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DE735985C - Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen - Google Patents

Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen

Info

Publication number
DE735985C
DE735985C DEJ62257D DEJ0062257D DE735985C DE 735985 C DE735985 C DE 735985C DE J62257 D DEJ62257 D DE J62257D DE J0062257 D DEJ0062257 D DE J0062257D DE 735985 C DE735985 C DE 735985C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
furnace
drive
electric
support frame
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ62257D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Junker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JUNKER FA O
Original Assignee
JUNKER FA O
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JUNKER FA O filed Critical JUNKER FA O
Priority to DEJ62257D priority Critical patent/DE735985C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE735985C publication Critical patent/DE735985C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/2083Arrangements for the melting of metals or the treatment of molten metals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen Es sind elektrische, auf Rollen ruhende Trommelschmelzöfen bekannt, welche durch mindestens einen in ihrer Längsrichtung aus dem Ofen herausnehmbaren Widerstandsheizstab beheizt werden, und welche mit einem Antrieb gekuppelt sind, derart, daß sie während des Schmelzens eine. pendelnde oder rotierende Bewegung ausführen. Bei einem bekannten größeren Ofen dieser Art hat man bereits -auch schon vorgeschlagen, die Kontakthalter für die Widerstandsheizstäbe außerhalb der Ofentrommel, d. h. getrennt von dieser, abzustützen, und zwar zu dem Zwecke, um bei Beendigung des Schmelzvorganges beim Ausgießen der Schmelze ein Verbrennen des nicht unter Strom stehenden I1eizstabes durch vollständiges Herausziehen aus der Trommel zu verhindern. Die bekannten Ofen dieser Art sind alle ortsgebunden, so daß zum Gießeh besondere an sich bekannte Gießpfannen benutzt werden müssen. Ein bedeutender Nachteil liegt hierbei in den erheblichen Wärmeverlusten, und außerdem darin, daß die Schmelze mindestens zweimal in innige Berührung mit der Luft kommt, so daß schädliche OXydationen auftreten müssen. Letzteres, ist besonders bei sauerstoffempfindlichen Schmelzen der Fall. Vorstehende Nachteile werden besonders beim Spritzgußverfahren beobachtet, weil jeweils nur verhältnismäßig geringe Mengen der Schmelze dem Ofen entnommen werden.
  • Durch die Erfindung werden die vorstehend geschilderten Nachteile der Trommelschünelzöfen dadurch beseitigt, daß die Ofentrommel nebst Rollen und Kippantrieb in einem mit Führungen versehenen Traggestell angeordnet ist. Diese Ausbildung ermöglicht es, die Ofentrommel der von Heizstäben beheizten elektrischen Öfen als Gießpfanne auszubilden und dabei alle diejenigen Schwierigkeiten zu beheben, welche sich beim Betrieb eines solchen Ofens. als Gießpfanne ergeben. Besondere Schwierigkeiten liegen vor allen Dingen darin, daß durch das häufige Abheben der Trommel die außerordentlich wichtige und sorgfältig einzuhaltende gute Lagerung der Heizstäbe nicht beeinträchtigt wird, damit die Heizströme ohne schädliche Einwirkung auf die Kontakte bleiben. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß trotz des häufigen Abliebens der Trommel zwecks Weiterbeförderung der Schmelze an die Verbrauchsstelle die Trommel doch wieder schnell für die Zwecke des Niederschmelzens ortsfest gelagert werden muß und hierbei auch immer wieder schnell und sicher in diejenige genaue Lage gegenüber den Heizstabkontakten gebracht wird, welche Voraussetzung für das ordnungsmäßige Arbeiten des Ofens. ist. Es muß also jeweils ohne langes Tasten beim Zurücksetzen der Ofentrommel die Lagerung der Heizstäbe genau in der Drehachse des Ofens liegen. Zur Beseitigung all dieser Schwierigkeiten macht die Erfindung nunmehr bewußt von der getrennten Lagerung der Heizstäbe und der Trommel Gebrauch, und zwar nicht allein zur Sicherung des Heizstabes gegenV erbrennung bei ausgeschaltetem Strom, sondern zum Zwecke des Aushebens der Trommel aus der örtlich gebundenen Lagerung. Die Kontakte bleiben daher ständig mit den Stromleitungen verbunden. Es wird lediglich der Strom abgeschaltet. Die Trommel kann nunmehr nach dem Herausziehen des Heizstabes aus der Ofentrommel mittels des Traggestelles leicht aus dem Verband mit den Heizstabkontakten gelöst und an den zuständigen neuen Arbeitsplatz gebracht werden. Da sie in dem Gestell auf den Rollen gelagert und mit einem besonderen Antrieb versehen ist, kann sie hier in die entsprechende Gießstellung gedreht werdeil. Beim Zurückstellen der Trommel in die Ursprungslage führen sich die am Traggestell vorgesehenen Führungen in ihre ganz bestimmte Lage zurück, so daß auch die Trommel ohne weiteres die genaue Lage gegenübel- den Kontakten einnimmt, und die sofortige Inbetriebnahme des Ofens zum Zwecke des Schmelzens ermöglicht.
  • Die getrennte Lagerung der Elektroden von derjenigen der Ofentrommel ist auch bei Lichtbogenöfen bekannt. Der Grund zu dieser Anordnung, liegt allein in der Forderung eines großen Naclistellungsbereiches der Elektroden, und zwar zum Zwecke der Einstellung des Lichtbogens zwischen den gegenüberliegenden Elektrodenenden, also nicht zum Zwecke der Lösung des vorliegenden Erfindungsgedankens; im übrigen fehlen auch sämtliche weiteren zur Verwirklichung der Erfindung erforderlichen Merkmale.
  • Die Benutzung des Schmelzofens als Gießpfanne ist bei Öfen anderer Grundbauart bekannt. So°hat ean z. B. Induktionsschmelzöfen in dieser Weise ausgebildet. Die Voraussetzungen zur Durchführung dieses Gedankens sind bei Induktionsschmelzöfen aber vollkommen andere und lassen sich nicht ohne weiteres auf Trommelschmelzöfen mit Widerstandsheizstab übertragen. Bei diesen bekannten Induktionsschmelzöfen fehlen außerdem, auch älle übrigen die Erfindung betreffenden Merkmale.
  • Erfindungsgemäß werden die Einführungsöffnungen für -den Heizstäb so ausgebildet, daß sie bei herausgenommenem Heizstab verschließbar sind. Der Zutritt von Luftsauerstoff während des Gießens wird hierdurch unterbunden. Zur Verhinderung des Zutritts von Luftsauerstoff über die gleichen öffnungen während des Schmelzens sind die zwischen Heizstabhalterung und Ofenstirnwand vorgesehenen Flächen als Dichtflächen, und zwar zweckmäßig steilkonisch ausgebildet, wobei mindestens einer der Dichtungskörper gegen Federdruck axial versehieblich geführt ist. Hierdurch wird das Trennen und Zusammenführen von Trommel und Kontakthalterung wesentlich vereinfacht, da jeweils der abgefederte Dichtungskörper ausweicht.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Kippantrieb der Ofentrommel mit einem vorzugsweise von Hand bedienbaren Antriebsrad ausgerüstet und enthält ein Antriebsglied, welches sich beim Aufsetzen des Traggestells auf seine als Führungen ausgebildete Lagerböcke selbsttätig mit einen x ortsfesten Antrieb zur Erzeugung der Schwingbewegungen der Ofentrommel kuppelt. Der gleiche Kippantrieb dient also sowohl zum Verstellen der Trommel beim Gießen als auch während des- Schmelzens zur Durchführung der Schwingbewegungen.
  • Kippvorrichtungen sind bei Gießgefäßen verschiedener Art an sich bekannt, jedoch niemals für diesen doppelten Zweck, und zwar in Anwendung auf Trommelschmelzöfen.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. i zeigt den elektrischen Schmelzofen im Längsschnitt; Abb. 2 ist eine Seitenansicht des betriebsfertigen Ofens nach Abb. i ; Abb. 3 und q. zeigen in senkrechtem Ouerschnitt und Seitenansicht den elektrischen Schmelzofen im Zuständ der Verwendung als Gießpfanne.
  • Der Heizwiderstand i ist zwischen den beiden wassergekühlten Kontakten 2 angeordnet und mit einem dieser Kontakte in axialer Richtung aus dem Ofen herausziehbar verbunden. Die Kontakte 2 sind in von der Schmelztrommel 4 getrennten Lagerständern 3 geführt. Die Schmelztrommel q. ist auf der Außenseite mit Führungsringen 12 versehen, die sich gegen Führungsrollen 9 abstützen, welche auf zwei parallel zur Schmelztrommelachse gerichteten Wellen 8 befestigt sind; diese Wellen sind in Füßen des auf der Trommelstirnseite gabelartig ausgebildeten Traggestells io gelagert. Das Traggestell ro stützt sich mit seinen Füßen auf den ortsfesten Lagerböcken i i in -konisch oder keilartig ausgebildeten Führungskörpern r,¢, 15 ab. In einem der Lagerböcke i i ist das Antriebsgetriebe 5 untergebracht. Das Ritzel 6 des Antriebes 5 ist etwa lotrecht unterhalb des Zahnrades 7 angeordnet und steht mit diesem in Eingriff. Das Zahnrad 7 ist auf einer der Wellen 8 befestigt und steht mit einem weiteren von Hand bedienbanen Zahnrad 23 in Eingriff. Das Zahnrad 23 steht mit einem Handrad 13 in Verbindnug. Wie Abb.2 deutlich erkennen läßt, sind die Getriebeteile 7 und 13 bzw. 23 in einem der Füße des Gestells io übereinander ange= ordnet.
  • Die Abdichtung zwischen Kontakthalterung und Schmelztrommelstirnwand erfolgt durch konisch ausgebildete Dichtflächen über die Druckstücke 16, welche gegen die Federn i8 axial verschiebbar sind. 17 ist ein Hebel, welcher zum Zurückziehen des Druckstückes 16 benutzt werden kann. Nach Herausziehen des Heizstabes wird die Einführungsöffnung in der Schmelztrarnmelwand durch einen Schieber 22 verschlossen, so- daß keine atmosphärische Luft in das Trommelinnere gelangen kann.. 2o ist eine Gasschleusenkammer, in welcher der Heizstab mit Hilfe der vorzugsweise hohl ausgebildeten Stange i9 zurückgezogen und vor Oxydation geschützt wird. Das Herausheben der Schmelztrommel aus der Lagerung erfolgt etwa folgendermaßen: Nach beendigtem Schmelzvorgang wird der Heizstab i mit seinen Kontakten 2 aus der Schmelztrommel herausgezogen (s. Abb.4). Durch die Schieber 22 werden die Einführungsöffnungen in der Trommelwand verschlossen. Mit I4ilfe des Hebels 17 können nun ,die Druckstücke 16 zurückgezogen werden. Durch eine nicht gezeichnete Hebevorrichtung (Kran o. dgl.) wird nun das Traggestell ro einschließlich der Trommel 4 von den Lagerböcken i r abgehoben. Die Zahnräder 6 und 7 werden dabei gleichzeitig voneinander abgehoben. Wie Abb. 2 und 3 deutlich zeigen, wird das Herausheben des Gestelles einschließlich der Trommel durch die Heizstabhatterung dicht gehindert. Die Schmelztrommel wird nun mittels des Kranes o. dgl. zum Zwecke des Gießens an den betreffenden Arbeitsplatz gebracht. Durch Drehen des Handrades 13 wird die Trommel d. um ihre Achse geschwenkt, derart, daß das flüssige Metall aus der Abgußschnauze 2i austritt. Nach erfolgtem Gießen wird die Trommel in ihre Lage zurückgedreht und an ihren ursprünglichen Platz mittels des Kranes zurückgebracht. Das Absetzen auf die Lagerböcke i i wird durch die besonders ausgebildeten keilartigen Führungen r4., 15 der Traggestellfüße und der Lagerböcke erleichtert. Beim Aufsetzen des Traggestelles io auf die Lagerböcke i i gelangen die Zahnräder 6 und 7 wieder selbsttätig in Eingriff. Nach Herausziehen des Schiebers 22, Lösen der Verriegelung 17 der Druckkörper 16 und Einführen das Heizstäbes i kann das restliche Metallbad erneut erhitzt bzw. neues Material eingeschmolzen werden. Das Metallbad kann innerhalb der Trommel während des gesamten Gießvorganges unter künstlicher Atmosphäre gehalten werden, wobei zweckmäßig das überschüssige Schutzgas über die Abgußschnauze entweicht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer, auf Rollen tuhender Trommelschmelzofen mitmindestens einem Widerstandsheizstab, der in seiner Längsrichtung aus dem Ofen herausnehmbar und dessen Kontakthalter außerhalb der Ofentrommel abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ofentromgzel (q.) nebst Rollen (9) und Kippantrieb (13, 7 ) in einem mit Führungen (i4) versehenen Traggestell (io) angeordnet ist.
  2. 2. Elektrischer Ofen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführungsöffnungen für den Heizstab in den Ofenwänden nach Herausziehen des Stabes (r) verschließbar sind.
  3. 3. Elektrischer Ofen nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtflächen zwischen Heizstablagerung und Ofenwand steilkonisch ausgebildet sind, und daß vorzugsweise die konischen Dichtungskörper (i6) der Heizstablagerung gegen E'eder<lruck axial verschieblich geführt sind. q..
  4. Elektrischer Ofen nach Ansprüchen i 'bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippantrieb in mindestens zwei mit Tragund' Führungsrollen (9) für die Trommel (4) versehenen, parallel zur Trommelachse verlaufenden Wellen (8) besteht, die an. beiden Stirnseiten der Schmelztrommel in die Heizstablagerung von oben her gabelartig umfassenden Füßen des Traggestells (io) gelagert sind, derart, daß die Trominel in ausgehobenem Zustand um ihre Achse drehbar ist.
  5. 5. Elektrischer Ofen nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, daB der Kippantrieb der Ofentrommel mit einem vorzugsweise von Hand bedienbaren Antriebsrad (13) ausgerüstet ist, und ein Antriebsglied (i) enthält, welches sich beim Aufsetzen des Traggestells auf seine Lagerböcke selbsttätig mit einem ortsfesten Antrieb (5, 6) zum Erzeugen der Schwingbewegungen der Ofentrommel kuppelt. b. Elektrischer Ofen nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (14) des Traggestells (io) sowie die Stützflächen (15) der ortsfesten Lagerböcke (ii) keilartig bzw. konisch ausgebildet sind.
DEJ62257D 1938-08-18 1938-08-18 Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen Expired DE735985C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ62257D DE735985C (de) 1938-08-18 1938-08-18 Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen

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DEJ62257D DE735985C (de) 1938-08-18 1938-08-18 Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen

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DE735985C true DE735985C (de) 1943-06-03

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DEJ62257D Expired DE735985C (de) 1938-08-18 1938-08-18 Elektrischer, auf Rollen ruhender Trommelschmelzofen

Country Status (1)

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DE (1) DE735985C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1035181B (de) * 1952-01-14 1958-07-31 Licentia Gmbh Verwendung eines elektrischen Trommelofens
WO1986003282A1 (en) * 1984-11-19 1986-06-05 Noel Henry Wilson Carbon electrode electric furnace for smelting and refining ores
WO1991011658A1 (en) * 1990-01-29 1991-08-08 Noel Henry Wilson Destroying waste using plasma

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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