch einen
Leitungskreis bekannter Art gespeist. Eine Besonderheit dieses Leitungskreises ist, daß die drehbare Dichtung 15
unter dem Behälter genau längs der Drehachse 4 angeordnet ist und daß ihr fester Teil fest mit dem Kippsattel 11
verbunden ist. So ändert, wenn sich der Behälter 1 um sich selbst (Übergang von Pig.l zu Fig. 3) dreht, die drehbare
Dichtung 15 ihre Stellung nicht, ihr fester Teil baucht sich nicht, und ihr beweglicher. Teil dreht sich mit dem
Behälter, während beim Kippen des Konverters ohne eine Drehung (übergang von Fig.3 zu Fig. 4) die drehbare Dichtung 15 mit dem Kippsattel 11 schwenkt. Der feste Teil dieser
drehbaren Dichtung 15 wird durch eine fest mit dem Kippsattel 11 verbundene Leitung 16 gespeist. Sie wird unter
Berücksichtigung der Drehung desjKippsattels 11 und der
Einheit des Systems entweder durch eine flexible Leitung 17 oder durch eine andere drehbare (in den Figuren nicht
dargestellte) und in der Drehachse 18 des Kippsattels 11 angeordnete Dichtung gespeist.
über dem Behälter 1 ist ein innen mit feuerfestem
Material 20 ausgekleidetes AufsatzstUck 19 mit der gleichen
Drehachse 4 wie der Behälter 1 angeordnet. Als Kegelstumpf wird dieses AufsatzstUck 19 selbst von einer Gaserfassungshaube 21 in Verbindung mit einer Leitung 22 Überragt, die
mit einem System zur Kühlung und Entstaubung der Gase (in den Figuren nicht dargestellt) in Verbindung steht.
Die von dem AufsatzstUck 19 und der Haube 21 gebildete
Einheit ist vom Behälter 1 unabhängig und dreht sich daher mit diesem nicht. Dagegen ist diese Einheit im vorliegenden
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Beispiel fest mit dem Kippsattel 11 verbunden, so daß
sie den Behälter auch während des gesamten Gusses des Metalls in die Pfanne weiter bis zu der in Fig.4 dargestellten Stellung abdeckt. Ofther * existiert eine in
Fig.5 sichtbare Dichtung 23 zwischen der mit dem Kippsattel 11 beweglichen Haube 21 und der Gasabsaugleitung 22,
die natürlich feststehend ist.
In seinem oberen Teil, und zwar in den in Fig.l und 3 dargestellten Stellungen, ist das AufsatzstUck von
drei öffnungen 24a, 24b, 24c für den Durchlaß von drei dreiphasigen Elektroden 25 und einer vierten Öffnung 26
für den diskontinuierlichen oder kontinuierlichen Durchlaß von zuzusetzenden Feststoffen, wie z. B. vorbereiteten
granulierten oder vorreduzierten Stoffen, Ferrolegierungen, Flußmitteln usw. durchsetzt. Diese vier öffnungen im
AufsatzstUck sind gut in Fig.5 sichtbar. Statt kreisförmig, erscheinen sie hier elliptisch, da- Fig.5 eine Aufsicht
längs der Achse 4 ist, während diese öffnungen längs der Vertikalen der Stellungen nach den Fig.l und 3 zylindrisch
sind. Die öffnung 26 wird durch eine Einlaufschurre 27
gespeist.
Im vorliegenden Beispiel sind die Elektrodenträger fest mit dem Kippeattel 11 verbunden, was die Stellung der in
Flg.4 dargestellten Elektrode 25 erklärt. Jedoch ist diese
feste Verbindung keineswegs unentbehrlich. Die Elektrodenträger sind in den Figuren nicht dargestellt.
Fig. 2 zeigt den Metallbehälter 1 des Konverters in
Vertikalstellung ohne das AufsatzstUck 19, d. h. in der Anfangsstellung zum Chargieren des Schrotts mittels Korbes
wie für einen elektrischen Lichtbogenofen bekannter Art.
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Die Funktion des drehbaren, vorstehend beschriebenen Konverters kann verschiedene Versionen umfassen. Darunter
sei folgende u. a. erwähnt:
Der Behälter 1 wird mit Schrott mittels Korbes in der in Fig.2 dargestellten Stellung chargiert. Durch Kippen
des Kippsattels 11 wird er in die Stellung nach Fig. 1 gebracht, die die sog. "normale" Stellung gleichzeitigen
Heizens und Blasens ist. In der Ebene 3 bleibt zwischen dem
Behälter 1 und dem AufsatzstUck 19 ein sehr geringer Zwischenraum. Die Elektroden 25 sind durchjdie Öffnungen 24a,
24b, 24c des AufsatzstUcks 19 herabgelassen. Sie werden
unter Spannung gesetzt,während die Düsen 7 Sauerstoff zu blasen beginnen, um das Schmelzen des Schrotts zu beschleunigen
und danach das Metallbad zu affinleren. Gleichzeitig werden verschiedene Feststoffzusätze durch die Einlaufschurre
27 und die Öffnung 26 eingeführt. Im geeigneten Augenblick, falls erforderlich mit leichtem Drehen des
Behälters 1 um sich selbst, nimmt man eine oder mehrere Entfernungen der Schlacke durch die Öffnung 10 vor.
Wenn das Schmelzen und das hauptsächliche Affinieren bzw. Frischen beendet sind, geht man zur Endeinstellung der
Zusammensetzung des Metalls, insbesondere Stahls, entweder in der Stellung nach Fig.l, wenn man das Verrühren der
Zusätze zur Endeinstellung mittels Blasens durch die Düsen
wünscht, oder in der Stellung nach Fig.3 über, wenn man jedes
Blasen zu dieser Zeit zu vermeiden wünscht, und man kann auch in der einen wie in der anderen dieser beiden Stellungen die
Wärme der elektrischen Lichtbögen ausnutzen, indem man die Elektroden im Fall eines Fehlbedarfs der Wärmebilanz
wieder absenkt.
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Nach dem Endabschlacken durch die öffnung 10 geht die
Stellung nach Fig. 3 unmittelbar dem Gießbeginn des Stahls in die Pfanne durch die Schnauze 5 voraus, während die
Stellung nach Flg.4 die Gießendstellung ist.
Dieses Beispiel zeigt gut die große Vielseitigkeit und Flexibilität der Ausnutzungsmöglichkeit des drehbaren
Konverters gemäß der Erfindung.
Selbstverständlich kann man ohne Verlassen des Bereichs der Erfindung Varianten und Verbesserungen von Einzelheiten
sowie den Einsatz äquivalenter Mittel in Betracht ziehen.
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Leerseite
Claims (12)
1. Konverter zum Affinleren von Metallschmelzen mit
gleichzeitigem Erhitzen und Blasen, dadurch gekennzeichnet,
daß er einen zylindrisch-kegelstumpfförmigen Metallbehälter^!.) aufweist, der innen mit feuerfestem Material (2)
ausgekleidet, nach oben weit geöffnet, mit einer Achse (4) versehen, um die er sich, mittels Rollen (14) auf einem mit
einem Kippsattel (11) einstUckigen Metallkäfig (12) ruhend, drehen kann, und mit einer Gießschnauze (5) und
einer Gruppe (6) von BlasdUsen (7) ausgerüstet ist, daß
in der sog. "normalen" Arbeitsstellung gleichzeitigen Heizens
und Blasens der Kippsattel (11) eine solche Stellung einnimmt, daß die Drehachse (4) des Behälters (1 )schräg .steht und mit
der Vertikalen einen Winkel zwischen J55 und 55° bildet, daß die Gießschnauze (5) dabei nach oben gerichtet ist, daß
die BlasdUsen (7) dabei unter das Metallbad (8) eingetaucht sind und von unten nach oben blasen können, und daß der
Behälter (1) von einem kegelstumpfförmigen AufsatzstUck (19)
Überragt ist, das mit feuerfestem Material (20) bekleidet ist, an seinem oberen Teil in einer Haube (21) zur Gaserfassung endet, mit dem drehbaren Behälter (1) nicht fest
verbunden ist und wenigstens eine öffnung (24) zum Einführen
eines Heizorgans (25) aufweist.
2. Konverter nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
das Heizorgan (25) aus drei dreiphasigen Elektroden, einem Heizölbrenner, einem Plasmabrenner oder zwei einphasigen Elektroden besteht.
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3. Konverter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Heizorgan (25) vertikal beweglich und in den Konverter von oben nach unten durch das Aufsatzstück (19)
einfUhrbar ist.
4. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch
gekennzeichnet,daß das Aufsatzstück (19) außerdem eine
besondere, von einer Einlaufschurre (27) oder irgendeinem
anderen Transportorgan überragte Öffnung (26) zum kontinuierlichen
oder diskontinuierlichen Einführen fester Stoffe, z. B. granulierter oder vorreduzierter Stoffe, Ferrolegierungen
oder Flußmittel aufweist.
5. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,daß das Aufsatzsttick (19) und die Gaserfassungshaube
(21), vom drehbaren Behälter (1) unabhängig bleibend, fest mit dem Kippsattel (11) verbunden sind.
6. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Halter, der das Heizorgan (25)
trägt, fest mit dem Kippsattel (11) verbunden ist.
7. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Aufsatzstück (19), die Gaserfassungshaube
(21) und der Halter des Heizorgans (25) den ersten Platz eines Wagens mit zwei Plätzen einnehmen, wobei der
zweite Platz ein falsches Aufsatzstück des Behälters aufweist, das zur Zeit des Gießens durch Schwenken des
Kippsattels an Ort und Stelle gelangt und das Gewicht der zu schwenkenden Einheit verringert.
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-χ-
8. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,daß das AufsatzstUck (19), die Haube (21)
und das Heizorgan (25) von einem, ersten Wagen getragen sind,
U If
während ein zweiter Wagen ein falsches AufsatzstUck des Behälters trägt, das zur Zeit des Gießens in die Pfanne an
Ort und Stelle über dem Behälter gelangt.
9. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet,daß der Halter . des Heizorgans (25) feststeht, daß das Heizorgan (25) außerhalb der Heizzeiten völlig außerhalb des AufsatzstUcks (19) ist und daß ein" falscher"
Deckel dann die durch Rückzug des Heizorgans freigelegten öffnungen verschließt.
10. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,daß er eine Entschlackungsöffnung (10) in der Wand
des drehbaren Behälters (1) in derartiger Lage aufweist,
daß sie das Entschlacken einerseits in der sog. "normalen"
Arbeitsstellung und andererseits in der Pfannengießbeginnsteilung ermöglicht.
11. Konverter nach einem der Ansprüche! bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die BlasdUsen (7) durch ein oder mehrere unter dem Behälter (1) längs dessen Drehachse (4) angeordnete drehbare Dichtungen (15) speisbar sind.
12. Konverter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß er mittels einer geeigneten Absaugvorrichtung durch das in Kontakt mit dem Behälter (1)
kommende AufsatzstUck (19) und die Haube (21) auf Unterdruck oder Vakuum setzbar ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7621111A FR2357648A1 (fr) | 1976-07-09 | 1976-07-09 | Convertisseur rotatif a chauffage et soufflage simultanes |
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| DE2730973A1 true DE2730973A1 (de) | 1978-01-12 |
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| LU (1) | LU77704A1 (de) |
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