VERWENDUNG VON POLY (HEXAMETHYLEN) BIGUANID ZUR HERSTELLUNG EINES MITTELS ZUR FÖRDERUNG DER HEILUNG VON INFEKTIONSFREIEN WUNDEN
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Poly(hexamethylen)biguanid als Mittel zur Förderung der Heilung bzw. zur Behandlung von Wundheilungsstörungen bei Wunden, die infektionsfrei sind, bzw. die Verwendung von Poly(hexamethylen)biguanid zur Herstellung eines Mittels zur Förderung der Heilung von Wunden, die infektionsfrei sind.
Ein besonderes Problem stellt in der Chirurgie die Behandlung von Wundheilungsstörungen, wie sie z. B. bei schweren Weichteildefekten, schwer heilenden Wunden und bei chronischen Wunden auftreten, dar. Wundheilungsstörungen werden auch durch die Größe einer Wunde und durch lokale Infektionen verursacht. Die Infektion einer Wunde macht deren antiseptische Behandlung notwendig.
Der Begriff der Antisepsis wurde erstmals 1772 von Pringle (J. Pringle, Beobachtungen über die Krankheiten der Armee, übersetzt von A. E. Brande, Richterische Buchhandlung, Altenburg, 1772) im Zusammenhang mit Mitteln, die Fäulnis verhindern können, geprägt. Die Entwicklung von lokal angewendeten Antiseptika ging dann in der Folge vom Karbolverband, dem Einsatz von Chlorzink-Lösung, über chlorhaltige Lösungen, Sublimat (Robert Koch) und Jodoform (Billroth) bis hin zu Azofarbstoffen und Sulfonamiden. In der Geschichte der Antiseptika basiert jede neue Entwicklung auf dem grundsätzlichen Streben nach optimaler mikrobizider Wirkung bei bestmöglicher Verträglichkeit für den Organismus. Die Nebenwirkungen der frühen Antiseptika waren zum Teil schwerwiegend und reichten von Verätzungen bis zu allgemeinen Vergiftungen. Mit der Entdeckung des Penicillins und der lokalen Anwendung von Antibiotika wurden anfänglich die chemischen Antiseptika zurückgedrängt. Mit dem Auftreten immer mehr antibiotikaresistenter Erreger wandelte sich das Bild wieder, so daß heute wieder verschiedene lokale Antiseptika für die Wundbehandlung zur Anwendung kommen und weiterhin ein Bedarf nach in der Verträglichkeit und Wirksamkeit optimierten Wirkstoffen besteht.
Von Poly(hexamethylen)biguanid (PHMB) ist aus dem Stand der Technik bekannt, daß es eine bakterizide und fungizide Wirkung aufweist (vgl. zum Beispiel GB-PS 1,202,495). PHMB wird daher in vielen Bereichen als Desinfektionsmittel, zum Beispiel in Form von Lösungen oder Sprays, eingesetzt. Anwendung finden sie zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie zur Reinigung und Desinfektion von Räumen und Geräten, zur Stabilisierung von Getränken und zur Reinigung und Stabilisierung von Wasser, zum Beispiel auch in Schwimmbädern zur Bekämpfung von Algen- und Bakterienwuchs.
Ferner ist aus der DE-OS 35 37 627 bekannt, daß durch Kombination von PHMB mit einem Molekulargewicht von 1.700 bis 2.500 mit einer geringen Menge Polyethylenglykol Desinfektionsmittel erhalten werden, die auch als lokale Antiseptika in der Wundbehandlung eingesetzt werden. Als PHMB geeignet ist gemäß dieser DE-OS zum Beispiel das PHMB, das als Hydrochlorid unter dem Warenzeichen Vantocil® IB von der ICI vertrieben wird.
Gemäß der WO 94/27440 wird ein Antiinfektivum auf Basis von PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht von Mw von 2.900 bis 15.000 beschrieben, das in Form eines Wundantiseptikums und/oder eines Wundbehandlungsmittels vorliegt. Dieses PHMB kann zusammen mit PEG im Verhältnis von PHMB zu PEG von 6: 1 bis 24: 1 verwendet werden. Die Mittel werden als lokale Antiseptika in vielen Gebieten der Medizin eingesetzt, wobei als Beispiel auch die Verwendung bei Weichteilinfektionen genannt wird.
In der WO 97/00076 wird die Verwendung von PHMB-Salzen (z. B. das Hydrochloridsalz) bei der Herstellung von Medikamenten für die topische Behandlung von mikrobiellen Infektionen (auch am Auge) und als Antiseptika beschrieben. Die Verwendung kann bei Wunden und an Schleimhäuten erfolgen. Die Konzentration des PHMB ist unterschiedlich für die einzelnen Verwendungszwecke und beträgt bei therapeutischer Verwendung als antimikrobielles Mittel vorzugsweise mindestens 0,02 % und insbesondere mindestens 0,1 % .
In der EP 0 450 117 wird eine Ringerlösung und deren Anwendung als bakterizid wirkendes lokales Wundbehandlungsmedikament beschrieben, wobei die lactatfreie Ringerlösung zusätzlich 0,1 % bis 0,2 % eines Konzentrates gelöst enthält, das aus einer 20 %igen wässrigen Poly(hexamethylen)biguanid- hydrochlorid-Lösung besteht, in der pro 100 ml 1 g Polyethylenglykol mit einem Molekulargewicht von etwa 4.000 gelöst ist. Als PHMB wird ebenfalls das unter dem Warenzeichen Vantocil® IB der Firma ICI vertriebene Produkt als geeignet beschrieben. Unter dem Warenzeichen Lavasept® ist ein Antiseptikum zur lokalen Anwendung bekannt, wobei das Lavasept-Konzentrat eine wässrige Lösung von 20 Gew.-% PHMB und 1 Gew.- Polyethylenglykol 4.000 darstellt und das PHMB das Handelsprodukt Vantocil® IB der Firma ICI ist.
In vitro Untersuchungen von Kallenberger et al. (Kallenberger A., Roth W., Ledermann A.: Experimentelle und bakteriologische Untersuchungen zur Wahl des Spülmittels für antibakterielle Spüldrainage, in G. Hierholzer und J. Rehn (Hrsg.): Die posttraumatische Osteomyelitis, 5. 79, Schattauer, Stuttgart, New York, 1970) hinsichtlich der Verträglichkeit von Spüllösungen zeigten, daß schon verschiedene physiologische Elektrolytlösungen unterschiedliche Effekte bewirken. So wird Ringerlösung gut toleriert, während Kochsalzlösung bereits zu erheblichen Zellschäden führen kann. Unter verschiedenen chemischen Substanzen mit guter bakteriostatischer bzw. bakterizider Wirkung (chlorhaltige Lösungen, organische Silberverbindungen, alkoholische Gemische mit quaternären Ammoniumverbindungen) haben sich für die antiseptische Wundbehandlung insbesondere die Jodophoren in der Chirurgie durchgesetzt. Wegen bekannter Nebenwirkungen (Hernandez-Richter H. J., Struck, H. : Die Wundheilung, Georg-Thieme- Verlag, Stuttgart, 1970) ist die Verwendbarkeit der Jodophoren jedoch begrenzt.
Bekanntermaßen weisen derzeit verwendete Antiseptika gewebeschädigende Wirkung (z. B. nekrotisierende, die Gewebsneubildung hemmende Wirkung) und damit wundheilungshemmende Wirkung auf, so daß sie nur eingeschränkt verwendbar sind.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Mittel bereitzustellen, mit dem die Wundheilung bei Wunden, die infektionsfrei sind, wirksam gefördert werden kann bzw. mit dem Wundheilungsstörungen bei Wunden, die infektionsfrei sind, wirksam behandelt werden können.
Erfindungsgemäß wurde überraschend gefunden, daß diese Aufgabe durch die Verwendung von Poly(hexamethylen)biguanid (PHMB, auch als Polyhexanid bezeichnet), gelöst werden kann.
Bei der erfindungsgemäßen Verwendung soll keine antiseptische Behandlung der Wundoberfläche bzw. der Wundränder durchgeführt werden, sondern soll vielmehr die Wunde selbst im infektionsfreien Zustand behandelt bzw. weiterbehandelt werden.
Bei der bekannten antiseptischen Wundbehandlung mit PHMB werden bei Wunden lediglich Infektionen unterdrückt, mit der Folge, daß die Wunden von Infektionen frei bleiben und damit der Wundheilungsprozeß nicht nachteilig beeinflußt wird.
Erfindungsgemäß wurde überraschend gefunden, daß PHMB granulationsfördernde Eigenschaften aufweist und damit selbst wundheilungsfördernd wirkt. Durch die erfindungsgemäße Verwendung von PHMB wird eine frühere und verbesserte Granulation und Epithelialisierung der Wunde, also eine verbesserte Durchblutung der Wundoberfläche und Neubildung von gesundem Gewebe in Verbindung mit dem Wundabheilungsprozeß erzielt und damit der Heilungsprozeß verbessert und beschleunigt.
Unter „infektionsfrei" werden erfindungsgemäß Wunden verstanden, die nicht infiziert sind, also keine Infektzeichen (z. B. Rötung, Geruch, Sekretbildung, Eiter) aufweisen und damit nicht bzw. nicht mehr antiseptisch behandelt werden müssen.
Das erfindungsgemäß verwendete PHMB weist geeigneter weise eine mittlere
Molekulargewichts Verteilung (Mw) bis 15.000 und vorzugsweise von 1.000 bis 8.000 auf. Bevorzugt ist ein Poly(hexamethylen)biguanid mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung von 1.500 bis 5.000, besonders bevorzugt ein PHMB mit einer mittleren Molekulargewichts Verteilung von 2.000 bis 4.000 und insbesondere von 2.800 bis 4.000, zum Beispiel mit einem mittleren Molekulargewicht Mw von 2.600, 2.800, 3.500, 4.000 oder 4.500.
Die Molekulargewichtsbestimmung erfolgt auf viskosimetrischem Wege.
Die Herstellung des erfindungsgemäß verwendeten Poly(hexamethylen)biguanids erfolgt in an sich bekannter Weise, zum Beispiel wie es in der DE-PS 16 20 938 oder der GB- PS 1,202,495, auf deren Offenbarung hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird, beschrieben ist. Aus dem erhaltenen Poly(hexamethylen)biguanid kann gegebenenfalls in an sich bekannter Weise ein unerwünschter Molekulargewichtsanteil, zum Beispiel durch Dialyse, Molekularfiltration, HPLC, Gel-Permeations-Chromatographie (GPC), fraktionierte Fällung und dergleichen, abgetrennt werden (vgl. zum Beispiel EP- PS 0 700 249). Erfindungsgemäß geeignet ist ebenfalls handelsübliches PHMB, wie zum Beispiel Vantocil® IB oder Arlagard® E oder andere Handelsprodukte.
Das erfindungsgemäß eingesetzte PHMB liegt in freier Form oder in Form eines wasserlöslichen Salzes, zum Beispiel als Hydrochlorid, als Pulver (zum Beispiel gefriergetrocknet) in 100 %iger Konzentration oder in wässriger Lösung vor. Es ist in Konzentrationen bis 40 Gew.- , zum Beispiel 2 bis 40 Gew.-% , vorzugsweise 3 bis 30 Gew.-%, insbesondere 4 bis 20 Gew.-%, zum Beispiel 4 Gew.-%, 4,5 Gew.-%, 5 Gew.-% , 6 Gew.- in wässriger Lösung (d.h. als Konzentrat) verfügbar.
Unter "PHMB" wird hierin sowohl das Poly(hexamethylen)biguanid als auch das Poly(hexamethylen)biguanid in Form eines wasserlöslichen Salzes verstanden.
Die Konzentration, in der das erfindungsgemäß verwendete PHMB bzw. die wässrige Lösung des PHMB zur Behandlung von Wundheilungsstörungen bzw. zur Förderung der
Wundheilung verwendet wird, hängt von dem beabsichtigten Verwendungszweck ab.
Geeignete Konzentrationen liegen im allgemeinen im Bereich von 0,0001 bis 0,1 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 0,0005 bis 0,06 Gew.-%, insbesondere im Bereich von 0,001 bis 0,04 Gew.-% , beispielsweise 0,04 Gew.-% (bezogen auf PHMB). Erfindungsgemäß kann das PHMB zum Beispiel in Wasser, in Ringerlösung, vorzugsweise lactatfreier Ringerlösung oder in Kochsalzlösung in den genannten Konzentrationen angewandt werden.
Das erfindungsgemäß verwendete PHMB kann zusammen mit die Oberflächenspannung herabsetzenden Tensiden, wie zum Beispiel Polyethylenglykol, verwendet werden. Vorzugsweise wird Polyethylenglykol mit einem Molekulargewicht von 1.500 bis 6.000 und insbesondere ein solches Polyethylenglykol mit einem Molekulargewicht von 4.000, wie es unter dem Warenzeichen Lutrol® E 4000 von der Firma BASF AG vertrieben wird, angewandt. Das Verhältnis von PHMB zu dem Tensid liegt geeigneterweise im Bereich von 6: 1 bis 24: 1, vorzugsweise im Bereich von 12: 1 bis 22: 1 und beträgt insbesondere 20: 1.
Beispielsweise kann erfindungsgemäß das Handelsprodukt Lavasept® nach entsprechender Verdünnung auf Anwendungskonzentration eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß wird PHMB auf verschiedene Weise angewandt, wie zum Beispiel lokal oder systemisch, oral, rektal, am Auge oder vaginal. Es findet bei Tier und Mensch, vorzugsweise beim Mensch, Anwendung.
Abhängig von der vorgesehenen Verwendung kann erfindungsgemäß das PHMB in verschiedenen Anwendungsfprmen bzw. pharmazeutischen Zubereitungsformen vorliegen, wie zum Beispiel in Form von wässrigen Lösungen (gegebenenfalls mit einem Gehalt an lactatfreier Ringerlösung oder Kochsalzlösung, vorzugsweise lactatfreier Ringerlösung), Emulsionen, Suspensionen, Gelen, Salben oder Cremes, Tabletten, Kapseln, Dragees, Suppositorien und dergleichen. In diesen Zubereitungsformen sind zusätzlich die zur Herstellung der zur jeweiligen Zubereitungsform notwendigen üblichen Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten. Die Kochsalzlösung kann als 0,4 bis
1,2 gew.-%ige Lösung eingesetzt werden. Vorzugsweise wird jedoch physiologische, d.h. 0,9 %ige Kochsalzlösung, angewandt.
Die Anwendung kann erfindungsgemäß in Form von Wundspüllösungen, in Form von mit der erfindungsgemäß angewandten Lösung getränkten Tamponaden (zum Beispiel in der zahnärztlichen Chirurgie), Kompressen oder Longuetten (zum Beispiel zur Abdeckung von postoperativ offengelassenen Wunden) und dergleichen erfolgen.
Beim therapeutischen Gebrauch wird eine intermittierende Anwendung bevorzugt, wobei die Wunden ein- bis dreimal täglich, entsprechend den therapeutischen Anforderungen, mit dem erfindungsgemäß angewandten PHMB getränkt oder gespült werden. Zudem kann erfindungsgemäß auch Spül-Saug-Drainage zur Spülung intern angewandt werden.
Aufgrund der vorstehend genannten überraschenden, die Wundheilung fördernden Eigenschaft kann PHMB zur Förderung der Wundheilung bei Wundheilungsstörungen in vielen Gebieten der Medizin, wie bei Wunden der Weichteile oder Wunden an Knochen (Skelett), eingesetzt werden. Vorzugsweise findet PHMB bei Weichteil wunden Anwendung. So kann PHMB bei Weichteil wunden, wie zum Beispiel bei Operationswunden nach Appendektomie oder Abdominaleingriffen oder Haut- und Subcutis- und tieferen Weichteilabszessen, nach Unfällen, bei denen zum Beispiel die Weichteile der oberen und unteren Extremitäten, einschließlich Hand und Fuß, sowie Thorax, Bauch und/oder Rücken betroffen sind, angewandt werden. Anwendung finden kann erfindungsgemäß das PHMB besonders bei Wundheilungsstörungen, wie sie bei schweren Weichteildefekten, bei schwer heilenden Wunden und bei chronischen Wunden auftreten. So ist die Verwendung geeignet in der aseptischen Knochenchirurgie, zur Behandlung von Wunden, die den Wundtypen 2-4 nach Hierholzer (Der Chirurg, 1991, Bd. 62, Seiten 861-865) entsprechen, von Ulcus cruris , Decubitus, diabetischem Fuß, von schwer- und schwerst Brandverletzten, bei schwer verunfallten Patienten und bei Wunden im Bereich des Nasen- und Rachenraumes, wie der Mundhöhle, sowie bei Wunden im Bereich der Augen.
Erfindungsgemäß kann PHMB sowohl bei bereits infizierten Wunden als auch bei frischen Wunden (zum Beispiel Typ 2 Wunden) angewandt werden.
Erläuterung der Figur 1
In Figur 1 ist der Verlauf der Heilung bei frischen kontaminierten, nicht infizierten (d. h. infektionsfreien) Weichteil wunden unter Behandlung mit entweder 0,04 %iger PHMB-Lösung oder Ringerlösung (vergleiche Beispiel 4) dargestellt. Aus der Figur 1 ist ein deutlicher Unterschied im zeitlichen Verlauf der Wundheilung zwischen den beiden Behandlungen ersichtlich. Unter Verwendung der PHMB-haltigen Lösung ist ein deutlich beschleunigter Heilungsverlauf erkennbar.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die nachfolgenden Beispiele. dienen der Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
Aus Poly(hexamethylen)biguanid-Hydrochlorid mit einem mittleren Molekulargewicht Mw von 2.600, Polyethylenglykol 4.000 (Lutrol® E 4000, BASF AG) und Wasser wurde durch Vermischen derselben eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Poly (hexamethy len)biguanid-Hydrochlorid, Mw 2.600 6 Gew.-%
Polyethylenglykol, Mw 4.000 0,3 Gew.-%
Wasser 93,7 Gew.-%
Die hergestellte Lösung wurde nach entsprechender Verdünnung mit Wasser oder lactatfreier Ringerlösung erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bzw. zur Behandlung von Wundheilungsstörungen bei Weichteil wunden angewandt.
Als Poly(hexamethylen)biguanid-Hydrochlorid wurde das handelsübliche PHMB- Produkt Vantocil® IB oder Arlagard® E der Firma ICI angewandt. Vantocil® IB bzw. Arlagard® E ist eine wässrige Lösung, die als Wirkstoff 20 % Poly(hexamethylen)biguanid-Hydrochlorid enthält.
Beispiel 2
Zur Herstellung einer weiteren Lösung für die erfindungsgemäße Verwendung wurde Beispiel 1 wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle des PHMB-Hydrochlorids das entsprechende PHMB eingesetzt wurde.
Beispiel 3
Aus PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 2.800 und lactatfreier Ringerlösung wurde durch Vermischen dieser Bestandteile eine erfindungsgemäß zu verwendende PHMB enthaltende Lösung mit einer Endkonzentration von 0,04 Gew.-% PHMB hergestellt.
Diese Lösung wurde erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteilwunden und Knochenwunden eingesetzt.
Beispiel 4
Prüfung der Wirksamkeit von PHMB zur Förderung der Wundheilung:
In der nachfolgend beschriebenen Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit einer PHMB-haltigen Wundspüllösung wurde die wundheilungsfördernde Wirkung des verwendeten PHMB an Weichteilwunden untersucht. Als Wundspüllösung wurde eine 0,04 Gew.-% PHMB-haltige Lösung, wie sie gemäß Beispiel 3 erhalten wurde, verwendet. Als Vergleichslösung wurde Ringerlösung eingesetzt. Die Studie war als randomisierte, doppelblinde, zweiarmige, multizentrische, placebokontroUierte klinische Studie der Phase III angelegt. 49 Patienten wurden mit der PHMB enthaltenden
Spüllösung und 36 Patienten mit der Ringerlösung behandelt. Bei den Patienten handelte es sich um erwachsene Patienten, die Wundheilungsstörungen aufwiesen, wobei in die Studie nur Patienten aufgenommen wurden, deren Wunden den Wundtypen 2, 3 und 4 nach Hierholzer entsprachen (Der Chirurg, 1991, Bd. 62, Seiten 861-865). Die Wundtypen nach Hierholzer sind folgendermaßen klassifiziert:
Wundtyp
1 "klinisch saubere" Operationswunde (keine wesentliche Gewebezerstörung oder akzidentielle Kontamination)
2 "klinisch saubere" kontaminierte Wunde (frische, traumatische Wunde, Fraktur ohne signifikante Keimaussaat)
3 kontaminierte Wunde (offene Fraktur II und III, Hohlraumeröffnung mit signifikanter Keimaussaat)
4 massiv kontaminierte oder infizierte Wunde (offene Fraktur II und III mehr als 2 Stunden nach Verletzung, faecale Kontamination).
Die Behandlung der Weichteilwunden wurde folgendermaßen durchgeführt:
Die Wunden wurden offen feucht behandelt (feuchte Wundbehandlung). Die Spülung von offenen, infizierten Weichteilwunden erfolgte mittels einer Kanüle von Drainstellen aus oder über eingelegte Spüldrains. Die antiseptische Abdeckung von Wunden wurde mit Longuetten oder Kompressen (10 cm x 10 cm), die mit der PHMB-haltigen Lösung bzw. mit dem Placebo (Ringerlösung) getränkt wurden, vorgenommen. Das Abdeckmaterial wurde zweimal täglich befeuchtet.
Die Dauer der Behandlung betrug maximal 15 Tage.
Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgte anhand eines Wundscores, der sich aus einem Wundgrundindex und einem Wundrandindex zusammensetzte, wobei Wundgrundindex und Wundrandindex folgendermaßen benotet wurden:
Wundgrundindex
10 nekrotisch
8 schmierig
6 infiziert
4 granulierend
2 fast abgeheilt
0 abgeheilt
Wundrandindex
10 kailös
8 entzündlich
6 induriert
4 mäßig hart induriert
2 fast abgeheilt
0 abgeheilt
Ferner wurden noch die Wundgranulation, der Wundgrundindex, die Wirksamkeits- und Verträglichkeitsbeurteilung sowie die Keimbesiedelung der Wunden anhand mikrobiologischer Begleituntersuchungen betrachtet, wobei an den Behandlungstagen 0, 2, 8 und 15 mikrobiologische Untersuchungen auf Keimart und Anzahl (semiquantitativ) durchgeführt wurden. Dabei wurden Wunden, die mikrobiologisch das Ergebnis "keine Keime nachweisbar" aufwiesen, bei der Beurteilung des Wundgrundes jedoch als "infiziert" , "schmierig" oder "nekrotisch" eingestuft wurden, als infiziert eingestuft. Sonst erfolgte die Beurteilung anhand der tatsächlich vorgefundenen Keime.
Die Sicherheitsbeurteilung erfolgte anhand der Protokollierung unerwünschter Ereignisse und Kontrolle von Laborparametern sowie der subjektiven Verträglichkeitsbeurteilung durch Prüfärzte.
Die Randomisierung der Patienten erfolgte per Computer mit einem eigens erstellten Randomisierungsprogramm. Als statistische Methoden kamen die Repeated Measure- Kovarianzanalyse, die Lifetable-Analyse sowie Methoden der deskriptiven Statistik zur Anwendung. (Beschreibung der verwendeten statistischen Methoden findet sich bei L. Sachs, Angewandte Statistik, 7. Aufl., Springer, Berlin Heidelberg New York, 1992, G. A. F. Seber, Multivariante Observations, John Wiley & Sons, New York, 1984, J. D. Kalbfleisch, R. L. Prentice, The Statistical Analysis of Failure Time Data, John Wiley & Sons, New York, 1980, SAS Institute Inc. , SAS/STAT® User's Guide, Version 6, 4. Ed., Volume 2, Cary, NC, SAS Institute Inc., 1989.)
Bei dieser Studie wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:
Bei der Studie zeigte sich eine überlegene Wirksamkeit der PHMB-haltigen Spüllösung gegenüber Ringerlösung. Die Repeated Measure-Kovarianzanalyse mit der Ausgangswundfläche als Covariable ergab einen signifikanten Unterschied (p = 0,0003 per protocol, p = 0,0001 intent-to-treat) im Heilungs verlauf zwischen den beiden verwendeten Lösungen (vgl. auch Figur 1).
Weiterhin wurde die Wirksamkeit von den Prüfärzten für die PHMB-haltige Lösung in 95,9 % der Fälle mit gut oder sehr gut beurteilt, für Ringerlösung nur in 62,8 % der Fälle.
Unter Behandlung mit der PHMB-haltigen Lösung wurde darüber hinaus bei infizierten Wunden signifikant schneller (Log-Rank-Test, p = 0,0001) Keimfreiheit erreicht als unter Anwendung von Ringerlösung.
Für die Verträglichkeit wurden neben der Erfassung unerwünschter Ereignisse die gemessenen Laborparameter (Leukozyten- und Erythrozytenzahl, Hb-Wert und Hämatokrit) und die subjektive Verträglichkeitsbeurteilung durch den Prüfarzt betrachtet. In keiner Medikationsgruppe traten unerwünschte Ereignisse auf. Die Laborparameter zeigten einen normalen Verlauf. In allen Fällen wurde die Behandlung mit der PHMB-haltigen Lösung als sehr gut oder gut verträglich beurteilt. Die Ringerlösung wurde in einem Fall als mäßig verträglich bewertet. Keiner der beiden Lösungen wurde schlechte Verträglichkeit bescheinigt.
In Figur 1 ist der Verlauf der bei der Studie untersuchten Wundheilung bei kontaminierten, nicht infizierten, frischen Weichteilwunden sowohl unter Behandlung mit der PHBM-haltigen Lösung als auch unter Behandlung mit Ringerlösung wiedergegeben, wobei auf der y- Achse der Wundscore, bestehend aus der Bewertung des Heilungsverlaufes des Wundgrundes und des Wundrandes an den auf der x-Achse angegebenen Tagen nach der Formel
rel. Score = Score aktue"
Ausgangsscore
beurteilt wurden. Niedrigere Werte bedeuten dabei eine Verbesserung des Wundzustandes. Es ergab sich ein deutlicher Unterschied im zeitlichen Verlauf der Wundheilung, der sich auch unter Anwendung statistischer Methoden, wie sie vorstehend beschrieben wurden (vgl. Repeated Measure-Kovarianzanalyse und Lifetable- Analyse), als signifikant bestätigte. Unter Anwendung der 0,04 Gew.-% PHMB-haltigen Lösung war ein deutlich beschleunigter Heilungsverlauf, erkennbar an einer früheren Granulation und Epithelialisierung der Wunden, zu beobachten, als unter Behandlung mit der Ringerlösung. In der Figur 1 wird dies durch den früheren und steileren Abfall der Kurve unter der Behandlung mit PHMB verdeutlicht. Da es sich um frische, nichteitrige Wunden handelte, beruhte dieser Unterschied eindeutig nicht auf der Beseitigung vorhandener Infektionen durch das bakterizid wirkende PHMB. Damit wird bestätigt, daß unter Anwendung der 0,04 Gew.-% PHMB-haltigen Lösung die Wundheilung gefördert wird.
Die überraschende wundheilungsfördernde Wirkung der PHMB-haltigen Lösung wird damit sowohl bei bereits infizierten Wunden als auch bei frischen Typ 2 Wunden, bei denen sich noch keine Infektion manifestiert hatte (vgl. Figur 1), aufgezeigt.
Die wundheilungsfördernde Wirkung der PHMB-haltigen Lösung beruht damit nicht allein auf der mikrobiziden Wirksamkeit und der im Vergleich mit Ringerlösung gleich guten Verträglichkeit, sondern wurde durch PHMB selbst verursacht.
Beispiel 5
Beispiel 3 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle des dort verwendeten PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 2.800 PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 4.000 verwendet wurde.
Die so hergestellte Lösung mit einer Endkonzentration von PHMB (Mw 4.000) von 0,04 Gew.-% wurde ebenso wie die Lösung von Beispiel 3 erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bzw. zur Behandlung von Wundheilungsstörungen bei Weichteil wunden eingesetzt.
Das angewandte PHMB wurde in an sich bekannter Weise durch fraktionierte Filtration aus dem handelsüblichen PHMB-Produkt Vantocil® IB oder Arlagard® E der Firma ICI abgetrennt (vgl. EP 0 700 249 Bl).
Beispiel 6
Das Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle des dort verwendeten PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht (Mw) von 2.600 ein PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht (Mw) von 2.800 verwendet wurde.
Die so hergestellte Lösung kann nach geeigneter Verdünnung mit Wasser, lactatfreier
Ringerlösung oder Kochsalzlösung ebenso wie die Lösung von Beispiel 3 erfolgreich zur Behandlung von Wundheilungsstörungen bei Weichteilwunden eingesetzt werden.
Beispiel 7
Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle des dort verwendeten PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 2.600 ein PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 4.000 verwendet wurde.
Die so hergestellte Lösung wurde nach entsprechender Verdünnung mit Wasser oder lactatfreier Ringerlösung auf Anwendungskonzentration erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteilwunden eingesetzt.
Das verwendete PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise hergestellt.
Beispiel 8
Aus PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht (Mw) von 3.500, Polyethylenglykol 4.000 und Wasser wurde durch Vermischen der Bestandteile eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB-Hydrochlorid, Mw 3.500 20 Gew.-
Polyethylenglykol, Mw 4.000 1 ,0 Gew.- %
Wasser 79 Gew.-%
Die so hergestellte Lösung kann nach entsprechender Verdünnung mit Wasser oder lactatfreier Ringerlösung auf Anwendungskonzentration erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteilwunden oder Knochenwunden eingesetzt werden.
Das verwendete PHMB-Hydrochlorid wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise erhalten.
Beispiel 9
Eine weitere erfindungsgemäß zu verwendende PHMB enthaltende Lösung wurde aus PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 3.500 und lactatfreier Ringerlösung durch Vermischen derselben zu einer Endkonzentration an PHMB von 0,04 Gew.-% hergestellt. Diese Lösung wurde erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteil wunden eingesetzt.
Das angewandte PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise erhalten.
Beispiel 10
Aus PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht (Mw) 4.500, Polyethylenglykol 4.000 und Wasser wurde durch Vermischen der Bestandteile eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB-Hydrochlorid, Mw 4.500 20 Gew.-%
Polyethylenglykol, Mw 4.000 1,0 Gew.-%
Wasser 79 Gew.-%
Die so hergestellte Lösung wurde nach entsprechender Verdünnung mit Wasser, lactatfreier Ringerlösung oder Kochsalzlösung auf Anwendungskonzentration erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteil wunden eingesetzt.
Das angewandte PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise erhalten.
Beispiel 11
Aus PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 4.500 und lactatfreier Ringerlösung wurde durch Vermischen dieser Bestandteile eine erfindungsgemäß zu verwendende Lösung mit einer Endkonzentration an PHMB von
0,04 Gew.-% hergestellt. Die so hergestellte Lösung kann erfolgreich zur Förderung der
Wundheilung bei Weichteil wunden eingesetzt werden.
Das angewandte PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise erhalten.
Beispiel 12
Aus PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 4.000 und Wasser wurde durch Vermischen derselben eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB, Mw 4.000 4 Gew.-
Wasser 96 Gew.-
Die so hergestellte Lösung wurde nach entsprechender Verdünnung mit Wasser, lactatfreier Ringerlösung oder Kochsalzlösung auf Anwendungskonzentration erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteil wunden eingesetzt.
Das angewandte PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise hergestellt.
Beispiel 13
Aus PHMB mit einer mittleren Molekulargewichtsverteilung (Mw) von 3.500 und Wasser wurde durch Vermischen derselben eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB, Mw 3.500 4,5 Gew.-%
Wasser 95,5 Gew.-%
Zur Herstellung einer erfindungsgemäß zu verwendenden Lösung wurden 0,2 % der vorstehend hergestellten Lösung mit 0,9 iger Kochsalzlösung auf eine
Endkonzentration an PHMB von 0,02 Gew.-% verdünnt. Die so hergestellte Lösung wurde erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteilwunden eingesetzt.
Das eingesetzte PHMB wurde wie in Beispiel 5 beschrieben hergestellt.
Beispiel 14
Aus PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht (Mw) von 2.800, Polyethylenglykol 4.000 und Wasser wurde durch Vermischen der Bestandteile eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB, Mw 2.800 20 Gew.-%
Polyethylenglykol, Mw 4.000 1 ,0 Gew.-%
Wasser 79 Gew.-
Unter Verwendung von 2,0 g der so hergestellten Lösung und der folgenden Bestandteile wurde ein erfindungsgemäß zu verwendendes Gel der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB-enthaltende Lösung (Mw 2.800) 2,0 g
Ringerlösung (lactatfrei) 965,5 g
Hydroxyethylcellulose (DAB) 32,5 g
Das so hergestellte Gel wurde erfolgreich zur Behandlung von Wundheilungsstörungen bei Weichteil wunden angewandt.
Beispiel 15
Zur Herstellung eines weiteren erfindungsgemäß zu verwendenden Gels wurde Beispiel 14 wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle des dort verwendeten PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht von 2.800 ein PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht
(Mw) von 3.500 verwendet wurde. Das eingesetzte PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise hergestellt.
Das so hergestellte Gel wurde erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteil wunden eingesetzt.
Beispiel 16
Zur Herstellung eines weiteren erfindungsgemäß zu verwendenden Gels wurde aus PHMB mit einem mittleren Molekulargewicht (Mw) von 4.000 und Wasser durch Vermischen derselben eine Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
PHMB, Mw 4.000 20 Gew.-%
Wasser 80 Gew.-%
2,0 g der so hergestellten PHMB enthaltenden Lösung wurden anschließend zur Herstellung eines Gels der folgenden Zusammensetzung verwendet:
PHMB-enthaltende Lösung (Mw 4.000) 2,0 g
Ringerlösung (lactatfrei) 965,5 g
Hydroxyethylcellulose (DAB) 32,5 g
Das eingesetzte PHMB wurde in der in Beispiel 5 beschriebenen Weise erhalten.
Das so hergestellte Gel wurde erfolgreich zur Förderung der Wundheilung bei Weichteilwunden eingsetzt.