DE1668687B2 - Neue 18-methyl-5alpha-h-androstane, verfahren zu ihrer herstellung sowie diese enthaltende arzneimittel - Google Patents
Neue 18-methyl-5alpha-h-androstane, verfahren zu ihrer herstellung sowie diese enthaltende arzneimittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neue 18-Methyl-5«-H-androtan-Derivate
der allgemeinen Formel
worin R ein Wasserstoffatom oder den Acylrest einer aliphatischen Carbonsäure mit 1-11 Kohlenstoffatomen
und A-B die Gruppierung -CH2-CH2- -CH = CH-,
-C=CH-
OR'
-CH-CH2-
-CH-CH2-
(R' = Wasserstoff oder der Acylrest einer aliphatischen Carbonsäure mit 1-11 Kohlenstoffatomen) bedeuten,
Verfahren zu ihrer Herstellung sowie Arzneimittel, die diese Verbindungen als Wirkstoff enthalten.
Als Acylrest R sollen die Säurereste der Säuren verstanden sein, die in der Steroidchemie bekannterweise
zur Veresterung freier Hydroxylgruppen verwendet werden. Bevorzugt geeignet sind die Reste aliphatischer
Carbonsäuren mit insbesondere 1 — 11 Kohlenstoffatomen im Säurerest, wie beispielsweise Essigsäure,
Propionsäure, Capronsäure, Undecylsäure u. ä. Selbstverständlich
können diese Säuren auch ungesättigt, verzweigt, mehrbasisch oder in üblicher Weise substituiert
sein; beispielsweise genannt seien Trimethylessigsäure, t-Butylessigsäure, Phenylessigsäure, Cyclopentylpropionsäure,
Halogenessigsäure, Aminoessigsäure, Oxypropionsäure, Benzoesäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure
u. ä.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen neuen Verbindungen erfolgt zweckmäßigerweise aus einem
18-Methyl-4-androsten-3-on der Formel
worin R die obengenannte Bedeutung besitzt, indem man nach an sich bekannten Methoden die 4,5ständige
Doppelbindung reduziert, gewünschtenfalls anschließend in 1 ^-Stellung dehydriert, gewünschtenfalls
zusätzlich noch in 1-Stellung eine Methylgruppe einführt und je nach der Bedeutung von R eine freie
17-Hydroxylgruppe acyliert oder eine 17-Acyloxygruppe
verseift
Die 1 «-Hydroxylgruppe wird zweckmäßigerweise derart eingeführt, daß man nach üblichen Methoden an
die ^'-Doppelbindung HO-HaI (Hai = ein Halogenatom),
z. B. mittels N-Bromsuccinimid oder N-Chloracetamid, anlagert und anschließend das 2ständige
Halogenatom reduktiv entfernt Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß man nach Epoxydierung
der ^'-Doppelbindung den Inständigen Epoxyring,
gegebenenfalls nach intermediärem Schutz der 3-Ketogruppe, mit z.B. komplexen Metallhydriden, wie
Lithiumaluminiumhydrid, reduktiv aufspaltet Zwecks Vermeidung des intermediären 3-Ketonschutzes ist die
Reduktion mit Lithium in flüssigem Ammoniak bevorzugt In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,
daß bei der nachträglichen Veresterung der 17-Hydroxylgruppe die la-Hydroxylgruppe ebenfalls acyliert
wird.
Die nach an sich bekannten Methoden durchführbare Reduktion der 4,5ständigen Doppelbindung erfolgt
zweckmäßigerweise mittels Lithium in flüssigem Ammoniak, weil hierbei eine maximale Ausbeute an
gewünschter 5«-H-Verbindung erzielt wird. Das schließt jedoch nicht aus, daß die Reduktion der
4,5-Doppelbindung auch durch Wasserstoffanlagerung in Gegenwart geeigneter Metallkatalysatoren, wie z. B.
Palladium, vorzugsweise auf einem Träger wie Kohle niedergeschlagen, erreicht werden kann.
Die gewünschtenfalls anschließende Dehydrierung in 1,2-Stellung erfolgt ebenfalls nach an sich bekannten
Arbeitsmethoden. Eine bevorzugte Ausführungsform ist, daß man zunächst in 2-Stellung ein Halogenatom,
vorzugsweise Brom, einführt und dieses anschließend in bekannter Weise, z. B. mittels Calciumcarbonat'Lithiumbromid
in Dimethylformamid, als Halogenwasserstoff wieder abspaltet. Die Einführung der 1,2-Doppelbindung
ist aber auch möglich mittels seleniger Säure oder Dicyano-dichlorbenzochinon oder mittels dafür
bekannter mikrobiologischer Arbeitsmethoden.
Schließlich erfolgt auch die Einführung des 1-Methylgruppe
nach Methoden, wie sie dem Fachmann dafür allgemein bekannt sind. Beispielsweise angeführt seien
hier die Arbeitsmethoden gemäß DT-PS 10 23 764, DT-PS 11 17 113 und DTPS 11 35 900.
Nach diesen Arbeitsvorschriften (vgl. auch Zeitschrift f. Naturforschung, 19b, 944, 1964) wird zunächst an die
1,2-ständige Doppelbindung Diazomethan angelagert. Dazu wird die entsprechende Δ] -Verbindung z. B. in
eine gekühlte ätherische Diazomethanlösung eingetragen, wobei sich die Substanz in der Geschwindigkeit wie
die Umsetzung erfolgt löst. Nach längerem Stehen der Reaktionslösung, z.B. 20-60 Stunden, fällt dann die
Pyrazolinverbindung aus. Aus der so erhaltenen 1,2-Pyrazolinverbindung wird dann der Stickstoff unter
Ausbildung der letztlich gewünschten 1-Methyl-ZI'-Gruppierung
abgespalten. Die Stickstoffabspaltung erfolgt nach an sich bekannten Methoden. So kann man
beispielsweise die Pyrazolinoverbindung direkt einer thermischen Zersetzung, zweckmäßigerweise im Hochvakuum,
unterwerfen. Eine bevorzugte Ausführungsform ist, die umkristallisierte Pyrazolinverbindung bei
einem Druck von etwa 0,01 bis 0,001 mm 30-60
Minuten auf 200-260° C zu erhitzen. Aus der
erhaltenen Schmelze wird die zl'-l-Methylverbindung
schließlich durch z. B. Chromatographie an Al2O3 oder
Silicagel isoliert und gereinigt Eine weitere Methode zur Stickstoffabspaltung besteht darin, daß man sie in
einem organischen Lösungsmittel, wie z. B. Tetrachloikohlenstoff
oder Chloroform, in Gegenwart eines Adsorptionsmittels in saurem Reaktions-Milieu z. B. bei
Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur, z. B. dem Siedepunkt des Lösungsmittels, durchführt Als Adsorp- ι ο
tionsmittel dienen die in der Adsorptionschromatographie üblichen Adsorptionsmitte! wie AI2O3, Kieselgel,
Bleicherden α ä\, die man, um das notwendige saure
Reaktionsmilieu zu gewährleisten, vor der Umsetzung in bekannter Weise einer Säurebehandlung unterwirft
Eine vorteilhafte Methode zur Stickstoffabspaltung besteht darin, daß man die 1,2-Pyrazolinverbindung mit
einer organischen Base, wie insbesondere Chinolin, Isochinolin, Chinaldin, Collidin, Lutidin, N,N-Dimethylanilin,
Anilin, und/oder deren Gemischen und gegebenenfalls in Anwesenheit eines Verdünnungsmittels, wie
z. B. Tetralin oder Dekalin, behandelt Bei Verwendung
hochsiedender Basen liegt die Reaktionstemperatur über etwa 1400C, vorzugsweise 170-240° C, und bei
Verwendung unter 1400C siedender Basen erfolgt die Stickstoffabspaltung unter Druck bei vorzugsweise
etwa 2000C. Bei allen Methoden erfolgt die Stickstoffabspaltung
vorzugsweise in Anwesenheit eines inerten Schutzgases, wie z.B. Stickstoff oder Argon, um die
Bildung unerwünschter Zersetzungsprodukte zu vermeiden.
Eine weitere Möglichkeit zur Einführung der l-Methyl-41-Gruppierung besteht darin, daß man das
primär erhaltene ^/J-Acyloxy-ie-methyl-SÄ-androst-len-3-on
gemäß DT-PS 11 54 467 über die l-Hydroxy-2-halogenverbmdung
mittels reduktiver Eliminierung des 2ständigen Halogens, z. B. mittels Zinkstaub in Alkohol
oder mittels katalytischer Hydrierung, z. B. in Gegenwart von PaVCaCO3 und Natriumacetat und etwas
Essigsäure, in das l«-Hydroxy-17^-acyIoxy-18-methyl-5a-androstan-3-on
überführt und dieses z. B. gemäß DTPS 11 52 103 in 3-Stellung ketalisiert, die 1-Hydroxyverbindung
in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. in Aceton, Eisessig, Tetrahydronfuran-Eisessig, Pyridin,
Dimethylformamid u. ä\, mit Chromsäure oxydiert, die
entstandene 1-Ketogruppe dann mit Methylmagnesiumhalogenid in üblicher Weise umsetzt und das
erhaltene Grignardprodukt einer Säurebehandlung, z.B. mit methanolischer Salz- oder Schwefelsäure,
unterwirft wobei die 3-Ketalgruppe hydrolysiert und gleichzeitig die 1 ständige Hydroxylgruppe zusammen
mit einem 2ständigen Wasserstoffatom unter Bildung einer /!'-Doppelbindung als Wasser abgespalten
wird.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind stark anabol wirksame Substanzen, die sich insbesondere
auch durch eine hohe Dissoziation der gewünschten anabolen Hauptwirkung zur unerwünschten androgenen
Nebenwirkung auszeichnen, wie die nachfolgende Tabelle am Beispiel der erfindungsgemäßen Verbindungen
IV, Vl und VII im Vergleich zu den bekannten Verbindungen I bis III und VIII zeigt. Die erfindungsgemäße
Verbindung V besitzt neben der ausgeprägten anabolen Wirkung zusätzlich eine starke androgene
Wirkung. Die aufgeführten Vergleichsversuche wurden im üblichen Samenblasen- und Levator-ani-Test nach
subcutaner Applikation des Wirkstoffes an der Ratte ermittelt.
Substanz
Dosis Organgew.
(mg/kg/Körpergewicht) mg/Tier/Tag Levator-ani Samenblase
I 17j?-Propionyloxy-4-androsten-3-on
II 17/}-Acetoxy-5a-androstan-3-on
III ^/f-Acetoxy-l-methyl-Sa-androst-l-en-S-on
IV 17ß- Acetoxy-18-methyl-5<x-androstan-3-on
V 17ß-Acetoxy-18-methyl-5«-androst-l-en-3-on
VI 170-Acetoxy-1 ,le-dimethyi-Sa-androst-1 -en-3-on
VII la-Hydroxy-17j3-acetoxy-18-methyl-5«-androstan-3-on
VIII la,17j3-Dihydroxy-5a-androstan-3-on
| 1,0 | 55 | 529 |
| 1,0 | 51 | 401 |
| 1,0 | 51 | 371 |
| 1,0 | 51 | 284 |
| 1,0 | 70 | 500 |
| 1,0 | 50 | 132 |
| 1,0 | 52 | 248 |
| 1,0 | 50 | 412 |
Im medizinischen Gebrauch können die erfindungsgemäßen Verbindungen als oral applizierbare Arzneimittel
oder als Spritzpräparate angewandt werden.
Zur Herstellung oral anwendbarer Arzneimittel werden die erfindungsgemäßen Wirkstoffe mit den in
der galenischen Pharmazie üblichen Trägersubstanzen und Geschmackskorregentien verarbeitet und dann in
die letztlich gewünschte Darreichungsform, wie z. B. Tabletten, Dragees, Pulver, Kapseln u. ä„ gebracht.
Die Herstellung der Spritzpräparate erfolgt durch Lösen des Wirkstoffes in vorzugsweise ölen, wie
insbesondere Sesamöl oder Rizinusöl, nach den in der galenischen Pharmazie üblichen Methoden. Gewünschtenfalls
können zur Steigerung der Löslichkeit den Lösungsmitteln noch Verdünnungsmittel bzw. Lösungs-Vermittler,
wie z. B. Benzylbenzoat, zugesetzt werden. Die Lösungen werden dann unter sterilen Bedingungen
in z. B. 1- bis 2-ml-Ampullen abgefüllt.
Geeignetes Ausgangsmaterial zur Herstellung der
erfindungsgemäßen Verbindungen ist, wie bereits oben gesagt 170- Hydroxy- 18-methyl-4-androsten-3-on und
dessen 17-Ester. Die racemische Form des Ausgangsproduktes
ist bekannt (entspr. J. Med. Chem., 10, 446 [1067]), sollen die erfindungsgemäßen Verbindungen in
ihrer optisch aktiven Form vorliegen, erfolgt deren Herstellung aus dem entsprechenden optisch aktiven
Ausgangsprodukt, das z. B. wie fol£i erhalten werden
kann:
5 g 17-Acetoxy-18-methyl-5(10)-östren-3-on (F. 145-146°C; hergestellt aus SMethoxy-^jS-acetoxy-18-methyl-l,3,5(10),8,14-östrapentaen
durch katalytisch^ Hydrierung der Δ H-Birch-Reduktion und anschließender
17ß-Acetylierung zur entsprechenden 3-Methoxy-Zl25C0M
7/9-acetoxy- Verbindung vom Schmelzpunkt
136,5- 139°C und 3-EnoIätherspaltung, werden in 50 ml
Tetrahydrofuran und 5 ml Wasser mit 0,5 g Natriumbor-
hydrid 30 Minuten bei Raumtemperatur reduziert. Das Reaktionsgemisch wird dann mit 2 n-H2SO4 schwach
angesäuert, die Substanz in Eiswasser gefällt und der. entstandene Niederschlag abgesaugt, neutral gewaschen
und getrocknet. Das Rohprodukt wird an etwa 500 g neutralem Aluminiumoxid mit Hilfe der Gradientenchromatographie
(Hexan-20% Essigester) aufgetrennt in nß-Acetoxy-lS-methyl-SilOj-östrcn-B^-ol
(nach einmaliger Umkristallisation aus Hexan-Aceton:
F. 103-1040C) und IZjS-Acetoxy-lS-methyl-^lO)-östren-3-ol
(nach Umkristallisation aus Hexan-Aceton: F. 103,5-1050C).
10 g 17j9-Acetoxy-18-methyl-5(10)-östren-3-ol, in
70 ml 1,2-Dimethoxyäthan gelöst, werden zu einer Suspension aus 50 ml abs. Äther, 10 ml Methylenjodid
und 10 g Zink-Kupfer-Paar (E. L e G ο f f, J. Org. Chem.,
29, 2048/1964) zugetropft. Man destilliert 2 Stunden unter Rückfluß, verdünnt mit 250 ml Chloroform und
50 ml Methanol und filtriert schließlich nidtt gelöstes
Metall ab. Das Filtrat wird mit wäßriger Ammoniumchloridlösung, wäßriger Natriumthiosulfatlösung und
Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird aus
Diisopropyläther umkristallisiert. Man erhält so 8,8 g
17ß- Acetoxy-18-methyl-5,l OjS-methylen-S/J-östran-3/?-ol,F.
131-131,50C.
In 25 ml Aceton werden 330 mg 17j3-Acetoxy-18-methyl-5,10/?-methylen-5j3-östran-3/?-ol
mit 0,5 ml Oxydationslösung nach Jones (267 g CrO3, 230 ml konz.
Schwefelsäure, mit Wasser auf 1000 ml aufgefüllt) 5 Minuten bei Raumtemperatur oxydiert. Man fällt in
Eiswasser, nimmt den entstandenen Niederschlag in Chloroform auf und wäscht die abgetrennte organische
Phase mit wäßriger Natriumbicarbonatlösung und Wasser. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat wird
die Chloroformlösung bis zur Trockne eingeengt. Man erhält so 300 mg n^-Acetoxy-ie-methyl-S.lOß-methylen-50-östran-3-on.
F. 141 -144= C. Soll zur Herstellung der Verfahrensprodukte ein Ausgangsprodukt mit einer
17ständigen freien Hydroxylgruppe verwendet werden, wird die 17/?-Acetoxygruppe des 17ß-Acetoxy- 18-methyl-5,10]3-methylen-5jJ-östran-3-on
in üblicher Weise zur \7ß-Hydroxylgruppe verseift.
Das in erster Stufe entstandene Zwischenprodukt 17j3-Acetoxy-18-methyl-5(10)-östren-3*-ol kann noch in
an sich bekannter Weise in 170-Acetoxy- 18-methyl-5(10)-östren-3/J-ol
umgewandelt werden und geht somit nicht für die Herstellung der letztlich gewünschten
Ausgangsprodukte verloren:
3 g 17ß-Acetoxy-18-methyl-5(10)-östren-3«-ol wer
den in 30 ml abs. Pyridin gelöst und unter Eiskühlung mit
3 ml Methansulfochlorid versetzt Man läßt die Lösung etwa 16 Stunden bei 00C stehen, fällt dann in Eiswasser,
rührt noch 1 Stunde nach und setzt 190 ml eiskalte 2 n-H2SO<
zu und destilliert den entstandenen Niederschlag ab. Nach dem Waschen mit Wasser wird dieser in
Benzol gelöst und die mit wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser neutral gewaschene und
über Natriumsulfat getrocknete Benzollösung wird schließlich zur Trockne eingedampft Der Rückstand
wird aus Isopropyläther umkristallisiert
Das so erhaltene aÄ-Mesyloxy-nß-acetoxy-ie-methyl-5(10)-östren (23 g; F. 145- 146°C) und 4 g Tetraäthylammoniumformiat werden in 100 ml abs. Aceton
etwa 16 Stunden unter Rückfluß erhitzt Nacli Zugabe von 500 ml Benzol wird die Lösung mit Wasser neutral
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingeengt. Als Rückstand erhält man ein öl.
das aus 3/?-Formyl-oxy-17/5-acetoxy-18-methyl-5(10)-östren
und einem Diengemisch besteht. Dieses Gemisch wird in 200 ml Methanol gelöst, die Lösung mit 20 ml
gesättigter wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung versetzt und 30 Minuten in Gegenwart einer Stickstoffatmosphäre
unter Rückfluß erhitzt. Man engt die Lösung dann auf das halbe Volumen ein, fällt in
Eiswasser, filtriert den entstandenen Niederschlag ab und nimmt diesen in Methylenchlorid auf. Die mit
Wasser neutral gewaschene und über Natriumsulfat getrocknete Methylenchloridlösung wird zur Trockne
eingeengt. Der Rückstand wird schließlich an 250 g Kieselgel mit Hilfe der Gradientenchromatographie
(Hexan-20%-Aceton) aufgetrennt. Man erhält so weiteres 17j9-Acetoxy-18-methyl-5(10)-östren-3/?-ol, F.
103-1040C. 300 mg 170-Acetoxy- 18-methyl-5,l00-methylen-5/?-östran-3-on
werden in 30 ml Essigsäure/konz. Salzsäure (3:2) 1 Stunde auf dem Dampfbad auf etwa
70° erwärmt. Man fällt anschließend in Eiswasser und extrahiert mit Methylenchlorid. Die mit wäßriger
Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser neutral gewaschene, über Natriumsulfat getrocknete organische
Phase wird zur Trockne eingedampft. Der verbleibende Rückstand wird in 20 ml Methanol gelöst,
3 ml Wasser und 100 mg Kaliumcarbonat hinzugefügt und diese Lösung wird dann 90 Minuten in Gegenwart
einer Stickstoffatmosphäre unter Rückfluß erhitzt. Danach wird auf das halbe Volumen eingeengt und in
Eiswasser gefällt und mit Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten Methylenextrakte werden mit Wasser
neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und schließlich bis zur Trockne verdampft. Der Rückstand
wird aus Diisopropyläther umkristallisiert. Man erhält so 206 mg n^-Hydroxy-ie-methyM-androsten-S-on, F.
175/176,5- 177,50C; UV (Methanol): ε24ο = 16 300.
100 mg Uß-Hydroxy-ie-methyM-androsten^-on
werden mit 0,4 ml abs. Pyridin und 0,2 ml Acetanhydrid 16 Stunden bei Raumtemperatur acetyliert. Danach
wird die Reaktionslösung im Vakuum bis zur Trockne eingeengt. Der verbleibende Rückstand wird aus
Diisopropyläther umkristallisiert. Man erhält so 98 mg ^jS-Acetoxy-ie-methyl^-androsten-S-on, F.
114-116oC;UV(Methanol):e240 = 15 900.
100 mg nfJ-Hydroxy-ie-methyM-androsten-S-on
werden mit Propion-säureanhydrid verestert. Nach entsprechender Aufarbeitung erhält man 85 mg
170-Propionyloxy-1 e-methyM-androsten^-on, F.
119-12O0C (aus Diisopropyläther); UV (Methanol):
£240 = 15 800.
100 mg U^-Hydroxy-ie-methyM-androsten-S-or
werden in 0,4 ml abs. Pyridin gelöst und mit 0,2 m
n-Heptylsäureanhydrid versetzt Nach 24stündigenr Stehen bei Raumtemperatur wird das Reaktionsge
misch mit Eiswasser gefällt und mit Äther extrahiert Die abgetrennte Ätherlösung wird nacheinander mi
1 n-HCl-Lösung, wäßriger Natriumhydrogencarbonat lösung und Wasser gewaschen und über Natriumsulfa
getrocknet Nach Verdampfen des Lösungsmittel erhält man 17j3-Heptanoyloxy-18-methyl-4-androsten
3-on als öl; UV (Methanol): 6240-15 200.
Zur Lösung von 1500 ml flüssigem Ammoniak um 43 g Lithium wird bei -70eC die Lösung von 15;
l/jJ-Acetoxy-ie-methyM-androsten-a-on in 200 ml abi
Äther/abs. Dioxan (1 :1) zugetropft Man rührt weiter
30 Minuten bei -700C, gibt dann innerhalb von 3
Minuten 30 g festes Ammoniumchlorid zu, bis die blau
609526/45
Farbe verschwunden ist und läßt Ammoniak verdampfen. Nach Zugabe von 500 ml Äther wird die Lösung
nacheinander mit 1 n-HCl, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und nach Filtration bis zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird an 500 g
Kieselgel adsorbiert und nach Gradientenelution (Hexan/Aceton-10%) erhält man 9 g 170-Acetoxy-IS-methyI-5«-androstan-3-on,
das nach Umkristallisation aus Diisopropyläther bei 158,5 -159,5° C schmilzt.
1,5 g 17]3-Acetoxy-18-methyl-5«-androstan-3-on werden
in 20 ml Methanol gelöst, die Lösung mit 3 ml Wasser und 1,5 g Kaliumcarbonat versetzt und 90
Minuten unter Rückfluß und in Gegenwart einer Stickstoffatmosphäre erhitzt. Man fällt anschließend in
Eiswasser und filtriert den entstandenen Niederschlag ab, der mit Wasser gewaschen und bei 60°C im Vakuum
getrocknet wird. Nach dem Umkristallisieren aus Diisopropyläther erhält man 1,02 g ^/i-Hydroxy-lS-methyl-5(x-androstan-3-on
vom Schmelzpunkt 171/171,5-172° C.
305 mg 17/3-Hydroxy-18-methyl-5«-androstan-3-on
erwärmt man zusammen mit 1,5 ml abs. Pyridin und 0,61 ml Propionsäureanhydrid 90 Minuten auf dem
Dampfbad. Anschließend wird das Reaktionsgemisch in Eiswasser eingegossen und mit Methylenchlorid extrahiert.
Die abgetrennte Methylenchloridlösung wird nacheinander mit 1 n-HCl, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und nach Filtration bis zur Trockne eingeengt und der Rückstand aus Hexan/Aceton
umkristallisiert. Man erhält so 270 mg 17/i-Propionyloxy-18-methyl-5«-androsl:an-3-on
vom Schmelzpunkt 141/141,5-142,50C
10 mg 17j9-Hydroxy-18-methyl-5«-andro:>tan-3-on
werden in 0,4 ml abs. Pyridin gelöst und mit 0,2 ml n-Heptylsäureanhydrid versetzt. Nach 24stündigem
Stehen bei Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch mit Eiswasser gefällt und mit Äther extrahiert.
Die abgetrennte Ätherlösung wird nacheinander mit 1 n-HCl-Lösung, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet Nach Verdampfen des Lösungsmittels erhält man 120 mg 170-Heptanoyloxy-18-methyl-5«-androstan-3-on als öl.
23 g UjS-Acetoxy-ie-methyl-Sa-androstan-S-on werden in 250 ml Tetrahydrofuran gelöst und innerhalb von
15 Minuten mit 335 ml Brom in 35 ml Eisessig versetzt
Man rührt 10 Minuten nach und füllt das Reaktionsprodukt in Eiswasser. Die Substanz wird in Methylenchlorid
aufgenommen und die Lösung nacheinander mit wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingeengt Das erhaltene Rohprodukt in 200 ml Dimethylformamid mit 10 mg Calciumcarbonat und 5,8 g Lithiumbromid 5 Stunden bei 115° C
unter Stickstoff gerührt Man fällt das Reaktionsgemisch in Eiswasser, säuert die Lösung mit 2 n-HCl an
und extrahiert die Substanz mit Methylenchlorid Man wäscht die Lösung nacheinander mit wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser, trocknet sie über
Natriumsulfat und engt sie im Vakuum zur Trockne ein. Der Verdampfungsrückstand wird an 1 kg Kieselgel
adsorbiert. Nach Gradientenchromatographie mit Methylenchlorid/2%
Methanol erhält man 14 g 170-Acetoxy-18-methyl-5«-androst-l-en-3-on;
F. 128/129 bis 130,5° C; UV (Methanol): 6229 = 10 500.
ίο 10 g 17i3-Acetoxy-18-methyl-5a-androst-l-en-3-on
werden in 180 ml Methanol gelöst, die Lösung mit 18 ml Wasser und 12,5 g Kaliumcarbonat versetzt und 90
Minuten unter Rückfluß und Stickstoff gekocht. Man fällt die Substanz langsam in Eiswasser, filtriert sie ab,
wäscht sie mit Wasser, trocknet sie und kristallisiert das erhaltene 17]3-Hydroxy-18-methyl-5«-androst-l-en-3-on
aus Hexan/Diäthyläther um: Ki = 7,8 g; F. 147/148-149° C; UV (Methanol): 6230 = 9850.
Analog Beispiel 3 wird 1 g 17/J-Hydroxy-18-methyl-5«-androst-l-en-3-on
mit Propionsäureanhydrid verestert. Nach entsprechender Aufarbeitung erhält man 670 mg 170-Propionyloxy-18-methal-5«-androst-1 -en-3-on;
F. 113-1150C (aus Hexan/Diäthyläther): UV (Methanol): E230 = 10 700.
100 mg ^jS-Hydroxy-ie-methyl-Sa-androst-l-en-3-on
werden in 0,4 ml abs. Pyridin mit 0.2 ml n-Heptylsäureanhydrid 16 Stunden bei Raumtemperatur
verestert. Nach entsprechender Aufarbeitung erhält man 115 mg 17j3-Heptanoyloxy-18-methyl-5Ä-androst-
l-en-3-on als öl. UV (Methanol): £230 = 9400.
7,9 g 17^-Acetoxy-18-methyl-5A-androst-l-eii-3-on
werden in 316 ml Dioxan gelöst und mit 79 ml Wasser, 7,9 g N-Bromsuccinimid und 7,9 ml 70proz. Perchlorsäure
versetzt. Man rührt die Lösung 2,5 Stunden bei Raumtemperatur und fällt die Substanz in Eiswasser/
Natriumhydrogencarbonat. Das Reaktionsprodukt wird mit Methylenchlorid extrahiert und die Lösung mit
wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im
Vakuum zur Trockne eingeengt Nach Kristallisation aus Hexan/Aceton erhält man 6,3 g 2-Brom-l «-hydroxy-
170-acetoxy-18-methyl-5«-androstan-3-on ·, F
224-225° C (Zersetzung).
Die Lösung von 6 g 2-Brom-la-hydroxy-170-acet·
oxy-18-methyl-5«-androstan-3-on in 400 ml Tetrahy drofuran/Methanol (1 :1) wird mit 2,6 g Natriumacetat
1,8 ml Eisessig und 600 mg Palladium auf Calciumcarbo
nat (10% Pd) versetzt und in einem Hydriergefäß * lange unter Wasserstoff geschüttelt bis die berechnen
Menge Wasserstoff aufgenommen ist Man filtriert dei Katalysator ab, engt die Lösung im Vakuum weitgeheni
ein und fällt das Reakiionsprodukt in Eiswasser. De entstandene Niederschlag wird abgesaugt mit Wasse
gewaschen und getrocknet Nach Adsorption an 300 Kieselgel und Gradientenelution mit Hexan/109
Aceton erhält man 3,4 g la-Hydroxy-170-acetoxyli
methyl-Sa-androstan-S-on. F. 193,5-194.50C (aus Hi
xan/Aceton).
Beispiel 10
1,5 g l*-Hydroxy-170-acetoxy-18-methyl-5«-andr(
stan-3-on. 75 ml abs. Benzol, 43 ml Äthylenglykol ur
37,5 mg p-Toluolsulfonsäure werden 5 Stunden am
Rückfluß unter Stickstoff, Rühren und Wasserabscheidung erhitzt. Die Benzolphase wird mit Wasser neutral
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingeengt. Man erhält 1,7 g rohes
3,3-Äthylendioxy-170-acetoxy-18-methyl-5a-androstanl(x-ol,
(Jas als Rohprodukt in 38 ml Aceton mit 1,4 ml Chromsäurelösung (Chromsäurelösung: 267 g Chromtrioxid,
230 ml konz. Schwefelsäure mit Wasser auf 1000 ml auffüllen) 5 Minuten bei 10° oxydiert wird. Man ι ο
rührt die Oxydationslösung in Eiswasser ein, nimmt den Niederschlag in Methylenchlorid auf und wäscht die
Methylenchloridlösung mit wäßriger N atriumhydrogencarbonatlösung und Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat
und engt sie zur Trockne ein. Das verbleibende rohe S.S-Äthylendioxy-Wß-acetoxy-ie-methyl-SÄ-androstan-1-on
(1,65 g) wird in 115 ml abs. Benzol gelöst und bei Raumtemperatur in eine Grignardlösung —
hergestellt aus 2,62 g Magnesiumspänen, 50 ml abs. Diäthyläther und 7,35 ml Methyljodid — getropft. Nach
4stündigem Rühren bei Raumtemperatur wird mit wäßriger Ammoniumchloridlösung versetzt, die organische
Phase abgetrennt und die wäßrige Phase noch zweimal mit Benzol extrahiert. Die vereinigten Benzollösungen
werden mit Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingeengt.
Der verbleibende Rückstand (1,7 g) wird in 100 ml Methanol mit 17 ml 8volumenprozentiger Schwefelsäure
35 Minuten am Rückfluß erhitzt. Die Lösung wird dann in Eiswasser, das Natriumcarbonat enthält,
eingerührt, die Substanz in Methylenchlorid aufgenommen und die Methylenchloridlösung mit Wasser neutral
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird mit 10 ml abs.
Pyridin und 5 ml Acetanhydrid 17 Stunden bei Raumtemperatur acetyliert, dann wieder in Eiswasser
gefällt und der Niederschlag in Diäthyläther aufgenommen. Man wäscht die Ätherlösung nacheinander mit
1 n-HCl, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser und trocknet sie über Natriumsulfat. Nach Verdampfen des Lösungsmittels wird der
verbleibende Rückstand an 100 g Kieselge! adsorbiert. Durch Gradientenelution mit Hexan/10%-Aceton erhält
man 855 mg 170-Aeetoxy-l,18-dimethyl-3*-androst-l-en-3-on.
F. 107-110°C (aus Hexan/Aceton); UV (Methanol): 6242 - 13 000.
3 g 17ß-Hydroxy-18-methyl-5<x-androst-l-en-3-on
werden in 300 ml ätherische Diazomethanlösung, hergestellt durch Zersetzung von 50 g Nitrosomethylharnstoff, eingetragen. Nach 3 Tagen Stehen bei
Raumtemperatur zerstört man überschüssiges Diazomethan mit etwas Essigsäure und engt die Lösung zur
Trockne ein. Das erhaltene rohe 17/?-Hydroxy-18-me thyl-5fli-androstano[2,lix-c]-2'-pyrazolino-3-on wird in
50 ml Chinolin 30 Minuten auf 170° erhitzt Man nimmt das Reaktionsprodukt in Äther auf, wäscht die
Ätherlösung nacheinander mit 4 n-HCl, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser,
trocknet sie über Natriumsulfat und engt sie zur Trockne ein. Der Verdampfungsrückstand wird mit
12 ml abs. Pyridin und 6 ml Acetanhydrid 16 Stunden bei
Raumtemperatur acetyliert Man fällt das Reaktionsprodukt in Eiswasser, nimmt die Substanz in M«.:hylenchlo-
rid auf und wäscht die Methylenchloridlösung nacheinander mit 1 n-HCl, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat wird das Lösungsmittel verdampft und
der Rückstand an 300 g Kieselgel adsorbiert. Nach Gradientenelution mit Hexan/10%-Aceton erhält man
310 mg nß-Acetoxy-l.ie-dimethyl-SÄ-androst-l-en-3-on,
F. 106-1090C (aus Hexan/Aceton); UV (Methanol): e242 = 12 900.
Beispiel 12
500 mg nß-Acetoxy-Ue-dimethyl-SÄ-androst-l-en-3-on
werden in 150 ml Methanol und 3 ml Wasser mit 700 mg Kaliumcarbonat 2 Stunden unter Stickstoff am
Rückfluß erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird in Eiswasser gefällt, abfiltriert, mit Wasser gewaschen und
getrocknet. Nach Kristallisation aus Hexan/Diäthyläther erhält man 320 mg 170-Hydroxy-1,18-dimethyl-5«-
androst-l-en-3-on, F. 158-159°C; UV (Methanol):
6243 = 13 200.
300 mg nß-Hydroxy-l.ie-dimethyl-Sa-androst-i-en-3-on
werden in 10 ml abs. Pyridin mit 5 ml Propionsäureanhydrid 16 Stunden bei Raumtemperatur verestert.
Nach Fällung des Reaktionsproduktes mit Eiswasser wird die Substanz mit Diäthyläther extrahiert und die
Ätherlösung nacheinander mit 1 n-HCl, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser gewaschen.
Nach dem Trocknen über Natriumsulfat verdampft man das Lösungsmittel und erhält 17-Propionyloxy-l,18-dimethyl-5«-androst-l-en-3-on
als öl; UV (Methanol): E2-.: = 12 700.
Analog Beispiel 4 werden 100 mg 17ß-Hydroxy-l,18-dimethyl-5iv-androst-l-en-3-on
mit n-Heptylsäure verestert. Nach entsprechender Aufarbeitung erhält man
125 mg n/J-Heptanoyloxy-l.lS-dimethyl-SÄ-androst-len-3-on
als öl. UV (Methanol): ε242 ^- 12 000.
Beispiel 15
Unter Eiskühlung läßt man zu 18,5 g ^ß-Acetoxy-lS-methyl-5«-androstan-3-on
in 200 ml abs. Tetrahydrofuran die Lösung von 2,72 ml Brom in 29 ml Eisessig innerhalb von 15 Minuten tropfen. Nach 10 Minuten
wird das Reaktionsprodukt in Eiswasser gefällt und in Methylenchlorid aufgenommen. Man wäscht die organische
Phase mit wäßriger Natriumhydrogencarbonatlö sung und Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und
engt sie zur Trockne ein. Nach Umkristallisation des Rückstandes aus Hexan/Aceton erhält man 15,6 g
2a-Brom-170-acetoxy-18-methyl-5a-androstan-3-Qn; F.
182-183°G
Eine Mischung aus 15,6 g la-Brom-nß-acetoxy-iemethyl-5«-androstan-3-on, 200 ml Dimethylformamid,
6,75 g Calciumcarbonat und 3,93 g Lithiumbromid wird unter Stickstoff 5 Stunden auf 115°C erhitzt Man fällt
das Reaktionsprodukt danach in Eiswasser, säuert die Lösung mit 2 n-HCl an und extrahiert den Niederschlag
mit Methylenchlorid. Die organische Phase wird mit wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft Nach Kristallisation
des Rückstandes aus Hexan/Aceton erhält man 93 g njS-Acetoxy-ie-methyl-Sa-androst-l-en-a-on; F.
129 -1300C; UV (Methanol): S229 = 10 500.
Claims (11)
1. Verbindungen der allgemeinen Formel
OR
IO
15
worin R ein Wasserstoffatom oder den Acylrest einer aliphatischen Carbonsäure mit 1 — 11 Kohlenstoffatomen
und A-B die Gruppierung -CH2-CH2-,-CH = CH-,
CH,
-C = CH- oder
OR'
-CH-CH2-
3°
(R' = Wasserstoff oder der Acylrest einer aliphatischen
Carbonsäure mit 1-11 Kohlenstoffatomen) bedeuten.
2. 17ß- Acetoxy-1,1 e-dlimethyl-Sa-androst-1 -en-3-on.
3. 1 (X-Hydroxy-170-acetoxy-18-methyl-5«-andro-
$tan-3-on.
4. Arzneimittel enthaltend Verbindungen gemäß Anspruch 1 -3.
5. Verfahren zur Herstellung neuer 18-Methyl-5«- H-androstan-derivate der allgemeinen Formel
OR
45
/An
worin R ein Wasserstoffatom oder den Acylrest einer aliphatischen Carbonsäure mit 1-11 Kohlenttoffatomen
und A-B die Gruppierung -Ch2-CH2-, -CH = CH-,
CH,
-C = CH
-C = CH
60
OR'
-CH-CH2-(R' = Wasserstoff oder der Acylrest einer aliphatisehen
Carbonsäure mit 1-11 Kohlenstoffatomen) bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man in an
sich bekannter Weise die 4,5-ständige Doppelbindung eines 18-Methyl-4-androsten-3-ons der allgemeinen
Formel
OR
O=1
worin R ein Wasserstoffatom oder einen Acylrest bedeutet, reduziert, gewQnschtenfalls anschließend
in 1 ^-Stellung dehydriert und gewünschtenfalls zusätzlich noch in 1-Stellung eine Methylgruppe
einführt und je nach der Bedeutung von R eine freie 17-Hydroxygruppe acyliert oder eine 17-Acyloxygruppe
verseift.
6. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen gemäß Anspruch 1 mit A - B in der Bedeutung einer
OR
-CH — CH2-Gruppierung.
dadurch gekennzeichnet, daß man an die Doppelbindung des 4'-Primärproduktes gemäß Anspruch 5 in
an sich bekannter Weise HO · Hal (Hal = ein Halogenatom) anlagert, dann das 2ständige Halogenatom
reduktiv eliminiert und gewünschtenfalls abschließend die 1 «-Hydroxylgruppe - gegebenenfalls
gemeinsam mit einer freien 17-Hydroxylgruppe — acyliert.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die 4,5ständige Doppelbindung
mit Lithium in flüssigem Ammoniak reduziert.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Einführung der Inständigen
Doppelbindung mittels Halogenierung, vorzugsweise Bromierung in 2-Stellung und anschließender
Halogenwasserstoffabspaltung, oder mittels seleniger Säure bewirkt.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Einführung einer 1-Methylgruppe
die in 1,2-Stellung ungesättigte Verbindung in an sich bekannter Weise mit Diazomethan
behandelt und aus der entstandenen 1,2-Pyrazolin-Verbindung
in an sich bekannter Weise Stickstoff abspaltet.
10. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Stickstoffabspaltung die
Pyrazolinverbindung einer thermischen Behandlung, vorzugsweise im Hochvakuum, unterwirft, oder in
einem organischen Lösungsmittel mit Adsorptionsmitteln in saurem Reaktionsmilieu oder mit einer
organischen Base bei erhöhter Reaktionstemperatur behandelt.
11. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß m?n zur Einführung einer zusätzlichen 1-Methylgruppe das entsprechende 4'-3-Keto-steroid
zunächst in die l-Hydroxy-2-chlor- bzw. -bromverbindung überführt, dann das 2ständige
Halogen reduktiv eliminiert, die 3-Ketogruppe
16 88 687
ketalisiert und die 1-Hydroxylgruppe oxydiert, die
erhaltene 1-K.etoverbindung mit einem Methylmagnesiumhalogenid
nach Grignard umsetzt und das Umsetzungsprodukt schließlich einer Säurebehandlung
unterwirft
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