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Elektrischer Schmelzdrehof en Die Erfindung bezieht sich auf elektrische
Schmelzdrehöfen mit im wesentlichen axial angeordneter Widerstandsbeheizung zum
Schmelzen von Metallen und anderen Stoffen, die in flüssigem Zustand in Formen gegossen
werden sollen. Sie bezweckt, bei solchen Üfen das Einsetzen und Herausnehmen des
Widerstandes sowie das Einführen der zu schmelzenden Stoffe in den Ofen und das
Herausnehmen der Stoffe nach dem Schmelzen zu erleichtern und zu beschleunigen.
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Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung ein Ende des Widerstandes
an einem in der Achsrichtung,des Ofens beweglichen Teil befestigt. Dieser bildet
den Verschluß des Ofens, ist mit der elektrischen X-raftquelle verbunden und wird
von einem Wagen getragen, der seine Verschiebung und damit das Hinseben oder Entfernen
des Widerstandes bei einem Mindestaufwand an Zeit ermöglicht.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kannder Heizwiderstand aus
einer einzigen Stange bestehen, die an dem freien Ende gewissermaßen federnd an
einem elastisch in der Achsrichtung des Ofens verschiebbaren Teil anliegt, der ebenfalls
an die elektri,sche Kraftquelle angeschlossen ist. Die beiden Blöcke, von denen
der eine den Ofenverschluß, der andere den elastischen Anschlag bildet, sind fest
mit dem abgedichteten Mantel des Ofens verbunden.
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Nach einer weiteren Ausführungsform besteht der Heizwiderstand aus
drei Stangen, die mit Dreiphasenstrom gespeist werden, sternförmig miteinander verbunden
und an dem Verschlußstück des Ofens befestigt sind, wobei sich der Scheitel der
Kombination der drei Stangen einer Beschickungstür gegenüber befindet, die in der
Achse des Ofens angeordnet ist. Der Wagen, der dieses Verschlußstück trägt, ist
zweckmäßig so ausgebildet, daß der Widerstand auf ihm aufgerichtet und in aufrechter
Stellung mit einem Schutzmantel umgeben werden kann.
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Die Zeichnungen stellen die zwei vorerwähnten Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes dar, und zwar ist Abb. i ein axialer Schnitt durch die'erste
Ausführungsform des Ofens.
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Abb. 2 ist ein axialer Schnitt durch die zweite Ausführungsform des
Ofens.
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Abb. 3 zeigt den Heizwiderstand des in Abb. -> veranschaulichten
Ofens im Aufriß. Abb. 4 zeigt die Stromzuführungen dieses Widerstandes von der Seite
gesehen.
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Bei der Ausführungsforrn nach Abb. i ist der Widerstand
38 an einem seiner Enden in einen zylindriseben Block 39 aus amorphein
Kohlenstoff
eingeschraubt und ruht mit seinem anderen, freien, kegelförmigen Ende in einem ähnlichen
Block 4o. Diese beiden Blöcke sind in Muffen 41 gelagert, welche von Metallringen
42, umgeben sind, die mit den Stromabnehmern 43 verbunden sind.
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Die, Ringe, 42 sind mit Mänt-eln,44 versehend in welchen man mittels
Leitungen 45 und 46 Wasser unflaufen läßt, um sie abzukühlen.
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Die Gesamtheit der Teile 41, 42, 43, 44, 45 und 46, die fest mit dem
Block 39 verbunden sind, ist unter Zwischenschaltung eines Isolierstückes
47 zwischen der Trommel 54 und den Teilen 41, 42 und 44 an der Trommel 54 des Ofens
befestigt. Die Gesamtheit derselben ,Feile 41 bis 46, die fest mit dem Block 40
verbunden sind, kann sich unter dem Einfluß der gegenseitigen Ausdehnungen des Ofens
und der Teil des Widerstandes in der Achsrichtung des Widerstandes im Innern eines
Blechgehäuses 48 verschieben, und zwar unter der Einwirkung des Teils 43, welcher
als Stromabnehmer dient und dessen zylindrischer Teil in einer röhrenförmigen Führung
49 gleitet, der auf dem Boden des Gehäuses 48 angebracht ist. Ein Isolierstück 5o
ist zwischen diesem Gehäuse 48 und der Trommel 54 des Ofens eingeschaltet.
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Der Druck, welcher erforderlich ist, um die Berührung des kegelförmigen
Endes des Heizwiderstandes mit seinem Lager im Block 4o herbeizuführen, wird gesichert
durch die Einwirkung eines Hebels 51, der durch die Feder 52 gegen Anschläge
53 gedrückt wird, welche auf dem Stromabnehrrier 43 befestigt sind.
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Die Trommel 54 des Ofens ist innen mit einer Schicht 55 feuerfester
Stoffe unter Zwischenschaltung eines Isolierstoffes 56 verkleidet. Sie ruht
mittels zweier Laufringe 57
auf den Rollen 58 auf, deren Lager von dem Sockel
59 getragen werden.
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Ein Zahnkranz 6o, der fest mit der Trommel 54 verbunden ist, ermöglicht
der Trommel eine abwechselnde Drehbewegung unter der Einwirkung einer nicht veranschaulichten
Antriebsvorrichtung, welche durch einen Motor mit veränderlichen Geschwindigkeiten
betätigt wird, dessen Laufrichtung periodisch abgeändert wird.
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Eine Wiege 61, deren Höhenlage beliebig mittels eines Daumens
62 geregelt werden kann, nimmt die Gesamtheit der Teile 41 bis 46, die fest
mit dem BlOck 39 verbunden sind, auf, wenn diese Teile aus dem Ofen herausgenommen
werden sollen. Die Wiege 61 ist auf einem Wagen 63 befestigt, der in der
Richtung der Achse des Widerstandes beweglich ist. Man kann auf diese Weise den
Widerstand aus seinem Lager in dein Block 4o lösen und aus dein Ofen entfernen.
Bei der Ausführungsform des Ofens nach Abb. 2 bi-s 4 wird der Widerstand vofi drei
Graphitstangen gebildet,:die zu einem Bündel oberhalb des Endes des zu behandelnden
Stoffes zusammengezogen sind. Zwei dieser Stangen 87 und 88 sind waagerecht
und parallel zueinander angeordnet, und ihre Enden sind abgerundet. Die dritte Stange
89, deren Enden mit Gewinde versehen sind, ist oberhalb der beiden anderen
Stangen angeordnet, und zwar in solch schräger Lage, daß ihr unteres Ende sich in
der Nähe der Enden der beiden anderen Stangen befindet.
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Der Scheitel des Stangenbündels wird von einem Graphitstück go gebildet,
welches mit zwei kugelförmigen Aussparungen, die zur Aufnahme der abgerundeten Enden
der Stangen 87 und 88 bestimmt sind, sowie in der Mitte mit einer
ein Innengewinde aufweisenden Aussparung, in welche das untere Ende der Stange
89 eingeschraubt wird, versehen ist.
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Die Basis des Stangenbündels wird von drei Blöcken gi aus Kohlenstoff
gebildet, die mit Graphitstücken 92 versehen sind, welche zur Aufnahme der Enden
der Stangen 87, 88 und 89 bestimmt sind, und mit Metallplättchen
93, welche als Stromzuführung dienen.
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Die Blöcke gi und ihre entsprechenden Stromzuführungen 93 sind
mittels Keilen 94 isoliert, und die Gesamtheit der Teile wird in einer zylindrischen
Muffe 95 aus Isolierstoff festgehalten, die von einem Metallring
96 umgeben ist. Dies-er Metallring 96 ist mit einem Halsteil
97 versehen, der mit einem mit Graphit behandelten Asbest versehen ist, der
am Ende der Trommel 98 des Ofens eine gute Abdichtung bildet und zwei Zapfen
99 trägt (Abb. 4), die auf den Seitenwandungen eines Wagens ioo aufrtillen,
der auf Schienen ioi beweglich ist.
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Um den Ofen zu beschicken, nimmt inan den Widerstand heraus und, nachdem
man ihn, wie aus Abb. 3 ersichtlich, aufgerichtet hat, versieht ihn mit einem
Schutzmantel 102, der in Abb. 3 im Schnitt veranschaulicht ist.
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Die Beschickungsöffnung befindet sich in der Achse' des Ofens und
ist durch einen Stopfen 103 (Abb. 2-) verschlossen. Die 1-Entleerungsöffnung ist
nicht veranschaulicht.