DE2339979B2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Metallgegenstandes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines MetallgegenstandesInfo
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Description
V)
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Metallgegenstandes, insbesondere eines Rohrstranges,
bei welchem aus einem bestimmten metallischen Werkstoff bestehende Abbrandelektroden kontinuierlich
mit vorbestiinmter Geschwindigkeit in ein Schlackebad eingeführt werden, das in einer wassergekühlten
Melall-Gießform gehalten wird, welche einen Formraum mit der gleichen Querschnittsform wie
derjenigen des herzustellenden Metallkörper festlegt, mi
wobei die in der wassergekühlten Gießform kontinuierlich durch ein Elektroschlacke-Umschmelzen der
Abbrandelektroden gebildete Metallschmelze forllaufend in der Gießform zum Erstarren gebracht und der
erstarrte Metallkörper kontinuierlich mit vorbestimm- "'· ter Geschwindigkeit aus der Gießform abgezogen wird,
und wobei das Schlackebad und die in der wassergekühlten Mciall-Gicßform befindliche Metallschmelze
zusätzlich durch Dauerelektroderi erhitzt werden, sowie
eine zur Durchführung des Verfahrens besonders geeignete Vorrichtung.
Bei einer aus der GB-PS 12 30 183 bekannten Anordnung werden Hilfselektroden vertikal gerichtet in
das Schlackebad eingetaucht, wobei diese Hilfselektroden mit einer Gleichstromquelle verbunden sind, damit
der bmschmelzvorgang mittels der wechselstromgeschweißten Umschmelzelektroden im Hinblick auf
metallurgische Reaktionen unterstützt wird, was durch die gleichstrombedingte Schmelzelektrolyse erreicht
wird, um einen Metallkörper zufriedenstellender Qualität erhalten zu können. Nach der GB-PS 12 51 660
haben die Hilfselektroden eine etwas andere Aufgabe, und zwar sollen sie hier die Schmelze flüssig sowie die
lokale Temperatur aufrechterhalten, was in diesem Zusammenhang wegen der besonderen Ausbildung der
Umschmelzelektroden, die aus einer in einem Metallrohr verdichteten Metallpulvermischung gebildet sind,
notwendig wird. Dieser bekannte Stand der Technik bezieht sich auf das Abgießen von Voürnateriaisträngen,
die nur von ihrer Außenseite her, z. B. über Kühleinrichtungen an der Kokille, abgekühlt werden können, so daß
sich die Herstellungsgeschwindigkeit derartiger Metallstränge sehr stark nach dem Umfang der möglichen
Abkühlung richtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung der vorteilhaften Kühlmöglichkeit für
Metallgießformen für Rohrstränge an dem stark gekühlten Bereich der Umgebung des Schmelzbades
eine definierte zusätzliche Wärmemengenzufuhr zu schaffen, damit das Schlackebad vor allem im Umschmelzabschnitt
auf einer gleichförmigen erhöhten Temperatur gehalten wird, wobei diese zusätzliche
Wärmemengenzufuhr derart ausgestaltet ist, daß Maßnahmen zur Erhöhung der Produktionssteigerung
des Umschmelzvorgangs zum Einsatz kommen können.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkrrale de*. Patentanspruchs 1.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt eine Verwendung von Abbrandelektroden zu, die eine größere
Querschnittsfläche besitzen als derjenige des herzustellenden Metallkörpers, wodurch die Produktionsgeschwindigkeit
erheblich gesteigert werden kann, und gestattet gerade beim Einsatz derartiger Abbrandelektroden
eine Schmelzbaderwärmung über die nicht abbrennenden bzw. Dauerclcktrodcn, in dem ihre in das
Schlackebad eingetauchten Endbereiche in unmittelbarer Nähe der Metallschmelze geführt werden. Erfindungsgemäß
läßt sich auf dem bei der Herstellung von Rohrsträngen nach dem Elektroschlaekc-Umschmelzverfahren
sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Schmelzbereich eine sehr konzentrierte Zufuhr der
benötigten Wärmemenge erreichen, wodurch die Gleichförmigkeit des abgegossenen Rohrstranges entscheidend
verbessert wird. Bei dem erfindungsgemaüen
Verfahren, das insbesondere zur Herstellung von Rohrstrangen geeignet ist, komml eine McUillgicßform
zum Einsatz, die einerseits aus einer die Außenform bildenden, gekühlten Kokille und andererseits aus einem
ebenfalls gekühlten Kern gebildet wird. Bei dieser grundsätzlich unterschiedlichen Formausbiklung läßt
sich auch eine wesentlich intensivere Kühlung des abzuziehenden Rohrstranges vornehmen, da nämlich
sowohl die Kokille als auch tier Dorn gekühlt werden
können, womit die eigentliche Metallschmelze einen wärmernäßig sehr begrenzten Bereich umfassen kann.
Durch die Verwendung der Datieieleklroden als
zusätzliche Wärmequellen können eine oder mehrere
Abbrandeleklroden, deren Gesamlquerschniti denjenigen
des herzustellenden Metallgegenstands übersteigt, mit hoher Geschwindigkeit nach dem Elektroschlakkeumschmelz-Verfahren
abgeschmolzen werden, wobei die Abziehgeschwindigkeit des Metallkörpers bzw. die
Strangerzeugungsgeschwindigkeit entsprechend erhöht werden kann. Ebenso kann auch die Abkühlgeschwindigkeit
der Metallschmelze erhöht werden, so daß das dendritische Gefüge des Metallkörpers nicht so stark
anwächst wie bei den nach den bisherigen Verfahren hergestellten Metailgegenständen und zu dem die
Korngröße vergleichweise fein ist. Aus diesem Grund besitzt der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellte Metallgegenstand erheblich verbesserte Qualität. Zur Herstellung eines bestimmten Gegenstandes
bzw. Strangs erübrigt sich die Anfertigung von Abbrandelektroden spezieller Abmessungen, auch
wenn die Wanddicke des Gegenstands gering ist. Da die Temperatur des Schlackebads hoch ist und in ihm auch
cine tiU3Γι,!Clιν,ΐΐιιν« i\unrv,r\iiuii uti ο\_ΐιιαν,Λ*- jiuiuihiji,!,
können Verunreinigungen zufriedenste'.end entfernt werden, während gleichzeitig auch ein genügender
Schmelzzustand der Metallschmelze gewährleistet bleibt. Da darüber hinaus die im Schlackebad enthaltene
geschmolzene Schlacke durch die wassergekühlte Gießform abgekühlt wird, so daß sie die Innen- und
Außenfläche des Metallkörpers in Form eines dünnen Films abschirmt, werden das Oberflächenaussehen des
Strangs und seine Maßgenauigkeit verbessert. Das Volumen des Schlackebads kann vergrößert werden, so
daß das Elektroschlacke-Umschmelzen stabil erfolgt und der Herstellungsvorgang gleichmäßig durchgeführt
werden kann.
Die Vorrichtung nach Anspruch 2 ist für die gleichmäßigere Erwärmung des Schlackebads und der
Metallschmelze durch die Dauercleklroden vorteilhaft. Die Vorrichtung gemäß der Ausführungsform nach
Patentanspruch 3 ist insofern vorteilhaft, als mit ihr ein
hoher Reinheitsgrad der Metallschmelze aufrechterhalten und die Temperatur der Schmelze auf einem
höheren Wert gehalten werden k.<nn, weil die Abkühlwirkung der Gießform auf die Metallschmelze
durch die Taschen-Nuten gebildet wird.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhano einer Vorrichtung Ziir Herstellung eines
rohrförmigen Mctallgegenstands näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen lotrechten Schnitt durch eine Aiisführungsform
einer Verrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäß Fig. I, bei welcher mehrere Paare von
Abbrandelektroden nebeneinander angeordnet sind und
I-i g. J einen lotrechten Schnitt durch eine abgewandelte
Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemiißen Verfahrens.
In Fig. I sind Abbrandclektroden 1 aus einem
bestimmten metallischen Werkstoff dargestellt, deren Dicke ι erheblich größer ist als die Wanddicke reines
herzustellenden rohrförmigen Metallkörpers M. Mehrere dieser Abbrandelektroden 1, bei der dargestellten
Vorrichtung insgesamt 16 Elektroden, sind gemäß F i g. 2 umfangmäßig nebeneinander in einer dem
Querschnitt des rohrförmigen Metallkörpers M entsprechenden
Form angeordnet und v/erden mit Hilfe einer nicht darges eilten Vorschubeinrichtung mit
vorbeslimmtcr Geschwindigkeit kontinuierlich abwärts
bewegt. Eine ringförmige, wassergekühlte Metall-(j:cüform
2 besteht aus einer wassergekühlten Außenform 2u und einer ebenfalls wassergekühlten Innenform 2b, die
konzentrisch angeordnet sind und zwischen sich einen ringförmigen Formraum bilden, der aus einem Oberteil,
einem parallelwandigen Mittelteil und einem Unterteil besteht. Der parallelwandige Mittelteil des Formraums
besitzt einen dem rohrförmigen Metallkörper M entsprechenden Querschnitt und eine dessen Wanddikke
Tentsprechende Weite. Der Oberteil des Formraums ist in Aufwärtsrichtung erweitert und an dem in den
Mittelteil übergehenden Abschnitt mit einer Stufe versehen, wobei der über der Stufe befindliche
Abschnitt des Oberteils einen ein Schlackebad aufnehmenden Bereich 3 bildet, während sein unterhalb der
Stufe befindlicher Abschnitt einen Teil zur Aufnahme einer Metallschmelzenlache 4 bildet. Die Abbrandelektroden
1 sind jeweils so angeordnet, daß sie mit ihren unteren Enden in den Mittelbereich eines in den Bereich
3 eingefüllten Schlackebads Seir..etaucht sind. Weiter-
u:„ ^:„^ -:-.u. ~ui 1- u r^ i„i i„_ c
Hill 311IU IIICIII auUlLIIIIClEUL Lf/.W. 1 I au Cl C IC IM I WUCI 1 J
vorgesehen, die neben den Abbrandelektroden 1 an einer Seite oder an beiden Seiten derselben angeordnet
und mit ihren unteren Enden tief in das im bereich 3 befindliche Schlackebad S eingetaucht sind. Diese
Dauerelektroden 5 dienen zur Erhitzung des Schlackebads S und der in der Lache 4 befindlichen
Metallschmelze zur Verhinderung einer Abkühlung derselben und zur Aufhebung der durch die wassergekühlte
Gießform 2 auf die Metallschmelze ausgeübten Kühlwirkung. Die unteren Enden dieser Dauerelektroden
befinden sich dabei dicht an der MetallschmelzenlaBei dieser Vorrichtung kann die Anordnung so
getroffen sein, daß jede Dauerelektrode 5 entweder für sich oder in Verbindung mit ihrer zugeordneten
Abbrandelektrode 1 eine umfangsinäßige, etwa waagerechte
Bewegung oder eine Schwir.gbeu. igung im Schlackebad S durchführt. Ein Anfahrkopf 6 ist an einer
unter der wassergekühlten Metallgießform 2 angeordneten Strang-Abzieheinrichtung 7 befestigt und derart
ausgebildet, daß sein oberer Endabschnitt in den parallelwandigen Mittelteil des Formraums der Gießform
2 hinein bewegbar ist. wobei seine obere
-ti Stirnfläche das offene obere Enue des Mittelteils
verschließt. Die Strang-Abzieheinnchtung 7 wird durch
eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung mit vorbestimmler Geschwindigkeit aufwärts und abwärts verlagert.
Weiterhin sind eine mit jeder Abbrandelektrode 1
Vi und dem Anfahrkopf 6 verbundene Stromquelle 8 und
eine mit jeder Dauerelektrode 5 und dem Anfahrkopf f>
verbundene Stromquelle 9 vorgesehen. Bei 10 ist zudem
ein sich an Innen- und Außenflächen des rohrförmigen
Metallkörpers bzw. Strangs Λ/ bildender Schlackefilm
Γι gezeigt.
Im Betrieb der Vorrichtung wird Jie Abzicheinrchtung
7 zunächst hochgefahren, um den Anfahrkopf 6 in den parallelwandigen Mittelteil des f onnraiims der
Gießform 2 veil unten her einzuführen und dabei das
offene obere Ende dieses Mittelteils mit der oberen Stirnfläche des Anfahrkopfcs 6 zu verschließen. Hierauf
werden die Abbrandelektroden I abwärts verlagert, um
ihre unteren finden in den Oberteil des Formraums einzubringen, worauf eine getrennt vorbereitete Schlakkenschmelze
in ilen das Schlackebad aufnehmenden Bereich 3 eingeschüttet wird, um das Schluckebad S
auszubilden. Dabei ist der untere Enduhschniit leder
Abbrandelektrode I in das Schlackebad Si nt_'eiaiK hl.
wobei mich die unteren Luden der Dauerelektroden 5
lief in diis .Schlackebad S hineinreichen, da sie vorher
lief in den Oberteil des Lormraums eingeführt wurden. Sodann wird clic Stromquelle 8 eingeschaltet, so daß ein
Strom über den Anfahrkopf β und jede Ahbrandelektro
de I ungelegt wird, worauf die Abbrandclcktrodcn 1 mn
'. orbcstimmter Geschwindigkeit abwärts verfahren werden. Die Abbrandelektrodcn 1 werden dabei von
ihren unteren Luden her nach dem Hlektroschlacke-Umschmelzverfahren
abgeschmol/en, wobei die ernstehenden
I ropfeii I;/des geschmolzenen Metalls fortlau
fenil in das Schlackebad .S' hineinfallen und sich unter
liildung der Mctallschmeizenlache 4 in dem Metall schmclzcn-Auffangtci! des Oberteils des f ormraums
ansammeln. Praktisch gleichzeitig wird die Stromquelle 4 eingeschaltet, so daß ein Strom von den ein/einen
Daiiereleklroden 5 durch das Schlackebad .V zur Metallschmelze «(geleitet und dadurch das Schlackebad
und die Metallschmelze durch die Dauerelektrodcn erhitzt werden. Die Metallschmelze in ist bestrebt, sich
unter der Kühlwirkung der wassergekühlten Gießform 2 schnell abzukühlen, doch werden die Metallschmelze
in und das Schlackebad S auf die beschriebene Weise durch die Dauerelektrodcn 5 auf der erforderlichen
Temperatur gehallen. Folglich wird die Abkühlge schwindigkeit der Metallschmelze m herabgesetzt, so
daß diese in der Lache 4 in geschmolzenem Zustand \ erbleibt, ohne eine Abkühlung und Lrstarrung von dem
mit der Gießform 2 in Berührung stehenden Teil her /u
erfahren, so daß sich der untere Teil der Schmelze mit
der oberer' Stirnfläche des Anfahrkopfes 6 verbindet.
Wenn danach die Strang-Abz.ieheinrichtung 7 mit \orbestimmter Geschwindigkeit abwärts verfahren
wird, verlagert sich die Metallschmelze m mit der
gleichen Geschwindigkeit durch den parallelwandigcri
I eil des I ormraums hindurch, wobei sie von innen und
außen her durch die wassergekühlte Metall-Gießform 2
,ibgekuhlt wird und fortlaufend erstarrt. Auf diese Weise
wird ein erstarrter Metallstrang mit der vorbestimmten
Duke / bzw. ein gewünschter rohrförmiger Mctallkorper
A/ gebildet. Der Metallkörper Λ/wird dabei durch
die Abzieheinrichtung 7 mit der vorbestimmten Geschwindigkeit fortlaufend aus der Gießform 2
abgezogen. Da die Dicke t der Abbrandclektroden I
erheblich größer ist als die Weite 7"des parallclwandigen
Mittelteils des IOrmraums. werden die Metallschmelzen-Tropfen
\n mit höherer Geschwindigkeit gebildet, so daß sich pro Zeiteinheit eine größere Menge
der Metallschmelze m in der Lache 4 ansammelt. Wie erwähn:, befindet sich dabei die Metallschmelze m
infolge der i.rhilzung durch die Dauerelektroden 5 jedoch in einem fließfähigen Zustand, so daß sie sich bei
der Abwärtsbewegung des Anfahrkopfes 6 gleichmäßig abwärts in dem parallelwandigcn Mittelteil lies Form
raums verlagert. Außerdem ist die pro Zeiteinheil erzeugte Menge an Metallschmelze in so groß, daß die
Abziehgeschwindigkeit des Strangs durch die Abzieh ■Ί einrichtung 7 erhöht werden kann. Zudem kann auch
eine ausreichende Abkühlung des Metallkörper M erreicht werden, weil der I ormraiim Mittelteil eine
große lotrechte Menge besitzt.
Die Dauerelektroden S werden als zusätzliche
Ki Uehcizungsquellen benutzt, und ihre u leren Luden
können bis dicht an die Metallschn· Izcnlache 4
herangebracht werden. Dadurch wird d.e temperatur der Metallschmelze in in der Lache 4 erhöht, wählend
gleichzeitig eine ausreichende Konvektion im Schlak
r> kenbad .V auftritt, so daß dann eine gleichmäßige
lempcralurverieilung gewährleistet wird. Der untere
Abschnitt des .Schlackenbades besitz! hohe temperatur
und gute elektrische Leitfähigkeit, so daß die Abbrand
elektroden I lief in das Schlackebad S eingelulirl
2Ii werden können und ohne weiteres ein ausreichend
hoher elektrischer Strom über die betreffenden Abbrandclektroden 1 und gleichzeitig auch über die
Abbrandelektroden und die Metallschmelze in geleiki
werden kann. Die tiefe des Schlackebads V kann
?·-> außerdem so groß gehallen werden, daß pulverformiges
Hußmittel zugesetzt werden kann, ohne die Temperatur
des Schlackehads S zu senken oder seine Fließfähigkeit
/v beeinträchtigen, so daß ein stabiles Llcktroschlaeke
Umschmelzen erreicht werden kann. Da die Metall
κι schmelzentropfen ausreichender Menge der .Schmelzenlache
4 zuführbar sind, kann die Abziehgeschw indigkeil
der Abzieheinrichtung 7 merklich erhöht werden, wobei die Tiefe der Schmelzenlache in keinem I all
übermäßig groß wird. Die abgezogene Schmelze ist
)-, daher durch die wassergekühlte Gießform ausreichend abgekühlt und erstarrt, so daß sie den gewünschten
Metallkörper bildet, wobei keine Gefahr besteht, daß die Schmelze in geschmolzenem Zustand aus der
Gießform austritt. Das Schlackebad .S" besitzt eine
JH gleichmäßige Temperaturverteilung und hohe Temperatur,
und die Schlacke ist frei fließfähig. Infolgedessen sind die zwischen der wassergekühlten Gießform 2 und
der Metallschmelze in an dem herzustellenden Metallkörper gebildeten Schlackcnfilmc 10 sehr dünn und
Ji haften daher gleichmäßig an Innen- und Außenflächen
des Rohrkörpers Λ/, so daß die Oberflächen ein gutes
Aussehen besitzen und die Maßhaltigkeit des hergestellten rohrförmigen Metalikörpers A-/vcrbcsscrt wird.
In F-" i g. 3 ist eine Vorrichtung dargestellt, bei welcher
-." in der Außenform 2a und in der Innenform ">.b der
wassergekühlten Metall-Gießform 2 taschenartige Nulen ti zum Auffangen von nicht auf der Schlacke
schwimmfähigen Verunreinigungen ausgebildet sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnuncen
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines Metallgegenstatides,
insbesondere eines Rohrstranges, bei welchem aus einem bestimmten metallischen Werkstoff
bestehende Abbrandelektroden kontinuierlich mit vorbestimmter Geschwindigkeit in ein Schlackebad
eingeführt werden, das in einer wassergekühlten Metall-Gießform gehalten wird, welche einen
Formraum mit der gleichen Querschnittsform wie derjenigen des herzustellenden Metallkörpers festlegt,
wobei in der wassergekühlten Gießform kontinuierlich durch Elektroschlacke-Umschmelzen
der Abbrandelektroden gebildete Metallschmelze fortlaufend in der Gießform zum Erstarren gebracht ;5
und der erstarrte Metallkörper kontinuierlich mit vorbestimmter Geschwindigkeit aus der Gießform
abgezogen wird, und wobei das Schlackebad und die in der wassergekühlten Metall-Gießform befindliche
Metallschmelze zusätzlich durch Dauerelektroden erhitzt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abbrandelektroden mit einer größeren Querschnittsfläche als die Querschnittsfläche des
herzustellenden Metallkörpers verwendet werden und daß die Dauerelektroden derart bezüglich der
Abbrandelektroden ausgerichtet werden, daß ihre in das Schlackebad eingetauchten Endbereiche nahe
bei der Metallschmelze am Bodenbereich des Schlackebades liegen.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens » nach A: Spruch 1, mit einer aus Außen- und
Innenform bestehenden Metall-Gießform, bei der neben den in das Schlackebad eingeführten Abbrandelektroden
zusätzlich Dauerelcklroden zur Erhitzung des Schlackebaoes sowie der Metallschmelze
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dauerelektrode (5) für sich oder in
Verbindung mit ihrer zugeordneten Abbrandelektrode (I) eine in Umfangsrichtung verlaufende, etwa
waagerechte Bewegung oder eine Schwingbewegung im Schlackebad ^durchführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Außenform (2a) und in der Innenform (2b) der wassergekühlten Metall-Gieß
form (2) taschenartige Nuten (11) zum Auffangen von nicht auf der Schlacke schwimmfähigen
Verunreinigungen ausgebildet sind.
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