DE9408537U1 - Evakuierbares Kissen mit Füllkörpern als Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten - Google Patents
Evakuierbares Kissen mit Füllkörpern als Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von ExtremitätenInfo
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Description
RICHTER, WERMKMANW &.GERBAULET
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS ■ PATENTANWÄLTE HAMBURG · BERLIN
DIPL.-ING. JOACHIM RICHTER DIPL.-ING. HANNES GERBAULET
DIPL.-ING. FRANZ WERDERMANN
- 1986
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H94255III5320 19.05.1994
Anmelder: HABERMEYER, Peter, Prof. Dr. D-70184 Stuttgart
Titel: Evakuierbares Kissen mit Füllkörpern als Einlage in einer Vorrichtung zur
umschließenden Fixierung von Extremitäten
Die Erfindung betrifft ein Kissen mit einer in dessen
Innenraum angeordneten Vielzahl von relativ zueinander beweglichen, kleinkörnigen Füllkörpern, das verformbar,
vakuumdicht und evakuierbar ausgebildet ist, insbesondere als Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung
von Extremitäten und Extremitätenbereichen, insbesondere zur Behandlung von Extremitätenfrakturen im Bereich
von Unterschenkel, Oberschenkel, Unterarm und Oberarm, bei der zumindest zwei gegeneinander verspannbare Schalenteile
vorgesehen sind, die die zu umschließende Extremität umgeben, und bei der zwischen den Schalenteilen und der Extremität
das Kissen angeordnet ist.
Durch die DE-A- 42 17 061 ist eine derartige, eingangs beschriebene Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von
Extremitäten und Extrmitätenbereichen bekannt. Die Luftdurchtrittsöffnungen sind dabei zu Inselbereichen zusammengefaßt,
wodurch insbesondere im Bereich einer Wade eines zu umschließenden Unterschenkels für eine verbesserte
Belüftung dieses Bereiches der Extrmität und für eine nahezu unmittelbare, nur durch die Wandung des Kissens
unterbrohene Anlage dieses Muskelbereichs am zugeordneten Schalenteil gesorgt wird. Das Fehlen der Füllkörper in
diesem Inselbereich bewirkt dabei, daß die von den Füllkörpern ausgeübte thermische Isolationswirkung in diesem
Bereich entfällt und so die Tendenz zum Schwitzen in diesem Muskelbereich reduziert ist. Außerdem werden dadurch
das Gesamtvolumen des Kissens und der Umfang des Kissens in diesem Bereich verringert. Trotz dieser Ausgestaltung
des Kissens mit zu Inselbereichen zusammengefaßten Luftdurchtrittsöffnungen
in speziellen Extremitätenanlagebereichen lassen sich Wärmestaus, die Bildung von Feuchtigkeit
und eine gute Be- und Durchlüftung der Extremität nicht vermeiden.
Zur Behandlung von Extremitätenfrakturen werden üblicherweise Gipsverbände oder deren moderne Varianten in Form
von Kunststoffverbänden angelegt. Das Anlegen derartiger Verbände erfordert nicht nur ein herhebliches Geschick und
einen entsprechenden Aufwand für das Personal, sondern führt häufig auch dazu, daß durch Kanten oder Vorsprünge
an der Innenseite des Gips- oder Plastikverbandes für den Patienten äußerst störende Druckstellen entstehen. Nach
der Reposition der jeweiligen Franktur ist der Patient der schmerzhaften Phase des Nachwickelns der Binden und des
Wartens auf das Abbinden des Gipses ausgesetzt. Schließlich ist es bei den bekannten Gips- oder Plastikverbänden
im Regelfall erforderlich, einen Wechsel dieses Gips- oder Plastikverbandes vorzunehmen, wenn es im Laufe der Frakturbehandlung
zu einer Abschwellung der betreffenden
Gliedmaße kommt. Auch dies ist ein aufwendiger und für den Patienten wiederum unangenehmer Vorgang.
Gliedmaße kommt. Auch dies ist ein aufwendiger und für den Patienten wiederum unangenehmer Vorgang.
So ist durch die WO 92/04880 eine Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten und Extremitätenbereichen
bekannt, die insbesondere zur Behandlung von
Extremitätenfrakturen im Bereich von Unterschenkel, Oberschenkel, Unterarm und Oberarm vorgesehen ist. Dieses Vorrichtung weist zumindest zwei gegeneinander verspannbare
Schalenteile auf, die die zu schließende Extremität umgeben. Zwischen den Schalenteilen und der Extremität sind
zwei formbare, vakuumdicht ausgebildete und mit zumindest einem Ventil versehene, evakuierbare Kissen vorgesehen, in denen sich eine Vielzahl von relativ zueinander beweglichen, insbesondere kleinübrnigen Füllkörpern befindet.
Extremitätenfrakturen im Bereich von Unterschenkel, Oberschenkel, Unterarm und Oberarm vorgesehen ist. Dieses Vorrichtung weist zumindest zwei gegeneinander verspannbare
Schalenteile auf, die die zu schließende Extremität umgeben. Zwischen den Schalenteilen und der Extremität sind
zwei formbare, vakuumdicht ausgebildete und mit zumindest einem Ventil versehene, evakuierbare Kissen vorgesehen, in denen sich eine Vielzahl von relativ zueinander beweglichen, insbesondere kleinübrnigen Füllkörpern befindet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Kissen der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit dem gute klimatische
Verhältnisse im Bereich der Extremität bei angelegter Vorrichtung geschaffen, Wärmestaus vermieden sowie
eine Feuchtigkeitsaufnahme und -ableitung erreicht weren.
Diese Aufgabe wird bei einem Kissen der eingangs beschriebenen Art durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmatle
gelöst.
gelöst.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung umfaßt das
Kissen einen Wadenteil und einen Fußteil und ist an der der Extremität zugekehrten Wandfläche mit einer dem Zuschnitt
des Kissens entsprechenden Form aufweisenden Auflage aus einem Flächengebilde aus einem Gewebe, Gewirke,
Gestricke, einem Frotteegewebe oder -gewirke oder einem Faservlies versehen, wobei die Auflage fest oder lösbar
mit der Kissenwandfläche verbunden ist.
Das Kissen ist nach einer ersten Ausführungsform einstückig
mit einem Wadenteil und einem mit diesem verbundenen Fußteil ausgebildet. Nach einer weiteren Ausführungsform besteht das Kissen aus zwei einzelnen Zuschnitten,
von denen der eine Zuschnitt das Wadenteil und der andere Zuschnitt das Fußteil bildet. Die beiden, das Wadenteil
und das Fußteil bildenden Zuschnitte können auch lösbar miteinander verbunden sein. Die auf dem Kissen angebrachte
Auflage weist eine Zuschnittsform auf, die der Formcjebung
und dem Zuschnitt des Kissens in seiner einteiligen Ausführungsform entspricht, wobei bei der zweiteiligen Ausgestaltung
des Kissens die Auflagen den Zuschnittsformen des Wadenteils und des Fußteils entsprechen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das
Kissen von einem taschen- bzw. hüllenförmigen Überzug aus einem Flächengebilde aus einem Gewebe, Gewirke, Gestricke,
einem Frotteegewebe oder -gewirke oder einem Faservlies umgeben. Dieser Überzug ist kuvertartig ausgebildet und
mit einer verschließbaren Einstecköffnung versehen. Bei der einteiligen Ausgestaltung des Kissens ist ein einziger
Überzug an dem Kissen angebracht, der der Formgebunqf des
Kissens entspricht. Bei der zweiteiligen Ausgestaltung ist sowohl das Wadenteil als auch das Fußteil mit je einem
Überzug aus einem Flächengebilde aus einem Gewebe, Gewirke, Gestricke, einem Frotteegewebe oder -gewirke oder
einem Faservlies umhüllt.
Durch die Ausbildung des Kissens mit einer Auflage oder einer Umhüllung aus einem Gewebezusch itt wird der Tragekomfort
einer derartigen Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten und Extremitätenbereichen wesentlich
verbessert. Die Gewebeauflage bzw. Hülle aus einem Gewebezuschnitt tragen zur Vermeidung von Wärmestaus
bei. Es ist eine Feuchtigkeitsaufnahme durch das Gewebe möglich, wobei die Feuchtigkeit in den Außenbereich abgeleitet
wird mit der Möglichkeit, daß die Feuchtigkeit aufgrund der Gitterstruktur der Schalenteile des Schalenkörpers
der Vorrichtung nach außen abgeleitet werden und verdunsten kann, da eine gute Belüftung aufgrund dieser
Gitterstruktur des Schalenkörpers gewährleistet ist.Die klimatischen und hygienischen Verhältnisse werden durch
eine derartige erfindungsgemäße Ausgestaltung des Kissens wesentlich verbessert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine vorteilhafte, einteilige Ausgestaltung
des Kissens mit einem zusammenhängenden Wadenteil und einem Fußteil in einer Draufsicht
mit einer Auflage aus einem Gewebezuschnitt,
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt gemäß Linie II-
II in Fig. 1,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines zweiteiligen Kissens mit Auflagen aus Gewebezuschnitten,
Fig. 4 eine einteilige Ausgestaltung des Kissens mit einem hüllenartigen Überzug aus einem
Gewebezuschnitt in einer Draufsicht,
Fig. 5 einen vergrößerten Schnitt gemäß Linie V-V
in Fig. 4,
Fig. 6 eine zweiteilige Ausgestaltung des Kissens
mit hüllenartigen Überzügen aus Gewebezuschnitten in einer Draufsicht und
Fig. 7 und 8 jeweils verschiedene Ausführungsformen
einer aus zwei Schalenteilen bestehenden Vorrichtung in perspektivischer Ansicht.
In Fig. 1 ist ein flächiges, evakuierbares Kissen gezeigt, wobei das Ventil auf der nicht einsehbaren Rückseite
liegt. Das Kissen besitzt eine Mehrzahl von untereinander verbundenen und mit Fülkörpern gefüllten vakuumdichten
Bereichen 200, zwischen denen Stege 210 und Inseln 220 ausgebildet sind. Die Stege 210 und die Inseln 220 sind
mit Luftdurchtrittsöffnungen 211, 221 versehen. Die Stege
210 verlaufen dabei vorzugsweise zick-zack-förmit oder
gerade in Richtung der Längserstreckung des Kissens 20.
Im evakuierten Zustand der Kissen bilden die Stege Be- und Entlüftungskanäle. Weitere Be- und Entlüftungskanäle werden
durch beim Evakuieren des Kissens entstehende negative Falten im Kissen gebildet, so daß sich auch zwischen den
Inseln 220 und den Stegen 210 Kanäle ausbilden. Durch diese Kanäle und die Luftdurchtrittsoffnungen 211, 221
kann ein Luftaustausch zwischen der Oberfläche des umschlossenen Körperteils und der Außenseite des dieses
Körperteil umschließenden Kissens stattfinden. Auch die durch die Füllkörper bedingte unebene Oberfläche des Kissens
im evakuierten Zustand sorgt für die Bildung kleinster Be- und Entlüftungskanäle.
Im oberen Abschnitt des Kissens 20, im Bereich der Wade eines zu umschließenden Unterschenkels, ist ein Inselbereich
230 vorgesehen, der Luftdurchtrittsoffnungen 231 aufweist. Im Bereich der Ferse der zu umschließenden Extremität
ist im Kissen 20 ein Inselbereich 240 vorgesehen, der den FersenaufStandspunkt markiert und mit Luftdurchtrittsoffnungen
241 versehen ist.
Das Kissen 20 ist in denjnachstehend näher beschriebenen Schalenteilen des Schalenkörpers 100 derart angeordnet, daß
zumindest die von den Stegen 210 gebildeten Kanäle, vorzugsweise aber auch die Inseln 220, 230 und 240, im Bereich
der Durchbrechungen des zugehörigen, eine Gitterstruktur aufweisenden Schalenteils 120, 130 gelegen sind.
Dadurch wird der Luftaustausch zwischen den umschlossenen Körperteilen und der Außenseite der Vorrichtung gewährleistet
.
♦ * C.
Bei den in Fig. 1 und 3 gezeigten Ausführungsformen umfaßt das Kissen 20 einen Wadenteil 21 und einen Fußteil 22. Bei
der einteiligen Ausgetaltung des Kissens ist das Wadenteil 21 mit dem Fußteil 22 verbunden; das Wadenteil 21 und das
Fußteil 22 bilden dann den Kissenzuschnitt (Fig. 1) .,
Bei der zweiteiligen Ausgestaltung des Kissens 20 mich
Fig. 3 besteht das Kissen aus zwei einzelnen Zuschnitten 20b, 20c, von denen der Zuschnitt 20b das Wadenteil 21 und
der Zuschnitt 20c das Fußteil 22 bildet. Bei der zweiteiligen Ausgestaltung des Kissens 20 besteht auch die Möglichkeit,
die beiden, das Wadenteil 21 und das Fußteil 22 bildenden Zuschnitte 20b, 20c lösbar miteinander zu verbinden.
Als Verbindungsmittel kann eine Knopfverbindung oder eine Verbindung nach Art des Klettenverschlusses
erfolgen.
Das Wadenteil 21 besteht aus einem etwa rechteckförmigen Zuschnitt mit sich zu dem Fußteil 22 hin erstreckenden
konisch sich verjüngenden bzw. abgeschrägten Randbereichen 21a, 21b. Das Fußteil 22 wird von zwei schräggestellten,
etwa rechteckförmigen Abschnitten 22a, 22b und einem beide Abschnitte 22a, 22b miteinander verbindenden, etwa rechteckförmigen
Mittelteil 22c gebildet. Bei der einteiligen Ausgestaltung des Kissens schließt sich der das Wadenteil
21 bildende Zuschnitt an das Mittelteil 22c des Zuschnittes für das Fußteil 22 an (Fig. 1 und 3).
Das Kissen20 weist an seiner der Extremität zugekehrten Wandfläche 20a eine Auflage 30 aus einem Flächengebilde
aus einem Geweb, Gewirke, Gestricke, einem Frotteegewebe oder -gewirke oder einem Faservlies auf, wobei diese Auf-
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<
lage 30 fest oder lösbar mit der Kissenwandfläche 20a
verbunden ist. Bei der einteiligen Ausgestaltung des Kissens 20 entsprechend Fig. 1 weist die Auflage 30 eine
Zuschnittsform auf, die der Form des Zuschnittes des einteilig ausgebildeten Kissens 20 entspricht (Fig. 1 und 2).
Bei der zweiteiligen Ausgestaltung des Kissens 20 ist der das Wadenteil 21 bildende Zuschnitt 20b und der das Fußteil
22 bildende Zuschnitt 20c mit je einer Auflage 30', 30'' versehen, wobei auch diese Auflagen aus dem gleichen
Material bestehen wie die Gewebeauflage 30.
Bei der unlösbaren Anordnung der Gewebe-Auflage 30 an der
Wandfläche 20a des Kissens 20 bzw. an den Kissenzuschnitten 20b, 20c erfolgt die Befestigung der Gewebe-Auflage
mittels eines Klebmittels. Ist eine Reinigung der Gewebe-Auflage 30 erforderlich, so muß diese zusammen mit dem
gesamten Kissen gereinigt werden.
Bei der lösbaren Befestigung der Gewebeauflage 3 0 bzw.
30', 30'' an der Wandfläche 20a des Kissens 20 bzw. an den Wandflächen der Zuschnitte 20b, 20c bei der zweiteiligen
Ausgestaltung des Kissens 20 ist die Auflage mittels einer Druckknopfverbindung, einer Knopfverbindung oder mittels
einer Klettverbindung an der Wandfläche des Kissens gehalten. Auch kann eine Befestigung vermittels eines Klebemittels
erfolgen, wobei dann das Klebmittel so ausgebildet ist, daß ein mehrfaches Lösen und Befestigen möglich ist.
Nach einer weiteren Auführungsform gemäß Fig. 4 ist das
Kissen 20 von einem taschen- bzw. hüllenförmigen Überzug 40 aus einem Flächengebilde aus einem Gewebe, Gewirke,
Gestricke, einem Frotteegewebe oder -gewirke oder einem
• * · ♦ « &psgr;
Faservlies umgeben. Bei der zweiteiligen Ausgestaltung des Kissens 20 ist jeder Kisenzuschnitt 20b, 20c mit einem
Überzug 40', 40'' versehen, der entsprechend dem Überzug 40 ausgebildet ist. Die Gewebe-Überzüge 40, 40', 40'' sind
kuvertartig ausgebildet und mit einer seitlichen verschließbaren Einstecköffnung versehen (Fig. 6).
Eine Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten ist in Fig. 7 und 8 als Schalenkörper 100 für den
Fuß-/Unterschenkel-Bereich eines Patienten dargestellt. Der Schalenkörper 100 besteht aus zwei gegeneinander verspannbaren
Schalenteilen, nämlich einem rückwärtigen Schalenteil 120 und einem vorderen Schalenteil 130, wobei
beide Schalenteile 120, 130 in etwa eine L-Form aufweisen. Jedes Schalenteil 120 bzw. 130 besteht aus einem Schaft
121 bzw. 131 und einem Fußteil 122 bzw. 132, wobei die Fußteile 122, 132 der beiden Schalenteile mit ihren Schäften
121, 131 über seitliche Schwenkgelenke 125, 135 miteinander verbunden sind, so daß die Fußteile 122, 132 zu
den Schäften 121, 131 um Schwenkachsen 125a, 135a verschwenkbar sind. Sowohl die beiden Schalenteile 120, 130
als auch ihre Schwenkgelenke 125, 135 bestehen zweckmäßigerweise aus Kunststoff.
Die Fußteile 122, 132 und die Schäfte 121, 131 der beiden Schalenkörper sind schalenförmig einseitig offen ausgebildet,
so daß in dem rückwärtigen Schalenteil 120 eine Aufnahmewanne für den Fuß und den Unterschenkel geschaffen
ist. In gleicher Weise ist auch der vordere Schalenkörper 130 ausgebildet, so daß dieser mit seinem Schaft 131 und
seinem Fußteil 132 auf den Schaft 121 und das Fußteil 122 des rückwärtigen Schalenteils 120 aufsetzbar ist. An der
Unterseite des Fußteiles 122 des rückwärtigen Schalenteiles 120 ist eine Laufsohle 123 vorgesehen, deren äußere
Gestalt an die Abrollbewegung des Fußes beim Gehen angepaßt ist. Hierzu ist die Laufsohle 123 als Gehwiege ausgebildet oder mit einem Gehstollen 124 versehen.
Gestalt an die Abrollbewegung des Fußes beim Gehen angepaßt ist. Hierzu ist die Laufsohle 123 als Gehwiege ausgebildet oder mit einem Gehstollen 124 versehen.
Die Fußteile 122, 123 und die Schäfte 121, 131 der beiden Schalenteile 120, 130 des Schalenkörpers 110 sind in Richtung
zum Fuß und zum Unterschenkel schalenförmig ausgebildet, wobei die Ausbildung derart ist, daß das vordere
Schalenteil 130 in das rückwärtige Schalenteil 120 derart einsetzbar ist, daß die seitlichen Wandabschnitte des
rückwärtigen Schalenteils 120 die seitlichen Wandabschnitte des Schalenteiles 130 abschnittsweise übergreifen.
Schalenteil 130 in das rückwärtige Schalenteil 120 derart einsetzbar ist, daß die seitlichen Wandabschnitte des
rückwärtigen Schalenteils 120 die seitlichen Wandabschnitte des Schalenteiles 130 abschnittsweise übergreifen.
Sowohl das Schalenteil 120 als auch das Schalenteil 130
weisen einen etwa halbkreisförmigen Querschnitt auf, so
daß bei aufeinandergesetzten Schalenteilen ein abschnittsweises Übergreifen der Seitenwandabschnitte der beiden
Schalenteile 120, 130 erfolgt. Um den Unterschenkel und
auch den Fuß seitlich umgreifen zu können, weisen die
Schalenteile 120, 130 eine gewisse Elastizität auf, wobei zweckmäßigerweise die Elastizität der Seitenwandungen der beiden Schalenteile 120, 130 von ihren mittigen Bereichen der Schaftteile zu ihren vorderen freien Rändern eines
jeden Schalenteiles zunimmt.
weisen einen etwa halbkreisförmigen Querschnitt auf, so
daß bei aufeinandergesetzten Schalenteilen ein abschnittsweises Übergreifen der Seitenwandabschnitte der beiden
Schalenteile 120, 130 erfolgt. Um den Unterschenkel und
auch den Fuß seitlich umgreifen zu können, weisen die
Schalenteile 120, 130 eine gewisse Elastizität auf, wobei zweckmäßigerweise die Elastizität der Seitenwandungen der beiden Schalenteile 120, 130 von ihren mittigen Bereichen der Schaftteile zu ihren vorderen freien Rändern eines
jeden Schalenteiles zunimmt.
Der Unterschied zwischen der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform
zu der entsprechend Fig. 8 liegt darin, daß
in Fig. 7 die Schalenteile 120 und 130 eine (engmaschigere) Gitterstruktur aufweisen als dies durch die Rippen
111, 112 bewirkt wird. Hierbei sind die Längsrippen mit
in Fig. 7 die Schalenteile 120 und 130 eine (engmaschigere) Gitterstruktur aufweisen als dies durch die Rippen
111, 112 bewirkt wird. Hierbei sind die Längsrippen mit
111 und die Querrippen mit 112 bezeichnet, wobei die Schaftteile 121 und 131 des rückwärtigen Teiles 120 und
des vorderen Teiles 130 jeweils eine durchgehende Längsrippe lila und 112a aufweisen, die stabiler ausgeführt
sind als die Querrippen 112 und die übrigen Längsrippen. An den Anschlußstellen 113 zwischen den durchgehenden
Längsrippen lila und den Querrippen ist der Übergangsbereich breiter bzw. im Durchmesser größer ausgeführt. Hinsichtlich
der Struktur, die durch Längsrippen 111, Querrippen 112 einschließlich schräg verlaufender Rippen erreichbar
ist, sind keine festen Konturen vorausgesetzt, solange die erforderliche Eigensteifigkeit und Festigkeit
bzw. Biegefestigkeit der Schalenteile erzielt wird. Der wesentliche Gedanke der Erfinung beruht jedenfalls darauf,
daß durch gitter- oder rippenförmige Ausbildung erheblich Material eingespart werden kann und darüber hinaus die
Luftzufuhr verbessert wird.
Im oberen Schaftteil 121 sind zwei nebeneinanderliegende
Längsrippenpaare vorgesehen, die jeweils einen Spalt 114 bilden, der über ein in der Zeichnung nicht dargestelltes
Verbindungsmittel überbrückt wird. Mindestens ein spalt 114 ist in der Breite variabel, so daß der Schaftteil der
Patientenwade angepaßt werden kann.
Zwischen den beiden gegeneinander verspannbaren Schalenteilen 120, 130 und der Extremität ist das vorangehend
beschriebene Kissen 20 angeordnet, das mit einem Ventil versehen ist und aus einer Blase besteht, in der eine
Vielzahl von relativ zueinander beweglichen Füllkörpern vorgesehen ist. Das eng und passend an dem zu behandelnden
Gliedabschnitt anlegbare Kissen 20 wird bei einer inner-
* turnt ti
·«· *«·■
halb kurzer Zeit durchführbaren Evakuierung in der während des Anlegevorganges geschaffenen Form hart und formstabil,
so daß in Verbindung mit den harten Schaltenteilen eine sehr feste, an die jeweilige Extremität gut anmodellierte
Hülse entsteht, die im Bereich der Haut keinerlei Druckstellen erzeugen kann, da bei der Verfestigung dieses
Gebildes kein radial nach innen gerichteter Druck entsteht und an der Innenseite auch keine Kanten oder Vorsprünge
gebildet werden können.
Eine Bewegung im Fußgelenk des Patienten kann verhindert werden, indem der Neigungswinkel des Schaftteiles bezüglich
des Fußteiles um die Schwenkachse 125 bzw. 135 fest eingestellt wird. Eine Wahl dieses fest eingestellten
Winkels kann in Abhängigkeit von der zu behandelnden Verletzung innerhalb des gesamten einstellbaren schwenkwinkelbereiches
erfolgen. Das Feststellen auf einen bestimmten Winkel erfolgt mittels entsprechend ausgebildeter
Verstelleinrichtungen, wobei bei dem rückwärtigen Schaftteil 120 eine Winkelvorgabe zur Einstellung eines Winkels
von 90° oder von 120° zwischen dem Fußteil 122 und dem Schaft 121 vermittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten
Winkeladapters erfolgen kann.
Um eine Anpassung des vorderen Schalenteils 130 an die Winkelstellung des Fußteiles 122 zum Schaft 121 des rückwärtigen
Schalenteiles 120 vornehmen zu können, ist das vordere Schalenteil 130 mit einer Winkeleinstelleinrichtung
190 versehen, vermittels der das Fußteil 132 zum Schaft 131 in einer vorgegebenen Winkelstellung arretierbar
ist, wobei diese Winkelstellung mit derjenigen Winkelstellung des Fußteiles 122 zum Schaft 121 des rückwärtigen
Schalenteiles 122 übereinstimmt.
Claims (1)
14
Schutzansprüche:
Kissen mit einet in dessen Innenraum angeordneten Vielzahl von relativ zueinander beweglichen, kleinkörnigen
Füllkörpern, das verformbar, vakuumdicht und evakuierbar ausgebildet ist, insbesondere als
Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten und Extremitätenbereichen,
insbesondere zur Behandlung von Extremitätenfrakturen im Bereich von Unterschenkel, Oberschenkel,
Unterarm und Oberarm, bei der zumindest zwei gegeneinander verspannbare Schalenteile vorgesehen
sind, die die zu umschließende Extremität umgeben, und bei der zwischen den Schalenteilen und der Extremität
das Kissen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (20) einen Wadenteil (21)
und einen Fußteil (22) umfaßt und an der der Extremität zugekehrten Wandfläche (20a) mit einer dem
Zuschnitt des Kissens (20) entsprechenden Form aufweisenden Auflage (30) aus einem Flächengebilde aus
einem Gewebe, Gewirke, gestricke, einem Frotteegewebe oder -gewirke oder einem Faservlies versehen
ist, wobei die Auflage (30) fest oder lösbar mit der Kissenwandfläche (2 0a) verbunden ist.
Kissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe-Auflage (30) mittels eines Klebemittels
fest mit der Wandfläche (20a) des Kissens (20) verbunden ist.
· · ♦ » It
3. Kissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur lösbaren Befestigung der Gewebe-Auflage (30) an
der Wandfläche (20a) des Kissens (20) die Gewebe-Auflage (30) mittels einer Druckknopfverbindung,
einer Knopfverbindung oder mittels einer Klettverbindung
an der Wandfläche (20a) gehalten ist.
4. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (20) einstückicf mit
einem Wadenteil (21) und einem Fußteil (22) ausgebildet ist.
5. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kissen (20) aus zwei einzelnen Zuschnitten (20b, 20c) besteht, von denen der
Zuschnitt (20b) das Wadenteil (21) und der Zuschnitt (20c) das Fußteil (22) bildet.
6. Kissen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden das Wadenteil (21) und das Fußteil (22)
bildenden Zuschnitte (20b, 20c) lösbar miteinander verbunden sind und im verbundenen Zustand das Kissen
(20) bilden.
7. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wadenteil (21) aus einem
etwa rechteckformigen Zuschnitt mit sich zu dem Fußteil (22) hin erstreckenden konisch sich verjüngenden
bzw. abgeschrägten Randbereichen (21a, 21b) besteht.
8. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
16
gekennzeichnet, daß das Fußteil (22) von zwei schräg gestellten, etwa rechteckförmigen Abschnitten (22a,
22b) und einem beide Abschnitte (22a, 22b) miteinander verbindenden etwa rechteckförmigen Mittelteil
(22c) gebildet ist.
9. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (20) von einem taschen-
bzw. hüllenförmigen Überzug (40) aus einem Flächengebilde aus einem Gewebe, Gewirke, Gestricke,
einem Frotteegewebe oder -gewirke oder einem Faservlies umgeben ist.
10. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Wadenteil (21) und das Fußteil
(22) bei einer zweiteiligen Ausgestaltuncj des Kissens (20) mit je einem taschen- bzw. hüllenförmigen
Überzug (40) aus einem Flächengebilde aus einem Gewebe, Gewirke, Gestricke, einem Frotteegewebe
oder -gewirke oder einem Faservlies versehen ist.
11. Kissen nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzüge (40) mit einer
verschließbaren Einstecköffnung versehen sind.,
12. Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (20) zweckmäßicjerweise
im Bereich eines Muskelpolsters der zu umschließenden Extremität, vorzugsweise im Bereich der Wade
eines zu umschließenden Unterschenkels, mit Luftdurchtrittsöffnungen
(221, 231) versehen ist, an die sich seitlich und nach oben und unten vakuumdichte
Bereiche (200) des Kissens (20) angrenzen.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19949408537 DE9408537U1 (de) | 1994-05-25 | 1994-05-25 | Evakuierbares Kissen mit Füllkörpern als Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten |
| PCT/EP1995/001959 WO1995031951A1 (de) | 1994-05-25 | 1995-05-23 | Vorrichtung zur umschliessenden fixierung von extremitäten und extremitätenbereichen und kissen als einlage für die vorrichtung |
| AU27360/95A AU2736095A (en) | 1994-05-25 | 1995-05-23 | Device for the external fixation of extremities and extremity zones and pad for lining the device |
| EP95922476A EP0760642A1 (de) | 1994-05-25 | 1995-05-23 | Vorrichtung zur umschliessenden fixierung von extremitäten und extremitätenbereichen und kissen als einlage für die vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19949408537 DE9408537U1 (de) | 1994-05-25 | 1994-05-25 | Evakuierbares Kissen mit Füllkörpern als Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten |
Publications (1)
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| DE9408537U1 true DE9408537U1 (de) | 1994-09-01 |
Family
ID=6909051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19949408537 Expired - Lifetime DE9408537U1 (de) | 1994-05-25 | 1994-05-25 | Evakuierbares Kissen mit Füllkörpern als Einlage in einer Vorrichtung zur umschließenden Fixierung von Extremitäten |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0760642A1 (de) |
| AU (1) | AU2736095A (de) |
| DE (1) | DE9408537U1 (de) |
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1995
- 1995-05-23 AU AU27360/95A patent/AU2736095A/en not_active Abandoned
- 1995-05-23 EP EP95922476A patent/EP0760642A1/de not_active Withdrawn
- 1995-05-23 WO PCT/EP1995/001959 patent/WO1995031951A1/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| WO1995031951A1 (de) | 1995-11-30 |
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