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Die
Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen US-Anmeldung 60/121
261, eingereicht am 23. Februar 1999, und der US-Anmeldung 09/344 797,
eingereicht am 25. Juni 1999.
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Sachgebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Stahl aus Rohmaterialien
und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
Elektrolichtbogenofen-Stahlherstellung und zum Stranggießen, welche
minimale Emissionen und minimalen elektrischen Energieverbrauch
bei gleichzeitiger Maximierung der Stahlproduktion, einschließlich des
Stranggießens,
aufweisen. Die Erfindung ist ideal für das Einsparen von Energie
und für den
Umweltschutz bei gleichzeitiger Maximierung der Stahlproduktion
geeignet.
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Hintergrund der Erfindung
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Die
Herstellung von Stahl oder Stahlprodukten, oder von Produkten, die
Stahl enthalten, ist für die
Erhaltung und das Wachstum zahlreicher Wirtschaften in verschiedenen
Teilen der Welt wesentlich. Der Erwerb und die Errichtung von Stahlfrischeinrichtungen
hängt einer
Reihe von wichtigen Aspekten, einschließlich dem Einfluss auf die
Umwelt und der Kosteneffizienz, ab. Die Stahlherstellung unter Verwendung
eines Elektrolichtbogenofens (EAF) ist ein sehr vorteilhafter Prozess
in der modernen Stahlindustrie, da der EAF bei der Verwendung von Mischungen
unterschiedlicher Beschickungsmaterialien, einschließlich flüssiger heißer Metalle,
und aufgrund der Fähigkeit,
im Wesentlichen sämtlich
bekannten Stahlqualitäten
zu produzieren, sehr flexibel ist.
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Ein
Ansatz für
das Frischen von Stahl ist die Verwendung von EAF-Systemen zum kontinuierlichen
Beschicken, Schmelzen und Frischen, wobei diese eine seitliche Beschickung
des EAF aufweisen, wie beispielsweise in dem
US-Patent 4 543 124 ('124) und dem
US-Patent 5 800 591 ('591) beschrieben.
Die in dem Patent '124
und dem Patent '591
beschriebenen Systeme bewirken eine Kontinuität des Vorwärmens von Beschickungsmaterialien,
des Schmelzens von Beschickungsmaterialien, und des Frischens von
Stahl. Derartige Systeme für
das kontinuierliche Vorwärmen,
Schmelzen und Frischen umfassen Öfen
mit Ofenhöhen,
die eine seitliche Beschickung und eine Abgasabsaugung bei niedrigen Gasströmungsgeschwindigkeiten,
welche für
das Aufrechterhalten der Suspension von Staub in der Luft erforderlich
ist, ermöglichen.
Bei diesen Systemen ist eine Beschickungswanne um eine Materialeingangsöffnung in
der Seite des Ofens angeordnet, Beschickungsmaterial wird von der
Wanne in den Ofen eingebracht und CO-reiches Abgas wird zu dem Beschickungsvorwärmer geleitet,
um als Brennstoff für
Vorwärmzwecke
zu dienen. Die in dem Patent '124
und dem Patent '591
beschriebenen Systeme sind energiesparend.
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Bei
solchen Systemen wurde ein Ansammeln von Schlacke unter der Wanne
festgestellt, wodurch ein Entfernen durch Wegschlagen erforderlich wird.
Dies bewirkt periodische Unterbrechungen in der Kontinuität des Frischungsvorgangs.
Es besteht ein Bedarf an einem verbesserten Verfahren und einer
verbesserten Vorrichtung zum Vorwärmen, Schmelzen und Frischen
von Stahl, welche die Kontinuität
des gesamten Stahlherstellungssystems zum Stranggießen hin
erweitert, indem die Beschickungsvorgänge an der Gießtiegelstation
entfallen. Des weiteren besteht ein Bedarf an einem Verfahren und
einer Vorrichtung zum Vorwärmen,
Schmelzen, und Frischen von Stahl, welche eine seitliche Zufuhr
in einen Ofen ermöglichen,
ohne eine Vergrößerung der Ofenhöhe zu erfordern,
und welche die Konsistenz der Beschickungszufuhr verbessern.
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Systeme
zum kontinuierlichen Vorwärmen, Schmelzen
und Frischen von Stahl, welche eine seitliche Zufuhr aufweisen,
verwenden Einrichtungen, wie beispielsweise einen Verbindungswagen,
die eine Verbindung mit dem Ofen her stellen, und diese Systeme sind
in dem
US-Patent 4 681 5327 und
dem
US-Patent 4 836 732 beschrieben.
Derartige Einrichtungen sind Beschädigungen durch Wärme und
Abrieb ausgesetzt und erfordern ständige Wartung. Beispielsweise
ist die Wanne des Verbindungswagens dem Spritzen von geschmolzenem
Metall und Schlacke und hohen Temperaturspitzen von Abgas ausgesetzt.
Infolgedessen kann der Frischungsprozess durch Standzeiten unterbrochen
werden, die für
die Reparatur und die Wartung des Verbindungswagens erforderlich
sind. Es besteht ein Bedarf an einem Verfahren und einer Vorrichtung
zum Vorwärmen, Schmelzen
und Frischen von Stahl, das die Reparatur und die Wartung von austauschbaren
Beschickungszufuhreinrichtungen, welche eine Verbindung mit dem
Ofen aufweisen, vereinfacht.
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Wie
zuvor erwähnt,
sind der Einfluss auf die Umwelt und die Kosteneffizienz wichtige
Aspekte vor dem Erwerb und dem Errichten eines Stahlfrischsystems
sowie während
des tatsächlichen
Betriebs. Gemeinschaften und Regierungen fordern von der Industrie
im Allgemeinen eine Verringerung der Umweltbelastung. Es besteht
ein Bedarf an einem verbesserten Verfahren und einer verbesserten
Vorrichtung zum Vorwärmen,
Schmelzen und Frischen von Stahl, die eine Emissionsverringerung
ohne weiteren Energieverbrauch ermöglichen. Insbesondere besteht
ein Bedarf an einem Verfahren und einer Vorrichtung zum Vorwärmen, Schmelzen
und Frischen von Stahl, die eine erhebliche Verringerung des Energiebedarfs,
des Elektrodenverbrauchs, des Personals, des Einwirkung auf die
Umwelt sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Stahlwerks und
der Gewebefilterstaubentsorgung.
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Überblick über die Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein verbessertes Verfahren und eine
verbesserte Vorrichtung für
die kontinuierliche Elektrostahlherstellung mit zusätzlichem
Stranggießen
in der Abfolge. Die Erfindung ermöglicht die seitliche Zufuhr
in einen Ofen, ohne die Vergrößerung der
Ofenhöhe
zu erfordern. Die vorliegende Erfindung ermöglicht ferner ohne Unterbrechen
der Kontinuität
die Reparatur und die Wartung austauschbarer Beschickungszufuhreinrichtungen, die
eine Verbindung mit dem Ofen herstellen. Beim Frischen und Gießen von
Stahl bewirkt die vorliegende Erfindung eine Verringerung der Emissionen
ohne weiteren Energieverbrauch. Insbesondere bewirkt die vorliegende
Erfindung erhebliche Verringerungen des Bedarfs an elektrischer
Energie, des Elektrodenverbrauchs, des Personals, des Einwirkung
auf die Umwelt sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Stahlwerks und
der Gewebefilterstaubentsorgung.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
für das kontinuierliche
Vorwärmen,
Schmelzen, Frischen und Gießen
von Stahl weist auf: ein in einem Beschickungsbereich angeordnetes
sekundäres
Förderband
mit verstellbarer Länge
zum Einbringen von kleinen Beschickungsmaterialien und Schlackenbildnern,
einen mit einer Schürze
versehenen selbstpositionierenden Beschickungswagen, der mit dem
sekundären
Förderer
gekoppelt ist, einen mit dem selbstpositionierenden Wagen gekoppelten
Beschickungsförderer
zum Aufnehmen von Beschickungsmaterialien mit Einrichtungen zum
Aufrechterhalten einer homogenen Schrottbetthöhe aufweist, eine dynamische
Gasdichtung, die mit dem Beschickungsförderer und einer Vorwärmeinrichtung
verbunden ist, wobei die Vorwärmeinrichtung
mit dem Beschickungsförderer
verbunden ist, um die Beschickungsmaterialien auf dem Beschickungsförderer vorzuwärmen, eine
mit der Vorwärmeinrichtung
und dem Beschickungsförderer
lösbar
verbundene Verbindungswageneinrichtung zum direkten Zuführen von
Beschickungsmaterialien in ein Ofenbad, einen Elektrolichtbogenofen
zum Schmelzen und Frischen von darin enthaltener metallischer Beschickung,
mindestens einem Elektrodendichtring, der mit den Elektroden des
Ofens verbunden ist, einen direkt beschickten metallurgischen Zwischenbehälter, der
zum Aufnehmen von aus dem Ofen ausgegebenem geschmolzenem Metall
positionierbar ist, und eine Stranggießvorrichtung zum Aufnehmen
von gefrischtem legiertem Stahl von dem metallurgischen Zwischenbehälter. In
dem System wird kein Gießtiegel verwendet,
so dass der Ofen direkt in den metallurgischen Zwischenbehälter ausgießt, wodurch
die Erfordernis sowohl eines Gießtiegels, als auch von Gießtiegelhandhabungseinrichtungen
entfällt.
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Die
Verbindungseinrichtung weist einen schnell austauschbaren Verbindungswagen
mit einer im Wesentlichen runden Beschickungswanne auf. Der Ofen
hat einen Mantel, der entweder eine einteilige oder eine geteilte
Mantelkonstruktion sein kann, ein Ofendach mit vertikalen Öffnungen
zum Aufnehmen von Elektroden und eine Beschickungsöffnung, die
sich von einem oberen Mantelbereich zu einem Bereich des Ofendachs
erstreckt, um einen geteilten Einlass zu bilden. Der einteilige
Mantel oder der geteilte Mantel werden bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
austauschbar verwendet. Die geteilte Einlassöffnung nimmt die Beschickungswanne
auf, wodurch die Ofenhöhe
verringert und das Ansammeln von Schlacke unter der Wanne während des Schmelz/Frisch-Vorgangs
minimiert wird. Ein Elektrodendichtring ist über jeder Elektrodenöffnung in dem
Ofendach angeordnet, um die Luftansaugung über die Elektrodenöffnungen
in das Innere des Ofens zu minimieren. Der Ofen kann optional eine Abstichabdeckung
aufweisen, die über
einem Abstichbereich des Ofens angeordnet ist und eine Sammelvorrichtung
umfasst, die mit dem Gewebefilter für die Staubentsorgung verbunden
ist. Die Abstichabdeckung sammelt Prozessstaub, wenn ein Abstich am
Ofen erfolgt.
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Der
Verbindungswagen ist mittels eines Brückenkrans entfernbar und umsetzbar.
Vor dem Entfernen des Verbindungswagens wird das Ofendach abgehoben
und von der Beschickungswanne weggeschwenkt, und die Beschickungswanne
wird aus der Vorwärmeinrichtung
herausgezogen. Der Verbindungswagen wird sodann von dem Kran von
dem Ofen und der Vorwärmeinrichtung
weggehoben und durch einen bereitstehenden Verbindungswagen ersetzt.
Der entfernbare Verbindungswagen und die geteilte Ofeneinlassöffnung erleichtern
und vereinfachen die Reparatur und die Wartung des Verbindungswagens
ohne eine Unterbrechung der Kontinuität des Ofenschmelzvorgangs.
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Der
metallurgische Zwischenbehälter
und die Stranggießvorrichtung
erweitern die Produktivität des
gesamten Stahlproduktionssystems derart, dass dieses das kontinuierliche
sekundäre
Frischen, Deoxidieren und Legieren von flüssigem Stahl und das Stranggießen umfasst.
Der metallurgische Zwischenbehälter
ermöglicht
ein kontinuierliches Abstechen flüssigen Stahls aus dem EAF, der
eine gewünschte Temperatur
und einen gewünschten
Gehalt an Kohlenstoff, Schwefel und Phosphor aufweist. Die Stranggießvorrichtung
nimmt den gefrischten legierten Stahl auf und gießt kontinuierlich
Zwischenprodukte, die in der stromabwärts der Gießvorrichtung befindlichen Walzstrasse
unmittelbar warm gewalzt werden.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
verbessern jeden Aspekt herkömmlicher
Stahlfrischsysteme und dehnen die absolute Kontinuität des Stahlschmelz-/-frischvorgangs
nicht nur auf das Frischen von geschmolzenem Stahl, sondern auf
die Herstellung eines halbfertigen Produkts der Stranggießvorrichtung
aus. Des weiteren dehnt die vorliegende Erfindung die Kontinuität des Stahlherstellungsvorgangs
auf die Walzstrasse aus, so dass ein warmer Rohling unmittelbar aus
der Stranggießvorrichtung
heraus gewalzt werden kann. Beispielsweise erfordern das erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
keinen Gießkran
und Gießtiegel,
die von herkömmlichen
Stahlfrischsystemen benötigt
werden, und ermöglichen
das Walzen des warmen halbfertigen Produkts zu einem warmen gewalzten
langen Produkt oder einem Wickel. Das erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
umfassen das Einbringen von vorgewärmtem Beschickungsmaterial,
das Schmelzen und das Frischen von Stahl sowie die Produktion von
warmen gewalzten halbfertigen Produkten.
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Aufgaben der Erfindung
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Eine
Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte
Vorrichtung zum Vorwärmen,
Schmelzen, Gießen
und Walzen von Stahl zu schaffen, das Energie spart und die Umwelt schützt.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung
für die
Elektrostahlherstellung zu schaffen, welche die Kontinuität des Stahlherstellungsvorgangs
dahingehend ausdehnen, dass diese das Beschicken, das Vorwärmen von
Beschickungsmaterialien, das Frischen von Stahl, die Tiegel metallurgie,
das Gießen
und das Warmwalzen von halbfertigen Produkten umfasst, und welche
die absolute Kontinuität
des flüssigen Stahls
zu einer Stranggießvorrichtung
gewährleistet.
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Einer
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung
für die
Elektrostahlherstellung zu schaffen, die Emissionen ohne weiteren
Energieverbrauch verringern.
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Eine
weitere, besondere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und
eine Vorrichtung für
die Elektrostahlherstellung zu schaffen, die eine erhebliche Verringerung
des elektrischen Energiebedarfs, des Elektrodenverbrauchs, des Personals
und der Prozessstaubentsorgung aufweist.
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Eine
weitere, besondere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und
eine Vorrichtung für
die Elektrostahlherstellung zu schaffen, welche die Homogenität des in
den Ofen eingebrachten Beschickungsmaterials bewahren.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
genannten und andere Aufgaben ergeben sich deutlicher durch Bezugnahme
auf die nachstehende detaillierte Beschreibung und die zugehörigen Zeichnungen,
welche zeigen:
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1 eine
isometrische Darstellung einer erfindungsgemäßen Stahlherstellungsvorrichtung, welche
den sekundären
Förderer,
den selbstpositionierenden Beschickungswagen, den Beschickungsförderer,
die dynamische Gasdichtung, die Vorwärmeinrichtung, den Verbindungswagen,
den EAF, den metallurgischen Zwischenbehälter, und die Stranggießvorrichtung
zeigt;
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2 eine
perspektivische Darstellung des sekundären Förderers, des selbstpositionierenden Beschickungswagens,
und des Beschickungsförderers
von 1;
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2a eine
Seitenansicht der Entstaubungsvorrichtung und eines Bereichs des
Beschickungsförderers
nach einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
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3 eine
Querschnittsdarstellung des Beschickungsförderers und des selbstpositionierenden Wagens
von 1;
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4 eine
Seitenansicht des Beschickungsförderers
und des selbstpositionierenden Beschickungswagens von 2;
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5 eine
perspektivische Darstellung der dynamischen Gasdichtung von 1,
welche einen Teil der Vorwärmeinrichtung
in gestrichelten Linien zeigt;
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6 eine
perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorwärmeinrichtung mit einer Heißgasleitvorrichtung
im Mittelbereich, wobei einige der Abgashandhabungsvorrichtungen
dargestellt sind;
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7 eine
Schnittdarstellung eines Bereichs der erfindungsgemäßen Beschickungsvorwärmeinrichtung,
welche die Strömung
des Abgases durch die Vorwärmeinrichtung
zeigt;
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8 eine
perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Verbindungswagens;
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9 eine
perspektivische Darstellung des Verbindungswagens von 9 während eines
Austauschvorgangs;
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10 eine
perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Elektrolichtbogenofens
mit angebrachter Ofenabdeckung;
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11 eine
Seitenansicht des Ofens von 10 mit
abgenommener Abdeckung, mit einer rechtwinkligen Ansicht der Abdeckung
in gestrichelten Linien;
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12 eine
perspektivische Darstellung des Elektrolichtbogenofens mit der Abstichabdeckung gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, wobei die Strömung der gesammelten Emissionen
dargestellt ist;
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13 eine
Vertikalschnittdarstellung des Ofens mit dem erfindungsgemäßen Verbindungswagen,
wobei die Beschickungswanne des Verbindungswagens in der Beschickungsposition
in den Ofen ragend dargestellt ist;
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14 eine
Schnittdarstellung des Ofendachs mit erfindungsgemäßen schwimmenden
Elektrodendichtringen;
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15 eine
perspektivische Darstellung des Ofens, der schwimmenden Elektrodendichtringe,
des metallurgischen Zwischenbehälters
und der Stranggießvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die Abstichabdeckung in gestrichelten Linien dargestellt
ist;
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16 eine
Querschnittsdarstellung eines Teils des Ofens, des metallurgischen
Zwischenbehälters
und der Stranggießvorrichtung
von 15, wobei das Frischen/Legieren des Stahls in
dem metallurgischen Zwischenbehälter
dargestellt ist;
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17 eine
Querschnittsdarstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung,
welche den Ofen, die in den Ofen ragende Verbindungswagenwanne,
die Ofenauslasskammer, den Ofenauslassmechanismus, die Badaustrittsöffnung aus
dem Ofen in die Auslasskammer, und die Stranggießvorrichtung zeigt;
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18 eine
schematische Draufsicht auf den Ofen von 17, welche
die Zwischenwanne, die Dreipunktstütze der Stranggießvorrichtung
und die Ofenzapfen zeigt; und
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18a eine Draufsicht auf die Zwischenwanne von 17.
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Detaillierte Beschreibung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren und eine
verbesserte Vorrichtung für
die kontinuierliche Elektrostahlherstellung mit in der Abfolge zusätzlich vorgesehenem
Stranggießen. Die
vorliegende Erfindung erweitert die Kontinuität eines Vorgangs zum Vorwärmen, Schmelzen
und Frischen von Stahl, um die Dauer einer Ofenreise zu verlängern. Insbesondere
löst die
vorliegende Erfindung die Aufgaben des Vorwärmens, Schmelzens, Frischens,
der Stahlmetallurgie und des Gießens in einem einzelnen geschlossenen
System, und ist von einem Teil des System zum nächsten kontinuierlich. Die
Stahlmetallurgie, beispielsweise das Deoxidieren und Legieren, wird
ohne einen Gießtiegel
oder zugehörige
Gießtiegeleinrichtungen
ausgeführt,
und ein warmes Zwischenprodukt kann unmittelbar aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kommend gewalzt werden.
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Bezugnehmend
auf die Figuren, und insbesondere auf 1, weist
eine verbesserte Vorrichtung zur kontinuierlichen Elektrostahlherstellung,
die allgemein bei 10 dargestellt ist, auf: einen in der
Länge veränderlichen
sekundären
Förderer 12 zum
Einbringen kleinster Beschickungsmaterialien und Schlackebildner,
einen mit einer Schürze
versehenen selbstpositionierenden Beschickungswagen 14,
der an dem sekundären
Förderer 12 angreift,
einen allgemein bei 16 dargestellten Beschickungsförderer mit Einrichtungen
zum Aufrechterhalten einer gleichmäßigen Schrottbetthöhe, welcher
mit dem Beschickungswagen 14 gekoppelt ist und Beschickungsmaterial
aufnimmt, eine allgemein bei 18 dargestellte dynamische
Gasdichtung, die sowohl mit dem Beschickungsförderer 16 und einer
allgemein bei 20 dargestellten Vorwärmeinrichtung verbunden ist,
wobei die Vorwärmeinrichtung 20 die
Beschickungs materialien auf dem Beschickungsförderer 16 vorwärmt und
mindestens eine in gestrichelten Linien dargestellte schwenkbare
Heißgasleiteinrichtung 36 (7)
aufweist, einen allgemein bei 22 dargestellten Verbindungswagen
zum Zuführen
von Beschickungsmaterialien zu einem Ofenbad, der lösbar mit
sowohl der Vorwärmeinrichtung 20,
als auch dem Beschickungsförderer 16 gekoppelt
ist, einen Elektrolichtbogenofen (EAF) 24 zum Schmelzen
und Frischen von metallischem Beschickungsmaterial in diesem, einen
direkt beschickten metallurgischen Zwischenbehälter 26, der auf den
Metallschmelzenauslass des Ofens 24 ausrichtbar ist, und
eine Stranggießvorrichtung 28 zum
Stranggießen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 kann
zusätzlich
ein allgemein bei 30 dargestelltes Behandlungssystem für heiße Abgase
aufweisen, um lokalen Verordnungen über unerwünschte Emissionen gerecht zu
werden. Ein warmes Produkt kann direkt aus dem Zwischenprodukt gewalzt werden,
das aus der Stranggießvorrichtung 28 austritt.
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2 ist
eine perspektivische Ansicht des sekundären Förderers 12, des selbstpositionierenden
Wagens 14 und des Beschickungsförderers 16 von 1.
Der sekundäre
Förderer 12 befindet
sich am Ende des Beschickungsförderers 16 und
ist mit einem Ende des Beschickungswagens 14 gekoppelt. Der
Beschickungswagen 14 ist über die Länge des Beschickungsförderers 16 bewegbar
und die Länge des
sekundären
Förderers 12 wird
entsprechend der Position des Beschickungswagens 14 verändert. Wenn
beispielsweise der Beschickungswagen 14 näher an der
dynamischen Gasdichtung 18 angeordnet wird, wird die Länge des
sekundären
Förderers 12 vom
Ende des Beschickungsförderers 16 zu
der Position des Beschickungswagens 14 verlängert.
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Kleinere
Beschickungsmaterialien mit einer Größe von ungefähr 1 mm
bis ungefähr
100 mm werden von dem sekundären
Förderer 12 transportiert und
auf den Beschickungsförderer 16 abgeladen.
Die Schürze 42 des
Beschickungswagens 14 leitet die von dem sekundären Förderer 12 und
den Rohmaterialhandhabungseinrichtungen, die allgemein bei 44 dargestellt
sind, transportierten Beschickungsmaterialien auf den Beschickungsförderer 16.
Der sekundäre
Förderer 12 umfasst
vorzugsweise ein sich bewegendes flaches Band 50 mit Ein richtungen
zum Verändern
der Länge
des sekundären
Förderers 12 auf, wobei
die Spannung des flachen Bandes 50 gewahrt bleibt. Bei
einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist ein allgemein bei 46 dargestellter zusätzlicher
Bereich des Förderbandes 50 mit
einer Vorspanneinrichtung 48, beispielsweise einem Gewicht,
verbunden, um das Förderband 50 gespannt zu
halten, während
es das Verlängern
oder Verkürzen
des sekundären
Förderers 12 je
nach der Position des Beschickungswagens 14 ermöglicht.
Der zusätzliche
Bereich 46 des Förderbandes 50 ermöglicht eine
Streckung der Länge
des zweiten Förderers 12 bei
dem Verfahren des Beschickungswagens 14 in Richtung des
Ofens 24. Die Vorspanneinrichtung 48 rafft den
zusätzlichen
Bereich 46 des Förderbandes 50,
während
der Beschickungswagen 14 von dem Ofen 24 weg bewegt
wird. Andere herkömmliche
Einrichtungen zum Verändern
der Länge
des sekundären
Förderers 12 können verwendet
werden, einschließlich,
jedoch ohne darauf beschränkt
zu sein, einer Aufwickelspule.
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Darüber hinaus
kann der Beschickungsförderer 16 eine
allgemein bei 38 dargestellte Entstaubungseinrichtung aufweisen,
welche an dem Beschickungsförderer 16 angebracht
ist, um Partikel, wie Schmutz, aus dem Beschickungsmaterial auf
dem Beschickungsförderer 16 zu
sammeln. 2a ist eine Seitenansicht der
Entstaubungseinrichtung 38 und eines Teils des Beschickungsförderers 16 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Die Entstaubungseinrichtung 38 ist
in der Lage, Staub oder Schmutz von Metall zu trennen, das von der
Entstaubungseinrichtung 38 möglicherweise gesammelt wurde.
Die Entstaubungseinrichtung 38 ist vorzugsweise mit einem überlappenden Abschnitt
von allgemein bei 40 dargestellten Förderwannen des Beschickungsförderers 16 verbunden, um
Partikel aus dem Beschickungsmaterial zu sammeln, während das
Beschickungsmaterial sich in Richtung des Ofens 24 bewegt.
Metallteilchen, welche von der Entstaubungseinrichtung 38 gesammelt wurden,
können
zurückgewiesen
werden. Die Entstaubungseinrichtung 38 verringert die Menge
an zu schmelzender Schlacke durch die Verringerung der mit dem Beschickungsmaterial
in den Ofen 24 eingebrachten Schmutzmenge. Dies verringert
die Menge an gasigen Emissionen, die sich aus der Schlacke ergeben
können,
welche aus dem Schmelzen von Beschickungsmaterial mit dem enthaltenen
Schmutz entsteht.
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3 ist
eine Querschnittsdarstellung des Beschickungsförderers 16 und des
selbstpositionierenden Beschickungswagens 14 von 1.
Der Beschickungswagen 14 ist mit einer Führungseinrichtung
verbunden, wie beispielsweise zwei über dem Beschickungsförderer 16 angebrachten
Schienenrädern 54,
und ist auf diese Weise über
die gesamte Länge
des Beschickungsförderers 16 bewegbar.
Der Beschickungswagen 14 positioniert sich selbst entlang
der Länge
des Beschickungsförderers 16,
um sich in enger Nähe
des Endes des Schrottbetts zu befinden. Eine (nicht dargestellte)
Beschickungswagensteuerung mit einer Schrotterkennungsvorrichtung
kann verwendet werden, um das Ende des Schrottbetts zu lokalisieren
und den Beschickungswagen 14 nahe demselben zu positionieren.
Das Positionieren des Beschickungswagens 14 nahe dem Ende
des Schrottbetts erleichtert einen angestrebten Aufbau des Schrottbetts
und ermöglicht
das gleichmäßige Einbringen
des Beschickungsmaterials in den Ofen 24. Wenn beispielsweise
der Beschickungswagen 14 nahe dem Ende des Schrottbetts positioniert
ist, leitet der Beschickungswagen das Laden des Beschickungsmaterials
auf den Beschickungsförderer 16 so,
dass das Schrottbett auf dem Beschickungsförderer 16 mit einer
beständigen
Höhe oder
Tiefe beibehalten wird.
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4 ist
eine Seitenansicht des Beschickungsförderers 16 und des
selbstpositionierenden Beschickungswagens 14 von 2.
Der Beschickungsförderer 16 weist
eine Beschickungsschürze 34,
die sich in einem allgemein bei 56 gezeigten Beschickungsabschnitt
des Beschickungsförderers 16 befindet,
und eine Förderwanne 37 (3)
mit Seitenwänden
von einer vorbestimmten Höhe
auf. Der Beschickungsförderer 16 nimmt
Beschickungsmaterial unterschiedlicher Abmessungen auf, und nimmt vorzugsweise
Beschickungsmaterial mit einer maximalen Länge von ungefähr 1,5 Metern
auf. Die Abmessungen des Beschickungsmaterials können jedoch je nach der Projektgröße variieren.
Die Schürze 34 des
Beschickungsförderers 16 erstreckt
sich von dem sekundären
Beschickungsförderer 12 zu
einer Stelle vor der dynamischen Gasdichtung 18.
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Der
Beschickungsförderer 16 erstreckt
sich von der Beschickungsstation 56 durch die Vorwärmeinrichtung 20.
Der Beschickungsförderer 16 kann eine
einzelne Einheit mit einem zugehörigen
Antriebsmechanismus oder mehrere verbundene Einheiten umfassen,
welche jeweils einen zugehörigen Antriebsmechanismus
aufweisen.
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Beim
Laden von Beschickungsmaterial auf den Beschickungsförderer 16 werden
die Rohmaterialhandhabungseinrichtungen 44 vorzugsweise über dem
Beschickungswagen 14 angeordnet, so dass die Schürze 42 des
Beschickungswagens 14 das Schrottmaterial auf das Förderbett
leiten kann. Manchmal kann das Schrottbett in dem Beschickungsabschnitt 56 eine
gewünschte
Schrottbetthöhe übersteigen.
Die Höhe
der Schürze 34 des
Beschickungsförderers 16 ermöglicht den
Rohmaterialhandhabungseinrichtungen 44, beispielsweise
einem bewegbaren Kran mit einem Magneten 36, leichten Zugang
zu dem Beschickungsmaterial in dem Beschickungsabschnitt des Beschickungsförderers 16. Insbesondere
ist die Schürzenwandhöhe der Beschickungsschürze 34 vorzugsweise
ungefähr
gleich der Höhe
der Seitenwände
der Förderwanne 37.
Somit ermöglicht
die Schürze 34 des
Beschickungsförderers 16 ein
einfaches Entfernen von Beschickungsmaterialien, welche die gewünschte Schrottbetthöhe übersteigen,
und unterstützt
dadurch die Beibehaltung der Homogenität des Schrottbetts und der
Kontinuität
des gesamten Stahlherstellungsvorgangs.
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Der
sekundäre
Förderer 12,
der Beschickungswagen 14 und der Beschickungsförderer 16 ermöglichen
zusammen das Hinzugeben von kleineren Beschickungsmaterialien und
Zuschlägen
auf den Beschickungsförderer 16 unter
oder auf die großen
Beschickungsmaterialien, die von den Rohmaterialhandhabungseinrichtungen 44 auf
den Beschickungsförderer 16 geladen
werden. Dies unterstützt die
Aufrechterhaltung der Beschickungsdichte, was insbesondere für die Steuerung
des Gesamt-Schmelz/Frisch-Vorgangs nützlich ist.
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5 ist
eine Explosionsdarstellung der dynamischen Gasdichtung 18 von 1.
Die dynamische Gasdichtung 18 ist mit einem allgemein bei 72 dargestellten
dynamischen Dichtungsbereich des Beschickungsförderers 16 verbunden und
weist einen allgemein bei 58 dargestellten Einlass und
einen allgemein bei 60 dargestellten Auslass auf, um den Durchtritt
der von dem Beschickungsförderer 16 transportierten
Beschickungsmaterialien zu ermöglichen.
Die dynamische Dichtung 18 umfasst eine Abdeckung 62,
eine Niederdrückplatte 64,
die am Einlass 58 der dynamischen Dichtung 18 angeordnet
ist, mehrere allgemein bei 66 dargestellte mechanische Vorhänge, die
nahe dem Einlass 58 der dynamischen Dichtung und der Niederdrückplatte 64 angeordnet sind,
und ein regelbares Gebläse 68,
das zwischen den Vorhängen 66 und
dem Auslass 60 der dynamischen Dichtung angeordnet ist.
Die dynamische Gasdichtung 18 schafft eine Dichtkammer
nahe einem allgemein bei 78 dargestellten Beschickungsmaterialeinlassende
der Vorwärmeinrichtung 20.
Die dynamische Gasdichtung 18 begrenzt vorzugsweise den Lufteinlass
in die Vorwärmeinrichtung 20 während des
kontinuierlichen Vorwärmens
der Beschickungsmaterialien.
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Die
Dichtungsabdeckung 62 umgibt im Wesentlichen den dynamischen
Dichtungsbereich 72 des Beschickungsförderers 16, um in
diesem einen Unterdruck aufrecht zu erhalten. Die Förderwanne 70 in
dem dynamischen Dichtungsbereich 72 des Beschickungsförderers 16 ist
vorzugsweise halbrund. Die Niederdrückplatte 64 leitet
vorstehendes Beschickungsmaterial nach unten gegen das Schrottbett des
Beschickungsförderers 16,
während
das Beschickungsmaterial in Richtung des Ofens 24 bewegt wird.
Die Niederdrückplatte 64 kann
durch einen Schalter betätigt
werden, der entweder von einem menschlichen Bediener oder einem
Höhenmonitor gesteuert
wird. Beispielsweise kann eine Videokamera die Höhe des Schrotts überwachen,
während
sich der Schrott der dynamischen Dichtung 18 nähert, und sobald
ein Stück
Schrott über
die Höhe
des Dichtungseinlasses 58 hinaus ragt, wird die Niederdrückplatte 64 betätigt, so
dass die Platte 64 nach unten schwenkt, wodurch der zusammendrückbare Schrott in
das Beschickungsmaterial gedrückt
wird, so dass das Beschickungsmaterial in die dynamische Dichtung 18 eintreten
kann.
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Das
regelbare Gebläse 68 reagiert
auf Druckunterschiedsmessungen in der Dichtkammer und regelt die
Menge an Luft, die durch die dynamische Dich tung 18 eintritt.
Die Kombination aus den Vorhängen 66 und
dem regelbaren Gebläse 68 unterstützt die
Erzeugung des erforderlichen Unterdrucks in der dynamischen Dichtung 18.
Die Vorhänge 66 bilden
ein Hindernis für
den Austausch von Luft von außerhalb
der dynamischen Dichtung 18 in das Innere der dynamischen
Dichtung. Insbesondere vereinfachen die Vorhänge 66 und das regelbare
Gebläse 68 die
Regelung des erforderlichen Unterdrucks in der dynamischen Dichtung 18,
um die Luftaufnahme in diese zu minimieren, sie verkürzen die
Zeit und verringern die Energie, die zum Erreichen des erforderlichen
Unterdrucks benötigt
werden, und verkürzen
die Reaktionszeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 auf
Veränderungen
des Unterdrucks in der Vorwärmeinrichtung 20.
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Ein
Zyklon 76 kann optional an dem regelbaren Gebläse 68 über eine
Leitung 74 angebracht sein, um Staub aus der Luft zu entfernen,
der von dem regelbaren Gebläse 68 möglicherweise
in die dynamische Dichtung 18 gesogen wurde. Jede wesentliche
Menge an Staub wird aufgrund der auf die Luft in dem Zyklon 76 einwirkenden
Zentrifugalkraft aus der Luft abgeschieden und wird am Boden des Zyklons 76 gesammelt.
Der Boden des Zyklons 76 führt den genannten Staub ab
und das obere Ende des Zyklons 76 gibt von dem Zyklon 76 gereinigte Luft
ab. Der Zyklon 76 verringert die Emission von Staub durch
die erfindungsgemäße Vorrichtung 10.
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6 ist
eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorwärmeinrichtung 20 mit dem
in gestrichelten Linien dargestellten Heißgasleiteinrichtung 36.
Die Vorwärmeinrichtung 20 weist
den genannten Materialeinlass 78 und einen allgemein bei 80 dargestellten
Materialauslass auf, um von dem Beschickungsförderer 16 transportiertes
Beschickungsmaterial das Bewegen durch diese zu ermöglichen.
Die Vorwärmeinrichtung 20 umfasst
eine Stütze 82,
eine allgemein bei 84 dargestellte Abdeckung, die vorzugsweise
feuerfest ausgekleidet und an der Stütze zur Bildung einer Vorwärmkammer
angebracht ist, eine wassergekühlte
halbrunde Förderwanne 86,
die in der Vorwärmkammer
enthalten ist, und zumindest eine Heißgasleiteinrichtung 36,
die mit der Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 verbunden
ist.
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Die
Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 umschließt im Wesentlichen
einen Vorwärmeinrichtungsbereich 81 des
Beschickungsförderers 16 und kann
zum Lösen
von dem Beschickungsförderer 16 in
drei oder mehr Abschnitte zerlegbar sein. Die Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 ist
mit Injektoren 83 zum Einleiten von Verbrennungsluft in
die Vorwärmkammer
versehen. Die Zahl und die Anordnung der Injektoren 83 jedes
Abschnitts der Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 können in
Abhängigkeit
von der angestrebten Verbrennungsluftverteilung über die gesamte Vorwärmkammer
variieren. Die Heißgasleiteinrichtung 36 ist
bewegbar an der Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 angebracht
und kann angehoben oder abgesenkt werden, um heißes Abgas von dem Ofen 24 nach
unten und in das Beschickungsmaterial auf dem Fördererbett zu leiten. Die Leiteinrichtung 36 ist
im Wesentlichen rechteckig und leicht von oben nach unten gebogen.
Zwar wird die Leiteinrichtung 36 in Zusammenhang mit einer
rechteckigen und gebogenen Ausbildung beschrieben, jedoch ist die
Leiteinrichtung 36 nicht auf eine derartige Ausbildung
begrenzt und kann in verschiedenen Formen mit verschiedenen Oberflächenkonturen
ausgebildet werden.
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Ein
Entstaubungssystem 30 ist nahe dem Einlass 78 der
Vorwärmeinrichtung 20 über eine
Leitung 85 verbunden. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung
umfasst das Entstaubungssystem 30 eine feuerfest ausgekleidete
Nachverbrennungskammer 88 und einen Kessel 92,
der mit einem Gewebefilter 94 (1) verbunden
ist. Dieses Ausführungsbeispiel
ist besonders für
eine energieeffiziente Enstaubung geeignet. Bei einem alternativen
Ausführungsbeispiel
ersetzt, wie am besten in 1 dargestellt,
eine Abkühleinrichtung 90 den
Kessel 92 und verbindet die Nachverbrennungskammer 88 und den
Gewebefilter 94. Das Entstaubungssystem 30 entfernt
Staub aus dem Abgas. Ein Dämpfer 87 ist
in der Leitung 85 angeordnet, um die hindurchgehende Gasströmung zu
begrenzen oder einzuschränken und
so die Gasströmung
zu dem Entstaubungssystem 30 zu regulieren. Der Grad der
Einengung der Gasströmung
unterstützt
das Beibehalten von angestrebten Drücken in der Vorwärmeinrichtung 20 und in
der dynamischen Dichtung 18. Die Nachverbrennungskammer 88 entfernt
oder minimiert unerwünschte
Emissionen. Der Kessel 92 führt die in dem hindurchströmenden Abgas
enthaltene Wärmeenergie
zurück,
um Wasser zu erwärmen
oder Dampf zur Verwendung bei der weiteren Energieerzeugung zu erzeugen.
Die Abkühleinrichtung 90 ermöglicht das Abkühlen von
Abgas innerhalb eines gewünschten Zeitrahmens,
um die Bildung oder die Neubildung unerwünschter Emissionen durch das
Einleiten von Wassersprühnebel
oder Wassernebel in die durch die Abkühleinrichtung 90 strömende Luft
zu verhindern. Um die Temperatur der in den Gewebefilter 94 (1)
eintretenden Gase weiter abzukühlen,
kann niedriger temperierte Luft in das Entstaubungssystem 30 über einen
Lufteinblaskanal 89 hinter dem Kessel 92 oder
hinter der Abkühleinrichtung 90 eingeblasen
werden.
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7 ist
eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Vorwärmeinrichtung 20,
welche die Strömung
des Abgases durch die Vorwärmeinrichtung 20 und
insbesondere durch das in dem Fördererbett
enthaltene Beschickungsmaterial darstellt. In einem ersten Abschnitt 96 der
Vorwärmeinrichtung 20,
dem in bezug auf den Ofen 24 proximal gelegenen Abschnitt,
wird Verbrennungsluft durch die Injektoren 83 (6)
in die Vorwärmeinrichtung 20 eingeblasen,
um eine teilweise Verbrennung von CO zu CO2 zu
erreichen, während
gleichzeitig eine reduzierende Atmosphäre in dem ersten Abschnitt 96 beibehalten
wird. In einem zweiten Abschnitt 97, dem Abschnitt der
Vorwärmeinrichtung 20,
der dem ersten Abschnitt 96 benachbart ist, verbrennt eine
vorbestimmte Menge von Verbrennungsluft, welche von den Injektoren 83 (6)
eingeblasen wird, das meiste des verbleibenden CO zu CO2.
In dem zweiten Abschnitt wird ein Teil des oder das gesamte Heißgasvolumen
des Ofens 24 von der Heißgasleiteinrichtung 36 in
einen engen Kontakt mit dem Beschickungsmaterial in dem Schrottbett
geleitet. Dieser Vorgang erhöht
die Effizienz der Wärmeübertragung
von dem Abgas zu den Beschickungsmaterialien und beschleunigt die
thermische Verbrennung sämtlichen
brennbaren Materials, das mit den Beschickungsmaterialien einhergeht.
Wie zuvor erwähnt,
kann die Heißgasleiteinrichtung 36 in
Richtung des Schrottbetts und von diesem weg geschwenkt werden,
um diese Wärmeübertragung
und thermische Verbrennung zu regeln.
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In
einem dritten Abschnitt 98, dem Abschnitt der Vorwärmeinrichtung 20,
der sich nahe dem Materialeinlassende 78 der Vorwärmeinrichtung 20 befindet,
wird die Verbrennungsluft so geregelt, dass eine Überschusskonzentration
an Sauerstoff von 5% beibehalten wird. In dem dritten Abschnitt 98 ist
die Atmosphäre
vollständig
oxidierend und die Temperatur des Abgases bleibt hoch, um die thermische
Verbrennung unerwünschter
Emissionen in der Nachverbrennungskammer 88 abzuschließen. Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind sämtliche
Abschnitte der Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 im Wesentlichen
halbrund, mit Ausnahme jedes Abschnitts, der eine Heißgasleiteinrichtung 36 umfasst. Alternativ
können
die Abschnitte der Vorwärmeinrichtungsabdeckung 84 unterschiedliche
Konturen haben. Zwar wird die Vorwärmeinrichtung 20 in
Zusammenhang mit drei Abschnitten beschrieben, jedoch ist die Vorwärmeinrichtung 20 nicht
auf drei Abschnitte beschränkt,
und zusätzliche
Abschnitte können vorgesehen
werden. Des weiteren wird die Vorwärmeinrichtung 20 vorliegend
zwar anhand einer Heißgasleiteinrichtung 36 beschrieben,
jedoch ist die Vorwärmeinrichtung 20 nicht
auf eine Heißgasleiteinrichtung
begrenzt, und es können
mehrere Leiteinrichtungen vorgesehen sein.
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8 ist
eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verbindungswagens 22. 9 ist
eine perspektivische Darstellung des Verbindungswagens 22 von 8 während eines
Austauschvorgangs. Der schnell austauschbare Verbindungswagen 22 schafft
eine Verbindung zwischen der Vorwärmeinrichtung 20 und
dem Ofen 24 zum Ausgeben vorgewärmter Beschickungsmaterialien
in den Ofen 24. Der Verbindungswagen 22 ist auf
einer allgemein bei 102 dargestellten erhöhten Plattform zwischen
der Vorwärmeinrichtung 20 und
dem Ofen 24 positionierbar. Der Verbindungswagen 22 umfasst eine
runde Beschickungswanne 104, einen allgemein bei 107 dargestellten
Hebezugang, der am oberen Ende des Verbindungswagens 22 angebracht
ist, und eine Verschiebungseinrichtung zum vorübergehenden Lösen des
Verbindungswagens von der Vorwärmeinrichtung 20.
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Die
Beschickungswanne 104 ist vorzugsweise wassergekühlt, um
den hohen Temperaturen des Ofens 24 standhalten zu können. Während des
Betriebs ü berlappt
die Beschickungswanne 104 die halbrunde wassergekühlte Förderwanne 86 der
Vorwärmeinrichtung 20,
um vorgewärmtes
Beschickungsmaterial von der Vorwärmeinrichtung 20 zu erhalten.
Der Hebezugang 107 ermöglicht
es einem (nicht dargestellten) Ofenkran sich vorübergehend an die Oberseite
des Verbindungswagens 22 anzukoppeln. Bei einem Ausführungsbeispiel
umfasst der Hebezugang 107 ein Arretierseil 109,
das an der Oberseite des Verbindungswagens 22 angebracht ist.
Die erhöhte
Plattform 102 weist auf der Oberseite der Plattform 102 montierte
Schienen 106 und Schienenräder 108 auf, die an
dem Verbindungswagen 22 angebracht sind. Wenn der Verbindungswagen 22 auf
der Plattform 102 angeordnet ist, greifen Schienenräder 108 an
den Schienen 106 an und ermöglichen somit ein Verschieben
des Verbindungswagens 22 in Richtung des Ofens 24 und
der Vorwärmeinrichtung 20 oder
von diesen weg. Zwar wird der Verbindungswagen 22 im vorliegenden
Zusammenhang als einen Schienen-Rad-Mechanismus aufweisend beschrieben,
jedoch ist der Verbindungswagen 22 nicht auf den Schienen-Rad-Mechanismus begrenzt
und kann jeden herkömmlichen
horizontalen Verschiebemechanismus umfassen, einschließlich, jedoch
ohne darauf beschränkt
zu sein, einer Rad- und Führungsvorrichtung
und einer Rad- und Lagervorrichtung.
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Während der
Stahlherstellung wird die runde Beschickungspfanne 104 des
Verbindungswagens durch eine im Folgenden näher beschriebene runde Materialeinlassöffnung 114 (10 und 15)
in den Ofen 24 eingebracht. Die runde Beschickungswanne 104 und
die runde Materialeinlassöffnung 114 ermöglichen
das Abstechen des Ofens ohne Unterbrechung des Stahlherstellungsvorgangs.
Beispielsweise muss der Verbindungswagen 22 nicht notwendigerweise
von dem Ofen 24 weggezogen werden, wenn der Ofen 24 für den Abstich
gekippt werden muss, da der Ofen um die Mittelachse der runden Beschickungspfanne 104 gekippt
werden kann. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Durchmesser
der runden Beschickungspfanne 104 ausreichend groß, um das
Ofenabgas für
eine gegebene Projektkapazität
evakuieren zu können,
während
die Strömungsrate
des Abgases unter 10 Meter/Sekunde gehalten wird. Da die Materialeinlassöffnung 112, die
Beschickungswanne 104 und die Kombination aus der Förderwanne 86 der
Vorwärmeinrichtung 20 und
dem ersten Abschnitt 96 der Vorwärmeinrichtung 20 rund
sind, wird die Wärme
des Ofenabgases effektiv in die Vorwärmkammer überführt, und die angestrebten Systemdrücke können aufrechterhalten und
geregelt werden.
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Wie
am besten in den 8 und 9 dargestellt,
kann der Verbindungswagen 22 schnell von der erhöhten Plattform 102 entfernt
werden, um den Austausch von Verbindungswagen zu erleichtern. Beispielsweise
kann der Verbindungswagen 22 durch einen Ofenkran entfernt
werden, der den Verbindungswagen von der Plattform 102 hebt
und entfernt. Während
des Austauschvorgangs kann der Ofenkran unter Verwendung einer beliebigen
bekannten Hakeneinrichtung vorübergehend
an den Hebezugang 107 des Verbindungswagens 22 ankoppeln.
Vor dem Entfernen des Verbindungswagens 22 wird das im
Folgenden näher
beschriebene Ofendach 112 (10 und 11)
abgehoben und von der Beschickungswanne 104 des Verbindungswagens
weg geschwenkt, und die Beschickungswanne 104 wird von
der Vorwärmeinrichtung 20 gelöst. Der Verbindungswagen 22 wird
sodann von dem Kran vertikal von dem Ofen 24 und der Vorwärmeinrichtung 20 weg
gezogen. Der austauschbare Verbindungswagen 22 und der
geteilte Einlass des Ofens 24 erleichtern und vereinfachen
die Reparatur und die Wartung des Verbindungswagens 22.
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10 ist
eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Ofens 24 mit
angebrachter Ofenabdeckung. 11 ist
eine Seitenansicht des Ofens von 10 mit
abgehobener Abdeckung, wobei eine im rechten Winkel gesehene Darstellung
der Abdeckung in gestrichelten Linien gezeigt ist. Der Ofen weist
einen Mantel 110, das genannte Ofendach 112 und
die genannte runde Beschickungsöffnung 114 auf.
Der obere Teil des Mantels 110 kann feuerfest ausgekleidet
oder wassergekühlt
sein. Die Mitte 116 des Ofendachs (14) ist
feuerfest ausgekleidet und das Ofendach 112 weist zumindest eine Öffnung 142 auf
(14), um durch diese hindurch eine im Folgenden
näher beschriebene
Elektrode 118 aufzunehmen. Darüber hinaus kann der Ofen 24 in
einem allgemein bei 120 dargestellten Abstechbereich ein
Thermoelement 122 und einen Stahlanalysatorsensor 124 aufweisen,
um den Schmelz/Frisch-Vorgang zu unterstützen. Das Thermoelement 122 und
der Stahlanalysatorsensor 124 erhalten Messungen aus dem
Stahlbad in dem Ofen 24. Das Ofendach 112 ist
von dem Mantel 110 trennbar und kann mittels eines Ofenkrans
angehoben und verschwenkt werden. Bereiche des Ofendachs 112 können unter
Verwendung mehrerer Kühlrohre 144 (14)
selektiv wassergekühlt
werden.
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Die
Beschickungsöffnung 114 erstreckt
sich von einem oberen Mantelbereich 126 zu einem Bereich
des Ofendachs 112, woraus sich ein geteilter Einlass ergibt.
Die Beschickungsöffnung 114 fluchtet vorzugsweise
mit einer Kippachse des Ofens 24, so dass die Mittelachse
der Beschickungsöffnung 114 die
Kippachse des Ofens 24 mit diesem gemeinsam hat. Die Kombination
der runden Beschickungsöffnung 114 und
der runden Beschickungswanne 104 des Verbindungswagens 22 verringert
die Gesamthöhe
des Ofens und minimiert das Ansammeln von Schlacke unter der Wanne 104 während des Schmelz/Frisch-Vorgangs.
Der Ofen 24 kann ferner eine allgemein bei 128 dargestellte
herkömmliche Kippvorrichtung
zum Erleichtern des Kippens des Ofens 24 aufweisen.
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12 ist
eine perspektivische Darstellung des Elektrolichtbogenofens 24 mit
einer Abstichabdeckung 130 nach einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Die Abstichabdeckung 130 ist
mit dem Staubentsorgungssystem 30 über eine Abdeckungsleitung 132 verbunden.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Abstichabdeckung 130 auf einer Ofenplattform 134 nahe
eines Abstechbereichs 120 (15) des
Ofens 24 angeordnet. Emissionen, die während des Abstichs erzeugt
werden, werden von der Abstichabdeckung 130 gesammelt und
dem Staubentsorgungssystem 30 über die Abdeckungsleitung 132 zugeführt. Ausgewählte Bereiche
der Abdeckungsleitung 132 können frei um die Längsachse der
Leitung 132 drehen, um die Schwenkbewegung des Ofens 24 während des
Abstechens ausführen
zu können.
Beispielsweise weist die Abdeckungsleitung 132 allgemein
bei 131 dargestellte Drehgelenke auf, die ein Drehen der
Abdeckungsleitung 132 ermöglichen. Die Abdeckungsleitung 132 weist
ein Ventil 136 zum Regeln der Strömung von Emissionen durch die Leitung 132 auf.
Zwar sind der Elektrolichtbogenofen 24 und die Abstichabde ckung 130 als
mit einem Gießtiegel 133 verbunden
dargestellt, jedoch sind der Elektrolichtbogenofen 24 und
die Abstichabdeckung 130 nicht auf eine Verbindung mit
einem Gießtiegel 133 begrenzt
und können
mit einem metallurgischen Zwischenbehälter 26 (15)
verbunden sein.
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13 ist
eine vertikale Schnittdarstellung des Ofens 24 und des
Verbindungswagens 22 von 1, welche
die Beschickungswanne 104 des Verbindungswagens 22 als
in einer Beschickungsposition in den Ofen 24 ragend darstellt.
Beschickungsmaterial wird von der Vorwärmeinrichtung 20 zu
dem Verbindungswagen 22 und in ein Ofenbad 138 transportiert.
Die runde Ausbildung des geteilten Einlasses des Ofens 24 und
der wassergekühlten
Wanne 104 des Verbindungswagens 22 ermöglicht eine
Verringerung des Spalts zwischen der runden Wanne 104 und
der Einlassöffnung 114,
weshalb sich keine Schlacke außerhalb
der Wanne 104 bildet. Darüber hinaus ermöglicht die
runde Ausbildung des Verbindungswagens 22 ein Zusammengreifen
desselben mit dem Ofen 24 während einer gesamten Ofenreise. Bei
dem gegenwärtigen
Stand der Technik müssen herkömmliche
Verbindungswagen von dem Ofen weggezogen werden, wenn der Ofen entleert
wird.
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Der
Ofen 24 kann entweder mit Wechselstrom oder mit Gleichstrom
betrieben werden, oder es kann sich um einen Induktionsofen oder
einen Plasmalichtbogenofen handeln, und der Ofen hat eine geringere
Bauhöhe
als bisher möglich,
da die runde Beschickungsöffnung 114 sich
am oberen Ende der Seitenwand des Mantels 110 befindet
und teilweise im Ofendach 112 liegt. Der runde geteilte Einlass,
von dem ungefähr
die Hälfte
in dem Ofendach 112 liegt, verringert die erforderliche
Ofenhöhe, woraus
sich entsprechend geringere Energiekosten ergeben.
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14 ist
eine Schnittdarstellung des Ofendachs 112 und der schwimmenden
Elektrodendichtungsringe 140 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die
Mitte 116 des Ofendachs besteht aus feuerfestem Material
und weist zumindest eine Öffnung
zum Aufnehmen einer Elektrode 118 durch diese hindurch auf.
Wenn eine Elektrode 118 durch eine entsprechende Elektrodenöffnung 142 in
der Ofendachmitte 116 eingesetzt wird, entsteht ein allgemein
bei 146 dargestellter Spalt zwischen der Elektrode 118 und einer
Wand 148 der Elektrodenöffnung 142.
Der Spalt 146 ist erforderlich, da die Elektrode 118 schwankt
und im Betrieb eine seitwärts
gerichtete Bewegung zeigt. Der Elektrodendichtring 140 dichtet den
Spalt 146 um die Elektrode 118 ab, um die Luftaufnahme
in den Ofen 24 zu minimieren. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
besteht der Elektrodendichtring 140 aus feuerfestem Material
und hat einen vorbestimmten Innendurchmesser, der einen begrenzten
Spalt um die und zwischen der Elektrode 118 und dem Ring 140 bildet.
Der Außendurchmesser
des Rings 140 ist vorzugsweise größer als der Durchmesser der
Elektrodenöffnung 142,
um es dem Ring zu ermöglichen,
einen wesentlichen Bereich des Spalts 146 zwischen der
Elektrode 118 und der Elektrodenöffnungswand 148 abzudecken.
Der Ring 140 ist um eine Elektrode 118 herum angeordnet
und auf der Mitte 116 des Ofendachs positioniert, wobei er
frei ist, jedweder seitwärts
gerichteten Bewegung der Elektrode 118 zu folgen. Durch
das Minimieren der Luftaufnahme in den Ofen 24 unterstützt der Elektrodendichtring 140 die
Regelung des in dem Ofen 24 und der Vorwärmeinrichtung 20 erzeugten Unterdrucks,
wodurch die Effizienz des gesamten Stahlherstellungsvorgangs erhöht wird.
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15 ist
eine perspektivische Darstellung des Ofens 24, der schwimmenden
Elektrodendichtringe 140, des metallurgischen Zwischenbehälters 26 und
der Stranggießvorrichtung 26 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Der metallurgische Zwischenbehälter 26 kann auf den
Metallschmelzenauslass des Ofens 24 ausgerichtet werden,
um direkt von einem Ofenauslasspunkt 153 (16)
durch eine Zuführöffnung 155 beschickt
zu werden. Die Stranggießvorrichtung 28 kann
auf den Metallschmelzenauslass des metallurgischen Zwischenbehälters 26 ausgerichtet
werden, um direkt aus dem metallurgischen Zwischenbehälter 26 durch
eine Zuführöffnung 159 hindurch
beschickt zu werden. Der metallurgische Zwischenbehälter 26 kann
zusätzlich
mit (nicht dargestellter) Induktionsheizung versehen sein, um die
angestrebten Temperaturen des in dem Behälter 26 enthaltenen
geschmolzenen Metalls aufrecht zu erhalten. Das Legieren des geschmolzenen Metalls
erfolgt in dem metallurgischen Zwischenbehälter 26, beispielsweise
durch das Einbringen von Aluminium, Mangan, Sili zium und Kohlenstoff
in Drahtform in den Behälter 26 durch
eine Legierungsöffnung 157.
Ein heißes
Zwischenprodukt kann unmittelbar aus der Stranggießvorrichtung 28 gewalzt werden.
Der metallurgische Zwischenbehälter 26 und
die Stranggießvorrichtung 28 erweitern
die Kontinuität
des gesamten Stahlherstellungsvorgangs.
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Der
metallurgische Zwischenbehälter 26 ist mit
einer Schienenplattform 150 gekoppelt, um den Austausch
des metallurgischen Zwischenbehälters 26 zu
beschleunigen und zu vereinfachen. Die Schienenplattform 150 verläuft entlang
einer zugehörigen Bahn 152.
Darüber
hinaus ist die Stranggießvorrichtung 28 mit
einer Schienenplattform 154 verbunden, die entlang einer
zugehörigen
Bahn 156 verläuft. Durch
das Verbinden des metallurgischen Zwischenbehälters 26 und der Stranggießvorrichtung 28 mit Schienenplattformen 150, 154,
die sich entlang Bahnen 152, 156 bewegen, erfordert
das Verschieben entweder des Behälters 26 oder
der Gießvorrichtung 28 ein
einfaches Zurückziehen
des Behälters 26 oder der
Gießvorrichtung 28 und
einen Austausch durch einen (nicht dargestellten) metallurgischen
Ersatz-Zwischenbehälter
oder eine (nicht dargestellte) Ersatz-Stranggießvorrichtung, die von der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 entfernt
vorgesehen ist.
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16 ist
eine Querschnittsdarstellung eines Teils des Ofens 24,
des metallurgischen Zwischenbehälters 26 und
der Stranggießvorrichtung 28 von 15,
wobei der Fluss des geschmolzenen Metalls in dem metallurgischen
Zwischenbehälter 26 zu
der Stranggießvorrichtung 28 dargestellt
ist. Der metallurgische Zwischenbehälter 26 weist Einrichtungen
zum Entfernen von Einschlüssen
aus dem geschmolzenen Metall auf. Ein poröser Stopfen 160 ist in
dem Boden des Behälters
angeordnet, der eine Gaseinblasdüse 162 zum
Einleiten von Inertgas in das geschmolzene Metall, und zumindest
zwei innerhalb des Behälters 26 gebildete
feste Leiteinrichtungen 164 oder Wehre auf. Die Inertgaseinblasdüse 162 erzeugt
eine Bewegung des geschmolzenen Metalls, um Einschlüsse an die
Oberfläche
des geschmolzenen Metalls steigen zu lassen. Die Leiteinrichtungen 164 regeln
das Strömungsprofil
des in dem Behälter 26 enthaltenen
geschmolzenen Metalls. Der metallurgische Zwischenbehälter 26 weist ferner eine
Entschlackungsöffnung 168 auf,
die in einer Seitenwand des Behälters 26 vorgesehen
ist. Zwar ist der metallurgische Zwischenbehälter 26 in einer kastenförmigen Ausbildung
dargestellt, jedoch ist der metallurgische Zwischenbehälter 26 nicht
auf eine derartige Ausbildung beschränkt und kann eine zylindrische
Ausbildung aufweisen. Bei der zylindrischen Ausbildung sind Stützen an
der Außenfläche des
zylindrischen metallurgischen Zwischenbehälters angebracht, um eine Drehbewegung
des Behälters
zu verhindern. Der Auslass des metallurgischen Zwischenbehälters und
der Auslass der Stranggießvorrichtung
werden von einer Stopfenstange oder einem Gleitverschluss 166 geregelt.
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17 ist
eine Querschnittsdarstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung, welche einen Schmelzofen 170,
einen Verbindungswagen 174 mit einer in den Ofen 170 ragenden
Verbindungswagenwanne 184, eine Ofenauslasskammer 173,
einen Ofenauslassmechanismus, eine allgemein bei 188 gezeigte
Badauslassöffnung
vom Ofen zu der Auslasskammer 173, und eine Stranggießvorrichtung 190 aufweist.
Der alternative Schmelzofen 170 weist einen allgemein bei 178 dargestellten
Kippmechanismus mit einem Schwenkpunkt 176 auf, der mit
der Stelle des Auslasses des flüssigen
Stahls aus dem Schmelzofen 170 zusammenfällt. Bei
dem in 17 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Frischofen 170 mit einer allgemein bei 172 dargestellten
Zuführöffnung zum
Beschicken des Ofens 170 mit Material versehen. Der Ofen 170 wird
von einem Rahmen gestützt,
dessen Schwenkachse im Allgemeinen mit einem Ausgießstutzen 180 des
Ofens ausgerichtet ist. Der Ofenmantel 181 kann mittels
Hydraulikzylindern 182 angehoben werden. Wenn es erforderlich
wird, den Ofen 170 anzuheben oder zu schwenken, wird die Verbindungswagenwanne 184 über eine
ausreichende Strecke von dem Ofen 170 zurückgezogen,
so dass die gebogenen Flächen 186 an
der Einlass- oder Beschickungsseite des Ofens 170 frei
sind, während
der Ofen 170 entlang eines Bogens in diesem Bereich verschwenkt
wird, welcher die Schwenkachse des Ofens 170 hat.
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Die
Badauslassöffnung 188 oder
das Ablassloch des alternativen Schmelzofens 170 trennt Schmelzschlacke
von dem flüssigen
Stahl, der aus dem Schmelz ofen 170 ausgelassen werden soll.
Beispielsweise ermöglicht
es das Ablassloch 188 flüssigem Stahl, jedoch nicht
Schlacke, aus dem Schmelzbereich des Ofens 170 auszutreten
und in die Auslasskammer 173 zu gelangen. Bei diesem Ausführungsbeispiel
erfolgt das Frischen und Legieren des flüssigen Stahls in der Auslasskammer 173.
Darüber hinaus
hält dieses
Ausführungsbeispiel
einen im Wesentlichen konstanten Abstand zwischen dem Flüssigstahlauslasspunkt 176 des
Ofens 170 und der Stranggießvorrichtung 170 aufrecht.
Dieses Ausführungsbeispiel
ermöglicht
eine stärkere
Regulierung des Stahlflusses aus dem Ofen 170, da der Ofen 170 gekippt
wird, um die Stahlfließrate
aus dem Ofen 170 zu der Stranggießvorrichtung 190 zu
regeln. Im Gegensatz dazu wird der Stahlfluss aus dem Ofen 24 nach
den 1, 10 und 11 vorzugsweise durch
Drosseln mittels eines Gleitverschlusses am Ofenauslasspunkt 153 geregelt.
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18 ist
eine Draufsicht auf den alternativen Schmelzofen 170 von 17 und
zeigt die Stranggießvorrichtung
oder Zwischenwanne 190, eine dreibeinige Behälterstütze 192 und
Ofenzapfen 194. 18a ist
eine Draufsicht auf die Zwischenwanne 190 von 18.
Die Zwischenwanne 190 umfasst eine primäre Kammer 196, welche
den flüssigen
Stahl von dem Ofen 170 durch eine erste Öffnung 193 aufnimmt.
Eine zweite Öffnung 191 ermöglicht das
Einführen
von Legierungsdraht in die primäre
Kammer 196, so dass der flüssige Stahl darin deoxidiert
und legiert werden kann. Die Zwischenwanne 190 weist ferner
zwei sekundäre
Kammern 198, die seitlich neben der primären Kammer 196 angeordnet
sind, und zwei Leiteinrichtungen 195 oder Wehre auf, welche
zwischen den sekundären
Kammern 198 und der primären Kammer 196 angeordnet sind.
Die Leiteinrichtungen 195 regeln das Strömungsprofil
des flüssigen
Stahls von der primären Kammer 196 zu
den sekundären
Kammern 198. Flüssiger
Stahl, der in der primären
Kammer 196 deoxidiert und legiert wurde, fließt in die
sekundären Kammern 19,
in denen sich Stutzen befinden, welche den flüssigen Stahl einer Gießvorrichtungsform
zuführen.
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Die
dreibeinige Behälterstütze 192 ermöglicht einen
schnellen und einfachen Austausch der Stranggießvorrichtung 190 während eines
Austauschvorgangs.
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Während des
Austauschvorgangs wird die Stranggießvorrichtung 190 von
dem Ofen 170 weg gedreht und eine in gestrichelten Linien
dargestellte Ersatz-Stranggießvorrichtung
wird einfach in Flucht mit dem Ofen 170 gedreht.
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Zusammenfassung der Lösung der
Aufgaben der Erfindung
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Aus
dem Vorhergehenden ist leicht ersichtlich, dass eine verbesserte
Vorrichtung zum Vorwärmen,
Schmelzen, Frischen, Gießen
und Walzen von Stahl erfunden wurde, die Energie spart und die Umwelt
schützt.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Elektrostahlherstellung, welche die Kontinuität des Stahlherstellungsvorgangs
auf das Beschicken, das Vorwärmen der
Beschickungsmaterialien, das Frischen des Stahls, die Stahlmetallurgie,
das Gießen
und das Warmwalzen ausweiten und die absolute Kontinuität des flüssigen Stahls
bis zu einer Stranggießvorrichtung
gewährleisten.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Elektrostahlherstellung, die ohne weiteren Energieverbrauch
Emissionen verringern. Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Elektrostahlherstellung, die eine erhebliche
Verringerung des elektrischen Energiebedarfs, des Elektrodenverbrauchs,
der Arbeitskraft und der Prozessstaubentsorgung bewirken. Die vorliegende
Erfindung schafft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Elektrostahlherstellung,
welche die Homogenität
des in den Ofen eingebrachten Beschickungsmaterials aufrecht erhält.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die vorangehende Beschreibung und die
spezifischen Ausführungsbeispiele
lediglich als illustratives Beispiel für die beste Art der Ausführung der
Erfindung und deren Grundlagen dienen, und dass verschiedene Modifikationen
und Zusätze
von einem Fachmann an der Vorrichtung vorgenommen werden können, ohne
von dem Geist und dem Umfang der Erfindung abzuweichen, welche daher
lediglich durch dem Rahmen der beigefügten Ansprüche beschränkt sind.