Zustellung an einen nicht hinterlegten “Wunschort“
Ich erhielt eine Mitteilung, dass mein Paket an meinen “Wunschort“ zugestellt worden sei. Allerdings habe ich weder einen Wunschort hinterlegt, noch ein Paket erhalten (mein Hauseingang ist für jeden Vorübergehenden frei zugänglich, mein erwartetes Paket war ein Elektrogerät im Wert von rd. 600 €. Zum Glück stellte sich später heraus, dass meine Mutter das Paket mitnahm, nachdem sie es hinter der Mülltonne liegen sah, sonst wäre es wegen des Regens sicher beschädigt oder weg gewesen). Meine beiden Kontakte über die Telefonhotline waren mehr als ungenügend. Insbesondere beim zweiten Kontakt, bei dem ich versuchte mitzuteilen, dass mein Paket mich zwischenzeitlich zwar erreicht hat, ich aber dennoch eine Erklärung und Lösung für das bloße Ablegen wünsche. Mein Gespächspartner war unbedingt bemüht, sein Erlerntes aus der Grundlagenschulung Beschwerdemanagement an mir zu testen. Fast schon witzig war, dass ich mehrfach versuchte, den “neuen“ Sachstand zu erklären, er mich aber leider immer unterbrach, um mir zu sagen, dass meine Beschwerde schon aufgenommen sei; bei einem weiteren Versuch, mein Anliegen am Stück fertig zu formulieren, bat er mich, ihn nicht zu unterbrechen. Vielleicht lohnt es sich seitens der DHL, etwas Geld in die Hand zu nehmen und gleich noch ein Deeskalationsseminar dranzuhängen. Denn richtig sauer macht mich erst die Erkenntnis, dass ich es wesentlich leichter gehabt hätte, mit einer Computerstimme zu sprechen. Auch nett war die Aussage, er sei nicht für Beschwerden zuständig; irritierend, wenn man vorab durchs “Telefonprogramm“ geführt wurde und “Reklamation“ als Anliegensgrund nennt.
11. November 2018
Bewertung ohne vorherige Einladung