Meine Erfahrung mit NoaNotes - Intransparent
Meine Erfahrung mit dem Vertragsabschluss für Noa Notes war äußerst enttäuschend. In einem telefonischen Beratungsgespräch ging ich davon aus, die Software zunächst unverbindlich testen zu können. Tatsächlich erhielt ich kurz darauf eine Rechnung und stellte erst anschließend fest, dass meine elektronische Unterschrift als sofortiger Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages gewertet wurde.
Mir war bei der Unterzeichnung nicht hinreichend deutlich, dass ich damit unmittelbar eine Zahlungspflicht auslöste. Eine ausdrücklich ausgewiesene Testphase enthielt das Dokument nicht. Besonders irritierend war, dass mir zunächst sogar mitgeteilt wurde, es bestehe eine nicht kündbare Jahresbindung. Erst nach meinem schriftlichen Widerspruch und der Prüfung der Unterlagen räumte Jameda ein, dass tatsächlich nur eine monatliche Laufzeit vereinbart war.
Meine Anfechtung wurde zurückgewiesen, weil ich die mündliche Zusage einer Testphase nicht nachweisen könne. Jameda gewährte schließlich aus Kulanz einen nahezu kostenfreien ersten Monat; einen weiteren Monat muss ich trotz sofortiger Beanstandung bezahlen.
Ich empfinde diese Art des Vertragsabschlusses als intransparent und irreführend. Gerade bei telefonischer Beratung muss unmissverständlich erklärt werden, dass mit der elektronischen Unterschrift sofort ein kostenpflichtiger Vertrag zustande kommt. Wenn ein Kunde dies erst durch den Erhalt einer Rechnung erkennt, besteht aus meiner Sicht dringender Überprüfungsbedarf hinsichtlich der Vertriebspraxis.
Ein anderer Anbieter für psychotherapeutische Dokumentationssoftware zeigt, wie es transparent geht: ausdrücklich bestätigte Testphase, automatische Deaktivierung nach deren Ablauf und kostenpflichtige Freischaltung erst nach einer erneuten bewussten Zustimmung.
Noa Notes mag technisch funktionieren. Mein Vertrauen in den Anbieter wurde durch dieses Vorgehen jedoch nachhaltig beschädigt.
Antwort von Jameda GmbH