[go: up one dir, main page]

DE1508039B2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE1508039B2
DE1508039B2 DE1508039A DE1508039A DE1508039B2 DE 1508039 B2 DE1508039 B2 DE 1508039B2 DE 1508039 A DE1508039 A DE 1508039A DE 1508039 A DE1508039 A DE 1508039A DE 1508039 B2 DE1508039 B2 DE 1508039B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cooling
casting
blocks
slag
zone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1508039A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1508039C3 (de
DE1508039A1 (de
Inventor
Ludwig Dipl.Ing. 5040 Bruehl Bender
Karl Dipl.-Ing. 5158 Horrem Dewenter
Joachim Dipl.Chem.Dr. 5043 Erftstadt-Lechenich Kandler
Alfred Dipl.-Ing.Dr. 5030 Hermuelheim Rumberg
Hans-Dieter 5030 Huerth Thiel
Kurt Dipl.-Ing. 5034 Gleuel Zager
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KNAPSACK AG 5033 HUERTH-KNAPSACK
Original Assignee
KNAPSACK AG 5033 HUERTH-KNAPSACK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KNAPSACK AG 5033 HUERTH-KNAPSACK filed Critical KNAPSACK AG 5033 HUERTH-KNAPSACK
Priority to DE19511508039 priority Critical patent/DE1508039A1/de
Publication of DE1508039A1 publication Critical patent/DE1508039A1/de
Publication of DE1508039B2 publication Critical patent/DE1508039B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1508039C3 publication Critical patent/DE1508039C3/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B3/00General features in the manufacture of pig-iron
    • C21B3/04Recovery of by-products, e.g. slag
    • C21B3/06Treatment of liquid slag
    • C21B3/08Cooling slag
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B5/00Treatment of  metallurgical  slag ; Artificial stone from molten  metallurgical  slag 
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B2400/00Treatment of slags originating from iron or steel processes
    • C21B2400/02Physical or chemical treatment of slags
    • C21B2400/022Methods of cooling or quenching molten slag
    • C21B2400/026Methods of cooling or quenching molten slag using air, inert gases or removable conductive bodies
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B2400/00Treatment of slags originating from iron or steel processes
    • C21B2400/04Specific shape of slag after cooling
    • C21B2400/044Briquettes or moulded bodies other than sheets
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B2400/00Treatment of slags originating from iron or steel processes
    • C21B2400/05Apparatus features
    • C21B2400/06Conveyors on which slag is cooled

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stückschlacke durch Vergießen des schmelzflüssigen Ausgangsstoffes zu Blöcken in einer Gießzone, worauf die erhaltenen Blöcke nach ihrem wenigstens an der Oberfläche erfolgten Erstarren aus der Gießzone ausgetragen und in eine Wärmeausgleich- und Kühlzone eingetragen, dann nach dem unter Durchleiten eines Gasstromes durch das Haufwerk der Blöcke vor sich gehenden Wärmeausgleich in abgekühltem Zustand aus dieser Wärmeausgleich- und Kühlzone ausgetragen werden.
Bei den Bestrebungen zur Verwertung der in verschiedenen industriellen Betrieben, z.B. in der eisenschaffenden Industrie und in den Kupferhütten, in großen Mengen laufend anfallenden Schlacken zeichnen sich als Verwendungsgebiete besonders das Vergießen der Schlacke zu Pflastersteinen, die Herstellung von Schaumschlacke als Zuschlagstoff für Leichtbeton und die Herstellung von Stückschlacke als Zuschlagstoff für Schwerbeton sowie als Baustoff für den Straßenbau und für Gleisbettungen ab. In neuerer Zeit kamen zu den altbekannten Schlacken auch die bei der elektrothermischen Reduktion von Phosphaterzen anfallenden Phosphorofenschlacken, die zu etwa 90 Gewichtsprozent aus Calciummetasili-
cat bestehen und außer etwa 3 Gewichtsprozent Aluminiumoxid etwa 6 Gewichtsprozent Calciumfluorid neben etwa 1 Gewichtsprozent Magnesium- und Alkalioxiden enthalten. Die Anionen Sulfat und Sulfid werden zusammen in Mengen unter 0,5 Gewichtsprozent gefunden, wobei etwa 70 % dieser Mengen in Form des für Beton völlig unschädlichen Calciumsulfids vorliegen.
Solche Phosphorofenschlacke in einem Schäum
eingeführt wird und über in dieser sowie den Stufen des Treppenrostes angeordnete Öffnungen austritt, wodurch es mit dem heißen Gut in Kontakt kommt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 5 Verfahren der einleitend genannten Art zu schaffen, welches so ausgebildet ist, daß mit seiner Hilfe in einem kontinuierlichen Arbeitsgang aus schmelzflüssiger Schlacke als Ausgangsstoff Stückschlacke herstellbar ist. Das wird erfindungsgemäß dadurch erverfahren zu Schaumschlacke zu verarbeiten, ist be- ίο reicht, daß das Vergießen des Ausgangsstoffes in dokannt. Die Herstellung von Stückschlacke dagegen sierbaren, räumlich voneinander getrennten Mengen erfolgt bis jetzt nach vergleichsweise primitiven Me- auf Rückgut erfolgt und die abgekühlten Blöcke in an thoden, indem man die schmelzflüssige Schlacke ent- sich bekannter Weise zerkleinert und unter gleichzeiweder auf ein Bett von trockenem Sand vergießt, er- tiger Gewinnung von neuem Rückgut nach Korngrökalteri läßt und die erhaltenen Schlackenkuchen zer- 15 ßen klassiert werden. Auf diese Weise gelangt man kleinert oder aber indem man eine Schicht Schlacke zu einem Verfahren zur Herstellung von Stückauf die andere gießt, nachdem die jeweils vorherge- schlacke, das die vorerwähnte Erfindungsaufgabe hende unter Wasser gesetzt und erstarrt ist, und den voll erfüllt.
erhaltenen Block zerkleinert. Das Ergebnis ist in bei- Bei der Anwendung des Verfahrens auf Phosphor-
den Fällen unbefriedigend, da die sich dabei erge- 20 ofenschlacke erfolgt das Vergießen der flüssigen bende Stückschlacke in ihren Festigkeitswerten un- Schlacke im Temperaturbereich von etwa 1400 bis terschiedlich ist. Weitere wesentliche Nachteile dieser
Verfahren sind der erhebliche Platzbedarf und die
Belästigung der Umgebung durch abstrahlende Hitze
und Wasserdampfbildung. Zudem ist die Manipulie- 25
rung und Zerkleinerung der anfallenden großen
Schlackenblöcke schwierig.
Die britische Patentschrift 327 732 betrifft ein Verfahren zur Wiedergewinnung der in Schlacken
enthaltenen Wärme, zu dessen Durchführung ein 30 schmelzflüssigen Schlacke Übergossen werden. Turm nach Art eines Cowpers verwendet wird. Da- Weiteres Rückgut mit Korngrößen zwischen 10
bei werden die Schlackenblöcke zunächst dadurch gewonnen, daß in leere Mulden einer rotierenden Scheibe flüssige Schlacke vergossen wird und man die erhaltenen Blöcke oberflächlich erstarren läßt. Die Arbeitsweise dieses Verfahrens ist diskontinuierlich, da der Cowper nach seiner Füllung mit heißen Schlackenböden erst wieder entleert wird, wenn nach dem Hindurchblasen von Gas im Gegenstrom die Schlackenblöcke erkaltet sind, worauf anschlie- 40 den.
ßend der Cowper wieder mit heißen Schlackenblök- Bei der zur Durchführung des Verfahrens verwen
deten Vorrichtung ist oberhalb des Einlaufendes von in an sich bekannter Weise zu einer endlosen, über Umlenksterne geführten Kette aufgereihten und zu einem Gießstrang miteinander verbundenen Gießmulden ein durch eine Zubringerleitung gespeister Speicherbehälter für Rückgut angeordnet, auf den in Laufrichtung des Gießstranges die Gießrinne mit einer den ankommenden schmelzflüssigen Ausgangs-
rückgeführte feste Schlacke fließt. Das Verfahren 50 stoff auf die Gießmulden verteilenden Überlaufrinne kann dabei in einer sich ständig drehenden Trommel folgt. Am Abwurfende des Gießstranges ist eine oder auf einem sich ständig bewegenden Förderband Schurre angebracht, die in einen Kühlschacht mündurchgeführt werden. Zur Erreichung einer beson- det, welcher am oberen Ende an eine Entstaubungsders schroffen Abkühlung kann eine geringe Menge vorrichtung mit nachfolgendem Saugzuggebläse anWasser auf die Mischung von Rückgut und ge- 55 geschlossen ist. Am unteren Ende weist der Kühlschmolzener Schlacke aufgegeben werden. schacht Einströmöffnungen für Gas auf und mündet
1550° C und das Austragen der Blöcke aus der Gießzone bei einer mittleren Temperatur von etwa 1100° C.
Das Verfahren kann aber auch zur Verarbeitung metallurgischer Schlacken angewandt werden.
In einer Ausführung des Verfahrens kann in groben Körnungen vorgegebenes Rückgut (Korngröße 5 bis 100 mm, vorzugsweise 20 bis 80 mm) mit der
und 80 mm kann als Trennmittel auf das in der Wärmeausgleich- und Kühlzone befindliche Haufwerk von Blöcken aufgestreut werden.
Durch das Haufwerk dieser heißen Blöcke kann von unten nach oben ein Gasstrom, beispielsweise Luft, hindurchgesaugt, durch Wärmeentzug gekühlt, entstaubt und ganz oder zum Teil ausgeblasen oder zur Eintrittsstelle des Gasstromes zurückgeführt wer
ken gefüllt wird. Während der Cowper gefüllt und entleert wird, liefert er mithin kein Heißgas; während der Abkühlzeit vermag er keine Schlackenblöcke aufzunehmen.
Aus der deutschen Patentschrift 167 526 ist ein Verfahren zum Abkühlen flüssiger Schlacke unter Überführung in stückiges Gut bekannt, bei welchem geschmolzene Schlacke in regelbarer Menge auf
In »Ulimanns Enzyklopädie der technischen Chemie«, 3. Auflage, Bd. 13, S. 514, wird angegeben, daß die Abstichtemperatur von Phosphorofenschlacke bei 1300 bis 1500° C liegt.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1082 607 ist schließlich eine Vorrichtung zum Kühlen von heißem, kleinstückigem Gut bekannt, welche aus einem von einem Gehäuse umgebenen, als Wendelförderer
in eine Austragsvorrichtung aus, auf welche eine Zerkleinerungsvorrichtung und eine Klassiervorrichtung folgen.
. Oberhalb des Gießstranges können zusätzliche Speicherbehälter zur Aufnahme von Rückgut unterschiedlicher Korngrößen angeordnet sein, deren zugehörige Auslaufrinnen nach durchgelassener Menge von Rückgut und dessen Auftreffpunkt verstellbar
ausgebildeten Treppenrost besteht, wobei das heiße 65 sind.
Gut durch Vibration auf dem Treppenrost von oben. Zur Kühlung der entleerten Gießmulden kann un-
nach unten bewegt wird, während das Kühlgas in terhalb des zurücklaufenden Trumms des Gießstraneine den Treppenrost tragende Hohlsäule von unten ges und parallel zu diesem ein Verteiler für die von
einem weiteren Kühlgebläse gelieferte Kühlluft angeordnet sein.
Um das Eintreten von Falschluft in den Kühlschacht zu verhindern, ist die Schurre oben abgedeckt und mit beweglichen Klappen versehen.
An den Kühlschacht kann sich in Richtung der Gasströmung ein Wärmeaustauscher mit einem nachgeschalteten Entstauber und einem Saugzuggebläse anschließen.
Kreiskegelstümpfen, die mit ihren Grundkreisen, die einander im Durchmesser gleich sind, aufeinander sitzen.
Unterhalb des unteren, offenen Endes des Kühl-Schachtes 8 befindet sich eine Austragseinrichtung 10.
Am oberen, geschlossenen Ende des Kühlschachtes 8 ist als Entstauber ein Zyklon 21 mit einem nachfolgenden Saugzuggebläse 22 angeordnet, das
Ordnung dieser Art ist selbstverständlich nur dort sinnvoll, wo Bedarf an Dampf besteht. In anderen Fällen können im Wärmeaustauscher auch sonstige Flüssigkeiten oder Gase erhitzt werden. Ebenso ist es
Der Kühlschacht kann in seiner heißesten Zone io die durch die Eintrittsöffnungen 16 mit Außentempemit einem von einem Kühlmedium durchströmbaren ratur einströmende Luft durch das Haufwerk der hei-Kühlmantel umgeben sein. ßen Blöcke 9 hindurchsaugt und sie nach Entstau-
Der Wärmeaustauscher kann als Dampferzeuger bung ausbläst.
und der Kühlmantel als Speisewasservorwärmer für Damit der hierfür durch das Saugzuggebläse 22 erden Wärmeaustauscher ausgebildet sein. Eine An- 15 zeugte Unterdruck gehalten werden kann, sind in der
Schurre 7 Klappen 25 eingebaut, die nur durch dagegenstoßende frisch gegossene Blöcke kurzzeitig geöffnet werden können, sonst aber geschlossen sind.
Der heißeste Bereich des Kühlschachtes 8 ist mit
möglich, die vom Saugzuggebläse angesaugte Heiß- 20 einem Kühlmantel 17 umgeben, in den kaltes Kühlluft unter Wegfall des Wärmeaustauschers auch als medium durch eine Leitung 18 ein- und durch eine solche zu verwerten oder aber sie unausgenutzt aus- Leitung 19 in erhitztem Zustand wieder austritt, zublasen. Falls die Abwärme der Anlage zur Dampferzeugung
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfin- ausgenutzt werden soll, wird zwischen dem oberen dungsgemäßen Verfahrens ist in der Zeichnung im 25 Rand des Kühlschachtes 8 und dem Entstauber 21
ein Wärmeaustauscher 20 eingesetzt, welchem durch die Leitung 19 Speisewasser zugeführt wird, das im Kühlmantel 17 vorgewärmt wurde, während der entwickelte Dampf durch Leitung 24 ausströmt.
Für besondere Betriebsfälle ist eine Rückführleitung 23 mit einem Dreiwegeventil 26 vorgesehen, die es ermöglicht, heiße Luft vom Ausblasestutzen des Saugzuggebläses 22 wieder zum unteren Ende des Kühlschachtes 8 zurückzuführen. Man macht davon
Aufriß und zum Teil im Schnitt schematisch dargestellt.
Eine Anzahl von Gießmulden 3 ist auf einer endlosen, über Umlenksterne 4, 4' geführten Kette aufgereiht und zu einem Gießstrang miteinander verbunden, wobei einer der Umlenksterne 4, 4' angetrieben wird. Zur Verringerung des Platzbedarfs der Anlage ohne Einbuße an linearer Länge ist der Gießstrang schräg von unten nach oben geführt. Ober
halb des tiefer liegenden Endes ist ein Vorratsbehäl- 35 vornehmlich dann Gebrauch, wenn der Inhalt 9 des
ter 15 für Rückgut angeordnet, welcher mit Hilfe der Kühlschachtes 8 auf ein höheres Temperaturniveau
Zubringereinrichtung 14 beaufschlagt wird. Das Aus- gebracht werden soll.
laufende des Vorratsbehälters 15 ist so ausgeführt, Die von der Austragseinrichtung 10 kommenden daß die in der Zeiteinheit austretende Menge des Blöcke gelangen in die Zerkleinerungseinrichtung 11, Rückgutes dosiert und an verschiedenen Stellen in 40 beispielsweise einen Kreiselbrecher, der das gebrodie Gießmulden geleitet werden kann. Es können chene Gut an die Klassiereinrichtung 12 weitergibt, auch mehrere derartige Vorratsbehälter 15, 15' Die gewünschten Korngrößen werden schließlich in vorgesehen werden, von denen jeder mit Rückgut un- einen Eisenbahnwagen 13 abgeworfen, während der terschiedlicher Korngrößen gefüllt werden kann. Das restliche Anteil des gebrochenen Gutes durch die Zu-Dosieren des Rückgutes kann auch so erfolgen, daß 45 bringereinrichtung 14 wieder in den oder in die Vordas aus der Auslaufschurre des Vorratsbehälters aus- ratsbehälter 15 für Rückgut befördert wird, um ertretende Rückgut sich mit dem Böschungswinkel auf neut in den Kreislauf zurückgeführt zu werden, die Gießmulden abstützt. Die technisch wichtigen Eigenschaften einer Vor dem Einfüllen der schmelzflüssigen Schlacke Schlacke, insbesondere die Festigkeitswerte, sind von über eine Gießrinne 1 und eine Überlaufrinne 2 wer- 50 den verschiedenen darin vorkommenden Kristalliten
den in die damit zu füllenden Gießmulden 3 bestimmte Mengen von Rückgut mit bestimmter Korngröße vorgelegt, auf die die Schlacke auftrifft, sie zum Teil niederschmilzt und zum Teil zusammensintert.
Die Gießmulden 3 bewegen sich im gezogenen Trumm des Gießstranges unter langsamem Erkalten ihres Inhaltes bis zum oberen Umlenkstern 4', an dem die nunmehr wenigstens an ihrer Oberfläche er-
und deren gegenseitiger Verzahnung abhängig. Die Ausbildung eines dichten kristallinen Gefüges wird durch Tempern gefördert. Dabei kommt es darauf an, daß die Schlacke lange genug auf einer entsprechend erhöhten Temperatur bleibt, damit die sich bildenden oder schon vorhandenen Kristallkeime Zeit haben, sich zu vergrößern und die Schlacke in ein völlig kristallines Erzeugnis überzuführen. Dies wird nach der vorliegenden Erfindung in sehr voll
starrten Blöcke aus den Gießmulden 3 herausfallen 60 kommener Weise während der Verweilzeit der
und in die Schurre 7 gelangen.
Zur intensiven Kühlung der entleerten Gießmulden 3 ist unterhalb des rücklaufenden Trumms des Gießstranges ein Kühlluftverteiler 5 angeordnet, der von einem Kühlluftgebläse 6 gespeist wird.
Aus der Schurre 7 fallen die Blöcke in den Kühlschacht 8. Dieser ist einem Schachtofen ähnlich und besteht aus zwei koaxial übereinander angeordneten
Blöcke im Kühlschacht erreicht.
Die mit der abgesaugten erhitzten Luft abgeführte und wegen des hohen Temperaturniveaus nutzbar zu machende Wärmemenge entspricht beispielsweise bei der Verarbeitung von Phosphorofenschlacke etwa 25 % der im elektrothermischen Reduktionsofen umgesetzten elektrischen Energie.
Weitere Vorteile bringt die Wiederverwendung des
anfallenden Rückgutes mit sich. Wenn die schmelzflüssige Schlacke mit einer Temperatur von etwa 1400 bis 1550° C auf das zuvor in die Gießmulden gegebene kalte Rückgut trifft, so versucht sie alle Zwischenräume auszufüllen und erstarrt wegen der starken Wärmeabfuhr bei der großen zu bedeckenden Oberfläche sehr rasch. Durch die Mitverwendung von Rückgut im Verhältnis von beispielsweise 1:1 ergibt sich eine Temperatur der Schlacke von 1000 bis 11000C beim Abwurf des Blockes vom Gießstrang, was eine Lufttemperatur im Kühlschacht von rund 900 bis 1000° C ergibt. Die schnelle Abkühlung der Schmelze kommt wesentlich auch da-
durch zustande, daß ein Teil der mit der schmelzflüssigen Schlacke eingebrachten fühlbaren Wärmemengen beim Zusammentreffen mit dem festen Rückgut in die latente Schmelzwärme übergeht. Die Blöcke brauchen vor dem Abwurf in den Kühlschacht nur oberflächlich erstarrt zu sein, um den Abwurf ohne Zerplatzen zu überstehen.
Das rasche Erkalten der Blöcke bringt noch als weiteren Vorteil mit sich, daß der Gießstrang nur
ίο kurz zu sein braucht, was sich günstig auf den Platzbedarf der Anlage auswirkt. Flächen zum Lagern von Produkt oder Vorprodukt sind nicht erforderlich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Ä09 51 R/11 A

Claims (14)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Stückschlacke durch Vergießen des schmelzflüssigen Ausgangsstoffes zu Blöcken in einer Gießzone, worauf die erhaltenen Blöcke nach ihrem wenigstens an der Oberfläche erfolgten Erstarren aus der Gießzone ausgetragen und in eine Wärmeausgleich- und Kühlzone eingetragen, dann nach dem unter Durchleiten eines Gasstromes durch das Haufwerk der Blöcke vor sich gehenden Wärmeausgleich in abgekühltem Zustand aus dieser Wärmeausgleich- und Kühlzone ausgetragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergießen des Ausgangsstoffes in dosierbaren, räumlich voneinander getrennten Mengen auf Rückgut erfolgt und die abgekühlten Blöcke in an sich bekannter Weise zerkleinert und unter gleichzeitiger Gewinnung von neuem Rückgut nach Korngrößen klassiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsstoff aus Phosphorofenschlacke besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergießen der Phosphorofenschlacke in einem Temperaturbereich von etwa 1400 bis 1550° C und das Austragen der Blöcke aus der Gießzone bei einer mittleren Temperatur von etwa 1100° C erfolgen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß metallurgische Schlacken als Ausgangsstoff verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in groben Körnungen vorgegebenes Rückgut mit der schmelzflüssigen Schlacke Übergossen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf das in der Wärmeausgleich- und Kühlzone befindliche Haufwerk von Blöcken Rückgut mit Korngrößen zwischen 10 und 80 mm als Trennmittel aufgestreut wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gasstrom mit anfänglich Außentemperatur durch das Haufwerk der heißen Blöcke von unten nach oben hindurchgeführt, durch Wärmeentzug abgekühlt, entstaubt und ganz oder zum Teil ausgeblasen oder zur Eintrittsstelle des Gasstromes zurückge- ; führt wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Einlaufendes von in an sich bekannter Weise zu einer endlosen, über Umlenksterne (4, 4') geführten Kette aufgereihten und zu einem Gießstrang miteinander verbundenen Gießmulden (3) ein durch eine Zubringerleitung (14) gespeister Speicherbehälter (15) für Rückgut angeordnet ist, auf den in Laufrichtung des Gießstranges die Gießrinne (1) mit einer den ankommenden schmelzflüssigen Ausgangsstoff auf die Gießmulden (3) verteilenden Überlaufrinne (2) folgt, während sich am Abwurf ende des Gießstranges eine Schurre (7) befindet, die in einen Kühlschacht (8) mündet, welcher am oberen Ende an eine Entstaubungsvorrichtung (21) mit nachfolgendem Saugzuggebläse (22) angeschlossen ist, während der Kühlschacht (8) am unteren Ende Einströmöffnungen (16) für Gas aufweist und in einer Austragsvorrichtung (10) ausmündet, wobei auf die Austragsvorrichtung (10) eine Zerkleinerungsvorrichtung (11) und eine Klassiervorrichtung (12) folgen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Gießstranges zusätzliche Speicherbehälter zur Aufnahme von Rückgut jeweils unterschiedlicher Korngrößen angeordnet sind, wobei die zugehörigen Auslaufrinnen nach durchgelassener Menge von Rückgut und dessen Auftreffpunkt verstellbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des rücklaufenden Trumms des Gießstranges und parallel zu demselben ein Verteiler (5) für die von einem Kühlgebläse (6) gelieferte Kühlluft angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schurre (7) oben abgedeckt und mit beweglichen Klappen (25) versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlschacht (8) in Richtung der Gasströmung von einem Wärmeaustauscher (20) mit nachgeschaltetem Entstauber (21) und einem Saugzuggebläse (22) gefolgt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlschacht (8) in seiner heißesten Zone mit einem von einem Kühlmedium durchströmbaren Kühlmantel (17) umgeben ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeaustauscher (20) als Dampferzeuger und der Kühlmantel (17) als Speisewasservorwärmer für den Wärmeaustauscher (20) ausgebildet sind.
DE19511508039 1951-01-28 1951-01-28 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stueckschlacke Granted DE1508039A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19511508039 DE1508039A1 (de) 1951-01-28 1951-01-28 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stueckschlacke

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19511508039 DE1508039A1 (de) 1951-01-28 1951-01-28 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stueckschlacke
DEK0060441 1966-10-12

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1508039A1 DE1508039A1 (de) 1969-09-25
DE1508039B2 true DE1508039B2 (de) 1974-05-02
DE1508039C3 DE1508039C3 (de) 1974-12-12

Family

ID=25752520

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19511508039 Granted DE1508039A1 (de) 1951-01-28 1951-01-28 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stueckschlacke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1508039A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2950974A1 (de) * 1979-12-18 1981-06-25 Nippon Kokan Kk Vorrichtung zur herstellung einer glasartigen bzw. verglasten hochofenschlacke
DE10035161C1 (de) * 2000-07-19 2001-11-15 Gerlach Anlagenbau Gmbh Verfahren und Anlage zur Herstellung eines Granulates aus Schlacke

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4604136A (en) * 1984-05-30 1986-08-05 Ab Svensk Alunskifferutveckling Method and an apparatus for subdivision of and heat recovery from a liquid slag
AT380490B (de) * 1984-09-06 1986-05-26 Voest Alpine Ag Vorrichtung zur gewinnung der fuehlbaren waerme von schuettfaehigem heissgut
EP1083236A1 (de) * 1999-09-09 2001-03-14 Anton Dipl.-Ing. Hulek Verfahren und Anlage zur Trockenkühlung von metallurgischen Schlacken mit Wärmerückgewinnung
DE10027432C2 (de) * 2000-05-25 2002-05-23 Mannesmann Ag Verfahren zum Abtransport von beim Entschwefeln von Roheisen sich bildendes fester Entschwefelungsschlacke
DE10150668B4 (de) * 2001-10-17 2011-10-27 Egon Evertz Kg (Gmbh & Co.) Verfahren und Vorrichtung zur Abkühlung von Schlacken
CN108103253A (zh) * 2018-01-24 2018-06-01 昆山宇顺环保科技有限公司 一种高炉液态熔渣的格栅造块与显热回收系统及方法
CN110057200B (zh) * 2019-05-22 2024-05-14 昆明理工大学 一种基于炉渣余热回收的可燃固废热解系统

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2950974A1 (de) * 1979-12-18 1981-06-25 Nippon Kokan Kk Vorrichtung zur herstellung einer glasartigen bzw. verglasten hochofenschlacke
DE10035161C1 (de) * 2000-07-19 2001-11-15 Gerlach Anlagenbau Gmbh Verfahren und Anlage zur Herstellung eines Granulates aus Schlacke

Also Published As

Publication number Publication date
DE1508039C3 (de) 1974-12-12
DE1508039A1 (de) 1969-09-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0007352B1 (de) Granulat aus Schmelzen und Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung
DE2343339B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum abkuehlen des in einem drehrohrofen gebrannten klinkers
DE1508039C3 (de)
DE60003717T2 (de) Vorrichtung und verfahren für die extraktion und erstarrung von schmelzflüssigen partikeln
DE2759205B2 (de) Schlackengranulier- und Kühlanlage
DE2504813A1 (de) Granulat und verfahren und vorrichtung zum granulieren
DE2335045A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur entfernung eines teils der in zementdrehofen-abgasen enthaltenen alkalien
DE1583200A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bildung von Schlackenkuegelchen
DE2834792A1 (de) Vorrichtung zur granulierung von schlackenschmelze
DE1916230A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten aus feuerfluessigen Schmelzen
DE4021329C2 (de)
DE3626772C2 (de)
DE2558908C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von festem Schlackengut
DE60125109T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen von Rohstoffen und Kohlenstoff enthaltenden Materialien zu einem Drehrohrofen
EP0232221A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung feinteiligen Aluminiumschrotts
WO2013120925A1 (de) Verfahren zur herstellung einer betriebsmasse für grobkeramische produkte und trocknungsspeicheranlage dafür
WO2002064257A2 (de) Verfahren und vorrichtung zur aufbereitung von schlacken zu granulaten
DE10111890C2 (de) Schlacken-Dosier-und-Granulier-Vorrichtung
AT337222B (de) Vorrichtung zur pelletisierung von geschmolzenem material, insbesondere hochofenschlacke
AT130359B (de) Verfahren zum Brennen von Zement und ähnlichem Gut in einem zum Fertigbrennen dienenden Sinterofen.
DE1002727B (de) Einrichtung zum trockenen Kuehlen von Koks
DE19920209C2 (de) Verfahren mit Lanze zur Rückführung von bei der Stahlherstellung in einem Konverter, insbesondere einem LD-Konverter, anfallenden Stahlwerksstäuben
DE2211682C3 (de) Verfahren zum Granulieren flüssiger Schlacken
DE1927196C3 (de) Verfahren zur Erzeugung von im wesentlichen kugelförmigen Teilchen durch Behandlung flüssiger metallurgischer Schlacke und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE500140C (de) Verfahren zur groben Zerkleinerung (Granulation) von aus dem gluehend fluessigen Zustande erstarrenden Massen, insbesondere von Schlacken

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee