DE2046136A1 - Einrichtung zum Zerkleinern heißer Tonerde - Google Patents
Einrichtung zum Zerkleinern heißer TonerdeInfo
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Description
20A6136
Anlage zum Patentgesucli der H 70/34
Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft
vorn 3. September 1970
Einrichtung zum·Zerkleinern heißer Tonerde
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum· Zerkleinern
von heißem Ofenaustragsgut, insbesondere heißer Tonerde,
die im Bereich zwischen der Gutaustrittsöffnung eines Kalzinierofens und der Aufgabeöffnung einer Kühleinrichtung
angeordnet ist.
Beispielsweise bei der Kalzination von Tonerde in einem Drehofen entstehen häufig infolge örtlich auftretender
Sintervorgänge in dem sonst feinkörnigen Material mehr oder weniger große Knollen, die in den üblicherweise verwendeten
Wirbelbettkühlern oder Steigrohrkühlern wegen ihrer Größe und ihres relativ hohen Gewichtes nicht durchgesetzt
werden können. Insbesondere bei der Verwendung von Virbelbettkühlern machen sich die Knollen nachteilig
bemerkbar, da sie den Gutdurchlauf hemmen.
Aus der US-Patentschrift 2 905 395 ist eine Zerkleinerungsvorrichtung
bekannt, die einem Drehofen unmittelbar nach-
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ORIGINAL !NSPEGTEO
geschaltet und in einer Überleitungskammer zwischen dem Austrittsende des Ofens und der Aufgabeöffnung dea nachgeschalteten
SteigrohrkUhlers angeordnet ist. Diese Zerkleinerungsvorrichtung
besteht aus einem geneigt angeordneten Sieb, über das der gesamte Ofenaustrag zur Trennung
des Feingutes von den Knollen geführt wird· Am Ende des
Siebbelages ist ein Zweiwalzenbrecher angeordnet, durch den die aua dem Ofen austretenden Knollen zerkleinert werden
sohlen. Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß mit Rücksicht auf eine ausreichende Zerkleinerung
der Spalt zwischen den beiden Zerkltinerungs-
walzen klein sein muß. Das hat aber zur Folge, daß größere Knollen nur schlecht eingezogen werden* so daß entweder
eine größere Sbaltweite eingestellt wenden nuß oder aber
größere Walzen eingebaut werden mUasen« Eine größere Spaltweite
führt aber zu einer ungenügenden Zerkleinerung, während größere Wklzen erheblich teurer sind. Da im Ofenaua-
tragsgut zudem häufig Bruchstücke der Ofenausmauerung enthalten sein können, die im Verhältnis zu de« Gutknollen
sehr hart sind, muß wenigstens eine Walze nachgiebig gelagert sein, um die Walzen der Zerkleinerungsvorrichtung vor
Beschädigungen) zu schützen· Wegen der hohen Temperaturen des Ofenaustragsgutes, etwa 1200° C, wird eine derartige
Zerkleinerungsvorrichtung sehr kompliziert und kostspielig.
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OWGlNAL INSPECTED
Ausgehend von den Nachteilen der bekannten Vorrichtung ist nun gemäß der Erfindung eine im Bereich zwischen der
Gutaustrittsöffnung eines Kalzinierofens und der Aufgabeöffnung einer Kühleinrichtung angeordnete Einrichtung
zum Zerkleinern von heißem Ofenaustragsgut, insbesondere heißer Tonerde vorgesehen, die gekennzeichnet ist durch
einen Gutaustragskanal, in dem eine umlaufende Vorzerkleinerungswalze angeordnet ist, die etwa radial ausgerichtete
Mitnehmer- und Zerkleinerungeelemente aufweist, wobei der Gutaustragskanal unterhalb der Vorzerkleinerungswalze
in eine pneumatische Zerkleinerungseinrichtung mündet. Der Vorteil dieser Einrichtung besteht darin, daß
die Zerkleinerung zweistufig erfolgt, wobei durch die Vorzerkleinerungswalze große Knollen besser erfaßt werden
als das bei der bekannten Zerkleinerungsvorrichtung möglich ist. Durch die Mitnehmer- und Zerkleinerungselemente
auf dem Walzenmantel ist es möglich, eine Walze mit relativ kleinem Durchmesser zu verwenden. Die Kombination
einer mechanisch wirkenden Vorzerkleinerungswalze mit einer pneumatischen Zerkleinerungseinrichtung bewirkt
eine vorteilhafte Vergleichmäßigung des oft schubweise aus dem Ofen austretenden Gutes. Dies ist insbesondere
für einen guten Wirkungsgrad von Wirbelbettkülilern oder mit Luft betriebenen Steigrohrkühlern von großer Bedeutung.
Da zudem das gesamte Ofenaustragsgut praktisch un-
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mittelbar aus dem Ofen in feinkörniger Form in die Kühlvorrichtung
eingeleitet wird, läßt sich ein wesentlich günstigerer Wärmeaustausch erzielen, so daß der Wärmeverbrauch
des gesamten Kalzinationsprozesses günstig beeinflußt wird. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß etwa
im Ofenaustragsgut enthaltenen Stücke der Ofenmauerung die Vorzerkleinerungswalze im wesentlichen unzerkleinert
passieren können und dann in der pneumatischen Zerkleinerungseinrichtung aus dem Ofengut ausgeschieden werden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die pneumatische Zerkleinerungseinrichtung aus einem etwa
horizontal verlaufenden Führungsrohr besteht, in das-in Strömungsrichtung der Gase gesehen - vor der Einmündung
des Gutaustragskanals eine Treibdüse für Luft oder Gas
mündet, und daß das Führungsrohr hinter der Einmündung des Gutaustragskanals eine scharfe Krümmung aufweist und
hinter der Krümmung in einen Abscheider einmündet, dessen Gutaustragsrohr mit einer Kühleinrichtung in Verbindung
steht. Das Ofenaustragsgut und die in ihm enthaltenen kleineren Knollen und ■ unzerkleinerten KnollenstUcke
werden von der Treibluft, die mit hoher Geschwindigkeit aus der Treibdüse austritt, erfaßt und durch das Führungsrohr
getragen. Infolge der scharfen Umlenkung des
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Treibluftstrahles werden die Knollen und unzerkleinerten
Knollenteile sowie Bruchstücke der Ofenausmauerung gegen die Krümmerwandung geschleudert. Die Knollen werden hierbei
zerschlagen und dann als feinteiliges Gut zum Abscheider fortgetragen. Die Bruchstüqke der Ausmauerung bleiben
im Krümmer liegen und werden vom Gasstrom ständig hin und her bewegt und dabei zerrieben. Sehr harte Stücke können
von Zeit zu Zeit durch eine Revisionsöffnung entfernt werden. Die für den Betrieb der pneumatischen Zerkleinerungsvorrichtung
erforderlichen Luftmengen können durch die Verwendung der Treibdüse relativ gering gehalten werden, so
daß die bei dem nachfolgenden Kühlprozeß anfallenden heißen Abluftmengen nicht nennenswert vergrößert werden. Dadurch
wird die Wärmewirtschaftlichkeit des gesamten Kalzinationsverfahrens
ebenfalls günstig beeinflußt.
Der hinter der Krümmung liegende, zum Abscheider führende Teil des Führungsrohres wird vorzugsweise vertikal geführt
und weist zweckmäßig einen größeren Querschnitt auf als das Führungsrohr. Hierdurch erhält man den Vorteil, daß
Knollen bzw. Knollenbestandteile, die infolge einer stärkeren Sinterung nicht beim ersten Aufprall zerkleinert
werden, solange in die Krümmung zurückfallen, bis sie infolge der ständigen Bewegung im Krümmer vollständig zerrieben
und auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit ebenfalls vollständig zerkleinert sind.
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— ο —
In Ausgestaltung der Erfindung 1st außerdem vorgesehen, daß In den Wandungen des Qutaustragskanals oberhalb der
Vorzerkleinerungswalze eine oder mehrere Öffnungen für die Zufuhr von Luft zur Auflockerung des Ofenaustragsgutes angeordnet sind. Hierdurch kann mit Vorteil ein Zusammenbacken des Gutes, dessen Temperatur unmittelbar
hinter dem Kalzinierofen noch Im Bereich der Sintertemperatur liegt, vermieden werden.
In Ausgestaltung der Erfindung 1st weiterhin vorgesehen,
daß die Mitnehmer- und Zerkleinerungeelemente der Vorzerkleinerungswalze als Stege ausgebildet sind, die etwa
in Achsrichtung der Vorzerkleinerungswalze ausgerichtet
sind. Durch ddese Ausbildung der Mitnehmer- und Ztrkleine-
rungselemente erhält die Vorzerkleinerüngswalze zusätzlich
eine dosierende Wirkung, so daß im Zusammenwirken Bit der pneumatischen Zerkleinerung ein praktisch völlig gleichmäßiger Outstirom in die Kühlvorrichtung eingeleitet wird,
und so für die Kühlung optimale Betriebsbedingungen eingestellt werden können.
In Ausgestaltung der Erfindung ist außerdem vorgesehen, daß die in Achsrichtung der Vorzerkleinerungswalze verlaufenden Wandungen des Outaustragskanals die Vorzerkleinerungswalze auf beiden Seiten zum Teil konzentrisch umschließen. Durch diese Maßnahme wird die Dosier- und Zer-
kleinerungswlrkung der Vorzerkleinerungswalze verbessert.
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Vorzugsweise umschließt derjenige Wandungsteil des Gutaus tragskanals, der auf der Seite der aufwärtsgerichteten
Drehbewegung der Vorzerkleinerungswalze liegt, die Vorzerkleinerungswalze weiter als der gegenüberliegende Wandungsteil.
Durch diese Ausgestaltung ergibt sich auf der Seite der aufwärtsgerichteten Drehbewegung, auf der sich
kein Ofenaustragsgut befindet, eine bessere Abdichtung.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Zerkleinerungseinrichtung ist vorgesehen, daß der Gutaustragskanal in
zwei Zweigkanäle aufgeteilt ist, in denen jeweils eine Vorzerkleinerungswalze angeordnet ist. Hierbei ist zweckmäßig
in (jedem Zweigkanal oberhalb der Vorzerkleinerungswalze ein Sperrschieber angeordnet. Bei einer derartigen
Ausbildung ist es möglich, sofern jede Vorzerkleinerungswalze so ausgelegt ist, daß sie allein das gesamte Ofenaustragsgut
durchzusetzen vermag, ohne Unterbrechung des Ofenbetriebes bei Beschädigungen, oder wenn sehr große
Ausmauerungsbrocken eine Vorzerkleinerungswalze blockieren, Reparaturen vorzunehmen bzw. die aufgetretene Störung
ohne Beeinflußung des Ofenbetriebes zu beseitigen.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß jede Vorzerkleinerungswalze
mit einem Drehzahlwächter verbunden
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ist, durch den über eine Verstellvorrichtung bei Blockierungen
der Vorzerkleinerungswalze automatisch der darüber angeordnete Sperrschieber geschlossen und der Antriebsmotor
der Vorzerkleinerungswalze abgeschaltet wird. Durch diese Maßnahme wird eine Beschädigung der entsprechenden
Vorzerkleinerungswalze bzw. ihres Antriebsmotores vermieden.
Bei der Anordnung von zwei Vorzerkleinerungswalzen wird vorzugsweise jeder Drehzahlwächter zusätzlich mit einer
Schaltvorrichtung verbunden, die bei Stillstand der einen Vorzerkleinerungswalze die benachbarte Vorzerkleinerungswalze
in Betrieb setzt. Hierdurch ist ein kontinuierlicher, störungsfreier Ofenbetrieb gewährleistet.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Die Zeichnungen zerigen in
Fig. 1 eine Stirnansicht des Ofenauslaufes mit der Zerkleinerungseinrichtung
teilweise im Schnitt,
Fig. 2 in größerem Maßstab ein Ausführungsbeispiel einer Vorzerkleinerungswalze
im Schnitt.
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Wie Fig. 1 zeigt, ist unterhalb der Ofenhaube 1 eines Drehofens für die Kalzination von Tonerde ein Gutaustragskanal
2 angeordnet, der sich in zwei Zweigkanäle 3 und 4 verzweigt. Im Zweigkanal'3 ist eine Vorzerkleinerungswalze
5 und im Zweigkanal 4 ist eine Vorzerkleinerungswalze 6 angeordnet. Unterhalb der Zerkleinerurigswalzen
sind über ein Zwischenstück 7 die beiden Zweigkanäle wieder zusammengeführt. Die Einmündung 8 des Gutaustragskanals
öffnet sich in ein horizontal liegendes Führungsrohr 9, durch das Luft oder Gas mit hoher Geschwindigkeit
strömt. In Strömungsrichtung der Gase gesehen vor der Einmündung 8 ist eine Treibdüse 10 angeordnet,
die die durch ein Zuleitungsrohr 11 strömende Luft auf eine Strömungsgeschwindigkeit beschleunigt, die
über 20 m/sec. liegt. In Strömungsrichtung des Treibluftstrahles gesehen hinter der Einmündung 8 ist ein
Krümmer 12 angeordnet, durch den der mit dem Gut beladene Treibluftstrahl um 90 Grad umgelenkt wird. Das hinter dem
Krümmer liegende vertikale Förderrohr 13 mündet in einen Zyklon 14, in dem das feinkörnige Gut von der Treibluft
getrennt wird und über das Austragsrohr 15 in eine Kühleinrichtung
16 gelangt. Die aus dem Zyklon austretende, erhitzte Treibluft wird zusätzlich zu der üblicher Weise
aus der Kühleinrichtung abgezogenen erhitzten Kühlerabluft als Sekundärluft in den Ofen eingeführt.
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Die erfindungsgemäße Zerkleinerungseinrichtung arbeitet
nun folgendermaßen: Da die Vorzerkleinerungswalzen 5 und 6 so ausgelegt sind, daß jeweils eine Walze allein den gesamten
Ofenaustrag durchsetzen kann, wird mit Hilfe der in den Zweigkanälen unmittelbar im Bereich der Verzweigung an-*
geordneten Sperrschieber 18 und 19 jeweils ein Zweigkanal im vorliegenden Fall der Zweigkanal 3 - abgesperrt. Das aus
dem Ofen austretende feinkörnige, mit Materialknollen durchsetzte Gut gelangt durch den Zweigkanal 4 zur Zerkleinerungsw
walze 6. Durch die auf der Walze angeordneten Mitnehmerund Zerkleinerungselemente 20 wird das feinkörnige Gut eingezogen
und der Teil der Knollen, deren Dicke die Höhe der Zerkleinerungselemente übersteigt, wird . entsprechend vorzerkleinert.
Aus der Vorzerkleinerungswalze 6 fällt das But durch die Zusammenfuhrung 7 und gelangt über die Einmündung
8 in das Führungsrohr 9.
über die Zuführungsleitung 11 wird nun die Luft in das FUhfc
rungsrohr 9 eingeleitet, die über die Treibdüse 10 auf eine Geschwindigkeit von etwa 25 m/sec. beschleunigt wird. Der
Treibluftstrahl reißt das aus der Einmündung θ austretende Ofenaustragsgut mit. Die Länge des Führungarohres zwischen
der Einmündung 8 und der Krümmung 12 muß so bemessen sein, daß dem Ofenaustragsgut die höchstmöglich· Beschleunigung
mitgeteilt wird, damit eine ausreichende kinetische Energie für die Zerkleinerung zur Verfügung steht. Der feinkörnige
Gutanteil, der mengenmäßig den größten Anteil des Ofenaus-
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tragsgutes dargestellt, wird ungehindert durch die Krümmung 12 von der Treibluft bis in den Zyklon 14 befördert. Die
von der Vorzerkleinerungswalze nicht zerkleinerten Knollen
und KnollenstUcke werden dagegen im Krummer 12 gegen die
KrUmmerwandung geschleudert und zerfallen hier bereits beim Aufprall praktisch vollständig in feinkörnige Gutteilchen,
die sofort von der Trtlbluft durch das Steigrohr 13 hochgerissen werden. Stärker zusammengefrittete Knollen, die
nicht beim ersten Aufprall zerfallen, werden vom Treibluftstrahl an der unteren Wandung des Krümmers 12 ständig
hin und her bewegt und auf diese Weise in kurzer Zeit ebenfalls vollständig zerrieben. Gleichzeitig bewirkt der Krümmer
12, daß auch im Ofenaustragsgut enthaltene Ausmauerungsbrocken im Krümmer 12 zerrieben werden. Schwer zerkleinbare
Stücke können von Zeit zu Zeit über eine Revisionsöffnung 21 entfernt werden.
Um einen störungsfreien Ofenbetrieb zu gewährleisten, sind bei der IAgFiJ. 1 dargestellten AuBführungsform der Zerkleinerungseinrichtung
die beiden Vorzerkleinerungswalzen 5 und 6 jeweils mit einem Drehzahlwächter 22 und 23 verbunden,
über eine entsprechende Schaltung sind die Drehzahlwächter mit Verstellvorrichtungen 24 und 25 verbunden,
durch die die Sperrschieber 18 und 19 angetrieben werden. Außerdem sind die Drehzahlwächter zusätzlich jeweils
noch mit einer Schaltvorrichtung 26 und 27 unter-
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einander verbunden. Das Schaltungssystem ist so ausgebildet, daß bei einem plötzlichen Stillstand der Vorzerkleinerungswalze
6, beispielsweise bei einer Blockierung durch ein zu großes Ausmauerungsstück, über den Drehzahlwächter
22 die Verstellvorrichtung 24 den Sperrschieber 19 schließt. Gleichzeitig wird über die Schaltvorrichtungen
26 und 27 die Vorzerkleinerungswalze 5 in Betrieb gesetzt und über die Verstellvorrichtung 25 der
Sperrschieber 18 im Zweigkanal 3 geöffnet, so daß keine Störung des Ofenbetriebes auftritt.
Durch die Rohrleitungen 28, die oberhalb der Vorzerkleinerungswalzen
in die Gutaustragskanäle 3 und 4 einmünden, wird gerade so viel Luft eingeblasen, daß das in den Kanälen
befindliche Gut leicht aufgelockert wird. Hierdurch wird außerdem ein Zusammenbacken des Ofenaustragsgutes,
dessen Temperatur praktisch noch im Bereich dei* Sinter-P
temperatur liegt, vermieden. :
In Fig. 2 ist in einem größeren Maßstab im Schnitt eine Vorzerkleinerungswalze dargestellt. Die Vorzerkleinerungswalze
ist vorteilhafter Weise in einem besonderen Teilstück 29 untergebracht, das über eine elastische Verbindung
30 mit dem oberen Teil des Gutaustragskanals - hier des Zweigkanals 3 - verbunden ist. Die Ausmauerung 31 des
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Gutaustragskanala ist In Bereich des Teilatückes 29 so
ausgebildet, daß sie die Vorzerkleinerungswalze zu einem Teil konzentrisch umschließt. Dieser Teil der Ausmauerung
ist vorzugsweise so ausgebildet, daß der Wandungsteil 32, der auf der Seite der aufwärtsgerichteten Drehbewegung
der Vorzerkleinerungswalze liegt, diese weiter umschlieBt, als der gegenüberliegende Wandungsteil 33. Die hierdurch
bewirkte stärkere Schräge des Wandungsteiles 32 oberhalb der Vorzerkleinerungswalze bewirkt eine gute Abdichtung der
pneumatischen Zerkleinerungseinrichtung gegenüber dem Ofenraum.
Im Wandungsteil 33 ist oberhalb der Zerkleinerungewalze eine verschließbare Revisionsöffnung 34 angeordnet,
die es gestattet, den Bereich oberhalb der Vorzerkleinerungswalze im Falle einer Blockierung auszuräumen und so
die Störung zu beheben.
Die Walze selbst ist bei dem Ausführungsbeispiel mit Mitnehmer-
und Zerkleinerungselementen 20 versehen, die als Stege ausgebildet sind, die etwa in Achsrichtung der Vorzerkleinerungswalze
verlaufen. Diese Stege bewirken eine sehr gute Dosierung und ausreichende Vorzerkleinerung von
sehr großen Knollen, die in der pneumatischen Zerkleinerungaeinrichtung
schwieriger zu zerkleinern wären. Anstell·
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von Sttftn können aber auch Stacheln oder versetzt'
gegeneinander angeordnete Teilstege vorgesehen werden·
- Patentansprüche -
- 15 -
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ORIGINAL INSPECTED
Claims (12)
- - 15 Patentansprüche1/ Einrichtung zum Zerkleinern von heißem Ofenaustragsgut, insbesondere heißer Tonerde, die im Bereich zwischen der GutaustrittsÖffnung eines Kalzinierofens und der Aufgabeöffnung einer Kühleinrichtung angeordnet ist, gekennzeichnet durch einen Gutaustragskanal (2, 3» 4) in dem eine umlaufende Vorzerkleinerungswalze (5, 6) angeordnet ist, die etwa radial ausgerichtete Mitnehmer- und Zerkleinerungselemente (20) aufweist, wobei der Gutaustragskanal unterhalb der Vorzerkleinerungswalze in eine pneumatische Zerkleinerungseinrichtung (9, 10, 12) mündet.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische Zerkleinerungeeinrichtung aus einem etwa horizontal verlaufenden Führungsrohr (9) besteht, in das - in Strömungsrichtung der Gase gesehen - vor der Einmündung (8) des Gut aus tragskanals eine mit Luft beaufschlagte Treibdüse (10) mündet und daß das Führungsrohr (9) hinter der Einmündung (8) des Gutaustragskanals eine scharfe Krümmung (12) aufweist und hinter der Krümmung in einen Abscheider (14) einmündet, dessen Austragsrohr (15) mit einer Kühleinrichtung (16) in Verbindung steht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß- 16 -209824/0143in den Wandungen des Gutaustragskanals oberhalb der Vorzerkleinerungswalze eine oder mehrere Öffnungen (28) für die Zufuhr von Luft zur Auflockerung des Ofenaustragsgutes angeordnet sind.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer - und Zerkleinerungsele-. mente (20) der Vorzerkleinerungswalze (5, 6) als Stege ausgebildet sind, die in etwa in Achsrichtung der Vorzerkleinerungswalze ausgerichtet sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorzerkleinerungswalze (5, 6) in ihrer Größe so bemessen ist, daß sie den Querschnitt des Gutaustragskanals ausfüllt.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, P daß die in Achsrichtung der Vorzerkleinerungswalze verlaufenden Wandungsteile (32, 33) des Gutaustragskanals die Vorzekrkleinerungswalze auf beiden Seiten zum Teil konzentrisch umschließen.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Wandungsteil (32) des Gutaustragskanals, der- 17 -209824/0U3auf der Seite der aufwärts gerichteten Drehbewegung der Vorzerkleinerungswalze liegt, die Vorzerkleinerungswalze weiter umschließt als der gegenüberliegenden Wandungsteil (33).
- 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß der Gutaustragskanal in zwei Zweigkanäle (3, 4) aufgeteilt ist, in denen jeweils eine Vorzerkleinerungswalze (5, 6) angeordnet ist.
- 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Zweigkanal (3, 4) oberhalb jeder Vorzerkleinerungswalze (5, 6) ein Sperrschieber (18, 19) angeordnet
- 10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede Vorzerkleinerungswalze mit einem Drehzahlwächter (22, 23) verbunden ist, durch den über eine Verstellvorrichtung bei Blockierung der Vorzerkleinerungswalze (5, 6) automatisch der darüber angeordnete Sperrschieber (18, 19) geschlossen und der Antriebsmotor der Vorzerkleinerungswalze abgeschaltet wird.
- 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Drehzahlwächter (22, 23) zusätzlich mit einer- 18 -209824/0U3Schaltvorrichtung (24, 25) verbunden ist, die bei Stillstand der «inen Vorzerkleinenmgswalze \ di· benachbart· Vorzerkleinerungswalze in Betrieb setzt und den zugehörigen Sperrschieber öffnet.
- 12. Einrichtung nach einem der Anspruch· 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der hinter der Krtianung (12) liegende Teil (13) des Führungsrohres im wesentlichen vertikal verläuft und einen größeren Querschnitt aufweist als der vor der Krümmung liegende horizontale Teil (9) des Führungsrohr es.209824/0143ORIGINAL INSPECTEDL e e r s e it e
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