Beiersdorf Aktiengesellschaft Hamburg
Zweiphasiqe kosmetische oder dermatoloqische Zubereitungen
Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische und/oder dermatologische Zubereitungen aus zwei bei Raumtemperatur flüssigen Phasen, deren Lipidphase in Form von Tröpfchen, die einen mittleren Durchmesser von 1 bis 5 mm und eine Tröpfchengröße zwischen 0,1 und 10 mm aufweisen, in einer wässrigen Phase vorliegt.
Der Wunsch, schön und attraktiv auszusehen, ist von Natur aus im Menschen verwurzelt. Auch wenn das Schönheitsideal im Laufe der Zeit Wandlungen erfahren hat, so ist das Streben nach einem makellosen Äußeren immer das Ziel der Menschen gewesen, da ein sympathisches Erscheinungsbild ihr Selbstwertgefühl und die Anziehungskraft auf ihre Mitmenschen erhöht. Einen wesentlichen Anteil an einem schönen und attraktiven Äußeren hat dabei der Zustand und das Aussehen der Haut.
Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Unter ihren vielen Funktionen (beispielsweise zur Wärmeregulation und als Sinnesorgan) ist die Barrierefunktion, die das Austrocknen der Haut (und damit letztlich des gesamten Organismus) verhindert, die wohl wichtigste. Gleichzeitig wirkt die Haut als Schutzeinrichtung gegen das Eindringen und die Aufnahme von außen kommender Stoffe. Bewirkt wird diese Barrierefunktion durch die Epidermis, welche als äußerste Schicht die eigentliche Schutzhülle gegenüber der Umwelt bildet. Mit etwa einem Zehntel der Gesamtdicke ist sie gleichzeitig die dünnste Schicht der Haut.
Damit die Haut ihre biologischen Funktionen im vollen Umfang erfüllen kann, bedarf sie der regelmäßigen Reinigung und Pflege sowie dem Schutz vor UV-Strahlung. Die Reinigung der Haut dient dabei der Entfernung von Schmutz, Schweiß und Resten abgestorbener Hautpartikel, die einen idealen Nährboden für Krankheitserreger und Parasiten aller Art bilden. Hautpflegeprodukte, in der Regel Cremes, Salben oder Lotionen, dienen meist der Befeuchtung und Rückfettung der Haut. Häufig sind ihnen Wirkstoffe zugesetzt, welche die Haut regenerieren und beispielsweise ihre vorzeitige
Alterung (z.B. das Entstehen von Fältchen, Falten) verhindern und vermindern sollen. Zum Schutz vor der schädlichen UV-Strahlung des Sonnenlichtes sind vielen kosmetischen und dermatologischen Hautpflegeprodukten UV-Lichtschutzfilter zugesetzt. Auch werden spezielle Sonnenschutzprodukte, deren primäre Aufgabe der Schutz vor UV-Strahung ist, in einer großen Produktvielfalt angeboten.
Kosmetische und/oder dermatologische Formulierungen stellen in der Regel äußerlich einheitliche, homogene Zubereitungen dar. Diese werden jedoch von den Verbrauchern zunehmend als eintönig und langweilig empfunden. Die Möglichkeiten, diese Zubereitungen optisch attraktiver zu gestalten sind allerdings begrenzt. In zunehmendem Maße sind die Verbraucher auch der Flut direkt applizierbarer Fertigprodukte überdrüssig und von dem Wunsch beseelt, sich die kosmetischen Formulierungen selbst zuzubereiten um sich anschließend „etwas Gutes" zu tun. Um diesem neuartigen Tatendrang der Verbraucher entgegen zu kommen, werden zunehmend zweiphasige kosmetische Zubereitungen angeboten, die der Kunde durch einfaches Schütteln in eine homogene Emulsion überführen und anschließend anwenden kann. Um den Kunden die Freude am „selber mixen" vor jeder Anwendung zu ermöglichen, muss sich die homogene Emulsion allerdings in angemessener Zeit wieder entmischen. Nur so kann dem Spieltrieb der Verbraucher entsprochen und die Freude an der Anwendung gewährleistet werden. Nicht zuletzt ermöglichen die zweiphasigen Produkte völlig neuartige optische Gestaltungsmöglichkeiten.
Nach heutigem Stand der Technik lassen sich nur transparente zweiphasige kosmetische und/oder dermatologische Systeme auf Basis jeweils einer lipophilen und einer wässrigen Phase formulieren, bei denen beide Phasen in Form zweier Flüssigkeiten direkt übereinander geschichtet vorliegen. Durch Schütteln lassen sich diese beiden Phasen für eine begrenzte Zeit homogenisieren, doch erfolgt der Entmischungsprozess in einer Ruhephase nach dem Schütteln entweder zu schnell (in Sekunden) oder zu langsam (in Stunden oder Tagen). Zur Einstellung einer akzeptablen Entmischungsgeschwindigkeit sowie zur Erleichterung der Homogenisierung werden diesen Produkten zur Zeit Emulgatoren zugesetzt.
An sich ist die Verwendung von Emulgatoren in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen unbedenklich. Dennoch können Emulgatoren, wie letztlich jede chemische
Substanz, im Einzelfalle allergische oder auf Überempfindlichkeit des Anwenders beruhende Reaktionen hervorrufen. Als unerwünschte Nebenwirkungen können bei empfindlichen Personen beispielsweise Hautreizungen auftreten. Deshalb sollte ihre Konzentration in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen möglichst niedrig gehalten oder gänzlich vermieden werden.
Eine optisch besonders interessante Gestaltungsform bieten frei in der Zubereitung schwebende gefärbte Kügelchen und Luftblasen. Insbesondere letztere erwecken beim Verbraucher den Eindruck von prickelnder Frische, wie er auch von kohlensäurehaltigem Mineralwasser her bekannt ist. Leider lassen sich nach dem bisherigen Stande der Technik derartige Effekte nur bei viskosen Gelen einarbeiten, wo sie sich beim Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Die Einarbeitung in niedrigviskose „wässrige" Zubereitungen ist nach dem Stande der Technik nicht oder nur unzureichend möglich.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Mängel des Standes der Technik zu beiseitigen oder zumindest zu lindern und zweiphasige kosmetische und/oder dermatologische Zubereitungen zu entwickeln, die sich durch Schütteln homogenisieren lassen, wobei sich die homogene Mischung in einer angemessenen Zeit einer Ruhephase wieder entmischen sollte. Ferner sollte die Zubereitung frei von Emulgatoren sein und nach Möglichkeit neue optisch attraktive Effekte ermöglichen.
Überraschend gelöst wird die Aufgabe durch eine kosmetische und/oder dermatologische Zubereitung aus zwei bei Raumtemperatur flüssigen Phasen, deren Lipidphase in Form von Tröpfchen, die einen mittleren Durchmesser von 1 bis 5 mm und eine Tröpfchengröße zwischen 0,1 und 10 mm aufweisen in einer wässrigen Phase vorliegt, dadurch gekennzeichnet dass a) deren Lipidphase eine Grenzflächenspannung von 30 mN/m oder größer als 30 mN/m aufweist, b) sie Oxide und/oder Silikate von zweifach und/oder dreifach positiv geladenen Metallionen in einer Menge von 0,01 bis 5 Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung enthält, c) deren wässrige Phase eine Gesamtmenge an einem oder mehreren Alkoholen von 25 bis 55 Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung enthält und
d) deren Dichteunterschied zwischen wässriger Phase und Lipidphase von 0,88:1 bis 1:1 ,25 beträgt.
Die erfindungsgemäße Zubereitung erinnert in ihrem Aussehen an feinkörnigen Fisch- oder Froschlaich in Wasser. Beide Phasen der erfindungsgemäßen Zubereitung lassen sich durch ein kurzes, kräftiges Schütteln homogenisieren, wobei die homogenisierte Zubereitung nach einer Ruhephase von 3 bis 50 Minuten wieder in den zweiphasigen Ausgangszustand zurückkehrt. Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zubereitung kehren in einem Zeitraum von 5 bis 30 Minuten Ruhephase wieder in ihren Ausgangszustand zurück.
Es ist erfindungsgemäß besonders vorteilhaft, wenn das Verhältnis von wässriger Phase zu Lipidphase von 1:2 bis 2:1 und besonders bevorzugt 1 :1 beträgt.
Auch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn das Verhältnis von Wasser zur Gesamtmenge an Alkohol in der wässrigen Phase von 1:2,5 bis 1:10 und besonders bevorzugt von 1 :5 bis 1 :7,5 beträgt.
Die wässrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitung enthält ein oder mehrere Alkohole. Erfindungsgemäß bevorzugt werden dabei Alkohole, die bei Raumtemperatur (20 °C) flüssig sind. In der Regel handelt es sich dabei um Alkohole mit einer Anzahl von Kohlenstoffen von bis zu 7 Kohlenstoffatomen. Erfindungsgemäß vorteilhafte Alkohole sind beispielsweise Ethanol, 1-Propanol und Isopropanol. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist Ethanol. -
Die wässrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitung kann neben Wasser und Alkohol erfindungsgemäß auch andere Inhaltsstoffe enthalten, beispielsweise Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Propylenglykol, 1 ,2-Propandi- ol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethy- lenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte. So ist es beispielsweise erfindungsgemäß besonders vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße Zubereitung Glycerin in einer Konzentration von 0,01 bis 5,0 Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht der "Zubereitung enthält.
Die erfindungsgemäße Lipidphase wird vorteilhaft aus unpolaren lipophilen Komponenten aufgebaut. Als Grenze, oberhalb derer eine Lipidphase als "unpolar" gilt, wird erfindungsgemäß 30 mN/m angesehen.
Als erfindungsgemäß besonders vorteilhafte unpolare Komponenten haben sich folgende, bei Raumtemperatur, flüssige unpolare Lipide erwiesen: verzweigte und unverzweigte Kohlenwassersoffe und -wachse, insbesondere Mineralöle, Paraffinöl, Cycloparaffin, Squalan und Squalen, Polyolefine, Polyisobutene, z.B. hydrogenierte Polyisobutene, Isohexadecan, Polydecene, nicht ethoxylierte bzw. propopoxylierte Ether (Caprylylether / Cetiol OE), Carbonate (Cetiol CC, Dicaprylylcarbonat) sowie Silikonöle (Dimethicone, Cylomethicone, Dimethiconol).
Es ist erfindungsgemäß möglich und gegebenenfalls vorteilhaft, einen gewissen Anteil polarer Lipide, also solcher Lipide die eine Polarität von kleiner als 20 mN/m aufweisen, der Lipidphase zuzusetzen. Keinesfalls sollte der Anteil dieser polaren Lipide jedoch 25 Gew.-% übersteigen. Er beträgt bevorzugt weniger als 15 Gew.-% und soll im Idealfalle nicht mehr als < 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtlipidphase, betragen.
So können erfindungsgemäß Lipide vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der polaren Öle, beispielsweise aus der Gruppe der Lecithine und der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen öle, wie z. B. Cocoglycerid, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Rizinusöl, Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Distelöl, Nachtkerzenöl, Macadamia- nußöl und dergleichen mehr.
Erfindungsgemäß vorteilhaft sind ferner z. B. natürliche Wachse tierischen und pflanzlichen Ursprungs, wie beispielsweise Bienenwachs und andere Insektenwachse sowie Beerenwachs, Sheabutter und/oder Lanolin (Wollwachs). Auch Vasiline kann erfindungsgemäß vorteilhaft eingesetzt werden.
Weitere vorteilhafte polare Ölkomponenten können im Sinne der vorliegenden Erfindung ferner gewählt werden aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen sowie aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Octylpalmitat, Octylco- coat, Octylisostearat, Octyldodeceylmyristat, Octyldodekanol, Cetearylisononanoat, Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstearat, n- Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethyl- hexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Stearyl- heptanoat, Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat, Tridecylstearat, Tridecyltri- mellitat, sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, wie z. B. Jojobaöl.
Ferner kann die Lipidphase vorteilhaft Verbindungen aus der Gruppe der Dialkylether und Dialkylcarbonate enthalten. Erfindungsgemäß vorteilhaft sind z. B. Dicaprylylether (Cetiol OE) und/oder Dicaprylylcarbonat, beispielsweise das unter der Handelsbezeichnung Cetiol CC bei der Fa. Cognis erhältliche.
Es ist ferner bevorzugt, das oder die ölkomponenten aus der Gruppe Isoeikosan, Neo- pentylglykoldiheptanoat, Propylenglykoldicaprylat/dicaprat, Caprylic/Capric/Diglyceryl- succinat, Butylenglykol Dicaprylat/Dicaprat, Cocoglyceride (z. B. Myritol® 331 von Henkel), C12.13-Alkyllactat, Di-C12.13-Alkyltartrat, Triisostearin, Dipentaerythrityl Hexa- caprylat/Hexacaprat, Propylenglykolmonoisostearat, Tricaprylin, Dimethylisosorbid. Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Lipidphase der erfindungsgemäßen Formulierungen einen Gehalt an C12.15-Alkylbenzoat aufweist.
Vorteilhafte Ölkomponenten sind ferner z. B. Butyloctylsalicylat (beispielsweise das unter der Handelsbezeichnung Hallbrite BHB bei der Fa. CP Hall erhältliche), Hexadecylben- zoat und Butyloctylbenzoat und Gemische davon (Hallstar AB) und/oder Diethylhexyl- naphthalat (CorapanΘTQ von Haarmann & Reimer).
Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen.
Vorteilhaft kann die Lipidphase ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus solchen ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Lipidphasenkomponenten zu verwenden.
Silikonöle sind hochmolekulare synthetische polymere Verbindungen, in denen Silicium- Atome über Sauerstoff-Atome ketten- und/oder netzartig verknüpft und die restlichen Valenzen des Siliciums durch Kohlenwasserstoff-Reste (meist Methyl-, seltener Ethyl-, Propyl-, Phenyl-Gruppen u. a.) abgesättigt sind. Systematisch werden die Silikonöle als Polyorganosiloxane bezeichnet. Die methylsubstituierten Polyorganosiloxane, welche die mengenmäßig bedeutendsten Verbindungen dieser Gruppe darstellen und sich durch die folgende Strukturformel auszeichnen
werden auch als Polydimethylsiloxan bzw. Dimethicon (INCI) bezeichnet. Dimethicone gibt es in verschiedenen Kettenlängen bzw. mit verschiedenen Molekulargewichten.
Besonders vorteilhafte Polyorganosiloxane im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Dimethylpolysiloxane [Poly(dimethylsiloxan)], welche beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Abil 10 bis 10 000 bei Th. Goldschmidt erhältlich sind. Ferner vorteilhaft sind Phenylmethylpolysiloxane (INCI: Phenyl Dimethicone, Phenyl Tri- methicone), cyclische Silikone (Octamethylcyclotetrasiloxan bzw. Decamethylcyclopenta- siloxan), welche nach INCI auch als Cyclomethicone bezeichnet werden, aminomodifi- zierte Silikone (INCI: Amodimethicone) und Silikonwachse, z. B. Polysiloxan-Polyalkylen- Copolymere (INCI: Stearyl Dimethicone und Cetyl Dimethicone) und Dialkoxydimethyl- polysiloxane (Stearoxy Dimethicone und Behenoxy Stearyl Dimethicone), welche als ver- schiedene Abil-Wax-Typen bei Th. Goldschmidt erhältlich sind. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise
Cetyldimethicon, Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsilo- xan).
Erfindungsgemäß läßt sich die Größe der Tröpfchen der Lipidphase durch die Menge an Lipidphase im Verhältnis zur wässrigen Phase einstellen, wobei der mittlere Durchmesser der Tröpfchen mit zunehmender Lipidmenge zunimmt.
Erfindungsgemäß läßt sich auch die Lage der Lipidphase im Ruhezustand der Zubereitung als auf der Zubereitung schwimmend, in der Zubereitung schwimmend oder am Boden der Zubereitung liegend, durch das Verhältnis der Dichten der wässrigen und der Lipidphase zueinander einstellen, wobei sich das Dichteverhältnis der beiden Phasen zueinander durch den Alkoholgehalt der wässrigen Phase regulieren läßt.
Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn als Oxide und/oder Silikate von zweifach und/oder dreifach positiv geladenen Metallionen Talkum eingesetzt wird.
Die erfindungsgemäße kosmetische und/oder dermatologische Zubereitung kann erfindungsgemäß vorteilhaft weitere kosmetische und/oder dermatologische Wirk-, Hilfsund Zusatzstoffe enthalten.
So ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die* erfindungsgemäße kosmetische und/oder dermatologische Zubereitung Alkali- und/oder Erdalkalisalze organischer und/oder anorganischer Säuren in einer Konzentration von 0,01 bis 1 Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung enthält. Erfindungsgemäß vorteilhaft ist beispielsweise der Einsatz von Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Zinksulfat und ganz besonders bevorzugt Natriumchlorid.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können UV-A-, UV-B- und/oder Breitbandfiltersubstanzen enthalten. Die Formulierungen können, obgleich nicht. notwendig, gegebenenfalls auch ein oder mehrere organische und/oder anorganische Pigmente als UV-Filtersubstanzen enthalten, welche in der Wasser- und/oder der Ölphase vorliegen können.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können ferner vorteilhaft auch in Form von sogenannten ölfreien kosmetischen oder dermatologischen Emulsionen vorliegen, welche eine Wasserphase und mindestens eine bei Raumtemperatur flüssige UV-Filtersubstanz als weitere Phase enthalten. '
Besonders vorteilhafte bei Raumtemperatur flüssige UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Homomenthylsalicylat (INCI: Homosalate), 2-Ethylhexyl-2- cyano-3,3-diphenylacrylat (INCI: Octocrylene), 2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat (2-EthyI- hexylsalicylat, Octylsalicylat, INCI: Octyl Salicylate) und Ester der Zimtsäure, vorzugs- weise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester (2-Ethylhexyl-4-methoxycinnamat, INCI: Octyl Methoxycinnamate) und 4-Methoxyzimtsäureisopentylester (lsopentyl-4-methoxy- cinnamat, INCI: Isoamyl p-Methoxycinnamate).
Bevorzugte anorganische Pigmente sind Metalloxide und/oder andere in Wasser schwer- lösliche oder unlösliche Metallverbindungen, insbesondere Oxide des Titans (TiO2), Zinks (ZnO), Eisens (z. B. Fe2O3), Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z. B. MnO), Aluminiums (AI2O3), Cers (z. B. Ce2O3), Mischoxide der entsprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden sowie das Sulfat des Bariums (BaSO4).
Die Pigmente können vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung auch in Form kommerziell erhältlicher öliger oder wäßriger Vordispersionen zur Anwendung kommen. Diesen Vordispersionen können vorteilhaft Dispergierhilfsmittel und/oder Solubilisations- vermittler zugesetzt sein.
Die Pigmente können erfindungsgemäß vorteilhaft oberflächlich behandelt („gecoatet") sein, wobei beispielsweise ein hydrophiler, amphiphiler oder hydrophober Charakter gebildet werden bzw. erhalten bleiben soll. Diese Oberflächenbehandlung kann darin bestehen, daß die Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen hydrophilen und/oder hydrophoben anorganischen und/oder organischen Schicht versehen werden. Die verschiedenen Oberflächenbeschichtungen können im Sinne der vorliegenden Erfindung auch Wasser enthalten.
Anorganische Oberflächenbeschichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus Aluminiumoxid (AI2O3), Aluminiumhydroxid AI(OH)3, bzw. Aluminiumoxid-
hydrat (auch: Alumina, CAS-Nr.: 1333-84-2), Natriumhexametaphosphat (NaPO3)6, Natriummetaphosphat (NaPO3)n, Siiiciumdioxid (SiO2) (auch: Silica, CAS-Nr.: 7631-86-9), oder Eisenoxid. (Fe2O3). Diese anorganischen Oberflächenbeschichtungen können allein, in Kombination und/oder in Kombination mit organischen Beschichtungsmaterialien vor- kommen.
Organische Oberflächenbeschichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus pflanzlichem. oder tierischem Aluminiumstearat, pflanzlicher oder tierischer Stearinsäure, Laurinsäure, Dimethylpolysiloxan (auch: Dimethicone), Methylpolysiloxan (Methicone), Simethicone (einem Gemisch aus Dimethylpolysiloxan mit einer durchschnittlichen Kettenlänge von 200 bis 350 Dimethylsiloxan-Einheiten und Silicagel) oder Alginsäure. Diese organischen Oberflächenbeschichtungen können allein, in Kombination und/oder in Kombination mit anorganischen Beschichtungsmaterialien vorkommen.
Erfindungsgemäß geeignete Zinkoxidpartikel und Vordispersionen von Zinkoxidpartikeln sind unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen erhältlich:
Geeignete Titandioxidpartikel und Vordispersionen von Titandioxidpartikeln sind unter folgenden Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen erhältlich:
Vorteilhafte UV-A-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind unter anderem Dibenzoylmethanderivate, insbesondere das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydiben- zoylmethan (CAS-Nr. 70356-09-1), welches von Givaudan unter der Marke Parsol® 1789 und von Merck unter der Handelsbezeichnung Eusolex® 9020 verkauft wird.
Vorteilhafte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind sulfonierte, wasserlösliche UV-Filter, wie z. B.:
• Phenylen-1 ,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und ihre Salze, beson- ders die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salze, insbesondere das Phenylen-1 ,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natri- umsalz mit der INCI-Bezeichnung Bisimidazylate (CAS-Nr.: 180898-37-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Neo Heliopan AP bei Haarmann & Reimer erhältlich ist; • Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Tri- ethanolammonium-Salz sowie die Sulfonsäure selbst mit der INCI Bezeichnung Phe- nylbenzimidazole Sulfonsäure (CAS.-Nr. 27503-81-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Eusolex 232 bei Merck oder unter Neo Heliopan Hydro bei Haarmann & Reimer erhältlich ist; • 1 ,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bomylidenmethyl)-Benzol (auch: 3,3'-(1,4-Phenylendimethy- lene)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-[2.2.1]hept-1-ylmethan Sulfonsäure) und dessen Salze (besonders die entprechenden 10-Sulfato-verbindungen, insbesondere das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz), das auch als Benzol-1 ,4-di(2-oxo-3-bomylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet wird. Benzol-1 ,4- di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) hat die INCI-Bezeichnung Terephtali- dene Dicampher Sulfonsäure (CAS.-Nr.: 90457-82-2) und ist beispielsweise unter dem Handelsnamen Mexoryl SX von der Fa. Chimex erhältlich;
• Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornyliden- methyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bomylidenmethyl)sulfonsäure und deren Salze.
Vorteilhafte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner sogenannte Breitbandfilter, d.h. Filtersubstanzen, die sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung absorbieren.
Vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner das 2-(2H-ben- zotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1 ,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyi)oxy]disiloxa- nyl]propyl]-phenol (CAS-Nr.: 155633-54-8) mit der INCI-Bezeichnung Drometrizole Trisi- loxane, welches unter der Handelsbezeichnung Mexoryl® XL bei der Fa. Chimex erhältlich ist.
Die weiteren UV-Filtersubstanzen können öllöslich oder wasserlöslich sein.
Vorteilhafte öllösliche UV-B- und/oder Breitband-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind z. B.: ■ 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3- Benzylidencampher;
■ 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2- ethylhexyl)ester, 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
■ Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2- Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon
■ sowie an Polymere gebundene UV-Filter.
■ 3-(4-(2,2-bis Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)-methoxysiloxan/Dimethylsiloxan - Copolymer welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Parsol® SLX bei Hoffmann La Röche erhältlich ist.
Vorteilhafte wasserlösliche Filtersubstanzen sind z. B.:
Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bomylidenme- thyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bomylidenmethyl)sulfonsäure und deren
Salze.
Eine weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende Lichtschutzfiltersubstanz ist das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (Octocrylen), welches von BASF unter der Bezeichnung Uvinul® N 539 erhältlich ist.
Vorteilhafte Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung, die sich durch einen hohen bzw. sehr hohen UV-A- und/oder UV-B-Schutz auszeichnen, enthalten neben der oder den erfindungsgemäßen Filtersubstanzen bevorzugt ferner weitere UV-A- und/oder Breitbandfilter, insbesondere Dibenzoylmethanderivate [beispielsweise das 4-(tert.-Butyl)- 4'-methoxydibenzoylmethan], Phenyien-1 ,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfon- säure und/oder ihre Salze, das 1 ,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bomylidenmethyl)-Benzol und/oder dessen Salze, jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander.
Eine weitere Gruppe erfindungsgemäß vorteilhafter UV-Filtersubstanzen stellen die Hydroxybenzophenone dar. Ein besonders vorteilhaftes Hydroxybenzophenon im Sinne der vorliegenden Erfindung ist der 2-(4'-(Diethylamino)-2'-hydoxybenzoyl)- benzoesäurehexylester.
Als erfindungsgemäß vorteilhafte UV-Filter aus der Reihe der Triazine kommen unter anderem in Frage das symmetrisch substituierte 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)- tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester), synonym: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1 '- hexyloxy)]-1 ,3,5-triazin. [ UVINUL T 150 (BASF)]. Ferner können unsymmetrisch substituierte s-Triazinderivate verwendet werden, beispielsweise solche, wie sie in der EP-A- 570 838 und der EP-A-775 698 beschrieben werden.
Erfindungsgemäß vorteilhaft sind beispielsweise das Diethylhexylbutylamidotriazon [INCI: Diethylhexyl Butamido Triazone z.B. UVASORB HEB (Sigma 3V)], das 2,4-Bis-{[4-(2- ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin [INCI: Bis-
Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazin oder auch Aniso Triazin, Tinosorb® S (CIBA- Chemikalien GmbH)], das 2,4-Bis-{[4-(3-sulfonato)-2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy]- phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin Natriumsalz, das 2,4-Bis-{[4-(3-(2-propyloxy)- 2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis- {[4-(2-ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-[4-(2-methoxyethyl-carboxyl)-phenyiamino]- 1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-(3-(2-propyloxy)-2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6- [4-(ethylcarboxyl)-phenylamino]-1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-(2-ethyl-hexyloxy)-2- hydroxy]-phenyl}-6-(1-methyl-pyrrol-2-yl)-1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-tris(trimethylsiloxy- silylpropyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin,
sowie das 2,4-Bis-{[4-(2-methylpropenyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)- 1,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-(r,1M',3',5',5',5,-Heptamethylsiloxy-2-methyl-propyloxy)-2- hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin
Vorteilhafte Lichtschutzfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung, die sich durch das Strukturmotiv des Benzotriazols auszeichnen sind unter anderem das 2,2'-Methylen-bis- (6-(2H-benzotriazoi-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol) [Tinosorb M (Ciba)], das 2,2'-Methyl-bis-[6(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(methyl)phenol]' (MIXXIM BB/200 der Firma Fairmount Chemical), 2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-t-amylphenyl)benzotriazol (CAS-Nr.: 025973- 551), 2-(2'-Hydroxy-5'-octylphenyl)-benzotriazol (CAS-Nr.: 003147-75-9) oder 2-(2'- Hydroxy-5'methylphenyl)benzotriazol (CAS-Nr.: 2440-22-4) sowie das 2-(2H-benzotri- azol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3- [1 ,3,3,3 -tetramethyl-1 -[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]- propyl]-phenol (CAS-Nr.: 155633-54-8) [Mexoryl XL (Chimex) mit der INCI-Bezeichnung Drometrizole Trisiloxane].
Die Liste der genannten UV-Filter, die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
Vorteilhaft enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen die Substanzen, die UV- Strahlung im UV-A- und/oder UV-B-Bereich absorbieren, in einer Gesamtmenge von z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 15,0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen.
Ferner, kann es gegebenenfalls von Vorteil sein, Filmbildner in die erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen einzuarbeiten, beispielsweise um die Wasserfestigkeit der Zubereitungen zu verbessern oder die UV-Schutzleistung zu erhöhen (UV-A- und/oder UV-B-Boosting). Geeignet sind sowohl wasserlösliche bzw. dispergierbare als auch fettlösliche Filmbildner, jeweils einzeln oder in Kombination miteinander.
Vorteilhafte wasserlöslich bzw. dispergierbare Filmbildner sind z. B. Polyurethane (z. B. die Avalure® -Typen von Goodrich), Dimethicone Copolyol Polyacrylate (Silsoft Surface®
von der Witco Organo Silicones Group), PVP/VA (VA = Vinylacetat) Copolymer (Luviscol VA 64 Powder der BASF) etc.
Vorteilhafte fettlösliche Filmbildner sind z. B., die Filmbildner aus der Gruppe der Polymere auf Basis von Polyvinylpyrrolidon (PVP)
Besonders bevorzugt sind Copolymere des Polyvinylpyrrolidons, beispielsweise das PVP Hexadecen Copolymer und das PVP Eicosen Copolymer, welche unter den Handelsbezeichnungen Antaron V216 und Antaron V220 bei der GAF Chemicals Cooperation er- hältlich sind, sowie das Tricontayl PVP und dergleichen mehr.
Ferner ist es erfindungsgemäß von Vorteil, wenn in den erfindungsgemäßen Zubereitungen Verdicker eingesetzt werden. Diese können beispielsweise vorteilhaft aus der Gruppe der Gummen gewählt werden.
Zu den Gummen zählt man Pflanzen- oder Baumsäfte, die an der Luft erhärten und Harze bilden oder Extrakte aus Wasserpflanzen. Aus dieser Gruppe können vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung gewählt werden beispielsweise Gummi Arabicum, Johannisbrotmehl, Tragacanth, Karaya, Guar Gummi, Pektin, Gellan Gummi, Carrageen, Agar, Algine, Chondrus, Xanthan Gummi.
Weiterhin vorteilhaft ist die Verwendung von derivatisierten Gummen wie z.B. Hydroxy- propyl Guar (Jaguar® HP 8).
Unter den Polysacchariden und -derivaten befinden sich z.B. Hyaluronsäure, Chitin und Chitosan, Chondroitinsulfate, Stärke und Stärkederivate als erfindungsgemäß vorteilhafte Verdicker.
Unter den Cellulosederivaten befinden sich z.B. Methylcellulose, Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose als erfindungsgemäß vorteilhafte Verdicker.
Unter den Schichtsilikaten befinden sich natürlich vorkommende und synthetische Tonerden wie z.B. Montmorillonit, Bentonit, Hektorit, Laponit, Magnesiumaluminiumsilikate wie Veegum®. Diese können als solche oder in modifizierter Form als Verdicker verwendet werden wie z.B. Stearylalkonium Hektorite.
Weiterhin können vorteilhaft auch Kieselsäuregele verwendet werden.
Unter den Polyacrylaten befinden sich z.B. Carbopol Typen der Firma Goodrich (Carbo- pol 980, 981, 1382, 5984, 2984, ETD 2001, ETD 2020, ETD 2050 oder Pemulen TR1 & TR2).
Unter den Polymeren befinden sich z.B. Polyacrylamide (Seppigel 305), Polyvinylalko- hole, PVP, PVP / VA Copolymere, Polyglycole.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen können Farbstoffe und/oder Farbpigmente enthalten. Die Farbstoffe und -pigmente können aus der entsprechenden Positivliste der Kosmetikverordnung bzw. der EG-Liste kosmetischer Färbemittel ausgewählt werden. In den meisten Fällen sind sie mit den für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffen identisch. Vorteilhafte Farbpigmente sind beispielsweise Titandioxid, Glimmer, Eisenoxide (z. B. Fe2O3, Fe3O , FeO(OH)) und/oder Zinnoxid. Vorteilhafte Farbstoffe sind beispielsweise Carmin, Berliner Blau, Chromoxidgrün, Ultramarinblau und/oder Manganviolett. Es ist insbesondere vorteilhaft, die Farbstoffe und/oder Farbpigmente aus der folgenden Liste zu wählen. Die Colour Index Nummern (CIN) sind dem Rowe Colour Index, 3. Auflage, Society of Dyers and Coloun'sts, Bradford, England, 1971 entnommen.
Chemische oder sonstige Bezeichnung CIN Farbe
Pigment Green 10006 grün
Acid Green 1 10020 grün
2,4-Dinitrohydroxynaphthalin-7-sulfosäure 10316 gelb
Pigment Yellow 1 11680 gelb
Pigment Yellow 3 11710 gelb
Pigment Orange 1 11725 orange
2,4-Dihydroxyazobenzol 11920 orange
Solvent Red 3 12010 rot
1 -(2'-Chlor-4'-nitro-1 '-phenylazo)-2-hydroxynaphthalin 12085 rot
Pigment Red 3 12120 rot
Ceresrot; Sudanrot; Fettrot G 12150 rot
Pigment Red 112 12370 rot
Pigment Red 7 12420 rot
Pigment Brown 1 12480 braun
4-(2'-Methoxy-5'-sulfosäurediethylamid-r-phenylazo)-3-hydroxy-5"- 12490 rot chloro-2",4"-αϊmethoxy-2-naphthoesäureanilid
Disperse Yellow 16 12700 gelb
1 -(4-Sulfo-1 -phenylazo)-4-amino-benzol-5-sulfosäure 13015 gelb
2,4-Dihydroxy-azobenzol-4'-sulfosäure 14270 orange
2-(2,4-Dimethylphenylazo-5-sulfosäure)-1-hydroxynaphthalin-4- 14700 rot sulfosäure
2-(4-Sulfo-1 -naphthylazo)-1 -naphthol-4-sulfosäure 14720 rot
2-(6-Sulfo-2,4-xylylazo)-1-naphthoI-5-sulfosäure 14815 rot
1-(4'-Sulfophenylazo)-2-hydroxynaphthalin 15510 orange
1 -(2-Sulfosäure-4-chlor-5-carbonsäure-1 -phenylazo)-2-hydroxy- 15525 rot naphthalin
1-(3-Methyl-phenylazo-4-sulfosäure)-2-hydroxynaphthalin 15580 rot
1-(4',(8')-Sulfosäurenaphthylazo)-2-hydroxynaphthalin 15620 rot
2-Hydroxy-1 ,2'-azonaphthalin-1 '-sulfosäure 15630 rot
3-Hydroxy-4-phenylazo-2-naphthylcarbonsäure 15800 rot
1 -(2-Sulfo-4-methyl-1 -phenylazo)-2-naphthylcarbonsäure 15850 rot
1-(2-Sulfo-4-methyl-5-chlor-1-phenylazo)-2-hydroxy-naphthalin-3- 15865 rot carbonsäure
1 -(2-Sulfo-1 -naphthyIazo)-2-hydroxynaphthalin-3-carbonsäure 15880 rot
1 -(3-Sulfo-1 -phenylazo)-2-naphthol-6-sulfosäure 15980 orange
1 -(4-Sulfo-1 -phenylazo)-2-naphthol-6-sulfosäure 15985 gelb
Allura Red 16035 rot
1 -(4-Sulfo-1 -naphthylazo)-2-naphthol-3,6-disulfosäure 16185 rot
Acid Orange 10 16230 orange
1-(4-Sulfo-1-naphthylazo)-2-naphthol-6,8-disulfosäure 16255 rot
1-(4-Sulfo-1-naphthylazo)~2-naphthol-3,6,8-trisulfosäure 16290 rot
8-Amino-2 -phenylazo- 1 -naphthol-3,6-disulfosäure 17200 rot
Acid Red 1 18050 rot
Acid Red 155 18130 rot
Acid Yellow 121 18690 gelb
Acid Red 180 18736 rot
Acid Yellow 11 18820 gelb
Acid Yellow 17 18965 gelb
4-(4-Sulfo-1-phenylazo)-1-(4-sulfophenyl)-5-hydroxy-pyrazolon-3- 19140 gelb carbonsäure
Pigment Yellow 16 20040 gelb
2,6-(4'-Sulfo-2", 4"-dimethyl)-bis-phenylazo)1,3-dihydroxybenzol 20170 orange
Acid Black 1 20470 schwarz
Pigment Yellow 13 21100 gelb
Pigment Yellow 83 21108 gelb
Solvent Yellow 21230 gelb
Acid Red 163 24790 rot
Acid Red 73 27290 rot
2-[4'-(4"-Sulfo-1 "-phenylazo)-7'-sulfo-1 '-naphthylazo]-1 -hydroxy-7- 27755 schwarz aminonaphthalin-3,6-disulfosäure
4'-[(4"-Sulfo-1"-phenylazo)-7'-sulfo-1'-naphthylazo]-1-hydroxy-8- 28440 schwarz
acetyl-aminonaphthalin-3,5-disulfosäure
Direct Orange 34, 39, 44, 46, 60 40215 orange
Food Yellow 40800 orange trans-ß-Apo-8'-Carotinaldehyd (C30) 40820 orange trans-Apo-8'-Carotinsäure (C30)-ethylester 40825 orange
Canthaxanthin 40850 orange
Acid Blue 1 42045 blau
2,4-Disulfo-5-hydroxy-4'-4"-bis-(diethylamino)triphenyl-carbinol 42051 blau
4-[(-4-N-Ethyl-p-sulfobenzylamino)-phenyl-(4-hydroxy-2-sulfophe- 42053 grün nyl)-(methylen)-1-(N-ethylN-p-sulfobenzyl)-2,5-cyclohexadienimin]
Acid Blue 7 42080 blau
(N-Ethyl-p-sulfobenzyl-amino)-phenyl-(2-sulfophenyI)-methylen-(N- 42090 blau ethyl-N-p-sulfo-benzyl)Δ2,5-cyclohexadienimin
Acid Green 9 42100 grün
Diethyl-di-sulfobenzyl-di-4-amino-2-chlor-di-2-methyl-fuchsonim- 42170 grün monium
Basic Violet 14 42510 violett
Basic Violet 2 42520 violett
2'-Methyl-4'-(N-ethyl-N-m-sulfobenzyl)-amino-4"-(N-diethyl)-amino- 42735 blau
2-methyl-N-ethylN-m-sulfobenzyl-fuchsonimmonium
4'-(N-Dimethyl)-amino-4"-(N-phenyl)-aminonaphtho-N-dimethyl- 44045 blau fuchsonimmonium
2-Hydroxy-3,6-disulfo-4,4'-bis-dimethylaminonaphthofuchsonimmo- 44090 grün nium
Acid Red 52 45100 rot
3-(2'-Methylphenylamino)-6-(2'-methyl-4'-sulfophenylamino)-9-(2"- 45190 violett carboxyphenyl)-xantheniumsalz
Acid Red 50 45220 rot
Phenyl-2-oxyfluoron-2-carbonsäure 45350 gelb
4,5-Dibromfluorescein 45370 orange
2,4,5,7-Tetrabromfluorescein 45380 rot
Solvent Dye 45396 orange
Acid Red 98 45405 rot
S'^'.δ'.θ'-Tetrachlor^^.δJ-tetrabromfluorescein 45410 rot
4,5-Diiodfluorescein 45425 rot
2,4,5,7-Tetraiodfluorescein 45430 rot
Chinophthalon 47000 gelb
Chinophthalon-disulfosäure 47005 gelb
Acid Violet 50 50325 violett
Acid Black 2 50420 schwarz
Pigment Violet 23 51319 violett
1 ,2-Dioxyanthrachinon, Calcium-Aluminiumkomplex 58000 rot
3-Oxypyren-5,8,10-sulfosäure 59040 grün
1 -Hydroxy-4-N-phenyl-aminoanthrachinon 60724 violett
1-Hydroxy-4-(4'-methylphenylamino)-anthrachinon 60725 violett
Acid Violet 23 60730 violett
1 ,4-Di(4'-methyl-phenylamino)-anthrachinon 61565 grün
1 ,4-Bis-(o-sulfo-p-toluidino)-anthrachinon 61570 grün
Acid Blue 80 61585 blau
Acid Blue 62 62045 blau
N.N'-Dihydro-l ^.l'^'-anthrachinonazin 69800 blau
Vat Blue 6; Pigment Blue 64 69825 blau
Vat Orange 7 71105 orange
Indigo 73000 blau
Indigo-disulfosäure 73015 blau
4,4'-DimethyI-6,6'-dichlorthioindigo 73360 rot
5,5'-Dichlor-7,7'-dimethylthioindigo 73385 violett
Quinacridone Violet 19 73900 violett
Pigment Red 122 73915 rot
Pigment Blue 16 74100 blau
Phthalocyanine 74160 blau
Direct Blue 86 74180 blau
Chlorierte Phthalocyanine 74260 grün
Natural Yellow 6,19; Natural Red 1 75100 gelb
Bixin, Nor-Bixin 75120 orange
Lycopin 75125 gelb trans-alpha-, beta- bzw. gamma-Carotin 75130 orange
Keto- und/oder Hydroxylderivate des Carotins 75135 gelb
Guanin oder Perlglanzmittel 75170 weiß
1 ,7-Bis-(4-hydroxy-3-methoxyphenyl)1 ,6-heptadien-3,5-dion 75300 gelb
Komplexsalz (Na, AI, Ca) der Karminsäure 75470 rot
Chlorophyll a und b; Kupferverbindungen der Chlorophylle und 75810 grün
Chlorophylline
Aluminium 77000 weiß
Tonerdehydrat 77002 weiß
Wasserhaltige Aluminiumsilikate 77004 weiß
Ultramarin 77007 blau
Pigment Red 101 und 102 77015 rot
Bariumsulfat 77120 weiß
Bismutoxychlorid und seine Gemische mit Glimmer 77163 weiß
Calciumcarbonat 77220 weiß
Calciumsulfat 77231 weiß
Kohlenstoff 77266 schwarz
Pigment Black 9 77267 schwarz
Carbo medicinalis vegetabilis 77268:1 schwarz
Chromoxid 77288 grün
Chromoxid, wasserhaltig 77289 grün
Pigment Blue 28, Pigment Green 14 77346 grün
Pigment Metal 2 77400 braun
Gold 77480 braun
Eisenoxide und -hydoxide 77489 orange
Eisenoxid 77491 rot
Eisenoxidhydrat 77492 gelb
Eisenoxid 77499 schwarz
Mischungen aus Eisen(ll)- und Eisen(III)-hexacyanoferrat 77510 blau
Pigment White 18 77713 weiß
Mangananimoniumdiphosphat 77742 violett
Manganphosphat; Mn3(PO4)2 ■ 7 H20 77745 rot
Silber 77820 weiß
Titandioxid und seine Gemische mit Glimmer 77891 weiß
Zinkoxid 77947 weiß
6,7-Dimethyl-9-(1 '-D-ribityl)-isoalloxazin, Lactoflavin gelb
Zuckerkulör braun
Capsanthin, Capsorubin orange
Betanin rot
Benzopyryliumsalze, Anthocyane rot
Aluminium-, Zink-, Magnesium- und Calciumstearat weiß
Bromthymolblau blau
Bromkresolgrün grün
Acid Red 195 rot
Die erfindungsgemäßen Formulierungen können als Farbstoff auch eine oder mehrere Substanzen aus der Gruppe der folgenden Verbindungen enthalten: 2,4- Dihydroxyazobenzol, 1-(2'-Chlor-4'-nitro-r-phenylazo)-2-hydroxynaphthalin, Ceresrot, 2- (4-Sulfo-1-naphthylazo)-1-naphthol-4-sulfosäure, Caiciumsalz der 2-Hydroxy-1 ,2'- azonaphthalin-1'-sulfosäure, Calcium- und Bariumsalze der 1-(2-Sulfo-4-methyl-1- phenylazo)-2-naphthylcarbonsäure, Caiciumsalz der 1-(2-Sulfo-1-naphthylazo)-2- hydroxynaphthalin-3-carbonsäure, Aluminiumsalz der 1-(4-Sulfo-1-phenylazo)-2- naphthol-6-sulfosäure, Aluminiumsalz der 1-(4-Sulfo-1-naphthylazo)-2-naphthol-3,6- disulfosäure, 1-(4-Sulfo-1-naphthylazo)-2-naphthol-6,8-disulfosäure, Aluminiumsalz der 4-(4-Sulfo-1 -phenylazo)-1 -(4-sulfophenyl)-5-hydroxy-pyrazolon-3-carbonsäure, Aluminium- und Zirkoniumsalze von 4,5-Dibromfluorescein, Aluminium- und Zirkoniumsalze von 2,4,5,7-Tetrabromfluorescein, 3\4S5'.6'-Tetrachlor-2,4,5,7-tetrabromfluorescein und sein Aluminiumsalz, Aluminiumsalz von 2,4,5,7-Tetraiodfluorescein, Aluminiumsalz der Chinophthalon-disulfosäure, Aluminiumsaiz der Indigo-disulfosäure, rotes und schwarzes Eisenoxid (CIN: 77 491 (rot) und 77 499 (schwarz)), Eisenoxidhydrat (CIN: 77 492), Manganammoniumdiphosphat und Titandioxid.
Ferner vorteilhaft sind öllösliche Naturfarbstoffe, wie z. B. Paprikaextrakte, ß-Carotin oder Cochenille.
Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung. sind ferner Formulierungen mit einem Gehalt an Perlglanzpigmenten. Bevorzugt sind insbesondere die im folgenden aufgelisteten Arten von Perlglanzpigmenten: 1. Natürliche Perlglanzpigmente, wie z. B.
■ „Fischsilber" (Guanin/Hypoxanthin-Mischkristalle aus Fischschuppen) und
■ „Perlmutt" (vermahlene Muschelschalen)
2. Monokristalline Perlglanzpigmente wie z. B. Bismuthoxychlorid (BiOCI)
3. Schicht-Substrat Pigmente: z. B. Glimmer / Metalloxid
Basis für Perlglanzpigmente sind beispielsweise pulverförmige Pigmente oder Ricinusöl- dispersionen von Bismutoxychlorid und/oder Titandioxid sowie Bismutoxychlorid und/oder Titandioxid auf Glimmer. Insbesondere vorteihaft ist z. B. das unter der CIN 77163 aufgelistete Glanzpigment.
Vorteilhaft sind ferner beispielsweise die folgenden Periglanzpigmentarten auf Basis von Glimmer/Metalloxid:
Besonders bevorzugt sind z.B. die von der Firma Merck unter den Handelsnamen Timi- ron, Colorona oder Dichrona erhältlichen Perlglanzpigmente.
Die Liste der genannten Perlglanzpigmente soll selbstverständlich nicht limitierend sein. Im Sinne der vorliegenden Erfindung vorteilhafte Perlglanzpigmente sind auf zahlreichen, an sich bekannten Wegen erhältlich. Beispielsweise lassen sich auch andere Substrate außer Glimmer mit weiteren Metalloxiden beschichten, wie z. B. Silica und dergleichen mehr. Vorteilhaft sind z. B. mit TiO2 und Fe2O3 beschichtete SiO2-Partikel („Ronaspheren"), die von der Firma Merck vertrieben werden und sich besonders für die optische Reduktion feiner Fältchen eignen.
Es kann darüber hinaus von Vorteil sein, gänzlich auf ein Substrat wie Glimmer zu verzichten. Besonders bevorzugt sind Eisenperlglanzpigmente, welche ohne die Verwendung
von Glimmer hergestellt werden: Solche Pigmente sind z. B. unter dem Handelsnamen Sicopearl Kupfer 1000 bei der Firma BASF erhältlich.
Besonders vorteilhaft sind ferner auch Effektpigmente, welche unter der Handelsbezeich- nung Metasomes Standard / Glitter in verschiedenen Farben (yello, red, green, blue) von der Firma Flora Tech erhältlich sind. Die Glitterpartikel liegen hierbei in Gemischen mit verschiedenen Hilfs- und Farbstoffen (wie beispielsweise den Farbstoffen mit den Colour Index (Cl) Nummern 19140, 77007, 77289, 77491) vor.
Die Farbstoffe und Pigmente können sowohl einzeln als auch im Gemisch vorliegen sowie gegenseitig miteinander beschichtet sein, wobei durch unterschiedliche Beschich- tungsdicken im allgemeinen verschiedene Farbeffekte hervorgerufen werden. Die Gesamtmenge der Farbstoffe und farbgebenden Pigmente wird vorteilhaft aus dem Bereich von z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 15 Gew.-%, insbeson- dere von 1,0 bis 10 Gew.-% gewählt, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Vorteilhaft, wenn auch nicht zwingend, können die erfindungsgemäßen Zubereitungen Konservierungsmittel enthalten
Vorteilhafte Konservierungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Formaldehydabspalter (wie z. B. DMDM Hydantoin, welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Glydant ™ von der Fa. Lonza erhältlich ist), lodopropylbutyl- carbamate (z. B. die unter den Handelsbezeichnungen Glycacil-L, Glycacil-S von der Fa. Lonza erhältlichen und/oder Dekaben LMB von Jan Dekker), Parabene (d. h. p-Hydroxy- benzoesäurealkylester, wie Methyl-, Ethyl-, Propyl- und/oder Butylparaben), Phenoxy- ethanol, Ethanol, Benzoesäure und dergleichen mehr. Üblicherweise umfaßt das Konservierungssystem erfindungsgemäß ferner vorteilhaft auch Konservierungshelfer, wie beispielsweise Octoxyglycerin, Glycine Soja etc.
Erfindungsgemäß vorteilhaft lassen sich große Mengen saurer Aluminium- und/oder Aluminium/Zirkoniumsalze stabil in die Zubereitung einarbeiten. Es können 5 bis 40 Gewichts-%, insbesondere 10 bis 20 Gewichts-% Aluminiumchlorhydrat und/oder Aluminium/Zirkoniumchlorhydrat stabil in die erfindungsgemäßen Zubereitungen
eingearbeitet werden. Hierbei beziehen sich die beschriebenen Konzentrationsbereiche auf die sogenannte Aktivgehalte der Antitranspirant-Komplexe: bei den Aluminium- Verbindungen auf wasserfreie Komplexe, bei den Aluminium/Zirkonium-Verbindungen auf wasser- und pufferfreie Komplexe. Als Puffer wird hier üblicherweise Glycin verwendet.
Die nachfolgende Auflistung vorteilhaft einzusetzender Antitranspirant-Wirker soll in keinster Weise einschränkend sein:
Aluminium-Salze (der empirischen Summenformel [AI2(OH)mCln], wobei m+n=6):
• Aluminium-Salze wie Aluminiumchlorid AICI3, Aluminiumsulfat AI2(SO4)3
• Aluminiumchlorhydrat [AI2(OH)5CI] x H2O
Standard AI-Komplexe: Locron L (Clariant), Chlorhydrol (Reheis), ACH-303 (Summit), Aloxicoll L (Giulini). Aktivierte AI-Komplexe: Reach 501 (Reheis), AACH-324 (Summit)
• Aluminiumsesquichlorhydrat [AI2(OH) t5CI1ι5] x H2O
Standard AI-Komplexe: Aluminum Sesquichlorohydrate (Reheis), ACH-308 (Summit), Aloxicoll 31 L (Giulini) Aktivierte AI-Komplexe: Reach 301 (Reheis) • Aluminiumdichlorhydrat [AI2(OH)4Cy x H2O
Aluminium-Zirkonium-Salze:
• Aluminium/Zirkonium Trichlorhydrex Glycin [AI Zr(OH)13CI3] x H2O x Gly
Standard Al/Zr-Komplexe: Rezal 33GP (Reheis), AZG-7164 (Summit), Zirkonal P3G (Giulini)
Aktivierte Al/Zr-Komplexe: Reach AZZ 902 (Reheis), AAZG-7160 (Summit), Zirkonal AP3G (Giulini)
• Aluminium/Zirkonium Tetrachlorhydrex Glycin [AI4Zr(OH)12CI4] x H2O x Gly
Standard Al/Zr-Komplexe: Rezal 36G (Reheis), AZG-368 (Summit), Zirkonal L435G (Giulini)
Aktivierte Al/Zr-Komplexe: Reach AZP 855 (Reheis), AAZG-6313-15 (Summit), Zirkonal AP4G (Giulini)
• Aluminium/Zirkonium Pentachlorhydrex Glycin [AI8Zr(OH)23CI5] x H2O x Gly Standard Al/Zr-Komplexe: Rezal 67 (Reheis), Zirkonal L540 (Giulini)
Aktivierte Al/Zr-Komplexe: Reach AZN 885 (Reheis) • Aluminium/Zirkonium Octachlorhydrex Glycin [AI8Zr(OH)2oCla] x H2O x Gly
Ebenso von Vorteil können aber auch Glycin-freie Aluminium/Zirkonium-Salze sein.
Dabei soll die Verwendung der Antitranspirant-Wirker aus den Rohstoffklassen Aluminium- und Aluminium/Zirkonium-Salzen nicht auf die handelsüblichen zumeist wäßrigen Lösungen, wie z.B. Locron L (Clariant), beschränkt sein, sondern es kann auch von Vorteil sein, die ebenfalls handelsüblichen wasserfreien Pulver derselbigen Rohstoffe durch Einbringung in die beanspruchten Formulierungen zum Einsatz zu bringen, wie z.B. Locron P (Clariant).
Desweiteren kann es aber auch von Vorteil sein, spezielle Aluminium- und Aluminium/Zirkonium-Salze zum Einsatz zu bringen, die zur Löslichkeitsverbesserung als Glykol-Komplexe angeboten werden.
Weitere vorteilhafte Antitranspirant-Wirker basieren anstelle von Aluminium bzw. Zirkonium auf anderen Metallen, wie z.B. Beryllium, Titan, Hafnium.
Dabei soll die Liste der verwendbaren Antitranspirant-Wirker aber nicht auf metallhaltige Rohstoffe begrenzt sein, sondern von Vorteil sind auch Verbindungen, die Nichtmetalle wie Bor enthalten sowie solche, die dem Bereich der organischen Chemie zuzurechnen sind, wie z.B. Anticholinergika. Vorteilhaft sind in diesem Sinne auch Polymere, die sowohl metallhaltig als auch metallfrei sein können.
Die Zusammensetzungen enthalten gemäß der Erfindung außer den vorgenannten Substanzen gegebenenfalls die in der Kosmetik üblichen Zusatzstoffe, beispielsweise Parfüm, Farbstoffe, antimikrobielle Stoffe, rückfettende Agentien, Komplexierungs- und Se- questrierungsagentien, Periglanzagentien, Pflanzenextrakte, Vitamine, Wirkstoffe, Konservierungsmittel, Bakterizide, Repellentien, Selbtbräuner, Depigmentierungsmittel, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen, oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder
dermatologischen Formulierung wie Emulgatoren, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyts, organische Lösemittel oder Silikonderivate.
Ein zusätzlicher Gehalt an Antioxidantien ist im allgemeinen bevorzugt. Erfindungsgemäß können als günstige Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung können wasserlösliche Antioxidantien eingesetzt werden, wie beispielsweise Vitamine, z. B. Ascorbinsäure und de- ren Derivate.
Bevorzugte Antioxidantien sind ferner Vitamin E und dessen Derivate sowie Vitamin A und dessen Derivate.
Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Sofern Vitamin A bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Be- reich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn die kosmetischen Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung kosmetische oder dermatologische Wirkstoffe enthalten, wobei bevor- zugte Wirkstoffe Antioxidantien sind, welche die Haut vor oxidativer Beanspruchung schützen können.
Weitere vorteilhafte Wirkstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung sind natürliche Wirkstoffe und/oder deren Derivate, wie z. B. alpha-Liponsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym
Q10, alpha-Glucosylrutin, Camitin, Camosin, natürliche und/oder synthetische Isoflavo- noide, Kreatin, Taurin und/oder ß-Alanin.
Erfindungsgemäße Rezepturen, welche z. B. bekannte Antifaltenwirkstoffe wie Flavon- glycoside (insbesondere -Glycosylrutin), Coenzym Q10, Vitamin E und/oder Derivate und dergleichen enthalten, eignen sich insbesondere vorteilhaft zur Prophylaxe und Behandlung kosmetischer oder dermatologischer Hautveränderungen, wie sie z. B. bei der Hautalterung auftreten (wie beispielsweise Trockenheit, Rauhigkeit und Ausbildung von Trockenheitsfältchen, Juckreiz, verminderte Rückfettung (z. B. nach dem Waschen), sichtbare Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien, Cuperosis), Schlaffheit und Ausbildung von Falten und Fältchen, lokale Hyper-, Hypo- und Fehlpigmentierungen (z. B. Altersflecken), vergrößerte Anfälligkeit gegenüber mechanischem Stress (z. B. Rissigkeit) und dergleichen). Weiterhin vorteilhaft eignen sie sich gegen das Erscheinungsbild der trockenen bzw. rauhen Haut.
In die erfindungsgemäßen Zubereitungen können aber auch andere pharmazeutisch oder dermatologisch wirkende Substanzen wie beispielsweise die Haut beruhigende und pflegende Substanzen eingearbeitet sein. Hierzu zählen beispielsweise Panthenol, Allantoin, Tannin, Antihistaminika, Antiphlogistika, Glucocorticoide (z.B. Hydrocortison) sowie Pflanzenwirkstoffe wie Azulen und Bisabolol, Glycyrrhizin, Hamamelin und Pflanzenextrakte wie Kamille, aloe vera, Hamazelis, Süßholzwurzel.
Vorteilhafte anfeuchtende bzw. feuchthaltende Mittel (sogenannte Moisturizer) im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Glycerin, Milchsäure und/oder Lactate, insbesondere Natriumlactat, Butylenglykol, Propylenglykol, Biosaccaride Gum-1, Glycine Soja, Ethylhexyloxyglycerin, Pyrrolidoncarbonsäure und Harnstoff. Ferner ist es insbesondere von Vorteil, polymere Moisturizer aus der Gruppe der wasserlöslichen und/oder in Wasser quellbaren und/oder mit Hilfe von Wasser gelierbaren Polysaccharide zu verwenden. Insbesondere vorteilhaft sind beispielsweise Hyaluronsäure, Chitosan und/oder ein fucosereiches Polysaccharid, welches in den Chemical Abstracts unter der Registraturnummer 178463-23-5 abgelegt und z. B. unter der Bezeichnung Fuco- gel®1000 von der Gesellschaft SOLABIA S.A. erhältlich ist.
Erfindungsgemäß besonders bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Phase transparent und die, Lipidphase transparent, transluzent oder milchig-trübe ist. Ferner zeichnen sich diese besonders bevorzugten Ausführungsformen dadurch aus, eine oder beide Phasen gefärbt sind wobei beide Phasen eine gleiche oder unterschiedliche Farbe aufweisen können.
Erfindungsgemäß ist es auch, die erfindungsgemäße kosmetische und/oder dermatologischen Zubereitung in einer transparenten Verpackung aufzubewahren und aus dieser heraus anzuwenden.
Erfindungsgemäß ist ferner das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Zubereitungen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Oxide und/oder Silikate zweifach und/oder dreifach positiv geladener Metallionen mit der Lipidphase vermischt werden und diese Mischung anschließend unter Rühren der wässrigen Phase zugefügt wird. Dieser Prozess kann bei Raumtemperatur erfolgen. Erfindungsgemäß wird dieser Prozess bei einer Temtperatur durchgeführt, bei der die die Lipid- und die wässrige Phase flüssig sind.
Erfindungsgemäß ist die Verwendung der erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen als Reinigungszubereitung für die Haut und/oder die Haare sowie zur Pflege der Haut und/oder der Haare.
Ausserdem ist die Verwendung der erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Zubereitung als erfrischendes, kühlendes und/oder belebendes Kosmetikum erfindungsgemäß.
Insbesondere vorteilhaft ist die Verwendung als Erfrischungswasser, Tonikum oder Tinktur. Dabei wird die erfindungsgemäße Zubereitung auf den Körper aufgetragen und gegebenenfalls einmassiert worauf sich ein belebendes erfrischendes Haut-und Körpergefühl einstellt.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen stellen in jeglicher Hinsicht überaus befriedigende Präparate dar, welche nicht auf eine eingeschränkte Rohstoffauswahl begrenzt sind. Dementsprechend eignen sie sich ganz besonders, um als Grundlage für Zuberei-
tungsformen mit vielfältigen Anwendungszwecken zu dienen. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen zeigen sehr gute sensorische und kosmetische Eigenschaften, wie beispielsweise die Verteilbarkeit auf der Haut oder das Einzugsvermögen in die Haut, und zeichnen sich bei Zusatz von UV-Lichtschutzfiltern durch eine sehr gute Lichtschutzeffektivität bei gleichzeitig hervorragenden Hautpflegedaten aus.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen bezogen.
Tonikum (Body Splash)
Tonikum (Bodv Splash)
Erfrischendes Körperwasser