DE1954226C3 - Verwendung eines Chinoxalinderivats als Bestandteil eines Direktfutters für Haustiere - Google Patents
Verwendung eines Chinoxalinderivats als Bestandteil eines Direktfutters für HaustiereInfo
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Description
in der R' und R2 = Wasserstoff, R3 = Wasserstoff-
oder Halogenatom oder Methylradikal und R-* = Wasserstoffatom oder Methylradikal oder
R1 und R2 = Methyhadikale, R3 = Bromatom und R4 = Wasserstoffatom sind, insbesondere
von Chinoxalin-l,4-dioxid, als Bestandteil eines Direktfutters für Haustiere, wobei das Direktfutter
0,0001 bis 0,025 Gewichtsprozent des Chinoxalinderivates enthält, oder als Bestandteil einer
Vormasse für Haustierfutter, wobei die Vormasse aus einem im wesentlichen festen Träger besteht
und 0,2 bis 50 Gewichtsprozent des Chinoxalinderivates enthält.
Aus der britischen Patentschrift 1 121 104 ist es bereits bekannt, bestimmte Chinoxalinderivate, insbesondere
Chinoxalin-di-N-oxyde, dem Geflügelfutter in einer Menge von 1 bis 60 mg/kg Körpergewicht
zuzusetzen, um chronische Erkrankungen der Atemwege der Hühner zu bekämpfen. Weiterhin wurde
festgestellt, daß durch diesen Futtermittelzusatz auch die Gewichtszunahme von Geflügel und Haustieren
gefördert und eine bessere Futterausnutzung erreicht wird.
Es wurde festgestellt, daß bei Verwendung eines Chinoxalinderivats der Formel
| \ | R4 | ν | 0 | R1 | /' | R2 | |
| R3 | / | ΐ | \ | ||||
| KJ | |||||||
| ϊ | |||||||
| O | |||||||
in der R1 und R2 = Wasserstoff, R3 = Wasserstoff-
oder Halogenatom oder Methylradikal und R* = Wasserstoffatom oder Methylradikal oder R' und R2
= Methylradikale, R3 = Bromatom und R4 = Wasserstoffatom sind, insbesondere von Chinoxalin-1,4-dioxid,
als Bestandteil eines Direktfutters für Haustiere, wobei das Direktfutter 0,0001 bis 0,025 Gewichtsprozent
des Chinoxalinderivats enthält, oder als Bestandteil einer Vormasse für Haustierfutter, wobei
die Vormasse aus einem im wesentlichen festen Träger besteht und 0,2 bis 50 Gewichtsprozent des
Chinoxalinderivats enthält, eine noch größere Gewichtszunahme der Tiere und eine bessere Futterausnutzung
stattfindet.
in der R1 und R2 = Wasserstoff, R3 = Wasserstoffoder
Halogenatom oder Methylradikal und R+ = Wasserstoffatom
oder Methylradikal oder R1 und R2 = Methylradikale, R3 = Bromatom und R4 = Wasserstoffatom
sind, insbesondere von Chinoxalin-1,4-dioxid, als Bestandteil eines Direktfutters für Haustiere,
wobei das Direktfutter 0,0001 bis 0,025 Gewichtsprozent des Chinoxalinderivats enthält, oder
als Bestandteil einer Vormasse für Haustierfutter, wobei die Vormasse aus einem im wesentlichen festen
Träger besteht und 0.2 bis 50 Gewichtsprozent des Chinoxalinderivats enthält.
Ein mit dem genannten Zusatz versehenes Futter läßt sich auf alle Haustiere, z. B. Geflügel, Schweine,
Schafe und Vieh, anwenden.
Das Direktfutter enthält 0,0001 Gewichtsprozent (1 g/Tonne) bis 0,025 Gewichtsprozent (250 g,Tonne)
eines Chinoxalinderivats der o. a. Art oder 0,0001 Ge-
jo wichtsprozent (i g/Tonne) bis 0,0025 Gewichtsprozent
(25 g/Tonne) des bevorzugten Chinoxalinderivats. Man kann die Tiere mit diesem Futter für im wesentlichen
ihre ganze Wachstumsperiode oder für nur einen Teil, am besten den Anfangsteil, ihrev Wachstumsperiode
füttern, um die gewünschte Erhöhung der Wachstumsgeschwindigkeit der Tiere zu erzielen.
Eine solche Erhöhung der Wachstumsgeschwindigkeit der Tiere ermöglicht, daß die Tiere in einer
kürzeren Wachstumszeit als bisher zu einem gewünschten Verkaufsgewicht gebracht werden können,
oder daß Tiere mit einem größeren Gewicht in der gleichen Wachstumszeit wie bisher erhalten werden
können. Außerdem führt der Erfindungsgegenstand zu einer besseren Futterausnutzung, d. h., daß Tiere,
die mit einem Futter mit einem Chinoxalinderivat der oben angegebenen gefüttert werden, ein gegebenes
Gewicht nach einem geringeren Verbrauch an Futter erreichen als Tiere, deren Futter ein solches
Chinoxalinderivat nicht enthält.
Bestimmte Chinoxalinderivate, die erfindungsgemäß Verwendung finden können, sind z. B. Chinoxalin-1,4-dioxid,
6-Methylchinoxalin-l,4-dioxid, 6-Chlor-2,3-dimethylchinoxalin-1,4-dioxid,
6-Brom-2,3-dimethylchinoxalin-l,4-dioxid, 6,7-Dimeth^lchinoxalin-1,4-dioxid
und o-Chlor-T-methylchinoxalin-l,4-dioxid,
wovon die bevorzugte Verbindung Chinoxalin-1,4-dioxid selbst ist.
Die Haustiere können mit einem Chinoxalinderivat der oben angegebenen Art in Form einer Vormasse
für Haustierfutter gefüttert werden, wobei ein solches Futter durch Verdünnung einer konzentrierten Vormasse
zubereitet werden kann.
Wie erwähnt, kann die Masse die Form einer konzentrierten Vormasse haben, die mit einem vollwertigen,
d. h. ausgewogenen Futtermittel verdünnt werden kann, um ein Futter zu schaffen, das als
Direktfutter für Tiere zur Erhöhung ihrer Wachstumsgeschwindigkeit verwendet werden kann.
Eine geeignete Vormasse besteht z. B. aus einem Gemisch aus einem Chinoxalinderivat der oben angegebenen
Art mit einem inerten freßbaren Träger, z. B. Kaolin, Talk, Calciumcarbonat, Fullererde, Attapulgitton,
Austerschalenmehl, Stärke oder Lactose, oder mit einem vollwertigen freßbaren Träger, ζ. Κ
die Standardmastkost für zum Braten bestimmte Hühner, bestehend aus Getreide und Getreide-Nebenprodukten,
Tiereiweiße ergänzt durch Vitamine und Mineralstoffe, oder einem anderen herkömmlichen
Futtermittel.
Eine solche Vormasse enthält 0,2 bis 50 Gewichtsprozent Chinoxalinderivat oder 0,2 bis 5 Gewichtsprozent
des bevorzugten Chinoxalinderivats und kann mit einem vollwertigen Futtermittel verdünnt werden,
so daß das endgültige Futter 0,0001 bis 0,025 Gewichtsprozent Chinoxalinderivat bzw. 0,0001 bis
0,0025 Gewichtsprozent des bevorzugten Chinoxalinderivats enthält. Bei der Verdünnung der Vormassen
werden zweckmäßig 500 g Vormasse mit 1 Tonne Futtermittel gemischt.
Das Direktfutter für Haustiere und die Vormassen können auch andere veterinärisch brauchbare Verbindungen,
wie z. B. Wurmmittel wie Tetramisol, Pyranteltartrat, Thiabendazol oder Piperazin, Kokzidiostatika
wie Methylbenzoquat, Meticlorpindol, 3,5-Dinitro-o-toluamid, 3,5-Dinitrobenzamid, Amprolium
oder Decochinat, oder Antibiotica wie Bacitracin, Oleandomycin oder Virginiamycin, enthalten.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen rein beispielsweise näher erläutert.
Futtervormassen, die sich zur Verdünnung mit einem Futtermittel eignen, können dadurch erhalten
werden, daß man 5, 10, 25, 50 oder 100 g Chinoxalin-1,4-dioxid mit einem Standardmastfutter für zum
Braten bestimmte Hühner, bestehend aus Maismehl und Fischmehl und zusätzlich Lysin, Methionin,
Vitaminen und Mineralstoffen so vermengt, daß man eine Vormasse mit einem Gewicht von 500 g erhält.
Man kann weitere Vormassen erhalten, wenn man das Chinoxalin-l,4-dioxid durch 6-Methylchinoxalin-1,4-dioxid,
o-Brom^-dimethylchinoxalin-1,4-dioxid,
6,7-Dimethylchinoxalin-l,4-dioxid oder 6-Chlor-7-methylchinoxalin-1,4-dioxid
ersetzt.
Ein Direktfutter für Geflügel kann dadurch erzeugt werden, daß 500 g einer Vormasse gemäß
Beispiel 1 mit 1 Tonne Standardfutter für zum Braten bestimmte Hühner innig vermengt werden.
Gruppen von 60 sieben Tage alten Küken wurden gewogen und in Käfigen gehalten, wobei jeder Käfig
10 Küken enthielt. Eine Gruppe von Küken wurde 6 Tage mit einem vollwertigen GrundfuUer gefüttert,
die keine wachstumsfördernde Verbindung enthielt, während vierzehn andere Gruppen 6 Tage mit demselben
Grundfutter gefüttert wurden, das jedoch 0,0005 bis 0,01 Gewichtsprozent eines Chinoxalinderivats
enthielt. Nach den 6 Tagen wurden alle Küken gewogen, und die jeweilige Gewichtszunahme
wurde festgestellt. Eine Verbindung mit Wachstumsfördernder Fähigkeit bewirkte, daß die Küken der
behandelten Gruppen eine erhöhte Gewichtszunahme gegenüber den Küken der Kontrollgruppe zeigten.
Die Differenz zwischen diesen Gewichtszunahmen — ausgedrückt als ein Prozentsatz der Gewichtszunahme
der Kontrollgruppe — wurde als bedeutsam betrachtet, wenn sie gleich oder mehr als 11 % über
der Gewichtszunahme der Kontrollgruppe betrug. Man erzielte die folgenden Ergebnisse mit den
Test-Chinoxalinderivaten:
| R2 | R3 | R4 | Prozent | Differenz | |
| Test | zwischen | ||||
| verbindung | Gewichts | ||||
| im Futter | zunahmen der | ||||
| R1 | H | H | H | behandelten | |
| und Kontroll | |||||
| 0,01 | gruppen | ||||
| 0,005 | (0O) | ||||
| H | 0,0025 | + 34.6 | |||
| H | Me | H | 0,001 | + 33,0 | |
| Me | Cl | H | 0,0005 | + 20,9 | |
| Me | Br | H | 0,01 | + 18,2 | |
| H | Me | Me | 0,01 | + 19,0 | |
| H | H | Cl | Me | 0,01 | + 34,6 |
| Me | 0,01 | + 25,2 | |||
| Me | 0,01 | + 33,8 | |||
| H | + 42,5 | ||||
| H | + 41,3 | ||||
Bei einem im wesentlichen gemäß Beispiel 3 durchgeführten Versuch erhielt eine Gruppe von 60 ein
Tag alten Küken, die in Hühnerställen zu je 60 Küken gehalten wurden, ein Futter mit Chinoxalin-1,4-dioxid,
und die Wuchsgeschwindigkeit über 8 Wochen wurde mit der einer ähnlichen Kontrollgruppe von 360 Küken
verglichen. Nach den 8 Wochen ergab sich folgendes:
Durchschnittliches Gewicht der mit einem Futter mit 0,001 Gewichtsprozent Chinoxalin-1,4-dioxid gefütterten
Hühner 1,82 kg; durchschnittliches Gewicht der Hühner der Kontrollgruppe 1,60 kg. Verhältnis
von Futterverbrauch zu Huhngewicht: 2,18 Kontrollgruppe; 2,02 behandelte Gruppe.
Bei einer Untersuchung mit Schweinen, bei der jede Gruppe 6 Schweine enthielt, erzielte man die folgenden
Ergebnisse nach einer Mastzeit von 7 Wochen:
Schweine: durchschnittliche Gewichtszunahme pro Tier 21,8 kg Kontrollgruppe, 24,2 kg behandelte
Gruppe;
kastrierte Schweine: durchschnittliche Gewichtszunahme pro Tier 22,9 kg Kontrollgruppe,
25,1 kg behandelte Gruppe.
25,1 kg behandelte Gruppe.
Die behandelte Gruppe erhielt jeweils ein Futter mit 0.001 Gewichtsprozent Chinoxalin-1,4-dioxid.
Die Verwertung der Erfindung kann durch gesetzliche Bestimmungen, insbesondere durch das Futtermittelgesetz,
beschränkt sein.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung ei.ies Chinoxalinderivates der FormelO
R3 ! R1Die Erfindung betrifft also die Verwendung eines Chinoxalinderivats der Formel
Applications Claiming Priority (1)
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