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DE835947C - Verfahren zur Herstellung von heisshaertenden Aminoplastpressmassen in koerniger Form - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von heisshaertenden Aminoplastpressmassen in koerniger Form

Info

Publication number
DE835947C
DE835947C DEC2537A DEC0002537A DE835947C DE 835947 C DE835947 C DE 835947C DE C2537 A DEC2537 A DE C2537A DE C0002537 A DEC0002537 A DE C0002537A DE 835947 C DE835947 C DE 835947C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
powder
briquettes
aminoplastpreßpulver
production
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC2537A
Other languages
English (en)
Inventor
Vladimir J Wilhousky
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Application granted granted Critical
Publication of DE835947C publication Critical patent/DE835947C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B13/00Conditioning or physical treatment of the material to be shaped
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von heißhärtenden Aminoplastpreßmassen in körniger Form Die Erfindiung ist ein Verfahren zur Herstellung heißhärtender Aminoplastpreßmassen in körniger Form und besonders ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung solcher Massen, hauptsächlich geeeignet ist die Erfindug zur Herstellung von Harnstoff-Formalhyd-und Melamin-Formaldehyd-Preßmassen.
  • Bisehr wurden Aminoplastpreßmassen dadurchd in körniger Form hergestellt, daß ein Aminoplastpreßpulver in einer Misdhmaschine nach Banbury verdichtet und das so erhaltene Masterial dann in einer mit umlaufenden Klingen versehene Zerkleinerungsmaschine gekört wurde. Das so hergestellte körnige Material kann leicht gehandhabt werden, da es guten Fluß zeigt und nicht stäubt.
  • Es kann leicht zu Tabletten verpreßt oder, wenn gewünscht, direkt verformt werden. nach diesem Verflahren kann aber nicht kontinuierlinch gearbeitet wreden, da die Mischapparatur nach Bacnbury auuf einmal nur mit einer beschräkten Menge des Aminoplastpulvers beladedn werden kann. Das hat zur Folge, daß oft ein ungleichmäßiges Troukt erhalten wird und daß das Verfahren einen erheblichen Arbeitsaufwand erfordert.
  • Ferner wurde zur Herstellung von körnigem material mit begranztem Erfolg auch eine Method verwendet, welche darin besteht, daß ein Aminoplastpreßpulver auf heißen Walzen erhitzt und hierauf durch Durchleiten durch einen Kalander zu einem Fell verformt wird, Hierauf wird das Fell von den Walzen entfent und in einer mit umlaufenden Schneiden versehenen Zerklei nerungsmaschine gekörnt. Bei diesem Vorgang kann das Pulver entweder auf demsel4>en Kalander, auf dem es zu einem Fell verformt wird, oder auf einem andere Kalander oder aber auch auf andere Weise erhitzt werden. Der Nachteil dieses Verfahreìls besteht drain, daß das Aminopastulver nicht gelichförmig erhitzt wird un das Procukt des halb nicht gleichmäßig ist. Außerdem wird infolge der unterschiedlichen Dichtigkeit des Pulvers an verschiedenen Stellen der Walzen ein verschiedener Grad der Verdichtung ereeicht. Der größte Nachteil liegt aber dari, daß das von den Walzen kommende Fell im Verhältini zum Volumen eine sehr große Oberflächenausdehung besitzt. Alles an der Oberfläche befindliche Material wird stärker verdichtet und/oder wieteghder Kokndesiert als das sich im Innern befindende Material. Das hat zur Folge, daß die aus einem solchen Fell hergestellten gekörnte Preßpulver häufig Formlige ergeben, welche ien ungleichmäßige aussehen zeigen. was gelegnticl als orangenhautoberfläche bezeichnet wird. Antrengungen, diesen nachteil dadurch zu überwinden, daß die Dicke des Felles erhöht und er auf die Walzen angewendete Druck vemindert wird, schlagen fehl, weil sich das Material entweder nicht richtig zu einem Fell verarbeiten läßt oder weil es nicht in geeigneter Weise verdichtet wird.
  • Die Erfindung betrifft un ein Verfharen zur herstellung von körnigen Aminoplastpreßmasse, das kontiuierlich ist un das die oben geschildereten Nachteile nicht ha.t Es bvesteht darin, daß ein fein gemahlenes Aminoplastpreßpulver, währen es in einem lockeren Zustande gehalten wird eun vorzugsweise unter Rühren auf eine Temperatur von etwa 45 bis 80° erwärmt, das erwärmte Pulver direkt in eine Briketteirmaschie gebracht un under einem Druck von 340 bis I700 Atm. zu Briketts geformt wird, welche ein Verhältnis von Oberfläche zu Volume besitzen, das kleiner ist als 10 : 1, und daß diese Briketts. solange sie noch warm sind, sogleich in ein körniges Material übergeführt werden, dessen Teilchen klein genug sind, daß sie durch ein Sieb von 2 mm lichter Weite gehen, und eessen größerer Teil nicht durch ein Sieb fvon 0,177 mm lichter Weite geht, dun daß hierauf das gekörnte Mateial auf eine Temperatur von unter 450 abgekühlt wird.
  • Die nachfolgenden Beispiele, in welchen Teile Gewichtsteile bedeuten, sollen die Erfindung näher erläutern, Der in allen Fällen verwendete wälirige Formaldehyd ist das Handelsprodukt. das eine wäßrige Lösung mit einem Gehalt von 37 (ewichtsprozent Formaldehyd darstellt.
  • Beispiel 1 Ein Preßpulver, z. B. Pluver A. dessen Herstellung im Anschluß an Beispiel 5 beschribebn ist, wird kotinuierlch in eine Heizapparature, z. B. in einen mit Heizamtel verschenen drehbaren Ofen 1 eingebracht und auf etwa 70 bis 750 erwärmt. Die Wärmezufuhr kann mittels eines beliebigen Heizmittels, wie Öl, erfolgen, das bei einer Temperatur von z. B. 90 bis 120° durch den heizmantel des Ofens zirkuliert. Während des Heizvorganges muß das Pulver genügend bewegt werden, um möglichst gleichmäßige Erwärmung zu erreichen und u, örtliche Übverhitzung zu verhinder, Ferner sollte das Pulver bewegt werden, um es in einem lockeren Zustand zu erhalten. Das erwärmte Pulver wird aus dem Ofen direkt in eine automatische Brikettiermaschine übergeführt. um hoch verdichete Briketrts mit Abmessungen von ungefähr 23 # 13 # 2 cm herustellen. Die Brikettiermaschine, bei welcher der Druck mecanisch oder hydraulisch erzeugt werden kann. arbeitet vorzugsweise mit einem Druck von 340 bis 820 Atin. Diese Briketts werden direkt in eine Zerkleinerungsmaschine befördert z. B. in eine mit umlaufenden Klingen, wie sie fiir die Körnung von Aminoplasten üblich ist. Das gekörnte Material wird dann auf unter 45°, vorzugsweise auf 25 bis 35°, abgekühlt, Dies kann durch Überleiten des körnigne Materials über eine wassergekühlte Platte erreicht werden. Es wird dann gesiebt, um diejenigen Teilchen, die ein Sieb von 0,177 mm lichter Weite passieren. auszuscheiden. Der ausgeschiedene Anteil wrid zwechks Weiderverwendeung in die Arubeitsstufe vorgängig dem Erhitzen des Pulvers zruückgeführt. Gegebenenfalls kann eine geringe Menge Schmiermittel dem gekörnten Material zugesetzt und mit ihm innig vermischt werden. Das so erhaltene körnige Material kann leicht tahlettiert oder direkt geformt werden. In beiden Fällen erhält maii Formlinge. welche schönen (llanz und eine glatte Oberfläche aufweise, Außerdem ist das Produkt geleicmäßig, weshalb man in der Lage ist, ohne Schwiergkeit kontinuierlich zu arbeiten, sobald die geeigneten Bedingungen für das Verpressen und die Menge des benötigten gekörnten Materials festgelegt sind.
  • Beispiel 2 Ein Preßpulver, z. B. das im Anschluß an Beispiel 5 beschriebene Pulver A, wird kontinuierlich in eine mit Heizmantel versehene Heizapparatur, welche mit einem 1Rührer von der Art eines Bandmischers versehen ist, eingebracht. Das Erhitzen kann mit Hilfe eines Wärmeübertragungsmittels, wie z. B. 01, erfolgen, das bei einer Temperatur von etwa 120 bis 1250 durch den Heizmantel zirkuliert. Damit das Pulver nicht zusammenballt. darf es die Heizapparatur höchstens bis zur Hälfte füllen. Der Rührer wird genügend rasch gedreht, um das Pulver einerseits in einem lockeren Zustand zu halten und um es anderseits sorgfältig zu mischen. Dadurch wird gleichmäßige Erwärmung erreicht und örtliche Überhitzung vermieden. Die Heizapparatur wird so eingestellt, daß sie Pulver von etwa 600 liefert. Das erwärmte Pulver wird direkt itl eine brikettiermaschine ubergeführt. um hochverdichete Briketts mit Abmessungen von 8,9 # 17,8 # 1,6 cm herzastellen.
  • IDer dabei angewendete Druck beträgt vorteilhaft etwa 680 Atm. Fs werden weitegehnd gleichmäßige, stark verdichtete Briketts erhalten, welche <lirekt in eine mit umlaufenden Klingen versehene, für die Körnung von aminoplasten iibliche Zerkleinerungsmascine eingebracht werden. Das gekörnte Material wird dann gesiebt, um die Teilclieio, welche durch eiii Sieb von 0,,T77 mm lichter Weite geheim, ull (l liejenigen, welche nicht durch ein Sieb von 2,00 bis 2,38 mm lichter Weite gehen, abzutrennen. Diese. Anteile, welche nicht im Endprodukt enthalten sien dürfen, werden in den Arbeitsprzeß zurückgeführt. Formlinge, welche aus gemäß diesem Beispiel gekörnetm material hergestellt werden, sind gechmäßig ud zeigen eine glatte, glänzede Oberfläche.
  • Beispiel 3 Ein l0reßloulver, z. f)> Pulver B, dessen Herstellung im anschluß an die Herstellung von Pulver A beschrieben ist, wird in der in den Beispeilen I untl 2 bescriebenen Weise behandelt. In beiden Fällen wird eine gekförnte Preßmasse mit ausgezeichneten Eigneschaften erhalten. Daraus bergestellte formlinge besitzen schönen Glanz und gleichmäßiges ausschen.
  • Beispiel 4 Ein Preßpulver, wie Pulver A, Pulver B oder Mischungen von Pulver A und Pulver B, z. 11. eine Mischjg aus 1 Teil Pulver A und 1 Teil Puvler B, wird nach dem Verfahren des Beispiels 1 bhendelt, aber mit de Abänderung daß die Briketts Abmessungen von etwa 10 # 5 1,9 cm aufweisen.
  • So hergestllte gekörnte Preßmassen ergeloen gute Formlinge, Beispiel 5 Ein Preßpulver, wie Pulver A. Pulver B oder Mischugen vo Pulver, A und Pulver B, z. B. eine Mischung aus 4 Teilen Pulver A und 1 Teil Pulver B, wird nach dem in Beispiel 2 bescvhribenen Verfahren behandelt, aber mit der Abänderung, tlaß die Briketts fast runde Scheiben von einem Durchmesser von etwa 2,5 5 cm und einer Dicke von etwa 0,95 cm sind. So hergestellte gekörnte Preßmassen ergeben gute und gleichmäßige Formlinge.
  • Herstllung von Pulver A 60 Gewichtsteile Harnstoff werden zu 1 16 Gewichtsteilen eines etwa 27 bis 30° warmen, wäßrigen Formaldehyds zugefugt, dessen pH-Wert mit Triäthanolamin auf etwa 10 eingestellt wurde, Das Reaktionsgemisch wird dann I bis 3 Stunden auf etwa 30 bis 32° erwärmt. Der erhaltene Sirup wird filtriert. mit etwa 66 bis 68 Geweichtsteilen α-Cellulose gemischt, dann I bis 2 Stunden in einer kontinuierlich arbeitenden Trocknungsapparatur bei einer Temperatur von etwa 80 bis 950 getrocknet und hierauf abgekühlt. Das so erhaltene getrocknete Material wird, gegebenenfalls zusammen mit der gewünschten Menge Schmiermittel, Härtungsmittel und Farbstoff, in eine Kugelmühle eingebracht.
  • Der Inhalt der Kugelmühle wird während desMahlvorganges auf einer Temperatur von etwa 25 bis 300 gehalten. Wenn das Pulver genügend gleichförmig ist, (1. h. nach 10 bis 20 Stunden, wird es ausgeladen und gesiebt. Das so erhaltene Pulver ist sehr fein. locker und schwierig zu handhaben.
  • Herstellung von Pulver B 126 Cjewichtsteile Melamin werden in ein Reaktionsgefäß eingebracht, welches etwa 162 Gewichtsteile wäßrigen Formaledhyd enthält, und der pH-Wert wird mit Narumhydroxyd auf etwa 7,5 bis 8,5 eingestellt. Die Reaktionsmishung wird inert etwa 1/2 Stunde zum Seiden gebraht und während etwa 1/4 bis 3/4 Studen am Rückfluß gekocht. Der erhaltene Sirup wird auf etwa 600 abgekühlt und filtriert. Er wird dann mit etwa So Gewichtsteilen α-Celluose gemischt, I iois 2 Stunden in einer kontinuierlich arkbeitnden Trocknungsapparature bei etwa 75 bis 800 getrocknet und dann abgekühlt. Das getrocknete Material wird, je nach dem Verwendungszweck für das Material, gegebenenfalls zusammen mit Schmiermittel, Härtungsmittel und Farbstoff, in eine Kugelmühle eingebracht. Es wird bei etwa 25 bis 300 während Io bis 20 Stunden gemahlen, dann ausgeladen und gesiebt, wobei ein feines, lockeres Pulver erhalten wird.
  • Die Erfindung ist für alle heißhärtenden Aminoplastharze anwendbar, einschließlich der Aminotriazin-Aldehyl-Harze, wie Melamin-Formaldehyd-Harze, Benzogaunmin-Formdaleyd-Harze, Acetoguanamin-Formaledy-Harze, Dicyandiamid-Aldehyl-Harze, Harnstoff-Fromaldehyd-Harze, Melamin - Harnstoff - Formakehyd - Mischarze.
  • Thioharnstoff-Havnstoff-Formaldehy-Mischarze, Dicyandimid-Melamin-Formaledhy-Mischharze.
  • Bei der Herstellung der Preßpulver können die verschiedensten, für Kunstharze üblichen Härtungskatalysatoren zugesetzt werden. z. B. Säuren, wie Phthalsäure oder Phthalsäureanhydrid, Maleinsäure. ferner Salze, wie Diammoniumphosphat.
  • Triäthanolaminphthalat. Die Preßmassen können mit alkalisch wirkeden Materialein, wie freinem Harnstoff, Melamin oder Hexamethylentetramin. gepuffert werden. Es können auch Schmiermittel. wie Zinkstearat, Calciumstearat, zugesetzt werden.
  • Als Füller wird vorzugsweise a-Cellulose verwendet. Es können gegebenenfalls aber auch verschiedene andere Füller zur Anwendung gelangen, wie Holzmehl, Papier-, Baumwoll-, Asbest-, Polyamid-, Glasfasern. Die Fasern können nicht nur als solche, sondern auch in Form von Geweben oder gesponnenen Fäden verwendet werden. In solchen Fällen werden die Gewebe oder Fäden gewöhnlich in verhältnismäßig kleine Stücke zerschnitten.
  • Den Preßmassen können auch beliebige Farbstoffe oder Pigmente zugesetzt werden, wodurch die Herstellung von Preßlingen verschiedenster Fär- bung von Pastelltönen bis zu Schwarz ermöglicht wird.
  • Vorstehend sind bestimmte Typen von Heizapparaturen beschrieben worden, welche für die Erwärmung der Aminoplastpreßpulver gemäß der Erfindung geeignet sind. Die Erwärmung kann aber if beliebig andere Art erfolgen, sofern dafür gesorgt wird, daß das Pulver während des Erwärmens in einem nicht zusammengeballten Zustand gehalten wird. Vorzugsweise sollte das Pulver während des Erwärmungsorganges in Bewegung gehalten werden, um örtliche Überhitzung zu vermeidell und um gleichmäßiges Erhitzen der geamten Pulvermenge auf die gwünschte Temper. ltur zu erzielen.
  • Das Pulver soll auf eine Temperatur von etwa 45 bis SoO erwärmt werden. Die besten Ergebnisse werden bei Temperaturen in der Nähe von 700 erhalten, weshalb vorzugsweise im Temperaturbereich voli 70 bis 800 gearbeitet wird. Es ist zu beachten, daß das erwärmte Pulver direkt in die Brikettiermaschine übergeführt werden muß, so daß es sich vor dem Brikettieren nicht abkühlt und seine durchgehen gleichmäßige Temperatur beibehält. zum gut verdichtete und gleichmäßige Briketts zu erhalten, sollte die Brikettiermaschine mit einem möglichst hohen Druck betrieben werden. Es kommen vorzugsweise Drücke von etwa 680 bis 1000 Atm. in Betracht. Gegebenenfalls können aber auch Drücke bis hinunter auf 340 Atm. oder bis hinauf auf 1700 Atm. angewendet werden.
  • Von großer Wichtigkeit ist die Größe der Brikette, sie sollten so groß sein, als es unter den gegebenden Produktiosverhältnissen und den gegebenen Abmessungen der Brikettiermaschine überhaul)t möglich ist. Auf keinen Fall soll das Verhältnis von Oberfläche zum Volumen größer sein als 10 : 1.
  • Praktisch ist sogar ein Verhältnis von wesentlich weniger als lo : I, z. B. kleiner als 6 : I, vorzuziehen. Die bisher angewendeten Methoden zur Herstellung von Fellen ergeben ein Produkt, dessen Verhältnis von Oberfläche zum Volumen bis zu 400°/o des im Rahmen dieser Erfindung zulässigen masximums beträgt. Deshalb ist es leicht verständlich. daß gemäß der Erfindung bedeutend gleichmäßiger verdichtetes Material erhalten wird. Vergleichsweise Versuche haben gezeigt. daß die Oberfläche von Formlingen, welche aus Preßmassen gemäß der Erfindung hergestellt wurden. den Oberflächen von Formlingen, welche aus bisher lekannten Preßmassen hergestellt wurden, weit überlegen sind.
  • Um beim Verfahren gemäß der Erfindung mit geringsten Verlusten arbeiten zu können und um praktisch die ganze Materialmenge in gekörnter Form zu erhalten, sollte die Körnung der Briketts erfolgen, solange diese noch warm sind, d. h. mit anderen Worten, unverzüglich nach dem Ausstoßen aus der Brikettiermaschine. AbgekühlteBriketts liefern beim Körnen große Klingen Pulver, die nicht abekühten dagegen ergeben nur geringe Mengen unbrauchbarer Anteile. m geeignetsten hat sich eine für die Körnung von Aminoplasten übliche, mit umlaufenden Klingen versehene Zerkleinerungsmaschine erwiesen. Es kann hierfür aber auch eine beliebige andere Apparatur an sich bekannter Baruart verwendet wrden. Das material wird so gekörnt, daß es durch ein Siel) mit einer lichten Weite von 2 mm geht und daß über 500/0, praktisch vorzugsweise etwa 75 l>is 90%. nicht durch ein Sieb mit einer lichtenWeite vono, 177 mm gehen. Gelegentlich ist eine klcine Menge des Materials, das durch ein Sieb mit einer lichten Weite von 0,177 mm geht, zwecks Erzielung gewisser Fließeigenschaften erwünscht, während es in andern Fällen vorteilahrft ist, ein Produkt zu besitzen, von dem kein Anteil durch ein Sieb mit o, l77 mm lichter Weite geht. Alles beim Stelzen als unerwünscht ausgeschiedene Material kann zwecks Wiederaufarbeitung in den Arbeistprozeß zu rückgeführt werden.
  • Gegebenenfalls können einige der Arbeitsvorgänge der Erfindung ihrcrseits wieder in zwei oder mehreren Stufen durchgeführt werden. So kann das Pulver in zwei oder mehr Stufen erwärmt werden, z. B in der ersten Stufe auf 45 l>is 500 und in der zweiten Stufe auf 55 bis 80°. Tn gleicher Weise kann der Körnungsvorgang in einer Vielzahl von Stafen durchgeführt werden. So können die Briketts mit Hilfe einer Zerschneid- oder Brechmaschine in verhältnismäßig große Stücke zerbrochen und dann die erhaltenen Stücke in eine mit umlaufenden Klingen versehene Zerkleinerungsmaschine übergeführt werden.' um das endgültige gekörnte Produkt herzustellen.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellte gekörute Preßmasse besitzt einen weiten nwendungsbereich, da auf allen Arten von geformten Gegenständen, wie Uhrengehäusen. Radiogehäusen, Geschirr, Schalen, gute Oberflächeneffekte erhalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von heißhärtenden Aminoplastpreßmassen in körniger Form, dadurch gekennzeichnet, daß ein fein gemahlenes Aminoplastpreßpulver, während es in einem lockeren Zustand gehalten wird, auf eine Temperatur von etwa 45 bis 90 erwärmt, das erwärmte Pulver direkt in eine Brikettiermaschine eingebracht und unter einem Druck von etwa 340 bis 1700 Atm. zu Briketts verformt wird, welche solche Abmessungen besitzen, daß sie ein Verhältnis von Oberfläche zu Volumen aufweisen, das kleiner ist als I0 : I, und daß diese Briketts sogleich, solange sie noch warm sind, in ein körniges Material übergeführt werden. dessen Teilchen klein genug sind, daß sie durch ein Sieb mit einer lichten Weite von 2 mm gehen, und dessen größerer Teil nicht durch ein Sieb von 0,177 mm lichter Weite geht, 2. Verfahren nach Anspruch t. dadurch ge- kennzeichnet, daß das in lockenem Zustand befindliche Aminoplastpreßpulver während des Erhitzens in Bewegung gehalten und nach dem Brikettieren und Körnen auf unter 450 abgekühlt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet. daß das Aminoplastpreßpulver auf eine Temperatur von etwa 70 bis So ers-ärmt wird.
    4. erfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck beim Brikettieren etwa 680 bis 1000 Atm. beträgt.
    5. Verfahren nach Anspruch I Ibis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Briketts geformt werden, welche solche Abmessungen besitzen, daß sie ein Verhältnis von Oberfläche eu Volumen aufweisen, das kleiner ist als 6 : 1.
    6. Verfahren nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aminoplastpreßpulver ein Harnstoff-Formaldehyd-Harz-Preßpulver ist.
    7. Verfahren nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aminoplastpreßpulver ein Melamin-Formaldehyd-Harz-Preßpulver ist.
DEC2537A 1949-09-30 1950-09-24 Verfahren zur Herstellung von heisshaertenden Aminoplastpressmassen in koerniger Form Expired DE835947C (de)

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