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DE1810650A1 - Verfahren zur Gewinnung von Blei und von NE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Blei und von NE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems

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Publication number
DE1810650A1
DE1810650A1 DE19681810650 DE1810650A DE1810650A1 DE 1810650 A1 DE1810650 A1 DE 1810650A1 DE 19681810650 DE19681810650 DE 19681810650 DE 1810650 A DE1810650 A DE 1810650A DE 1810650 A1 DE1810650 A1 DE 1810650A1
Authority
DE
Germany
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ores
calcium chloride
lead
metals
ore
Prior art date
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Pending
Application number
DE19681810650
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dipl-Chem Eberhar Anschuetz
Dr Dipl-Chem Eduar Herzenstiel
Dr Heinz Riesenhuber
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
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Priority to ES373710A priority patent/ES373710A1/es
Priority to JP44093888A priority patent/JPS4914450B1/ja
Priority to GB57476/69A priority patent/GB1276520A/en
Priority to BE742156D priority patent/BE742156A/xx
Publication of DE1810650A1 publication Critical patent/DE1810650A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • C22B1/08Chloridising roasting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/06Refining
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Description

METALLOESELLSCHAFT 6 Er&nfcfurt/toain, 25. November 1968
Aktiengesellschaft LrOz/lik
Nr.6o41
Verfahren zur Gewinnung von Blei und von NE-Metallen der Nebengruppoides Periodensystems
Die Erfindung betrifft ein Yerfahren zur Gewinnung von Blei und von NE-Metallen der Nebengruppandes Periodensystems aus natürlich vorkommenden Erzen oder daraus gewonnenen Erzkonzentraten durch chlorierende Verflüchtigung mit Ka±ziumchlorid.
Für die Gewinnung von NE-Metallen, insbesondere von Kupfer, Zink und Blei aus Erzen sind zahlreiche Verfahren bekannt, die sich die Verflüchtigbarkeit ihrer Chloride bei erhöhter Temperatur zunutze machen. Neben Verfahren, in denen die Verflüchtigung mit Chlorgas als Chlorierungsmittel beschrieben ist (Deutsche Auslegeschriften Ϊ 117 618, 1 16o 622, 1 174 996, 1 1So 946), sind auch viele Vorschläge bekannt, als billiges und einfach zu handhabendes Chlorierungsmittel,Kalziumchlorid zu verwenden.
Zur Verflüchtigung von NE-Metall aus eisenhaltigen Erzen werden bei dem Verfahren der britischen Patentschrift 696 664 Erz und Kaliumchlorid vermischt, zu Agglameraten geformt, bei Temperatüren von 200 - 3000C entwässert und in einem weiteren Ofen schliess· lieh bei ca. 1100 - 13000C gebrannt.
Bei einem anderen Verfahren zur Verflüchtigung von NE-Metallen, z.B. aus oxydischen Erzen mit Kaiziumchlorid und/oder Magnesiumchlorid in geringem Überschuss, soll das Material in beliebiger Reihenfolge 2 Reaktionszonen durchlaufen, wovon die erste neutral bis schwach oxydierend, die andere schwach reduzierend eingestellt ist (Deutsche Auslegeschrift 1 185 378).
009425/0731
Ein weiteres Verfahren zur Verflüchtigung von NE-Metallen mit Kaliumchlorid und/oder Magnesiumchlorid arbeitet einstufig, indem das Material bei Temperaturen über 700 C, vorzugsweise, zwischen 850 - 11000G mit einem reduzierend wirkenden Gasgemisch behandelt wird (Deutsche Auslegeschrift 1 213 122).
Bei einem vierten Verfahren zur Entfernung von beispielsweise Kupfer, Zink und Blei durch chlorierende Verflüchtigung mit Kalzium- und/oder Magnesiumchlorid sollen die Metalle vor der eigentlichen Verflüchtigung in einer einzigen Stufe,in möglichst wasserdampffreier,neutraler bis schwach oxydierender Atmosphäre vorgelaugt oder chlorierend bzw. sulfatisierend geröstet und φ gelaugt werden,(Deutsche Auslegeschrift 1 226 792).
Die vorstehend skizzierten Verfahren sind mit einer Reihe von Nachteilen behaftet. Sie arbeiten entweder diskontinuierlich und damit mit - auf die Ofeneinheit bezogen - geringer Durchsatz·?» leistung. Die mehrstufigen Verfahren weisen den Nachteil auf, dass sie einen hohen apparativen Aufwand verlangen oder aber durch häufige Veränderung der Arbeitsbedingungen, wie z.B. der Temperatur, ständiger Umschalt- und Kontrollmassnahmen bedürfen= Ein entscheidender Mangel der vorgeschlagenen Verfahren ist, dass sie keine Angaben über die Wiedergewinnung des Chlorierungsmittels enthalten.
™ Die Erfindung vermeidet die vorstehend aufgeführten Nachteile und Mangel. Sie betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Blei
PV 11 CJ
und von NE-Metallen der Nebengruppei des Periodensystems natürlich vorkommenden Erzen oder daraus gewonnenen Erzkonzentraten durch chlorierende Verflüchtigung mit Hilfe von Kalziumehlorid als Chlorierungsmittel,und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Erze oder Erzkonzentrate je nach Gehalt an Blei oder NE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems mit der 1,2- bis 5-fachen stöchiometrisch zur Verflüchtigung der Metalle als Metallchloride erforderlichen Menge Kalziumehlorid, mindestens aber mit 15 g pro Kilo Erz oder Erzkonzentrat, vermischt, auf eine Temperatur, die zur Verflüchtigung der Metalle als Chloride ausreicht, erhitzt, dass die verflüchtigenden MetallöhlorMe gesammelt und
fr/0 7 3-7 ^
mit Kalziumofcyd und/oder -karbonat und Kohle in schmelzflüssiger Phase umgesetzt werden, dass die Trennung von Metallen und dem bei der Umsetzung entstandenem Kalziumchlorid aufgrund der unterschiedlichen Dichte schmelzflüssiger Phasen oder durch Laugung erfolgt und dass nach Abtrennung der gebildeten Metalle das Kalziumchlorid als Chlorierungsmittel in die Verflüchtigungsstufe zurückgeführt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet die Verarbeitung praktisch sämtlicher natürlich vorkommender Blei und/oder NE-Metalle der Nebengruppen des Periodensystems (im folgenden NE-Metalle genannt) enthaltender Erze oder daraus gewonnener Erzkonzentrate. Das sind in der Hegel solche mit Gehalten von 1,o bis 25 Gew.^. ^ Im Falle der Gewinnung von Uran kann dessen Gehalt auch niedriger liegen, beispielsweise bei 0,1 Gew.^ - o,4 Gew.^.
Der Zusatz an Kalziumchlorid bemisst sich nach dem NE-Metall des zur Verarbeitung kommenden Materials. Liegt der NE-Metallgehalt im Bereich von 5-25 Gew.#, ist ein 2,5- bis 1,2-facher stöchiometrischer Überschuss zweckmässig. Bei Gehalten zwischen 1-5 Gew.ji, is*t ein 5- bis 2,5-facher stöchiometrischer Überschuss empfehlenswert. Ein Mindestzusatz von 15 g Kalziumchlorid pro kg Erz oder Erzkonzentrat ist erforderlich.
Vorzugsweise wird das in das Verfahren der chlorierenden Verflüchtigung einzusetzende Material pelletiert oder briket- M tiert. Die Brikettierung ist insbesondere bei NE-metailreichen Materialien vorteilhaft. Es wird nämlich hierbei nur eine erheblich geringere Feuchtigkeit eingebracht; dementsprechend ist die Trocknung auch unproblematischer als bei Pellets.
Sofern das zu pelletierende Material nicht die erforderliche Peiletierfeinheit aufweist, wird das Ausgangsmaterial aufgemahlen, so dass etwa ein Verteilungsgrad von
12 * t 0,3 - o, 1 mm
36 * : 0,1 - 0, 06 mm
52 < o, 06 mm
entsteht,
009825/Ω737
Das Material wird mit dem 1,2- Isis 5-fachen der stöchiometrisch nach der an sich "bekannten Gleichung
MeOx + XCaGl2 —■ ^ MeC12x + xCa0
erforderlichen Menge Kaliumchlorid mindestens aber mit 15 g/kg Erz oder Erzkonzentrat gemischt und erhitzt. Die Form, in der das Kalziumchlorid eingebracht wird, richtet sich weitgehend nach der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials. .^ Erfolgt die. chlorierende Verflüchtigung durch Behandlung des brikettierten oder nicht pelletierten Materials, wird das erforderliche Chlorierungsmittel in der Regel in fester Form zugesetzt werden. Wird das Material hingegen in Form von Pellets thermisch behandelt, ist es - in Abhängigkeit vom NE-Metaligehalt auch möglich, das Kalziumchlorid ganz oder zum Teil in gelöster Form Beizufügen«, Bei geringen Gehalten kann die berechnete Kalziumchloridmenge zusammen mit der erforderlichen Pelleti©rf©uehtigkeit eingebracht werden. Für ein bestimmtes Erss und di@ etwa zwischen 10 und 15 $ liegende, zum Pelletieren erforderliche Feuchtigkeit lässt sich dann die notwendige Kalziumchloridkonzentration leicht ermitteln und. einstellen. Ist, wie bei hochkonzentrierten Erzen, insbesondere Erzkonzentraten, das Kalziumchlorid nicht mehr über die Pelletierflüssigkeit einbringbar, kann das gesamte Kalziumchlorid od©r die Differenz zwischen der erforderlichen Menge und der über die Pelletierflüssigkeit zusetzbaren, in fester Form zugefügt werden. Zur Begünstigung der chlorierenden Verflüchtigung kann ein Zusatz von kohlenstoffhaltigem Material vorteilhaft sein. Als kohlenstoffhaltiges Material ist z.B. Koks, Holzkohle, Anthrazit, geeignet. Die günstigsten Mengen liegen im Bereich von 1 und 5 Gew.$, als reiner Kohlenstoff berechnet.
In einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird das kohlenstoffhaltige Material ganz oder teilweise mit dem Erz oder Erzkonzentrat und dem Kalziumchlorid pelletiert oder brikettiert.
00982S/0737
Die Pelletierung wird in an sich bekannter Weise in einer Trommel oder auf einem Teller vorgenommen, vorzugsweise bei Temperaturen oberhalb 4O0O. Durch die Agglomeration bei erhöhter Temperatur ist die Gewähr gegeben, dass die Bildung von CaCl2*6HoO, das durch seinen hohen Wassergehalt, insbesondere bei hoch NE-metailhaitigen Materialien, in der nachfolgenden thermischen Behandlung ein Erweichen oder Zerfliessen der Pellets zur Folge haben kann, vermieden wird.
Bei der Mehrzahl der zur Verarbeitung kommenden Erze oder Erzkonzentrate ist es vorteilhaft, die Pellets vor der Aufgabe in den Drehrohrofen einer schonenden Trocknung zu unterwerfen. Vorrichtungen, die eine Trocknung der Pellets in ruhender Lage ermöglichen, sind zweckmässig. Bevorzugt ist die Verwendung indirekt oder mit Heizgas direkt beheizter Trockenbänder, die eine Trocknung bei Temperaturen zwischen 100 und 170 C innerhalb etwa 2 Stunden gestatten.
Als Aggregat für die chlorierende Verflüchtigung dienen herkömmliche Öfen, wobei der Drehrohrofen bevorzugt iat. Besonders zweckmässig ist ein Mantel brenner beheizter Drehrohrofen, der einen am Ausfcrag3ende angeordneten mit Gas, Öl oder vergas tem Öl betriebenen Zentralbrenner und am Mantel angebrachte und mitrotierende, sogenannte Mantelbrenner aufweist. Der Sentralbrenner kann mit einer - bezogen auf die vollständige Verbrennung de3 Brennstoffes - stöchiometrisch unüerschüssigen, aber auch mit einer zur vollständigen Verbrennung ausreichenden Lui'tmenge betrieben werden. Der vorstehend verwendete Begriff Mantelbrenner umfasst 3owohl eigentliche Brenner, d.h. Vorrichtungen, äit mit"Brennstoff und Luft betrieben werden, ais auch sogenannte Mantelrohre, d.h. Vorrichtungen, durch die lediglich Luft eingeleitet wird um? somit eine .Nachverbrennung der den Drehrohrofen durchströmenden, vom Zentralbrenner erzeugten Gase ermöglicht wird.
Die zur Verflüchtigung des NE-Metalls als Chlorid aus Erzen erforderliche Temperatur ist nach unten mit ca. /5O0C begrenzt. Die zulässige obere Temperatürgrenze richtet sich nach der Art des zu verarbeitenden Materials. Es ist für den Ofengang entscheide™1' 009825/0737
dass die Sintertemperatur der Charge nicht überschritten wird. Die maximal zulässige Temperatur liegt im allgemeinen zwischen etwa 1 050 und 1 2000G. ■.' '
Zur Vermeidung hoher Überhitzungen und zur Einstellung der Ofenatmosphäre sowie der Temperatur im Drehrohrofen kann eine Rauchgasrückführung vorgenommen werden.
Als Verweilzeiü der Ofenbeschickung sind in der Regel 3o Minuten bis 2 Stunden ausreichend. Falls die Entfernung letzter KE-Metallgehalte beabsichtigt ist, kann die Verweilzeit entsprechend verlängert werden. Die bei der thermischen Behandlung entstandenen NE-metallchloridhaltigen Gase werden gesammelt. Die zweckmässigste Form der Sammlung der NE-Metallchioride ist die Kondensation, vorzugsweise die fraktionierte Kondensation. Die Aufarbeitung der NE-Meballohloride - ggf. nach einer Reinigung, z.B. durch fraktionierte Destillation - erfolgt zu Metallen. NE-Metallchloride werden hierzu grundlich mit Kalk und kohlenstoffhaltigem Material, z.B. Koks oder Kohle, vermischt und in einem geeigneten Aggregat erhitzt. Die geeigne baiTemperaturen liegen zv/ischen 900 und 1 20O0C0 Bevorzugte Aggregate sind Drehflammofen, insbesondere Kurztrommelofen, in denen der aur Ansatsbildung neigende Kalk infoige der Rota^i tion ständig mit frischem Metallchlorid bespült wird. Das bei dem Prozess zurückgebildete Kalziumchlorid wird in die Stufe der chlorierenden Verflüchtigung zurückgeführt, indem Kalziumchlorid von dan NE-Me ballen aufgrund der unterschiedlichen Dichte der schmelzfiüssigen Phasen oder durch Laugung mit Wasser abgetrenr.ib wird.
Wann die Laugung des bei der .Umsetzung entstandenen Kalziuiachlorids beabsichtigt ist, kann es vorteilhaft oder auch erforderlich aein, eine Konzentrierung des Kalziumchloridgehaltes vorzusehen. Das Mass der Konzentrierung richtet sich - wie bereits oben ausführlich dargelegt - nach dem NE-Gehalt der zu verarbeitenden Erze oder Erzkonzentrate. Sie kann so weit getrieben werden, dass das Kalziumchlorid in kristallisierter Form wiedergewonnen wird. In diesem Falle ist die Krlstaliation, oberhalb 50° C zweckmässig, da sie zur Entstehung des vorteilhafteren CaClg*^!^0 führt.
BAD ORIGINAL
Wenn nach dem erfindungsgemässen Verfahren Erze oder Erzkonzentrate aufgearbeitet werden, die Schlackebildner, insbesondere SiO2, enthalten, ist ein Teil des Kalziumchlorids gegen Natriumchlorid austauschbar. Durch diese Massnahme lässt sich der Vorteil erzielen, dass die bei dem Prozess auftretenden Ghlorverluste durch das billige und allgemein verfügbare Natriumchlorid ersetzt werden können.
Bei der Verarbeitung von Erzen oder Erzkonzentraten, die Schwefei in sulfidischer Form enthalten, ist die Vorschaltung einer Röststufe, vorzugsweise im Wirbelschichtofen, zur Entfernung des Schwefels zweckmässig. Bei Erzen, in denen der sulfidische Anteil praktisch nicht mit sulfidfreien Anteilen verwachsen ist, kann auch eine Sulfidflotation vorteilhaft sein. Durch diese Massnahme wird vermieden, dass Elementar- oder als Sulfid verflüchtigter Schwefel den Gang des Aufbereitungsverfahrens der gesammelten NE-Metailchloride erschwert.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen das erfindungsgemäsee Verfahren.
Beispiel 1
Ein oxydisches Blei-Erz mit 17 $> Blei wurde in einer Kugelmühle bis auf eine Kornfeinheit von
12 #: O,3-0,1 mm
3b $ χ 0,1 - 0,06 mm
52 ic : 0,06 mm aufgemahlen.
Es wurden
100 Teile des Erzes mit
18 Teilen Kalziumchlorid und
5 Teilen Kohle
vermischt und die Mischung auf einem beheizten Pelletierteller bei etwa 550C pelletiert. Anschliessend wurden die G-rün-Peilets bei Temperaturen von 120 - 15O0G getrocknet.
009825/07 3 7
Die Verflüchtigung des Bleis erfolgte in einem Labordrehofen durch Erhitzen auf ca. 1 QOO0C für die Dauer von 1,5 Stunden mit einem Gas der Zusammensetzung$ '
65 Vol. Stickstoff 15 Vol. $002 20 Vol. # H2O.
Das verflüchtigte Bleichlorid wurde durch Kondensation gesammelt«
Das Bleichlorid wurde mit KaIJc und Kohle im Verhältnis
100 Teile Bleichlorid 30 Teile Kalk 15 Teile Kohle
gemischt, tablettiert und in einem Tiegel auf 900 - 1 0OQ0C erhitzt» Dag Blei wurde in Form eines Regulus gewonnen. Die gebildete Kalziumchlorid-Schlacke wurde mit Wasser gelaugt. lach Abfiltrieren der unlöslichen Anteile wurde durch Eindampfen der Lösung im Vakuum bei ca. 6O0C Kalziumchlorid in Form des Dihydrate CaCl2 * 2H2Q gewonnen.
Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise gelang es, über 9096 des im Erz eingesetzten Bleis zu gewinnen.
Beispiel 2
Ein oxydisches Kupfererz mit
ca. 6 $ Kupfer 5 $ Eisen 7 $ Aluminium und 55 fi SiO2
wurde mit Kalziumchlorid und Kohle im Verhältnis
100 Teile Erze 55 Teil© Kalziumchlorid 5 Teile Kohle
gemischt und pelletiert? anschliessend wurden die Pellets bei
•t.
.0 0 9 8 2 5/ 0 7 3
120 - 1500C getrocknet.
1 ö 10650
2oo g der getrockneten Pellets wurden in einem Labordrehrohr mit einem Heizgas der Zusammensetzung
65 Vol. i> Stickstoff 15 Vol. # 002
20 Vol. i> H20
auf 1 0500C erhitzt und 1,5 Stunden bei dieser Temperatur belassen. Die getrockneten Pellets enthielten weniger als o,3# Kupfer entsprechend einer Verflüchtigung von mehr als 95$.
Die bei der thermischen Behandlung verflüchtigten Chloride wurden mit Kalkstein und Kohle im Verhältnis
100 Teile Kupferchlorid 100 Teile Kalkstein 12 Teile Kohle
gemischt, tablettiert und in einem Tiegel auf 1 I50 - 1 2000C erhitzt.
Das Kupfer wurde als Regulus gewonnen und die Kalziumchlorid-Schlacke mit Wasser gelaugt.
Nach Abfiltrieren der unlöslichen Anteile wurde durch Eindampfen der Lösung im Vakuum bei ca. 600C Kalziumchlorid als Dihydrat CaC12 · 2H20 gewonnen, das in den Prozess zurückgeführt wurde.
-I0-Patentansprüche
009825/0737

Claims (12)

810650 PA(PENTA N-SP RÜCHE
1. Verfahren zur Gewinnung von Blei und von BE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems aus natürlich vorkommenden Erzen oder daraus gewonnenen Erzkonzentraten durch chlorierende Verflüchtigung mit Hilfe von Kalziumchlorid als Chlorierungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Erze oder Erzkonzentrate je nach Gehalt an Blei oder NE-Metallen der lebengruppen des Periodensystems mit der 1,2- "bis 5-fachen stöchiometrisch zur Verflüchtigung der Metalle als Metallchloride erforderlichen Menge Kaliumchlorid, mindestens aber mit 15 g pro Kilo Erz oder Erzkonzentrat, vermischt, auf eine Temperatur, die zur Verflüchtigung der Metalle als Chloride ausreicht, erhitzt, dass die verflüchtigenden Metallchlorid© gesammelt und mit Kalziumoxyd und/oder -karbonat und Kohle in schmelzflüssiger Phase umgesetzt werden, dass die Trennung von Metallen und dem bei der Umsetzung entstandenen Kalziumchlorid aufgrund der unterschiedlichen Dichte schmelzflüssiger Phasen oder durch Laugung erfolgt und dass nach Abtrennung der gebildeten Metalle das Kalziumchlorid als Chlorierungsmittel in die Verflüchtigungsstufe zurückgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verflüchtigung der Metallchloride in einem Drehrohrofen erfolgt.
3ο Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verflüchtigung der Metallchloride in einem mit Mantelbrennern beheizten Drehrohrofen erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Erze oder Erzkonzentrate vor ihrer Aufgabe in den Ofen zusammen mit der erforderlichen Menge Kalziumchlorid pelletiert oder brikettiert werden.
-11-009825/0737
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die chlorierende Verflüchtigung in Gegenwart von kohlenstoffhaltigen Materialien vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kohlenstoffhaltigen Materialien ganz oder teilweise einpelletiert oder einbrikettiert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pelletierung der Erze oder Erzkonzentrate bei Temperaturen oberhalb 40° vorgenommen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 4, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die feuchten Pellets vor der Aufgabe in den Ofen einer M schonenden Trocknung unterworfen werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausscheidung des festen Kalziumchlorids die Konzentration bei Temperaturen oberhalb 50° C vorgenommen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Gewinnung von Blei und/oder NE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems aus Schlackebildner, insbesondere SiO2, enthaltenden Erzen oder Erzkonzentraten, ein Teil des als Chlorier ungsmittel erforderlichen Kalziumchlorids durch Natriumchlorid ersetzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Gewinnung von Blei und/oder NE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems aus sulfidschwefelhaltigen Erzen oaer Erzkonzentraten Schwefel in einer vorgeschalteten Wirbelschichtstufe abgeröstet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Gewinnung von Blei und/oder NE-Metallen der Nebengruppen des Periodensystems aus sulfidschwefelhaltigen Erzen oder Erzkonzentraten, in denen der sulfidische Anteil praktisch nicht mit dem freien Sulfidanteil verwachsen ist, eine Sulfidflotation vorgenommen wird.
0QS825/Ö737
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