DE9302841U1 - Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung der Muffel - Google Patents
Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung der MuffelInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
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- F24C14/02—Stoves or ranges having self-cleaning provisions, e.g. continuous catalytic cleaning or electrostatic cleaning pyrolytic type
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Description
Hochstraße 17
TZP93P610 Thi/hü
Die Erfindung bezieht sich auf einen Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung, wobei die Herdmuffel durch ein in wenigstens
einem Wandbereich angeordnetes Heizelement betreibbar und durch ein Umluftgebläse belüftbar ist.
Durch die DE-PS 21 66 227 und die DE-PS 23 10 290 sind Herdmuffeln
mit Mitteln zur pyrolytischer Selbstreinigung bekannt geworden. Es betrifft pyrolytische Selbstreinigungs-Temperaturen,
die als mittlere Backofentemperaturen oberhalb von 5000C ausgelegt sind, wobei folglich Vorkehrungen zu
treffen sind, damit die Schalt- und Regelorgane sowie andere Funktionselemente des Herdes keiner Überhitzung unterliegen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Herd mit Mitteln zur pyrolytischen Selbstreinigung derart auszustatten,
daß sich eine mittlere Pyrolysetemperatur unterhalb von 4800C einregeln läßt.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Steuerung, die in der Backofen-Be-
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triebsart pyrolytische Selbstreinigung mit maximaler Heizleistung betriebene Aufheizphase bei einer mittleren Muffeltemperatur
von ca. 49 00C beendet, daß die Steuerung eine der Pyrolyse-Betriebszeit nach der Aufheizphase angepaßte Heizleistung
einschaltet, wobei sie eine mittlere Pyrolysetemperatur von ca. 475°C im oberen Wandbereich der Muffel einregelt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
enthalten. Ein Ausführungsbeispiels nach der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 die Backofenmuffel,
Fig. 2 eine Regelkurve nach dem Stand der Technik,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Regelkurve.
Gemäß Figur 1 ist ein Herd 1, eine innere Grillheizung 2, eine äußere Grillheizung 3, eine äußere Unterhitze 4, eine
innere Unterhitze 5, eine Muffel 6 und ein Umluftgebläse 7 dargestellt. Um bei der bekannten pyrolytischen Reinigung
eine einwandfreie Reinigung der verschmutzten Backofenteile zu erreichen, ist eine bestimmte Minimaltemperatur während
des Reinigungsvorganges erforderlich. Je gleichmäßiger die Reinigungstemperatur auf den verschmutzten Backofenflächen
ist, je niedriger kann die mittlere Gesamttemperatur für die Pyrolyse gehalten werden, womit sich die Schäden an den
Emailteilen vermindern. Das Reinigungsergebnis wird dabei nicht nachteilig beeinflußt. Es ist zweckmäßig, eine möglichst
schnelle Aufheizphase, die bis ca. 4900C geht, durchzuführen.
Dabei wird die Rauchgasentwicklung und die CO-Ent-
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wicklung in der Aufheizphase minimiert. Mit Erreichen der
angegebenen Aufheiztemperatur von 4900C beginnt der eigentliche
pyrolytische Selbstreinigungsvorgang. Dabei schaltet eine Steuerung eine der Pyrolyse-Betriebszeit nach der Aufheizphase
angepaßte Heizleistung ein, wobei sie eine mittlere Pyrolyse-Temperatur von ca. 475°C im oberen Wandbereich
der Muffel einregelt. Während die Steuerung in der Anheizphase ca. 3.5 kW Gesamt-Heizleistung auf die Muffel schaltet,
wobei ca. 600 Watt auf die Unterhitze entfallen, regelt die Steuerung nach der Anheizphase die Oberhitze um etwa 1,7
kW zurück und die mittlere Pyrolysetemperatur von ca. 475°C wird über Sensortechnik durch die Steuerung überwacht. Für
den Pyrolyse-Betriebsfall wird dabei durch die Steuerung die innere Grillheizung 2 von ca. 1700 Watt weggeschaltet, so
daß nur die äußere Grillheizung 3 und die Unterhitzen 4, 5 eingeschaltet bleiben. Durch das Abschalten des inneren
Grillkreises ergibt sich der Vorteil, daß die Regelung insgesamt weicher ausfällt und geringe Regelamplituden auftreten.
Für Pyrolyseherde mit Umluftheizung kann es zweckmäßig sein, daß während der Aufheizphase die Umluftheizung mitläuft,
während sie im Pyrolyse-Betriebsfall von der Steuerung zur äußeren Grillheizung 3 wechselweise betrieben wird.
Auf diese Weise werden die schwächer beheizten Backofenflächen wie Seitenwände, Tür, Rückwand und Türflansch im Temperaturmittel
etwas angehoben und die zu stark beheizte Backofendecke wird durch das Wegschalten der inneren Grillheizung
von ca. 1,7 kW temperaturmäßig abgesenkt. Damit geht zudem eine allgemeine Vergleichmäßigung der Muffeltemperatur
während des pyrolytischen Selbstreinigungsvorganges einher. Da die Lebensdauer der Emaille oberhalb 5000C stark abnimmt,
ist es wichtig, das Optimum für Reinigung und Emaille-Lebensdauer zu finden, das erfahrungsgemäß zwischen 47 0 und
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4800C liegt. Daher wurde für die Regelung der mittleren Pyrolysetemperatur
die Mittentemperatur von 475°C festgelegt.
Gemäß Figur 2 ist eine Regelkurve dargestellt, die bisherige Regelverfahren in Herden betrifft, wobei sie eine starke
Schwankung der bei Pyrolyse auftretenden mittleren Backofentemperatur erkennen läßt. Da es sich um eine Backofen-Mittentemperatur
handelt, sind die in den Wandbereichen weniger vergleichmäßigten Temperatur-Amplituden mit Sicherheit über
5000C zu erwarten. Diese Bereiche sind infolge der emaillierten
Oberfläche und des Standwertes der Emaille gegenüber höheren Temperaturen von 4900C mithin in ihrer Lebensdauer
bedroht.
Gemäß Figur 3 ist eine der erfindungsgemäßen Lösung entsprechende Regelkurve dargestellt. Es ist bei gleichem Maßstab,
wie in Figur 2 verwendet, aus Figur 3 ablesbar, daß die auftretenden Temperatur-Amplituden um den Regelwert wesentlich
geringer und mithin für die Emaille verträglicher und weniger lebensdauerhemmend sind. Die erfindungsgemäße Lösung
bietet daher die Gewähr, daß zwischen pyrolytischem Selbstreinigungsvorgang und dem geforderten Standwert der Emaille
im Wandbereich der Muffel ein Optimum gefunden wurde, so daß eine einwandfreie Selbstreinigung bei einer vergleichsweise
hohen Lebenserwartung der Emaille gegeben ist.
Claims (6)
1. Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung, wobei die Herdmuffel durch ein in wenigstens einem Wandbereich angeordnetes
Heizelement betreibbar und durch ein Umluftgebläse belüftbar ist, dadurch gekennzeichnet
, daß eine Steuerung die in der Backofen-Betriebsart pyrolytische Selbstreinigung mit maximaler
Heizleistung betriebene Aufheizphase bei einer mittleren Muffeitemperatur von ca. 4900C beendet, daß
die Steuerung eine der Pyrolyse-Betriebszeit nach der Aufheizphase angepaßte Heizleistung einschaltet, wobei
sie eine mittlere Pyrolysetemperatur von ca. 4750C im oberen Wandbereich der Muffel (6) einregelt.
2. Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung in der Aufheizphase
eine Gesamt-Heizleistung für die Muffel (6) von ca. 3,5 kW einschaltet, wobei ca. 600 Watt auf die
Unterhitze (4, 5) entfallen.
3. Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung nach der Aufheizphase
die Oberhitze (2, 3) um ca. 1,7 kW reduziert.
4. Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung nach der Aufheizphase
eine mittlere Pyrolysetemperatur der Muffel (6) von ca. 475°C sensorgesteuert einregelt.
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5. Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung während des
pyrolytischen Selbstreinigungsprozesses ein Umluftgebläse (7) sensorgesteuert intermittierend zuschaltet.
6. Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung während des
pyrolytischen Selbstreinigungsprozesses eine ggf. vorhandene Umluftheizung mit der äußeren Grillheizung (3)
wechselweise betreibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9302841U DE9302841U1 (de) | 1993-02-26 | 1993-02-26 | Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung der Muffel |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE9302841U DE9302841U1 (de) | 1993-02-26 | 1993-02-26 | Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung der Muffel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9302841U1 true DE9302841U1 (de) | 1993-04-22 |
Family
ID=6889935
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9302841U Expired - Lifetime DE9302841U1 (de) | 1993-02-26 | 1993-02-26 | Herd mit pyrolytischer Selbstreinigung der Muffel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9302841U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005044698A1 (de) * | 2005-09-19 | 2007-03-22 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Hocheinbau-Gargerät |
| EP4667827A1 (de) * | 2024-06-21 | 2025-12-24 | Miele & Cie. KG | Pyrolysegargerät mit einem garraum und pyrolyseverfahren zur reinigung eines garraums |
-
1993
- 1993-02-26 DE DE9302841U patent/DE9302841U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005044698A1 (de) * | 2005-09-19 | 2007-03-22 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Hocheinbau-Gargerät |
| WO2007033935A1 (de) * | 2005-09-19 | 2007-03-29 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Hocheinbau-gargerät |
| EP4667827A1 (de) * | 2024-06-21 | 2025-12-24 | Miele & Cie. KG | Pyrolysegargerät mit einem garraum und pyrolyseverfahren zur reinigung eines garraums |
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