DE1753340B1 - Stuhl - Google Patents
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Description
1 ; 2
Die Erfindung betrifft einen Stuhl, insbesondere Kurvenzug ineinander übergehen. Dabei besteht die
Schulstuhl, dessen Sitz und Lehne einstückig aus Stützfläche der vom Sitz getrennten Rückenstütze aus
Preßstoff bestehen, der ferner eine Sitzfläche mit einer zweidimensional gewölbten oberen Fläche und
einem geringfügig vorstehenden Mittelkamm aufweist -einer unteren ebenen, gegebenenfalls zweidimensional
und dessen unterer Lehnenteil stark nach außen ge- 5 gewölbten Fläche, so daß sich der V-förmige Kurvenwölbt
ist, eine Taille bildet und in seinem oberen zug als Durchdringungskurve der beiden Flächen
Abschnitt schräg bis zu einem Kamm ansteigt, der ergibt. Die untere Fläche setzt sich aus zwei durch
—· von oben gesehen — bogenförmig ist und den den Scheitelpunkt des V-förmigen Kurvenzuges geunteren
Lehnenteil gegen den schräggeneigten oberen trennten und seitlich oberhalb davon liegenden
Lehnenteil abschließt. io Flächenteilen zusammen, die der Stuhlbeinneigung
Es sind bereits verschiedene Formen von Stuhl- angepaßt gegenüber der Senkrechten etwas geneigt
sitzen sowie Vorschläge hierfür bekannt, deren Ge- sind.
staltung zum Ziel hat, dem Sitzenden Halt zu geben, Die mit dieser Formgebung der Rückenstütze an-
d. h. die Wirbelsäule und das Becken, welches sich in gestrebte Wirkung, daß der Rücken des auf dem
labilem Gleichgewicht befindet, zu fixieren und in 15 Stuhl Sitzenden auch in der gebückten Sitzstellung an
der Sitzhaltung zu stützen. Die richtige Unterstützung der Rückenstütze eine Anlehnfläche vorfindet, wird
des Körpers eines Sitzenden hängt jedoch jeweils da- jedoch nur sehr unvollkommen erreicht. Hierfür ist
von ab, ob der Sitzende vornübergebeugt, aufrecht der Umstand maßgebend, daß die bekannte Rückenoder
stark nach hinten geneigt auf dem Stuhl sitzt. stütze unterhalb des Scheitelpunktes des V-förmigen
Bei Stuhlsitzen ist es bekannt, in der Sitzfläche 20 Kurvenzugs endet und daß der Scheitelpunkt in seiner
einen vorderen Mittelkamm sowie einen bogen- Lage zum Kreuzbein des Sitzenden nicht festgelegt
förmigen Absatz vorzusehen, der eine nach hinten ist. Je nach Anordnung der Höhe des Scheitelpunktes
verlaufende Vertiefung von den Randbereichen der kommt das Kreuzbein entweder oberhalb des Schei-Sitzfläche
abschließt. Eine Lösung des bei einstückig telpunktes zu liegen, so daß keine wirksame Abaus
Sitzfläche und Rückenlehne bestehenden Stuhl- 25 Stützung gegeben ist, oder in dem freien Raum untersitzes
auftretenden Problems der Stützung von Becken halb des Scheitelpunktes, so daß mangels einer Fixie-
und Rücken des Sitzenden in den unterschiedlichen rung des Beckens der muskuläre Halteapparat der
Sitzhaltungen wird durch diese Maßnahme nicht gesamten Wirbelsäule beansprucht wird und das
gegeben. Gesäß des Sitzenden außerdem dem unangenehm
Eine bekannte Sitzwanne ist einstückig aus Preß- 30 empfundenen Druck der ausgeprägten Unterkante
stoff oder Kunststoff hergestellt und besteht aus einer der Rückenstütze ausgesetzt ist. Zu diesen Nachteilen
Sitzfläche sowie einer Rückenlehne. Der zwischen kommt noch hinzu, daß die Rückenstütze nicht ein-Sitzfläche
und Rückenlehne befindliche Teil der stückig federnd mit der Sitzfläche verbunden, son-Rückenlehne
ist stark konkav gewölbt und taillen- dem starr in den in die Stuhlbeine übergehenden
artig eingeschnürt. Der Übergang von dem oberen zu 35 Holmen befestigt ist.
dem unteren Lehnenteil wird bei der bekannten Sitz- Obwohl also grundsätzlich als Aufgabenstellung
wanne demgemäß von einem — von oben gesehen — bekannt ist, die Rückenlehne eines Stuhls derart zu
bogenförmigen Knick oder Kamm gebildet. Der Ver- formen, daß sowohl in vornübergebeugter als auch in
lauf und die Lage dieses Kamms zu der Wirbelsäule aufrechter Sitzhaltung eine Abstützung vorhanden ist,
des Sitzenden sind jedoch nicht festgelegt. Außer- 40 sind die dafür bisher angegebenen Lösungsmittel
dem ist die Außenwölbung des unteren Teils der nach Erkenntnis der Erfindung ungeeignet und unzu-Rückenlehne
der bekannten Sitzwanne nicht in der reichend.
Lage, das Becken des sitzenden bei vorgebeugter Demgegenüber präzisiert die Erfindung die Auf-
Sitzhaltung aufzunehmen und den orthopädischen gabenstellung dahingehend, daß bei einem Stuhl nicht
Forderungen entsprechend abzustützen, sondern dient 45 nur in den beiden Endstellungen der vorgebeugten
der Erzielung einer Federwirkung. Sitzhaltung (Schreibhaltung) und der aufrechten bis
Es sind auch Sessel bekannt, die zwei im Winkel schräg nach hinten geneigten aufrechten Sitzhaltung
von 90° zueinander stehende Abstützflächen auf- (Aufmerkhaltung), sondern auch in den Übergangsweisen,
von denen die eine im hinteren Teil der stark Stellungen eine optimale Unterstützung des Sitzenden
vertieften Sitzfläche angeordnet und den Sitzbein- 50 und Entlastung seiner Muskulatur erreicht wird,
knorren zugeordnet ist, während die andere in der Dabei geht die Erfindung von der neuen Erkennt-
knorren zugeordnet ist, während die andere in der Dabei geht die Erfindung von der neuen Erkennt-
Rückenlehne angeordnet ist und das Kreuzbein ab- nis aus, daß einerseits der Sitzende in jeder Stellung
stützt. Die Rückenlehne weist lediglich in den Rand- an mehreren nicht gegeneinander verschieblichen
bereichen einen Knick oder Kamm auf, der in Höhe Punkten des Beckens und des untersten Teils der
der Abstützfläche für das Kreuzbein beginnend kreis- 55 Wirbelsäule, nämlich dem Kreuzbein, unterstützt sein
bogenförmig von den Seiten der Rückenlehne nach muß, und zwar statisch bestimmt, und daß andereroben
ansteigt und zur Mitte der Rückenlehne hin seits Sitz und Lehne derart geformt sein müssen, daß
abnimmt. Die Sitzhaltung solcher Sessel ist zwar als sie in allen Stellungen Unterstützung bieten, ohne
optimale Haltung gewählt, sie ist jedoch eine erzwun- Weichteile oder Haltemuskulatur abzuklemmen oder
gene Sitzhaltung; und zwar nur eine bestimmte Sitz- 60 zu drücken. Dabei soll die muskuläre Haltearbeit so
haltung. Derartige Sessel sind also ein Sitzkorsett und gering wie möglich sein.
nicht ein Stuhl, der seine stützenden und entlastenden Nach der Erfindung ist ein Stuhl, insbesondere
Eigenschaften beibehält, wenn der Sitzende die ver- Schulstuhl, dessen Sitz und Lehne einstückig aus
schiedensten Sitzhaltungen einnimmt. Preßstoff bestehen, der ferner eine Sitzfläche mit
Schließlich ist eine dreidimensional gewölbte 65 einem geringfügig vorstehenden Mittelkamm aufweist
Rückenstütze für Holzstühle bekannt, deren Auswöl- und dessen unterer Lehnenteil stark nach außen gebung aus zwei zueinander geneigten Anlehnflächen wölbt ist, eine Taille bildet, in seinem oberen Abzusammengesetzt
ist, die über einen V-förmigen schnitt schräg bis zu einem Kamm ansteigt, der — von
3 4
oben gesehen — bogenförmig ist und den unteren des Sitzenden zu erreichen, und zwar insbesondere
Lehnenteil gegen den schräggeneigten oberen Lehnen- bei höherer Körpergröße, ist nach einer vorteilhaften
teil abschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitz- Weiterbildung der Erfindung der Kamm im Bereich
fläche einen bogenförmig geführten Absatz aufweist, seines tiefsten Punktes aus der Lehnenfläche vordaß
der Kamm — von vorn gesehen — V-förmig 5 gewölbt.
gestaltet ist und seinen tiefsten Punkt in Kreuzbein- In dem Hinweis darauf, daß der Lehnenkamm mit
höhe hat und daß der untere Lehnenteil in seinem seinem tiefsten Punkt in Kreuzbeinhöhe liegt und von
oberen Abschnitt in einer Richtung verläuft, die der dort zur Stützung der Beckenkämme ansteigt, ist eine
Lage des Kreuzbeins in vorgebeugten Sitzhaltungen Maß- bzw. Proportionsangabe enthalten. Demententspricht.
io sprechend sind Stühle nach der Erfindung in ver-Das Becken wird in der Aufmerkhaltung nach vorn schiedenen Größen vorgesehen, die den Körpergebracht
und kippt auf seinen Sitzkufen nach hinten. maßen angepaßt sind. Die Erfindung wird nach-Dabei
wird ein Teil der Lendenwirbelrückbiegung stehend an Hand eines Ausführungsbeispieles mit
ausgeglichen. Um dem Rückwärtsfallen vorzubeugen, Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
müßte in dieser Haltung die Muskulatur eine große 15 F i g. 1 eine zeichnerische Darstellung einer Vor-Arbeit
verrichten, wenn ihr nicht am günstigsten deransicht eines Sitzes für einen erfindungsgemäßen
Punkt, und zwar im Bereich der Lendenwirbelsäule Stuhl,
und des unteren Abschnittes der Brustwirbelsäule, F i g. 2 eine zeichnerische Darstellung einer Seiteneine
Unterstützung gegeben würde. Diese Unter- ansicht des Stuhlsitzes von F i g. 1, Stützung wird nach der Erfindung durch die Fest- 20 F i g. 3 eine zeichnerische Darstellung einer Drauflegung
des tiefsten Punktes des V-förmigen Kammes sieht eines Stuhlsitzes von Fig. 1,
im Verhältnis zur Lage des Kreuzbeins erreicht. F i g. 4 eine schematische Darstellung in Seiten-Die
wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen ansicht zur Verdeutlichung der Stützwirkung des erAusbildung
des Stuhlsitzes gegenüber den bekannten findungsgemäßen Stuhls in der Schreibhaltung,
Stühlen ergeben sich für die Schreibhaltung. In 25 F i g. 5 eine schematische Darstellung nach Art von
dieser vorgebeugten Sitzhaltung wird das Becken F i g. 4 mit Bezug auf die Aufmerkhaltung,
bekanntlich nach hinten geschoben. Dabei kippt es In F i g. 1 ist, aus der Sicht von vorn, durch die
auf seinen Sitzkufen aus einer rückwärts geneigten Linie 5 die erfindungsgemäße Kammführung in
Position heraus in eine Mittelposition. Die gesamte V-Form sichtbar gemacht, wobei der tiefste Punkt
Wirbelsäule wird nach vorn gebracht unter gleich- 30 des Kamms in Höhe des Kreuzbeins des Sitzenden zu
zeitiger Aufrichtung der Lendenwirbelsäule. liegen kommt. In Ergänzung hierzu läßt die Linie 21
Um auch in dieser Lage eine größtmögliche Stüt- in F i g. 3 in Draufsicht erkennen, daß der Kamm 5
zung für den Halteapparat zu erreichen, verläuft bei am Scheitelpunkt seiner Schenkel bei 22 vorgewölbt
dem erfindungsgemäßen Stuhlsitz der untere Lehnen- ist. Mit 8 sind die taillenartigen Einschnitte des unteteil
in seinem oberen Abschnitt bis zu dem Kamm in 35 ren Lehnenteils bezeichnet, die bogenförmig von der
einer Richtung, die der jeweiligen Lage des Kreuz- Sitzfläche 1 (Fig. 2) bis in die Nähe der Schenkelbeins
sowie der Beckenkämme in dieser vorgebeugten enden des Kammes 5 verlaufen. Sitzhaltung entspricht. Auf Grund dieser Ausbildung In F i g. 2 ist die Sitzfläche 1 vergleichsweise lang
kann sich das Kreuzbein entsprechend der jeweiligen ausgebildet, um dem Sitzenden auch in der Aufmerk-Neigung
des Oberkörpers des Sitzenden auf dem 40 haltung mit nach vorn gebrachtem Becken eine ausoberen
Abschnitt des unteren Lehnenteils von dem reichende Unterstützungsfläche für Gesäß und Obertiefsten erreichbaren Punkt bis zu dem Scheitelpunkt schenkel zu geben. In dieser Haltung gibt der geringdes
V-förmigen Kamms abwälzen, und zwar unter- fügig vorstehende Mittelkamm 2 am vorderen Sitzstützt
von der Federung der Lehne. Durch die An- ende einen gewissen Halt, um zu verhindern, daß
passung an die unterschiedlichen Sitzhaltungen in 45 beim Überwechseln von der Schreib- in die Aufmerkvorgebeugter
Stellung behält das Kreuzbein des Sit- haltung der Sitzende zu weit nach vorn rutscht. Der
zenden ständigen Kontakt mit der Rückenlehne, ohne bogenförmige Absatz 23 sorgt, vor allem in der
dem Druck einer scharfen Kante ausgesetzt zu sein. Schreibhaltung, für eine zusätzliche Fixierung des
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungs- Beckens unter Berücksichtigung der anatomischen
gemäßen Rückenlehne ergibt sich daraus, daß die 50 Form desselben, der Sitzbeinkufen und des labilen
Schenkel des V-förmigen Kamms von ihrem durch die Gleichgewichtes. Der Sitz 1 geht mit der starken Aus-Lage
des Kreuzbeins des Sitzenden in der Höhe fest- wölbung 3 in die Lehne 4 über, die durch den bereits
gelegten Scheitelpunkt nach beiden Seiten ansteigen beschriebenen Kamm 5 in einen unteren Lehnen-
und hierbei die Beckenkämme abstützen. Die hier- teil 7 und einen oberen Lehnenteil 6 aufgeteilt ist.
durch bewirkte Fixierung des Beckens trägt dazu bei, 55 Wie aus F i g. 2 und 3 ersichtlich ist, ist der obere
daß der muskuläre Halteapparat weitgehend entlastet Lehnenteil 6 schräg nach hinten geneigt und an den
wird. Seiten 10 im Bogen weit herumgezogen, um auch eine Insgesamt ermöglicht der erfindungsgemäße Stuhl- seitliche Abstützung zu geben und um die Lendensitz
im Gegensatz zu der bekannten Rückenstütze mit wirbelsäule und die unteren Brustwirbel des Sitzenden
V-förmigem Kamm einen ständigen Kontakt zwischen 60 in der Aufmerkhaltung abzustützen,
dem Rücken des Sitzenden und der Rückenlehne, In F i g. 5 veranschaulicht die Linie 13 die Kon-
und zwar stufenlos für alle Sitzstellungen. türen eines Sitzenden in der Aufmerkhaltung auf
Die Fixierung des Beckens wird durch die Anord- einem erfindungsgemäßen Stuhlsitz. Damit kein
nung des bogenförmigen Absatzes in der Sitzfläche Kantendruck entsteht, ist sowohl der obere Rand 14
noch verbessert, da das Becken auf diesem Absatz in 65 der Lehne 4 als auch der Rand 15 der Sitzfläche 1
den verschiedenen Stellungen bei vorgebeugter Hai- abgebogen.
tung des Sitzenden eindeutig gehalten wird. In F i g. 4 veranschaulicht die Linie 16 die Kon-
Um eine noch bessere Anpassung an das Kreuzbein türen eines Sitzenden in der Schreibhaltung. Man
erkennt, daß im Vergleich zur Aufmerkhaltung das Becken in die starke Außenwölbung 3 des unteren
Lehnenteils 7 geschoben ist. Dadurch wird ermöglicht, daß das Kreuzbein an seinen Unterstützungsbereich im oberen Abschnitt des unteren Lehnen-
teils 7 herangebracht wird. Der Unterstützungsbereich für die Beckenkämme wird durch die V-förmigen
Schenkel des Kammes 5 gebildet (F i g. 1).
Durch die erfindungsgemäßen Merkmale des Stuhlsitzes
ist gewährleistet, daß insbesondere ein Schüler in den beiden Haltungen, die er im Unterricht vorwiegend
einnimmt, nämlich in der Schreib- und in der Aufmerkhaltung, eine wirksame Abstützung
seines Körpers von der Sitzfläche und der Lehne des Stuhls her erfährt. Hierdurch wird eine Entlastung
des menschlichen Halteapparates herbeigeführt. Die Aufmerksamkeit des sitzenden Schülers bleibt dadurch erhalten, und Haltungsschäden werden vermieden.
Der Stuhlsitz wird auf einem leichten Stuhlgestell
befestigt, dessen Höhe ebenfalls auf die Körpermaße des Schülers abgestimmt ist wie der Stuhlsitz.
Die Sitzfläche sowie die Lehnenfläche sind bei Verwendung von sehr glatten Preßstoffen aufgerauht,
um dem Sitzenden mehr Halt zu geben. Von der Behandlung zum Aufrauhen kann ein ringsum laufender
Randstreifen ausgenommen sein.
Claims (2)
1. Stuhl, insbesondere Schulstuhl, dessen Sitz und Lehne einstückig aus Preßstoff bestehen, der
ferner eine Sitzfläche mit einem geringfügig vorstehenden
Mittelkamm aufweist und dessen unterer Lehnenteil stark nach außen gewölbt ist, eine
Taille bildet und in seinem oberen Abschnitt schräg bis zu einem Kamm ansteigt, der — von
oben gesehen ■— bogenförmig ist und den unteren
Lehnenteil gegen den schräggeneigten oberen Lehnenteil abschließt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sitzfläche einen bogenförmig geführten Absatz (23) aufweist, daß der
Kamm (5) — von vorn gesehen — V-förmig gestaltet ist und seinen tiefsten Punkt in Kreuzbeinhöhe
hat und daß der untere Lehnenteil (7) in seinem oberen Abschnitt in einer Richtung verläuft,
die der Lage des Kreuzbeins in vorgebeugten Sitzhaltungen entspricht.
2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kamm (5) im Bereich seines tiefsten Punktes vorgewölbt ist (22).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Legal Events
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