DE2111361C3 - - Google Patents
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Description
l5 H-N CH-COOR3
Lebens- und Futtermittelgrundstoffe sind Natur- Rj — C-O R2
produkte, welche zwangläufig ständigen Qualitäts- .
Schwankungen unterliegen und infolgedessen auch 2o in welcher R1 den Rest einer natürlich vorkommenden
häufig nicht den durch moderne Aufbereitungsver- gesättigten oder ungesättigten Fettsaureι mit 2.bis __,
fahren gestellten Anforderungen genügen. Fs ist daher vorzugsweise 10 bis 20, insbesondere 12 bis 18 Ko.... n-
in v.elen Fällen erforderlich, »Lebensmittelzusatz- Stoffatomen, R2 den Rest einer naturlich vorkomn-cn-
stoffe« zuzusetzen, um die gewünschten Eigenschaften den, gegebenenfalls chemisch modifizierten Ammo-
während der Verarbeitung und Veredelung sowie in as säure, wie
den Endprodukten zu gewährleisten. Alle derartigen „ __ pu
Zusatzstoffe müssen jedoch sowohl physiologisch und ' 3
toxikologisch unbedenklich als auch mit den jewei- — CH2 — CH2 — S CH3
ligen Produkten verträglich sein. _ CH2 _ (CHj)3 — NH2
Unter diesen Zusatzstoffen nehmen Emulgatoren, 30 _ piNi-n NH
welche auch über ihre eigentliche Funktion hinaus - (CH2)3 — NH — C(NH) — INM2
noch andere Wirkungen zeigen können, einen besonders breiten Raum ein. Solche Emulgatoren werden 2
in der Nahrungs-, Genuß- und Futtermittelindustrie
seit langem benutzt, um eine gute und möglichst 35 und ähnliche und R3 — H, den Rest eines einwertigen
homogene Verteilung von Speisefetten und -ölen in Alkohols mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eines
Wasser und wäßrigen Medien oder umgekehrt zu mehrwertigen Alkohols wie — CH2 — CH2OH oder
erzielen. Im ersten Fall handelt es sich um eine Öl — CH2- CH(OH) — CH2- OH oder eines höheren
in-Wasser-Emulsion. wie sie z. B. in Milch vorliegt. Zuckeralkohols bedeutet, wobei auch einzelne oder
und im zweiten Fall um eine Wasser-in-öl-Emulsion, 40 mehrere der freien alkoholischen Hydroxylgruppen
beispielsweise Margarine. ihrerseits mit natürlich vorkommenden Fettsäuren
Unter Emulgatoren versteht man ganz allgemein verestert sein können. In diesem Fall bedeutet dann
chemische Verbindungen, welche einen hydrophilen R3 beispielsweise
und einen hydrophoben Molekülteil aufweisen. Geeig- _„ „„ „„. p., q qq q^
nete Verbindungen können anionisch, kationisch oder 45 2 *- I ' 2 3
nicht ionogen wirksam sein. — CH2 — CH(OH) — CH2 — O — CO —
Die meisten der bisher vorgeschlagenen und vcr- ,q^ ^ 0{j j |
wendeten Emulgatoren bestehen aus nicht physio- 2 Ιβ
logischen Substanzen, welche höchstens teilweise vom Der Acylrest der erfindungsgemäß zu verwendenden
menschlichen oder tierischen Organismus aufgenom- 50 Verbindungen kann demgemäß z. B. von der Essig-
men werden und somit den Nährwert der mit ihnen säure, Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Va-
versetzten Lebens- oder I uttermittel kaum erhöhen leriansäure, Capronsäure, Önanthsäure, Caprylsäure,
können. Pelargonsäure, Caprinsäure, Undecylsäure, Laurin-
Tatsächlich verwendet werden zur Zeit als Emul- säure, Tridecylsäure, Myristinsäure, Pentadecylsäure,
gatoren für Lebens- und Fultermittel vor allen Dingen 55 Palmitinsäure, Margarinesäure, Stearinsäure, Nondie
Monoglyceride höherer Fettsäuren. Hierbei han- decylsäure, Arachinsäure, Eikonsancarbonsäure-(l),
delt es sich zwar um physiologische Substanzen, doch Behensäure, ölsäure, Crotonsäure, Angelicasäure.
ist ihre Wirksamkeil gerade für Öl-in-Wasser-Emul- Tiglinsäure, Erucasäure, Acrylsäure, Elaidinsäure,
sionen begrenzt. Ähnliches gilt auch für Lecithin, Brassidinsäure, Geraniumsäure, Linolsäure, Linolcndas
neben seiner schlechten Emulgierwirkung noch 60 säure oder Eläostearinsäure abgeleitet sein,
den Herstellungsprozeß von Nahrungs- und Futter- Der Aminosäurekomponente der erfindungsgemäß
mitteln, etwa durch Zusetzen der Düsen bei Ver- zu verwendenden Verbindungen können alle natürlich
sprühung eines Fett-Emulgator-Gemisches, beein- vorkommenden essentiellen und nicht essentiellen
trächtigen kann. Stearyllactylate und -tartrale ent- Aminosäuren oder deren Racemate zugrunde liegen,
halten neben dem Fettsäurerest für den Organismus 65 Beispiele sind Glykokoll, Alanin, Valin, Leucin, Isowertlose
Carbonsäuren und sind auch in ihrer Emul- leucin, Prolin, Phenylalanin, Asparaginsäure, Glutgierwirkung
nicht restlos zufriedenstellend. Ähnliches aminsäure, Serin, Tyrosin, Cystin, Arginin, Histidin,
eilt auch für die Zuckerester höherer Fettsäuren, bei Lysin. Tryptophan und Methionin. Sofern die zu-
gründe liegende Aminosäure mehr als eine aevlierbare Aminosäurekomponente mit Fettsäurechloriden oder
Aminogruppe aufweist, wie das Lysin oder Ornithin, -anhydriden, und gegebenenfalls durch Veresterung
können in den erfindungsgemäß zu verwendenden der Aminosäurekomponente mit den gewünschten
Verbindungen sowohl nur eine als auch mehrere Alkoholen unter der katalytischen Einwirkung von
Aminogruppen in acylierter Form vorliegen. Sofern 5 Säuren oder sauren Ionenaustauschern erfolgen,
die zugrunde liegende Aminosäure außer der Carb- Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbinoxyl-
und der Aminogruppe noch weitere funktionell düngen werden in Mengen von 0,1 bis 20 Gewichts-Gruppen
aufweist, können diese gegebenenfalls vor prozenv, vorzugsweise von 0,5 bis 6 Gewichtsprozent,
oder nach der Acylierung chemisch modifiziert werden. insbesondere von 1 bis 4 Gewichtsprozent, bezogen
So kann z. B. die Thioätherbrücke des Methionins io auf den Fettanteil bei der Herstellung einer Ol-indurch
Oxydation in eine Sulfoxidgruppe oder in eine Wasser-Emulsion bzw. bezogen auf den Wasser-Sulfongruppe
umgewandelt werden, oder durch Um- anteil bei der Herstellung einer Wasser-in-Ol-Emulsion,
setzung mit einem Methylhalogenid in eine Methyl- eingesetzt. Bei der Mitverwendung von Phosphatiden
sulfonium-Halogenidgruppierung. beträgt deren Anteil entsprechend 0,5 bis 10 Ge-Die
erfindungsgemäß zu verwendenden N-Acyl- 15 wichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 7 Gewichtsprozent,
aminosäuren können sowohl in freier Form als auch insbesondere 1,5 bis 4 Gewichtsprozent.
in Form von Salzen der Alkali- oder Erdalkalimetalle,
wie Natrium, Kalium, Magnesium oder Calcium, sowie als Salze des Ammoniaks oder von
primären, sekundären und tertiären Aminen wie Äthylarrin, Diethylamin, Triäthylamin, Äthanolamin,
Diäthanolamin undTriäthanolamin, eingesetzt werden Schließlich kann die Aminosäurekomponente der
erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen
Beispiel 1
a) Herstellung von Stearoylmeihionin
a) Herstellung von Stearoylmeihionin
0.1 Mol Methionin wurde in 100 bis 150 ml Wasser durch Zugabe von 10 ml 20°/0iger NaOH
gelöst. Dazu wurden bei 25 bis 353C gleichzeitig
0,1 Mol Stearinsäurechlorid und 0.1 Mol NaOH so
auch noch mit einwertigen Alkoholen, wie Äthanol, 25 zugetropft, daß der pH-Wert der Lösung zwischen
Propanol, Isopropanol oder einem Butanol, oder 8 und 9 lag. Nach beendeter Zugabe läßt man noch
mit einem mehrwertigen Alkohol, wie Glycerin oder 30 Minuten nachreagieren und säuert dann die
einem höheren Zuckeralkohol, / B. Erythrit, Ambit, Lösung mit 6n-HCl an. Danach wurde das aus-Xylit,
Mannit. Sorbit, Dulcit verestert sein. Dabei gefallene Siearoylmethionin abgesaugt, mit Wasser
können die weiteren alkoholischen Hydroxylgruppen 30 säurefrei gewaschen und getrocknet,
des mehrwertigen Alkohols ihrerseits noch mit den Die Ausbeute betrug 98 0Z0 der Theorie,
oben bereits geschilderten gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 2 bis 22, vorzugsweise 10 bis
20, insbesondere 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, verestert sein. Bevorzugt werden solche Verbindungen,
in denen die Aminosäurekomponente mit einem Monoglycerid einer höheren Fettsäure verestert ist.
Die beschriebenen N-Acylaminosäuren werden als Emulgatoren insbesondere bei der Herstellung, Aufbereitung
und Veredelung von Lebensmitteln und Futtermitteln, z. B. für die Herstellung von Milchaustauschern
für die Kälberernährung, für 1 eberlranemulsionen, für die Herstellung von Suppen und
Soßen, sowie Margarine, Majonäse, Sahne und Speiseeis sowie zur Herstellung von Fleich- und
Wurstwaren und von Teigwaren, verwendet. Sie bestehen ausschließlich aus nicht toxischen, physiologisch
verträglichen Komponenten, welche durch den menschlichen oder tierischen Organismus verwertet
werden können und somit noch einen zusatzliehen nitritiven Wert besitzen. Sie können darüber
hinaus aber auch auf weiteren Gebieten Einsatz finden, z. B. in pharmazeutischen oder kosmetischen
Zubereitungen. Sie können als alleinige Finulgatoren
| Elementar analyse |
Berechnet | Gefunden |
| C H N S |
66,5 % 10,9.°/0 3.4 0Z0 7.7% |
65,3% 10,8% 3,3% 7,2% |
b) Herstellung einer Öl-in-Wasser-Emulsion
als Milchaustauscher
als Milchaustauscher
Verwendet wurde eine Milchpulvermischung aus: 46,8% Magermilchpuher (Sprühware),
46,8% Magermilchpulver (Walzenware). 6,4% Süßmolkenpulver.
Die Fettmischung bestand aus:
50% Rindertalg.
20% Schweinefett.
20% Cocosfett,
10% Sojaöl.
50% Rindertalg.
20% Schweinefett.
20% Cocosfett,
10% Sojaöl.
. „ .... .._ ^_ .,_, 0,96g Stearoylmethionin wurden bei etwa 50'C
zugesetzt werden, aber auch im Gemisch mit natürlich 55 in 24 g der Fettmischung gelöst bzw. suspendiert,
vorkommenden Phosphatiden, insbesondere mit Le- Diese Mischung wurde mit 96 g Milchpulvermischung
cithin. in einer Porzellanreibschale angerieben. 60 g der
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verbin- entstandenen Mischung wurden sodann mit 500g
düngen zeigen eine sehr gute Emulgierwirkung und Leitungswasser (18' d. H.) von 45 C übergössen
sind auch in dieser Hinsicht bekannten Emulgatoren 60 und I Minute mit einem Schneebesen bei 600 UpM
überlegen. Dieser Befund war insofern völlig über- verrührt. Je 100 g Milchaustauscher wurden in einen
raschend, als sie auf Grund ihrer HLB-Werte (Hydro- 100-ml-Tropftrichter gefüllt. Nach 5. 15 und 30 Mi-
philie-Lipophilie-Balance) zunächst nicht als Emul- nuten erfolgte eine Auftrennung in vier Schichten
gatoren geeignet erscheinen. zu je 25 g, in denen dann jeweils eine Fett bestimmung
Für die Herstellung der beschriebenen N-Acyl- 65 nach der Gerber-Methode durchgeführt wurde,
aminosäuren wird im Rahmen der vorliegenden Man fa.id jeweils in der obersten Schicht nach
Anmeldung kein Schutz beansprucht. Sie kann nach 5 Minuten 54,5%, nach 15 Minuten 73% untl nacn
bekannten Verfahren, z.B. durch Acylierung der 30 Minuten 79% des Fettes.
In der gleichen Weise wurde Stearoylmelhioninsulfoxid untersucht. Eingesetzt wurden 0,96 g Stearoylmethioninsulfoxid
und 24 g i ettmischung. Nach 5 Minuten befanden sich 69,5%, nach 15 Minuten
77,5% und nach 30 Minuten 84% des Fettes in der ■obersten Schicht.
AU
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung einer Kombination aus 1% Lauroylmethionin und
3% Lecithin, jeweils bezogen auf die eingesetzte Fettmenge.
Dabei fanden sich nach 5 Minuten 50,5%, nach 15 Minuten 69,5% und nach 30 Minuten 77% des
Fettes in der obersten Schicht.
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung einer Kombination von I % Palmitoylarginin und
3% Lecithin, bezogen auf die Fcttmcngc.
Dabei fanden sich nach 5 Minuten 52,5%, nach 15 Minuten 60% und nach 30 Minuten 74.5% des
Fettes in der obersten Schicht.
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung einer Kombination von 1,5% Λ,ε-Distearoyllysin
und 2,5% Lecithin, bezogen auf die Fettmenge.
Dabei fanden sich nach 5 Minuten 55%, nach 15 Minuten 62% und nach 30 Minuten 72,5% des
Fettes in der obersten Schicht.
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung von 4% Oleoylmethionin, bezogen auf den Fettanteil.
Dabei befanden sich nach 5 Minuten 64%, nach
35 15 Minuten 74% und nach 30 Minuten 76% des Fettes in der obersten Schicht.
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung von 2% Oleoylmethionin und 4% Lecithin. Dabei
befanden sich nach 5 Minuten 40%, nach 15 Minuten 46% und nach 30 Minuten 48% des Fettes.in der
obersten Schicht.
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung von
1% Stearoylmethionäthylester und 3% Lecithin.
Dabei befanden sich nach 5 Minuten 40%, nach
15 Minuten 60% und nach 30 Minuten 65% des Fettes in der obersten Schicht.
Beispiel 2 wurde v.-iederholt unter Verwendung von
4% Oleoylmethioninglycerinester. Dabei befanden sich nach 5 Minuten 54%, nach 15 Minuten 69%
und nach 30 Minuten 74% des Fettes in der obersten Schicht.
Beispiel 10
Verwendet wurden 2% Oleoylmethionin in der Fettmischung gemäß Beispiel 1 b). 200 g dieses Gemisches
werden in 444 g Magermilchkonzentrat mit 45% Trockensubstanz, bei einer Temperatur von
60 bis 7O0C eingearbeitet. Nach dem Homogenisieren wird sprühgetrocknet und das erhaltene 50%ije
Magermilch-Fettkonzentrat durch Zumischen vou Magermiichpulver auf 20% Fettgehalt eingestellt.
Beim Auflösen dieses Gemisches in Wasser ergibt sich folgende Fettverteilung:
Nach 5 Minuten 26% in der obersten Schicht, nach 15 Minuten 28% und nach 30 Minuten 32%
in der oberen Schicht.
Claims (1)
- denen auch wieder Schwierigkeiten im Verarbeitungs-Patentanspruch: Pr^ena stndtender vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von N-Acylaminosäuren, deren Verwendung von ^c^n^jgd«« Jjto, Salzen und/oder Estern, welche durch Acylierung 5 und/oder ^^^^^^^^ mol von natürlich vorkommenden, gegebenenfalls ehe- lieh vorkommenden, gegebenenfalls chemisch modimisch modifizierten, Aminosäuren oder deren fizierten, Aminosäuren oder_ deren Racematen rn,t Racematen mit natürlich vorkommenden Fett- natürlich vorkommenden Fettsauren oder deren säuren oder deren Gemischen hergestellt worden Gemischen hergestellt worden sind, gegetenenfalls sind, gegebenenfalls im Gemisch mit natürlich i. im Gemisch mit natürlich vorkommenden Phosphavorkommenden Phosphatiden, als Emulgatoren tiden, als Emulgatoren be. der Herstellung von (Jlbei der Herstellung von ÖI-in-Wasser- und Wasser- in-Wasser- und Wasser-in-Ol-hmulsionen. in-Öl-Emulsionen Die erfindungsgemäß zu verwendenden Verb.n-dungen entsprechen der allgemeinen Formel
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Family Applications (1)
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