DE2537653A1 - Papierleimungsmittel - Google Patents
PapierleimungsmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neue kationische Leimungsmittel für Papier.
Die Leimung von Papieren kann mit anionischen oder kationischen Leimungsmitteln erfolgen. Letztere haben den Vorteil,
daß sie im allgemeinen auch bei Aluminiumsulfat-freien Papieren wirksam sind.
Kationische Polymerisate und Mischpolymerisate werden für die Leimung von Papier sowohl in der Masse als auch durch Behandlung
des fertigen Papiers anstelle von natürlichem Harzleim
verwendet (vgl. belgische Patentschrift 654 889) . Die Leimung mit kationischen Kunstharzen hat auch gegenüber derjenigen mit
natürlichem Harzleim den Vorteil, daß sie beständig gegen Alkali ist, was unter anderem bei der Nachbehandlung von geleimtem Papier
mit alkalisch reagierenden Streichmassen erforderlich ist.
Als kationische Leimungsmittel finden Polymere Verwendung (z.B. DT-AS 1 621 688), die basischen Charakter haben, d.h.
in saurem wässrigen Medium löslich sind. Um eine gute Leimungswirkung zu erzielen, muß ein solches Polymeres jedoch so stark
hydrophoben Charakter haben, daß es sich in gelöster Form quasi an der unmittelbaren Grenze der Löslichkeit befindet und beim
Trocknen des Papiers bei 80-11O0C in einen fast vollständig
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wasserunlöslichen Zustand übergeht, der dann für die durch den Leimungsprozeß verursachte geringe Wasseraufnähme des fertigen
Papieres ausschlaggebend sein dürfte.
In der DDR-Patentschrift 5 381 werden ebenfalls kationische Polyurethane beschrieben, die in der Hitze in Verbindung mit
Ameisen- oder Essigsäure löslich sind und die außer zur Herstellung von Filmen, Überzügen und Fäden auch als Papierleimungsmittel
brauchbar sein sollen. Wie bereits aus den erstgenannten bevorzugten Einsatzgebieten für diese Verbindungen und
auch aus den in der DDR-Patentschrift genannten Äquivalentverhältnissen der bei ihrer Herstellung eingesetzten Ausgangsmaterialien
ersichtlich, handelt es sich bei den Verbindungen um hochmolekulare Polyurethane aus denen, schon auf Grund
ihres hochmolekularen Charakters bei Raumtemperatur keine klaren, mit Wasser weiter verdünnbaren wässrigen Lösungen
hergestellt werden können, sie neigen vielmehr zur Gelbildung.
Auf Grund ihres hochmolekularen Charakters lassen sich aus diesen Polyurethanen nur bei relativ niederen Konzentrationen
handhabbare leicht wexterverdunnbare Lösungen herstellen, die bereits bei pH-Werten um 5,5 ausfallen und daher auf Grund
des oftmals sauren Charakters alaunhaltiger Papiere nicht als dem Stand der Technik angepasste Leimungsmittel brauchbar
sind. Beim Quarternieren mit z.B. Epichlorhydrin erfolgt
die Bildung für Leimungszwecke ungeeigneter vernetzter Produkte,
deren auch niedrig konzentrierte Lösungen, z.B. 5 % Feststoff, noch Gelcharakter haben, da die zugrunde liegenden
Polymeren zu hochmolekular sind.
Der Transport relativ niedrig konzentrierter Leimungsmittellösungen
vom herstellenden zum verbrauchenden Betrieb ist jedoch ein erheblicher technischer Nachteil, vor allem in Bezug
auf Transportraum, Transportaufwand und Lageraufwand.
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Der vorliegenden Erfindung lag somit die Aufgabe zugrunde, leicht zugängliche kationische Leimungsmittel mit dem Stand
der Technik vergleichbarer oder besserer Wirksamkeit aufzufinden, die auch im Konzentrationsbereich oberhalb 20 Gew.-%
ausreichend niederviskose, leicht auf die Anwendungskonzentrationen mit Wasser verdünnbare Lösungen bilden.
Wie nun überraschenderweise gefunden wurde, gelingt es, diese Aufgabe dadurch zu lösen, daß als Leimungsmittel die nachstehend
näher beschriebenen kationischen Olegourethane eingesetzt werden, die wegen ihres vergleichsweise niederen
Molekulargewichts noch in einer Konzentration von 25-50 Gew.-% in Wasser bzw. Gemischen aus Wasser und mit Wasser
mischbaren organischen Lösungsmitteln klare, mit Wasser verdünnbare Lösungen bilden, und die im übrigen bezüglich
ihrer Wirksamkeit als Leimungsmittel die bekannten Produkte des Standes der Technik übertreffen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher Papierleimungsmittel
bestehend aus einer Lösung eines protonierte und/oder guarternierte Amonlumgruppen aufweisenden Oligourethans
des Molekulargewichtsbereichs 500 - 5000 in Wasser oder Gemischen aus wasser und mit wasser mischbaren organischen
Lösungsmitteln.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Leimung von Papieren oder Pappen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß als Leimungsmittel die o.g. zum Einsatz gelangen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind schließlich auch
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Leimung von Papieren oder Pappen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß als Leimungsmittel die o.g. zum Einsatz gelangen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind schließlich auch
die nach diesem Verfahren erhältlichen geleimten Papiere.
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Unter "Leimung von Papier" soll im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowohl die Leimung in der Masse als auch in der
Oberfläche verstanden werden.
Die in den erfindungsgemäßen Leimungsmitteln vorliegenden Oligourethane weisen ein osmotisch bestimmbares Molekulargewicht
von 500 bid 5000, vorzugsweise 600 bis 3000 auf und stellen Umsetzungsprodukte aus organischen Polyisocyanaten,
tert. Aminostickstoffatome aufweisenden mehrwertigen Alkoholen
sowie gegebenenfalls im Sinne der Isocyanat-Addicionsreaktion monofunktionellen als Kettenabbrecher wirkenden Verbindungen
dar, welche Umsetzungsprodukte vorzncr-itfeise während oder nach
ihrer Herstellung durch Reaktic-n mit einer geeigneten Säure
und/oder einem geeigneten Quarternierungsmittel in protonierte
und/oder quarternierte Ammoniumionen aufweisende Oligourethane überführt wurden. Die Art- und Mengenverhältnisse der bei der
Herstellung der Oligourethane einzusetzenden Ausgangsmaterialien bzw. der Protonierungs- und/oder Quarternierungsgrad werden
dabei so bemessen, daß das Molekulargewicht der Oligourethane innerhalb des o.g. Bereichs liegt und daß die Oligourethane
bei Raumtemperatur in einer Konzentration von 20 - 50 Gew.-%, vorzugsweise 20 - 40 Gew.-% in Wasser oder Gemischen aus Wasser
mit bis zu 50 Gew.-% bezogen auf Lösungsmittelgemisch an mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln klare Lösungen
zu bilden vermögen, die durch weitere Wasserzugabe beliebig verdünnbar sind. Diese letztgenannte, die Löslichkeit der
Oligourethane betreffende Voraussetzung, wird im allgemeinen stets erfüllt, wenn die nachstehend genannten bevorzugten
Polyisocyanate mit den nachstehend genannten bevorzugten Alkanolaminen sowie gegebenenfalls den nachstehend genannten
Kettenabbrechern in einem solchen Mengenverhältnis und unter
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solchen im Folgenden angeführten Reaktionsbedingungen umgesetzt werden, daß das entstehenden Oligourethan ein Molekulargewicht
von 500 - 5000 aufweist und wenn gleichzeitig für eine Protonierung und/oder Quarternierung der vorliegenden tert. Stickstoffatome
Sorge getragen wird.
Die erfindungsgemäßen Papierleimungsmittel stellen Lösungen
dar, entweder in Wasser oder in Gemischen aus Wasser mit bis 60 Gew.-% bezogen auf Gesamtlösungsmittelgemisch an
organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln. Derartige mit Wasser mischbare erfindungsgemäß geeignete organische
Lösungsmittel sind z.B. Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, t-Butanol, Äthylenglykol, Diäthylenglykol,
Propylenglykol, Dipropylenglykol, Aceton, Methyläthy!keton,
Dioxan, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid. Der Vorzug wird im Falle der Mitverwendung von organischen Lösungsmitteln
jedoch Methanol, Äthanol oder insbesondere Isopropanol gegeben.
Zur Lagerung und für den Transport werden im allgemeinen 20 - 50 Gew.-%ige Lösungen der Oligourethane hergestellt,
die dann vor ihrem Gebrauch durch weitere Zugabe an Wasser bzw. Wasser/Lösungsmittel-Gemisch auf einen Gehalt von 0,02 10
Gew.-%, vorzugsweise 0,03 - 5 Gew.-% Oligourethan verdünnt
werden.
Zur Herstellung der Oligourethane sind im Prinzip alle beliebigen aus der Polyurethanchemie bekannten Polyisocyanate
geeignet, wie sie z.B. in "Kunststoff-Handbuch, Band VII, Polyurethane, Carl Hanser Verlag München (1966)" oder von
W. Siefken in Justus Liebigs's Annalen der Chemie, 562, Seiten 75 - 136 beispielhaft erwähnt sind. Beispiele ge-
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eigneter Polyisocyanate sind Hexamethylendiisocyanat, Dodikanmethylendiisocyanat, Cyclohexan-1,3-Diisocyanat,
Cyclohexan-1,4-Diisocyanat, 1-Isocyanat-3,3,5-Trimethyl-5-Isocyanatomethyl-Cyclohexan,
2,4- und 2,6-Hexahydrotoluilendiisocyanat sowie beliebige Gemische dieser Isomeren, 2,4- und 2,6-Toluilendiisocyanat sowie beliebige
Gemische dieser Isomeren, Diphenylmethan-2,4'-
und/oder -4,4'-Diisocyanat, Triphenylmethan-4,4', 4, 2 ' Trisocyanat,
Polypheny1-Polymethylen-Polyisocyanate,
wie sie durch Anilin-Formaldehyd-Kondensation und anschließende phosgenierung erhalten und z.B. in den
britischen Patentschriften 874 430 und 848 671 beschrieben werden, Carbodiimidgruppen aufweisende Polyisocyanate
wie sie in der deutschen Patentschrift 1 09 2 007 (US-Patentschrift 3 152 162) beschrieben sind, Alophanatgruppen aufweisende
Polyisocyanate, wie sie z.B. in der britischen Patentschrift 994 890 beschrieben werden, Isocyanorat-Gruppen
aufweisende Polyisocyanate, wie sie z.B. in der US-Patentschrift 3 001 973, in den deutschen Patentschriften
1 022 789, 1 222 067 und 1 027 394 beschrieben werden, Urethangruppen aufweisende Polyisocyanate, wie sie z.B.
in der belgischen Patentschrift 752 261 oder in der US-Patentschrift 3 394 164 beschrieben werden oder Biurit-Gruppen
aufweisende Polyisocyanate, wie sie z.B. in der deutschen Patentschrift 1 101 394 (US-Patentschriften
3 124 605 und 3 201 372) beschrieben werden.
Bevorzugt zur Herstellung der erfindungsgemäßen Papierleimungsmittel
einzusetzende Polyisocyanate sind 4,4'-Diisocyanatodiphenylmethan und insbesondere die an sich
bekannten Phosgenierungsprodukte von Anilin/Formaldehyd-
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Kondensaten, die im allgemeinen neben einem Gehalt an isomeren Diisocyanato-diphenylmethanen von mindestens 50 % tri-, tetra-
und höherfunktionelle 3,4 und mehr aromatische Kerne aufweisende
Homologe dieser Isomeren enthalten. Ein typisches derartiges technisches Polyisocyanatgemisch enthält z.B. 50 - 60
Gew.-% bifunktionelle Zweikernpolyisocyanate, 33 - 38 Gew.-% trifunktionelle Dreikernpolyisocyante und 2-7 Gew.-% höher-funktionelle
4- und Mehrkernpolyisocyanate als Hauptbestandteile. Diese bevorzugt einzusetzenden Polyisocyanate werden
im allgemeinen und auch hier im folgenden als "MDI" so bezeichnet.
Neben den genannten Polyisocyanaten können zur Herstellung der erfindungsgemäßen Leimungsmittel auch als Kettenabbrecher
wirkende Monoisocyanate wie z.B. Phenylisocyanat mitverwendet werden, obwohl die Mitverwendung von einwertigen,
insbesondere sekundären Alkoholen wie Isopropanol für diesen Zweck bevorzugt ist.
Reaktionspartner für die Polyisocyanate zur Herstellung der erfindungsgemäßen Leimungsmittel sind insbesondere mindestens
eine alkoholische Hydroxylgruppe und mindestens ein tert. Stickstoffatom aufweisende Alkanolamine. Als Alkanolamine
werden allein oder im Gemisch miteinander vor allem solche Amine verstanden, wie sie durch Umsetzung von
aromatischen, araliphatischen und insbesondere aliphatischen mono- oder mehrfunktionellen Aminen mit Alkylenoxiden wie
z.B. Styrolepoxid, Cyclohexenepoxid, Butylenoxiden, insbesondere
Propylenoxid oder vor allem Äthylenoxid nach bekannten Verfahren leicht zugänglich sind.
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Obgleich auch die Anlagerung von mehr als einem Mol Alkylenoxid pro NH-Funktion des Amins zu verfahrensgemäß brauchbaren
Alkanolaminen führt, wird solchen Alkanolaminen der Vorzug gegeben, die durch Anlagerung von 0,8 - 1,1, insbesondere
von etwa 1 Mol Alkylen-, insbesonders Äthylenoxid pro Aminwasserstoff
erhalten werden können.
Demgemäß kommen verfahrensgemäß in Betracht Mono- und vor allem Di-, Tri- oder Polyalkanolamine, wie sie abgeleitet
werden können von beispielsweise folgenden Aminen: Ammoniak, Methylamin, Dimethylamin, Äthylamin, Diäthylamin, Propylamin,
Butylamin, Dodecylamin, Oleylamin, Abietylamin, Cyclohexylamin, Anilin, Methyl-Cyclohexylamin, Äthylendiamin, Propylendiamin, Hexamethylendiamin, N-Methyl-diäthylentriamin, N-Methyl-dipropylentriamin,
N-Methyläthylendiamin, N-Dimethyläthylendiamin,
N-Dimethylpropylendiamin, N,N1-Dimethyläthylendiamin,
Morpholin, Piperazin usw. Unter der Vielzahl der in Betracht zu ziehenden Alkanolamine sind besonders gut Di-
und Tr!alkanolamine geeignet, beispielsweise Triäthanolamin,
N-Methyldiäthanolamin, N-Äthyldiäthanolamin, N-Benzyldiäthanolamin,
N-Cyclohexyldiäthanolamin, Tetra-hydroxyäthy1-äthylendiamin,
N-Dimethylamino-propy1-diäthanolamin.
Besonders bevorzugte Alkanolamine sind N-Alkyl-dialkanolamine
mit insgesamt 5-12 C-Atomen der Formel
R
ι
ι
HO-R'-N-R'-0H
in welcher
R für einen Alkylrest mit 1-6 C-Atomen und
R1 für Alkylenreste mit 2-4 C-Atomen stehen.
Die zusätzliche Mitverwendung von nicht basischen di- und mehrfunktionellen
Alkoholen ist zwar möglich, wird aber auf Grund der dadurch herbeigeführten Verminderung des basischen Charakters
der entstehenden Oligourethane weniger in Betracht gezogen.
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Die Umsetzung zwischen Polyisocyanat und Alkanolaminf die
letztlich zu den Leimungsmitteln führt, kann lösungsmittelfrei erfolgen; auf Grund der erheblichen Reaktionswärme und gegebener
Gefahr von unkontrollierbaren Vernetzungsreaktionen sollte sie jedoch vorzugsweise in Anwesenheit von Lösungsmitteln durchgeführt
werden. Damit diese Lösungsmittel ggf. im fertig konfektionierten Leimungsmittel verbleiben können, sollten
hier zweckmäßigerweise die bereits eingangs aufgeführten Lösungsmittel verwendet werden. Vorzugsweise wird Isopropanol
als Lösungsmittel eingesetzt. Die Anwesenheit kleiner Wassermengen stört die Umsetzung nicht. Natürlich können auch
nicht mit Wasser mischbare oder schwer flüchtige sonstige Lösungsmittel wie Chlorkohlenwasserstoffe, Aromaten oder
Ester verwendet werden, da diese jedoch in einem zusätzlichen Arbeitsgang entfernt werden müßten, ist ihre Anwendung
weniger günstig.
Das Lösungsmittel wird im allgemeinen in Mengen von 5 - 100, vorzugsweise 20 - 80 Gew.-% bezogen auf die Gewichtssumme
Polyisocyanat plus Alkanolamin eingesetzt.
Die Umsetzung zwischen Polyisocyanat und Alkanolamin kann mit den üblichen Diisocyanat-Polyadditionsreaktionen beschleunigenden
Katalysatoren katalysiert werden, obwohl eine solche Katalyse im allgemeinen im Hinblick auf die hohe Reaktionsbereitschaft der Reaktionskomponenten überflüssig ist.
Die Umsetzung zwischen Polyisocyanat und Alkanolamin wird besonders bevorzugt in Gegenwart von einwertigen, mit Wasser
mischbaren sekundären oder tertiären Alkoholen z.B. Isopropanol durchgeführt. Die Hydroxylgruppen derartiger Alkohole weisen gegenüber
Isocyanatgruppen eine niedrigere Reaktivität auf als die Hydroxylgruppen der Alkanolamine, was zur Folge hat, daß
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einerseits die Reaktion zwischen Polyisocyanat und Alkanolamin durch die Anwesenheit dieser einwertigen Alkohole kaum gestört
wird, andererseits jedoch durch die langsamer ablaufende Additionsreaktion zwischen Polyisocyanat und einwertigem
Alkohol ein Kettenabbruch insbesondere bei Verwendung eines Isocyanat-tiberschusses bezogen auf Hydroxylgruppen des Alkanolamins
gewährleistet ist, so daß in Gegenwart dieser einwertigen Alkohole weitgehend unabhängig vom NCO/OH-Äquivalentverhältnis
(bezogen auf Hydroxylgruppen des Alkanolamins) stets Olegourethane des Molekulargewichtsbereichs 500 - 5000
erhalten werden. Dieser Gesichtspunkt der Molekulargewichtsregulierung durch Mitverwendung von reaktionsträgen einwertigen
Alkoholen entfällt natürlich im Fall der Verwendung eines NCO-Unterschusses,bezogen auf die Hydroxylgruppen des
Alkanolamins, da in diesem Falle auch bei ausschließlicher Verwendung von di- und höherfunktionellen Aufbaukomponenten
der Aufbau von hochmolekularen Polyurethanen unmöglich ist. Grundsätzlich kann das Molekulargewicht der Olegourethane
auch ohne Mitverwendung der genannten einwertigen Alkohole durch Mitverwendung anderer im Sinne der Isocyanat-Polyadditionsreaktion
monofunktioneller Aufbaukomponenten unter Kontrolle gehalten werden. Derartige andere monofunktionelle
Aufbaukomponenten sind z.B. die bereits genannten monofunktionellen Isocyanate oder aber auch monofunktionelle Alkanolamine
wie z.B. Ν,Ν-Dimethyl-amftLnoäthanol. Bei der Umsetzung zwischen
Polyisocyanat und Alkanolamin werden die Mengenverhältnisse der Reaktionspartner im allgemeinen so gewählt,
daß pro Hydroxylgruppe des Alkanolamins 0,15 - 2,9, vorzugsweise 0,2 bis 2,0 Isocyanatgruppen des Polyisocyanats
vorliegen.
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Die Überführung der Oligourethane i.n protonierte und/oder quarternierte Ammoniumgruppen aufweisende Oligourethane kann
vor, während oder nach der Polyadditionsreaktion erfolgen, So können beispielsweise an Stelle der Alkanolamine bereits
deren Umsetzungsprodukte mit Quarternierungsmitteln der nachstehend beispielhaft erläuterten Art bei der Isocyanat-Additionsreaktion
eingesetzt werden. Es ist auch möglich, die Quarternierungsmittel im Gemisch mit dem Polyisocyanat
einzusetzen, so daß gleichzeitig mit der Isocyanat-Additionsreaktion eine Quarternierung der tert. Stickstoffatome erfolgt.
Schließlich ist es selbstverständlich auch möglich, nach erfolgter Isocyanat-Polyadditionsreaktion die in organischer
Lösung vorliegenden Oligourethane zu quarternieren. Auch die neben oder an Stelle der Quarternierung in Betracht kommende
Protonierung der Oligourethane mit den nachstehend beispielhaft genannten Säuren kann vor oder auch nach der Isocyanat-Polyadditionsreaktion
erfolgen und zwar dergestalt, daß die Umsetzung zwischen Alkanolamin und Polyisocyanat in Gegenwart von Carbonsäuren wie insbesondere Ameisensäure oder
Essigsäure vorgenommen oder auch dergestalt, daß dem Oligourethan nach seiner Herstellung eine geeignete Säure hinzugefügt
wird. Besonders bei der Umsetzung von Trialkanolaminen wie Triäthanolamin zu den Leimungsmitteln
wird neben einer Reaktionsbeschleunigung durch Zusatz von z.B. Essigsäure auch eine niedrige Viskosität der Reaktionsprodukte
erzielt. Die ggfs. mitverwendeten Säuren werden, bezogen auf die Gewichtssumme des Gesamtansatzes, in Mengen
von 0 bis 30, bevorzugt 1 bis 15 Gew.-% eingesetzt.
Selbstverständlich können im Anschluß an die Umsetzung noch weitere Mengen an Säure oder Lösungsmitteln zu Konfektionierungszwecken
zusätzlich verwendet werden.
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Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Leimungsmittel geeignete
Quarternierungsmittel sind prinzipiell alle quarternierenden Substanzen, sofern sie nicht die Löslichkeit der Ouarternierungsprodukte
in wässrigem Medium zu weit herabsetzen. Vorzugsweise werden deshalb solche Quarternierungsmittel verwendet,
die nicht mehr als 10 C-Atome aufweisen. In Betracht kommen neben z.B. Sulfonen oder Phosphiten vorzu.. - ->isp Verbindungen
mit aktiviertem Halogen, z.B. Benzylchlorid, Propylchlorid, Allylchlorid, Äthylchloried, Methyljodid, Methylchlorid,
Dichlorpropen, Dichlorbutan, Dichloräthan, aktive Ester wie z.B. Dimethylsulfat oder Epoxide wie Cyclohexenoxid, Butenoxide,
Propylenoxid, Äthylenoxid oder Epichlorhydrin. Letzteres wird wegen seiner leichten Handhabbarkeit und guter Wirksamkeit insbesonders
bevorzugt.
Geeignete Säuren zur Protonierung der Oligourethane sind insbesondere
mittelstarke, leicht flüchtige Säuren, wie insbesondere Ameisensäure oder Essigsäure. Ebenfalls geeignet,
jedoch weniger bevorzugt sind anorganische Säuren wie z.B. Salzsäure, Schwefelsäure oder anorganische Säuren des Phosphors
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Papierleimungsmittel
sind solche auf Basis von Oligourethanen, deren tert. Stickstoffatome zu 10 bis 100, vorzugsweise 30 bis 100 % in
quarternierter Form vorliegen. Die nicht vollständig quarternierten Oligourethane weisen in den erfindungsgemäßen Leimungsmitteln
oft noch neben den quarternierten Stickstoffatomen protoniertes Ammonium-Stickstoffatom auf, da es sich als
zweckmäßig herausstellte, den pH-Wert der Papierleimungsmittel durch Zusatz von Ameisensäure und/oder Essigsäure
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uf ca. 4 bis 7 einzustellen. Die hierfür erforderlichen Säuremengen
liegen zumeist zwischen 0,1 und 70 Gew.-%, bezogen auf (teil)quarterniertes, festes Oligourethan.
Die guarternierte bzw. quarternierte und protonierte Stickstoffatome
aufweisenden Oligourethane stellen in Form ihrer Lösung die im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugten
Papierleimungsmittel dar. Wertvolle Papierleimungsmittel
werden jedoch auch dann erhalten, wenn auf eine Quarternierung völlig verzichtet wird, d.h. wenn in den Papierleimungsmitteln
ausschließlich Oligourethane mit (teilweise) protonierten Ammoniumstickstoffatomen vorliegen, wie sie
beispielsweise durch Einstellung des pH-Werts ihrer Lösungen auf 4-7 durch Zusatz von geeigneten Säuren insbesondere
Ameisen- und/oder Essigsäure erhalten werden.
Die Umsetzung zwischen Alkanolamin und Polyisocyanat erfolgt bei Temperaturen zwischen 0 und 150 C, bevorzugt bei 20-90 C,
ggfs. unter Rückfluß des Lösungsmittels oder Kühlung bzw. Heizung.
Die Quarternierung erfolgt bei 25 - 120°C, bevorzugt bei
50 - 90°C.
Zweckmäßigerweise wird intensiv gerührt, um eine gute Durchmischung
der Reaktionspartner zu gewährleisten. Hierzu sind Rühr kessel, Reaktionsschnecken oder auch die zur Herstellung von
Polyurethanschäumen oftmals verwendeten Mischvorrichtungen geeignet.
Die Umsetzung selbst kann nach kontinuierlicher oder diskontinuierlicher
Verfahrensweise vorgenommen werden.
Die Umsetzung zum erfindungsgemäßen Leimungsmittel erfolgt im
allgemeinen so, daß man in einem reichlich dimensionierten Rührgefäß das Polyisocyanat vorlegt, dann das Alkanolamin
ggfs. in Mischung mit dem Lösungsmittel und Quarternierungs-
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mittel und/oder der Carbonsäure in der entsprechenden Menge hinzusetzt. Jetzt wird ggfs. unter Kühlung kräftig gerührt,
bis die Reaktion beendet ist. Natürlich kann auch das Airiin
und/oder Quarternierungsmittel und/oder Lösungsmittel als Vorlage benutzt werden.
Bei kontinuierlicher Arbeitsweise werden beispielsweise die zur Reaktion zu bringenden Phasen unter kräftigem Mischen
durch eine auf etwa 50-150°C gehaltene Reaktionsstrecke geschickt,
wobei Verweilzeiten von 0,5 bis 60 Minuten sich je nach Natur der Reaktionskomponenten und des Verdünnungsgrades
bewährt haben.
Nach erfolgter Umsetzung kann der vornehmlich organischen Lösung des Oligourethans die gewünschte Wassermenge, ggfs.
unter gleichzeitiger oder anschließender Entfernung eines Teils oder der Gesamtmenge an .organischem Lösungsmittel
hinzugeführt werden. Auf diese Weise sind wasser-verdünnbare Lösungen der Olegourethane mit einem Feststoffgehalt von
5-75 Gew.-%, vorzugsweise 20-50 Gew.-% zugänglich, die in dieser konzentrierten Form gelagert und'transportiert werden
können und die vor ihrer Verarbeitung lediglich mit Wasser verdünnt werden. Im Falle der (teilweise) quarternierten
Olegourethane ist es auch möglich, durch Entfernung des Lösungsmittels die Olegourethane in Pulverform zu überführen
und erst vor Gebrauch durch Lösen in Wasser oder wässrigen Säuren das gebrauchsfertige Leimungsmittel herzustellen.
Da die Olegourethane zumeist Molekulargewichte unter 3000 aufweisen, bereitet das nachträgliche Auflösen
solcher Pulverzubereitungen im allgemeinen keine Schwierigkeiten.
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Die 0,02-10, vorzugsweise 0,03 bis 5 Gew,-%igen Lösungen der 01*gourethane stellen die gebrauchsfertigen erfindungsgemäßen
Leimungsmittel dar. Die Leimungsmittel können sowohl in der Papiermasse, als auch in der Papieroberflache
nach den bekannten Verfahren eingesetzt werden.
Es muß als überraschend angesehen werden, daß die erfindungsgemäßen
Leimungsmittel eine hervorragende Leimungswirkung entfalten, obwohl es sich im Vergleich zu den bekannten
kationischen Leimungsmitteln des Standes der Technik (DT-ASS 1 621 688 und 1 621 689) um verhältnismäßig niedermolekulare
hydrophile Verbindungen handelt.
Da hochmolekulare Verbindungen oft Anlaß zu Verklebungen und Belägen auf den papiertechnischen Anlagen geben, besteht
neben den durch das niedrige Molgewicht bedingten Viskositäten der Lösungen auch der Vorteil, weniger zu störenden
Verklebungen an den Walzen Anlaß zu geben. Ein weiterer Vorteil besteht in der leichten Zugänglichkeit der er~
findungsgemäßanLeimungsmittel, die durch sehr kurzzeitig
vollziehbare Vereinigung technischer Großprodukte in einfachen Apparaturen mit hohen Raumzeitausbeuten verläuft.
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Die neuen Leimungsmittel zeichnen sich durch eine überraschende Anwendungsbreite, sowohl in Bezug auf den Charakter der zu
leimenden Papierart, als auch in Bezug auf die Applikationsbedingungen, z.B. den tolerierbaren pH-Bereich der Flotte, aus.
leimenden Papierart, als auch in Bezug auf die Applikationsbedingungen, z.B. den tolerierbaren pH-Bereich der Flotte, aus.
Sie können mit sauren, neutralen oder auch basischen Füllstoffen mit Kreide, Talkum, Kaolin oder Kasein, insbesondere Stärke oder
auch Farbstoffen, gemeinsam Anwendung finden.
Die Applikation kann durch Zumischen zur Papiermasse, durch
nachträgliches Tränken oder Besprühen des Blattes und sonstige übliche Verfahrensweisen erfolgen, insbesonders erfolgt der
Auftrag auf die Papieroberfläche in der sog. Leimpresse.
nachträgliches Tränken oder Besprühen des Blattes und sonstige übliche Verfahrensweisen erfolgen, insbesonders erfolgt der
Auftrag auf die Papieroberfläche in der sog. Leimpresse.
Im Folgenden sei die Herstellung und Wirkungsweise der neuen
Leimungsmittel beispielhaft erläutert. Die angegebenen Teile
und Prozentgehalte beziehen sich auf das Gewicht, sofern nicht anders vermerkt.
Leimungsmittel beispielhaft erläutert. Die angegebenen Teile
und Prozentgehalte beziehen sich auf das Gewicht, sofern nicht anders vermerkt.
Die Herstellung der Leimungsmittel soll im folgenden beispielhaft beschrieben werden.
Als Polyisocyanat wird ein technisches MDI der folgenden Spezifikation verwendet;
2-Kern-Isocyanat, bifunktionell ca. 60 Gew.-%
3-Kern-Isocyanat, trifunktionell ca. 33 Gew.-%
Mehrkernisocyanate ca. 5 Gew.-%
sonstige unidentifiz. Bestandteile ca. 2 Gew.-%
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Gehalt an Isocyanat: hydrolysierbares Chlor: Gesamtchlor:
Viskosität bei 25°C:
Sediment:
4 Dichte d 2c:
Viskosität bei 20°C:
Flammpunkt:
Dampfdruck bei Raumtemperatur:
30 - 32 % max. 0,3 % max. 0,8% 130 + 20 mPa.s
max. 1 % 1,23 g/cm3
180 + 30 mPa.s 200°C
<10~4 mbar
Die Herstellung der verschiedenen quarternxerten Umsetzungsprodukte, die in wässriger Lösung als Leimungsmittel eingesetzt
werden, ist im folgenden beschrieben.
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4?
Herstellung eines Leimungsmittels durch Quarternierung nach der Umsetzung.
A. Herstellung des Umsetzungsproduktes:
180 TIe. des oben spezifizierten techn. MDI werden in einem
Rührgefäß vorgelegt, dann setzt man hinzu eine Mischung von 191 Tlen. Isopropanol und 71 TIn. N-Äthyldiäthanolamin. Das
gerührte Reaktionsgemisch erwärmt sich auf ca. 80°C, man hält das Reaktionsgemisch dann ca. 1 h bei 60°C, dann ist
die Reaktion beendet.
Das so hergestellte Produkt (osmotisch bestimmtes Molgewicht ca. 1100) wird wie folgt quarterniert:
B. Quarternierung des Umsetzungsproduktes:
Dem nach A. erhaltenen Reaktionsgemisch werden nun 49 Tie.
Epichlorhydrin zugesetzt, dann rührt man ca. 8h bei 70 C.
Anschließend wird mit einer Lösung von 144 TIn. Essigsäure in 565 TIn. Wasser verdünnt, die erhaltene Lösung hat einen
Peststoffgehalt von ca. 25 Gew.-%.
Herstellung eines Leimungsmittels durch Quarternierung parallel zur Umsetzung.
Zu Vergleichszwecken wird der unter A. beschriebene Ansatz ausgewählt, mit dem Unterschied, daß gleichzeitig mit der Aminkomponente
noch 49 TIe. (Molverhältnis ca. 1;1) Epichlorhydrin dem Ansatz zugesetzt werden. Die Reaktionstemperatur steigt in
wenigen Minuten auf ca. 80°, man läßt auf 70°C absinken und
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rührt bei dieser Temperatur noch 5 h nach. Dann wird mit einer
Lösung von 100 Teilen Essigsäure in 609 TIn. Wasser verdünnt,
man erhält eine ca. 25 Gew.-%ige Leimungsmittellösung,
In einen Rührtopf werden vorgelegt 175 TIe. des oben spezifizierten
MDI. Dann setzt man unter Rühren hinzu: 27 5 TIe. Isopropanol
und 100 TIe. N-Cyclohexyl-diäthanolamin. Wenn die auf
ca. 700C gestiegene Reaktionstemperatur abzusinken beginnt,
setzt man noch 37 Tie. Dimethylsulfat hinzu (Molverhältnis 1:0,5) und rührt 5 h bei 70°C. Anschließend wird mit 50 %iger
Ameisensäure auf einen Feststoffgehalt von ca. 35 Gew.-% verdünnt
.
In einem Rührgefäß werden vorgelegt 180 TIe. des oben spezifizierten
MDI und 57 Tie. Benzylchlorid (Molverhältnis 1:0,75). Dann setzt man unter Rühren hinzu: 270 TIe. Isopropanol, sowie
71,5 Gew.-TIe. N-Methyldiäthanolamin. Man läßt 8 h bei 85°C
rühren und gibt dann unter Abkühlen 144 Tie. Essigsäure hinzu.
Man erhält eine ca. 42 %ige gut fließfähige Lösung, die mit Wasser dem Anwendungszweck entsprechend weiter verdünnt werden
kann.
Hier soll die Variante mit vor der Umsetzung quarterniertem Alkanolamin
beschrieben werden:
60 TIe. Triäthanolamin, 160 TIe. Isopropanol und 37,3 TIe. Epichlorhydrin
(Molverhältnis ca. 1:1) werden 8 h unter Rühren auf 80 C erhitzt, dann setzt man hinzu 140 TIe. des oben spezifizierten
MDI, sowie 40 Tie· Essigsäure. Unter guter Kühlung wird
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der Reaktionsstoß abgefangen, dann rührt man noch 30 Min. bei 70°C und verdünnt anschließend mit einer Lösung von 40 Teilen
Essigsäure in 470 Teilen Wasser auf einen Feststoffgehalt von ca. 25 Gew.-%.
In einem Rührgefäß werden bei 500C vorgelegt: 170 Tie. 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat,
sodann gibt man 97 Tie. N-Methyldiisopropanolamin (aus N-Methylamin und 2 Mol Propylenoxid)
sowie 57 Tie. Benzylchlorid und nach 5 Min. 135 TIe. Isopropanol
hinzu. Man läßt 8 h bei 85 C rühren und verdünnt dann mit 447 TIn. 30 %iger Essigsäure auf einen Feststoffgehalt von
38 Gew.-%.
Es wird völlig analog Beispiel 1 B gearbeitet. Lediglich an Stelle von 49 TIn. Epichlorhydrin werden jetzt nur 33 TIe.
verwendet, d.h. daß ein zu ca. 30 % unterquarterniertes Produkt entsteht.
Die Prüfung auf Leimungswirkung erfolgt mittels der sogenannten Tintenschwimmprobe: Hierzu wird ein ungeleimtes Papier mit dem
Leimungsmittel behandelt und dann auf flüssige Tinte aufgelegt. Die Zeit, die vergeht, bis die Tinte das Papier von der aufliegenden
Unterseite her durchdringt und an der Oberfläche sichtbar wird, ist ein Maß für die Leimungswirkung der untersuchten
Substanz. Die Methode liefert insbesondere bei mehrfacher Wiederholung des Einzelversuches zuverlässige Relativbeurteilungen
der verschiedenen untersuchten Substanzen. Zweckmäßigerweise läßt man zu Vergleichszwecken ein dem Stande der Technik entsprechendes
Leimungsmittel in den Versuchen mitlaufen.
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Hierzu wurde das Leimungsmittel 1 der DT-AS 1 621 688, ein kationisches Leimungsmittel mit ausgezeichneter Wirksamkeit
mitverwendet.
Die Prüfung wurde wie folgt vorgenommen: Als Papier wurde ein
Papier mit 75 g/m , hergestellt aus 50 Teilen Nadelsulfatzellstoff,
50 Teilen Laubholzzellstoff, 0,12 Teilen eines handelsüblichen
Weißtöners, 20 Teilen Talkum, schwach alaunhaltig (pH 5 im Stoffauflauf) eingesetzt.
2
Aus dem Papier wurden ca. 4 cm ' große Stücke ausgestanzt und bei 20 C 10 Sek. mit einer 0,04 %igen wässrigen Auflösung des Vergleichs bzw. der als Leimungsmittel zu prüfenden Umsetzungsprodukte durch Eintauchen getränkt (pH 4,5, essigsauer). Dann wurde zwischen Filtrierpapier abgequetscht, um überschüssige Tränklösung zu entfernen. Nun wurde bei 1100C im Umluftschrank 4 Min. getrocknet, dann 1 h bei Raumklima konditioniert und auf die Tinte (handelsübliche Füllfeder-Tinte - Pelikan Tinte 4001 - verdünnt mit dest. Wasser im Verhältnis 1:1) aufgelegt. Alle Proben wurden gleich behandelt und 5-fach durchgeführt.
Aus dem Papier wurden ca. 4 cm ' große Stücke ausgestanzt und bei 20 C 10 Sek. mit einer 0,04 %igen wässrigen Auflösung des Vergleichs bzw. der als Leimungsmittel zu prüfenden Umsetzungsprodukte durch Eintauchen getränkt (pH 4,5, essigsauer). Dann wurde zwischen Filtrierpapier abgequetscht, um überschüssige Tränklösung zu entfernen. Nun wurde bei 1100C im Umluftschrank 4 Min. getrocknet, dann 1 h bei Raumklima konditioniert und auf die Tinte (handelsübliche Füllfeder-Tinte - Pelikan Tinte 4001 - verdünnt mit dest. Wasser im Verhältnis 1:1) aufgelegt. Alle Proben wurden gleich behandelt und 5-fach durchgeführt.
Gemessen wurde als Zeit I die Zeit, die bis zum Durchdringen der ersten Tintenflecken an die Oberfläche vergeht, als Zeit II
die Zeit, die vergeht, bis eine etwa 50 %ige Durchdringung der Oberfläche erreicht ist. Die gemessenen Zeiten werden in Sekunden
tabellarisch als Durchschnittswerte angegeben.
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Tintenschwimmprobe
Leimungsmittel
gemäß Beispiel
gemäß Beispiel
Zeit I (Sek.)
Zeit II (Sek.)
| Vergleich | 2,5 | 24 |
| 1 A | 2,8 | 32 |
| 1 B | 4,0 | 60 |
| 2 | 4,5 | 51 |
| 3 | 4,9 | 45 |
| 4 | 3,5 | 38 |
| 5 | 3,8 | 55 |
| 6 | 3,0 | 38 |
Die Wirkung als Oberflächenleimungsmittel wurde außerdem an
folgenden Papieren untersucht:
Papier I:
Papier II:
Gebleichter Zellstoff , 12 % Talkum-Asche,
1 % Alaun, 75 g/m2 .
Gebleichter Zellstoff, 10 % Calciumcarbonat-Asche (korrigierta: CaO-Wert) ,
80 g/m2 .
Die Papiere wurden in einer Laborleimpresse der Fa. Werner
Mathis, Zürich, Type HF mit einer Flotte folgender Zusammensetzung ausgerüstet:
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5 % Stärke,
0,125 - 0,25 % Wirksubstanz der
Leimungsmittel,
Rest Wasser,
pH ca. 6,0.
Als Vergleich wurde wiederum das Leimungsmittel 1 der DT-AS 1 621 688 herangezogen.
Nach dem Trocknen der Papiere auf einem Trockenzylinder bei 100°C wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur klimatisiert und anschließend
die Leimungswirkung mit Hilfe der Wasseraufnähme
geprüft. Hierzu wurden Abschnitte des Papiers vorgewogen, 1
Minute in Wasser von 20°C getaucht, zwischen Filterpapier mittels eines 10 kg Rollgewichtes einmal abgepreßt und
zurückgewogen. Aus der Gewichtsdifferenz wurde der Wert für
2 die beidseitige Wasseraufnahme in g/m errechnet. Je geringer
die Wasseraufnahme, desto besser ist die Leimungswirkung. Eine gute Leimung liegt vor, wenn eine Wasseraufnähme von
ca. 40 g/m und niedriger erreicht wird.
Die Meßwerte werden tabellarisch zusammengestellt, wobei sich die %-Angaben auf den Anteil an Leimungsmittel-Wirksubstanz
in der Flotte beziehen.
Zur Prüfung der Leimungswirkung bei Zusatz zur Papiermasse wurden auf einem Laborblattbildner Papierblätter aus gebl. Sulfitzellstoff
hergestellt. Dabei wurden der 0,5 %igen Zellstoff-' Suspension jeweils 1 % der Leimungsmittel (Wirksubstanz bezogen
auf trockenen Zellstoff) 15 Sek. vor der Blattbildung unter Rühren
zugegeben. Es erfolgten keine weiteren Zusätze. Die Papiere wurden auf einem Trockenzylinder bei 100 C getrocknet. Nach
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2-stündigem Klimatisieren der Papiere bei Raumtemperatur wurde die Leimung mittels Tintenschwimmprobe geprüft. Verwendet wurde
Prüftinte Pelikan 4001 (unverdünnt).
Als Vergleich wurde wiederum das Leimungsmittel 1 der DT--AS 1 621 688 herangezogen.
Leimungsmittel nach Beispiel:
Nr.
Wasseraufnähme
Papier I Papier II
0,125% 0,25% 0,125% 0,25%
Vergleich 1 B 2 5 7
| 32 | ,9 | 29,2 | 55, | 4 | 37,2 |
| 32 | 30 | 44, | 4 | 32,1 | |
| 33 | 29,1 | 50 | 33,4 | ||
| 33 | ,8 | 31,1 | 50 | 31,3 | |
| 33 | ,5 | 31 ,6 | 48 | 31 ,9 |
Vergleich
1 B 2 5 7 1 A
Tintenschwimmprobe nach Masseleimung (1 % Zusatz)
über 20 Minuten
über 20 Minuten über 20 Minuten über 20 Minuten über 20 Minuten etwa 18 Minuten
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In den nachfolgenden Beispielen wird die Herstellung und Verwendung von keine quarternierten Stickstoffatome aufweisenden
erfindungsgemäßen Leimungsmitteln beschrieben.
Als Polyisocyanat wird wiederum das bereits genannte technische MDI eingesetzt.
Die Herstellung der verschiedenen Umsetzungsprodukte, die erfindungsgemäß als saure wässrige Lösung als Leimungsmittel
eingesetzt werden, ist im Folgenden tabellarisch aufgeführt.
Phase I wurde in einem Rührgefäß vorgelegt, dann die Phase II zugesetzt und gerührt, bis die Reaktionstemperatur, die
in allen Fällen 84 nicht überstieg, wieder abzusinken begann. Dann wurde noch 30 Minuten nachgerührt und anschließend
die Phasse III hinzugesetzt.
In allen Fällen resultierten gut fließende Lösungen der Umsetzungsprodukte,
die mit Wasser weiter auf die gewünschte Anwendungskonzentration herunterverdünnt werden.
Die Prüfung auf Leimungswirkung erfolgt wieder mittels der Tintenschwimmprobe. Auch hier wurde das Leimungsmittel 1
der DT-AS 1 621 688 in einem Vergleichsversuch eingesetzt. Das eingesetzte Papier und die Verfahrensweise der Testversuche
entsprechen den bereits oben gemachten Angaben.
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> Umsetzungsprodukt !A!B!C!D!E!F!G!H!I!K! Phase !
MDI (Gew. Teile) ! 270 ! 270 ! 300 ! 300 ! 175 ! 175 ! 40 ! 160 ! 460 ί 75 ! I !
j« Isopropanol ! 357 ! 100 ! 302 ! 302 ! 225 I 245 ! 50 ! 180 ! 450 ! 70 ! i
Essigsäure ! - Ϊ - ! - ί - ! 50 ! - ! - ! 40 I 50 ! 20 ! !
Ameisensäure ! - ! 10 ! - ! - ! - ! 30 ! - ! - ! - ! - ! !
N-Methyldiathanolamin ! 72 ! 72 ! - ! - ! - ! - ! - ! - ! - ί - ! II !
^ N-Äthyldiäthanolamin ! - ! - ! 72 ! 72 I - ! - ! - ! - ! 72 ! - ! !
to Triäthanolamin ! - ! - ! - ! - ! - ! - ! - ! 60 ! 60 ! - ! !
ο N-Cyclohexyldiäthanolamin ! - I - ί - ! - ! 100 ! - I - ! - ! - I - ! ! **
ζ N-Benzyldiäthanolamin ! - ! - ! - ! - ί - ί 100 ! - ! - I - ! - ! !
° N-DimethyIäthanolamin ! - ί - ! - ! - ! - ! - ! 10 ! - ! - I - ! ■
cd tetrapropoxyliertes Äthylendiam.! —!—i—!—!—!—!—!—!—115Ϊ '
ro
Zusatz von Essigsäure ί 154 ! 130 ! 150 ! - ! 140 I 140 ! 20 ! 44 ! 160 ! 20 ! τι1 ϊ
Zusatz von Ameisensäure ! — ! — ϊ — ! 120 !—ϊ—!—!—!—!—I i
Feststoffgehalt Gew. % ! 40 ! 44 ! 45 ! 47 ! 40 ! 40 ! 42 ! 45 ! 47 ! 45 ! !
Viskosität Fordbecher Düse 6 220C
(Sek.) ! 79 ! 105 ! 98 ί 112 ! 110 ! 99 ! 81 ! 112 ! 128 ! 129 Γ ^!
Molgewicht, osmotisch 11170 ! / !111Oi / 11210 ! / ! / 11380 11220 1 ι J^!
| Leimungsmittel | Zeit I (Sek.) | Zeit II (Sek.) |
| Vergleich | 2,5 | 24 |
| A | 2,1 | 29 |
| B | 2,9 | 25 |
| C | 2,8 | 32 |
| D | 2,6 | 32 |
| E | 3,1 | 30 |
| F | 1,1 | 22 |
| G | 2,8 | 30 |
| H | 2,5 | 32 |
| I | 2,0 | 25 |
Auch die bereits beschriebenen Versuche zur Oberflächenleimung unter Verwendung der bereits genannten Papiere I
bzw. II wurden wiederholt, wobei alle Versuchsbedingungen konstant gehalten wurden, mit der Ausnahme, daß nunmehr
die nicht quarternierten Oligourethane als Wirkstoffe in den Leimungsmitteln vorlagen.
die nicht quarternierten Oligourethane als Wirkstoffe in den Leimungsmitteln vorlagen.
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Leimungsmittel
Papier I
2
Wasseraufnahme g/m
Wasseraufnahme g/m
Zusatz (Wirksubstanz)
Papier II
bei Leimungsmittelvon
| 0125 % | 81 | 0,25 % | 0,125 % | 83,3 | 0,25 % | |
| ohne | - | - | - | - | ||
| Vergleich | 32,8 | 29,1 | 50,5 | 37,3 | ||
| A | 29,7 | 28,5 | 39,9 | 36,3 | ||
| H | 28,3 | 25,9 | 38,4 | 30,6 | ||
| E | 30,5 | 27,6 | 38,0 | 31,7 | ||
| D | 31,9 | 28,8 | 50,0 | 37,0 | ||
| I | 31,8 | 28,7 | 48,0 | 32,0 | ||
Gemäß Beispiel 3 der DDR-Patentschrift 5381 wurde ein aminreiches
Polyurethan hergestellt. Das Material löst sich in konzentrierter Essigsäure, die Lösung läßt sich mit Wasser
verdünnen. Im pH-Bereich oberhalb 5,5 beginnt das Polyurethan als Trübung auszufallen und ist daher für Leimungszwecke nicht
geeignet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die quarternierten verfahrensgemäß hergestellten Umsetzungsprodukte dann besonders
gut geeignet, wenn Epichlorhydrin als Quarternierungsmittel
verwendet wird. Deshalb wurde mit dem gemäß DDR 5381 erhaltenen Polyurethan ein Quarternierungsversuch unternommen:
36,5 TIe. des oben hergestellten basischen Polyurethans werden
bei 70°C in 146 TIn. Isopropanol gelöst und mit 8 TIn. Epichlorhydrin
(1 Mol Quarternierungsmittel pro Mol enthaltenes Amin)
7 h bei dieser Temperatur gerührt. Es bildet sich ein Niederschlag. Das entstandene Quarternierungsprodukt ist vernetzt
und ergibt noch als ca. 3 %ige Aufschlämmung in Wasser/ Essigsäure nur ein Gel, aber keine verarbeitungsfähige
Leimungsmittellösung.
Unter diesen Quarternierungsbedingungen werden erfindungsgemäß die bestgeeigneten Leimungsmittel erhalten.
Le A 16 676
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Claims (4)
- aufweisenden Oligourethans des Molekulargewichtsbereichs 500 - 5000 in Wasser oder Gemischen aus Wasser und mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln.
- 2) Leimungsmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das protonierte und/oder quarternierte Ammoniumgruppen aufweisende Oligourethan ein ümsetzungsprodukt darstellt, aus Polyisocyanaten bzw. Polyisocyanatgemischen der Diphenylmethanreihe mit N-Alkyl-Dialkanolaminen mit 5-12 C-Atomen und gegebenenfalls als Kettenabbrecher mitverwendeten Verbindungen mit einer gegenüber Isocyanatgruppen reaktionsfähigen Gruppe, dessen tertiäre Aminostickstoffatome zumindest teilweise durch Umsetzung mit einer Säure und/oder einem Quarternierungsmittel protoniert bzw. quarterniert wurden.
- 3) Verfahren zur Leimung von Papieren oder Pappen mit kationischen Papierleimungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß als Papierleimungsmittel solche gemäß Anspruch 1 oder 2in Form ihrer 0,02 - 10 Gew.-%igen Lösung zum Einsatz gelangen.
- 4) Gemäß Anspruch 3 erhältliche geleimte Papiere und Pappen.Le A 16 676 - 28 -709808/0692
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