DE1207046B - Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinenInfo
- Publication number
- DE1207046B DE1207046B DEF40226A DEF0040226A DE1207046B DE 1207046 B DE1207046 B DE 1207046B DE F40226 A DEF40226 A DE F40226A DE F0040226 A DEF0040226 A DE F0040226A DE 1207046 B DE1207046 B DE 1207046B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- penicillin
- penicillins
- acid
- salts
- phenoxymethyl
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D499/00—Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
- Cephalosporin Compounds (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES Wjtfä PATENTAMT
Int. α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Auslegetag:
C12d
Deutsche KL: 30h-6
F40226IV a/30h
13. Juli 1963
16. Dezember 1965
Seit festgestellt wurde, daß die Zugabe von Phenylessigsäure als sogenannte Precursor-Substanz zu einer
Kulturlösung mit Penicillium chrysogenum die Bildung eines bestimmten Penicillins, des Penicillins G, besonders
fördert, wurden verschiedentlich Versuche unternommen, Penicilline mit anderen als den bekannten
Eigenschaften durch Zugabe von verschiedenartigen Precursor-Substanzen herzustellen.
Zunächst haben Behrens und Mitarbeiter (J. Biol.
Chem., 175, 751, 765, 771, 793 [1948]; J. Am. Chem. Soc, 70, 2837, 2843, 2849 [1948]) verschiedene
Precursors geprüft; die Salze einiger neuer Penicilline (z. B. Phenoxymethyl-penicillin, Phenylmercapto-methyl-penicillin,
Thienyl-penicillin u. a.) sind Gegenstand der USA.-Patente 2 479 295, 2 479 296, 2 479 297,
2 562 408, 2 562 410, 2 623 876 und 2 562 411 sowie des britischen Patentes 643 514.
Über die Befunde von Behrens und Mitarbeitern
hinaus machten B r a η d 1 und Margreiter (österreichische Chemiker-Zeitung, Bd. 55 [1954], 11) die
Feststellung, daß sich das Phenoxymethyl-penicillin (von ihnen Penicillin V genannt) als freie Säure
kristallisieren läßt und eine weitgehende Säurestabilität aufweist. Es eignet sich daher gut für orale Applikationen
(vgl. Wiener Medizinische Wochenschrift, 33/34, 602, und österreichische Patentschriften 178 692
und 181 689).
Ein anderes, weitgehend säurestabiles Penicillin, das p-Kresoxymethyl-penicillin, kann man durch
Zugabe von p-Kresoxyessigsäure gewinnen (USA.-Patent 2 765 226).
Nach britischer Patentschrift 916 488 wird mit 4-Fluor-phenylmercapto-essigsäure als Precursor ein
4-Fluor-phenylmercapto-methyl-penicillin erhalten, das
besonders gegenüber gramnegativen Mikroorganismen wirksam ist.
Es wurde nun gefunden, daß bei Verwendung der bisher nicht bekannten Alkyl- oder Arylmercaptophenoxyessigsäuren
oder ihrerSalze,der entsprechenden Aldehyde oder Alkohole bzw. der funktioneilen
Derivate dieser Verbindungen als Precursor neue Penicilline der Formel
CH3
H3C — C C — COOH
HC
CH
NH-CO-CH2-O-/
NH-CO-CH2-O-/
Verfahren zur Herstellung von Mercaptophenoxymethyl-penicillinen
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dr. Helmut Nahm, Kelkheim-Münster;
Dr. Adolf Oppermann, Hofheim (Taunus);
Dr. Hinrich Hoff mann, Kelkheim;
Dr. Max Körnlein, Frankfurt/M.- Höchst;
Dr. Heinz öppinger, Hofheim (Taunus)
(R = Alkylmercapto- oder Arylmercapto-) gebildet werden. Weiterhin wurde gefunden, daß der Precursor
gegenüber dem Pilz nur eine geringe Toxicität aufweist, so daß die Zugabe zu Beginn der Fermentation, oder
portionsweise oder kontinuierlich während der Fermentation erfolgen kann. Die Zugabe kann dabei so
reguliert werden, daß der pH-Wert der Kulturlösung im Laufe der Fermentation zwischen 5,5 und 8,0,
vorzugsweise zwischen 6,4 und 6,8, gehalten wird. Die Isolierung des betreffenden Penicillins erfolgt in
an sich bekannter Weise nach Abbruch der Fermentation durch Extraktion aus der filtrierten Kulturlösung.
Das Kulturfiltrat wird nach Ansäuern auf pH 2 bis 3 mit Butylacetat extrahiert; aus diesem wird
das Penicillin in eine Pufferlösung, vorzugsweise Phosphatpuffer, bei pH 7,0 übergeführt und aus diesem
wiederum nach Ansäuern mit Butylacetat extrahiert. Die endgültige Fällung erfolgt mit Alkalimetall-,
Erdalkalimetall- oder Ammoniumverbindungen oder mit organischen Basen bzw. deren Salzen, die in gelöster
Form oder als Suspension zugegeben werden. Unter »Verbindungen« werden vornehmlich Salze, Hydroxyde
und Alkoholate verstanden. Besonders bewährt haben sich die Salze organischer Säuren, namentlich aliphatischer
und cvcloaliphatischer Carbonsäuren, wie Essigsäure und Äthylhexancarbonsäuren, und unter
diesen wiederum in erster Linie die Na- und K-Salze. Auch organische Basen oder deren Salze lassen sich
verwenden, da die entstehenden Penicillinsalze in vielen Fällen den Vorteil der schwereren Löslichkeit
besitzen. Unter organischen Basen werden dabei solche verstanden, die Stickstoff enthalten. Außerdem kann
man die Salze der erfindungsgemäß hergestellten
509 758/393
3 4
Penicilline auch dadurch erhalten, daß man ein durch Öle, 1,0 g Calciumcarbpnat in 100 ml H2O) wurde mit
Ausfällung erhaltenes Salz durch doppelte Umsetzung Sporen von Penicillium chrysogenum beimpft und
mit einer der obengenannten Verbindungen in das 26 Stunden bei 25° C geschüttelt. Mit dieser Kulturgewünschte Verfahrenserzeugnis übergeführt. lösung wurde ein Vorfermenter (sterile Nährlösung:
Die Fällung kann auf einmal oder fraktioniert 5 7,4 kg Rohrzucker, 28 kg Cornsteep-Liquor, 3,7 kg
erfolgen. Die Abtrennung des nicht verbrauchten Ca-Carbonat, 3,71 fette Öle, 3701 Wasser) beimpft
Precursors ist dabei einfacher als die Abscheidung und unter intensivem Rühren und Belüftung 36 Stunden
der Phenoxyessigsäure bei der Herstellung von Peni- bei 25° C fermentiert. Darauf wurde die Lösung in die
cillin V. Wenn notwendig, kann aus Aceton—Wasser Hauptfermentationsstufe übergeführt (sterile Nähr-
umkristallisiert werden. io lösung: 170 kg Lactose, 180 kg Cornsteep-Liquor,
Die Verbindungen können auch als freie Säuren in 12,75 kg Ca-Carbonat, 17,7 kg prim.K-Phosphat,
Substanz gewonnen werden, und zwar entweder durch 4,94 kg Mg-Sulfat, 6,251 fette Öle, mit Wasser auf
Ansäuern wäßriger Lösungen der Salze oder durch 25001 aufgefüllt), die bei 25° C unter intensivem
Einengen aus organischen Lösungsmitteln. Rühren und Belüftung fermentiert wurde. Nach der
Die von uns beanspruchten Penicilline weisen eine 15 24., 36., 48., 60., 72., 84., 96., 108., 120. und 132. Stunde
weitgehende Säurestabilität auf. Ihr mikrobielles wurden je 500 g K-Salze der 4-Methylmercapto-
Wirkungsspektrum unterscheidet sich von dem der phenoxyessigsäure, gelöst in 8 1 Wasser, als Precursor
bisher bekannten Penicilline: Die beanspruchten zugegeben. Nach 160 Stunden Fermentierzeit wurden
Penicilline sind besonders wirksam gegen Strepto- 2750 E säurestabiles Penicillin pro Milliliter gefunden,
und Staphylococcen und haben nahezu keine Wirkung 20 22001 fermentierter Kulturlösung wurden durch
auf gramnegative Bakterien, schonen also bei oraler Filtration vom Mycel befreit. Aus dem Filtrat wurde
Anwendung die Darmflora. Die neuen Penicilline das 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillin mit
sind in Form der freien Säuren oder deren Salze 5001 Butylacetat bei pH 2 extrahiert, aus der or-
anwendbar. ganischen Phase in 48 1 einer K-Na-Phosphat-Puffer-
Aus der deutschen Auslegeschrift 1118 401 ist 25 lösung vom pH 9 übergeführt und diese wiederum
bekannt, daß beispielsweise Mercaptoessigsäurehalo- mit 251 Butylacetat bei pH 2 extrahiert. Aus der
genide der Formel R — S — CH2 — COCl, worin R Butylacetatphase wurden nach Trocknen mit 3,5 kg
einen organischen Rest, vorzugsweise einen ali- wasserfreiem Natriumsulfat, durch Zugabe von ins-
phatischen, araliphatischen, aromatischen oder hetero- gesamt 6100 ml einer 20%igen Lösung von wasser-
cyclischen Rest, darstellt, als Precursorverbindungen 30 freiem Kaliumacetat in Methanol 3,112 Millionen
bei der Herstellung von Penicillinderivaten verwendet Einheiten 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillin
werden können. Gegenüber diesen Penicillinabkömm- als K-SaIz isoliert.
lingen, die sich strukturmäßig deutlich von den er- Aussehen: farblose, kurze Nadeln, die oft fächerfindungsgemäß
darstellbaren Mercapto-phenoxy-meth- förmig verwachsen sind und bei etwa 243 bis 245 0C
yl-penicillinen unterscheiden, zeichnen sich die nach 35 unter Aufschäumen schmelzen,
dem Verfahren gemäß der vorliegenden Patent- Elementaranalyse: C17H19O5N2S2K (Molekularanmeldung erhältlichen Penicilline dadurch aus, daß gewicht 434,59)
dem Verfahren gemäß der vorliegenden Patent- Elementaranalyse: C17H19O5N2S2K (Molekularanmeldung erhältlichen Penicilline dadurch aus, daß gewicht 434,59)
sie gegenüber grampositiven Erregern die Wirkung Berechnet ... C 46,98, H 4,40, N 6,45, S 14,76;
der S-substituierten Mercapto-methyl-penicilhne er- „ , _ .^ ., TT . „_ _T „ „
heblich übertreffen. Sie erreichen die Wirksamkeit der 40 Sefunden · · · c 46>45' H 4>75' N 6>9>
s 14>55.
wegen ihrer ausgezeichneten therapeutischen Effekte IR-Spektrum: Eine kennzeichnende schmale, kräftige
bevorzugt verwendeten Penicilline G und V, sind Bande bei 1765 K, die dem jS-Lactamring zugeordnet
jedoch gleichzeitig gegenüber gramnegativen Erregern wird, gemessen im KBr-Preßling. Stärkere Banden,
sehr weitgehend unwirksam und schonen so bei die im IR-Spektrum der Kaliumsalze von Penicillin G
oraler Applikation die Darmflora. 45 und Penicillin V fehlen und das neue Penicillin von
diesen unterscheiden: 1883, 1509, 1275, 1006, 967,
Beispiel 1 954, 840 K.
Von einer sterilen Nährlösung der Zusammen- UV-Spektrum: Flache Bande bei 245 bis 260 ηιμ
Setzung 20 g Rohrzucker, 10 g Ca-Carbonat und (Maximum bei etwa 253 ηαμ), gemessen in Wasser
76 g Cornsteep-Liquor, mit Wasser auf 1000 ml 50 (20mcg/ml).
aufgefüllt, wurden 80 ml in einen 300er-Erlenmeyer- Aktivitätsbestimmungen: Als Einheit wird diejenige
Kolben gegeben, mit Sporen von Penicillium chryso- Menge des neuen Penicillins bezeichnet, die 0,6 meg
genum beimpft und 48 Stunden bei 25° C geschüttelt. Penicillin-G-Na chemisch äquivalent ist.
von dieser als Vorstufe bezeichneten Kultur wurden Jodometrischer Test: 1270 E/mg; Hydroxamtest:
3 ml auf 50 ml einer sterilen Hauptstufenlösung 55 1371 E/mg; biologischer Test (gegen Staphylococcus
(Zusammensetzung: 55 g Lactose, 50 g Cornsteep- aureus ATCC 6538 P): 1369 E/mg.
Liquor, 7 g prim.Kaliumphosphat, 10 g Calcium- Säurestabilität (1 Stunde bei pH 2 in HCl-Glycocoll-
carbonat, 3 g Magnesiumsulfat, mit Wasser auf Puffer): 1310 E/mg.
1000 ml aufgefüllt) übergeimpft und bei 25°C ge- Löslichkeit: Leicht löslich in Wasser, mäßig löslich
schüttelt. Nach 24 Stunden wurden 125 mg K-SaIz der 60 in Methanol, schwer löslich in höheren Alkoholen,
4-Methylmercapto-phenoxyessigsäure als Precursor Äther, Aceton, Äthyl- und Butylacetat, Benzol,
zugegeben. Nach weiterem 96stündigem Schütteln Alkanen und chlorierten Kohlenwasserstoffen,
wurden 1080 E säurestabiles Penicillin pro Milliliter .
Lösung gefunden. B e 1 s ρ 1 e 1 3
B e i s ρ i e 1 2 6s Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1
erhält man bei Zugabe von 125 mg 4-Methylmercapto-
Eine sterile Vorstufenlösung (Zusammensetzung: phenoxy-äthanol als Precursor 249 Einheiten säure-2,0
g Rohrzucker, 7,0 g Cornsteep-Liquor, 1,0 g fette stabiles Penicillin pro Milliliter.
Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhält man bei Zugabe von 125 mg 4-Allylmercaptophenoxyessigsäure
als Precursor 370 Einheiten säurestabiles Penicillin pro Milliliter.
Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhält man bei Zugabe von 125 mg 4-Hexylmercaptophenoxyessigsäure
als Precursor 143 Einheiten säurestabiles Penicillin pro Milliliter.
Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhält man bei Zugabe von 125 mg 4-(3'-Phenyl)-aUylmercapto-phenoxyessigsäure
als Precursor 140 Einheiten säurestabiles Penicillin pro Milliliter.
Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhält man bei Zugabe von 50 mg 4-Methylmercaptophenoxyessigsäureäthylester
als Precursor 640 Einheiten säurestabiles Penicillin pro Milliliter.
Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhält man bei Zugabe von 125 mg K-SaIz der 3-Methylmercapto-phenoxyessigsäure
als Precursor 176 Einheiten säurestabiles Penicillin pro Milliliter.
Nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 erhält man bei Zugabe von 50 mg 3-Methylmercaptophenoxyessigsäurechlorid
als Precursor 194 Einheiten 35 säurestabiles Penicillin pro Milliliter.
Beispiel 10
In einem Vergleichsversuch wurde zu einer nach Beispiel 1 hergestellten Kulturlösung kein Precursor
zugegeben. Es wurde kein säurestabiles Penicillin gebildet.
4,65 g Kaliumsalz des 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillins
werden in 20 ml Wasser gelöst und mit einer Lösung von 1,80 g Ν,Ν'-Dibenzyl-äthylendiamin-diacetat
in 50 ml Wasser versetzt. Es erfolgt eine schneeweiße Fällung des N,N'-Dibenzyl-äthylendiaminsalzes,
das kurze Zeit gerührt, dann abgesaugt und mit 50 ml Wasser gewaschen wird. Man trocknet
im Vakuum bei Raumtemperatur über CaCl2 und erhält 5,30 g eines weißen Salzes, das bei etwa 118° C
schmilzt.
Biologischer Test: 1015 E/mg.
Das IR-Spektrum zeigt unverändert die starke Bande bei 1765 K, die dem /S-Lactamring zugeordnet
wird.
4,35 g Kaliumsalz des 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillins
werden in 20 ml Wasser gelöst und unter Rühren mit einer Lösung von 2,46 g 3,3-Diphenylpropen-(2)-amin-hydrochlorid
in 90 ml Wasser versetzt. Der entstehende weiße Kristallbrei wird mit 50 ml Wasser versetzt, abgesaugt und die Fällung mit
100 ml Wasser gewaschen. Man erhält das 3,3-Diphenylpropen-(2)-ammoniumsalz des 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillins
in Form farbloser Nadelbüschel. Nach Trocknen im Vakuum bei Raumtemperatur
über CaCl2 beträgt die Ausbeute 6,67 g; die Substanz schmilzt unter Zersetzung bei etwa 130° C.
Biologischer Test: 960 E/mg.
Das IR-Spektrum weist die typische /S-Lactambande
bei 1765 K auf.
In der unter Beispiel 11 und 12 angegebenen Weise werden äquimolare Mengen von 4-Methylmercaptophenoxymethyl-penicillin-kaliumsalz
und 4-Methylaminoaceto-brenzcatechin-hydrochlorid in wäßriger
Lösung zusammengegeben. Man erhält das in Wasser schwer lösliche 4-Methylammonium-aceto-brenzcatechinsalz
des 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillins als schneeweiße, feinkristalline Substanz, die
bei etwa 1350C zu sintern beginnt und sich allmählich
zersetzt.
Biologischer Test: 908 E/mg.
Im IR-Spektrum ist deutlich die /?-Lactambande
bei 1765 K zu erkennen.
5,0 g Kaliumsalz des 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillins
werden in 80 ml Wasser gelöst und unter Kühlung 2 η-Salzsäure zugetropft, bis ein pH-Wert
von 2,5 erreicht ist. Dabei fällt die freie Säure ies Penicillins in Form feiner öltröpfchen aus, die
nach kurzem Anreiben in eine weiße kristalline Fällung übergehen. Nach Absaugen, Nachwaschen mit 200 ml
Wasser und Trocknen erhält man 4,3 g 4-Methylmercapto-phenoxymethyl-penicillin
mit einer biologischen Aktivität von 1414 E/mg. Das IR-Spektrum zeigt die /J-Lactambande leicht verschoben bei 1690 K,
daneben die C=O-Bande der freien Carboxylgruppe bei 1640 K.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinen und deren Salzen, d adurch gekennzeichnet, daß einer mit einem Penicillin bildenden Pilz beimpften Kulturlösung zu Beginn der Fermentation oder im Laufe der Fermentation portionenweise oder kontinuierlich Aryl- oder Alkylmercapto-phenoxyessigsäuren bzw. ihre Salze, entsprechende Alkohole oder Aldehyde oder funktioneile Derivate der genannten Substanzen zugesetzt werden und aus den Fermentationslösungen die entsprechenden neuen Penicilline isoliert werden.60 In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1118 401.Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist ein Versuchsbericht ausgelegt worden.509 758/393 12.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (16)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE654557D BE654557A (de) | 1963-07-13 | ||
| BE650488D BE650488A (de) | 1963-07-13 | ||
| DEF40226A DE1207046B (de) | 1963-07-13 | 1963-07-13 | Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinen |
| DEF41025A DE1253714B (de) | 1963-07-13 | 1963-10-18 | Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Phenoxymethylpenicillins |
| NL6407744A NL6407744A (de) | 1963-07-13 | 1964-07-08 | |
| SE08462/64A SE333711B (de) | 1963-07-13 | 1964-07-10 | |
| US381914A US3461116A (en) | 1963-07-13 | 1964-07-10 | Mercapto-phenoxymethyl-penicillins |
| AT596264A AT261111B (de) | 1963-07-13 | 1964-07-10 | Verfahren zur Herstellung von neuen aliphatischen und araliphatischen Mercapto phenoxymethyl penicillinen |
| GB28868/64A GB1077465A (en) | 1963-07-13 | 1964-07-13 | Mercapto-phenoxymethyl-penicillins and a process for their manufacture |
| FR981684A FR1414817A (fr) | 1963-07-13 | 1964-07-15 | Nouvelles pénicillines et leur préparation |
| FR991173A FR3755M (fr) | 1963-07-13 | 1964-10-12 | Médicament a base de nouvelles pénicillines. |
| US403646A US3449325A (en) | 1963-07-13 | 1964-10-13 | Penicillins and process for preparing them |
| NL6412004A NL6412004A (de) | 1963-07-13 | 1964-10-15 | |
| FR991648A FR1411606A (fr) | 1963-07-13 | 1964-10-16 | Nouvelles pénicillines et leur préparation |
| SE12458/64A SE346541B (de) | 1963-07-13 | 1964-10-16 | |
| GB42611/64A GB1089215A (en) | 1963-07-13 | 1964-10-19 | New penicillins and process for preparing them |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF40226A DE1207046B (de) | 1963-07-13 | 1963-07-13 | Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinen |
| DEF41025A DE1253714B (de) | 1963-07-13 | 1963-10-18 | Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Phenoxymethylpenicillins |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1207046B true DE1207046B (de) | 1965-12-16 |
Family
ID=25975837
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF40226A Pending DE1207046B (de) | 1963-07-13 | 1963-07-13 | Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinen |
| DEF41025A Pending DE1253714B (de) | 1963-07-13 | 1963-10-18 | Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Phenoxymethylpenicillins |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF41025A Pending DE1253714B (de) | 1963-07-13 | 1963-10-18 | Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Phenoxymethylpenicillins |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (2) | US3461116A (de) |
| BE (2) | BE654557A (de) |
| DE (2) | DE1207046B (de) |
| FR (1) | FR3755M (de) |
| GB (2) | GB1077465A (de) |
| NL (2) | NL6407744A (de) |
| SE (2) | SE333711B (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4354971A (en) * | 1981-06-22 | 1982-10-19 | Eli Lilly And Company | Non-extractive penicillin V recovery process |
| KR20050057178A (ko) * | 2002-09-05 | 2005-06-16 | 노보 노르디스크 에이/에스 | 신규 비닐 카르복실산 유도체 및 그들의 치료에의 사용 |
| FR2880887B1 (fr) * | 2005-01-14 | 2009-01-30 | Merck Sante Soc Par Actions Si | Derives d'hydroxyphenols, procedes pour leur preparation, compositions pharmaceutiques les contenant et applications en therapeutique |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1118401B (de) * | 1959-11-24 | 1961-11-30 | Iabiochemieia Ges Mit Beschrae | Verfahren zur Herstellung von Penicillinen durch Fermentation |
Family Cites Families (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2479296A (en) * | 1946-03-08 | 1949-08-16 | Lilly Co Eli | Process and culture media for producing new penicillins |
| US2562408A (en) * | 1949-05-03 | 1951-07-31 | Lilly Co Eli | Aliphatic oxy-and mercaptophenylpenicillins |
| US2756226A (en) * | 1955-02-07 | 1956-07-24 | Biochemie Gmbh | Acid-stable penicillins |
| GB878233A (en) * | 1959-01-22 | 1961-09-27 | Beecham Res Lab | Improvements in or relating to penicillins |
| US3316248A (en) * | 1959-05-25 | 1967-04-25 | Beecham Res Lab | Synthetic penicillins |
| US2951839A (en) * | 1959-07-15 | 1960-09-06 | Doyle Frank Peter | Synthetic penicillins |
| GB880400A (en) * | 1959-07-15 | 1961-10-18 | Beecham Res Lab | Improvements in or relating to penicillins |
| US3174964A (en) * | 1959-12-10 | 1965-03-23 | Pfizer & Co C | Derivatives of 6-aminopenicillanic acid |
| GB889066A (en) * | 1959-11-13 | 1962-02-07 | Beecham Res Lab | Improvements in or relating to substances produced from penicillin-producing moulds |
| DE1151803B (de) * | 1959-12-04 | 1963-07-25 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von 6-Acylaminopenicillansaeuren |
| GB908787A (en) * | 1960-08-31 | 1962-10-24 | Ici Ltd | Penicillins |
| US3301849A (en) * | 1963-09-04 | 1967-01-31 | Bristol Myers Co | 6-(alpha-phenoxyalkanoylamino) thiopenicillanic acid |
-
0
- BE BE650488D patent/BE650488A/xx unknown
- BE BE654557D patent/BE654557A/xx unknown
-
1963
- 1963-07-13 DE DEF40226A patent/DE1207046B/de active Pending
- 1963-10-18 DE DEF41025A patent/DE1253714B/de active Pending
-
1964
- 1964-07-08 NL NL6407744A patent/NL6407744A/xx unknown
- 1964-07-10 SE SE08462/64A patent/SE333711B/xx unknown
- 1964-07-10 US US381914A patent/US3461116A/en not_active Expired - Lifetime
- 1964-07-13 GB GB28868/64A patent/GB1077465A/en not_active Expired
- 1964-10-12 FR FR991173A patent/FR3755M/fr active Active
- 1964-10-13 US US403646A patent/US3449325A/en not_active Expired - Lifetime
- 1964-10-15 NL NL6412004A patent/NL6412004A/xx unknown
- 1964-10-16 SE SE12458/64A patent/SE346541B/xx unknown
- 1964-10-19 GB GB42611/64A patent/GB1089215A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1118401B (de) * | 1959-11-24 | 1961-11-30 | Iabiochemieia Ges Mit Beschrae | Verfahren zur Herstellung von Penicillinen durch Fermentation |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6407744A (de) | 1965-01-14 |
| GB1077465A (en) | 1967-07-26 |
| DE1253714B (de) | 1967-11-09 |
| BE654557A (de) | |
| US3449325A (en) | 1969-06-10 |
| BE650488A (de) | |
| NL6412004A (de) | 1965-04-20 |
| US3461116A (en) | 1969-08-12 |
| FR3755M (fr) | 1965-12-13 |
| SE333711B (de) | 1971-03-29 |
| SE346541B (de) | 1972-07-10 |
| GB1089215A (en) | 1967-11-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2759885C2 (de) | Alkoxyiminoderivate von 7-Aminothiazolylacetamidocephalosporansäuren, ihre Herstellung und pharmazeutische Zusammensetzungen | |
| DE2461526C2 (de) | N-Acylderivate von α-Aminobenzylpenicillinen | |
| DE1670324B2 (de) | 7-cyanacetylamino-cephalosporansaeurederivate | |
| DE1595876A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminomethylderivaten von Rifamycin SV | |
| DE2104580C3 (de) | Acylureidopenicilline | |
| DE2509260B2 (de) | a-(23,4,5,6-Penta-O-acetyI- D-gluconyl-thioureido)benzylpenicillin | |
| DE1695375C3 (de) | 25-Desacetyl-rifamycin-SV-derivate u. Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1207046B (de) | Verfahren zur Herstellung von Mercapto-phenoxymethyl-penicillinen | |
| DE1924760C3 (de) | Penicillinderivate und Verfahren zu deren Herstellung sowie antibakterielles Arzneimittel | |
| AT261111B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen aliphatischen und araliphatischen Mercapto phenoxymethyl penicillinen | |
| AT389877B (de) | Verfahren zur herstellung der neuen 7-(3-chlorhu8507162725/8 | |
| DE1933629C3 (de) | alpha-Substituierte Benzylpenicilline und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE2403512C2 (de) | 6-[D-2-Phenyl-2-(4-pyridoimidoylaminoacetamido) acetamido]-penicillansäure und deren pharmazeutisch verträgliche Salze sowie Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE2244179C3 (de) | D-threo-l-p-substituierte Phenyl-2dichloracetamidopropan-I.S-diol-ester, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel | |
| DE2320039C3 (de) | Penicilline und ihre Verwendung als Arzneimittel | |
| AT247519B (de) | Verfahren zur Herstellung neuer Additionsverbindungen von Antibiotika | |
| DE972336C (de) | Verfahren zur Gewinnung von stabilen, besonders fuer die Oraltherapie geeigneten Penicillinen | |
| DE2025415B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von cyclischen Acylureido-Penicillinen | |
| DE1201848B (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-[5'-Nitro-furyl-(2')]-5, 6-dihydro-imidazo[2, 1-b]thiazol und dessen Hydrohalogeniden | |
| DE940828C (de) | Verfahren zur Herstellung von Estern des Penicillins mit Phenolen und Thiophenolen | |
| AT314087B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Cephalosporinverbindungen | |
| DE2258994A1 (de) | Antibakterielle mittel und verfahren zu deren herstellung | |
| DE2450661A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 6-/d (-)-alpha-aminophenylacetamido/-penicillansaeure | |
| DE2208273A1 (de) | alpha Phosphonoacetylcephalosponne und deren Salze | |
| CH556876A (de) | Verfahren zur herstellung von cephalosporansaeurederivaten. |