DE7135278U - Vorrichtung zum zerkleinern von haushaltsmuell - Google Patents
Vorrichtung zum zerkleinern von haushaltsmuellInfo
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Description
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BPAUNSCHWEIGISCHE MASCHINENBAUANSTALT
• 33 Braunschweig
Am Alten Bahnhof 5
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern
von ι-ιν·*.!., j.ns»s5sciivisr€ von näus»««. wSSt»^* 1?·+.%- s^nsss -S"
häuse, das einen im oberen Bereich angeordneten Beschikkungstrichter aufweist und im unteren Bereich für den Ausfall des zerkleinerten Mülls offen ausgebildet ist und mit
einem Rotor, der um eine waagerecht verlaufende Achse drehbar im Gehäuse gelagert ist und der mit in Drehrichtung pendelnd gelagerten Schlägern bestückt ist, welche mit parallel zur Drehachse verlautenden ortsfest am Gehäuse gehaltenen Roststäben und einer einstellbaren den Roststäben in
Rotordrehrichtung vorgeschalteten gessahnten Rostplatte zusammenwirken.
Aus Haushaltsmüll kann durch Kompostierung ein wertvolles Produkt für die Verbesserung landwirtschaftlicher
Böden erzeugt werden. Voraussetzung für eine schnell ablaufende einwandfrei kontrollierbare Kompostierung 1st
jedoch/ daß aus dem Haushaltsmüll zunächst durch eine
Zerkleinerung eine homogene lockere Masse von Teilchen erzeugt wird, deren Teilchen eine gewisse Größe nicht
überschreiten.
Bei der Ausführung dieser Zerkleinerungsarbeit müssen ge-B . «jj^ggÄ Schwierigkeiten überwunc?**-? werden * Haushaltsmüll
bildet nämlich eine heterogene Masse mit relativ hohem Feuchtigkeitsgehalt, bei der sowohl die Eigenschaften
eines Stückgutverhaltens als auch die Eigenschaften eines Fasergutes auftreten und bei der die Härte und die Festigkeit der zu zerkleinernden Teile in sehr weiten Grenzen
schwanken.
Diese Schwierigkeiten waren die Ursache dafür, daß zwar
bisher viele Untersuche unternommen wurden, eine im praktischen Einsatz befriedigende Lösung bisher jedoch nicht
gefunden wurde. Alle bisher bekannten Ausführungen von Zerkleinerungsvorrichtungen für Hüll bieten in ihrem
Betriebsverhalten jeweils nur eine Teillösung für ein Problom. So ist es beispielsweise üblich geworden, Vorrichtungen
zum Zerkleinern von Müll mit zwei Rotoren auszurüsten, deren Schläger oder Messer relativ zueinander
auf Lücke stehen und sich auf diese Weise gegenseitig säubern. Man will dadurch vermeiden, daß sich
der Müll zwischen die Lücken benachbarter Schläger setzt und diese blockiert oder verklemmt, so daß Bewegungen
nur noch unter Überwindung eines hohen Reibwiderstandes ausgeführt werden können.
Eine andere Schwierigkeit besteht darin, daß ein mit
hoher Drehzahl rotierender Rotor sperrige große Gegenstände,
insbesondere auch Kntillpapier nicht erfassen kann. Deshalb wurden bei einer anderen bekannten Azsführung
einer Zerkleinerungsvorrichtung massive Scheiben mit einstückig angeformten Messern hergestellt, die nach
Art von Nasen über den Außenumfang des Rotors hinausstehen. Diese Ausführung mag für die Zerkleinerung von
Karton, Papier oder dergleichen befriedigend arbeiten,
bei der Zerkleinerung von Haushaltsmüll tritt jedoch ein rascher Verschleiß der Schläger ein, so daß Vorkehrungen
dafür getroffen sein müssen, daß ein rascher müheloser
-A-
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Austausch möglich ist. Bei massiv bzw. einstückig mit
Rotorscheiben ausgebildeten Schneidzähnen als Schlägern ist ein derartiger Austausch nicht möglich.
Rotorscheiben ausgebildeten Schneidzähnen als Schlägern ist ein derartiger Austausch nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Haushaltsmüll zu schaffen, bei
der die Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermieden sind.
Bei der Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von
einer an sich bekannten Vorrichtung zum Zerkleinern von Zuckerrohr - von einem sogenannten Shredder - aus, der
in seiner Ursprungsform für die Zerkleinerung von Haushaltsmüll ebensowenig geeignet ist, wie andere bekannte Vorrichtungen, der sich jedoch in überraschend vorteilhafterweise dieser Aufgabe anpassen läßt.
einer an sich bekannten Vorrichtung zum Zerkleinern von Zuckerrohr - von einem sogenannten Shredder - aus, der
in seiner Ursprungsform für die Zerkleinerung von Haushaltsmüll ebensowenig geeignet ist, wie andere bekannte Vorrichtungen, der sich jedoch in überraschend vorteilhafterweise dieser Aufgabe anpassen läßt.
Die eingangs genannte Vorrichtung, die in ihrer Ausgangsform zum Zerkleinern von Zuckerrohr vorgesehen ist, kennzeichnet
sich zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe, nämlich in der Anpassung zum Zerkleinern
von Haushaltsmüll, erfindungsgemäß dadurch, daß der Rotor als massiver im wesentlichen zylindrischer Körper mit
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II· ·*·· · I
großer Schwingmasse ausgebildet ist und in seiner Mantelfläche Vertiefungen für die Enden der Schläger aufweist,
die in axialen Reihen angeordnet, je Reihe auf einer gemeinsamen Achse gelagert sind, wobei die Schläger
benachbarter Reihen in Bezug aufeinander auf Lücke stehen und die einzelnen Schläger als rechteckförmige
Stanzteile aus hochfestem legierten Stahl ausgebildet sind, während die Rostplatte an den Rückseiten der
Zähne mit hochfesten Verschleißplatten bestückt ist.
Es ist an sich bereits bekannt, den Rotor einer Schlägermühle massiv auszubilden. Bei dieser bekannten Ausführung sind jedoch feststehende Schläger vorgesehen.
Der Einsatz eines solchen Rotors würde beim Zerkleinern von Haushaltsmüll mit der Gefahr schwerer Zerstörungen der Vorrichtung verbunden sein, weil es sich
in der Praxis nicht vermeiden läßt, daß hin und wieder Metallteile oder andere feste Gegenstände in die Vorrichtung gelangen. Bei pendelnd gelagerten Schlägern
können die Schläger solchen Widerständen ausweichen, ohne daß die Gefahr für die Vorrichtung besteht. Bei
einem Rotor mit feststehenden Schlägarn tritt jedoch
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unvermeidbar eine Überlastung gegebenenfalls ein Druch
ein.
Bei Zuckerrohr-Shreddern ist es*schon bekannt, eine Anzahl
von Schlägern auf einer gemeinsamen Achse zu lagern.
Für das der Erfindung zugrundeliegende Problem bietet die wie vorstehend erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung
jedoch eine Reihe von überraschenden Vorteilen. Die Verwendung eines massiven Rotors führt zu einer hohen Schwungmasse,
deren Bewegungsenergie bei einer Drehzahl von etwa
1.000 bis i.500 Umdrehungen pro Minute so groß ist, daß ein gleichmäßiger Lauf des Rotors gewährleistet ist.
Eine unregelmäßige Festigkeit des zu zerkleinernden Mülls setzt dem Rotor zwar einen entsprechend unregelmäßigen
Widerstand entgegen, jedoch werden Drehzahlschwankungen durch die Schwungmasse des Rotors weitgehend ausgeglichen.
Die hohe Schwungmasse gewährleistet auch das besonders widerstandsfähige Müllteile zuverlässig zerkleinert werden.
Andererseits ist durch die pendelnd gelagerten Schläger sichergestellt, daß die Schläger Fremdkörpern, die
nicht zerkleinert werden können, ausweichen, indem sie
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in ihrer Lagerung eine Pendelbewegung ausführen.
Die massive Ausbildung des Rotors als zylindrischer Kör per, der lediglich Vertiefungen für die Aufnahme der
Schlägerenden besitzt, führt zu dem weiteren Vorteil, daß ein Zusetzen des Rotors unmöglich wird. He bisher
unvermeidbare Verwendung eines zweiten Gegenrotors, der die Zwischenräume zwischen den Schlägern säubert,
wird infolgedessen vermieden. Dadurch wird die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung gegenüber bekannten
Ausführungen erheblich vereinfacht. Dadurch, daß die einzelnen Schläger in benachbarten Reihen in
Bezug aufeinander auf Lücke stehen, ergibt sich zwischen den Schlägern ein sehr großer freier Raum, der
einem Verstopfen ebenfalls entgegenwirkt, andererseits gewährleistet diese Anordnung aber auch in Achsrichtung
eine dichte Bestückung des Rotors mit Schlägern, um den gewünschten Zerkleinerungsgrad zu erreichen.
Die Schläger sind erfindungagemäß als rechteckförmige
Stanzteile aus einem hochlegierten festen Stahl, beispielsweise aus Chrommanganstahl ausgebildet. Diese Maß
nahme trägt der Tatsache Rechnung, daß die Schläger
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unvermeidbar einem starken Verschleiß ausgesetzt sind. Durch die mit der vorliegenden Erfindung vorgeschlagene
Maßnahme können die Schläger als Massenartikel in großen Stückzahlen rationell hergestellt werden. Auf die normalerweise
bei Schlägern für andere Zerkleinerungsvorrichtungen üblichen Maßnahmen, wie beispielsweise das
Herstellen und Formen besonderer Schneiden, das Anschärfen oder Schleifen dieser Schneiden oder die Panzerung
der Schneidflächen oder die Ausbildung von Hammerkopf
en oder dergleichen, wurde bewußt verzichtet. Er hat Rieh als vorteilhafter herausgestellt, den gesamten
Schläger aus hochwertigem Werkstoff zu fertigen,
weil die dadurch entstehenden höheren Materialkosten durch die bei anderen Schlägerausführungen anfallenden
Herstellungskosten, insbesondere durch die große Anzahl von auszuführenden Arbeitsgängen, erheblich überschritten
werden.
Die Rostplatte, auf welche das zu zerkleinernde Material als erstes Zerkleinerungselement auftrifft, ist naturgemäß
der härtesten Verschleißbeanspruchung ausgesetzt. Für die Zerkleinerungsarbeit ist es andererseits aber
sehr wesentlich, daß die ersten wirksamen Schneidelemente
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3"Y-Hx~~ beibehalten ; denn ohne eine
Vorzerkleinerung ist die Zerkleinerung an den Roststäben nicht mehr dem gewünschten MaBe durchführbar.
Außerdem würde bei unzureichender Schürfe der Zähne der Rostplatte ein erhöhter Bedarf an Antriebsleistung
hingenommen werden müssen und die Leistung der Vorrichtung erheblich absinken. Bei der erfindungsgexnäß ausgebildeten Vorrichtung ist dafür gesorgt, daß sich die
Zahnspitzen, d. h. die Zahnechneiden der Rostplatte durch die verschleißende Beanspruchung selbsttätig scharf hal-
d,er Zähne bilden Zonen, an denen die Abtragung des Materiales durch Verschleiß langsamer vor sich geht, als an
den Stirnflächen der Zähne, an denen sich Material von geringerer Verschleißfestigkeit befindet. Da das zu zerkleinernde Gut zunächst auf diese Stirnflächen auftrifft,
werden diese Stirnflächen in erhöhtem Maße der Verschleiß· beanspruchung ausgesetzt: und abgetragen. Die Zahnrückseiten dagegen werden wesentlich weniger abgetragen und
bleiben stehen. Das Ergebnis ist eine ausgehöhlte kehlenförmige Zahnstirnseite, deren Vorderkante infolge der
Auskehlung im Querschnitt einen spitzen Winkel bildet,
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| als | Schneidwinkel | - | 4 · f I 14 |
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| der | das | zu | zerkleinernde | ||||||
wirkt.
Ee ist zweckmäßig/ wenn die Schläger der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung, ähnlich wie bei Zuckerrohrshreddern, durch Drehen um 180 ° zweiseitig verwendbar sind. Diese Verwendbarkeit ergibt sich von
selbst dadurch, daß die Schläger rechteckförmige Stanzteile sind, weil dann beide Schlagkanten äquivalent sind,
Besonder« in*fe«*rialeparAnd kann Gearbeitet werden, wenn
die Verschleißplatten an der Eostplatte durch Auftragsschweißung gebildet sind.
Es wurde einleitend schon erwähnt/ daß Haushaltsmüll einen hohen Feuchtigkeitsgehalt besitzt. Dadurch entsteht im Inneren des Gehäuses der Vorrichtung ein Film
aus Flüssigkeit und verschleißend wirkenden Feststoffen, der bedingt durch die Betriebsvibrationen über Oberflächen kriecht und bei bekannten Vorrichtungen stets
zu einem raschen Verschleiß der Lager des Rotors führt.
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Bauaufwendige Dichtungen haben nur eine begrenzte Wirkung erbracht. Nach einem weiteren Merkmal der vorliegenden
Erfindung läßt sich jedoch auf äußerst einfache Weise, d. h. ohne besondere Dichtungen zuverlässig verhindern,
daß die außerhalb des Gehäuses angeordneten Lager des Rotors von dem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
erreicht und beschädigt werden. Diese erfinderische Weiterbildung der Vorrichtung zum Zerkleinern von Müll
kennzeichnet sich dadurch, daß der Rotor an seinen beiden Enden schräg nach außen und zur Drehachse geneigte
Schrägflächen aufweist, die mit radialem Spiel in Ausnehmungen des Gehäuses angeordnet sind, welche von
korrespondierenden Schrägflächen begrenzt sind.
Die Schrägflächen an den Rotorenden steigen von den Außenenden der Rotorwelle in Richtung zur Mitte des
Rotors schräg an. Bei den hohen Drehzahlen des Rotors, die im Bereich von 1.000 bis 1.500 Umdrehungen pro Minute
liegen, ist jeglicher auf dem Rotor sich anlagernder fließfähiger Film dem Einfluß der Zentrifugalkraft ausgesetzt
und wandert in der Richtung, in der er sich von der Drehachse des Rotors entfernt. Infolge der Schräge
an den Rotorenden bewegt sich ein derartiger Film aber
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auch zugleich von den Lagern an den Wellenenden des Rotors weg. Die schräg angeordnete Gegenfläche an der
Gehäusewandung steht der Schrägfläche des Rotors jeweils mit radialem Spiel gegenüber. Es ist somit unmöglich,
daß Verunreinigungen gegen die Wirkung der Zentrifugalkraft wandern und in die Lager des Rotors
eintreten. Das gilt auch für Verunreinigungen, die von den Gehäusewandungen auf den Rotor gelangen, denn sobald
diese mit dem Rotor in Berührung treten, unterliegen sie dem Einfluß der Zentrifugalkraft und werden
im Inneren des Gehäuses etwa im Bereich des zylindrischen Mantels des Rotors abgeschleudert.
Bei einer Vorrichtung, die zum Zerkleinern von Haushaltsmüll eingesetzt wird, müssen Vorkehrungen dafür getroffen
werden, daß eine rasche Zerlegung möglich ist, denn es wird sich nie zuverlässig vermeiden lassen, daß mit dem
Müll hochfeste Fremdkörper in das Innere des Gehäuses gelangen, die sich dann im Rotor verklemmen oder in die
Zwischenräume der Roststäbe hineinsetzen und den weiteren Betrieb der Vorrichtung beeinträchtigen oder unmöglich machen. Die Brauchbarkeit einer Vorrichtung zum
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Zerkleinern von Müll ist daher auch davon abhängig- daß in solchen Fällen eine schnelle und einfache Demontage
möglich ist. Eine Weiterbildung der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung besitzt diese Eigenschaften, denn
das Gehäuse ist geteilt ausgebildet, wobei die Teilebene waagerecht durch die Rotorachse verläuft. Es
braucht infolgedessen lediglich der obere Gehäuseteil nach Lösen entsprechender Verbindungselemente gelöst und
abgehoben zu werden und das Innere der Vorrichtung ist voll zugänglich. Da die Lager des Rotors von dieser ab
nehmbaren Gehäusehälfte unabhängig sind und auf getrennten Widerlagern ruhen, Dichtungen an den Stirnenden das
Rotors nicht vorhanden sind, ist das Abnehmen und Wiederaufsetzen des"Gehäuseoberteiles
sehr schnell und sehr leicht durchführbar.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung unterliegen naturgemäß auch die Roststäbe einem Verschleiß.
Sie sind daher austauschbar. Zweckmäßig ist es, wenn mehrere Roststäbe einen als ganzes austauschbaren bogenförmigen Rost bilden.
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Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Figur 1 zeigt elfte Schnittansicht der Vorrichtung bei lotrecht durch die Drehachse des Rotors verlaufender
Schnittebene.
Figur 2 zeigt die Vorrichtung gemäß Figur 1 bai längs der Linie II II verlaufender Schnittebene.
Figur 3 zeigt eine Teilschnittansicht des Rotors.
Figur 4 zeigt die in Figur 3 dargestellte Einzelheit der Vorrichtung bei Betrachtung in Richtung des
Pfeiles IV in Figur 3.
Figur 5 zeigt eine im Maßstab vergrößerte Darstellung der Zahnung der Rostplatte.
Figur 6 zeigt die untere Hälfte des Gehäuses* der Vorrichtung
.
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In den Figuren ist eine Vorrichtung 1 gezeigt, die zum Zerkleinern von Haushaltsmüll dient. In der Grundkonzeption
entspricht der Aufbau der Ausgestaltung an sich bekannter Shredder zum Zerkleinern von Zuckerrohr.
Die Vorrichtung 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das aus einem Unterteil 3 und einem Oberteil 4 zusammengesetzt ist.
Der Gehäuseoberteil 4 ist mit einem Einfülltrichter 5 versehen, durch den der zu zerkleinernde Haushaltsmüll
in das Gehäuseinnere eingeleitet wird. Der Gehäuseunterteil 3 ist nach unten hin offen ausgebildet, damit ein
großräumiger Ausfallquerschnitt für den zerkleinerten
Müll zur Verfügung steht.
Der Gehäuseunterteil 3 trägt, wie vor allem aus Figur 1 zu erkennen ist, seitliche Konsolen 6, auf denen Lager 7
befestigt sind, die zur drehbaren Lagerung eines Rotors dienen.
Der Rotor 8 ist bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung
1 als massiver im wesentlichen zylindrischer Körper ausgebildet. Es wird ein hohes Gewicht angestrebt, um
eine große Schwungmasse zu erzielen. Bei dem dargestellten
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Auefiihrungsbeispiel ist der Rotor 8 mit sinsr zur T.age—
rung dienenden Welle 9 ausgerüstet und auf dieser Welle ist ein zylindrischer Körper 10 aufgesetzt und gegen
Drehung relativ zur Welle 9 gesichert. Aus fertigungstechnischen Gründen kann es je nach axialer Länge des
Rotors 8 vorteilhaft sein, den massiven zylindrischen Körper 10 mehrteilig auszubilden. In der Figur 1 ist
eine Trennfuge 12 dargestellt, welche andeuten soll,
daß der massive zylindrische Körper 10 mindestens zweiteilig ausgebildet ist, vier Spannstäbe 13,- die sich
p2arv?cisc cisgonsi gsgsnucsrstSiisn, dienen ua«uf uic
einzelnen Teile des massiven zylindrischen Körpers zu einem ganzen zusammenzufassen.
In der Mantelfläche 14 des Rotors 8 befinden sich Vertiefungen 15. Sie dienen zur Aufnahme der Enden 16 von
Schlägern 17. Diese Schläger 17 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in vier axialen Reihen angeordnet
und je Reihe auf einer gemeinsamen Achse 18, die sich durch den Rotor 8 erstreckt, pendelnd gelagert.
Die Schläger 17 können mit ihren Außenenden Pendelbewegungen in der Drehebene ausführen. Sie können leicht
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einer Befestigungsschraube 19 und Verdrehen eines Riegels 20 entriegelt (siehe Figur 3 und 4) und längs zu
sich selbst aus dem Rotor 8 herausgeschoben wird. Diese Arbeit läßt sich ohne Demontage vornehmen, weil hierzu
geeignete Montageklappen 21 abnehmbar am Gehäuse 2, insbesondere dem Gehäuseoberteil 4 befestigt sind.
erkennen ist, in benachbarten Reihen in BeZüy aufeinander auf Lacke angeordnet, so wird einerseits ein großer
Abstand benachbarter Schläger 17 in einer Reihe erzielt und dadurch einem Verstopfen der Zwischenräume der Schläger durch den zu zerkleinernden Müll weitgehend vorgebeugt,
andererseits aber die nötige axiale Schlägerdichte erreicht, die für eine befriedigende Zerkleinerung erforderlich ist.
Die Schläger 17 sind, siehe insbesondere Figur 4, als
rechteckförmige Stanzteile ausgebildet. Sie werden aus hochfestem Werkstoff, vorzugsweise Chrommanganstahl hergestellt. An ihrem Ende 16 wird beim Stanzen das Dürchgangsloch für die pendelnde Lagerung auf der Achse 18 mit
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• * I
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erzeugt, sins weitere Behandlung igt nicht erferdsrlish.
Durch diese einfache Ausbildung werden erhebliche Herstellungskosten eingespart. Die Schläger 17 sind zweiseitig verwendbar. Sie brauchen lediglich um 180 ° gewendet
zu werden, wenn die jeweils in Drehrichtung weisende Kante abgenutzt ist. Der Austausch läßt sich durch
Herausziehen der Achse 18 und das Wiedereinfügen der Schläger 17 nach entsprechender Wendung schnell durchführen.
<
Zur Zerkleinerung des Mülls wirken die Schläger 17 mit
einer relativ zum Rotor 8 ortsfest im Gehäuseoberteil angeordneten Rostplatte 22 zusammen, welche die erste Zerkleinerungsarbeit
ausführt und zu diesem Zwecke mit Zähnen 23 ausgerüstet ist. Die Rostplatte 22 ist racial zur
Drehachse des Rotors 8 durch Betätigung entsprechender Stellschrauben 24 einstellbar. Aus der Figur 5 ist zu
erkennen, daß die Rostplatte 22 Zähne 23 besitzt, die an ihren Rückseiten 25 mit Verschleißplatten 26 bestückt
sind, welche zweckmäßigerweise durch eine Auftragsschweissung
gebildet werden. Dem auftreffenden zu zerkleinernden
Müll, der unter dem Einfluß der Schläger 17 steht, stehen die Zähne 23 mit Stirnflächen 27 gegenüber. Diese werden
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aber. da sie aus wenioer festem Material bestehen- durch
das auftreffende Gut stärker verschlissen und abgetragen als die Verschleißplatten 26, so daß sich die in
der Figur 5 in strich-punktierten Linien eingezeichnete Auskehlung 28 bildet. Diese Auskehlung bildet zusammen mit der Verschleißplatte 26 einen spitzen Winkel, der als Schneide 29 wirkt und die Zerkleinerungsarbeit begünstigt. Diese scharfe Schneide 29 wird durch die verschleißende Wirkung nicht abgestumpft, sondern
ständig selbsttätig nachgeschärft. So ergibt sich eine cttiSsrcrcLsntlich !»»yö Standzeit dsr Z?hns 23 ^ "sbnc!c"~ dere aber eine während des Betriebes nicht nachlassende Schneidschärfe.
der Figur 5 in strich-punktierten Linien eingezeichnete Auskehlung 28 bildet. Diese Auskehlung bildet zusammen mit der Verschleißplatte 26 einen spitzen Winkel, der als Schneide 29 wirkt und die Zerkleinerungsarbeit begünstigt. Diese scharfe Schneide 29 wird durch die verschleißende Wirkung nicht abgestumpft, sondern
ständig selbsttätig nachgeschärft. So ergibt sich eine cttiSsrcrcLsntlich !»»yö Standzeit dsr Z?hns 23 ^ "sbnc!c"~ dere aber eine während des Betriebes nicht nachlassende Schneidschärfe.
Der Rostplatte 22 in Drehrichtung des Rotors 8 nachgeschaltet sind Roststäbe 30, die einen bogenförmigen Rost
bilden, der die Außenbahn der Schläger 17 umgibt. Die
zwischen den Roststäben verbleibenden Zwischenräume 31 sind dem Zerkleinerungsgrad angepaßt, der erzielt werden soll. Da auch diese Roststäbe 30 dem Verschleiß ausgesetzt sind, ist dafür gesorgt, daß sie ausgetauscht werden können. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind alle Roststäbe 30 zu einem als ganzes austauschbaren Körper
zwischen den Roststäben verbleibenden Zwischenräume 31 sind dem Zerkleinerungsgrad angepaßt, der erzielt werden soll. Da auch diese Roststäbe 30 dem Verschleiß ausgesetzt sind, ist dafür gesorgt, daß sie ausgetauscht werden können. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind alle Roststäbe 30 zu einem als ganzes austauschbaren Körper
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zusammengefaßt.
Um bei Störungen rasch in den Innenraum des Gehäuses 2 Zugang zu bekommen, befinden sich an geeigneten Stellen
Revisionsklappen 32 - siehe z. B. Figur 6 und 2. Es muß damit gerechnet werden, daß Situationen auftreten,
bei denen durch die Revisionsklappen 32 allein einge-drungene Fremdkörper nicht entfernt werden können. Die
bereits erwähnte zweiteilige Ausbildung des Gehäuses 2 trägt dieser Tatsache Rechnung. Um das Gehäuseinnere jedoch
möglichst einfach und schnell zugänglich zu bekommen, sind vom Gehäuseoberteil 4 sämtliche Lager und ähnliche
Zubehöreinrichtungen getrennt und die Trennebene 33 zwischen dem Oberteil 4 und dem Unterteil 3 ist so gelegt,
daß sie waagerecht verläuft und durch die Drehachse des Rotors 8 geht. Nach Lösen geeigneter Verbindungsmittel
zwischen den beiden Gehäuseteilen 3 und 4 braucht der Oberteil 4 daher lediglich abgehoben zu werden
und der gesamte Gehäuseinnenraum einschließlich des Rotors 8 ist zugänglich.
Der Rotor 8 bzw. die massiven zylindrischen Körper 10 sind an den beiden Rotorenden mit Schrägflächen 34 ausgerüstet
(Figur 3 und Figur 1). Diese Schrägflächen
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verlaufen von den Außenenden der Welle 9 aus schräg zur Achsmitte des Rotors 8 ansteigend. Sie sind außerdem in
einer Öffnung 35 im Gehäuseoberteil und Unterteil angeordnet (siehe Figur 6 und Figur 1), deren Besonderheit
darin besteht, daß sie ebenfalls von einer korrespondierend verlaufenden Schrägfläche 36 begrenzt wird.
Zwischen den beiden Schrägflächen 34 und 36 ist ein radialer Spalt gelassen.
Die Schrägflächen 34 haben zur Folge, daß Verunreinigungen aus dem Gehäuseinnenraum nicht in Richtung der Lager
7 austreten können. Das trifft auch für einen aus Fest-Stoff und Feuchtigkeit gebildeten Film zu. Durch den
Einfluß der Zentrifugalkraft wandern derartige Verunreinigungen über die Schrägfläche 34 in ansteigender Richtung und entfernen sich damit von den Lagern 7. Durch
die Schrägflächen 34 werden daher aufwendige und meist wenig zuverlässige Abdichtungen der Wellenenden des Rotors 8 eingespart.
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71i8J?·«. 7.«
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Zerkleinern von Haushaltsmüll mit
einem Gehäuse, das einen im oberen Bereich*angeordneten
Beschickungstrichter aufweist und im unteren Bereich für den Ausfall des zerkleinerten Mülls
offen ausgebildet ist und mit einem Rotor, der um eine waagerecht verlaufende Achse drehbar im Gehäuse
gelagert ist und der mit in Drehrichtung pendelnd gelagerten Schlägern bestückt ist, welche mit parallel
zur Drehachse verlaufenden ortsfest am Gehäuse gehaltenen Roststäben und einer einstellbaren den Roststäben
in Rotordrehrichtung vorgeschalteten gezahnten Rostplatte zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet
, daß der Rotor (8) als massiver im wesentlichen zylindrischer Körper mit großer
Schwungmasse ausgebildet ist und in seiner Mantelfläche (14) Vertiefungen (15) für die Enden (16) der
Schläger (17) aufweist, die in axialen Reihen angeordnet, je .Reihe auf einer gemeinsamen Achse (18) gelagert
sind, wobei die Schläger benachbarter Reihen in Bezug aufeinander auf Lücke stehen und die einzelnen Schläger
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71Hl?liir.n
- 23 -
als rechteckförmige Stanzteile aus hochfestem legierten Stahl ausgebildet sind und daß die Rostplatte (22)
an den Rückseiten (25) der Zähne (23) mit hochfesten Verschleißplatten (26) bestückt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Längr.kanten der Schläger (17) als Schneiden ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Verschleißplatten
(26) durch Auftragsschweißung gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (8) an seinen beiden Enden schräg nach außen und zur Drehachse geneigte Schrägflächen {34)
aufweist, die mit radialem Spiel in Ausnehmungen (35) des Gehäuses (2) angeordnet sind, welche von korrespondierenden
Schrägflächen (36) begrenzt sind.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet,
- 24 -
718527826.7.78
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daß das Gehäuse (2) geteilt ausgebildet ist, wobei die Teilebene (33) waagerecht durch die Rotorachse verläuft.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5/ dadurch gekennzeichnet,
daß die Roststäbe (30) austauschbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet
, daS mehrere Roststäbe (3O) einen als ganzes austauschbaren
Rost bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19717135278 DE7135278U (de) | 1971-09-16 | 1971-09-16 | Vorrichtung zum zerkleinern von haushaltsmuell |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19717135278 DE7135278U (de) | 1971-09-16 | 1971-09-16 | Vorrichtung zum zerkleinern von haushaltsmuell |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7135278U true DE7135278U (de) | 1973-07-26 |
Family
ID=6623896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19717135278 Expired DE7135278U (de) | 1971-09-16 | 1971-09-16 | Vorrichtung zum zerkleinern von haushaltsmuell |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7135278U (de) |
-
1971
- 1971-09-16 DE DE19717135278 patent/DE7135278U/de not_active Expired
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