Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum berührungslosen Prüfen von verschiedenen Prüfgutem. Es kann sich dabei um die Oberflächen von Prüfgu¬ tem handeln, oder auch um deren räumliches Inneres. Im spe¬ ziellen werden so die angeblich glatten oder regelmässig strukturierten Oberflächen auf Unregelmässigkeiten geprüft oder es wird eine lichtdurchlässige, angeblich gleichmässig oder regelmässig strukturierte Schicht eines Materials auf deren Unregelmässigkeit hin überprüft. Solche Un¬ regelmässigkeiten können zum Beispiel infolge von Einschlüs¬ sen vorkommen. Bei Bahnmaterialien, die im Fabrikationspro- zess oder in einem Behandlungsprozess laufen, beispielsweise eine Folien- oder textile Stoffbahn, und die beim Durchlaufen
eine angeblich ruhig bleibende Oberfläche aufweisen, kann das Mass dieser Laufruhe bestimmt oder allfällige Unregelmässig- keiten in der Laufruhe festgestellt werden. Solche Prüfungen sind im Rahmen verschiedener Behandlungsverfahren wie zum Beispiel beim Laminieren oder Bedampfen notwendig. Beim Prü¬ fen von dreidimensionalen Strukturen können andrerseits Lage¬ änderungen von internen Grenzflächen des zu prüfenden Mate¬ rials festgestellt und gemessen werden. Darüberhinaus sind Schwingungen von solchen Bereichen oder von Einschlüssen prüfbar. Die Prüfung von rotierenden Teilen auf Rundlauf und Schwingungen gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich derartiger Prüfungen.
Bisher bekannte Systeme benützen einen mit mechanischen Mit¬ teln abgelenkten Laserstrahl (laser Scanner) und komplizierte optische Komponenten. Entsprechende Prüfgeräte sind deshalb teuer, voluminös und auch verschleissanfällig. Andere Systeme arbeiten mit elektronischen Kameras. Solche sind zum Beispiel als Zeilenkameras ausgebildet und können gleichzeitig eine Zeile des durchlaufenden und zu prüfenden Materials erfassen. Weil jedoch eine solche Kamera jeweils nur an einem bestimm- .ten Ort der Zeile senkrecht auf das Material gerichtet sein kann, muss das Messresultat von Oberflächenbereichen, die schiefwinklig erfasst werden, entsprechend kompensiert wer¬ den. Es sind deshalb komplizierte Korrekturen in der Abbil¬ dung nötig. Wird mit der Kamera die Zeile abgefahren, so sind wiederum komplizierte Schieberegister nötig, und die Messresultate müssen mittels aufwendiger Transformationsrech-
nungen auf die massgeblichen Messpunkte umgerechnet werden. Bei beiden Systemen ist die Prüfung von sehr langen oder breiten Materialien nur sehr beschränkt möglich, bedingt durch die geometrischen Erfordernisse und durch die schlech¬ ter werdende Fehlerauflδsung mit zunehmender Inspektions¬ breite.
Ein weiterer Nachteil der bisher bekannten Systeme besteht darin, dass die gesamte abgetastete Information in serieller Form vorliegt. Das Messgerät isst also Zeile um Zeile und hängt die ermittelten Daten in einer Serie .ineinander. Diese Serie von Messdaten muss dann durch -eine Transformation den einzelnen Messpunkten zugeordnet werden, was eine sehr hohe Bandbreite der Auswertegeräte erfordert und auch meistens hohe Anforderungen an die Auswerte-Software stellt. Nachtei¬ lig ist auch die fehlende Redundanz der Systeme. Ein Ausfall eines einzigen wichtigen Teiles, wie zum Beispiel des Lasers, führt zum Ausfall der ganzen Anlage.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, welche die er¬ wähnten Nachteile überwindet und insbesondere auch die Prü¬ fung kompliziert geformter Materialien erlaubt, wobei die Prüfvorrichtung den Erfordernissen des Prüfgutes in vorherbe¬ stimmbarer Weise anpassbar ist, oder im Prozessablauf selbst¬ tätig anpassbar ist.
Diese Aufgabe wird gelöst von einem Verfahren nach dem Ober¬ begriff und den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspru¬ ches 1, sowie von einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfah¬ rens mit den Merkmalen des Patentanspruches 3.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die Vorrichtungen zu sei¬ ner Ausübung ermöglichen das gleichzeitige berührungslose Prüfen einer Oberfläche oder einer inneren Grenzfläche eines zu prüfenden Materials mittels Auflicht, das an der Oberflä¬ che oder an einer inneren Grenzfläche reflektiert und hernach detektiert wird. Aber auch eine räumliche Schicht oder ein räumlicher Abschnitt eines Materials', beziehungsweise dessen innere Struktur, kann geprüft werden, indem das Auflicht daran gestreut wird und hernach detektiert wird.
In der nachfolgenden Beschreibung wird anhand von verschie¬ denen Zeichnungen das grundsätzliche Funktionsprinzip des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert. Ausserdem werden ei¬ nige beispielsweise Vorrichtungen zur Ausübung des Verfahrens anhand von Schematas erklärt.
Es zeigt:
Figur 1 : zeigt das Funktionsprinzip des Verfahrens für das Prüfen einer Oberfläche und der inneren Struktur eines Prüfgutes;
Figuren 2-5: zeigen vier grundsätzliche Varianten des Verfahrens;
Figur 6 : zeigt das Funktionsprinzip des Verfahrens für das Prüfen eines Prüfgutes mit unregelmässiger Materialdicke;
Figur 7 : zeigt ein Schema einer ersten beispielsweisen Möglichkeit einer Vorrichtung zur Steuerung der Lichtintensität eines Lichtguellen- abschnittes;
Figur. 8 : zeigt ein Schema einer zweiten beispielsweisen Möglichkeit einer Vorrichtung zur Steuerung der Lichtintensität eines Lichtquellen¬ abschnittes;
Figur 9 : zeigt ein Schema einer ersten beispielsweisen Möglichkeit einer Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtintensität beim Lichtempfänger;
Figur 10 : zeigt ein Schema einer zweiten beispielsweisen Möglichkeit einer Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtintensität beim Lichtempfänger.
In Figur 1 ist das grundsätzliche Funktionsprinzip des erfin¬ dungsgemässen Verfahrens für das Prüfen einer Oberfläche und/oder der inneren Struktur eines Prüfgutes anhand einer
schematisch dargestellten Vorrichtung zu dessen Ausübung ge¬ zeigt. Das Prüfgut 1 besteht aus einem Material, das zum Bei¬ spiel ein Bahnmaterial ist, dessen Oberfläche geprüft werden soll, oder es kann ein transparentes oder translucentes Mate¬ rial sein, bei dem nebst der Oberfläche auch die innere Struktur geprüft werden soll. In der Figur 1 bewegt sich das Prüfgut gemäss dem eingezeichneten Pfeil mit einer gleichför¬ migen Bewegung von rechts nach links. Erfindungsgemäss wird es nun von einer gerichteten, linienförmigen Lichtquelle 2 mit Licht angestrahlt, wie das die entsprechend eingezeich¬ neten Pfeile andeuten. Das in Form eines Lichtbalkens 3 auf das Prüfgut 1 auftreffende Licht wird am Prüfgut 1 zu einem Teil reflektiert, der vom Material und insbesondere seiner Oberflächenbeschaffenheit abhängt. Der reflektierte Teil des Lichtes wird an einer linienförmigen, optoelektronischen Wandleranordnung 4 wiederum als Lichtbalken erfasst. Der nicht reflektierte Teil des Lichtes durchdringt das Prüfgut 1, wird daran gestreut und tritt auf der anderen, hier unte¬ ren Seite des Prüfgutes 1 wieder aus diesem heraus. An der untern Grenzfläche des Prüfgutes 1 ist eine weitere Reflexion möglich. Das austretende Licht wird schliesslich von einer weiteren linienförmigen, optoelektronischen Wandleranordnung 5 erfasst. Gemäss dem Verfahren werden die Intensitäten des erfassten Lichtes in den einzelnen Punkten der linienförmi- gen, optoelektronischen Wandleranordnungen 4,5 gemessen. Hierzu müssen diese Wandleranordnungen 4,5 eine möglichst hohe optische Auflösung aufweisen. Aus diesem Grund sind sie aus einer Anzahl einzelner optischer Elemente 6 aufgebaut,
die so ausgebildet sind, dass sie gemeinsam ein linienförmi- ges Sichtfeld bilden. Für spezielle Anwendungen ist aber auch die Lichtquelle 2 aus solchen einzelnen optischen Elementen 7 aufgebaut, die dann gesondert in bezug auf die Intensität des von ihnen abgestrahlten Lichtes steuerbar sind. Durch die gesonderte, einzelne Steuerung der Lichtintensität jedes Lichtpunktes und der gesonderten, einzelnen Ermittlung der detektierten Intensität bei jedem Messpunkt kann praktisch für jeden Messpunkt eine bestimmte Lichtintensität gewählt werden oder die zu detektierenden Werte können als Parameter vorgegeben werden. Es können also entsprechend der Auflösung des erzeugten Lichtbalkens und des detektierten Lichtes empi¬ risch oder mathematisch für jeden Punkt ortsabhängige Inten¬ sitätswerte entsprechend der Bewegung des Ueberfahrens des Prüfgutes 1 vorgegeben werden, die dann als Messparameter dienen. Ebenso können Mittel vorhanden sind, mittels derer ein empirisch oder mathematisch definierter, ortsabhängiger Verlauf der Intensität des zu detektierenden Lichtes für jeden Punkt des Lichtbalkens beim Ueberfahren des Prüfgutes vorgebbar ist. Die.Werte können rückgekoppelt und verglichen werden. Durch die Identifikation eines bestimmten Intensi¬ tätsverlaufs kann eine Bewegungsinspektion der durchlaufenden Oberfläche vorgenommen werden.
Die Figuren 2 bis 5 zeigen vier verschiedene Varianten, wie das erfindungsgemässe Verfahren zum Einsatz kommen kann. In Figur 2 ist die wohl einfachste Variante dargestellt, in dem die Lichtquelle 2 ein lichtundurchlässiges Material 1
anstrahlt. Ein Teil des auftreffenden Lichtes wird an dessen Oberfläche reflektiert, der Rest wird im Material absorbiert. Der reflektierte Anteil wird vom Detektor 4, der optoelektro¬ nischen. Wandleranordnung, erfasst. Diese Anordnung kann zum Beispiel zum Prüfen der Oberfläche von Folienmaterial verwen¬ det werden, wobei das Folienmaterial in Form einer Bahn unter dem Lichtbalken 3 durchläuft. Die Anordnung eignet sich aber auch zum Prüfen der Oberfläche von festen Oberflächen wie zum Beispiel Karosserieteilen, Metall-Formstücken oder ähnlichen Materialien mit lichtreflektierenden Oberflächen. Es können dabei Breiten bis zu 10 Metern mittels In-Line-Inspektion geprüft werden. Die Fehlerauflösung beträgt zum Beispiel etwa 10 um für Löcher, sogenannte "pin-holes", in dünngewalzten Oberflächenschichten. In bezug auf Kratzer und Staubteile als Störstellen für die Reflexion wird eine Auflösung von etwa 50 um erzielt. Mit dieser Anordnung werden daher vorallem Beschichtungsdefekte, Fremdteilchen (Staub) , Kratzer, Druck¬ stellen, Vertiefungen und Löcher erfassbar. Auch Aenderungen der Dichte, der Farbe, der Oberflächenrauhigkeit und -gute sind feststellbar. Das erfindungsgemässe Prüfverfahren erlaubt hohe Prüfgeschwindigkeiten von bis zu 17 m/s Bandge¬ schwindigkeit.
Figur 3 zeigt eine Variante, bei der das Prüfgut 1 transpa¬ rent oder translucent, also diffus lichtdurchlässig ist. Ein Teil des von der Lichtquelle 2 abgestrahlten und auf dem Prüfgut 1 auftreffenden Lichts wird reflektiert, der andere Teil durchdringt bis auf Absorptionsverluste das Prüfgut 1
und wird nach seinem Austritt aus dem Prüfgut 1 an einem Spiegel 8 reflektiert, von dem aus es abermals das Prüfgut 1 durchdringt. Die beiden Lichtstrahlbänder werden schliesslich mit der optoelektronischen Wandleranordnung 4 detektiert. Diese Anordnung erlaubt es, die Oberfläche und gleichzeitig die Struktur des lichtdurchlässigen Materials zu prüfen. In bezug auf die Struktur können zum Beispiel Einschlüsse (Blasen) sowie deren Grosse ermittelt werden, oder es kann die Regelmässigkeit von Cross-Linking1s, der Zugkraft-Verbin¬ dungen im Innern von Polymeren, geprüft werden. Ausserde lassen sich auch Variationen in Farbe und Transmission bestimmten.
Figur 4 zeigt eine Anordnung zur Inspektion von Oberflächen. Ein Teil des Lichtes wird an der Oberfläche reflektiert, wäh- rend der das Prüfgut 1 durchdringende Teil des Lichtes an der gegenüberliegenden Oberfläche 9 beziehungsweise an der durch sie gebildeten Grenzfläche reflektiert und nach nochmaligem Druchdringen des Prüfgutes 1 detektiert wird. Der an der Grenzfläche nicht reflektierte Teil wird von einem Absorber 10 aus zum Beispiel schwarzem Samt aufgefangen.
In Figur 5 ist eine Anordnung dargestellt, wie sie zum Prüfen der Grenzschicht 13 zwischen zwei benachbarten Materialien 11,12, zum Beispiel eines Laminates, eingesetzt wird. Das Licht durchdringt das erste, hier obere Material 11 und wird an der Grenzfläche 13 zum zweiten, hier unteren Material 12 grösstenteils reflektiert. Das reflektierte Licht durchdringt
nochmals das erste Material 11 und wird nach seinem Austritt detektiert. Das nicht an der Grenzfläche 13 reflektierte Licht durchdringt das zweite Material 12 und aus dessen Ober¬ fläche 14 austretendes Licht wird von einem Absorber 10 auf¬ gefangen. Erhöhtes Durchlicht vermag dabei Laminat-Defekte anzuzeigen.
Figur 6 zeigt das Funktionsprinzip des Verfahrens für das Prüfen eines Prüfgutes 1 mit unregelmässiger Materialdicke. Um eine gleichmässige Messempflindlichkeit der Durchlichtmes- sung zu erreichen, was in der Figur 6 durch die gleiche Länge der Pfeile vor den Detektoren 4 angedeutet ist, wird ein Lichtband auf dem Prüfmaterial 1 erzeugt, das einen Intensi¬ tätsverlauf I aufweist, der dem Verlauf der Lichtabschwächung im Prüfmaterial 1 so. entspricht, dass diese kompensiert wird. Eine optoelektronische Wandleranordnung 6 und ein optisches Element 7 bilden jeweils einen sogenannten Messkanal.
Im folgenden werden einige Grundschaltungen für die Vorrich¬ tungen zur Ausübung der erfindungegemässen Verfahren beschrieben und erläutert. Figur 7 zeigt ein Schema einer "ersten beispielsweisen Möglichkeit einer Vorrichtung zum ortsabhängigen und programmgemässen Steuern der Lichtintensi¬ tät eines Lichtquellenabschnittes. Die linienförmige Licht¬ quelle als ganzes besteht hier aus einer Vielzahl diskreter Lichtquellen, die hier alle von je einer Licht emittierenden Diode (LED) 15 oder einem Laser gebildet werden. Jede ein¬ zelne solche Lichtquelle bildet dabei einen Lichtabschnitt,
der individuell in seiner Intensität steuerbar ist. Die Steuerung erfolgt dabei über einen alle einzelnen Lichtquel¬ len verbindenden Steuerungskanal (control bus) 16. Im gezeig¬ ten Schema ist also die Schaltung einer einzelnen Lichtquelle gezeigt..Ueber die Leitung 17 wird die Schaltung mit Leistung (Power PWR) versorgt. In einer logischen Schaltung LOGIC 18 werden die Steuersignale aufgearbeitet und über den Digital- Analog-U wandler (Digital-Analog-Converter DAC) 19 an den Wechselstrom-Treiber (AC-Driver) 20 abgegeben. Dieser speist sodann die lichtemittierende Diode (LED) oder einen Laser. Ein Gegenlicht-Empfänger (Back Light Receiver) 21 ist auf den Wechselstrom-Treiber (AC-Driver) 20 zurückgekoppelt. Dieser Gegenlicht-Empf nger misst die auf dem Prüfgut erzeugte Lichtintensität, damit eine Kontrolle möglich ist, .ob diese tatsächliche dem gewünschten Wert entspricht. Durch die Rück¬ koppelung ist eine Regelkreis gebildet, sodass die Lichtin¬ tensität stets auf einen vorgebbaren Wert regelbar ist.
Figur 8 zeigt eine alternative Schaltung zu jener von Figur 7. Im Unterschied zu jener in Figur 7 wird hier mit einer Glühlampe 22 als Lichtquelle gearbeitet. Die logische Schal¬ tung LOGIC 18 und der Digital-Analog-Umwandler (Digital- Analog-Converter DAC) 19 speisen hier die Glühlampe 22 über einen Gleichstrom-Treiber (DC-Driver). 23. Ein zusätzlicher Wechselstrom-Treiber (AC-Driver) 24 verarbeitet die Signale von LOGIC 18 und Digital-Analog-Umwandler (Digital-Analog- Converter DAC) 19 wie auch von einem Gegenlicht-Empfänger (Back Light Receiver) 21 und speist dann einen Zerhacker
(Shutter) 25. Mittels des Zerhackers wird eine hohe Frequenz erzeugt, um ein von den Frequenzen des Umgebungslichtes unterscheidbares Licht zu erzeugen und deshabl unabhängig vom Umgebungslicht messen zu können. Die erzeugte Lichtfrequenz dient in dieser Weise als Trägerfrequenz für die Messung. Sie muss natürlich so hoch sein, dass die Abtastung beziehungs¬ weise Auflösung für das sich bewegende Prüfgut hinreichend ist. Mit der beschriebenen Schaltung gelingt es, die Lichtin¬ tensität des von der Glühlampe abgegebenen Lichts genügend rasch und genau zu regeln.
Figur 9 zeigt eine Schaltung zur Verarbeitung der vom Licht¬ empfänger abgegebenen Stromwerte als Lichtintensitätswert mittels einstellbaren Messverstärkern. Damit ist der ortsab¬ hängige Verlauf der Intensität des detektierten Lichtes jedes einzelnen optischen Elementes der optoelektronischen Wand¬ leranordnung auf einen programmierbaren Sollwert verstärkbar. Das Licht trifft bei dieser Schaltung auf einen Fotoempfänger
(Fotoreceiver) 26, dessen elektrisches Signal von einem Messverstärker (Variable Amplifier) 27 verstärkt wird. Der Verstärker 27 wird über eine logische Schaltung (LOGIC) 28 und einen Digital-Analog-Umwandler (Digital-Analog-Converter DAC) 29 gesteuert. Die logische Schaltung (LOGIC) 28 wird über die Leitung 30 mit Strom versorgt und von einer Leitung 31 gesteuert, welche von einem gemeinsamen Steuerungkanal
(Control bus) 32 abzweigt.
Die Figur 10 zeigt eine alternative Schaltung. Hier ist dem Fotoempfänger (Fotoreceiver) 33 ein Zerhacker (Shutter) 34 vorgeschaltet, der über die logische Schaltung (LOGIC) 28, den Digital-Analog-Umwandler (Digital-Analog-Converter DAC) 29 und einen Wechselstrom-Gleichstrom-Treiber (AC/DC-Driver) 35 angesteuert wird. Der Zerhacker ermöglich bei dieser Schaltung eine selektive Einstellung auf eine bestimmte Sen¬ derfrequenz. Andrerseits kann auch die gemessene Intensität' mit Hilfe dieses Zerhackers beliebig reduziert werden.
Als linienförmige Lichtquellen an erfindungsgemässen Vorrich¬ tungen kann eine Reihe von Fotodioden, Glühlampen, Gasent¬ ladungsröhren oder -lampen dienen. Auch Halbleiterdioden kön¬ nen zum Einsatz kommen. Die optoelektronischen Wandleranord¬ nungen andrerseits können aus Fotodioden, Fototransistoren oder Fotomuitipliern bestehen. Mittel zum Bewegen der Licht¬ quelle und der optoelektronischen Wandleranordnung relativ zum Prüfgut und zum Erfassen der Ortskoordinate dieser Bewe¬ gungen als Parameter für die Lichtquelle und die optoelek¬ tronische Wandleranordnung werden nur dann benötigt, wenn es sich um ein stationäres Prüfgut handelt. Diese Mittel können zum Beispiel Lineareinheiten sein oder beliebige mechanische Antriebsmittel aus dem Stand der Technik. In vielen Fällen ist die Prüfanordnung stationär und das Prüfgut wird unter dem erzeugten Lichtbalken hindurch bewegt. Mitunter kann auch die Temperatur ein Prozessparameter sein, der als Steuerpara¬ meter (Führungsgrösse) verwendet wird. Als Beispiel kann rot¬ glühendes Metall angeführt werden, welches eine Messung be-
einflusst, oder die Temperatur eines Prüfgutes muss aufgrund der Materialausdehnung kompensiert werden. In solchen Fällen eignen sich Infrarot-Pyroelektrische Sensoren als optoelek¬ tronisc e Elemente.