DD200456A1 - Verfahren zur herstellung von mehlen - Google Patents
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Abstract
Ziel des erfindungsgemaessen Verfahrens ist es, bei Erhalt der Inhaltsstoffe und Qualitaet der Endprodukte und einer Erhoehung der Effektivitaet der Mehlproduktion, den Mehlkern auf kuerzestem Wege von der Schale zu trennen. Das Verfahren zur Herstellung von Mehlen aus den verschiedensten Getreidearten ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Mahl- und Aufschliessmaschine, vornehmlich in der Ausfuehrung als Schlagstift-Muehle, die Arbeit von einem oder mehreren Walzenstuehlen uebernimmt und dass Mahleffekt und Mehlanfall durch entsprechende Umfangsgeschwindigkeiten der Mahlelemente und zweckmaessiger Feuchteverteilung im vorbehandelten Mahlgetreide geregelt werden.
Description
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Anmelder:
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Drahte im, .Lothar - mgenieur-üiconoa
Schultze, Martin - Dipl.-Ingenieur
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Verfahren zur Herstellung von Mehlen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Mehlen, insbesondere aus Weizen, Roggen, Gerste, aber auch anderen Getreidearten.
Bei diesem Mahlverfahren, das eine Kombination von Zerkleinerung und' Sortierung darstellt-, erfolgt die Zerkleinerung mit Hilfe von Mahl- und Aufschließmaschinen und die Sortierung, die als eine Aufteilung des zerkleinerten Produktes in Komgrößenbereiche anzusehen ist, auf Plansichtem.
Durch die Mahl- und Aufschiießmaschinen wird eine schnelle und saubere Trennung des Mehlkernes von der Schale erreicht, wobei die Inhaltsstoffe des Mehles erhalten bleiben. Die Anwendung des Verfahrens erfolgt in den getreideverarbeutenden Mühlenbetrieben.
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Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die derzeitige Herstellung von Mehlen erfolgt auf Walzenstühlen mit metallischen Walzen unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit. Trotz ständiger Verbesserungen weist dieses Verfahren grundsätzlich Nachteile auf. Beim Walzenstuhl ist zum Beispiel eine technisch aufwendige Speisung erforderlich, um die beim Vermahlungsprozeß in unterschiedlicher Struktur vorliegenden Ausgangs- und Zwischenprodukts gleichmäßig über die gesamte Walzenlänge zu verteilen und einen kontinuierlichen Gutstrom zu gewährleisten. Außerdem benötigen die Vermählungswalzen für ihre Herstellung einen hohen Materialaufwand und binden für das Aufbringen der für die Vermahlung erforderlichen Riffeln spezielle Bearbeitungsmaschinen.
Ungünstig ist weiterhin, daß die Riffeln sich verhältnismäßig schnell abarbeiten, was einen häufigen Austausch der Walzen und eine Meuriffeiung erforderlich mach
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Der Walzenstuhl ist wegen, der Konstruktion seiner Mahl- unc Steuereinrichtung, im Gegensatz zur Mahl- und Aufschließmaschine, relativ störanfällig und besitzt einen hohen Material-, Kosten-, Wartungs- und Pflegeaufwand, Der Ablauf des bisherigen Verarbeitungsverfahrens ist folge dermaßen:
liach Aufbereitung des Getreides durch Reinigung, Setzung und Vorbrechen wird es auf Riffelwalzen zerkleinert. Mach der Sortierung des zerkleinerten Produktes auf einem Plansichter werden die Schrote und Grieße auf ein oder mehrere weitere, vornehmlich geriffelte und differenziert laufende Walzenpaare geführt und zerschnitten. Bei diesen Schneidvorgängen kommt es zu einer starken Beschädigung der Schalen, sogar zu einer teilweisen Zersplitterung. Solche Schalensplitter bereiten Probleme bei der Sortierung, da sie Mehlkorngröße besitzen und als Stippen im Mehl die Qualität negativ beeinflussen. Außerdem ist in den hinteren
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Passagen, die feines Mahlgut führen, ein sehr geringer Mehlanfall zu verzeichnen.
Zur Unterstützung des Walzenstuhles werden noch Hilfsmaschinen, wie Schrot- und Kleieschleudem, Ausmahlmasehinen, Detacheure und Prallauflöser eingesetzt.
Sie alle können jedoch den Walzenstuhl nicht ersetzen, auch nicht das im WP 2β 384 beschriebene Verfahren, da die Arbeitsorgane aus Stein- oder Edelkorundmaterialien bestehen und die Parbe des anfallenden Mehles verschlechtern, Die Ursachen hierfür sind der Abrieb der Arbeitsorgane und der erhöhte Anteil zerkleinerter Schalen als Folge der scharfkantigen Stein- und Edelkorundmaterialien. Wegen der geringen Durchsätze und des relativ hohen Energieaufwandes waren die Ausmallima se hin en in modernen Groß— betrieben nicht einsetzbar und werden in der DDR nicht mehr hergestellt,
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die vorstehend genahnten Eachteile zu beseitigen und ein Vermahlungsverfahren zu entwickeln, bei dem ausschließlich oder in zweckentsprechender Kombination mit den Walzenstuhlen, die in vielen Bereichen unserer Volkswirtschaft eingesetzten Mahl- und Aufschließmaschinen, insbesondere Schlagstift-Mühlen, zum Einsatz kommen.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Walzenstühle in allen oder in ausgewählten Passagen durch Mahl- und Aufschließmaschinen, vornehmlich in der Ausführung als Schlagstift-Mühlen j zu ersetzen und daß eine Mahl- und Ausschließmaschine die Arbeit von einem oder mehreren Walzenstuhlen übernimmt/
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Die Beeinflussung des Mahleffektes und des Mehlanfalls erfolgt durch die Wahl entsprechender Umfangsgeschwindigkeiten der Mahlelemente und durch eine zweckmäßige Zeuchteverteilung im vorbehandelten Mahlgetreide. Durch den Einsatz der Mahl- und Aufschließmaschinen beim Schroten, beim Auflösen und Mahlen der Grieße ergibt sich eine Verkürzung des Verarbeitungsdiagramms.
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Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles aus der Roggenvermahlung näher erläutert wer-den..
Der Roggen wird nach bekanntem Verfahren gereinigt und auf die günstigste Yermahlungsfeuchte aufgenetzt. Der JTetz- und anschließende Abstehprozeß werden so geführt, daß die Schalenteile der Getreidekörner feuchter sind als bei einer Vermahlung mittels Walzenstühlen. Die günstigste Vermahlungsfeuchte für das erfindungsgemäße Verfahren liegt bei den Getreideschalen zwischen 16 bis 18 % und beim Getreidekern zwischen 14- bis 16 %. Je größer die Differenz zwischen 'Getreidekem- und Schalenfeuchte ist, desto leichter lassen sich beide Teile voneinander trennen. Mahl- und Aufschließmaschinen haben den Vorteil, daß sie dieses in den Randzonen feuchtere Getreide verarbeiten können, während bei Walzenstühlen die Oberflächen der Mahlwalzen verschmieren und den Mahleffekt herab- . setzen.
Das genetzte Getreide wird nach bekannten Schälverfahren auf den I. Schrot, eine Mahl- und Aufschließmaschine, geleitet. Die nach bekanntem Sichtverfahren anfallenden Zwischenprodukte werden in allen weiteren Passagen der Schrote und Grieße ebenfalls auf Mahl- und Aufschließmaschinen verarbeitet, wobei der jeweils gewünschte Mahleffekt in Abhängigkeit von der Korngröße des Aufgabegutes durch die Umfangsgeschwindigkeiten der Mahlelemente reguliert wird. Je feiner die Körnung des Aufgabegutes ist und je größer .der gewünschte Mahleffekt sein soll, desto höher muß die Umfangsgeschwindigkeit gewählt werden.- Der technologisch v/irksame Bereich liegt zwischen 40 und 150 m/s. Bei der Verarbeitung von Weizen werden analog in allen Verarbeitungsstufen Mahl- und Aufschließmaschinen eingesetzt, wobei Sortierer und Put ζmasehinen für Grieße weiterhin erforderlich bleiben.
Claims (2)
- 233357 7ErfindungsanspruchVerfahren zur Herstellung von Mehlen aus Weizen, Roggen, Gerste und anderen Getraidearten, gekennzeichnet dadurch, daß in allen oder in ausgewählten Passagen der Mehlherstellung Mahl- und Aufschließmaschinen, vor nehmlich in der Ausführung als Schlagstift-Mühlen, ein gesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Pw-nH 1, gekennzeichnet dadurch, daß Mahleffekt· und Mehlanfall durch entsprechende Umfangsgeschwindigkeiten der Mahlelemente, vorzugsweise zwischen 40 und 150 oi/s geregelt werden und die zweckmäßige Feuchteverteilung im vorbehandelten Mahlgetreide bei den Getreideschalen zwischen ΐβ bis 13 % und beim Getreidekern zwischen 14 bis Io % liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23335781A DD200456A1 (de) | 1981-09-17 | 1981-09-17 | Verfahren zur herstellung von mehlen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DD23335781A DD200456A1 (de) | 1981-09-17 | 1981-09-17 | Verfahren zur herstellung von mehlen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD200456A1 true DD200456A1 (de) | 1983-05-04 |
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ID=5533564
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD200456A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993004780A1 (de) * | 1991-08-30 | 1993-03-18 | Tradepoint Handelsgesellschaft Mit Beschränkter Haftung | Mahlverfahren und anlage zu dessen betrieb |
-
1981
- 1981-09-17 DD DD23335781A patent/DD200456A1/de unknown
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Legal Events
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| A1 | Published as prov. economic patent |