DE19837947A1 - Entnahmevorrichtung für einen Flüssigkeitsbehälter - Google Patents
Entnahmevorrichtung für einen FlüssigkeitsbehälterInfo
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Abstract
Eine Entnahmevorrichtung für einen Flüssigkeitsbehälter - insbesondere für einen Behälter aus flexiblem Werkstoff in einem ihn umgebenden und von der Entnahmevorrichtung durchgriffenen i.w. formstabilen Außenbehälter - weist einen rohrartigen Teil mit einer von einem Ventilelement verschließbaren Auslassöffnung auf. Ein rohrartiger Gehäusekörper ist einends von einer membranartigen Stirnscheibe verschlossen, und in dieser ist ein sie querendes stegartiges Element gelagert, von dem ein Ventilstößel für einen Ventilteller ausgeht, welcher der im rohrartigen Gehäusekörper seitlich vorgesehenen Auslassöffnung zugeordnet ist. Zudem bilden Ventilstößel und Ventilteller eine Formeinheit aus gegenüber dem Gehäusekörper oder dem stegartigen Element aus weicherem Kunststoff; an dem stegartigen Element ist der Ventilstößel im Bereich einer Gelenkstelle gelagert.
Description
Die Erfindung betrifft eine Entnahmevorrichtung für einen
Flüssigkeitsbehälter - insbesondere für einen Behälter aus
flexiblem Werkstoff in einem ihn umgebenden und von der
Entnahmevorrichtung durchgriffenen i. w. formstabilen Außen
behälter -, wobei ein rohrartiger Teil der Entnahmevor
richtung eine von einem Ventilelement verschließbare Aus
lassöffnung aufweist.
Zur Aufbewahrung flüssiger Lebensmittel - wie Wein, Spei
seöl od. dgl. - sind Gebinde aus einem formstabilen Außen
behälter und einem in diesem lagernden Innenbehälter aus
flexiblem Werkstoff bekannt. Der beispielsweise würfel- oder
quaderförmige Außenbehälter kann aus Wellkarton be
stehen und sein Innenbehälter aus thermogeschweisster
Kunststofffolie sackartig ausgebildet sein. Solche Systeme
werden auch als "Bag-in-Box"-Behältnisse bezeichnet.
In einem Durchbruch des Innenbehälters kann mit letzteren
ein Flanschkragen eines aus Kunststoff geformten hohlen
Kupplungsstückes flüssigkeits- und gasdicht verschweisst
sein. Üblicherweise wird in dieses Kupplungsstück ein
Zapfen oder ein Hahn eingepresst; während der Zapfen zur
Flüssigkeitsentnahme abgezogen wird, enthält für diesen
Zweck der wieder schließbare Hahn ein Ventilelement, das
dem Querschnitt einer Auslassöffnung zugeordnet ist.
Zum Transport befindet sich der Hahn innerhalb des Außenbe
hälters und wird vor dem Öffnen durch einen vorperforierten
Abschnitt des Außenbehälters gezogen. Um hierbei das unge
wollte Betätigen des Ventilelements hintanzuhalten, kann
der Hahn zusätzlich mit einer Versiegelung ausgerüstet
sein. Beim Ausfließen der Flüssigkeit fällt der flexible
Innenbehälter zusammen, d. h. sein Volumen passt sich stets
der in ihm lagernden Flüssigkeitsmenge an - Oxidationsvor
gänge durch nachströmende Luft entstehen somit nicht.
Von Bedeutung für derartige Hähne ist deren Dichtigkeit ge
genüber dem Umgebungssauerstoff; dringt dieser in den Flüs
sigkeitsbehälter, vermindert sich die Haltbarkeit flüssiger
Nahrungsmittel, beispielsweise im Innenbeutel lagernden
Weines, erheblich. Die Dichtigkeit eines aus Kunststoff ge
formten Hahnes vermindert sich naheliegenderweise reziprok
zur Anzahl in ihm vorhandener Verbindungsstellen.
Die von einem Hahn der beschriebenen Art geforderten Eigen
schaften sind neben einer guten Fließgeschwindigkeit für
das Füllgut eine einfache Sauberhaltung sowie eine das
Spritzgießen erleichternde Formgebung.
Ungeeignet für sog. Bag-in-Box-Systeme sind Drehelemente,
da der flexible Innenbehälter keinen ausreichenden Dreh
widerstand anbietet. Zum Öffnen eines solchen Hahnes muss
man diesen oder sein Kopplungsstück mit der einen Hand
festhalten, während man mit der anderen Hand das Ventilele
ment bedient. Ein Drehhahn mit einem von Hand drehbaren
Ventildeckel ist beispielsweise der DE 39 10 425 A1 zu ent
nehmen. Für eine Bag-in-Box sind Hähne besser geeignet, die
mit einer Hand zugleich geöffnet und gehalten zu werden
vermögen; dadurch bleibt die zweite Hand zum Festhalten
eines zu füllenden Gefäßes zur Verfügung.
Um den Innenbehälter vor dessen Erstverwendung von Sauer
stoff frei zu halten, kann der erwähnte Durchbruch des
Innenbehälters durch eine Platte oder einen Stöpsel ver
schlossen sein, die/der vor dem ersten Gebrauch entfernt
wird. Auch gibt es Hähne, die zusätzlich zum Ventilelement
noch eine Einrichtung zum Durchstoßen jener Platte bzw. zum
Entfernen des Stöpsels aus dem Behälterdurchbruch anbieten.
Dabei kann das Ventilelement mit der Durchstoßeinrichtung
verbunden sein, wozu auf die DE 32 12 232 A1 verwiesen sei.
Letztere beschreibt einen Hahn mit Ventilelement und Ver
schlusseinrichtung, bei dem das Ventilelement sowie ein
Stöpsel der Verschlusseinrichtung koaxial hintereinander
angeordnet sind. Bei Betätigung eines elastischen Knopfes
wird das Ventilelement aus seinem Ventilsitz entfernt;
hierdurch öffnet sich der Hahn. Zudem drückt das Ventilele
ment den Stöpsel ausgangswärts, und der Behälterdurchbruch
öffnet sich.
Durch die EP 0 432 070 A wurde ein Hahn mit einem Gehäuse
körper und einem mit einem Kraftspeicher belasteten Kolben
bekannt. Der Kolben wirkt auf eine mit dem Gehäusekörper
verbundene Dichtungsmembrane.
Die bisher für die Bag-in-Box-Systeme angebotenen Entnahme
einrichtungen sind i. a. von aufwendiger Konzeption, und zu
ihrer Formgebung bedarf es verhältnismäßig großer Kunst
stoffmassen. Diese Entnahmeeinrichtungen sind sowohl bezüg
lich ihrer Herstellung als auch zur Lagerhaltung zu kosten
intensiv. Darüber hinaus bleibt die Gasdichtheit mangelhaft;
die auf dem Markt befindlichen Hähne enthalten eine Viel
zahl von Weichteilen; diese aber vermindern erkennbar die
Gasdichtheit bei geringer Wärmeformbeständigkeit.
In Kenntnis dieses Standes der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugründe, eine Entnahmeeinrichtung für Flüssig
keitsbehälter aus flexiblem Werkstoff, insbesondere für
Weinbehälter von Bag-in-Box-Systemen, in der Konstruktion
zu vereinfachen sowie deren Gasdichtigkeit zu erhöhen. Zu
dem sollen der Aufwand an Kunststoff vermindert sowie die
Handhabbarkeit und die Reinigungsfähigkeit verbessert wer
den.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen
Anspruches; die Unteransprüche geben günstige Weiterbildun
gen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kom
binationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der
Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale.
Erfindungsgemäß ist ein rohrartiger Gehäusekörper einends
von einer membranartigen Stirnscheibe verschlossen und in
dieser ein sie querendes stegartiges Element gelagert, von
dem ein Ventilstößel für einen Ventilteller ausgeht,
welcher der im rohrartigen Gehäusekörper seitlich vorgese
henen Auslassöffnung zugeordnet ist. Ventilstößel und Ven
tilteller sollen vorteilhafterweise eine Formeinheit aus
gegenüber dem Gehäusekörper oder dem stegartigen Element
weicherem Kunststoff - beispielsweise aus Polyethylen - bil
den; der Ventilstößel ist im Bereich einer Gelenkstelle
am stegartigen Element gelagert. Letzteres und der Gehäuse
körper werden bevorzugt aus Polypropylen geformt.
Das erwähnte stegartige Element verläuft nach einem weite
ren Merkmal der Erfindung in Verschlussstellung des Ventil
tellers etwa parallel zur Längsachse des Gehäusekörpers und
kann aus dieser unter zeitweiligem Verformen der Stirn
scheibe zur Auslassöffnung hin geschwenkt werden, wozu es
vorteilhafterweise außerhalb des Gehäusekörpers als eine
Art von Tastenkörper ausgestaltet ist, also eine Druckflä
che für einen Finger od. dgl. anbietet. Um den Schwenkweg
des Stegelements vorzugeben, ist dem Tastenkörper nach der
Erfindung rückseitig ein Anschlagelement angeformt, das in
Verschlussstellung in Abstand zu einer von der Stirnseite
des Gehäusekörpers abragenden Lagerzunge od. dgl. Profil
element steht. Diese hilft einem Benutzer, die Schwenkbe
wegung mittels zweier Finger durchzuführen.
Dazu kann die Lagerzunge dem diametral der Auslassöffnung
gegenüberliegenden Umfangsbereich des Gehäusekörpers zuge
ordnet sein, d. h. die beiden zupackenden Finger schwenken
den inneren Abschnitt des Stegelements zur Auslassöffnung
hin - dazu ist der Ventilteller einem die Auslassöffnung
umgebenden Rand oder Rohrstutzen an der Außenseite des Ge
häusekörpers zugeordnet und wird von letzterem weg geführt.
Ist die Lagerzunge dem der Auslassöffnung benachbarten Um
fangsbereich des Gehäusekörpers zugeordnet bzw. angeformt,
schwenken die beiden Finger den inneren Abschnitt des
Stegelements von der Auslassöffnung weg, weshalb in diesem
Falle der Ventilteller jenem die Auslassöffnung umgebenden
Rand oder Rohrstutzen an der Innenseite des Gehäusekörpers
zugeordnet und zu dessen Längsachse hin vom Rohrstutzen
od. dgl. abhebbar ist.
Ein ungewolltes Betätigen des Ventils auf dem Transport
od. dgl. wird dadurch verhindert, dass der Tastenkörper vor
derseitig an wenigstens eine Sicherungslasche angeschlossen
und diese andernends mit dem Gehäusekörper und/oder dessen
Stirnscheibe verbunden ist; jene Sicherungslasche kann vor
teilhafterweise einerseits an den Tastenkörper sowie ander
seits an die Stirnscheibe jeweils durch zumindest einen
Formstreifen angeformt sein.
Erst nach dem Durchtrennen der Formstreifen ist der Tasten
körper zu verschwenken.
Will man das Offenhalten der Auslassöffnung von der Hand
des Benutzers unabhängig beibehalten, wird an den Tasten
körper ein von ihm ausgehender und zumindest teilweise
flexibler Formstrang mit endwärtigem Rastkörper angefügt
bzw. angeformt; in Öffnungsstellung des Ventilelements und
geneigter Lage des stegartigen Elements wird der Formstrang
in eine Randausnehmung der Lagerzunge so eingeschoben, dass
sein Rastkörper auf die Außenfläche der Lagerzunge aufge
legt werden kann. Die Stellung des Tastenkörpers - und so
mit des Ventils - ist dadurch festgelegt.
Als günstig hat sich erwiesen, den die Auslassöffnung umge
benden Rohrstutzen in einen Winkel zur Längsachse des Ge
häusekörpers aus diesem herauszuformen, bevorzugt in einem
Winkel von etwa 75°, hierdurch wird die Auslassöffnung
leichter zugänglich. Ist zudem der Rohrstutzen mit einem
Außengewinde versehen, kann an diesem ein Schlauch als
Dauerleitung befestigt werden.
Der Gehäusekörper ist in Abstand zur Auslassöffnung mit
einem radialen Flanschkragen ausgestattet als Anschlagele
ment für einen auf den Gehäusekörper aufschiebbaren Ring
körper eines Schubflansches. Letzterer wird am Innenbehäl
ter mittels eines endwärtigen Ringflansches, der einen
Durchbruch des Flüssigkeitsbehälters begrenzt, dicht fest
gelegt, beispielsweise angeschweißt und bildet dessen Kupp
lungsteil für den Gehäusekörper. Letzterer sowie der Schub
flansch sind in Gebrauchsstellung durch radial wirkende Re
tentionspaarungen - einerseits Umfangsnuten und anderseits
in diese einsetzbare Umfangswülste - miteinander rastend
dicht verbunden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese
zeigt in:
Fig. 1 eine Schrägsicht auf einen Weinbehälter mit einem
Kunststoffhahn zur Behälterleerung;
Fig. 2, 4 Querschnitte durch zwei Ausführungen des Kunst
stoffhahnes;
Fig. 3, 5 die Stirnansichten zu Fig. 2 bzw. Fig. 4;
Fig. 5, 6 teilweise Schnitte durch Bereiche des Kunststoff
hahnes;
Fig. 7 ein Detail der Fig. 2 in geänderter Ausgestal
tung;
Fig. 8 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2, 4 in
einer weiteren Ausführung.
In einem aus Wellpappe od. dgl. gefertigten quaderförmigen
Außen- oder Verpackungsbehälter 10 ist ein bei 12 nur ange
deuteter, sackartig ausgebildeter Flüssigkeitsbehälter aus
thermogeschweisster Kunststoffolie mit äußerem Überzug aus
einer Aluminiumschicht untergebracht. Dieser flexible
Innen- oder Flüssigkeitsbehälter 12 ist im Bereich eines in
Fig. 2 angedeuteten Durchbruches mit einem Hahn 14 ausge
stattet, der den Verpackungsbehälter 10 durchsetzt. Dank
des Hahns 14 kann beispielsweise eine Weinkaraffe 16 mit
dem Behälterinhalt gefüllt werden. Selbstverständlich kann
diese sog. "Bag-in-Box" auch industrielle Flüssigkeit od. dgl.
enthalten.
Der Hahn 14 ist gemäß Fig. 2 aus zwei jeweils gesondert ge
fertigten Teilen zusammengesetzt, nämlich einem aus Poly
propylen geformten Gehäusekörper 18 sowie einem Ventilele
ment 20 aus Polyethylen. Jener Gehäusekörper 18 umfasst ein
zylindrisches Rohr 22 des Außendurchmessers d sowie eine
das zylindrische Rohr 22 einends verschließende membranar
tige Stirnscheibe 24.
Etwa in der Längsachse A des zylindrischen Rohres 22 ver
läuft ein die Stirnscheibe 24 durchdringender Steg 26 für
das Ventilelement 20, der außerhalb jener Stirnscheibe 24
eine Art Tastenkörper 28 bildet und einen aufwärts gerich
teten Anschlagsteg 29 od. dgl. Anformung trägt. Dem
Tastenkörper 28 steht eine armartig von der Stirnscheibe 24
abragende - gemäß Fig. 3 querschnittlich gewellte - La
gerzunge 30 gegenüber.
In Fig. 2 ist eine in Seitenansicht nahezu dreiecksförmige
Sicherungslasche 32 zu erkennen, die den Tastenkörper 28
vor dem Erstgebrauch des Hahnes 14 mittels Formstreifen 34
über jene Sicherungslasche 32 mit dem Gehäusekörper 18 ver
bindet und so eine ungewollte Betätigung verhindert; erst
nach dem Abt rennen der Sicherungslasche 32 kann auf die
Oberfläche des Tastenkörpers 28 ein Finger einer - nicht
dargestellten - betätigenden Hand - beispielsweise hier
deren Zeigefinger - aufgesetzt werden. Legt sich der Dau
men der Hand auf jene Lagerzunge 30, kann der Tastenkörper
28 problemlos in Pfeilrichtung x gezogen und so das Ven
tilelement 20 betätigt werden. Dabei verhindert der An
schlagsteg 29 eine zu große Auslenkung des Tastenkörpers
28, wenn er bei der letzteren Bewegung auf die Innenseite
der Lagerzungen 30 trifft.
Nahe der Stirnscheibe 24 ist zwischen dieser und einem ra
dial angeformten Flanschkragen 36 des zylindrischen Rohres
22 aus letzterem ein - eine Auslassöffnung definierender - Rohr
stutzen 38 herausgeformt, dessen Längsachse B mit der
Längsachse A des Rohres 22 einen Winkel w von etwa 75° be
grenzt. Zwischen ihm und der Stirnscheibe 24 ist die Rohr
wand bei 40 - zur Längsachse A hin - eingezogen; dieser
in Fig. 2 untere Bereich des Gehäusekörpers 18 also von ge
ringerem Radius r1 als der hier oben liegende Bereich mit
dem Radius r.
Der Rohrstutzen 38 nimmt - in seinem nach oben hin durch
einen Innenrand 39 begrenzten und eine Auslassöffnung bil
denden Innenraum 41 - einen Ventilteller 42 auf, der mit
tels eines an ihn angeformten sowie mit ihm als Formeinheit
jenes Ventilelement 20 bildenden Ventilstößels 44 nahe dem
freien Ende 27 des Steges 26 an diesen bei 46 angelenkt
oder in ihn eingesteckt ist; die Einheit aus Ventilteller
42 und Stößel 44 wird gesondert gefertigt und dann an den
Steg 26 angefügt.
Die den Flüssigkeitsbehälter 12 bildende Folie 13 ist im
Bereich des erwähnten Behälterdurchbruchs mit einem Schub
flansch 48 verbunden, welcher auf den in Fig. 2 linken
zylindrischen Stutzenabschnitt 23 aufgeschoben und auf
diesem festgeklemmt wird. Der Schubflansch 48 besteht aus
einem Ringkörper 50 mit außen radial angeformten Ringflan
schen 52; innere Ringnuten 54 des Ringkörpers 50 nehmen
dabei äußere Ringwulste 56 des Stutzenbereichs 23 auf.
Bei der Ausführung nach Fig. 4, 5 ist jene Lagerzunge 30 an
dem jenem Rohrstutzen 38 nahen Umfangsbereich des Gehäuse
körpers 18 angebracht; ein Benutzer drückt hier mit einem
Daumen auf den Tastenkörper 18, während der zugehörige Zei
gefinger die Lagerzunge 30 untergreift. Der Ventilteller 42
lagert hier in der gezeigten Ruhelage am Innenrand 39 des
Rohrstutzens 38, wohingegen er sich bei der Ausführung nach
Fig. 2, 3 am Außenrand 37 des Rohrstutzens 38 befindet. In
beiden Fällen wird der Ventilteller 42 vom Stutzeninnenraum
41 abgehoben.
Die Fig. 6, 7 zeigen verschiedene Verbindungsstellen zwi
schen dem Flüssigkeitsbehälter 12 bzw. dessen Folie 13, dem
damit verbundenen Schubflansch 48 einerseits sowie dem Hahn
14 bzw. seinem Gehäusekörper 18 anderseits.
Am Tastenkörper 28 kann gemäß Fig. 8 ein strangartiges und
flexibel ausgebildetes Fixierelement 60 - beispielsweise
ein in einer Kugel 62 als Rastkörper endender Kunststoff
faden - eingebracht sein; letzterer wird in Öffnungsstel
lung des Ventilelements 20 in einen Randschlitz 31 der
Lagerzunge 30 eingelegt, wobei sich die Kugel 62 an der
Außenfläche der Lagerzunge 30 abstützt und das Ventilele
ment 20 in Öffnungsstellung hält. Dies ist z. B. dann von
Bedeutung, wenn der Flüssigkeitsbehälter 12 stufenlos ent
leert werden soll oder wenn er an ein Schlauchsystem mit
dem integrierten Schließelement angeschlossen wird; für
letztgenannten Fall kann in den Rohrstutzen 38 a ein Außen
gewinde 64 eingeformt sein.
Claims (21)
1. Entnahmevorrichtung für einen Flüssigkeitsbehälter,
insbesondere für einen Behälter aus flexiblem Werk
stoff in einem ihn umgebenden und von der Entnahmevor
richtung durchgriffenen i. w. formstabilen Außenbehäl
ter, wobei ein rohrartiger Teil der Entnahmevorrich
tung eine von einem Ventilelement verschließbare Aus
lassöffnung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein rohrartiger Gehäusekörper (18) einends von
einer membranartigen Stirnscheibe (24) verschlossen
und in dieser ein sie querendes stegartiges Element
(26) gelagert ist, von dem ein Ventilstößel (44) für
einen Ventilteller (42) ausgeht, welcher der im rohr
artigen Gehäusekörper seitlich vorgesehenen Aus
lassöffnung (41) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass Ventilstößel (44) und Ventilteller (42) eine For
meinheit (20) aus gegenüber dem Gehäusekörper (18)
oder dem stegartigen Element (26) weicherem Kunststoff
bilden, wobei an dem stegartigen Element der Ven
tilstößel im Bereich einer Gelenkstelle (46) gelagert
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Gehäusekörper (18) aus Polypropylen geformt
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Formeinheit (20) aus Ventilteller (42) und
Ventilstößel (44) aus Polyethylen geformt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass das stegartige Element (26) in Ver
schlussstellung des Ventiltellers (42) etwa parallel
zur Längsachse (A) des Gehäusekörpers (18) verläuft
und aus dieser unter zeitweiligem Verformen der Stirn
scheibe (24) zur Auslassöffnung (41) hin auslenkbar
ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass ein außerhalb des Gehäusekörpers
(18) verlaufender Abschnitt des stegartigen Elements
einen Tastenkörper (28) bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass dem Tastenkörper (28) rückseitig ein
Anschlagelement (29) angeformt ist, das in Verschluss
stellung in Abstand zu einer von der Stirnseite des
Gehäusekörpers (18) abragenden Lagerzunge (30) od. dgl.
Profilelement steht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerzunge (30) dem diametral der Auslassöff
nung (41) gegenüberliegenden Umfangsbereich des Gehäu
sekörpers (18) zugeordnet ist (Fig. 2).
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Ventilteller (42) einem die Aus
lassöffnung (41) umgebenden Rand oder Rohrstutzen (38,
38 a) an der Außenseite des Gehäusekörpers (18) zuge
ordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerzunge (30) dem der Auslassöffnung (41)
benachbarten Umfangsbereich des Gehäusekörpers (18)
zugeordnet ist (Fig. 4).
11. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 10, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Ventilteller (42) einem die Aus
lassöffnung (41) umgebenden Rand oder Rohrstutzen (38,
38 a) an der Innenseite des Gehäusekörpers (18) zuge
ordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass der Tastenkörper (28) vordersei
tig an wenigstens eine Sicherungslasche (32) ange
schlossen und diese andernends mit dem Gehäusekörper
(18) und/oder dessen Stirnscheibe (24) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch
eine an den Tastenkörper (28) einerseits und die
Stirnscheibe (24) anderseits jeweils durch zumindest
einen Formstreifen (34) angeformte Sicherungslasche
(32)
14. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis
13, dadurch gekennzeichnet, dass an den Tastenkörper
(28) ein von ihm ausgehender und zumindest teilweise
flexibler Formstrang mit endwärtigem Rastkörper (62)
angefügt ist, wobei der Formstrang in Öffnungsstellung
des Ventilelements (20) und geneigter Lage des stegar
tigen Elements (26) in eine Randausnehmung (31) der
Lagerzunge (30) so einsetzbar ist, dass der Rastkörper
der Außenfläche der Lagerzunge anliegt.
15. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9 bis
14, dadurch gekennzeichnet, dass der die Auslassöff
nung (41) umgebende Rohrstutzen (38, 38 a) in einen
Winkel (w) zur Längsachse (A) des Gehäusekörpers (18)
geneigt verläuft.
16. Vorrichtung nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch
einen Winkel (w) von etwa 75°.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
dass der sich zwischen Rohrstutzen (38, 38 a) und
Stirnscheibe (24) erstreckende Bereich des Umfanges
des Gehäusekörpers (18) einen kürzeren Radius (r1)
aufweist als der andere Querschnittsbereich des Ge
häusekörpers.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, da
durch gekennzeichnet, dass der Rohrstutzen (38 a) mit
einem Außengewinde (64) versehen ist.
19. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
18, dadurch gekennzeichnet, dass vom Gehäusekörper
(18) in Abstand zur Auslassöffnung (41) radial ein
Flanschkragen (36) abragt als Anschlagelement für
einen auf den Gehäusekörper aufschiebbaren Ringkörper
(50) eines Schubflansches (48)
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
dass Schubflansch (48) und Gehäusekörper (18) durch
radial wirkende Retentionspaarungen (54, 56) miteinan
der rastend dicht verbunden sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekenn
zeichnet, dass ein endwärtiger Ringflansch (52) des
Schubflansches (48) an den Flüssigkeitsbehälter (12)
einen Durchbruch begrenzend, fest angeschlossen ist.
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