Scheibenwaschvorrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Scheibenwaschvorrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug nach Gattung des unabhängigen Anspruchs .
Es sind schon zahlreiche Scheibenwaschvorrichtungen für Kraftfahrzeuge, beispielsweise aus der DE 197 46 059 C2 bekannt, bei welchen ein Düsenkörper ein Düsenteil trägt. Bei diesen Spritzdüsen wird die Waschflüssigkeit durch den Düsenkörper zum Düsenteil geleitet. Das Düsenteil weist eine Bohrung zum Austritt der Waschflüssigkeit auf und muß daher eine sehr hohe Genauigkeit und eine hohe Standzeit aufweisen. Aus diesem Grunde sind diese üblicherweise aus Metall gefertigt und werden in den üblicherweise aus Kunststoff bestehenden Düsenkörper eingepreßt .
Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Scheibenwaschvorrichtung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, dass der dem Waschflüssigkeitstransport dienende Düsenkörper sowie das dem Wasseraustritt dienende Düsenteil' aus Kunststoff besteht, wodurch sie durch Spritztechniken leichter zu
verarbeiten sind. Durch eine spezielle Wahl der Kunststoffe können bestimmte Eigenschaften gezielt eingestellt werden.
Insbesondere ist hier vorteilhaft, wenn die Kunststoffe des Düsenkörpers und des Düsenteils verschieden sind. Auf diese Weise kann der Kunststoff des Düsenkörpers so gewählt werden, daß er auch für andere Aufgaben geeignet ist. Dies macht es beispielsweise möglich, UV-beständige, schlagfeste Kunststoffe zu verwenden und beliebige aus Kunststoff bestehende Fahrzeugteile als Düsenkörper zu verwenden.
Weiterhin ist es vorteilhaft, das Düsenteil in einem zweikomponenten Spritzgußverfahren in den Düsenkörper einzuspritzen oder das Düsenteil mit dem Düsenkörper zu umspritzen. Auf diese Weise kann die komplette Düse von einem Hersteller in einer Arbeitstechnik gefertigt werden.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Düsenteil kugelartig ausgebildet ist und mit mindestens einer durchgehenden Bohrung versehen ist, da auf diese Weise eine maximale Stabilität und Flexibilität des Düsenteils erreicht wird.
Ist das Ende der Bohrung -darüber hinaus mit einer Senkung versehen, so ergibt sich beim Austritt der Waschflüssigkeit aus der Düse ein optimaler Strahlverlauf.
Ist das Düsenteil fest mit dem Düsenkörper verbunden, so kann es während des Einsatzes. im Kraftfahrzeug durch Erschütterungen nicht verstellt werden, wodurch der Zielbereich des Waschflüssigkeitsstrahls vorteilhafterweise nicht ungewollt verstellt wird.
Ist das Düsenteil bewegbar mit -dem Düsenkörper verbunden, so kann der Zielbereich des Waschflüssigkeitsstrahls nach dem Einbau der Düse leicht eingestellt werden und kann bei
Bedarf darüber hinaus auch vom Fahrzeuglenker verändert werden'.
Besteht das Düsenteil aus einem kalkabweisenden Kunststoff, 5 so wird wirksam ein Verstopfen der Düsen durch ■
Kalkablagerungen verhindert, da die Waschflüssigkeit im ■ - Regelfall zum größten Teil aus kalkhaltigen Leitungswasser besteht .
10 Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Düsenkörper als
Abdeckkappe, beispielsweise zur Abdeckung einer Wischerwelle ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die Düse der Scheibenwaschvorrichtung unauffällig und geschützt, - gleichzeitig aber auch an einer der Zielposition nahen
15 Stelle angeordnet, wodurch ein gutes Sprühbild erreicht werden kann.
Der' Düsenkörper- kann vorteilhafter Weise auch als Block ausgebildet, sein, der an einen Wischerarm angeclipst ist. So
20 . wird die Waschflüssigkeit präzise in den Waschbereich der
Scheibe transportiert und gezielt auf der Windschutzscheibe im .Bereich des Wischblatts auf die Scheibe aufgebracht um ein optimales Reinigungsergebnis zu erzielen.
25 Ist der Düsenkörper als Rohr ausgebildet, so kann die Düse beispielsweise in eine als Hohlwelle ausgebildete Wischerwelle eingefügt ' werden. So ist sie vor äußeren Krafteinwirkungen geschützt angeordnet und leicht, insbesondere innerhalb des Fahrzeugs, an eine
30 Waschflüssigkeitsleitung anschließbar.
Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert . Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Scheibenwaschvorrichtung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 eine Spritzdüse als Abdeckkappe in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 einen Schnitt durc eine erfindungsgemäße Spritzdüse entsprechend den Figuren 1 und 2 ,
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Spritzdüse in einer Variation in perspektivischer Darstellung, Fig. 5a und-5b, Teilschnitte durch eine Spritzdüse gemäß
' Fig. 4 und
Fig. 6 eine erfindungsgemäße Spritzdüse in einer weiteren
Variation.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
In Fig. 1 ist eine Scheibe 10 eines Kraftfahrzeuges dargestellt, auf welcher ein Wischer 12 mittels eines Wischerarms 14 bewegbar angeordnet ist. Dazu ist der Wischerarm 14 an eine, unter einer Abdeckkappe 16 angeordneten Wischerwelle befestigt. Die Abdeckkappe 16 ist dabei als Düsenkörper einer Spritzdüse 18 ausgebildet.
In Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung der Abdeckkappe 16 aus Fig. 1 detailliert dargestellt. In die Abdeckkappe 16 sind Düsenteile 20 eingespritzt, wobei die Düsenteile so angeordnet sind, dass eine austretende Waschflüssigkeit in die Nähe des Wischers 12 (Figur 1) gespritzt wird.
In Fig. 3 ist eine Abdeckkappe 16 im Schnitt dargestellt. Der Düsenkörper ist als Abdeckkappe 16 ausgebildet und .aus einem UV-beständigen und schlagfesten Kunststoff hergestellt. In diesen Düsenkörper 16 sind die Düsenteile 20 ■ aus kalkabweisendem Kunststoff eingespritzt. Die Düsenteile 20 weisen eine 'kugelartige Gestalt auf und sind mit einer durchgehenden Bohrung 22 versehen, welche an ihrem äußeren Ende eine kegelstumpfartige Senkung 24 aufweist. Je nach Konstruktion und Form des Düsenteils 20 oder des - Düsenkörpers 16 kann hier auch ein Spritzen in mehreren Schritten vorgenommen werden.
In Fig. 4 ist ein Wischerarm 14 dargestellt, an dem ein Düsenkörper 16, der als im wesentlichen quaderförmiger Block ausgebildet ist, angeclipst ist. In diesen Block 16 sind die Düsenteile 20 ebenfalls eingespritzt.
In den Figuren 5a und 5b sind Teilschnitte durch einen solchen Block 16 dargestellt. Der Block 16, als Düsenkδrper aus schlagfestem und UV-beständigem Kunststoff, trägt die
Düsenteile 20 mit der Bohrung 22 und der Senkung 24. Wie' auch in Fig. 3 dient der Block 16 als Düsenkörper auch, hier dem Waschflüssigkeitstransport . Dazu weist er einen Rohrstutzen 26 auf, über den ein nicht dargestellter Schlauch gezogen werden kann, der mit einer
. Waschflüssigkeitspumpe verbindbar ist. Durch eine entsprechende Formgebung des Blocks 16 wird die Waschflüssigkeit vom Rohrstutzen 26 bis zu den Düsenteilen 20 geleitet. Zur Befestigung am Wischerarm 14 weist der Block 16 eine Aussparung 28 in Form einer Nut 30 auf, die auf einer Seite auch einen Zahn zur Verclipsung aufweisen kann. Natürlich wäre hier auch eine andere Befestigungstechnik, wie beispielsweise Schrauben, Kleben oder Klemmen mit oder ohne die Hilfe von Bügeln möglich.
In Fig. 6 ist ein Düsenkörper 16 in einer Variation als Rohr ausgebildet. Dieses Rohr 16 kann beispielsweise in eine hohle Wischerwelle eingesteckt werden, und an dem; dem Düsenteil abgewandten Ende einen Rohrstutzen 26 aufweisen, durch den die Waschflüssigkeit in das Rohr 16 und damit in das Düsenteil 20 -eintritt.