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DE1958169A1 - Entfernung von Quecksilber aus Wasser - Google Patents

Entfernung von Quecksilber aus Wasser

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DE1958169A1
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DE19691958169
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DE1958169C3 (de
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Reider Dipl-Ing Johnsen
Torbjoern Jonsson
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Kemanord AB
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Fosfatbolaget AB
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Entfernung von Quecksilber aus Wasser ==========================~========== Durch die insbesondere in Schweden betriebene Forschung der letzten Jahre konnte man schwerwiegende Probleme der biologischen Milieu-Pflege nachweisen, die durch verhältnismäßig kleine in verdünnter Form abgelassene Quecksilbermengen verursacht sind.
  • Quecksilber scheint sich unter gewissen Umständen in Fisch anreichern zu können, und in extremen Fällen kann der Gehalt so hohe Werte erreichen, daß das Verzehren solchen Fischfleisches Vergiftungsgefahr einschließen kann.
  • Zur Schaffung gesunder Lebensverhältnisse ergab sich daher die wichtige Aufgabe der Entfernung von Quecksilber aus dem Prozessabwasser von Industrien, die bei ihren Produktionsverfahren Quecksilber verwenden, wenn auch der Gehalt in. vielen Fällen so gering ist, daß eine Rückgewinnung wirtschaftlich nicht motiviert werden kann.
  • Zu den Industrien, die Quecksilber in geringen Mengen aber konstant ablassen, gehören die Chloralkali-Fabriken mit sogenannten Quecksilberzellen. Bei dieser elektrolytischen Erzeugung hat man einen gewissen unvermeidlichen Quecksilberabgang, z.B. bei dem periodischen Reinigen und Spülen der Zellen und des Fußbodens.
  • Das Spülwasser enthält sowohl Elementarquecksilber wie auch Quecksilberionen, die durch oxydierende Einwirkung von Xypochloritidnen und Luftsauerstoff gebildet worden sind.
  • Gewöhnlich geht das Spülwasser aus den Zellen durch einen oder mehrere Abscheider, wobei die größeren Quecksilbertropfen auf den Boden des Abscheiders sinken und dem Prozess wieder zugeführt werden. Der größere Teil des zurückgeblietenen feinverteilten metallischen Quecksilbers kann durch Zentrifugieren des Wassers bei hoher Drehzahl oder mittels Aktivkohlefilter vom Typ Synofil isoliert werden. Aus dem Filtermedium kann das Quecksilber dann durch Destillieren zurückgewonnen werden. Die erwähnten Reinigungsmethoden haben keinen Einfluß auf Quecksilberionen des Typs log+2+ und Hg++, sowie Anionenkomplexe des Typs HgC13 und HgC14 , die - der Gestaltung der Zellen und des Waschverfahrens entsprechend - in der Wasserphase mit Gehalten von ca. 1 bis zu ca. 50 ppm vorliegen können.
  • Von verschiedenen vorgeschlagenen Methoden zur Entfernung kleiner Mengen ionischen Quecksilbers aus Wasser seien erwähnt: Ionenaustausch, Fällen des Quecksilbers als Sulfid und Ausfällen von Quecksilber auf unedle Metalloberflächen (Zementierung). Abgesehen von der relativen Wirksamkeit dieser Methoden setzen sie das Installieren einer zusätzlichen Apparatur voraus, wie Ionenaustausch- und Zementierkolonnen, die periodisch regeneriert werden sollen, und/oder das Aufarbeiten von Quecksilberverbindungen zu Elementarquecksilber, was sowohl Kapital wie Arbeit fordert.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein einfaches Verfahren zur Entfernung von Quecksilberionen aus sehr schwachen Wasserlösungen, wie Industrie-Abwässern, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung mit so viel ilydrazin versetzt wird, wie es für die Reduktion ionischen Quecksilbers in metallische Form erforderlich ist. hierbei bilden sich äußerst kleine Quecksilbertropfen, die im Wasser wie eine Emulsion auftreten. Beim Bestimmen der crforderlichen Hydra#inr#enge muß Rücksicht genommen werden auf den Geijalt der Lösung an gelöstem Luftsauerstoff und anderen reduzierbaren Verbindungen, wie den Ilypochloritgehalt, die einen Teil des zugesetzten hydrazons verbrauchen. Zur Erzielung vollständiger Reduktion muß dafür gesorgt werden, daß die Lösung alkalisch ist; erforderli-chenfalls muß also der pH-We;t der Lösung durch Alkalizusatz justiert werden. Das Quecksilber in der gebildeten Emulsion wird in geeigneter Weise abgeschieden.
  • Es kann ein sogenanntes Aktivfilter verwendet werden, beispielsweise ein aktives Kohlefilter, ein Aluminiumoxydfilter, oder ein Silikagelfilter. Ein anderes Verfahren besteht darin, daß man die Quecksilberemulsion auf Flocken absorbiert, die durch Zusatz von Flockungsmitteln gebildet werden, wonach die Flocken durch Filtration abgeschieden werden. Als Flockungsmittel kann Calciumchlorid oder Aluminiumsulfat verwendet werden. Im letztgenannten Fall muß der ph-Wert der Lösung auf mehr als 7 justiert werden, da das Aluminiumsulfat den pH-Wert erniedrigt. Nach Behandlung gemäß vorliegender Erfindung ergibt sich ein so niedriger Quecksilbergehalt, daß das Wasser in einen Rezipienten abgelassen werden kann. Das angesammeltè Quecksilber kann mit einem Destillierapparat zurückgewonnen werden, der in einer Chloralkalifabrik gewöhnlich vorhanden ist. Wenn das Wasser höhere Gehalte an Hypochlorit hat, kann man diese durch Zusetzen eines billigen Reduktionsmittels, z.B. Natriumbisulfit, reduzieren und dadurch den erforderlichen Ilydrazinzusatz einschränken.
  • Bei den Untersuchungen wurde für die Analyse von Quecksilber die vom Schwedischen Institut für Wasser und Luftpflegeforschung empfohlene Dithizon-Methode angewandt, wobei das gelöste Quecksilber mit einer Dithizon-haltigen Tetrachlorkohlenstofflösung extrahiert und der Gehalt mit einem Spektrometer bestimmt wird.
  • Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, daß Hg-Lösungen mit einem Gehalt von 1 bis 10 ppm ionischen Hg durch Hydrazin praktisch momentan bis unter 0,1 ppm Hg reduziert wurden, was ganz unerwartet war. Die gebildete, außerordentlich verdünnte Sole konnte üterraschenderweise mittels Aktivfilter oder durch Ädsorptlon miit;e35 FlockunLtslflittel abGeschieden werden.
  • Die praktisch erprobte Methode wird augenscheinlich von großer Bedeutung zur Lösung der obenerwähnten Probleme sein, die in verschiedenen hochindustrialisierten Ländern aktuell sind.
  • Beispiel 1 200 ml Wasser, das 50 ppm Quecksilber in Form von HgC12 enthielt, wurde mit Natronlauge auf pH 8 justiert und mit 21,6 mg Hydrazin versetzt. Herausgefälltes, emulgiertes Quecksilber färbte hierbei die Lösung grau.
  • Die eine Hälfte (100 ml) der Quecksilberemulsion wurde durch ein 008-Filter filtriert. Nur ein unerheblicher Teil des Quecksilbers verblieb im Filter. Die überwiegende Menge wurde in dem grauen Filtrat wiedergefunden.
  • Die andere Hälfte (100 ml) der Quecksilberemulsion wurde mit 0,2 g Calciumchlorid versetzt, wobei sich starke Flockenbildung ergab. Nach einigen Minuten Umrühren wurden die Flocken mittels eines 008-Filters abfiltriert. Das Filtrat war wasserklar und enthielt 0,07 ppm Quecksilber.
  • Beispiel 2 200 ml Wasser, das 50 ppm Quecksilber in Form von HgC12 enthielt, wurde mit Natronlauge auf pH 10,5 justiert und mit 21,6 mg Hydrazin versetzt.
  • Die eine Hälfte (100 ml) der grauen Quecksilberemulsion wurde mit 0,1 g Aluminiumsulfat versetzt, wobei sich starke Flocken bildung ergab. Nach einigen Minuten Umrühren wurden die Flocken mit einem 008-Pilter abfiltriert. Das Filtrat hatte pH 4,5 und enthielt 4,3 ppm Quecksilber.
  • Die andere Hälfte (100 ml) der Quecksilberemulsion wurde in gleicher Weise mit 0,1 g Aluminiumsulfat versetzt. Danach wurde der pH-Wert mit Natronlauge auf 8,8 justiert. Die Suspension wurde nach einigen Minuten Umrühren durch ein 008-Filter filtriert. Das Filtrat enthielt 0,1 ppm Quecksilber.
  • Wenn die vorstehend beschriebenen Versuche mit Zusatz von Aluminiumsulfat ohne Zusatz von Hydrazin wiederholt wurden konnten 25 ppm Quecksilber im Filtrat festgestellt werden, was eine ganz unzufriedene Reduktion des Quecksilbergehalts darstellt.
  • B e i s p i e 1 3 2 1 Wasser, das 5 ppm Quecksilber in Form von HgC12 enthielt, wurde mit 40 mg Hydrazin (20 ppm) versetzt. Danach wurde die Lösung durch ein Bett von Synofil-Aktivkohle, Durchmesser 9 cm, Tiefe 3 cm, filtriert. Das Filtrat enthielt 0,08 ppm Quecksilber.

Claims (7)

  1. Patentansprüche
    Verfahren zum Entfernen von Quecksilber aus, in Bezug auf #ue cksilber, schwachen #asserlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung mit Hydrazin in einer Menge versetzt wird, die für die Reduktion ionischen oder komplex gebundenen Quecksilbers in metallische Form erforderlich ist, wonach das Quecksilber in der gebildeten Emulsion zusammen mit eventuell schon vorhandenem metallischen Quecksilber abgeschieden wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der Lösung auf mehr als 7 justiert wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gebildete Emulsion mittels eines aktiven Filters abfiltriert wird.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Adsorption der Quecksilberemulsion ein Flockungsmittel zugesetzt wird und die gebildeten Flocken abgeschieden werden.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Flockungsmittel Calciumchlorid oder Aluminlumsulfat verwendet wird.
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Aluminiumsulfat als Ylockungsmittel verwendet und der pH-Wert auf mehr als 7 justiert wird.
  7. 7. Verfahren e Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein billiges Reduktion#mittel,z.B. Natrlumbisulfit, zuerst zugeführt wird.
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