DD284066A5 - Anordnung zur ausbildung von eisenbahnoberbauten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur komplexen Ausbildung von Eisenbahnoberbauten mit als Bahnplatte ausgebildeten Paneelen. Um eine ideale Bettung zu erreichen, sind die Paneele 1 in Bettungselementen 2 angeordnet und zwischen den Paneelen 1 und den Bettungselementen 2 elastischer Moertel 9, beispielsweise polymer-modifiziertes Bitumen, eingebracht, wobei die Bettungselemente 2 auf lockeren Bettungsasphalt 8, der auf eine dichte Asphaltschicht 11 aufgetragen wurde, angeordnet und die Paneele 1 im Vergleich zu den Bettungselementen 2 mit einem Versatz von einer halben Laenge verlegt sind. Figur{Eisenbahnoberbau; Bettung; Groszpaneele; Bettungselemente; elastischer Moertel; Asphaltschicht; Bettungsasphalt; Laengenversatz}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur komplexen Ausbildung von Eisenbahnoberbauten mittels Großpaneele.
Es ist bekannt, daß die Positionierung von Blockschienen - insbesondere bei innerstädtischen Eisenbahnen - in der Weise erfolgt, daß die Schienenstränge mit Rille in den Bahnelementen ai:i flexible Weise angeordnet sind. Hierbei liegen die Schienenstränge an der unteren Fläche der sich im Querschnitt n'jch unten verbreiternden Gleiskanäle auf einem elastischen Band auf. In Seitenrichtung sind die Schienenstränge durch ein zwischen den Innenwänden der Gleiskanäle und den Seiten der Schienenstränge eingepaßtes Profilgummiband befestigt.
Aus dar HU-PS175446 ist eine derartige Gleisanordnung bekannt. Die Schienenstränge mit Rille werden durch Blockschienen gebildet, deren Querschnitt-den Schienenfuß und die Rille nicht berücksichtigt-ein rechtwinkliges Viereck ist. Die Gleiskanäle haben im Querschnitt eine symmetrische Trapezform. Die kürzere Fläche des Profilguvnmibandes stemmt sich gegen die am Fuß der jiockschiene ausgebildeten Schulter, während eine der beiden Längsseiten gegen die Seitenwand der Blockschiene und die andere Seite gegen die Schienenkanalwand gepreßt wird.
Diese technische Lösung hat zahlreiche Vorteile. Infolge des Fortfalls der Schienenbefestigung mittels Schraubverbindungen läßt sich der Aufwand für den Bau und die Wartung der Gleisanlagen entscheidend reduzieren. Außerdem wird die sonst übliche Fuge zwischen dem Gleiskanal und der Schiene in den Stahlbetonelementen verschlossen.
Das Verlegen der Gleise und ihre Wartung läßt sich schneller durchführen, wobei für den Bau kein Notgleis erforderlich ist. Der Gleiskörper kann als öffentlicher Weg genutzt werden, und der Aufbau der Bahnanlagen ohne Ableitung des Straßenverkehrs durchgeführt werden. Weiterhin kann eine Spurlinienkorrektur ohne wiederholte Verwendung der Bahnplatten erfolgen.
Der Nachteil dieser bekannten Lösung besteht vor allem darin, daß sie keinen geräuscharmen Lauf der Züge sichern kann und sich die Blockschiene aufgrund ihrer relativ geringen Steifigkeit an den Stoßstollen der Paneele häufig deformiert, was zum Bruch der Blockschiene führen kann.
Eine andere Lösung wird durch die aus der DE-PS1935 531 bekannte Gleishalteplatte repräsentiert. Hier wird der Fußteil der Schiene, die durch Verwendung einer Unterlagenplattn auf den horizontalen Boden der Gleisbahn angeordnet ist, von beiden Seiten mittels Klemmelemente auf flexible Weise in ihrer entsprechenden Lage gehalten.
Diese Lösung hat den Nacht all, daß einerseits die metallische Verbindung keinen geräuscharmen Lauf der Züge sichert und andererseits eine erhöhte Gefahr für Deformationen der Paneelenden und der Gleishalteplatten im Bereich von Bahnübergängen sowie der Schienen besteht.
Ziel der Erfindung ist es, Deformationen und Setzungen der als Bahnplatten ausgebildeten Paneele auszuschließen und einen möglichst geräuscharmen Lauf der Züge zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte« Bettung der als Bahnplatten ausgebildeten Paneele vorzusehen und die Schwingungswirkungen herabzusetzen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Paneele in Bettungselementen angeordnet sind und zwischen den Paneelen und den Bettungselementen ein elastischer Mörtel, beispielsweise ein polymermodifizierter Bitumenbindestoff, eingeführt ist, wobei die Bettungselemente auf einen lockeren Bettungsasphalt, der auf eine dichte Asphaltschicht aufgetragen wurde, angeordnet und die Paneele im Vorgleich zu den Bettungselemen'.en mit einem Versatz von einer halber. Länge verlegt
Parallel zur Gleisachse sind an den Seiten des Bettungselementes Rippen und neben mindestens einer Rippe eine Konsole ausgebildet.
An der Auflagefläche der Bettungselemente ist eine Trenn-Folie vorgesehen, während die Paneele mit Injektionsbohrungen zum Ein· bzw. Vorpressen von Mörtul versehen sind. Die Bügelung der Konstruktionselemente erfolgt mit Hilfe von Weicheisen6lementen.
Durch die Zwischenschaltung des erfindungsgemäßen bettenden Wannenelementes können wesentliche Fehler des bei städtischen Straßenbahnen verwendeten Gleissystems mit Großpaneelen und Blockschienen beseitigt werden. Durch das Verlegen der Bettungselemente und der Gleissystem-Großpaneele im Verband erhält man ein derartiges stabiles Fundament, mit dem Deformationen und ein Absenken der Paneelenden vermieden und gleichzeitig ein Zusammenwirken der Paneele gelöst werden. Mit Hilfe des zwischen den Bahnpaneelen und den Bettungselementen eingebrachten elastischen Mörtel kann die exakte Lage der Paneele, die zuvor mittels Stellschrauben eingestellt wurde, genau fixiert werden. Durch die Elastizität und die schwingungsdämpfende Wirkung des injektierten Mörtels werden störende Geräuschpegel und Schwingungswirkungen in starkem Maße reduziert.
Die Anordnung des Großpaneel-Gleissystems in eine Stahlbeton-Bettungswanne unterstützt die akustische und schwingungsdämpfende Wirkung zusätzlich.
Die an Stahlbeton-Bahnelemente gestellten hohen Anforderungen erschweren die Ausbildung solcher Bahnelemente, die das Abstrahlen der Geräusche bei gleichzeitiger Reduzierung der Strahlungsfähigkeit verhindern. Die Reduzierung und Einhaltung der abgestrahlten Geräuschleistung auf einen möglichst niedrigen Wert kann durch Verminderung der Schwingungserregung der Platten gesichert werden. Die Schwingungsgeschwindigkeit der Stahlbetonplatten kann durch die bei der Befestigung der Schienen verwendeten schwingungshemmenden Unterlagen und Klemmgummibänder und durch das Verlegen und die Anordnung der Bahnplatten in einer Stahlbeton-Bettungswanne mit einer großen Masse unter Verwendung einer elastischen Anschlußschicht mit hohem Schwingunysabsorbtionsvermögen entscheidend reduziert werden.
Die vorgeschlagene Lösung für ein Gleissystem mit Blockschiene verhindert die selbständigen Schwingungen der Bahnelemente durch die elastische Bettung mit hohem Absorbtionsvermögen. Hierfür sorgen die Befestigungselemente aus Gummi, die elastische Bettung der Bahnelemente In der Stahlbetonwanne mit großer Masse und die Schwingungsreduzierende Wirkung der Stahlbetonwanno selbst, die gewährleistet, daß nur Schwingungen relativ geringer Energie auf den Boden übertragen werden.
Die sich im Boden fortpflanzende und zwischen der Stahlbetonwanne und dem Boden übertragene Schwingunysenergie ist nicht unabhängig von der Qualität des Bodens und dessen spezifischer Impedanz. Mit der vorgeschlagenen Lösung kann die auf den Boden übertragene dynamische Belastung bei Sicherung einer einwandfreien Stoff- und Ausführungsqualität auf einem niedrigen Wen gehalten werden.
Der in die Umgebung der Bahnanlage abgestrahlte Geräuschpegel besitzt ebenfalls einen niedrigeren Wert. Während der Vorbeifahrt des elektrischen Zuges wird der Geräuschpegel im wesentlichen nur durch die vom Zug abgestrahlte akustische Energie bestimmt. Die Bahngeräusche treten daher nur bei der Vorbeifahrt des Zuges auf und bleiben auf die akustischen Geräusche des vorbeifahrenden Zuges beschränkt. Da die vorgeschlagene Lösung für den Bahnoberbau eine lange Lebensdauer bei Sicherung einer stabilen Qualität ausweist, besitzt auch der Geräusch- und Schwingungsschutz innerhalb dieses Zeitraumes ein hohes Niveau.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt den Querschnitt durch einen Eisenbahnoberbau mit Großpaneel und Blockschiene.
In einem Bettungselement 2 mit U-förmigem Querschnitt ist das als Stahlbeton-Bahnplatte ausgebildete Paneel 1 angeordnet. Das Bettungselement 2 liegt auf Bettungsasphalt 8 auf. Zwischen dem Paneel 1 und dem Bettungselement 2 ist elastischer Mörtel 9, beispielsweise polymermodifiziertes Bitumen, eingebracht. Um Materialien wirksam einpressen zu können, ist das Paneel 1 mit Injektionsbohrungen 10 versehen.
Zur Unterstützung ist unter dem Bettungsasphalt 8 ferner eine dichte Asphaltschicht 11 vorgesehen, während auf der unteren Fläche des Bettungselementos 2 eine trennende Folie 4 aufgeklebt ist.
Die Paneele 1 sind im Vergleich zu den Bettungselementen 2 mit einem Versatz von einer halben Länge angeordnet. Zwischen den beiden Gleisen ist ein an sich bekanntes, auf der unteren Kanie deu Bettungselementes 2 aufliegendes, vorgefertigtes Mittelelement 6 aus Jtahlbeton angeordnet. Unterhalb des Mittelelementes 6 können das zur Ableitung von Wasser dienende Sickerungssystem und die zum Betrieb erforderlichen Strom- und anderen Kabel angeordnet werden. Das Grundelement und das neue Bahnelement mit verminderter Abmessung können eine statisch dimensionierte Stahlbetonkonstruktion mit Weicheiseneinsatz heben. Die Befestigung der Schiene mit Großpaneelsystem erfolgt auf die bisher bekannte Art und Weise, indem die Blockschien i auf Gummiplatten in den trapezförmigen Schienenkanal gelegt und zu beiden Seiten der Schiene in Längsrichtung durch Gummibänder befestigt wird.
angeordnet sind, und bei einer auf sie asymmetrisch (in Längsrichtung) einwirkenden Last eine vertikal gerichtete
aufzunehmen, die zur Verhinderung der relativen Bewegung zwischen den gegenüberliegenden Seiten zweier benachbarter
in der Spalte zwischen zwei Paneelen 1 keine Unterstützung.
werden.
praktisch „in Bindung" verlegt und dadurch erreicht, daß sich die benachbarten Enden der Paneele 1 zueinander nichtverschieben können. Der zwischen dem Paneel 1 und dem Bettungsetament 2 eingeführte Füllstoff bewirkt eine gute
erforderlich, daß das Bettungselement 2 vorgespannt werde» muß und zur Herstellung desselben Weicheisen verwendetwerden kann. Ferner können die Abmessungen des Paneels 1 verringert werden, was beim Verbrauch großer Mengen einebedeutende Materialeinsparung ergibt.
erhöht die Steifigkeit des Bettungselementes 2 bei dessen Bewegung. Sie nimmt den elastischen Mörtel 9 auf und verhindert einseitliches Wegfließen des Ausfüllstoffes 3. Die Konsole 2c unterstützt das Mittelpaneel 6, wodurch ein Verlegen der Leitungenund Kabel ermöglicht wird.
das Paneel 1 an einem Tragbalken aufgehängt und in die planmäßige Lage gebracht.
wodurch auch ein eventuell späteres Aufnehmen erleichtert wird.
Claims (5)
1. Anordnung zur komplexen Ausbildung von Eisenbahnoberbauten mittels Großpaneelen und mit als Bahnplatten ausgebildeten l'aneelen, dadurch gekennzeichnet, daß die Paneele (1) in Bettungselementen (2) angeordnet sind ur>d zwischen den Paneelen (1) und den Bettungselementen (2) elastischer Mörtel (9), vorzugsweise polymer-modifiziertes Bitumen, eingeführt ist, wobei die Bettungselemente (2) auf einem lockeren Bettungsasphalt (8), der auf einer dichten Asphaltschicht (11) aufgetragen ist, angeordnet und die Paneele (1) im Vergleich zu den Bettungselementen (2) mit einem Versatz von einer halben Länge verlegt sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dedurch gekennzeichnet, daß an den mit der Bahnachse parallelen Seiten des Bettungselementes (2) Rippen (2 a) ausgebildet sind und neben mindestens einer der erwähnten Rippen eine Konsole (2 c) ausgebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bettungselemente (2) mit Trennfolien (4) ausgestattet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Paneele (1) mit Injektionsbohrungen (10) versehen sind.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügelung der konstruktiven Elemente aus Weicheisen ist.
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