Antichristliche Hetze im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit tiefem Entsetzen habe ich Ihren Videokommentar über christliche Fußballspieler gesehen. Was Sie dort im Rahmen einer staatlich finanzierten Nachrichtensendung verbreiten, ist nicht nur journalistisch fragwürdig – es ist ein Fall eklatanter christenfeindlicher Agitation. Ja, ich sage bewusst: Hetze.
Sie „warnen“ in diesem Beitrag ernsthaft vor Fußballspielern, die nach einem Tor beten, das Kreuzzeichen machen oder ein T-Shirt mit der Aufschrift „I belong to Jesus“ tragen. Sie kritisieren sie dafür, dass sie „missionieren“ und ein „ultrakonservatives Weltbild“ vertreten – und äußern allen Ernstes, dass es problematisch sei, wenn solche Menschen Kindern in der Schule begegnen. Was soll das bitte heißen? Dass Christen keinen Kontakt zu Kindern haben sollten, weil sie vom Glauben reden könnten?
Mission ist kein Verbrechen – sondern fester Bestandteil der christlichen Religion und durch unser Grundgesetz geschützt. Christlicher Glaube ist nicht extremistisch, sondern geprägt von Friedfertigkeit, Demut, Nächstenliebe. Und selbst wenn ein gläubiger Mensch ein konservatives Weltbild vertritt: Haben Sie je in die Bibel geschaut? Sie ist von Natur aus traditionsorientiert – das macht sie nicht gefährlich, sondern klar.
Dass Sie zur Untermauerung Ihrer Vorwürfe auch noch den DFB kontaktieren, um das Verhalten dieser Spieler infrage zu stellen, offenbart, wie sehr Sie ins ideologische Fahrwasser abgedriftet sind. Der DFB reagierte besonnen und erinnerte an Meinungs- und Religionsfreiheit – aber allein die Tatsache, dass Sie überhaupt die „Gefahr“ solcher Christen thematisieren, ist alarmierend.
Hinzu kommt die absurde Berufung auf „Expertinnen und Experten“, deren Identität Sie nicht einmal nennen. Wer sind diese Leute? Theologen? Religionskritiker? Aktivisten? Kommunisten? Linksextreme? Oder schlicht erklärte Christenhasser? Ohne Namen, ohne Qualifikation, ohne jeden Nachweis lassen Sie sie anonym christliche Gläubige pauschal unter Verdacht stellen. Das ist keine Berichterstattung mehr – das ist Propaganda.
Und man stelle sich vor, derselbe Beitrag wäre über Muslime erschienen – mit der Warnung vor betenden Spielern, die „Allah danken“ oder religiöse Sprüche auf ihren Trikots tragen. Ihre Redaktion wäre bereits in Sondersendungen wegen „Islamophobie“, „Rassismus“ und „kultureller Intoleranz“ zerrissen worden. Aber gegen Christen darf man in diesem Land scheinbar alles sagen. Und zwar bei voller Gebührenfinanzierung.
Christen sind die weltweit am stärksten verfolgte Glaubensgruppe – auch in Europa. Kirchen werden regelmäßig geschändet, beschmiert, geplündert, sogar angezündet. Gläubige werden verspottet, angefeindet, körperlich angegriffen. Und was tut der öffentlich-rechtliche Rundfunk? Er gießt Öl ins Feuer, indem er gläubige Christen als Bedrohung darstellt. Ihr Beitrag ist nicht nur respektlos, sondern bewegt sich gefährlich nahe an der Grenze zur Volksverhetzung, denn Sie greifen eine klar benennbare Gruppe wegen ihres religiösen Bekenntnisses öffentlich an.
Was Sie da betrieben haben, nennt man Christianophobie – oder eben ganz schlicht: Christenhetze. Und das hat in einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft, die auf Meinungs- und Religionsfreiheit baut, keinen Platz. Wenn öffentlich-rechtlicher Rundfunk zum Sprachrohr für religiöse Ausgrenzung wird, ist eine rote Linie überschritten. Dann stellt sich zu Recht die Frage, ob dieser Rundfunk noch seinem gesetzlichen Auftrag gerecht wird – oder ob er sich selbst abschafft.
Ich fordere Sie zur sofortigen öffentlichen Entschuldigung auf – sowohl gegenüber den betroffenen Spielern als auch gegenüber allen Christen in diesem Land. Und ich fordere den Rundfunkrat auf, diesen Vorgang disziplinarisch zu prüfen. In einem freiheitlichen Rechtsstaat darf die freie Religionsausübung nicht zur Zielscheibe politisierter Medien werden.
4. Juni 2025
Bewertung ohne vorherige Einladung