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DE2007494A1 - Verfahren zur Herstellung von Eisen pulver mit niedrigem Kohlenstoffgehalt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisen pulver mit niedrigem Kohlenstoffgehalt

Info

Publication number
DE2007494A1
DE2007494A1 DE19702007494 DE2007494A DE2007494A1 DE 2007494 A1 DE2007494 A1 DE 2007494A1 DE 19702007494 DE19702007494 DE 19702007494 DE 2007494 A DE2007494 A DE 2007494A DE 2007494 A1 DE2007494 A1 DE 2007494A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon content
iron powder
production
starting material
low carbon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702007494
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Edward Henrik Lerum Murray (Schweden) P C03b 18 02
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SKF AB
Original Assignee
Svenska Kullagerfabriken AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Svenska Kullagerfabriken AB filed Critical Svenska Kullagerfabriken AB
Publication of DE2007494A1 publication Critical patent/DE2007494A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
    • B22F9/16Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes
    • B22F9/18Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds
    • B22F9/20Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds starting from solid metal compounds
    • B22F9/22Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds starting from solid metal compounds using gaseous reductors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F1/00Metallic powder; Treatment of metallic powder, e.g. to facilitate working or to improve properties
    • B22F1/14Treatment of metallic powder
    • B22F1/145Chemical treatment, e.g. passivation or decarburisation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F2999/00Aspects linked to processes or compositions used in powder metallurgy

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

Der Patentanwalt Dipl-Ing. W. Beyer. eoooFRANKFURT/MAiNDipl.-Wirtsch.-Ing.B.Jochem freiherr-vom-stein-strassem
Aktiebolaget
Svenska Kullagerfabriken Göteborg/Schweden
Priorität der holländischen Anmeldung Nr. 69.02853
vom 24.2.1969
Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver mit niedrigem
Kohlenstoffgehalt
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stahl- oder Eisenpulver mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, wobei dieser in einem pulverförmigen Ausgangsmaterial durch Reduktion mit Kohlenstoffmonoxyd, Wasserstoff oder Ammoniak bei hoher Temperatur herabgesetzt wird.
Bei der Herstellung von Eisenpulver wird in herkömmlicher Weise von zerstossenem Erz ausgegangen, das in einem Koksbett reduziert wird. Der sich dabei bildende Kuchen wird wiederum gebrochen und gemahlen, wobei Eisenkörner entstehen mit einem bereits im Koksbett reduzierten Kohlenstoffgehalt, der Jedoch in der Regel noch weiter reduziert werden muss. Dieser weitere Reduktionsvorgang kann unter Zuhilfenahme von Kohlenstoffmonoxyd, Wasserstoff oder Ammoniak durchgeführt werden, wobei nach dem bekannten Verfahren Temperaturen von über 10000C aufrechterhalten werden· Diese hohen Temperaturen
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führen allerdings dazu, daß die Pulverpartikel zusammensintern, so daß nach dem Reduktionsvorgang ein nochmaliges Zerstossen und Zermahlen des Materials erforderlich ist.
Bei dem bekannten Verfahren ist es auch nicht möglich, mit dem Kohlenstoffgehalt unter 0,3 % zu kommen, und wenn dabei der Reduktionsvorgang unterhalb derjenigen Temperatur stattfinden soll, bei welcher die, Pulverpartikel versintern, braucht der Reduktionsvorgang bis zum gewünschten niedrigen Kohlenstoffgehalt so lange, daß das Verfahren vom technischen und wirschaftlichen Standpunkt aus nicht mehr annehmbar ist. Arbeitet man dagegen mit höheren Temperaturen, so muss während des gesamten Herstellungsverfahrens das Material dreimal zerstossen und gemahlen werden.
Es ist auch schon bekannt, Eisenpulver aus Hammerschlag (Glühspänen) herzustellen, nämlich dem Metalloxyd, das beim Schmieden, Walzen und ähnlichen Arbeitsgängen als Abfallprodukt entsteht. Dieses Material wird getrocknet und danach bei ungefähr 9000C geröstet, muss dann zerstossen werden, und wird schließlich bei einer Temperatur von mehr als 10000C reduziert. Auch danach ist nochmals zur Gewinnung von Pulver ein Zerstossen und Mahlen notwendig. Es ist weiterhin bekannt, Eisenpulver in der Weise zu gewinnen, daß geschmolzenes Eisen in Luft oder Wasser zerstäubt wird. Dabei tritt eine starke Oxydation der Pulverpartikel ein, so daß nach dem Trocknen ein Reduktionsvorgang bei einer Temperatur von mehr als 1 10O0C erforderlich ist,um den Kohlenstoff- und Stauerstoffgehalt zu verringern. Hierbei kommt es auch wieder zu einem Versintern der Partikel, was ein nachfolgendes Zerstossen und Mahlen bedingt.
Ebenfalls schon bekannt geworden ist ein Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver auf elektrolytischem Wege. Venn
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auch das erhaltene Produkt sehr rein ist, so haftet diesem Verfahren doch der Nachteil an, daß es sehr teuer ist und auch nicht ohne Mahlvorgang auskommt.
Schließlich ist es "bekannt, Eisenpulver aus Erz, Abfall und sonstigem Eisen enthaltenden Ausgangsmaterial, das sich in Salzsäure auflöst, zu gewinnen. Die eisen- und chlorhaltige Lösung, die dabei entsteht, läßt man kristallisieren und presst dann nach der Trennung und Trocknung der Kristalle diese zu Briketts, welche anschließend in einem Strom heissen Wasserstoffs reduziert werden. Nach dem Reduktionsvorgang müßten die Briketts zerstossen und gemahlen werden.
Ausgangspunkt für die Erfindung ist die Tatsache, dass es von größter Bedeutung ist, den-Kohlenstoffgehalt von Stahl- und Eisenpulvern so weit wie möglich herabzudrücken, denn Je niedriger der Kohlenstoffanteil, desto besser ist die Kaltverformbarkeit von Halbzeug, das aus dem Pulver durch Sintern hergestellt wird. Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, durch welches sich mit niedrigen Kosten in kurzer Zeit ein sehr niedriger Kohlenstoffgehalt erzielen läßt.
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, daß als Ausgangsmaterial Stahlspäne, wie etwa Schleifspäne oder sonstige bei einem Herstellungsprozess als Abfall gewonnene Stahlpartikel dienen, dieses Ausgangsmaterial gereinigt und danach der darin enthaltene Kohlenstoff bei einer Temperatur unterhalb 100O0C reduziert wird. Die Reduktion kann in an sich bekannter Weise mit Kohlenstoffmonoxyd, Wasserstoff oder Ammoniak ausgeführt werden, in jedem Fall liegt die* erforderliche Temperatur jedoch wesentlich niedriger als bei herkömmlichen Verfahren mit diesen Reduktionsmitteln.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kann die Temperatur zwischen
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600 und 100O0C eingestellt werden, wobei die Behandlungszeit eine Funktion der Temperatur ist. So mag beispielsweise die Reduktion bei 7000C zwei Stunden dauern und bei 9000C eine Stunde. Diese Zahlenwerte stellen selbstverständlich keine die Erfindung begrenzenden Angaben dar, sondern geben nur die Richtung an.
Vorteilhaft bei der Erfindung ist, daß als Ausgangsmaterial des Verfahrens ein Material dient, welches bisher als Abfall angesehen und nicht weiter verwertet wurde. Am wichtigsten
erscheint z.Z. die Verwertung von Schleif spänen, die in grosser Mengen bei der Herstellung von Laufringen, Rollen und Kugeln für Wälzlager anfallen. Aber auch andererStahl oder Eisen enthaltender Abfall, der bereits in feinkörniger Gestalt entsteht, könnte nützlich sein. Dieses Ausgangsmaterial hat in der Regel einen Kohlenstoffgehalt von nur wenig mehr als 1 %.
Es ist überraschend, daß bei der Reduktion des Abfallmaterials mit Wasserstoff nach vorangegangener Säuberung bereits bei der obengenannten niedrigen Temperatur innerhalb einer kurzen Zeitspanne der Kohlenstoffgehalt bis auf ungefähr 0,05 % herabgesetzt werden kann. Das erhaltene Endprodukt besitzt immer noch Pulverform, so dass kein Zerstossen und Mahlen notwendig ist. Werden Schleifspäne benutzt, dann liegt das Ausgangsmaterial bereits in einer Korngrösse von weniger als 250 Mt zum wesentliehen Teil sogar von weniger als 90 ;t vor.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung findet die Reduktion in einem Drehrohrofen statt. Darin wird das pulverförmige Material kontinuierlich und allseitig vom Reduktionsmittel, also beispielsweise Kohlenstoffmonoxyd, Wasserstoff oder Ammoniak umspült. Die Verwendung eines Drehrohrofens ist nur deshalb möglich, weil das Material während der Reduktion nicht versintert.
Eine Versuchsanordnung zur Durchführung des erfindungsgemässen
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Verfahrens könnte beispielsweise bestehen aus einer Wasserstoff flasche , einer Stickstoffflasche, einer Wassersäule, einem Durchflußmeßgerät und einer Einrichtung, um den Durchfluss konstant zu halten, weiterhin aus einem Thermostaten und einem Befeuchtungsgerät mit Flüssigkeitsbehälter, Rührvorrichtung und angeschlossenem Thermometer. Hinzu kommt noch eine kurze Verbindungsleitung zum Zuführen eines Reinigungsgases, ein Ofen mit einer Auflagefläche für das Pulver und einer Vorrichtung zum Abfackeln des ausströmenden Wasserstoffs.
Der Stickstoff aus der Stickstoffflasche wird dazu gebraucht, alle Luft aus dem Versuchsgerät zu verdrängen, nachdem die zu untersuchende Menge des pulverförmigen Ausgangsmaterials eingeführt worden ist. Danach wird Wasserstoff eingeleitet, der in dem*mit destillierbem Wasser gefüllten Befeuchter angefeuchtet wird, wobei die Wasseraufnahme von der Temperatur im Behälter abhängt, die durch die Rührvorrichtung und das angeschlossene Thermometer möglichst konstant gehalten wird. Nach Beendigung des Versuchs wird die Zufuhr von Wasserstoff abgeschlossen und nach Abkühlung des Pulvers in einem kühleren Teil des Ofens Stickstoff durch den letzteren geleitet.
Patentansprüche/
7973. 109837/0864

Claims (2)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Stahl- oder Eisenpulver mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, wobei dieser in einem pulverförmigen Ausgangsmaterial durch Reduktion mit Kohlenstoff-
" monoxyd, Wasserstoff oder Ammoniak bei hoher Temperatur herabgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial Stahlspäne, wie etwa Schleif späne, oder sonstige be.i einem Herstellungsprozess als Abfall gewonnene Stahlpartikel dienen, dieses Ausgangsmaterial gereinigt und danach der darin enthaltene Kohlenstoff bei einer Temperatur unter 10000C reduziert wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion in einem Drehofen stattfindet.
7973
109837/0664
DE19702007494 1969-02-24 1970-02-19 Verfahren zur Herstellung von Eisen pulver mit niedrigem Kohlenstoffgehalt Pending DE2007494A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL6902853A NL6902853A (de) 1969-02-24 1969-02-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2007494A1 true DE2007494A1 (de) 1971-09-09

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ID=19806241

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DE19702007494 Pending DE2007494A1 (de) 1969-02-24 1970-02-19 Verfahren zur Herstellung von Eisen pulver mit niedrigem Kohlenstoffgehalt

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE9602835D0 (sv) * 1996-07-22 1996-07-22 Hoeganaes Ab Process for the preparation of an iron-based powder
RU2179498C1 (ru) * 2001-01-09 2002-02-20 Бунаков Олег Дмитриевич Способ термической обработки железного порошка

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AU1159170A (en) 1971-08-28
NL6902853A (de) 1970-08-26
FR2032999A5 (en) 1970-11-27

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